Markus Walther Beatrice - Rückkehr ins Buchland

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Inhaltsangabe zu „Beatrice - Rückkehr ins Buchland“ von Markus Walther

"Sie wusste um das mächtige Eigenleben des geschriebenen Wortes, wusste um die Magie, die die Realität um die Fiktion krümmte, wie das Weltall den Raum um die Masse." Eigentlich müsste Beatrice zufrieden sein. Sie hat das Antiquariat von Herrn Plana übernommen, ihr Mann ist wieder gesund und der Verlag wünscht sich ein neues Manuskript. Alles scheint in geordneten Bahnen zu laufen. Doch dann taucht der kuriose Ladenbesitzer Quirinus auf, der ihr ein Angebot macht, das sie einfach nicht ablehnen kann. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zurück in die tiefsten Regionen des Buchlands.

Leider kann dieses Buch nicht mit Teil eins mithalten, obwohl der Autor viele tolle Ideen hatte. Um mich zu überzeugen, fehlte etwas.

— soahC
soahC

Das Wiedersehen mit dem Buchland war zwar etwas düsterer, aber dennoch voller erhellender Augenblicke. Ein muss für jeden Buchliebhaber.

— dicketilla
dicketilla

Insgesamt eine wunderbare Fortsetzung des Buchlandes. Zwischendurch doch etwas langwierig, jedoch lohnt es sich absolut weiter zu lesen!

— ImYours
ImYours

Der Roman schafft es, einen zum Lachen zu bringen und zu Tränen zu rühren, sich die Augen zuhalten zu wollen und zum Nachdenken zu bewegen.

— LitteraeArtesque
LitteraeArtesque

Ich wünsche dem Buch, dass es allen in die Hände fällt, die Bücher über Bücher lieben. Einfach nur gelungen!

— parden
parden

Ein sehr gelungener Anschluss an den ersten Band. Ich liebe diese Reihe

— Sassenach123
Sassenach123

Endlich weiß auch ich, was ACME heißt :D

— RedRose
RedRose

Mit Klischees und Andeutungen wird so intelligent gearbeitet, dass es ein Vergnügen ist. Ich fand das Buch brillant.

— Hepzibah
Hepzibah

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  • Das Gute über das Böse

    Beatrice - Rückkehr ins Buchland
    dicketilla

    dicketilla

    27. February 2017 um 16:26

    Das Wiedersehen mit dem Buchland, hatte mich mit Freude gepackt. Auch wenn Herr Plana nur noch vereinzelt in den Gedanken von Bea auftaucht, steigt man wieder voller Spannung hinab ins Reich des Buchlandes. Bea hat sich ihr Leben wieder eingerichtet, und ihr Mann Ingo hat endlich dem Alkohol abgeschworen. Sie wollen sich gemeinsam dem Verlust ihrer Tochter stellen, sich von den Dingen trennen.Das Buchland hatte sie lange nicht mehr betreten, eher nur zum Aufstocken der Regale.Der Verlag drängte sie eine Fortsetzung von Buchland zu schreiben, wogegen sie sich beharrlich weigerte. Da bekommt Bea einen ungewöhnlichen Besuch im Antiquariat. Ein wie ein Ziegenbock tänzelnder, in schwarz gekleideter Herr, der sich als Quirinus, der Kuriositätenhändler vorstellt. In seiner Begleitung ein von ihm erschaffender Homunkula, in Gestalt eines unförmigen Kindes. Das Kind mit dem Namen Chaya, hat die Gabe den Inhalt eines gelesenen Buches in sich aufzunehmen, da selbst seelenlos, die Seele des Buches in sich zu tragen, was für sie lebenserhaltend, entwicklungsfördernd ist. Das erschreckende Wispern der Bücher, zeigt Bea, dass diese Zwei nichts Gutes im Schilde führen. Da bietet Quirinus ihr ein Geschäft an. Wenn sie ihm hilft im Buchland den Krug, die Büchse der Pandora, zu holen, dann würde er dafür sorgen, dass aus Chanya ihr verlorenes Kind Rachel wird. Wie wird sich Bea entscheiden, wird sie Chanya opfern, um ihren Herzenswunsch zu erfüllen? In diesem Teil wird der Verlust und die Sehnsucht nach Beas verlorener Tochter verarbeitet. Es geht um das Gute und Böse im Menschen. Muss man Böses tun, um Gutes zu erreichen? Es geht aber auch um die verlorenen Seelen, die Seelen der Schreibenden, die in den Büchern zum Tragen kommen, um den Glauben. Es wird wieder viel philosophiert, manch Autor wird genannt, oder kommt sogar selbst zu Wort. Im Buchland ist alles möglich. Und der blinde Buchbinder Markus, der in seiner Beschreibung selbst an den Autor erinnert, ist wieder helfender Sympathieträger. Markus Walther hier auch wieder mit seinen eigenen Werken kokettiert. So wird einem Kunden " Der letzte beisst die Hunde" angeboten, mit dem Hinweis " Nichts weltbewegendes (...) aber streckenweise recht lustig." (S.86) Der sich dann aber für einen Stieg Larsson entscheidet, da er von einem Unbekannten nichts kauft. Ein Los, was viele gute Autoren zu tragen haben. "Wer ein gutes Buch nach der letzten Seite zuschlägt, ist ein anderer Mensch als noch zur ersten Seite." ( S.256) Markus Walther ist sich treu geblieben, hat uns wieder ein Feuerwerk voller Fantasy, Spannung, Weisheiten, Gefühlen, Humor erschaffen. Und über allem steht wieder die Liebe zum Buch, die Autor und Leser immer wieder treibt, auf jeder Seite spürbar wird. Ich bin gespannt wann der dritte Teil erscheint, und was der Autor zum Abschluss seiner Trilogie mit dem Buchland plant.

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    • 3
  • Regenbögen im Dunkel...

    Beatrice - Rückkehr ins Buchland
    parden

    parden

    REGENBÖGEN IM DUNKEL... Was habe ich mich auf ein Wiederlesen mit Beatrice und dem Buchland gefreut! Zwar gibt es Herrn Plana nun nicht mehr, doch Beatrice hat das Antiquariat von ihm übernommen, und was spräche dagegen, das Buchland in den unteren Gewölben auch ohne den mysteriösen Auktoral zu durchforsten? Zu meiner großen Überraschung hat Beatrice diese Möglichkeit jedoch seit dem Verschwinden Herrn Planas nie genutzt - allein zum Zwecke des Auffüllens der Buchregale im Antiquariat hat sie das Buchland gelegentlich einmal betreten, blieb jedoch stets in den ihr gut bekannten Abteilungen. "Sie wusste um das mächtige Eigenleben des geschriebenen Wortes, wusste um die Magie, die die Realität um die Fiktion krümmte wie das Weltall den Raum um die Masse. Es gab hier Gänge, die sich verschoben, Bücher, die sich bewegten, und Wesen, denen sie nie wieder begegnen wollte. Ja, sie liebte das Buchland. Aber sie hatte auch einen höllischen Respekt vor dem, was im Buchland zu finden war." (S. 58) Auch sonst hat sich Beatrice in ihrem Leben irgendwie eingerichtet. Mit ihrem Mann Ingo versteht sie sich wieder recht gut, zumal er weiterhin dem Alkohol abschwört. Zwar hat sie den Tod ihrer kleinen Tochter immer noch nicht wirklich verwunden, doch schaut sie inzwischen wieder nach vorne. Nach dem Erfolg ihres ersten Buches drängt der Verlag auf eine Fortsetzung, doch ist Beatrice von der Idee nicht wirklich überzeugt. "Ich werde keine Fortsetzung schreiben. Fortsetzungen sind meistens kacke. Nur weil 'Buchland' ein Fantasyroman geworden ist, muss das Teil ja nicht gleich in Serie gehen. Nicht jeder Mist muss eine Trilogie werden." (S. 39) Dieses kleine Zitat zeugt schon davon, wieviel schwarzer Humor hier immer wieder mal aufblitzt, und auch, wie der Autor sich selbst immer mal wieder auf die Schippe nimmt - und das sind schon einige der Gründe, weshalb mir dieses Buch so gut gefallen hat. War Band eins der Trilogie noch vom Überraschungseffekt geprägt, von all der Freude am Entdecken dieses traumhaften Landes für alle Bücherliebhaber, so ist diese zweite Folge deutlich düsterer. Denn das Buchland ist nicht mehr, was es mal war. Unheimlicher ist es geworden, Schatten sind eingezogen, und das Böse lauert - nur auf wen? Oder auf was? "Während der Zeiger langsam über das Zifferblatt ihrer Armbanduhr kroch, überkam sie mehr und mehr ein Gefühl der Unruhe. Die Angst, dass etwas ihre Bücher bedrohte, machte sich schmerzhaft spürbar in ihren Knochen breit. Da war noch immer das Wispern um sie herum. Doch entgegen aller Erfahrungen, die sie bislang zwischen den Büchern gemacht hatte, klang es nun kläglich, geradezu krank." (S. 55) Zunächst einmal macht Beatrice die Bekanntschaft mit einem merkwürdigen Kauz. Quirinus heißt er - nur Quirinus - und hat den Laden neben dem Antiquariat erworben. Ein Geschäft für Kuriositäten, und wirklich schlau wird Beatrice nicht aus dem Verhalten ihres neuen Nachbarn. Er möchte etwas von ihr, das ist ihr nur zu bald klar, doch er verrät ihr nicht, was es ist. Stattdessen stellt er ihr seine kleine Cousine vor, Chaya, ein kleines, nettes Mädchen - und doch, auch an ihr ist irgendetwas seltsam. Jedenfalls liebt dieses Mädchen Bücher. Über alles. Vielleicht zu sehr? "Dort, wo sie gestern das Kinderbuch eingeschoben hatte, lag ein klägliches Häuflein Staub. Wie konnte das sein? Wie konnte ein Buch innerhalb so kurzer Zeit zerfallen? Das hatte Beatrice noch nie erlebt. Schon gar nicht hier im Antiquariat. Hier starben keine Bücher! Hier lebten sie auf. Egal, was es zu bedeuten hatte: Es konnte nichts Gutes sein. Aber wenn sie Antworten finden wollte, gab es nur einen Ort, an dem sie danach suchen konnte." (S. 54) Noch während Beatrice über die Veränderungen und möglichen Bedrohungen nachsinnt, macht ihr Quirinus ein Angebot, das sie bei allem Misstrauen einfach nicht ablehnen kann. Und wieder geht es tief hinein ins Buchland, in Areale, von denen Beatrice nicht zu träumen gewagt hätte - und doch ist alles von einer unheimlichen Atmospäre überzogen. Doch neben beängstigenden Begegnungen gibt es auch wieder herrliche Entdeckungen, wie beispielsweise die Geschichteneiche - mit Blättern aus Buchseiten, in denen sich die Strahlen der Sonne weiß relektieren. "Es ist traurig, dass nicht jeder für diese Magie zugänglich ist. Manche Köpfe sind einfach zu stumpf. Phantasie sollte zum eigenständigen Unterrichtsfach erklärt werden. Weißt du, jedes Feuerwerk in deinem Kopf kann grandioser und farbenfroher sein als eines, das du im 3D-Kino siehst. Du musst dich nur darauf einlassen." (S. 123) Einen Mangel an Phantasie kann man Markus Walther nun wirklich nicht vorwerfen. Wer wie Beatrice geglaubt hat, nach dem letzten Abenteuer das Buchland zu kennen, wird hier rasch eines Besseren belehrt. Doch neben all den phantastischen Elementen und den Geheimnissen, denen der Leser mit Beatrice auf den Grund zu gehen versucht, gibt es hier eine Vielzahl von philosophischen und moralischen Fragestellungen, mehr als einen Hauch von Mythologie und einem ganzen Strauß von Anspielungen, die man z.T sicher auch zu überlesen droht. Doch im Rahmen einer gemeinsamen Leserunde mit dem Autor wurden wir auf so manche Stelle hingewiesen, die zumindest für mich ansonsten verloren gegangen wäre. "Seele? Ein großes Wort. Und eines, das sich nicht genau definieren lässt. Ein sehr ungenauer Begriff. Ist Seele der unsterbliche Teil eines Wesens? Ist es der Lebensfunke? Dann wäre es mögich, dass es ihn gar nicht gibt. Oder ist es Intelligenz und das Sich-Selbst-Bewusstsein? Die Fähigkeit zu fühlen oder die Fähigkeit zu lieben? Wie poetisch! Von allem was? Vielleicht. Vielleicht. Vielleicht ist es auch nur der Wille weiterzumachen. Lebenswille. Hoffnung. Hoffnung. Ja." (S. 217) Von der Seele der Bücher und sonstiger, hm, Dinge, ist hier die Rede, von Trauer und Freude, von der Verwerflichkeit des Machbaren, vom Ursprung des Bösen und von dem, was man zum Überleben braucht - die Hoffnung. Der Glaube an Regenbögen im Dunkel. Für mich einmal mehr ein ganz besonderes Buch aus der Feder von Markus Walther. Zweimal habe ich es gleich gelesen, denn ein einziges Lesen reichte mir nicht aus, um alles zu entdecken - und vermutlich reichen auch die beiden Male nicht. Mehr als ein Fantasybuch ist es in jedem Fall, denn wenn ein Roman es schafft, einen zum Lachen zu bringen und zu Tränen zu rühren, sich die Augen zuhalten zu wollen und zum Nachdenken bewegt - dann hat er viel erreicht. Und genauso ist es mir mit diesem Buch ergangen. Ich wünsche dem Buch viele Leser, denn welcher Büchernarr mag nicht eintauchen in das wundersame Buchland? Von mir gibt es jedenfalls auch für diesen zweiten Band der Trilogie eine unbedingte Leseempfehlung! © Parden

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    • 13
  • Rückkehr ins Buchland

    Beatrice - Rückkehr ins Buchland
    buchjunkie

    buchjunkie

    31. October 2016 um 21:01

    Dies ist das zweite Buch über das Buchland und Beatrice.Beatrice hat das Antiquariat von Herrn Plana übernommen, ihr Mann Ingo ist wieder gesund und sie könnte zufrieden sein. Doch noch immer ist ist sie in ihrer Trauer um ihre verstorbene Tochter gefangen.Doch dann taucht der kuriose Ladenbesitzer Quirinus zusammen mit dem Mädchen Chaya auf,  die ihr Leben durcheinanderwirbeln. Quirinus macht ihr schliesslich ein Angebot, dass Beatrice nicht ablehnen kann . Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zum Buchland.Mehr möchte ich vom Inhalt nicht verraten, denn von Kapitel zu Kapitel wird die Geschichte mysteriöser und neue Fragen tun sich auf.Das Buchland hat mich auch wieder ganz schnell in seinen Bann gezogen. Dort trifft man allerlei auffällige Gestalten, sogar Gevatter Tod. Auch auf einem Thesaurus kann dort geritten werden. Und die Wortspielereien , die ins Buchland passen, sind einfach großartig und dürfen durchaus wörtlich verstanden werden.„Er rang mit den Worten....Zeilen umspannten ihn wie Schnüre.... Fesselnde Lektüre hinderte ihn daran weiterzumachen.“Doch auch Spannung bis zum Ende und eine Portion Humor finden sich  in diesem Roman.Ich habe dieses Buch in einer Leserunde mit dem Autor gelesen und dadurch viele Hintergrundinfos erhalten. Fast jedes Kapitel wartet mit etwas Besonderem auf. Die wichtigsten Infos werden am Ende im Glossar erläutert.Diesen Roman sollte man nicht einfach von Seite zu Seite, oder Zeile für Zeile, sondern Wort für Wort lesen. So viele schöne Worte stecken in diesem Buch!Man spürt beim Lesen, wie viel Herzblut der Autor reingesteckt hat und welch intensive Recherchen nötig waren. Empfehlenswert ist es ,vor der Lektüre von „Beatrice“ erst “Buchland“, den ersten Band , zu lesen.Ich habe diesen bezaubernden, großartigen  und besonderen Roman mit viel Genuss gelesen. Und es wird definitiv eines der wenigen Bücher sein, die ich ein zweites Mal lesen werde, damit ich auch wirklich alle Einzelheiten wahrnehme.Jetzt bleibt mir nur noch, mich auf den dritten Teil des Buchlandes zu freuen!

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    • 7
  • Traumhafte Fortsetzung

    Beatrice - Rückkehr ins Buchland
    Sassenach123

    Sassenach123

    31. October 2016 um 12:40

    Beatrice - Rückkehr ins Buchland ist der zweite Teil einer fantastischen Trilogie von Markus Walther aus dem Hause acabus Nach dem ich den ersten Teil, Buchland, schon verschlungen habe, war sehr schnell klar, dass ich die Fortsetzung unbedingt lesen möchte. Ich wollte den Zauber des ersten Bandes wieder einfangen, und die Bücher wieder wispern hören. Noch dazu sind mir die Charaktere ans Herz gewachsen und die ein oder andere Frage sollte für mich noch geklärt werden. Oftmals habe ich bei Fortsetzungen das Gefühl, dass sie nicht an ihren Vorgänger heranreichen. Aber soviel sei gesagt, diese Sorge war vollkommen unbegründet. Zur Geschichte: Beatrice Liber hat das Antiquariat ihres Vorgängers, Herrn Plana, übernommen. Herr Plana zeichnete sich als Auktoral aus, er war sozusagen der Hüter der Bücher, aller Bücher. Das bezaubernde Buchland, dass sich im Keller des Antiquariats befindet, gehört nun in Beatrice Aufgabenbereich. Sie soll eine Fortsetzung ihres Buches schreiben, doch leider fühlt sie sich dazu momentan nicht in der Lage. So überschattet nach wie vor der frühe Tod ihrer Tochter Rachel, Beatrice Leben, und das ihres Mannes Ingo. Als ein Kuriositätenhändler namens Quirinus ein Geschäft in der Nähe des Antiquariats eröffnet, gerät Beatrice in seinen Bann, denn er bietet ihr etwas an, dem sie nur schwer widerstehen kann. Doch Quirinus verlangt von Beatrice etwas, was das gesamte Gefüge von Beatrice Welt und der des gesamten Buchlandes durcheinander bringen könnte. Wird Beatrice stark genug sein, das Richtige zu tun? In diesem Teil vereint der Autor Markus Walther wieder einmal viele interessante Anekdoten, und Wortspielerein. Es gibt fast nichts, was nicht eine tiefere Bedeutung hat. Man muss zwischen den Zeilen lesen, um alles interessante zu erfassen. Es macht soviel Spaß der Geschichte zu folgen und nebenher auf die Suche zu gehen nach den Schätzen die Markus Walther für den Leser eingebaut hat. Die Charaktere sind teilweise aus dem ersten Band vertraut. Aber auch einige neue und ebenso interessante sind dazugekommen. So zum Beispiel auch das Mädchen Chaya, dessen Herkunft den Leser erstmal vor ein Rätsel stellt. Herr Bünde ist mein persönlicher Favorit in diesem Buch. Es war herzzerreißend erfrischend, wenn er die in Vergessenheit geraten Wörter nutzte. Noch dazu hat er manch eine wichtige Weisheit in liebevolle Sätze gepackt, und sie Beatrice mit auf ihren Weg gegeben. Es gibt noch weitere bezaubernde Figuren, aber der Leser darf sich nicht täuschen lassen, denn das Böse lauert auch im Buchland in Gestalt von.....nein, das wird nicht verraten. Beatrice-Rückkehr ins Buchland ist für mich ein Buch, dass ich definitiv nicht nur einmal lesen werde. Es hat mir zum einen sehr gut gefallen, zum anderen habe ich nach wie vor das Gefühl, die ein oder andere Sache überlesen zu haben. Ich denke, dieses Buch kann mich ein weiteres Mal fesseln. Der beste Anlass es erneut zu verschlingen, könnte das Erscheinen des dritten Teils sein, der auf jeden Fall einen Platz in meinem persönlichen Buchland erhalten wird. Ich durfte dieses Buch im Zuge einer Leserunde genießen, die vom Autor persönlich begleitet wurde, und möchte mich hiermit beim Autor Markus Walther und dem acabus -Verlag für das Leseexemplar bedanken, es war eine unvergessliche Erfahrung.

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    • 2
  • Die Krümmung der Fiktion

    Beatrice - Rückkehr ins Buchland
    walli007

    walli007

    29. October 2016 um 07:31

    Nach ihren Abenteuern im Buchland leben Beatrice und Ingo relativ zufrieden. Beatrice führt ihren schönen Buchladen, doch ins Buchland steigt sie nicht so oft hinunter. Es scheint etwas Leben in die Nachbarschaft zu kommen als ein Kuriositätenladen eröffnet wird. Der Besitzer Quirinus zeigt Interesse an Beatrice und ihrem Buchgeschäft. Sollte er etwas im Schilde führen? Als er Beatrice bittet, auf seine kleine Cousine Chaya aufzupassen, denkt sie sich nichts weiter dabei. Das Kind wirkt nett, allerdings ein wenig seltsam. Doch Chayas großes Interesse an Büchern macht sie unbedingt sympathisch. Jedenfalls bis das erste verliehene Buch in so bestürzendem Zustand zurückkommt, dass es Beatrice beginnt im Nacken zu kribbeln wie ein Unheil, das seine Vorboten schickt. Noch einmal beschäftigt sich Beatrice mit ihrem Buchland. Auf welchen Weg wird sie sich begeben? Wird sie sich von Quirinus auf einen Pfad leiten lassen, von dem sie später bedauern wird ihn eingeschlagen zu haben? Steht es zwischen ihr und Ingo wirklich so gut? Welche Bedeutung bekommt die kleine Chaya für Beatrice, was projiziert sie in das Bild des Kindes hinein? Eine abenteuerliche Reise durch die Unendlichkeit des Buchlandes beginnt. So lernen wir zum Beispiel den blinden Buchbinder Markus kennen und Herrn Bünde und den Thesaurus und etliche weitere skurrile Gestalten. Es fühlt sich an wie das Beschreiten eines Weges. Beatrice hat mit der Tragik ihres Lebens nie abgeschlossen. Sie hat Ingo geholfen und sich vielleicht selbst vergessen. Doch nun muss sie sich auf den Weg machen. Wie es einem jeden ergehen kann, durchschreitet Beatrice ein Tal, doch als Leser wird man von der Hoffnung geleitet, dass doch eigentlich immer das Gute gewinnt. Und so nimmt man Seite für Seite dieser vor Ideen und kleinen Anekdoten strotzenden Geschichte auf. Beinahe als ob man selbst das Buchland durchwanderte. Viele Sätze habe eine doppelte Bedeutung oder beinhalten Hinweise, die zum darüber sprechen oder zum googeln einladen. Mit diesen schönen Buch ist man nach der ersten Lektüre gewiss nicht fertig, viele interessante Kleinigkeiten wollen wieder und wieder entdeckt werden. Wirklichkeit und Fantasy sind zu einer außerordentlich stimmigen Geschichte verwoben, die zum Glück im dritten Band weitergehen wird. 4,5 Sterne

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  • Ich habe es verschlungen!

    Beatrice - Rückkehr ins Buchland
    RedRose

    RedRose

    26. July 2016 um 09:03

    Ich muss gestehen, dass ich nicht nur eine Vielleserin bin, sondern auch nur noch schwer tatsächlich zu begeistern. Die meisten Romane lassen bei mir einen faden Beigeschmack zurück. Gut, sie haben mich vielleicht für eine Weile unterhalten, aber sie beeindrucken und bewegen mich nicht.Markus Walther hingegen gelingt es jetzt bereits zum zweiten Mal genau dies. Ich bin hingerissen. Ich bin begeistert. Die Worte, die er mit einer beiläufigen Leichtigkeit zu Papier gebracht haben scheint, bewegen mich.Bereits der Vorgänger "Buchland" hat mir damals sprichwörtlich die Socken ausgezogen."Beatrice" habe ich nur innerhalb weniger Stunden verschlungen, habe die Worte in mich aufgesaugt, mich an ihnen gelabt und genährt.Um dem Text tiefgehend folgen zu können, sollte man in seinem Leben nicht ausschließlich seichte Literatur gelesen haben. Ein wenig Bildung hilft sicherlich auf den verschlungenen Pfaden des Buchlandes.Aber wer eine gute Quest zu schätzen weiß, wird auch ohne großartige Lateinkenntnisse o.ä. seine reine Freude haben.Vielen Dank übrigens, dass ich nun endlich weiß, was ACME heißt!

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  • Ein Lesemuss für Fans von Märchenmond und Tintenwelt

    Beatrice - Rückkehr ins Buchland
    Sandra1978

    Sandra1978

    06. July 2016 um 13:03

    Inhalt: Vor einiger Zeit haben wir Euch „Buchland“ von Markus Walther vorgestellt. Dies ist die Fortsetzung der fantastischen Geschichte der Buchhändlerin Beatrice Liber, die nichts als eine Stelle in einem Buchhandel gesucht hat und nun den Buchladen von Herr Plana übernommen hat. Ihre Geschichte „Buchland“ hat Beatrice veröffentlicht und dann beschlossen, nicht mehr weiterzuschreiben, obwohl ihre Verlegerin nach nunmehr zwei Jahren auf eine Fortsetzung drängt. Doch Beatrice fällt nichts mehr ein. Sie hat sich mit ihrem Mann wieder ein normales Leben aufgebaut, ihren Laden zum Erfolg gebracht und macht einmal in der Woche eine Leserunde für Kinder. Das Buchland ist für sie nur noch ein Warenlager. Ihr beschauliches Leben wird allerdings auf den Kopf gestellt, als eines Tages ein sehr merkwürdiger Mann namens Quirinus ihren Laden betritt, der in der Straße einen Kuriositätenladen eröffnet hat. Irgendetwas scheint mit ihm nicht zu stimmen. Als er dann noch seine kleine Cousine Chaya zur Leserunde bei ihr ablädt, die sich mehr als merkwürdig benimmt, beschließt Beatrice, der Sache auf den Grund zu gehen. Bald wünscht Sie sich, dies nicht getan zu haben: Der Laden von Quirinus scheint ähnlich verwunschen zu sein wie ihr Antiquariat, Quirinus scheint über das Buchland genauestens Bescheid zu wissen, und Chaya hat eines ihrer Bücher leergelesen – im wahrsten Sinne des Wortes. Wird Beatrice wider Willen doch noch einmal ins Buchland müssen ? Woher weiß Quirinus so viel und wer ist Chaya wirklich? Abgesehen von diesen Fragen schlagen sich Beatrice und Ingo auch außerhalb des Buchladens noch mit ihrer Vergangenheit herum – immer noch ist es Beatrice nicht gelungen, mit dem Tod ihrer kleinen Tochter Rachel vor vielen Jahren abzuschließen….   Beurteilung Oft ist es ja so, dass die Fortsetzung zu einem ersten Roman eher enttäuschend ist. Da Buchland wirklich ein herausragendes Wert ist, lagen meine Erwartungen für die Fortsetzung auch sehr hoch. Und ich wurde definitiv nicht enttäuscht. In Beatrice ist es dem Autor gelungen, die Qualität des ersten Bandes zu erhalten und das Buchland neu zu erfinden und zu erweitern. Wir lernen, dass die Bücher nicht immer nur freundlich sind und das Buchland auch sehr viel größer und lebendiger ist, als wir schon im ersten Band festgestellt haben. Auch hier schafft es der Autor, eine Verbindung zwischen der Geschichte im Buchland und Beatrices Realität herzustellen, und somit das Buchland in unserer Wirklichkeit so zu verankern, dass man unwillkürlich daran glauben möchte, dass das Buchland existiert. Buchland und Beatrice gelingt es, die Fantasie, die man als Kind so grenzenlos hatte und die im Alltag eines Erwachsenen so schnell verloren geht, wieder zu neuem Leben zu erwecken. Auch in Beatrice sind das Buchland und die neuen Protagonisten Quirinus und Chaya so lebendig beschrieben, dass man sie beim Lesen leibhaftig um sich sieht  - dadurch wird man so vollkommen von der Erzählung eingenommen, dass man seine echte Umgebung glatt vergisst und im ersten Moment erstaunt ist, sich nicht von Buchregalen, Bucheulen und den geheimnisvollen Gängen des Buchlands umgeben zu sehen, wenn man von der Lektüre aufschaut. Insbesondere Chaya habe ich sehr ins Herz geschlossen, sie muss man einfach gern haben. Vielleicht gefällt mir dieses Buch deswegen so gut, weil es etwas von einem modernen Märchen in sich hat – ich war schon lange von einer Buchreihe nicht mehr so begeistert wie von dieser. Beatrice endet mit einem ziemlich gemeinen Cliffhänger, denn es soll ja eine Trilogie werden – ich kann es schon jetzt kaum erwarten, wie es weitergeht. Wer das nicht liest, ist selber schuld….  

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  • Intelligente vielfältige Fortsetzung des Buchlands

    Beatrice - Rückkehr ins Buchland
    Idgy

    Idgy

    06. March 2016 um 02:42

    Markus Walther, Jahrgang 1972 lebt mit seiner Familie in Rösrath. Beatrice ist der Fortsetzungsband vom unglaublichen Buchland - und bleibt unglaublich gut. Beatrice Rückkehr ins Buchland ist gar nicht so leicht zu beschreiben, da es einfach anders und doch so vielfältig ist. Beatrice betritt ein zweites Mal die Tiefen des Buchlandes in Begleitung des Kuriositätenhändlers Quirinus und seiner Humunkula Chaya. Zuviel verraten will ich nicht, denn schließlich soll der zukunftige Leser sich auf diese mit Wort- und Klischeespielereien gespickte intelligente Geschichte freuen. Nur soviel: Das Buchland kann auch ganz anders, ganz unerwartet. Beatrice kann mich nach der Lektüre vom Buchland trotzdem wieder überraschen. Und: Kommt der Name Quirinus von Quirl??? Natürlich nicht, aber die Hyperaktivität des Quirinus fühlt man beim Lesen! Und die Gewitztheit, Hinterlistigkeit, Aufgeregtheit, - ach Leute, lest es selbst! Magie, Fantastik, Intelligenz - all das und viel mehr ist dem Buch zu finden. Einfach sehr empfehlenswert!!!

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  • Leo Löwchen 15J. Rezi zu "Beatrice - Rückkehr ins Buchland"

    Beatrice - Rückkehr ins Buchland
    LeoLoewchen

    LeoLoewchen

    Manche Welten bergen genug Geheimnisse für ein zweites Abenteuer… Heute habe ich für euch das Buch „Beatrice – Rückkehr ins Buchland“ von Markus Walther aus dem acabus Verlag. ACHTUNG: Da dies ja Beatrices Rückkehr ist, gibt es natürlich einen ersten Teil! Hier kommt ihr zu meiner Rezi zum ersten Teil „Buchland“: http://leoloewchen.de/2013/08/buchland-von-markus-walther/ Eigentlich könnte Beatrices Leben so schön sein… Sie hat das Antiquariat von Herrn Plana geerbt, ihr Mann ist auf dem Weg der Besserung nachdem er endlich dem Alkohol abgeschworen hat und ihr Verlag will ein neues Manuskript von ihr. Doch Beatrices Geschichten kommen nicht auf Knopfdruck. Zwar war ihr erstes Buch „Buchland“ ein voller Erfolg, doch das nur durch ihre realen Erfahrungen im tatsächlichen Buchland! Sie will sich einfach nicht zu einer Fortsetzung drängen lassen, wenn die Geschichte des Buchlandes erzählt und ihre Wörter verbraucht sind. Doch wie es das Schicksal will, steht der jungen Buchliebhaberin eine erneute Reise ins Buchland bevor. Denn der zugegeben sehr merkwürdige Ladenbesitzer Quirinius eröffnet ihr ein Angebot, dass Beatrice neugierig macht… Zwar ist ihr jetzt schon bewusst, das es dort auch immer Komplikationen geben kann wo Quirinius auftaucht, aber ihre Neugierde ist zu groß! …und bevor sie sich versieht, verlässt Beatrice die uns bekannte Welt erneut und taucht in eine Welt voller Wörter und Mysterien ein… Wenn ihr meine Rezension zu „Buchland“ bereits kennt, werdet ihr wissen, wie sehr ich dieses Buch gemocht habe! Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll… Die Idee ist eigentlich so skurril und so durcheinander, dass man sie gar nicht wirklich zusammenfassen kann, sie einen insgesamt aber dennoch begeistert. Immer wenn man meint es geht nicht mehr ausgefallener, bunter oder schwarzhumoriger, kommt Markus Walther mit der nächsten überraschenden Wendung an! Wo wir gerade beim Thema sind – nette Idee ihr eigenes Schicksal ihrer Protagonistin in die Hände zu legen, Herr Walther! Der Schreibstil ist einfach nur unglaublich! Ich habe selten ein Buch gelesen, das so detailliert beschreibt und die Situationen bis zum Ende ausarbeitet und dennoch nicht langweilig wird.  Diese Atmosphäre, welche sich über das gesamte Buch hinweg zieht, transportiert so etwas märchenhaftes, dass einfach alle noch so skurrilen Ideen zu einem großen Ganzen zusammenfügt. Von Seite eins an ist man im Bann des Buchlandes gefangen und lässt sich komplett auf alles ein, was einem da so entgegen geschleudert wird… Ich kann gar nicht sagen wie froh ich bin, dass Beatrice noch einmal einen Fuß ins Buchland gesetzt hat! Meiner Meinung nach haben diese zwei Bücher viel mehr Aufmerksamkeit verdient und werden bestimmt noch vielen Lesern großen Spaß beim Lesen bereiten! Ich vergebe 5 von 5 Löwchens! Das war es dann von mir! Viele Grüße Eure Leo Löwchen

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    • 9
    LeoLoewchen

    LeoLoewchen

    19. January 2016 um 08:03
  • Buchland von einer anderen Seite

    Beatrice - Rückkehr ins Buchland
    Bookeroo

    Bookeroo

    16. January 2016 um 21:57

    Ich musste das Buch tatsächlich zweimal lesen. Kurz nach dem ersten Buch, dasmich in diese fantastische Bücherwelt entführt hatte, war es mir zu düster. Zeigt esdoch eine ganz andere Seite der Bücherwelt. „Die Welt legte wieder ihr Gewand aus Buchstaben an. Schwarze Lettern, die aufweißem Papier die Geschicke der Menschen formten“, so beginnt das Buch und ichbin erstaunt, wie man mit so wenigen Wörtern schon ein mulmiges Gefühlerzeugen kann. Die Geschichte wurde im Verlauf immer düsterer. Dieser Quirinuswar mir von Anfang an suspekt und später begann ich ihn abgrundtief zuverachten!Markus Walthers Stärke liegt wahrhaft darin, die Figuren mit Leben zu füllen undeine zu Atmosphäre schaffen, die mich hinein in diese Bücher-Welt zieht. Nur zeigtsie sich diesmal von einer ganz anderen Seite.Gemeinsam mit neuen und alten „Bewohnern“ betraten wir unbekannte Regionendes Buchlandes. Die Protagonistin, die in einer Art Lethargie gefangen scheint,erwacht daraus (dank diesem Quirinus) und wächst an dem Abenteuer. DieGeschichte wurde mit dessen Erscheinen spannend, teilweise drückend.Auch diesmal ist die Geschichte mit philosophischen „Wahrheiten“ bestückt. Aberganz ehrlich: Herr Plana fehlt mir!Dieses Buch ist für Liebhaber des ersten Buches „Buchland“, die es ertragenkönnen, dieses wundervolle Land von einer ganz anderen Seite kennenzulernen.Aber auch für Leser, die gern über philosophische Fragen des Lebens nachdenken.P.S: Ich hatte teilweise das Gefühl, der Schriftsteller will etwas über seine Seelemitteilen.

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  • Wenn Lost verliert. ....

    Beatrice - Rückkehr ins Buchland
    RolandB

    RolandB

    14. January 2016 um 20:18

    Hallo...... schön Dich/Euch zu sehen! Kennt Ihr eventuell die Serie Lost? Aha. ...Klar,  warum frage ich überhaupt, ich bin bei solchen Dingen ja immer ein "wenig spät dran". Ich finde, es handelt sich um eine tolle, weil spannende und oft überraschende Serie.  Hm, Ihr wundert Euch gerade und fragt Euch, ob Ihr hier falsch seid? Ihr hattet eine Rezension zu "Beatrice Rückkehr ins Buchland" erwartet und keine Unterhaltung zu Lost. Gut, dann last mich Euch folgendes dazu sagen. Ich sehe mir gerne die Folgen zu Lost an, und wenn ich darauf verzichte, muss das schon einen besonderen Grund haben. Und genau einen solch besonderen Grund hat Markus Walther mit dieser Geschichte geschaffen. Beatrice Rückkehr ins Buchland ist eine tiefe Verbeugung vor dem Buch und der Faszination des Lesens. Lieber Markus, ich habe die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite genossen. Wie alle guten Geschichten, war sie, zumindest nach meiner Meinung, vielen zu früh zu Ende. Aber okay, alles wichtige war erzählt und wurde zu einem angemessenen Ende gebracht. Ich habe mich mit den Akteuren gefreut, habe mit ihnen gelacht, war mit ihnen zusammen traurig und habe mit ihnen gelitten...... Und bin mit ihnen den Weg bis zum Ende gegangen.  Lieber Markus, vielen Dank für diese Hommage an das Buch und die Faszination Lesen. Ich hoffe, wir lesen uns bald wieder.........

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  • Zauberhafte Fortsetzung

    Beatrice - Rückkehr ins Buchland
    Carol-Grayson

    Carol-Grayson

    01. November 2015 um 17:33

    Wie bereits im ersten Band "Buchland" lockt der Autor den Leser auf eine fantasievolle Reise in die Welt der Bücher im Allgemeinen und ganz besonders im alten Antiquariat von Herrn Plana. Beatrice hat dieses mittlerweile übernommen und sogar ein Buch darüber geschrieben. Dennoch ist sie nicht so richtig glücklich. Mit dem Einzug eines merkwürdigen Ladenbesitzers in direkter Nachbarschaft zum Antiquariat ändert sich allerdings nicht nur das Leben von Beatrice und ihrem Ehemann, sondern auch das gesamte Buchland. Was hinter dem mysteriösen Quirinus, dessen angeblicher Cousine Chaya und seinem Kuriositätenladen steckt, möchte ich an dieser Stelle gar nicht verraten. Nur soviel: Beatrice erlebt durch ihn neue, aufregende Abenteuer im schier grenzenlosen Buchland und lernt dabei eine Menge über sich selbst. Ihr Leben wird sich für immer verändern. Überhaupt: Man muss als Leser in diese Geschichte eintauchen, um sie ganz zu erfassen. Wer den Autor ein klein wenig kennt, findet in diesem Roman bekannte Namen, die erwartete Prise Walther´schen Humor und viele schöne Anekdoten aus dem realen „Leben“ der Literatur. Markus Walther hat mit diesem Band erneut eine philosophische Fantasie oder auch fantastische Philosophie erschaffen (je nachdem, von welcher Seite man es betrachtet J ) und ich bin gespannt, ob tatsächlich eine Trilogie daraus wird. Verdiente fünf von fünf Punkten.   

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  • Beatrice Rückkehr ins Buchland von Markus Walther, ein Genuss.

    Beatrice - Rückkehr ins Buchland
    Hepzibah

    Hepzibah

    27. October 2015 um 07:42

    Beatrice Rückkehr ins Buchland von Markus Walther handelt von … Diesen Satz weiterzuführen ist gar nicht so einfach, denn das Buch beinhaltet so viel und springt durch die Genres, wie es mir noch nie untergekommen ist. Was allerdings passender nicht sein könnte, da der Leser Beatrice ein zweites Mal ins Buchland folgt und dort gibt es nicht nur Bücher eines Genres. Beatrice Rückkehr ins Buchland ist eine Abenteuerreise, die ihre Charaktere dazu bringt, über sich hinauszuwachsen, sich zu erkennen, zu hinterfragen und loszulassen. Genauer werde ich nicht auf den Inhalt eingehen, weil man dieses Buch Seite für Seite, Wort für Wort, Regal für Regal selbst entdecken sollte. Stattdessen erläutere ich, wieso mir das Buch so unglaublich gut gefallen hat. Der Einstieg war schon sehr speziell. Wir treffen auf Beatrice, die nicht ihren zweiten Roman, also keine Fortsetzung von Buchland schreibt. Ein Buch reicht, mehr muss nicht sein und zudem gibt es nichts mehr zu erzählen. Beim Lesen hatte ich immer die Frage im Hinterkopf, ist das nur Fiktion oder sehe ich dem Autor gerade über die Schulter, bevor er sich an den zweiten Teil gesetzt hat? Beatrice besitzt ein Antiquariat, das in einem (fast französisch anmutenden) Viertel voller kleiner Geschäfte angesiedelt ist. Wie es der Zufall will, hat in diesem Viertel ein neues Geschäft eröffnet und der Besitzer wird bei Beatrice vorstellig. In dem Moment als Quirinus im Antiquariat auftauchte, hatte mich die Geschichte völlig gefangen genommen und es fiel mir schwer, die Augen von ihr zu lassen. Beatrice Rückkehr ins Buchland zu lesen war wie ein Blick in mein Bücherregal; Philosophie, Physik, Geschichten, Geschichte, Alchemie, Mythen, Psychologie, Horrorromane, Klassiker usw. Es gibt so unglaublich viele Dinge in dem Buch zu entdecken, über die man nachdenken, für die man sich interessieren oder über die man schmunzeln kann. Für mich war es ein Genuss dieses intelligente, vielschichtige Buch zu lesen. Beatrice Rückkehr ins Buchland spricht mich auf verschiedenen Ebenen an. Als Leser Die Geschichte ist spannend, einfallsreich, gut geschrieben. Die Thematik ist keine leichte Kost und sie in solch eine fantastische Geschichte zu verweben, ist ungewöhnlich. Die Charaktere sind skurril (was ich sehr mag), lebendig und vielschichtig. Selbst die Figuren, die nur am Rande mal kurz auftauchen, sind so gut beschrieben, dass ich direkt dachte; kenne ich. Als Schriftstellerin (Geschichtenerzählerin) “Die Welt ist voller Geschichten und manche wollen erzählt werde.“ Da dieser Spruch von mir ist, kann man (jeder der das Buch gelesen hat) sich denken, dass mich die Ausführungen des Blinden Buchbinders besonders angesprochen haben. Die Geschichten sind da, sie wollen erzählt werden. Allerdings klingt das jetzt einfacher als es ist, denn da gibt es ja noch den freien Willen. Plötzlich entwickeln die Figuren ein Eigenleben, das der Plot so nicht vorgesehen hatte. Markus Walther gelingt es, die Magie oder den Zwang des Geschichtenerzählens treffend und auf fantastische Weise wiederzugeben. Als Mensch und Katzen-Bedienstete War es reines Kalkül eine Katze in der Geschichte auftauchen zu lassen, weil Katzen immer gehen? Ist mir egal, ich liebe Katzen. Mir ging jedenfalls das Herz auf, als der Stubentiger vom Baum fiel und mein Herz setzte aus als … (ich will nicht spoilern). Zu meiner Frage von vor zwei Sätzen; die Katze ist nicht nur aus Niedlichkeitsgründen eingebaut worden, sie dient auch der Veranschaulichung physikalisch-philosophischer Fragen, was bösartig und genial ist. Gut und Böse, Verlust, Trauer, Freude, Sein, Selbstbewusstsein, Selbstbestimmtheit, Vertrauen sind nur einige Themen, die mich zum Nachdenken angeregt haben. Ich weiß nicht, wie Markus Walther es geschafft hat so viel Geschichte und Themen auf 270 Seiten zu packen. Scheinbar ist das Buch von innen größer als von außen. Ich war von vielen Szenen gerührt und ich habe Chaya ziemlich schnell ins Herz geschlossen, was mich ein paar Tränen gekostet hat. Zum Abschluss würde ich gerne noch etwas Kritisches sagen (damit es nicht wie eine Lobhudelei klingt) … Wüste, Gestrüpp rollt durchs Bild. Mir fällt nichts ein. Der Humor ist feinsinnig. Mit Klischees und Andeutungen wird so intelligent gearbeitet, dass es ein Vergnügen ist. Ich fand das Buch brillant.

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  • "Phantasie schlägt die Brücken, die die Vernunft nicht zu bauen wagt."

    Beatrice - Rückkehr ins Buchland
    gsimak

    gsimak

    26. October 2015 um 20:05

    Zum Inhalt "Phantasie schlägt die Brücken, die die Vernunft nicht zu bauen wagt."                                   In diesem Fantasy - Roman begegnet man Kuriositäten der besonderen Art.  Beatrice hat eigentlich ihr Leben wieder in den Griff bekommen und ihren schweren Schicksalsschlag verarbeitet. Ihr Mann Ingo sieht die Welt auch wieder klarer, seitdem er dem Alkohol abgeschwört  und Vergangenes bewältigt hat. Beatrice vermisst ihren großen Meister Plana sehr; jedoch hat sie nun die Gelegenheit einen eigenen Buchladen zu führen, den Herr Plana ihr vererbt hat. Ihr Buch "Buchland" hat großen Anklang gefunden und der Verlag fordert ein neues Manuskript von ihr. Beatrice ist über diesen Umstand nicht glücklich; möchte eigentlich ihr erstes Buch so belassen wie es ist, da sie keine Einfälle mehr hat. Auf biegen und brechen eine Fortsetzung schreiben? Nein, das will sie nicht. Da bekommt sie bei ihrem Buchladen einen neuen Nachbarn; den komischen Kauz Quirinus, der einen Laden mit Kuriositäten führt. Beatrice fühlt sich in dessen Gegenwart unwohl und ist irritiert von Quirinus alberner Tänzelei bei jeder Unterhaltung.  Da macht Quirinus ihr ein Angebot, dass Beatrice zwar erschreckt, sie jedoch nicht imstande ist auszuschlagen ..... Meine Meinung Den ersten Teil "Buchland" habe ich leider noch nicht gelesen; jedoch kommt man ohne weiteres gut in den zweiten Teil hinein, da Vergangenes immer wieder mal erwähnt wird und man sich seinen Reim daraus machen kann. Diese Fantasy - Geschichte besticht durch ihre schöne Sprache und den raffiniert integrierten Buch- und Filmtiteln. Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben und ihre Eigenarten passend hervorgehoben.  Bei Beatrice war ich mir von Anfang an nicht sicher, ob sie die Vergangenheit wirklich bewältigt hatte. Meine Skepsis wurde durch das Angebot von Quirinus noch unterstrichen.  Ich fragte mich mehr wie einmal, ob Beatrice ihr Leben selbst geschrieben hatte und durch schreiben auch die Realität ändern könnte. Um darauf eine Antwort zu bekommen musste ich sehr weit in die Geschichte eintauchen; und dennoch ..... war ich es selber, die beim Lesen die Geschichte verändert hat? So ein Gefühl hatte ich manchmal. Die Bekanntschaft mit der kleinen Nichte von Quirinus war mehr als seltsam; ziemlich kurios! Einfach nur magisch fand ich, wie Chaya gefüttert werden musste. Die Reise ins Buchland war Abenteuer pur, da man mit sämtlichen wispernden und berühmten Geschichten Bekanntschaft machen konnte. Um nur mal eine zu nennen: "Pippi Langstrumpf"! Besonders gut gefielen mir die Erklärungen im Epilog, da sie mir einen Einblick über sämtliche Protagonisten in der Geschichte gewährten, deren Zusammenhänge zu einem großen Teil der griechischen Mythologie geschuldet waren. Sehr gespannt war ich, ob Beatrice den Deal mit Quirinus eingehen würde, da ich mir bis zuletzt nicht sicher sein konnte. Fazit Dieser Roman hat mich in eine magische Welt voll lebender Bücher entführt. Skurrile Begebenheiten pflastern den Weg im Buchland, der uns Leser atemlos zurücklässt. Das Buchland befindet sich im Keller von Beatrices Buchladen und hält überraschende Begegnungen mit ehemals berühmten Autoren für uns bereit. Sogar der Tod auf zwei Beinen wandert durch die Bücherlandschaft. Bäume mit Blättern aus Buchstaben, Felsenwände die aus Bücherregalen bestehen und vieles mehr verzaubert uns Leser. Wunderschöne Sätze, die man gerne ein zweites Mal liest und berühmte Philosophen, (z B. Immanuel Kant) runden das Ganze ab. . >>Im Bösen liegt das Gute begründet. Was wäre die Hoffnung ohne Angst? So wie das Tor der Weg zum Leben ist, kann das Böse der Weg zum Guten sein.<< Fasziniert hat mich die Begegnung mit einem Homunkulus. Kann man einem künstlich erschaffenen Menschen eine Seele einhauchen?  Der Schreibstil ist flüssig und man rast gerne durch die Seiten; jedoch auch gerne wieder ein bisschen zurück, um manche Sätze ein zweites Mal zu lesen. Dieser Fantasy - Roman dürfte jeden Liebhaber dieses Genres begeistern und auch Quereinsteiger für sich einnehmen. Das Ende ist so magisch, dass ein dritter Teil angesagt wäre. Danke Markus Walther Eine uneingeschränkte Empfehlung von mir und 5 Sterne

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