Buchland

von Markus Walther 
4,2 Sterne bei151 Bewertungen
Buchland
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Positiv (117):
Arachn0phobiAs avatar

Schöne Idee und bis auf ein paar Stellen, die mir nicht so gefallen wollten, auch sehr gut umgesetzt.

Kritisch (11):
Marzipanmaedchens avatar

So schlecht umgesetzt und zusammenhanglos geschrieben. Schreckliche Dialoge und Protagonisten mit Stimmungsschwankungen.

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Inhaltsangabe zu "Buchland"

„Das Buchland im Keller unter uns ist unglaublich viel mehr, als diese Aneinanderreihung von gefüllten Regalen. Dort findet man billige Klischees, abgedroschene Fantasien und halbe Wahrheiten direkt neben den großen göttlichen Ideen, die die Welt veränderten. Die ganze Kreativität der Menschheit.“

Dieses Antiquariat ist nicht wie andere Buchläden!

Das muss auch die gescheiterte Buchhändlerin Beatrice feststellen, als sie notgedrungen die Stelle im staubigen Antiquariat des ebenso verstaubt wirkenden Herrn Plana annimmt. Schnell merkt sie allerdings, dass dort so manches nicht mit rechten Dingen zugeht:

Wer verbirgt sich hinter den so antiquiert wirkenden Stammkunden „Eddie“ und „Wolfgang“? Und welche Rolle spielt Herr Plana selbst, dessen Beziehung zu seinen Büchern scheinbar jede epische Distanz überwindet?
Doch noch ehe Beatrice all diese Geheimnisse lüften kann, gerät ihr Mann Ingo in große Gefahr und Beatrice setzt alles daran, ihn zu retten. Zusammen mit Herrn Plana begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise quer durch das mysteriöse Buchland. Dort treffen sie nicht nur blinde Buchbinder, griechische Göttinnen und die ein oder andere Leseratte, auch der Tod höchstpersönlich kreuzt ihren Weg.
Und schon bald steht fest: Es geht um viel mehr, als bloß darum, Ingo zu retten. Vielmehr gilt es, die Literatur selbst vor ihrem Untergang zu bewahren!

Markus Walther, der Autor der Kurzgeschichtensammlungen „EspressoProsa“ und „Kleine Scheißhausgeschichten“, entführt den Leser nun mit seinem ersten Roman in die phantastische Welt des Buchlandes. Ein Muss für jeden Bibliophilen!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783862824441
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:252 Seiten
Verlag:Acabus Verlag
Erscheinungsdatum:02.09.2016

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Rezensionen und Bewertungen

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    buchwanderers avatar
    buchwanderervor 5 Monaten
    Vom Gewicht der Worte

    „Die Grenzen zwischen Fiktion und Realität sind nirgendwo dünner als in der Nähe von Büchern. Manchmal verwischen diese Grenzen ganz.“ (S.39)

    Zum Inhalt:


    Herr Plana, seineszeichens Auktoral, besitzt einen Buchladen – vielmehr ein Antiquariat, oder doch beides? Oder evtl. viel mehr? Und ebenso wie Herr Plana, hat auch dieser Laden schon weitaus bessere Zeiten gesehen. Das muss sich auch die arbeitslose Buchhändlerin Beatrice eingestehen, wobei sie nichts desto trotz den Sprung ins kalte Wasser wagt und das Jobangebot des Buchhändlers annimmt, nicht nur um wieder einer Arbeit die sie liebt nachgehen zu können, sondern auch um ihrem persönlichen Fegefeuer zu Hause zu entgehen.

    Dieses zu Hause besteht nach dem Tod der gemeinsamen Tochter nur noch aus ihr und ihrem alkoholsüchtigen Mann, der den diesen Verlust nie verwunden hat. Die mehr als nur merkwürdigen Herausforderungen im Laden von Herrn Plana vereinnahmen Beatrice zusehends. Ehe sie sich versieht, erlebt sie sich als Bestandteil einer weitaus größeren Geschichte, deren Kreise auch ihren Mann erreichen. Die Ausläufer der Entscheidungen, welche Beatrice im Buchland trifft, fordern einen Preis ein, dessen sie sich erst allmählich bewusst wird und aus dem anfangs prickelnden Spiel im Reich des gedruckten Wortes wird harte Realität.

    Kein Geringerer als Schnitter Tod, der Buchalter des Lebens, stellt Beatrice – und nicht nur sie – an Scheidewege, an denen sich nicht nur das eigene Schicksal entscheiden, sondern die Last weit größerer Weichenstellungen die „Spielern“ über die Maßen fordern…

    Fazit:


    Markus Walther gelingt mit dem ersten Band der Buchland-Erzählung ein in sich stimmiger Auftakt, sowie eine durchaus interessante Storyline. Versierte Leser werden die ein oder andere Reminiszenz erkennen, so z.B. an Walter Moers „Labyrinth der träumenden Bücher“, was dem Lesespaß jedoch keinen Abbruch tut. Der Erzählfaden ist leider streckenweise wenig überraschend und teils wünscht man sich etwas mehr Tiefe der Akteure, da wäre evtl. mehr drinnen; bleibt abzuwarten, wie sich die Folgebände lesen…

    Neben den vielen Querverweisen auf Literatur aus allen möglichen Genres, Wissenswertem aus Schriftstellerei, Buchdruck und Bibliophilie, beieindruckt der teils philosophische Tiefgang wenn es um existenzielle Fragen wie den Umgang mit der (scheinbaren) Endgültigkeit des Todes, dem Konzept des eigenen Lebens im Hier und Jetzt, sowie der Frage nach „guter“ resp. „wertvoller“ Literatur geht, denn: „Jede Geschichte ist es wert erzählt zu werden. Doch man sollte sich dafür Zeit nehmen. Es kommt nicht darauf an, möglichst viel in die Welt zu rufen. Es kommt darauf an die Welt mit dem Gesagten zu bereichern. Schreiben ist Handwerk. Man kann es erlernen. Kreativität hingegen ist Kunst. Sie kommt aus dem Geist. Je mehr ein Autor von sich in ein Buch investiert, desto geistreicher wird sein Werk. Mit Geist und Seele erwachen Bücher zum Leben. Verstand und Gefühl Hand in Hand ermöglichen erst die wahre Kunst.“ (S.124)

    Zum Buch:


    Aus handwerklicher Sicht liefert der Acabus-Verlag mit dem über 230 Seiten starken Band ein sehr hübsch gestaltetes Buch, das sich in Punkto Verleimung, sauberem Satz und runder Typografie keine Blöße gibt. Es ist gelungen ein schönes Erscheinungsbild mit angenehmer Haptik zu verbinden. Für die Umschlaggestaltung firmiert Petra Rudolf. Die gewählte Schriftform des letzten Kapitels „Die Notizen des Auktorals“ ist ebenso wie die Kapitelüberschriften gewagt, fügt sich aber harmonisch in das Gesamtbild des Werkes ein.

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    GabiRs avatar
    GabiRvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Schon vom ersten Satz war ich gefesselt, denn die Bücher flüstern, wispern, erzählen Geschichten, verschenken Gedanken und offenbaren Welten
    Das Cover ist ein echter Hingucker,

    Eine arbeitslose Buchhändlerin und ein staubiges Antiquariat mit einem ebenso verstaubt wirkenden Besitzer sind die Hauptfiguren in Markus‘ „Buchland“, das absolut anders ist, als alles, was ich bisher gelesen habe. Ach was heißte gelesen, schlaflose Nächte hat es mit bereitet, denn ich konnte es nicht weglegen.
    Es geht nämlich sehr geheimnisvoll zu in diesem Antiquariat und Beatrice überlegt anfangs jeden Tag aufs Neue, ob sie sich an ihrem neuen Arbeitsplatz einfinden soll. Doch sehr schnell ist sie so fasziniert, von den unendlich vielen Räumen in diesem alten Haus, den Bücherschätzen, deren wahren Wert sie erst erkennt, als ihr Ehemann in Gefahr gerät und sie mit Herrn Plana, ihrem Arbeitgeber kreuz und quer durch das Land der Bücher reist.

    Schon vom ersten Satz war ich gefesselt, denn die Bücher flüstern, wispern, erzählen Geschichten, verschenken Gedanken und offenbaren Welten. Genau mein Ding, wobei in meinem Kopf dann auch gerne noch Bilder entstehen, was der bildhafte Schreibstil in diesem Buch sehr leicht macht. Ich habe die Protagonisten begleitet auf ihren Wegen zwischen den Büchern, habe sie flüstern hören und konnte mich am Ende nur ganz schwer trennen. Aber das muss ich ja auch gar nicht, denn es geht weiter im Buchland und ich freue mich schon darauf.  Es ist auch nicht nur die offensichtliche, schwarz auf weiß dargestellte Fantasygeschichte, sondern viel mehr die Geschichte, die dahinter steckt, die angedeutet wird und die Fantasy des Lesers auf den Plan ruft.
    Das Cover ist ein echter Hingucker, denn je länger ich es angeguckt habe umso mehr Details sind mir aufgefallen, was absolut für ein Print spricht.

    Unbestritten fünf Chaospunkte.

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    Seelensplitters avatar
    Seelensplittervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die Welt hinter den Büchern, jeder kann sich angesprochen fühlen, der Bücher liest.
    Bücher hinter Büchern

    Meine Meinung zum eBook:
    Buchland

    Aufmerksamkeit:
    Wie stets findet ihr diesen Punkt auf meinem Blog.

    Inhalt in meinen Worten:
    Bea ist am Ende ihres Lebens, ihr eigener Buchhandel ist am Ende, ihr Mann ist ein Alkoholiker und sie sieht irgendwie keinen Sinn mehr. Sie suchte natürlich weiterhin nach einer Festanstellung in einem Buchladen, nachdem sie ihren eigenen Laden ja leider schließen musste.
    Sie bekam dann eine Anstellung in einer Buchhandlung, die man so wahrscheinlich nirgendwo anders finden würde.
    Sie landete im Buchland.
    Ein Laden, der mehr ist als nur ein Buchladen.
    Der Buchhändler will ihr helfen, dass Bea wieder zurück in das Leben findet, dabei helfen ihm Bücher. Als Bea ausgerechnet dem Tod ein Buch stiehlt, wird es unschön, denn Bea muss sich entscheiden.
    Wie geht es mit dem Buchladen weiter, was bedeutet ihr selbst dieser Buchladen und was wird es sie kosten ihre Familie und den Buchladen zu retten?
    Buchland eben. Ein Land aus vollen Büchern, und ein Buch aus vollen Büchern und Verweisen auf tolle und bekannte Büchern.
    Haltet euch fest, wenn ihr zu diesem Buch greift und schaltet euren Alltag einfach mal ab.

    Wie ich das gelesene empfand:
    Mich hat dieses Buch wirklich in sein Herz gezogen. Richtig in sein Herz, geht das überhaupt? Ja das geht, denn das Buchland spricht so vieles an, dass ich als Leserin niemals erwartet hätte. Einerseits ist es eine normale Fantasiegeschichte, die sich wunderbar in andere bekannte Geschichten wie unter anderem die unendliche Geschichte, Tintenblut, und andere bekannte Werke einreihen und doch ist es etwas völlig anderes, etwas völlig neues, zumindest für mich.
    Ich muss jedoch gestehen, ich konnte dieses Buch nicht am Stück lesen, dafür waren zu viele Gehaltvolle Gedanken und Anregungen im Buch vorhanden.
    Einerseits war das Buch sehr philosophisch, zwischen den einzelnen Kapiteln gab es so viel Inhalt, das es schon für ein eigenes Buch gelangt hätte und gleichzeitig so kurz, das man wirklich von Kapiteln sprechen kann.
    Die Geschichte führte mich immer wieder an andere Orte in der Geschichte.
    Sie sprach Themen an, über die ich auch schon sehr oft nachgedacht habe, nimmt Ängste von Buchhändlern auf und ermutigt auch wenn alles sich ändert, Geschichten werden bleiben.
    Der Autor griff das Thema Buch wunderbar auf. So fantastisch, das es wirklich eine Geschichte ist, dann wiederum erwähnt er so viele Bücher, und Werke, Autoren und Autorinnen, Glaubensansätze und den Tod, das es wirklich faszinierend ist, und ich hatte das Gefühl, im Buchland herrscht wirklich eine wahrhaft eigene Welt und die Geschichte spielt nicht nur in einer entfernten Stadt oder einem Teil einer Stadt, sondern es war wirklich eine eigene Welt, wo ich jetzt aber nur einen klitzekleinen Einblick erhalten habe, wie gut das es noch zwei weitere Teile zum Buchland gibt.

    Themen im Buch über das Menschliche:
    Wie schon oben angesprochen waren unzählige Themen im Buch zu finden. Sei es der Tod und der Umgang mit ihm.
    Hoffnung und wie schnell diese erlöschen kann und gleichzeitig aufwachen kann.
    Familie und wie man dort mit schwierigen Dingen umgehen muss und kann.
    Aber auch die Abgründe die Alkohol und andere Drogen anrichten kann.
    Gut fand ich, dass als Bea die Geschichte ihres Mannes umschreiben konnte und durfte, klar war, wenn man Macht hat, kann man die einerseits gut nutzen und andererseits so, dass der eigene Wille geschieht. Hier finde ich es genial wie der Autor das Thema auf den Punkt bringt, ohne Lehrer zu sein, sondern einfach indem ich als Leserin mitgehen darf, selbst entscheiden darf, selbst nachfühlen darf. Genial umgesetzt!

    Themen im Buch über das Thema Bücher:
    Hier kommen so etliche tolle Dinge zur Sprache das ich nur einen Bruchteil erwähnen kann.
    Es geht von Leseratten, Eselsohren und Buchmonstern hin zu den verschiedenen Genres und Abenteuern. Von Kinderliteratur hin zu Erwachsenen Literatur. Über Autoren, die die Welt sehen musste hin zu denen die einfach sinnlos Bücher auf den Büchermarkt werfen. Selfpuplisher gegen Autor im Verlag.
    Dabei kommen so unendliche viele Gedanken und Bewegungen dazu, dass ich auf jeder Seite irgendwas entdecke was mich als Leseratte zu Büchern ziehen lässt.
    Aber auch wie ein Mensch zum Autor wird, manche sind dafür geboren, andere drängen sich förmlich in die Buchwelt ohne das sie wirklich etwas zu sagen haben, das fand ich so passend weil ich mit dem Autor wirklich mitgehen konnte, denn auch ich habe schon ähnliche Gedanken zu einem Buch so gehabt.

    Weiterempfehlung:
    Ich kann dieses Buch empfehlen, muss aber gleich einmal warnen, das Buch ist eine etwas schwerere Kost als manch anderes Buch, die Sprache ist gestochen scharf und gleichzeitig enorm schwammig, was ich gut finde, weil ich als Leserin direkt selbst mir Gedanken machen durfte und mich entführen lassen durfte. Es gab aber auch sehr viele Punkte, die mich berührten, die mich entführten in die Welt von Bea. Ich fühlte mit, litt mit und staunte mit, gleichzeitig konnte ich die Wut und auch die Gefühle von Bea wirklich mitgehen. Wie oft wünschte ich mir schon selbst meine eigene Buchgeschichte (Lebensgeschichte) umzuschreiben, neu anzusetzen, zu radieren und neu zu beschreiben, doch wenn ich ehrlich bin, wäre das gar nicht klug und das macht Bea auch mehr oder minder in ihrem Buch klar.
    Deswegen möchte ich euch bitten, greift zu diesem Buch aber lasst euch nicht überfordern, und wenn ihr nicht in das Buch finden solltet, haltet durch, das lohnt sich nämlich!

    Bewertung:
    Nachdem mich dieses Buch über mehrere Wochen verfolgte und stets schrie, lies an mir weiter, lass alle anderen Bücher links liegen, dem Willen tat ich ihm aber nicht ganz ;), und lies in mir und lass dich von mir stärken und bewegen muss ich sagen, ich kann nicht anders ich muss es tun, das Buch bekommt fünf Sterne. Ich weiß mittlerweile auch, dass es schon zwei weitere Teile zu dieser tollen Buchwelt gibt, und hoffe das ich bald wieder zu Bea schauen kann und mich von neuen Themen ansprechen lassen kann.
    Das Buch ist einfach eine Welt für sich, die man nicht einfach auf Kürze erzählen kann, man muss sie einfach vor Augen haben. Ein klein bisschen hoffe ich sogar, dass dieses Buch verfilmt wird.

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    Janinezachariaes avatar
    Janinezachariaevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Guter Anfang, aber das wars auch schon. Schade.
    Hab mir mehr erhofft von.

    Am Anfang war ich mitten drin im Buch. Hab mich gefreut: ‘endlich wieder eins über Bücher.’ Aber irgendwann hat mich die Arroganz von Herrn Plana, der die Geschichte aus seiner Perspektive erzählt, genervt. Wie er sich über Selfpublisher hergemacht hat, die Widersprüche, die er an den Tag brachte: jeder kann ein Buch schreiben. Schreiben ist wichtig. Selfpublisher können nichts. Wer eine Geschichte in sich trägt, soll sie raus lassen. Aber ja nicht als Selfpublisher, denn sie scheinen sich selbst für besser zu finden.

    Natürlich ist Beatrice da anders. Denn sie scheint DAS wichtigste Buch ever zu schreiben und das Buchland damit retten. Herr Plana, der keinen Vornamen oder Vergangenheit zu haben sein, setzt alles daran Beatrice in sein Antiquariat zu bringen. Ein Buchladen, das mehr zu sein scheint, als es den Anfang macht. Denn im Keller verbirgt sich alles, was das Herz eines jeden Buchliebhabers begehrt. Einschließlich fliegender Pferde und Götter oder Bücher des Lebens.

    Es ist an sich eine schöne Idee, aber irgendwann hat es mich nur noch genervt wie herablassend der Autor sich über manche Gruppen der Literatur geäußert hat. Es gibt nicht nur die Bücher im Keller, sondern  auch im Dachgeschoss und dort sind all jene Bücher, die ‘wertlos’ sind.

    Als Beatrice erfährt, dass ihr Mann nur noch kurz zu Leben hat und sie das Buch seines Lebens klaut und dort hinein schreibt / und ausradiert und sein Leben von da an bestimmt, wurde es definitiv zu viel des Guten.

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    Blacksallys avatar
    Blacksallyvor einem Jahr
    Willkommen im Buchland


    Cover
    Das Cover hat mich sofort angesprochen, der Scherenschnitt der Person zusammen mit Fantastischen Wesen passt so unglaublich gut zur Geschichte. Dazu noch die Farbe von altem Pergament, einfach klasse gemacht :D


    Protagonisten
    Herr Plana ist der Besitzer des Antiquariats. Er ist schon etwas älter und etwas schrullig, aber in liebenswerter Form. Man merkt das er Bücher liebt und auch in dem einen oder anderem Sinne von Büchern abhängig ist. Er war mir direkt sympathisch und ich war sehr gespannt, was er alles zu berichten hat.


    Beatrice hat sich bei Herrn Plana beworben und bekommt eine Anstellung im Antiquariat. Sie hat schon sehr viel mitgemacht und ist eigentlich eine gebrochene Frau. Doch die Liebe zu Büchern hat sie immer noch. Ich konnte mich sehr gut in sie hinein fühlen und auch ihre Handlungen waren für mich plausibel. Sie hat einen Mann, der ebenfalls ein schweres Schicksal hat und dadurch Alkoholabhängig wurde. Er lebt nur noch vor sich hin, doch Bea versucht aus dem Trott heraus zu kommen und das finde ich wirklich bemerkenswert an ihr. 


    Schreibstil
    Bereits auf den ersten Seiten des Buches habe ich mich wohl gefühlt. Es war die Stimmung des Antiquariates, die einfach sofort präsent war und ich hatte das Gefühl ich bin direkt dabei im Geschehen. Das Buch hat mich gefesselt, die Charaktere waren einfach nur super und ich habe mich gefühlt als wäre ich mit Freunden unterwegs im Buchland. Dieses war übrigens auch ein Fall für sich. Ich hätte unglaublich gerne noch viel länger im Buchland verbracht, einfach nur um Schätze zu entdecken und zu schmökern. Gäbe es dieses wirklich, würde man mich wohl nicht mehr sehr oft sehen. Alles in allem war es wirklich eine tolle Geschichte, deren Ende mich staunend zurück lies. Der zweite Band wird hoffentlich bald bei mir einziehen.


    Autor
    Markus Walther, geboren 1972 in Köln, lebt seit 2006 mit seiner Frau und zwei Töchtern in Rösrath. Als ausgebildeter Werbetechniker begeisterte er sich bald für die Schriftgestaltung und machte sich 1998 als Kalligraph selbstständig. er Schwerpunkt seiner schriftstellerischen Arbeit liegt in der Gattung der Kurz- und Kürzestgeschichte. Die Gratwanderung zwischen Klischee und Pointe, Independent und Mainstream führt ihn seither quer durch sämtliche Genres der Bücherwelt.


    Einzelbewertungen
    Schreibstil 5/5
    Charaktere 5/5
    Spannung 5/5
    Ende 5/5
    Cover 5/5


    Fazit
    Wenn man Bücher mag in denen Bücher vorkommen, dann ist dieses Buch genau das richtige. Ich habe es geliebt

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    Alondrias avatar
    Alondriavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine Reise in eine wunderbare Welt! Markus Walther vermittelt mit "Buchland" eine wichtige Botschaft über die Wichtigkeit der Literatur.
    [Rezension] Markus Walther: Buchland

    Das Buch

    Erster Satz
    Die Bücher um mich herum, die sich unter einem staubigen Mantel zu verbergen suchten, schienen leise zu wispern.

    Dieses Antiquariat ist nicht wie andere Buchläden!
    Das muss auch die gescheiterte Buchhändlerin Beatrice feststellen, als sie notgedrungen die Stelle im staubigen Antiquariat des ebenso verstaubt wirkenden Herrn Plana annimmt. Schnell merkt sie allerdings, dass dort so manches nicht mit rechten Dingen zugeht:
    Wer verbirgt sich hinter den so antiquiert wirkenden Stammkunden „Eddie“ und „Wolfgang“? Und welche Rolle spielt Herr Plana selbst, dessen Beziehung zu seinen Büchern scheinbar jede epische Distanz überwindet?
    Doch noch ehe Beatrice all diese Geheimnisse lüften kann, gerät ihr Mann Ingo in große Gefahr und Beatrice setzt alles daran, ihn zu retten. Zusammen mit Herrn Plana begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise quer durch das mysteriöse Buchland. Dort treffen sie nicht nur blinde Buchbinder, griechische Göttinnen und die ein oder andere Leseratte, auch der Tod höchstpersönlich kreuzt ihren Weg.
    Und schon bald steht fest: Es geht um viel mehr, als bloß darum, Ingo zu retten. Vielmehr gilt es, die Literatur selbst vor ihrem Untergang zu bewahren!


    Meine Meinung

    Markus Walther hat mit "Buchland" eine wunderbare Welt erschaffen, in der die Literatur zu einem spricht. Durch seinen Schreibstil lässt er das Buchland real werden, denn beim Lesen kommt es einem tatsächlich so vor, als würde das Buch zu einem sprechen und etwas äußerst Wichtiges mitteilen. Die Botschaft, wie wichtig Bücher in unserem Leben sind, hat Walther absolut lesenswert verpackt.

    Seine Protagonisten sind liebevoll ausgearbeitet und schon ab der ersten Seite bleibt einem nichts anderes übrig, als sie zu mögen. Jeder einzelne macht bis zum Schluss eine Charakterentwicklung durch, die durchaus authentisch wirkt.

    Herrn Plana und Beatrice bei ihren Abenteuern im Buchland zu begleiten, macht einfach Spaß. Dümpelt die Story zunächst noch ein wenig vor sich hin, so nimmt sie dann doch immer mehr Fahrt auf und lässt dem Leser schließlich kaum noch eine Atempause. Richtig gut wird das Buch also erst mit der Zeit, dennoch ist der schleichende Anfang sehr wichtig für das Verständnis alles Kommenden.

    Spannung gibt es vor allen Dingen ab dem zweiten Drittel des Buches. Hier steigt sie immer mehr an und lässt wirklich bis zur letzten Seite nicht nach. Als Leser fühlt man sich direkt in die Geschehnisse hineinversetzt. Vor allem mit Beatrice, dem Ruhepol der Geschichte, konnte ich mich schnell identifizieren. Durch sie einen Zugang zur Geschichte zu finden, war nicht schwierig.

    Das Cover gefällt mir sehr gut. Beatrice mit Feder und Büchlein im Vordergrund steht wirklich für den Inhalt von "Buchland". Und auch die verschiedenen Details im Hintergrund spielen alle eine Rolle im Verlauf der Story.

    Fazit

    "Buchland" von Markus Walther ist ein tolles Fantasy-Buch mit Botschaft. Mit seinen 244 Seiten ist es schnell gelesen, dennoch sollte sich die Zeit genommen werden, auch zwischen den Zeilen zu lesen und der Geschichte Raum zu geben, sich zu entfalten. Trotz der anfänglichen doch recht langwierigen Erklärungen rund um das Buchland, nimmt das Buch bald schon an Fahrt auf.

    Ich kann das Buch guten Gewissens empfehlen!

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    Buecherheikes avatar
    Buecherheikevor einem Jahr
    Definitiv ein Highlight in meinem Lesejahr...


    Verlag: ACABUS 

    Seiten: 236
    ISBN: 978-3-86282-186-0


    Ich glaube, egal was ich hier schreibe, keins meiner Worte wird ausdrücken können, wie wundervoll ich dieses Buch finde. 


    Das hier ist nicht nur eine Wahnsinnsgeschichte, sondern auch eine Liebeserklärung an das geschriebene Wort. All das, was ich an Büchern so liebe, hat Markus Walther hier in Worte gefasst. Verpackt in einer Geschichte, die mich von Anfang an gefesselt hat. 


    Ich liebe jedes Wort in diesem Buch, jeden Absatz, jede Wendung und jeden Punkt. Es ist eines von den Büchern, die man mehrmals lesen muss, um all seine Geheimnisse zu finden. 


    Danke Markus Walther. Es war mir ein Vergnügen dein Buch zu lesen.

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    Sassenach123s avatar
    Sassenach123vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein bezauberndes Werk, einfach magisch
    Buchtastisch

    Buchtastisch

    Beatrice Liber beginnt eine Anstellung im Antiquariat des Herrn Plana. Schnell wird klar, dass Herr Plana große Pläne mit Beatrice hat. Er weiht sie nach und nach in die Geheimnisse des Buchlandes ein, welches im Keller des Antiquariats schlummert. Dort befindet sich ein riesiges Areal mit allen existierenden Büchern. Sogar die ungeschriebenen Bücher haben hier einen Ort. Herr Plana bezeichnet sich selbst als Auktoral, er kann auf magische Weise mit den Büchern kommunizieren, ist mit ihnen verbunden.
    Doch das Buchland ist in Gefahr, es braucht ein Buch, aus der Hand von Beatrice, die sich so gar nicht als Schreiberin sieht. Herr Plana will Beatrice überzeugen dieses Buch dennoch zu schreiben, und erlebt einige beschauliche Abenteuer gemeinsam mit Bea, wie er sie nennt. So lernen sie bezaubernde Kammern und Gestalten des Buchlandes kennen, unter anderem auch den Tod. Der seine Hände nach Ingo, Beatrice Mann ausstreckt.........

    Dieses Buch ist ein wahres Juwel. Es vereint ganz viele Elemente die einem Buchliebhaber das Herz höher schlagen lassen. So finden viele literarische Größen Erwähnung, bekannte Werke fließen in die Geschichte mit ein. Viele berühmte Zitate, werden aufgegriffen. Markus Walther schafft es hier und da immer wieder Anekdoten einzubauen, die dem Vielleser ein Strahlen ins Gesicht zaubern. Musste oft schmunzeln, und war genauso oft peinlich berührt.
    Ein wenig fühlte ich mich wie damals als Kind, als ich in die unendliche Geschichte von Michael Ende eintauchen durfte. Ich fieberte mit Bea und Herrn Plana mit, dieses wundervolle Buchland darf nicht dem Untergang geweiht sein.

    Die Charaktere sind sehr bildhaft und schafften es mich zu fesseln. Herr Plana zieht seine Macht aus den Büchern, es scheint so, dass das geschriebene Wort sein Lebenselixier ist. Hört sich fantastisch an, ist es auch, aber nach kurzer Zeit in dieser Welt erscheint es fast Real. Wie gern würde man an Beatrice Stelle treten und in diese Welt eintauchen. Beatrice hat schwere Schicksalsschläge hinnehmen müssen, sieht sich selbst als schwach an, dass ist sie aber ganz und gar nicht. Doch um das zu erkennen, muss sie erst ein Buch schreiben.

    Das Abenteuer Buchland geht weiter. Eine Fortsetzung ist erst kürzlich erschienen. Da Beatrice und diese magische Welt mich so verzaubert haben, werde ich mich erneut auf die Reise machen, und bin jetzt schon gespannt, ob die Bücher wieder wispern und ihr Geheimnis preisgeben. Ein Werk das Buch -und Fantasyliebhaber unbedingt lesen sollten. Erschienen im Acabus-Verlag

    Kommentare: 1
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    Christin87s avatar
    Christin87vor 2 Jahren
    Literatur erweckt zum Leben

    In Buchland erweckt die Literatur zum Leben. Worte hauchen sterbenden Dingen Leben ein, tode Schriftsteller kaufen sich in des Hauptprotagonisten Antiquariat Neuzeitliteratur, Götter des Olymp und "geflügelte Worte" erwecken zum Leben und erfüllen Ihre Aufgaben. Und der Tod in Person spielt eine tragende Rolle in dieser Geschichte. Überall lauert er. Jede Seele des Buchlandes versucht er zu erhaschen, um selbiges so dem Untergang zu weihen. Doch bei der Jagd auf das Lebens des Antiquariatsbesitzers Herrn Plana und des Mannes seiner Angestellten Beatrice, stößt er auf Widerstand. Denn diese beiden begeben sich in die Tiefen des Buchlandes um einen Weg zu finden Tod ein Schnippchen zu schagen.
    Bildwelten werden dabei in des Lesers Kopf lebendig. Alles besteht aus Büchern und Worten und überall finden sich Anspielungen auf Schriftsteller und andere Geschichten. Es ist fantastisch, was der Autor hier geschaffen hat und es macht wirklich Spaß gelesen zu werden. Und selbst der Tod lernt am Ende in diesem Buch noch etwas über das Leben...

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    BuecherKaterTees avatar
    BuecherKaterTeevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Hmmm, es hatte seine Höhen und Tiefen. Und es ist eine gewaltige Bücherwelt!! Aber möglicherweise zu gewaltig für ein Buch?
    Dieses Antiquariat....

    Dieses Antiquariat ist nicht wie andere Buchläden. Das merkt man schon auf der ersten Seite.

    „Das Buchland im Keller unter uns ist unglaublich viel mehr, als diese Aneinanderreihung von gefüllten Regalen. Dort findet man billige Klischees, abgedroschene Fantasien und halbe Wahrheiten direkt neben den großen göttlichen Ideen, die die Welt veränderten. Die ganze Kreativität der Menschheit.“

    Die gescheiterte Buchhändlerin Beatrice nimmt notgedrungen die Stelle im staubigen Antiquariat des ebenso verstaubt wirkenden Herrn Plana an. Schon bald fallen ihr in zunehmendem Maß die Merkwürdigkeiten dieses Antiquariats auf:

    Antiquiert wirkende Stammkunden „Eddie“ und „Wolfgang“? Ihr Chef, Herr Plana, dessen Beziehung zu seinen Büchern sehr besonders scheint.

    Wieder ein Fantastischer Roman über die Rettung. Beatrice soll/kann/will ihren Mann retten, aber auch das Buchland, ihren Chef, ja sogar die Welt der Literatur.

    Sie begegnet in dieser gigantischen Buchwelt mythischen Wesen, dem Tod und ein bisschen auch sich selbst.

    Hach, Markus Walther hat richtig losgelegt und eine riesig opulente Geschichte entwickelt - und sich vergallopiert, wie ich finde. So schön die Idee, viele sprachlichen Anteile und literarische Hinweise. Mir ist die Geschichte zu voll. Herr Plana  wird zunehmend unglaubwürdig und ich enttäuscht.

    Nach dem rasanten Anfang hat mich mein Enthusiasmus der ersten Seiten zum Ende verlassen.

    Schade, da wäre weniger mehr gewesen.



    Markus Walther: Buchland

    Acabus verlag

    ISBN: 9783862821860

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    LilStars avatar

    Hallo Ihr Lieben!

    Im Rahmen unserer Buchland-Blogtour könnt ihr nur noch heute eines von sechs Büchern (3 x Printexemplar, 3 x eBook) von Markus Walthers tollem Roman gewinnen.

    Dazu müsst ihr lediglich ein paar Fragen beantworten. Die Antworten könnt ihr den Blogtour-Beiträgen entnehmen :)

    Viel Erfolg euch allen: http://www.lilstar.de/?p=1379

    Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Oh Buchland, ich liebe es. Schade das ich es schon gelesen habe ;)
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