Markus Walther

 4,2 Sterne bei 288 Bewertungen
Autorenbild von Markus Walther (©)

Lebenslauf von Markus Walther

Markus Walther, geboren 1972 in Köln, lebt seit 2006 mit seiner Frau und zwei Töchtern im Bergischen Rösrath. Als ausgebildeter Werbetechniker begeisterte er sich bald für die Schriftgestaltung und machte sich 1998 als Kalligraph selbstständig. Bis 2012 lag der Schwerpunkt seiner schriftstellerischen Arbeit in der Gattung der Kurz- und Kürzestgeschichte. Die Gratwanderung zwischen Klischee und Pointe, Independent und Mainstream führte ihn quer durch sämtliche Genres der Bücherwelt. Nach drei Kurzgeschichten-Bänden und einem literarischen Adventskalender ist 2013 der Fantasy-Roman “Buchland” im Acabus-Verlag erschienen. Bereits 2014 wird die Kriminalkomödie “Der Letzte beißt die Hunde” veröffentlicht. Weitere Romanprojekte sind in Vorbereitung. Neben den eigenen Buchprojekten schrieb Markus Walther u.a. bis 2013 für das Literatur-Portal GlobalTalk die Kolumne “Reden wir über …” . Außerdem ist er Initiator und Mitorganisator der “Langen Lohmarer Lesenacht”. Bis 2012 engagierte er sich als Moderator für das Autorenforum Federfeuer.

Alle Bücher von Markus Walther

Cover des Buches Buchland (ISBN: 9783862824441)

Buchland

 (174)
Erschienen am 02.09.2016
Cover des Buches Kleine Scheißhausgeschichten (ISBN: 9783941404649)

Kleine Scheißhausgeschichten

 (23)
Erschienen am 13.09.2010
Cover des Buches Einige ungewöhnliche Geschenke (ISBN: 9783939829508)

Einige ungewöhnliche Geschenke

 (8)
Erschienen am 12.11.2014
Cover des Buches Bibliophilia. Am Ende des Buchlands (ISBN: 9783948695873)

Bibliophilia. Am Ende des Buchlands

 (7)
Erschienen am 06.12.2021
Cover des Buches Gute und böse Nachtgeschichten (ISBN: 9783940528179)

Gute und böse Nachtgeschichten

 (4)
Erschienen am 29.02.2008

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Markus Walther

Cover des Buches Verdingkind (ISBN: 9783775161053)
buecherwurm1310s avatar

Rezension zu "Verdingkind" von Markus Walther

Eine tragische Geschichte
buecherwurm1310vor 24 Tagen

Markus „Meck“ Walther wird nach dem Tod der Mutter von seinem Vater, der mit der Situation überfordert ist, in ein Kinderheim gegeben. Die Behörden bringen Meck in einer Pflegefamilie unter, als der Junge sieben Jahre alt ist. Doch er hat kein gutes Leben, wird von der Pflegefamilie ausgenutzt und gequält. Erst als er beinahe ums Leben kommt, wird er zurück ins Heim gebracht.

Der Autor erzählt seine Geschichte, die erschreckend ist und unter die Haut geht. Dies ist nicht das erste Mal, dass ich über die Verdingkinder gelesen habe. Diese Kinder waren rechtlos. Sie wurden von der Schweizer Fürsorge als Verdingkinder in die Familien gegeben. Doch nicht alle hatten es gut, die meisten wurden ausgenutzt, misshandelt und missbraucht. Sie bekamen nicht genug zu essen und mussten häufig von Abfällen leben, dafür aber mussten sie schwer arbeiten. Diese Fremdunterbringung begann im 19. Jahrhundert und wurde bis weit ins 20. Jahrhundert so gehandhabt. Ähnliches gab es aber auch in Deutschland und Schweden. Besonders betroffen gemacht hat mich, dass diese schrecklichen Dinge noch so lange möglich waren und wie viele Kinder betroffen waren.

Markus Walther lässt sich nicht unterkriegen. Aber es gibt auch Menschen, die es gut mit ihm meinen, wie der Lehrer, der ihn unterstützt. So gelingt es ihm, eine Ausbildung zu machen und beruflich erfolgreich zu werden. Doch fehlt etwas in seinem Leben und so findet er zu Gott.

Manches war schwer auszuhalten und so musste ich das Buch des Öfteren aus der Hand legen. Trotzdem sollten diese Missstände nicht unter den Tisch gekehrt werden, sondern den Betroffenen, die ihr Leben lang mit dem Trauma fertig werden müssen, Hilfe gewährt werden.

Es ist ein lesenswertes Buch, das betroffen macht.

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Cover des Buches Verdingkind (ISBN: 9783775161053)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Verdingkind" von Markus Walther

Eine berührende Lebensgeschichte
Bellis-Perennisvor 24 Tagen

Wer die Bezeichnung „Verdingkind“ hört, hat sofort den Film „Schwabenkinder“ in seinem Kopf, der jene Zeit des 19. und Anfang des 20. Jahrhundert beschreibt, in der Kinder der bettelarmen Bergbauern aus Vorarlberg, Tirol, Liechtenstein und der Schweiz in das „reiche“ Schwabenland als Arbeitskräfte vermittelt also quasi verkauft wurden. Man sollte meinen, dass diese Menschen verachtende Praxis längst der Vergangenheit angehört - mitnichten. 

Markus „Meck“ Walther erzählt, wie er nach dem Tod der Mutter gemeinsam mit seinen Geschwistern von seinem überforderten Vater in ein Schweizer Kinderheim gebracht wurde. Als Siebenjähriger wird er seitens der Behörden in einer Pflegefamilie untergebracht, die ihn nach Strich und Faden ausnützt und gequält. Erst als er bei einem Traktorunfall beinahe ums Leben kommt, bleibt er im Heim. Meck hat es, als Angehöriger der Jenischen, einer Gruppe Fahrender, doppelt schwer. 

Doch Meck ist zäh. Mithilfe eines wohlmeinenden Lehrers gelingt es ihm, eine Ausbildung zu absolvieren. Innerhalb kürzester Zeit wird er ein erfolgreicher Manager. Doch nach einem gesundheitlichen Zusammenbruch muss er erkennen, dass ihm trotz der Liebe seiner zweiten Frau Evelyn, etwas fehlt.  

Meine Meinung: 

Es ist kaum zu glauben, dass es in der ach so korrekten Schweiz solche Zustände geherrscht haben. Der Umgang mit Minderheiten lässt wie fast überall zu wünschen übrig. 

Die Schilderungen der Lebensstationen sind stellenweise schlecht auszuhalten.

Was denken sich Pflegeeltern dabei, wenn sie Geld vom Staat kassieren und den ihnen anvertrauten Kindern das Leben zur Hölle machen? Schwerarbeit für einen Siebenjährigen (!) in der Landwirtschaft, kaum Essen oder Kleidung dafür umso mehr Schläge. Man kann nur hoffen, dass diese Leute zur Verantwortung gezogen worden sind, genauso wie jene dieser Behörden, die solches geduldet und weggeschaut haben. 

Erstaunlich und bewundernswert finde ich, wie Meck all diese Traumata verarbeiten kann. Er trifft nach der Schule immer wieder Menschen, denen seine Herkunft egal ist, die ihm eine Chance geben. Die weiß er zu nutzen, acuh wenn er sich doppelt und dreifach anstrengen muss.  

Außerdem trägt sein Glaube an Gott, den er durch einen Nachbarn kennenlernt, dazu bei. Erst spät lässt er sich taufen und findet in Gott, wie er sagt, den „liebenden Vater, den er durch seinen leiblichen Vater nicht kennengelernt hat“. 

Fazit: 

Ein berührendes Buch, dem ich gerne 4 Sterne gebe. 

 

Kommentare: 3
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Cover des Buches Buchland (ISBN: 9783862824441)
dunkelbuchs avatar

Rezension zu "Buchland" von Markus Walther

Wunderbares Buchland
dunkelbuchvor 7 Monaten

Das Buchland wirkt wie der Traum eines jeden lesewütigen Menschen. Ein Ort an dem alle geschriebenen und noch nicht geschriebenen Bücher existieren und magische Dinge geschehen. Ein Ort an dem längst verstorbene Autoren deinen Weg kreuzen und für einen Plausch zu haben sind. Ein Ort der Zeit und Raum trotzt und seine ganz eigene Physik kreiert, getragen vom Wispern der Bücher.

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Gespräche aus der Community

Wer hat denn Lust in gemütlicher Runde mit mir meinen ersten Krimi zu lesen? Ab 15.05 täglich ein Kapitel. Wenn ihr wollt und wenn ihr könnt.
1622 Beiträge
Soderle. Das Büchlein für den guten Zweck ist fertig. Wer hat denn Lust jeden Abend mit mir ein literarisches "Türchen" zu öffnen?
Ab 1.12 möchte ich jeden Abend ab 20:00 Uhr mit euch ein Kapitel  lesen.

"Einige ungewöhnliche Geschenke"
Ein literarischer Adventskalender zugunsten des Fördervereins krebskranke Kinder in Köln e.V.
Illustriertes Hardcover.
ISBN: 978-3-939829-50-8

966 Beiträge
Rieke93s avatar
Letzter Beitrag von  Rieke93vor 8 Jahren
Alles klar, das darfst du gerne machen und mich auch dran erinnern :D

Hallo Ihr Lieben!

Im Rahmen unserer Buchland-Blogtour könnt ihr nur noch heute eines von sechs Büchern (3 x Printexemplar, 3 x eBook) von Markus Walthers tollem Roman gewinnen.

Dazu müsst ihr lediglich ein paar Fragen beantworten. Die Antworten könnt ihr den Blogtour-Beiträgen entnehmen :)

Viel Erfolg euch allen: http://www.lilstar.de/?p=1379

1 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren
Oh Buchland, ich liebe es. Schade das ich es schon gelesen habe ;)

Zusätzliche Informationen

Markus Walther wurde am 27. März 1972 in Köln (Deutschland) geboren.

Markus Walther im Netz:

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