Markus Warken

 3,6 Sterne bei 13 Bewertungen

Alle Bücher von Markus Warken

Cover des Buches Tödliche K. I. (ISBN: 9783839226414)

Tödliche K. I.

 (12)
Erschienen am 12.02.2020
Cover des Buches Schattenfell (ISBN: 9783933614551)

Schattenfell

 (1)
Erschienen am 04.12.2009

Neue Rezensionen zu Markus Warken

Cover des Buches Tödliche K. I. (ISBN: 9783839226414)P

Rezension zu "Tödliche K. I." von Markus Warken

Die moderne Technik - Nur dein Freund und Helfer?
Pandogzvor einem Jahr

"Tödliche K.I." von Markus Warken hat mich wirklich positiv überrascht. Ich gebe es zu - ich bin immer etwas kritisch, wenn ich lese, dass das Buch von einem Regionalautor geschrieben wurde. Vor allem, wenn ich höre, dass das Genre Krimi oder Thriller ist. Beides lese ich nämlich unheimlich gern und bin deswegen womöglich etwas voreingenommen. Gebe ich offen und ehrlich zu. Aber bereits der Einstieg in Warkens Buch hat mich gepackt und auch sprachlich so weit überzeugt, dass ich dran geblieben bin und das Buch tatsächlich zu Ende gelesen habe. Was soll ich sagen? Ich habe es definitiv nicht bereut, meine Zeit einem regionalem Autoren und seinem Werk zu widmen.

Die Thematik:
Interessiert hat mich von Anfang an die Thematik des Buches (den genauen Inhalt des Buches werde ich nicht zusammenfassen, da es einige der Kommentatoren hier bereits getan haben). Was wären wir nur heute ohne unsere moderne Technik? Wir sind wahnsinnig abhängig von ihr und gerade im Netz verbreiten wir so viel Persönliches über uns, vom den andere wortwörtlich profitieren. Doch für uns - und auch für die Heldin des Buches Jana - ist der tagtägliche Umgang mit dem Internet zur Normalität geworden. Welche Gefahren damit verbunden sind, hat Warken meiner Meinung nach ebenso erschreckend wie spannend dargestellt. Das Schlimme an der Geschichte ist für mich, dass laut Angaben des Autoren die Szenarien aus seinem Buch technisch gesehen realisierbar wären. Das macht betroffen und lässt einen über seinen eigenen Umgang z.B. mit Sozialen Medien nachdenken. Vor allem finde ich die Thematik heutzutage wichtiger denn je und damit absolut am Puls der Zeit gelegen.

Die Charaktere: 
Mit denen bin ich ehrlich gesagt nicht ganz warm geworden. Anfangs mochte ich Jana ganz gern, die als eine toughe und zielstrebige junge Frau beschrieben wurde und wer identifiziert sich schon nicht gerne mit so jemanden? Besonders sympathisch fand ich ihre Liebe zu Kaffee, denn ich finde, solche kleinen Details machen die Protagonisten für den Leser greifbarer. Doch im späteren Handlungsverlauf wuchs sie mir einfach nicht inniger ans Herz, was ich schade fand. Vielleicht hat das was mit ihrer für mich nicht nachvollziehenden Schwärmerei für Nils zu tun, doch ehrlich gesagt blieben mir die anderen Charaktere ebenfalls nicht lange im Gedächtnis. Zu ihrem Love Interest Nils kann ich sagen, dass ich seine ruhige, ausgeglichene Art mochte, denn sie erschien mir ein guter Gegenpol zur impulsiven Jana, die mich manchmal an ein kleines, bockiges Kind erinnert hat. Die Liebesgeschichte zwischen ihr und Nils kann ich deswegen dennoch nicht nachvollziehen. Junger Mann, der ein Nerd ist, hilft offenbar sehr hübscher junger Frau und diese verliebt sich dann einfach in ihn. Da wäre mehr drin gewesen oder auch nicht, denn ich finde, nicht immer muss ein Buch über eine junge Frau gleichzeitig eine Liebesbeziehung für sie parat haben.

Die Sprache: 
Die technischen Details finde ich, hat Warken gut und verständlich erklärt, auch wenn sie manchmal etwas langatmig ausfielen, aber vielleicht muss das so sein, um das ganze Technische dem Leser näher zu bringen. Auch ansonsten hat mir seine Sprache gut gefallen, denn sie war meistens weder zu lakonisch noch zu ausufernd. Nur bei manchen Begriffen, die die jungen Leute sagen, fand ich sie nicht ganz passend, weil ich mir dachte, dass das bestimmt niemand in meinem Alter so sagen würde. Aber ich finde, da darf man nicht vergessen, dass der Autor immerhin ein erwachsener Mann ist und dafür finde ich es meistens gelungen, wie sich seine jungen Protagonisten ausdrücken.

Der Spannungsbogen: 
Den fand ich gelungen, da regelmäßig Sachen passieren, die einen mit Jana mitfiebern lassen. Damit meine ich aber eher die Gefahren, die von der modernen Technik ausgehen, nicht die Verfolgungsjagd und die Schießerei. Vor allem letzteres fand ich ein bisschen zu viel des Guten, aber das ist natürlich ebenfalls Geschmackssache. Die Auflösung, was hinter "Leviathan" steckt, hat mich nichtsdestotrotz wirklich überrascht und ich war auch fasziniert davon, wie hartnäckig sich dieser Gegner gegen unsere Helden wehrt, die ja immerhin nicht unfähig sind. Hier hat man wirklich mal das Gefühl, dass es eine ernst zu nehmende Bedrohung gibt und ich hoffe, dass ich mit so einer nie in meinem Leben zu tun haben werde. Das Ende fand ich fies, weil es offen war und sehr spannend. Dennoch bleibt zumindest bei mir nicht das Gefühl übrig, als ob damit die Geschichte für mich nicht abgeschlossen ist. Gerade das Anfangs- und Endszenario haben eigentlich wunderbar zu einem runden Ausgang der Geschichte zusammengepasst.

Fazit: 
Wie funktioniert das Internet? Welche Gefahren gibt es dort womöglich für uns tagtägliche Nutzer? Wer sich für solche und ähnliche Fragen interessiert, sollte Warkens Buch auf jeden Fall lesen! Und keine Angst, die Spannung fehlt trotz vieler Informationen rund um das Thema Datensicherheit dennoch nicht. Ich freue mich jedenfalls auf die Fortsetzung der Geschichte und bin gespannt, wie es weitergeht. Ich persönlich finde außerdem, dass aufgrund der Charaktere  und der Thematik das Buch sehr gut für Jugendliche bzw. Young Adults geeignet ist. Als Geschenk oder als Buchvorstellung in der Schule damit wunderbar geeignet! 

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Cover des Buches Tödliche K. I. (ISBN: 9783839226414)S

Rezension zu "Tödliche K. I." von Markus Warken

Wenn ein Computer Virus dein Leben zur Hölle macht
Stefanie_Wvor einem Jahr

Zum Inhalt


Für eine Seminararbeit recheriert Jana über das Thema Propaganda. Doch will Sie für Ihre Arbeit gern Insiderwissen erlangen und meldet sich auf diversen Plattformen an. Jana erstellt eine neue E-Mail-Adresse und beginnt sich auf die Suche noch Inhalten für Ihre Arbeit. Bis sie von Islamisten bis hin zu Neonazis angeschrieben wird. Aber nicht nur E-Mails bekommt Sie. Auch Ihre Telefonnummer, ihren Namen sowie ihre Adresse ist den Leute nicht unbekannt. Mit einem Gefühl des Unwohlsein bittet sie einen ehemaligen Klassenkameraden, Nils um hilfe. Nils ist ein kleiner It Freak der sich bestens mit Pcs auskennt. Doch das was er auf Janas Rechner findet lässt ihr augenblicklich erstaunen. Der Virus auf Janas Rechner ist nicht so leicht zu entfernen, im Gegenteil. Umso mehr du versuchst den Virus loszuwerden umso gefährlicher wird dein Leben. Die dunklen Abgründe des Internets. 


Meine Meinung


Tödlich K. I. ist ein Thriller der besonderen Art. er zeigt uns wie gefährlich und das Internet es und wie gläsern wir als Menschen für Hacker und andere Institutionen sind. In Janas Fall ist es ein besonderes Virus, was gelernt hat sich neue Dinge anzueignen und sich “fortzupflanzen”. sich zu vermehren und weiterhin auch Gefahren einzuschätzen und diese von Menschenhand beseitigen zu lassen. Im Verlauf der Geschichte erleben wir ein auf und ab der Gefühle. Verschiedene Stadien der Vernichtung eines Menschen durch das System inszeniert. 


Besonders gut hat mir die Gestaltung der Figuren wie zum Beispiel Jana und Nils sehr gut gefallen. Auch der Schreibstil gefiel mir gut, sodass man das Buch fast ohne stocken lesen konnte. Einzig die meist sehr ausführlichen Beschreibungen des System hinter dem Virus war etwas anstrengend. Wobei auch das einfach zur Geschichte gehört um diese auch in all ihren Facetten zu verstehen. 


Auch gut fand ich, dass man regelrecht mitgefiebert hat, was Janas und auch Nils gefühlswelt betrifft. Von Angst zur Panik und das wieder Stark sein und kämpferische. 


Ein besonderer Thriller, der einem aufzeigt, dass wir alle sehr gläsern leben und und vielleicht mehr darüber nachdenken sollten, wie wir uns im Netz bewegen. 


Tödliche K. I. wurde von Markus Warken geschrieben und erschien am 12.02.2020 mit 348 Seiten im Gmeiner-Verlag. 


Fazit


Ein guter Thriller, der viel Spannung verspricht und hält. Auch mit ein wenig anstrengenden Strecken und gutes Buch für jeden, der nicht immer nur den klassischen Thriller lesen mag. 

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Cover des Buches Tödliche K. I. (ISBN: 9783839226414)lesefreude_books avatar

Rezension zu "Tödliche K. I." von Markus Warken

Die dunkle Seite der Digitalisierung
lesefreude_bookvor einem Jahr

Ein interessanter Plot, der uns mitnimmt auf die dunkle Seite der Digitalisierung. Das Internet bietet Hackern und bösen Menschen jeglicher Art einen Nährboden.

Mit „K.I.“ also künstliche Intelligenz wurde als Titel ein Schlagwort gewählt, das gerade einen Hype erfährt. Ich gebe zu, dass auch ich deswegen zu dem Buch gegriffen hat. Markus Warken gelingt es gut technische Grundlagen zu erläutern. Auch wenn ich das meiste bereits wusste, hatte ich das Gefühl, dass es sehr gut erklärt ist. Allerdings spielt „K.I.“ lange Zeit gar keine Rolle. Erst sehr spät im Buch, wird das Thema angerissen.

Viel mehr geht es um den leichtfertigen Umgang mit unseren Daten. Markus Warken zeigt, wie schnell man einen Menschen im realen Leben denunzieren kann, wenn man beispielsweise Zugang zu seinen sozialen Netzwerken hat. Einfach online in dessen Namen öffentlich ein paar Personen beleidigen und schon startet die Maschinerie. Vor allem wenn man wie Jana neu in der Stadt ist und dort noch keine Freunde hat, kann man so schnell zur Außenseiterin werden.

Der Spannungsbogen hat mir anfänglich gut gefallen. Die Situation wird für Jana immer schwieriger. Wem kann sie vertrauen? Ich hatte Gänsehaut bei den vielen kleineren und größeren Sticheleien, die sich das System für Jana ausdenkt. Als die digitalen Mechanismen, dann auch noch in die Realität eingreifen und erste Menschen sterben, stockt dem Leser der Atmen.

Ungefähr ab dieser Stelle beginnt sich das Buch zunehmend wie Science Fiction zu lesen. Waren es davor noch Mechanismen, die tatsächlich selbst von eher minderbegabten Hackern ausgeführt werden können, wird es nun immer abstruser. Die Geschichte verfällt zunehmend einem Größenwahn.

Letzen Endes bleiben mir zudem zu viele Fragen offen. Was anfänglich für die tolle Spannung sorgte, verliert sich in diesem „immer größer, immer mehr“, bleibt auf der Strecke und wird gar nicht wirklich aufgeklärt.

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