Beatrice - Rückkehr ins Buchland

von Markus Walther 
4,4 Sterne bei23 Bewertungen
Beatrice - Rückkehr ins Buchland
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Seelensplitters avatar

Für mich war es genial wie tief es dieses mal ging. Beatrice lernt loszulassen, eine Sache die nicht jeder kann.

soahCs avatar

Leider kann dieses Buch nicht mit Teil eins mithalten, obwohl der Autor viele tolle Ideen hatte. Um mich zu überzeugen, fehlte etwas.

Alle 23 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Beatrice - Rückkehr ins Buchland"

"Sie wusste um das mächtige Eigenleben des geschriebenen Wortes, wusste um die Magie, die die Realität um die Fiktion krümmte, wie das Weltall den Raum um die Masse."

Eigentlich müsste Beatrice zufrieden sein. Sie hat das Antiquariat von Herrn Plana übernommen, ihr Mann ist wieder gesund und der Verlag wünscht sich ein neues Manuskript. Alles scheint in
geordneten Bahnen zu laufen. Doch dann taucht der kuriose Ladenbesitzer Quirinus auf, der ihr ein Angebot macht, das sie einfach nicht ablehnen kann. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zurück in die tiefsten Regionen des Buchlands.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783862823734
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:244 Seiten
Verlag:Acabus Verlag
Erscheinungsdatum:02.09.2016

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,4 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne14
  • 4 Sterne6
  • 3 Sterne2
  • 2 Sterne1
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Seelensplitters avatar
    Seelensplittervor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Für mich war es genial wie tief es dieses mal ging. Beatrice lernt loszulassen, eine Sache die nicht jeder kann.
    Loslassen

    Meine Meinung zur Reihenfortsetzung:

    Beatrice

    Rückkehr ins Buchland

    Aufmerksamkeit:

    Diesen Punkt findet ihr wie stets auf dem Blog.

    Inhalt in meinen Worten:

    Wie jeden morgen geht Beatrice in ihr Antiquariat. Doch eigentlich will sie mit Ingo den Keller leer räumen und die Dinge die sie von ihrer verstorbenen Tochter im Keller erwarten, aufräumen und ordnen. Doch dazu kommt es nicht, denn Beatrice lernt Chaya kennen. Ein Mädchen, das sie nicht ganz fassen kann, als dieses Mädchen auch noch ein Buch frisst und Beatrice deswegen Astrid Lindgren herbei liest, steht fest, das nächste Abenteuer geht los, das dabei Beatrice an ihre Urängste und an ihren schlimmsten und verstecktesten Punkt gerät und zusehen muss, wie ihr geliebtes Buchland eine hässliche Seite zeigt, steht fest, so geht es nicht weiter, und sie muss sich entscheiden zu handeln, doch jede Entscheidung birgt Risiken und auch Schätze. Was wird Beatrice heben?

    Etwa die Büchse der Pandora?

    Nun um euch nicht noch unnötig mehr zu spoilern, empfehle ich, das Buch zur Hand zu nehmen und einfach selbst zu lesen.



    Wie mir das Buch gefallen hat:

    Markus hat eine Art, die mich nicht loslässt. Obwohl ich es nicht mag, das Autoren sich selbst in das Buch hineinschreiben, war es in diesem Moment passend und ich bin sehr auf das dritte und letzte Buch der Reihe gespannt, was wird mich wohl wieder erreichen und werde ich einen guten Abschied des Buchlandes nehmen können? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht, noch befinde ich mich im zweiten Band, das ich euch heute auch vorstellen möchte.

    Für mich ist der zweite Teil ein weiterer AHA – Effekt gewesen. Einerseits trifft Fiktion auf Philosophie und reißt mich damit förmlich in eine Welt, die ich schrittweise mir erarbeiten darf mit Beatrice, Chaya und einem verrückten Pan.

    Die Frage wie viel würdest du opfern um das was dein Herz sich am meisten sehnt zu erhalten kennt sicherlich jeder Leser. Doch die Antwort kann für jeden anders ausfallen.

    Beatrice muss sich entscheiden, entweder Chaya oder Rachel. Sie kann nicht beides haben. Diese innere Zerrissenheit bewegte und berührte mich und rüttelte etwas an meinen eigenen Gedankengebäuden herum.

    Die Sinnfrage nach Gott wiederum konnte ich sofort für mich beantworten und finde es gut, dass der Autor dieses Thema aufgreift aber dennoch genügend Freiraum lässt.

    Was mir jedoch nicht so gefallen hat, dass das Buch mit einem Fragezeichen endet und ich sofort mit Band 3 weiter machen möchte. Diese Cliffhanger sind meist die gemeinsten und doch die die herausfordern.

    Was mich jedoch irritierte, als Herr Plana kurz auftauchte und auf einmal in der ICH Perspektive schrieb, vorher was es ein allumfassendes ICH das die Geschichte erzählte. Zumindest empfand ich es als kurzen Bruch und ich musste erst mal zurückblättern um jetzt auch wirklich nichts zu verpassen.



    Schreibstil:

    Wie schon erwähnt, ist dieser in der allumfassenden Erzählung, kurzzeitig in der ICH Form. Markus weiß mit der Sprache zu spielen und gleichzeitig mich mitzureißen und zu unterhalten, so das ich einerseits an meinen Lippen knappere vor Spannung und andererseits auf dem Boden lachend mich wieder finden darf, einfach herrlich skurril, ernsthaft wie der Ernst es nun einmal sein kann, und fantasievoll, das die Fantasie Flügel geschenkt werden. Herrlich wunderschön und grausam!



    Charaktere:

    Beatrice klammert sich immer noch an ihre Rachel. Einen Tod zu verarbeiten ist das schwerste was es gibt, das dabei aber noch der Teufel seine Hände mit im Spiel hat und das unfassbare fassbar macht, ist fast an Grausamkeit nicht zu übertreffen, Beatrice muss sich entscheiden.

    Chaya anfangs ohne Leben, hatte gerade sie am Ende das Leben in sich. Ich war anfangs abgetan von ihr und mochte sie nicht besonders, doch nach und nach stahl sie mir mein Herz und machte sich in mir breit und lies mich staunen.

    Ingo hat nach wie vor nur eine Nebenrolle die sich aber irgendwie doch zu einer Hauptrolle hinaus entwickelt. Ingo ein Mann, selbst gebrochen erkennt endlich wo Beatrice getroffen ist und beide müssen ihre Schuld und Fehler erkennen, jedoch nicht plastisch sondern real und beinahe fassbar.

    Somit hat Markus mal wieder nicht mit seinen Charakteren gespart sondern legte so viel in sie hinein, das sie förmlich vor mir entstehen konnten.



    Spannung:

    Wen ich ein Buch von der ersten bis zur letzten Seite durchlese, beinahe Essen und schlafen vergesse, dann weiß man vielleicht das mich das Buch wirklich fesselte und ich es nicht loslassen wollte, selbst jetzt wo es zu Ende ist, schwingt die Spannung aus dem Buch noch gewaltig nach und ich sehe die Charaktere immer noch vor mir und bin gespannt, wie Markus das alles am Ende zu einem runden Abschluss bringen wird.



    Empfehlung:

    Nicht nur das ich vom Autor überzeugt bin, ein skurriler lustiger und toller Autor, der mit seinen Figuren so herrlich spielt sie formt und gestaltet, das mir die Sprache wegblieb. Ich will sofort wieder zu Beatrice und ihren lieben, das ich einfach euch das Buch nur wärmstens empfehlen kann, aber Achtung vielleicht verbrennt ihr euch auch ein klein wenig.



    Bewertung:

    Also ich denke, ihr merkt, das ich von diesem Buch begeistert bin und deswegen kann ich auch nur fünf Sterne geben, danke das ich diese Reihe entdecken durfte. 

    Kommentieren0
    11
    Teilen
    dicketillas avatar
    dicketillavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Das Wiedersehen mit dem Buchland war zwar etwas düsterer, aber dennoch voller erhellender Augenblicke. Ein muss für jeden Buchliebhaber.
    Das Gute über das Böse



    Das Wiedersehen mit dem Buchland, hatte mich mit Freude gepackt.
    Auch wenn Herr Plana nur noch vereinzelt in den Gedanken von Bea auftaucht,
    steigt man wieder voller Spannung hinab ins Reich des Buchlandes.

    Bea hat sich ihr Leben wieder eingerichtet, und ihr Mann Ingo hat endlich dem Alkohol abgeschworen. Sie wollen sich gemeinsam dem Verlust ihrer Tochter stellen, sich von den Dingen trennen.Das Buchland hatte sie lange nicht mehr betreten, eher nur zum Aufstocken der Regale.Der Verlag drängte sie eine Fortsetzung von Buchland zu schreiben, wogegen sie sich beharrlich weigerte.
    Da bekommt Bea einen ungewöhnlichen Besuch im Antiquariat. Ein wie ein Ziegenbock tänzelnder, in schwarz gekleideter Herr, der sich als Quirinus, der Kuriositätenhändler vorstellt. In seiner Begleitung ein von ihm erschaffender Homunkula, in Gestalt eines unförmigen Kindes. Das Kind mit dem Namen Chaya, hat die Gabe den Inhalt eines gelesenen Buches in sich aufzunehmen, da selbst seelenlos, die Seele des Buches in sich zu tragen, was für sie lebenserhaltend, entwicklungsfördernd ist.
    Das erschreckende Wispern der Bücher, zeigt Bea, dass diese Zwei nichts Gutes im Schilde führen.
    Da bietet Quirinus ihr ein Geschäft an. Wenn sie ihm hilft im Buchland den Krug, die Büchse der Pandora, zu holen, dann würde er dafür sorgen, dass aus Chanya ihr verlorenes Kind Rachel wird.
    Wie wird sich Bea entscheiden, wird sie Chanya opfern, um ihren Herzenswunsch zu erfüllen?

    In diesem Teil wird der Verlust und die Sehnsucht nach Beas verlorener Tochter verarbeitet.
    Es geht um das Gute und Böse im Menschen. Muss man Böses tun, um Gutes zu erreichen?
    Es geht aber auch um die verlorenen Seelen, die Seelen der Schreibenden, die in den Büchern zum Tragen kommen, um den Glauben.
    Es wird wieder viel philosophiert, manch Autor wird genannt, oder kommt sogar selbst zu Wort. Im Buchland ist alles möglich.
    Und der blinde Buchbinder Markus, der in seiner Beschreibung selbst an den Autor erinnert, ist wieder helfender Sympathieträger.
    Markus Walther hier auch wieder mit seinen eigenen Werken kokettiert.
    So wird einem Kunden " Der letzte beisst die Hunde" angeboten, mit dem Hinweis " Nichts weltbewegendes (...) aber streckenweise recht lustig." (S.86)
    Der sich dann aber für einen Stieg Larsson entscheidet, da er von einem Unbekannten nichts kauft. Ein Los, was viele gute Autoren zu tragen haben.

    "Wer ein gutes Buch nach der letzten Seite zuschlägt, ist ein anderer Mensch als noch zur ersten Seite." ( S.256)

    Markus Walther ist sich treu geblieben, hat uns wieder ein Feuerwerk voller Fantasy, Spannung, Weisheiten, Gefühlen, Humor erschaffen. Und über allem steht wieder die Liebe zum Buch, die Autor und Leser immer wieder treibt, auf jeder Seite spürbar wird.

    Ich bin gespannt wann der dritte Teil erscheint, und was der Autor zum Abschluss seiner Trilogie mit dem Buchland plant.

    Kommentare: 2
    18
    Teilen
    pardens avatar
    pardenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ich wünsche dem Buch, dass es allen in die Hände fällt, die Bücher über Bücher lieben. Einfach nur gelungen!
    Regenbögen im Dunkel...

    REGENBÖGEN IM DUNKEL...

    Was habe ich mich auf ein Wiederlesen mit Beatrice und dem Buchland gefreut! Zwar gibt es Herrn Plana nun nicht mehr, doch Beatrice hat das Antiquariat von ihm übernommen, und was spräche dagegen, das Buchland in den unteren Gewölben auch ohne den mysteriösen Auktoral zu durchforsten? Zu meiner großen Überraschung hat Beatrice diese Möglichkeit jedoch seit dem Verschwinden Herrn Planas nie genutzt - allein zum Zwecke des Auffüllens der Buchregale im Antiquariat hat sie das Buchland gelegentlich einmal betreten, blieb jedoch stets in den ihr gut bekannten Abteilungen.


    "Sie wusste um das mächtige Eigenleben des geschriebenen Wortes, wusste um die Magie, die die Realität um die Fiktion krümmte wie das Weltall den Raum um die Masse. Es gab hier Gänge, die sich verschoben, Bücher, die sich bewegten, und Wesen, denen sie nie wieder begegnen wollte. Ja, sie liebte das Buchland. Aber sie hatte auch einen höllischen Respekt vor dem, was im Buchland zu finden war." (S. 58)


    Auch sonst hat sich Beatrice in ihrem Leben irgendwie eingerichtet. Mit ihrem Mann Ingo versteht sie sich wieder recht gut, zumal er weiterhin dem Alkohol abschwört. Zwar hat sie den Tod ihrer kleinen Tochter immer noch nicht wirklich verwunden, doch schaut sie inzwischen wieder nach vorne. Nach dem Erfolg ihres ersten Buches drängt der Verlag auf eine Fortsetzung, doch ist Beatrice von der Idee nicht wirklich überzeugt.


    "Ich werde keine Fortsetzung schreiben. Fortsetzungen sind meistens kacke. Nur weil 'Buchland' ein Fantasyroman geworden ist, muss das Teil ja nicht gleich in Serie gehen. Nicht jeder Mist muss eine Trilogie werden." (S. 39)


    Dieses kleine Zitat zeugt schon davon, wieviel schwarzer Humor hier immer wieder mal aufblitzt, und auch, wie der Autor sich selbst immer mal wieder auf die Schippe nimmt - und das sind schon einige der Gründe, weshalb mir dieses Buch so gut gefallen hat. War Band eins der Trilogie noch vom Überraschungseffekt geprägt, von all der Freude am Entdecken dieses traumhaften Landes für alle Bücherliebhaber, so ist diese zweite Folge deutlich düsterer. Denn das Buchland ist nicht mehr, was es mal war. Unheimlicher ist es geworden, Schatten sind eingezogen, und das Böse lauert - nur auf wen? Oder auf was?


    "Während der Zeiger langsam über das Zifferblatt ihrer Armbanduhr kroch, überkam sie mehr und mehr ein Gefühl der Unruhe. Die Angst, dass etwas ihre Bücher bedrohte, machte sich schmerzhaft spürbar in ihren Knochen breit. Da war noch immer das Wispern um sie herum. Doch entgegen aller Erfahrungen, die sie bislang zwischen den Büchern gemacht hatte, klang es nun kläglich, geradezu krank." (S. 55)


    Zunächst einmal macht Beatrice die Bekanntschaft mit einem merkwürdigen Kauz. Quirinus heißt er - nur Quirinus - und hat den Laden neben dem Antiquariat erworben. Ein Geschäft für Kuriositäten, und wirklich schlau wird Beatrice nicht aus dem Verhalten ihres neuen Nachbarn. Er möchte etwas von ihr, das ist ihr nur zu bald klar, doch er verrät ihr nicht, was es ist. Stattdessen stellt er ihr seine kleine Cousine vor, Chaya, ein kleines, nettes Mädchen - und doch, auch an ihr ist irgendetwas seltsam. Jedenfalls liebt dieses Mädchen Bücher. Über alles. Vielleicht zu sehr?


    "Dort, wo sie gestern das Kinderbuch eingeschoben hatte, lag ein klägliches Häuflein Staub. Wie konnte das sein? Wie konnte ein Buch innerhalb so kurzer Zeit zerfallen? Das hatte Beatrice noch nie erlebt. Schon gar nicht hier im Antiquariat. Hier starben keine Bücher! Hier lebten sie auf. Egal, was es zu bedeuten hatte: Es konnte nichts Gutes sein. Aber wenn sie Antworten finden wollte, gab es nur einen Ort, an dem sie danach suchen konnte." (S. 54)


    Noch während Beatrice über die Veränderungen und möglichen Bedrohungen nachsinnt, macht ihr Quirinus ein Angebot, das sie bei allem Misstrauen einfach nicht ablehnen kann. Und wieder geht es tief hinein ins Buchland, in Areale, von denen Beatrice nicht zu träumen gewagt hätte - und doch ist alles von einer unheimlichen Atmospäre überzogen. Doch neben beängstigenden Begegnungen gibt es auch wieder herrliche Entdeckungen, wie beispielsweise die Geschichteneiche - mit Blättern aus Buchseiten, in denen sich die Strahlen der Sonne weiß relektieren.


    "Es ist traurig, dass nicht jeder für diese Magie zugänglich ist. Manche Köpfe sind einfach zu stumpf. Phantasie sollte zum eigenständigen Unterrichtsfach erklärt werden. Weißt du, jedes Feuerwerk in deinem Kopf kann grandioser und farbenfroher sein als eines, das du im 3D-Kino siehst. Du musst dich nur darauf einlassen." (S. 123)


    Einen Mangel an Phantasie kann man Markus Walther nun wirklich nicht vorwerfen. Wer wie Beatrice geglaubt hat, nach dem letzten Abenteuer das Buchland zu kennen, wird hier rasch eines Besseren belehrt. Doch neben all den phantastischen Elementen und den Geheimnissen, denen der Leser mit Beatrice auf den Grund zu gehen versucht, gibt es hier eine Vielzahl von philosophischen und moralischen Fragestellungen, mehr als einen Hauch von Mythologie und einem ganzen Strauß von Anspielungen, die man z.T sicher auch zu überlesen droht. Doch im Rahmen einer gemeinsamen Leserunde mit dem Autor wurden wir auf so manche Stelle hingewiesen, die zumindest für mich ansonsten verloren gegangen wäre.


    "Seele? Ein großes Wort. Und eines, das sich nicht genau definieren lässt. Ein sehr ungenauer Begriff. Ist Seele der unsterbliche Teil eines Wesens? Ist es der Lebensfunke? Dann wäre es mögich, dass es ihn gar nicht gibt. Oder ist es Intelligenz und das Sich-Selbst-Bewusstsein? Die Fähigkeit zu fühlen oder die Fähigkeit zu lieben? Wie poetisch! Von allem was? Vielleicht. Vielleicht. Vielleicht ist es auch nur der Wille weiterzumachen. Lebenswille. Hoffnung. Hoffnung. Ja." (S. 217)



    Von der Seele der Bücher und sonstiger, hm, Dinge, ist hier die Rede, von Trauer und Freude, von der Verwerflichkeit des Machbaren, vom Ursprung des Bösen und von dem, was man zum Überleben braucht - die Hoffnung. Der Glaube an Regenbögen im Dunkel.

    Für mich einmal mehr ein ganz besonderes Buch aus der Feder von Markus Walther. Zweimal habe ich es gleich gelesen, denn ein einziges Lesen reichte mir nicht aus, um alles zu entdecken - und vermutlich reichen auch die beiden Male nicht. Mehr als ein Fantasybuch ist es in jedem Fall, denn wenn ein Roman es schafft, einen zum Lachen zu bringen und zu Tränen zu rühren, sich die Augen zuhalten zu wollen und zum Nachdenken bewegt - dann hat er viel erreicht. Und genauso ist es mir mit diesem Buch ergangen.

    Ich wünsche dem Buch viele Leser, denn welcher Büchernarr mag nicht eintauchen in das wundersame Buchland? Von mir gibt es jedenfalls auch für diesen zweiten Band der Trilogie eine unbedingte Leseempfehlung!


    © Parden

    Kommentare: 12
    31
    Teilen
    buchjunkies avatar
    buchjunkievor 2 Jahren
    Rückkehr ins Buchland

    Dies ist das zweite Buch über das Buchland und Beatrice.
    Beatrice hat das Antiquariat von Herrn Plana übernommen, ihr Mann Ingo ist wieder gesund und sie könnte zufrieden sein. Doch noch immer ist ist sie in ihrer Trauer um ihre verstorbene Tochter gefangen.
    Doch dann taucht der kuriose Ladenbesitzer Quirinus zusammen mit dem Mädchen Chaya auf,  die ihr Leben durcheinanderwirbeln. Quirinus macht ihr schliesslich ein Angebot, dass Beatrice nicht ablehnen kann . Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zum Buchland.

    Mehr möchte ich vom Inhalt nicht verraten, denn von Kapitel zu Kapitel wird die Geschichte mysteriöser und neue Fragen tun sich auf.

    Das Buchland hat mich auch wieder ganz schnell in seinen Bann gezogen. Dort trifft man allerlei auffällige Gestalten, sogar Gevatter Tod. Auch auf einem Thesaurus kann dort geritten werden. 

    Und die Wortspielereien , die ins Buchland passen, sind einfach großartig und dürfen durchaus wörtlich verstanden werden.

    „Er rang mit den Worten....Zeilen umspannten ihn wie Schnüre.... Fesselnde Lektüre hinderte ihn daran weiterzumachen.“

    Doch auch Spannung bis zum Ende und eine Portion Humor finden sich  in diesem Roman.

    Ich habe dieses Buch in einer Leserunde mit dem Autor gelesen und dadurch viele Hintergrundinfos erhalten. Fast jedes Kapitel wartet mit etwas Besonderem auf. Die wichtigsten Infos werden am Ende im Glossar erläutert.

    Diesen Roman sollte man nicht einfach von Seite zu Seite, oder Zeile für Zeile, sondern Wort für Wort lesen. So viele schöne Worte stecken in diesem Buch!

    Man spürt beim Lesen, wie viel Herzblut der Autor reingesteckt hat und welch intensive Recherchen nötig waren. 

    Empfehlenswert ist es ,vor der Lektüre von „Beatrice“ erst “Buchland“, den ersten Band , zu lesen.

    Ich habe diesen bezaubernden, großartigen  und besonderen Roman mit viel Genuss gelesen. Und es wird definitiv eines der wenigen Bücher sein, die ich ein zweites Mal lesen werde, damit ich auch wirklich alle Einzelheiten wahrnehme.

    Jetzt bleibt mir nur noch, mich auf den dritten Teil des Buchlandes zu freuen!

    Kommentare: 6
    47
    Teilen
    Sassenach123s avatar
    Sassenach123vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein sehr gelungener Anschluss an den ersten Band. Ich liebe diese Reihe
    Traumhafte Fortsetzung

    Beatrice - Rückkehr ins Buchland ist der zweite Teil einer fantastischen Trilogie von Markus Walther aus dem Hause acabus

    Nach dem ich den ersten Teil, Buchland, schon verschlungen habe, war sehr schnell klar, dass ich die Fortsetzung unbedingt lesen möchte. Ich wollte den Zauber des ersten Bandes wieder einfangen, und die Bücher wieder wispern hören. Noch dazu sind mir die Charaktere ans Herz gewachsen und die ein oder andere Frage sollte für mich noch geklärt werden. Oftmals habe ich bei Fortsetzungen das Gefühl, dass sie nicht an ihren Vorgänger heranreichen. Aber soviel sei gesagt, diese Sorge war vollkommen unbegründet.

    Zur Geschichte: Beatrice Liber hat das Antiquariat ihres Vorgängers, Herrn Plana, übernommen. Herr Plana zeichnete sich als Auktoral aus, er war sozusagen der Hüter der Bücher, aller Bücher. Das bezaubernde Buchland, dass sich im Keller des Antiquariats befindet, gehört nun in Beatrice Aufgabenbereich. Sie soll eine Fortsetzung ihres Buches schreiben, doch leider fühlt sie sich dazu momentan nicht in der Lage. So überschattet nach wie vor der frühe Tod ihrer Tochter Rachel, Beatrice Leben, und das ihres Mannes Ingo. Als ein Kuriositätenhändler namens Quirinus ein Geschäft in der Nähe des Antiquariats eröffnet, gerät Beatrice in seinen Bann, denn er bietet ihr etwas an, dem sie nur schwer widerstehen kann. Doch Quirinus verlangt von Beatrice etwas, was das gesamte Gefüge von Beatrice Welt und der des gesamten Buchlandes durcheinander bringen könnte. Wird Beatrice stark genug sein, das Richtige zu tun?

    In diesem Teil vereint der Autor Markus Walther wieder einmal viele interessante Anekdoten, und Wortspielerein. Es gibt fast nichts, was nicht eine tiefere Bedeutung hat. Man muss zwischen den Zeilen lesen, um alles interessante zu erfassen. Es macht soviel Spaß der Geschichte zu folgen und nebenher auf die Suche zu gehen nach den Schätzen die Markus Walther für den Leser eingebaut hat.

    Die Charaktere sind teilweise aus dem ersten Band vertraut. Aber auch einige neue und ebenso interessante sind dazugekommen. So zum Beispiel auch das Mädchen Chaya, dessen Herkunft den Leser erstmal vor ein Rätsel stellt. Herr Bünde ist mein persönlicher Favorit in diesem Buch. Es war herzzerreißend erfrischend, wenn er die in Vergessenheit geraten Wörter nutzte. Noch dazu hat er manch eine wichtige Weisheit in liebevolle Sätze gepackt, und sie Beatrice mit auf ihren Weg gegeben. Es gibt noch weitere bezaubernde Figuren, aber der Leser darf sich nicht täuschen lassen, denn das Böse lauert auch im Buchland in Gestalt von.....nein, das wird nicht verraten.

    Beatrice-Rückkehr ins Buchland ist für mich ein Buch, dass ich definitiv nicht nur einmal lesen werde. Es hat mir zum einen sehr gut gefallen, zum anderen habe ich nach wie vor das Gefühl, die ein oder andere Sache überlesen zu haben. Ich denke, dieses Buch kann mich ein weiteres Mal fesseln. Der beste Anlass es erneut zu verschlingen, könnte das Erscheinen des dritten Teils sein, der auf jeden Fall einen Platz in meinem persönlichen Buchland erhalten wird.

    Ich durfte dieses Buch im Zuge einer Leserunde genießen, die vom Autor persönlich begleitet wurde, und möchte mich hiermit beim Autor Markus Walther und dem acabus -Verlag für das Leseexemplar bedanken, es war eine unvergessliche Erfahrung.

    Kommentare: 1
    66
    Teilen
    walli007s avatar
    walli007vor 2 Jahren
    Die Krümmung der Fiktion

    Nach ihren Abenteuern im Buchland leben Beatrice und Ingo relativ zufrieden. Beatrice führt ihren schönen Buchladen, doch ins Buchland steigt sie nicht so oft hinunter. Es scheint etwas Leben in die Nachbarschaft zu kommen als ein Kuriositätenladen eröffnet wird. Der Besitzer Quirinus zeigt Interesse an Beatrice und ihrem Buchgeschäft. Sollte er etwas im Schilde führen? Als er Beatrice bittet, auf seine kleine Cousine Chaya aufzupassen, denkt sie sich nichts weiter dabei. Das Kind wirkt nett, allerdings ein wenig seltsam. Doch Chayas großes Interesse an Büchern macht sie unbedingt sympathisch. Jedenfalls bis das erste verliehene Buch in so bestürzendem Zustand zurückkommt, dass es Beatrice beginnt im Nacken zu kribbeln wie ein Unheil, das seine Vorboten schickt.


    Noch einmal beschäftigt sich Beatrice mit ihrem Buchland. Auf welchen Weg wird sie sich begeben? Wird sie sich von Quirinus auf einen Pfad leiten lassen, von dem sie später bedauern wird ihn eingeschlagen zu haben? Steht es zwischen ihr und Ingo wirklich so gut? Welche Bedeutung bekommt die kleine Chaya für Beatrice, was projiziert sie in das Bild des Kindes hinein? Eine abenteuerliche Reise durch die Unendlichkeit des Buchlandes beginnt. So lernen wir zum Beispiel den blinden Buchbinder Markus kennen und Herrn Bünde und den Thesaurus und etliche weitere skurrile Gestalten.


    Es fühlt sich an wie das Beschreiten eines Weges. Beatrice hat mit der Tragik ihres Lebens nie abgeschlossen. Sie hat Ingo geholfen und sich vielleicht selbst vergessen. Doch nun muss sie sich auf den Weg machen. Wie es einem jeden ergehen kann, durchschreitet Beatrice ein Tal, doch als Leser wird man von der Hoffnung geleitet, dass doch eigentlich immer das Gute gewinnt. Und so nimmt man Seite für Seite dieser vor Ideen und kleinen Anekdoten strotzenden Geschichte auf. Beinahe als ob man selbst das Buchland durchwanderte. Viele Sätze habe eine doppelte Bedeutung oder beinhalten Hinweise, die zum darüber sprechen oder zum googeln einladen. Mit diesen schönen Buch ist man nach der ersten Lektüre gewiss nicht fertig, viele interessante Kleinigkeiten wollen wieder und wieder entdeckt werden. Wirklichkeit und Fantasy sind zu einer außerordentlich stimmigen Geschichte verwoben, die zum Glück im dritten Band weitergehen wird.


    4,5 Sterne

    Kommentieren0
    24
    Teilen
    RedRoses avatar
    RedRosevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Endlich weiß auch ich, was ACME heißt :D
    Ich habe es verschlungen!

    Ich muss gestehen, dass ich nicht nur eine Vielleserin bin, sondern auch nur noch schwer tatsächlich zu begeistern. Die meisten Romane lassen bei mir einen faden Beigeschmack zurück. Gut, sie haben mich vielleicht für eine Weile unterhalten, aber sie beeindrucken und bewegen mich nicht.
    Markus Walther hingegen gelingt es jetzt bereits zum zweiten Mal genau dies. Ich bin hingerissen. Ich bin begeistert. Die Worte, die er mit einer beiläufigen Leichtigkeit zu Papier gebracht haben scheint, bewegen mich.
    Bereits der Vorgänger "Buchland" hat mir damals sprichwörtlich die Socken ausgezogen.
    "Beatrice" habe ich nur innerhalb weniger Stunden verschlungen, habe die Worte in mich aufgesaugt, mich an ihnen gelabt und genährt.
    Um dem Text tiefgehend folgen zu können, sollte man in seinem Leben nicht ausschließlich seichte Literatur gelesen haben. Ein wenig Bildung hilft sicherlich auf den verschlungenen Pfaden des Buchlandes.
    Aber wer eine gute Quest zu schätzen weiß, wird auch ohne großartige Lateinkenntnisse o.ä. seine reine Freude haben.

    Vielen Dank übrigens, dass ich nun endlich weiß, was ACME heißt!

    Kommentieren0
    11
    Teilen
    Sandra1978s avatar
    Sandra1978vor 2 Jahren
    Ein Lesemuss für Fans von Märchenmond und Tintenwelt

    Inhalt:

    Vor einiger Zeit haben wir Euch „Buchland“ von Markus Walther vorgestellt. Dies ist die Fortsetzung der fantastischen Geschichte der Buchhändlerin Beatrice Liber, die nichts als eine Stelle in einem Buchhandel gesucht hat und nun den Buchladen von Herr Plana übernommen hat.

    Ihre Geschichte „Buchland“ hat Beatrice veröffentlicht und dann beschlossen, nicht mehr weiterzuschreiben, obwohl ihre Verlegerin nach nunmehr zwei Jahren auf eine Fortsetzung drängt.

    Doch Beatrice fällt nichts mehr ein. Sie hat sich mit ihrem Mann wieder ein normales Leben aufgebaut, ihren Laden zum Erfolg gebracht und macht einmal in der Woche eine Leserunde für Kinder. Das Buchland ist für sie nur noch ein Warenlager.

    Ihr beschauliches Leben wird allerdings auf den Kopf gestellt, als eines Tages ein sehr merkwürdiger Mann namens Quirinus ihren Laden betritt, der in der Straße einen Kuriositätenladen eröffnet hat.

    Irgendetwas scheint mit ihm nicht zu stimmen. Als er dann noch seine kleine Cousine Chaya zur Leserunde bei ihr ablädt, die sich mehr als merkwürdig benimmt, beschließt Beatrice, der Sache auf den Grund zu gehen.

    Bald wünscht Sie sich, dies nicht getan zu haben: Der Laden von Quirinus scheint ähnlich verwunschen zu sein wie ihr Antiquariat, Quirinus scheint über das Buchland genauestens Bescheid zu wissen, und Chaya hat eines ihrer Bücher leergelesen – im wahrsten Sinne des Wortes.

    Wird Beatrice wider Willen doch noch einmal ins Buchland müssen ? Woher weiß Quirinus so viel und wer ist Chaya wirklich? Abgesehen von diesen Fragen schlagen sich Beatrice und Ingo auch außerhalb des Buchladens noch mit ihrer Vergangenheit herum – immer noch ist es Beatrice nicht gelungen, mit dem Tod ihrer kleinen Tochter Rachel vor vielen Jahren abzuschließen….

     

    Beurteilung

    Oft ist es ja so, dass die Fortsetzung zu einem ersten Roman eher enttäuschend ist. Da Buchland wirklich ein herausragendes Wert ist, lagen meine Erwartungen für die Fortsetzung auch sehr hoch.

    Und ich wurde definitiv nicht enttäuscht. In Beatrice ist es dem Autor gelungen, die Qualität des ersten Bandes zu erhalten und das Buchland neu zu erfinden und zu erweitern.

    Wir lernen, dass die Bücher nicht immer nur freundlich sind und das Buchland auch sehr viel größer und lebendiger ist, als wir schon im ersten Band festgestellt haben.

    Auch hier schafft es der Autor, eine Verbindung zwischen der Geschichte im Buchland und Beatrices Realität herzustellen, und somit das Buchland in unserer Wirklichkeit so zu verankern, dass man unwillkürlich daran glauben möchte, dass das Buchland existiert.

    Buchland und Beatrice gelingt es, die Fantasie, die man als Kind so grenzenlos hatte und die im Alltag eines Erwachsenen so schnell verloren geht, wieder zu neuem Leben zu erwecken.

    Auch in Beatrice sind das Buchland und die neuen Protagonisten Quirinus und Chaya so lebendig beschrieben, dass man sie beim Lesen leibhaftig um sich sieht  - dadurch wird man so vollkommen von der Erzählung eingenommen, dass man seine echte Umgebung glatt vergisst und im ersten Moment erstaunt ist, sich nicht von Buchregalen, Bucheulen und den geheimnisvollen Gängen des Buchlands umgeben zu sehen, wenn man von der Lektüre aufschaut.

    Insbesondere Chaya habe ich sehr ins Herz geschlossen, sie muss man einfach gern haben.

    Vielleicht gefällt mir dieses Buch deswegen so gut, weil es etwas von einem modernen Märchen in sich hat – ich war schon lange von einer Buchreihe nicht mehr so begeistert wie von dieser.

    Beatrice endet mit einem ziemlich gemeinen Cliffhänger, denn es soll ja eine Trilogie werden – ich kann es schon jetzt kaum erwarten, wie es weitergeht. Wer das nicht liest, ist selber schuld….

     

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Idgys avatar
    Idgyvor 3 Jahren
    Intelligente vielfältige Fortsetzung des Buchlands

    Markus Walther, Jahrgang 1972 lebt mit seiner Familie in Rösrath.

    Beatrice ist der Fortsetzungsband vom unglaublichen Buchland - und bleibt unglaublich gut.

    Beatrice Rückkehr ins Buchland ist gar nicht so leicht zu beschreiben, da es einfach anders und doch so vielfältig ist.
    Beatrice betritt ein zweites Mal die Tiefen des Buchlandes in Begleitung des Kuriositätenhändlers Quirinus und seiner Humunkula Chaya.
    Zuviel verraten will ich nicht, denn schließlich soll der zukunftige Leser sich auf diese mit Wort- und Klischeespielereien gespickte intelligente Geschichte freuen.
    Nur soviel: Das Buchland kann auch ganz anders, ganz unerwartet.
    Beatrice kann mich nach der Lektüre vom Buchland trotzdem wieder überraschen.

    Und: Kommt der Name Quirinus von Quirl???
    Natürlich nicht, aber die Hyperaktivität des Quirinus fühlt man beim Lesen!
    Und die Gewitztheit, Hinterlistigkeit, Aufgeregtheit, - ach Leute, lest es selbst!
    Magie, Fantastik, Intelligenz - all das und viel mehr ist dem Buch zu finden.

    Einfach sehr empfehlenswert!!!

    Kommentieren0
    8
    Teilen
    Bookeroos avatar
    Bookeroovor 3 Jahren
    Buchland von einer anderen Seite

    Ich musste das Buch tatsächlich zweimal lesen. Kurz nach dem ersten Buch, dasmich in diese fantastische Bücherwelt entführt hatte, war es mir zu düster. Zeigt esdoch eine ganz andere Seite der Bücherwelt. „Die Welt legte wieder ihr Gewand aus Buchstaben an. Schwarze Lettern, die aufweißem Papier die Geschicke der Menschen formten“, so beginnt das Buch und ichbin erstaunt, wie man mit so wenigen Wörtern schon ein mulmiges Gefühlerzeugen kann. Die Geschichte wurde im Verlauf immer düsterer. Dieser Quirinuswar mir von Anfang an suspekt und später begann ich ihn abgrundtief zuverachten!Markus Walthers Stärke liegt wahrhaft darin, die Figuren mit Leben zu füllen undeine zu Atmosphäre schaffen, die mich hinein in diese Bücher-Welt zieht. Nur zeigtsie sich diesmal von einer ganz anderen Seite.Gemeinsam mit neuen und alten „Bewohnern“ betraten wir unbekannte Regionendes Buchlandes. Die Protagonistin, die in einer Art Lethargie gefangen scheint,erwacht daraus (dank diesem Quirinus) und wächst an dem Abenteuer. DieGeschichte wurde mit dessen Erscheinen spannend, teilweise drückend.Auch diesmal ist die Geschichte mit philosophischen „Wahrheiten“ bestückt. Aberganz ehrlich: Herr Plana fehlt mir!Dieses Buch ist für Liebhaber des ersten Buches „Buchland“, die es ertragenkönnen, dieses wundervolle Land von einer ganz anderen Seite kennenzulernen.Aber auch für Leser, die gern über philosophische Fragen des Lebens nachdenken.P.S: Ich hatte teilweise das Gefühl, der Schriftsteller will etwas über seine Seelemitteilen.

    Kommentieren0
    0
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks