Markus Veith Zeitlauscher

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Inhaltsangabe zu „Zeitlauscher“ von Markus Veith

Als er klein war, war seine Welt Kauderwelsch.
Ein wirrer Urwald aus Sprache.
Der junge Konrad hat ein außergewöhnliches ­Talent: Er kann in die Vergangenheit hören.
Zunächst prasseln die Stimmen noch unkontrolliert auf ihn ein, doch mit der Zeit lernt er, seine Gabe zu verfeinern und zu nutzen. Dabei muss er feststellen, dass Zeitlauschen nicht nur von Vorteil ist: Er durchlebt grausame ­geschichtliche ­Ereignisse, erfährt Dinge, die ihm besser ver­borgen geblieben wären und kämpft mit seinem Gewissen.
Dann verliebt er sich in Klara – ein Mädchen, das vor 470 Jahren lebte. Fast täglich treffen sie sich an einer alten Eiche, wo sie trotz der zeitlichen Entfernung Nähe finden. Bis Klara durch eine Unvorsichtigkeit in Gefahr gerät.

Eine Märchen-Fantasy-Liebes-Novelle, die mit dem Phänomen Zeit spielt.

Eine interessante Idee für eine Liebesgeschichte durch die Grenzen der Zeit

— Beluri

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  • Eine Liebesgeschichte ohne Kitsch und Klischees

    Zeitlauscher

    mrsmisery

    15. December 2017 um 23:36

    Der kleine Konrad und seine Familie merken schnell, dass er anders ist, als die anderen. Schon im Kindesalter hat er ein hervorragendes Talent für Zeichnungen. Gruselig ist nur, dass die Personen die er in Alltagssituationen malt, nie ein Gesicht haben. Und dann redet Konrad auch noch, obwohl niemand in der Nähe ist. Doch er führt keine Selbstgespräche, sondern antwortet auf Fragen, die ihm niemand gestellt hat. Dieser Einstieg löst zunächst erst einmal Unbehagen und viel Neugier aus. Was hat Konrad? Leidet er vielleicht an einer Form des Autismus oder einer anderen Erkrankung? Alles nicht. Konrad kann Menschen hören – Menschen, die schon lange nicht mehr unter uns weilen. Anfangs kann er dieses Wirrwarr in seinem Kopf noch nicht kontrollieren. Je nachdem an welchem Ort er sich befindet, hört er alle Gespräche, die jemals dort stattgefunden haben. Klar, dass Chaos vorprogrammiert ist. Nach und nach lernt er mit seiner Fähigkeit systematisch umzugehen und kann die Zeitpunkte zu denen er reist kontrollieren. Aufregend ist an dieser Stelle das Gedankenexperiment, ob man diese Fähigkeit überhaupt besitzen möchte. Sicherlich ist es zunächst spannend, doch werden früher oder später auch Dinge und Geheimnisse zu Tage gefördert werden, die besser im Dunkeln geblieben wären. Oder nicht? Konrad geht es ähnlich. Einem Schulausflug zu einer KZ-Gedenkstätte sagt er ab. Und nun kommt die Liebe ins Spiel, von der im Klappentext die Rede ist: Er lernt Klara kennen! ...die vor 476 Jahren gelebt hat und die erste Person aus der Vergangenheit ist, die ihm antworten kann. Jahrelang „treffen“ sie sich an einem bestimmten Ort und verlieben sich ineinander, nichtsahnend, dass Konrad in ihrer Zukunft stöbern kann und sieht, welches Schicksal ihr bevorsteht. Der „Zeitlauscher“ ist eine tiefgründige Liebesgeschichte, die ganz ohne kitschige Floskeln eine Gänsehaut zaubert. Trotz der knappen Länge gelingt es dem Autor, die Protagonisten so zu beschreiben, dass ein Mitfühlen unabdingbar ist. Konrad und Klara sind zwei liebevolle Menschen und offensichtlich Seelenverwandte – da kann es nur dramatisch werden, dass sich die beiden um fast 500 Jahre verpasst haben. Die Theorie der Zeitreisen solltest du mögen. Natürlich ist (bislang?) reine Fantasie, doch in dieser Kurzgeschichte ist diese Theorie zumindest logisch zu Ende gedacht. Mit sinnvollen Zeitreiseelementen (Stichwort: überlieferte Geschichten ;) ), ist ein Eintauchen ist die Welt von Konrad und Klara sehr einfach und es bedarf keiner komplexen Gedankengänge, um dem Plot zu folgen. Anders als bei anderen Kurzgeschichten, hinterlässt die hiesige die LeserInnen mit glücklicherweise relativ wenigen offenen Fragen. Natürlich lässt das Ende der Fantasie freien Lauf, doch du kannst dir Gewiss sein, die Geschichte mit einem befriedigenden Gefühl zu beenden. Besonders zu erwähnen ist in dieser Rezension auch das großartige Layout. Hier wird mit Schriftgrößen und -arten gespielt und die Geschichte dadurch sehr lebendig. Außerdem gibt es ein Daumenkino eines fallenden Eichenblatts, was noch einmal den Bezug zum wohl wichtigsten Ort für Konrad und Klara herstellt – und natürlich auch die traurig-schöne Geschichte der beiden widerspiegelt.

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  • Liebe kennt keine Grenzen, auch nicht die Zeit

    Zeitlauscher

    Beluri

    09. September 2017 um 15:05

    Inhalt in Kürze: Konrad ist ein außergewöhnliches Kind, denn er kann Stimmen hören, die sonst niemand wahrnimmt. Anfangs vermuten seine Eltern nur eine lebhafte Phantasie, aber nach einem Zusammenbruch wird klar, dass Konrad ein Zeitlauscher ist. Das heißt, dass er durch die Zeit hören und somit längst vergangene Gespräche und Aussagen verfolgen kann, welche an dem Ort, an dem er sich aufhält, gehalten wurden. Seine Eltern erkennen die Gefahr und ziehen mit ihm aufs Land zu seinem Großvater. Dort lernt Konrad über die Jahre seine Gabe zu beherrschen und kontrolliert einzusetzen. Eines Tages schnappt er etwas auf, das sein Weltbild zerstört und in seiner Wut fährt er durch die Zeit und findet die Stimme der jungen Klara, die fast 500 Jahre vor ihm gelebt hat. Schon nach kurzer Zeit merkt Konrad, dass etwas anders ist, denn nicht nur er kann sie hören, sondern Klara auch ihn! Was wird geschehen und hat sein unfreiwilliger Eingriff in die Vergangenheit weitreichende Konsequenzen? Die Charaktere: Durch seine Gabe ist hat Konrad nur sehr wenige Freunde, da ihn natürlich alle merkwürdig finden. Erschwerend kommt noch hinzu, dass er sowieso ein Einzelgänger ist. Nur mit seiner Schwester, die er immer nur “Blume” nennt, versteht er sich richtig gut. Zumindest bis er Klara kennenlernt, mit der er bald ein Herz und eine Seele ist. Das junge Mädchen, das 500 Jahre vor Konrad gelebt hat, ist für ihre Zeit sehr aufgeschlossen und nach dem ersten Schreck, dass sie plötzlich eine Stimme hören kann, freut sie sich immer mehr auf die Gespräche mit ihm. Die Handlung: Diese Handlung ist mal etwas wirklich neues und auch die Liebesgeschichte ist alles andere als 08/15. Leider ist das Buch viel zu kurz und schon bevor man richtig angefangen hat ist es auch schon wieder zu Ende. Aus einigen Stellen hätte man sicher mehr machen können, was aber nicht heißt, dass das Buch in irgendeiner Form schlecht wäre. Ganz im Gegenteil, ich war sogar ziemlich enttäuscht als ich nach viel zu kurzer Zeit am Ende angelangt war. Trotzdem gibt es einen Kritikpunkt, den ich anbringen möchte, und das ist eben das übliche Paradoxon, welches bei allen Handlungen mit Reisen oder in diesem Fall hören bzw. sprechen in die Vergangenheit auftritt. Ich möchte mich nun auch nicht weiter damit befassen, aber auf diese Sache muss man sich einlassen können, wenn man das Buch lesen will. Fazit: „Der Zeitlauscher“ ist eine sehr spezielle Liebesgeschichte über die Jahrhunderte. Es sind zwar nur wenige Seiten, aber dafür ist die Geschichte darin wirklich gut. Man muss allerdings das Thema Zeitreisen mögen.

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  • Zeitlauscher - Markus Veith

    Zeitlauscher

    Maxileila

    20. May 2017 um 13:26

    Konrad kann seit seiner Geburt in die Vergangenheit hören. Egal wie weit sie zurückliegen, hört er die Gespräche von den Menschen, die vor ihm an diesem Ort waren. Niemand kann sich erklären, warum Konrad diese besondere Fähigkeit hat. Die Menschen finden ihn seltsam, nur seine Schwester, die er Blume nennt, unterstützt ihn und ist für ihn da. Eines Tages läuft Konrad aufgrund trauriger Umstände zu einer großen Eiche auf dem Hügel. Jedoch lauscht er dort nicht nur in die Vergangenheit, sondern er kann sich das erste mal mit einer Person aus einer anderen Zeit unterhalten. Nämlich mit Klara, die 470 Jahre vor ihm lebte. Die beiden treffen sich seit dem jeden Tag und es entsteht eine enge Bindung zwischen den beiden. Doch Konrad bringt Klara durch seine Unvorsichtigkeit in Gefahr.Mit seinen 107 Seiten ist das Buch schnell gelesen. Das tut der Geschichte allerdings nichts ab. Diese gehört nämlich zu den wohl schönsten und kreativsten die ich jemals gelesen habe. Der Schreibstil ist sehr schlüssig und verständlich, man könnte sagen, die Seiten fliegen dahin. Die Story ist mal etwas ganz anderes und hat sehr viel Spaß gemacht. Wundervoll gestaltete und sympathische Charaktere, die wir von Konrads Geburt bis in sein Erwachsenenalter begleiten. Die Geschichte hat mich wirklich sehr berührt und ich hab noch Tage später darüber nachgedacht. Sie war jedoch an keiner Stelle kitschig. Zum Schluss muss ich noch ein großes Lob an den Verlag aussprechen, der dieses Buch unglaublich liebevoll gestaltet hat. Ein Daumenkino am Rand und Seiten mit besonderer Schriftgestaltung machen das Buch zu etwas ganz außergewöhnlichen.Dementsprechend kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der mal Lust auf etwas neues und besonderes hat. Es hat mir viel Spaß gemacht in die Geschichte von Konrad und Klara einzutauchen.

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