Markus Werner Am Hang

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Inhaltsangabe zu „Am Hang“ von Markus Werner

Der junge Scheidungsanwalt Clarin freut sich auf ein ungestörtes Pfingstwochenende in seinem Tessiner Ferienhaus, wo er einen Aufsatz für eine Fachzeitschrift schreiben möchte. Am ersten Abend lernt er auf der Terrasse des Hotels Bellavista einen älteren Mann kennen, einen scheinbar Verwirrten, einen Verrückten vielleicht. Sie reden und debattieren bis tief in die Nacht, und allmählich erzählen sie sich auch ihre Geschichten und Liebesgeschichten. Was als stockendes Gespräch zwischen Zufallsbekannten begonnen hat, entwickelt eine fiebrige, beklemmende Dynamik, der sich weder Clarin noch der Leser entziehen kann. Es sind zweifelhafte Umstände, unter denen Loos seine geliebte, fast vergötterte Frau verloren hat, und dieser Verlust scheint ihm die Welt schwer und verhasst zu machen. Clarin hingegen lebt leicht und gern. – Ferner könnten zwei Menschen einander nicht sein. Wie nah sie sich sind, stellt sich erst spät heraus.

Ich fand die Begegnung dieser beiden Männern sehr spannend. Die Gegensätzlichkeiten der Beiden sind sehr gut herausgearbeitet.

— Weggis65
Weggis65

Spannendes Kammerspiel zweier sehr verschiedener Charaktere, deren Leben enger miteinander verwoben sind, als ihnen lieb ist. Tolle Sprache!

— GNitsche
GNitsche

Sehr lesenswert.

— evalitera
evalitera

Einfach anders. Undurchsichtig, kriminalistisch, gut.hat mir sehr gut gefallen!

— Ankili
Ankili

Werners berühmtestes, nicht sein bestes Werk.

— WalterBurscheidt
WalterBurscheidt

Zwei sehr unterschiedliche Männer philosophieren über das Leben, die Liebe, über gesellschaftliche Entwicklungen.Interessant und mit Wendung

— lilliblume
lilliblume

Fand es einfach nur langweilig. Jede Seite eine Qual. Wurde bei uns in der Schule behandelt, hätte es sonst NIE durchgelesen.

— Insight
Insight

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  • Begegnung zweier Fremden?

    Am Hang
    Weggis65

    Weggis65

    12. April 2017 um 12:26

    Zu Beginn lässt der Autor den Leser glauben, dass die Begegnung zweier Männer sich völlig zufällig ereignet. Erst nach und nach wird klar, dass diese herbeigeführt wurde. Ich fand die gegensätzlichen Meinung der Männer sehr spannend. Vor allem aus der Sicht der Frau gesehen. Es ist für mich ein sehr philosophisches Buch. Es ist in einer wunderbaren Sprache geschrieben.Ich fand jetzt nicht unbedingt, dass es ein kriminalistisches Abenteuer ist! Dies hat mir Beginn suggeriert, dass die Frau einesgewaltsamen Todes zum Opfer gefallen ist oder dass sie Suizid begangen hat. 

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    • 2
  • Werners berühmtestes, nicht sein bestes Werk.

    Am Hang
    WalterBurscheidt

    WalterBurscheidt

    12. May 2015 um 10:23

    Manchmal ist es komisch. Da wird ein Buch zum berühmtesten eines Autors, sogar verfilmt. Und man weiß gar nicht so richtig, warum gerade dieses. "Am Hang" ist schon große klasse, wenngleich ich die ach so überrachende Pointe schon im ersten Drittel erahnte. Vielleicht auch nur, weil man mir im Vorfeld sagte, es gäbe eine solche. Zwei Männer unterhalten sich fast das gesamte Buch hindurch über Sinn und Unsinn von Liebe, Beziehung, Treue, Ehe. Beide sind sehr gegensätzlich in ihren Wertvorstellungen, aber auf ihre gegensätzliche Art stellt sich dennoch eine faszinierende Verbrüderung ein. Vermutlich ist dieser Roman darum bekannter geworden als andere von Markus Werner, da er hier nicht so scharf, nicht so kompromisslos zu Werke geht wie in z.B. "Die kalte Schulter". In anderen Büchern muss mna ja oft lachen, so bitter, aber eben auch treffend misanthropisch formuliert Markus Werner da. Hier fehlt diese Schärfe ein wenig, der Abgrund, an den wir uns mit dem Schweizer bewegen, ist nicht ganz so abschüssig, wie der Titel vermuten lässt. Nunja, zumindest für Werner-Verhältnisse....

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  • Männerfreundschaft?

    Am Hang
    dominona

    dominona

    17. October 2014 um 10:02

    Zwei Männer, die sich zuvor noch nie begegnet sind, beginnen in Italien ein Gespräch miteinander und es weitet sich zu einem männerunüblichen Miteinander aus. Die beiden vertrauen sich schnell und erzählen sich intime Dinge, reden über Treue, Konsum, Frauen und ihre Vergangenheit, nur ist einer der beiden, scheinbar blind für Offensichtliches. Es liest sich kurzweilig und enthält anregende und intelligente Dialoge.

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  • Am Hang? - Am Hang!

    Am Hang
    reader2

    reader2

    02. March 2014 um 12:00

    Die Fäden einer, zweier oder gar dreien Beziehungen oder sind es gar mehr? - nun, ich fand es spannend, philosophisch, traurig, hoffnungsvoll - manchmal etwas schwierig zum lesen -  mitgelebt habe ich .... mitgelitten... mitgehofft .... und sogar ein wenig mitgestorben .................
    Leider habe ich den Film zum Buch verpasst.

  • Beeinruckend

    Am Hang
    rkuehne

    rkuehne

    24. February 2014 um 16:03

    Ich hab, da wenig Gelegenheiten zum Lesen, einen relativ langen Zeitraum (fünf Wochen) an diesem eigentlich recht schmalen Roman gelesen. Im Nachhinein bedauer ich das, weil so sehr hab ich nach dem Ende eines Romans selten versucht, mich an die Details des Inhalts zu erinnern. Zwei Männer sitzen im Hotelrestaurant mehr oder weniger zufällig am selben Tisch, kommen ins Gespräch und sich so nach und nach, trotz anfänglicher Distanz, näher und Sprechen zwei ganze Abende miteinander. Mehr, als diesen Dialog, enthält das Buch kaum und dennoch ist es weder langweilig noch eintönig, sondern ein in jedem Wort wertvolles Stück Literatur, welches ich sicher nochmal lesen werde. Und das tu ich nicht oft.

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  • Kolumne: Belletristik ist tot, es lebe die Belletristik

    muchobooklove

    muchobooklove

    Roman-Kolumne August 2013 von Mareike: Genreliteratur, das sind die Hamburger unter den Büchern Liebe Leser, Was ist eigentlich Belletristik Le belle et le triste – das Schöne und das Traurige – hierin liegt der französische Ursprung des Wortes Belletristik, das heute nicht viel mehr als ein Mysterium zu sein scheint. Dabei umfasst es so viele Aspekte, ohne die Literatur gar nicht zu denken wäre. Werte, Emotionen und die Ästhetik der Sprache sind für mich die wichtigsten Parameter dessen. Natürlich kann man auch etwas unprätentiöser an die Sache herangehen und einfach von „Romanen“ im Allgemeinen sprechen, wie auch der Titel der Kategorie hier auf Lovelybooks lautet. Doch dann geraten wir gleich ein bisschen in die Bredouille, denn Krimis sind ja auch Romane sowie Fantasy-Bücher und Chick-Lit ebenfalls. Von Kriminalromanen, Thrillern, Fantasy, Young Adult Fiction, Chick-Lit und Romantasy Naja, das sind ja eigentlich alles eher Genres, werdet ihr jetzt im Stillen und ganz zu Recht denken. Aber was sind denn überhaupt Genres? Der Versuch, Bücher in Kategorien zu pressen einerseits, eine Strategie des Buchmarktes andererseits, so scheint es mir. Denn was ist das Schreiben für ein bestimmtes Genre eigentlich anderes als der Versuch, seine Zielgruppe besonders im Blick zu haben. Mit bösen Zungen gesprochen ist das die Garantie dafür, beim Veröffentlichungsprozess bereits einschätzen zu können, wer das Buch am Ende kaufen wird. Darum wird auch immer schnell ein neues Genre entworfen, wenn gerade eine innovative Art des Schreibens mit Erfolg belohnt wurde. Eine kleine Geschichte: Ich sitze mit zwei Freunden von mir, nennen wir sie Justus und Gabi, an einem sonnigen Tag wie diesem in einer Eisdiele. Justus ist gerade dabei, sich eine Karriere im Verlagswesen aufzubauen, Gabi hat Journalismus studiert und steht kurz vor dem Mutterschutz. Justus erzählt uns von einem neuen Projekt, von dem er gehört hat und das sich im Bereich „Romantasy“ bewegt. Darauf Gabi: „Romantasy, nie gehört“ Justus: „Das ist ein neues Genre, das sich irgendwo zwischen Romantic Fiction und Fantasy bewegt, so Vampire und so“ wir nicken einstimmig, denn nun ist uns allen klar, dass hier die Nachfolgen von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga spürbar werden. Wieder einmal wird ein Markt bedient. Man möchte so schnell wie möglich dabei sein, bevor er übersättigt ist und ein neues Genre gefunden werden muss. Ich seh' den Wald vor lauter Bäumen nicht Damit wird nicht nur die gesamte Belletristik oder alle Romane in logische Kategorien unterteilt, sondern diese werden wieder unterteilt, bis die gesamte Kriminalliteratur in Detektivromane à la Sherlock Holmes, Polizeiromane wie Mankels Wallander, Thriller der Dan Browns dieser Erde und Splatter im Stile von Karin Slaughter zerfällt, und die Fantasy-Literatur in High Fantasy à la Tolkien, Romantasy wie "Twilight", Dark Fantasy der Stephen Kings und Konsorten, Dark Romance im Stile von Edgar Allen Poe und historisch anmutende Fantasy, z.B. von George R.R. Martin. Und bei all diesen spezifischen Genres frag' ich mich wieder, wo denn nun die Belletristik abgeblieben ist? Denn wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich gar nicht immer Genreliteratur lesen. Manchmal erscheint sie mir zu sehr auf ihr Publikum zugeschrieben. Manchmal sehe ich die Zutatenliste, die Autoren und Verlagen im Kopf herumgeschwirrt haben mag, zu deutlich vor mir. Aha, denke ich, hier ist ein bisschen Detektivroman mit den Zutaten verschrobener Ermittler aus zerrütteten Familienverhältnissen, hochintelligenter Täter, der eigentlich nur mit dem Ermittler spielen will, Frau oder wahlweise Kinder oder beides des Detektivs, die plötzlich in den Fall hineingezogen werden, gemischt worden, das Ganze wurde mit einem Hauch arktischer Kälte und einem leichten Hang zur Alkoholabhängigkeit garniert und schon war der skandinavische Kriminalroman in Anlehnung an Henning Mankell, Jo Nesbø oder Arnaldur Indridason fertig. Ich weiß ja, dass die meisten Schriftsteller mit viel Herzblut an ihr Werk herangehen, aber ich frage mich dennoch, woher dieser Hang zum an Fast-Food erinnerndem Literatur-Rezept kommen mag. Möchte denn niemand heute mehr eigene Gourmet-Kreationen entwerfen? Ist die Angst vor dem Scheitern so groß? Mehr Belletristik braucht das Land Ich sag es ganz offen – Ich mag Fastfood. Ein schöner Burger ab und zu ist ein herrliches Vergnügen, ebenso wie ein Krimi mit den oben von mir erwähnten Zutaten wunderbar sein kann. Aber irgendwie wünsche ich mir trotzdem öfter, mit Gourmet-Kreationen verwöhnt zu werden. Ich möchte Schriftsteller haben, die schreiben, weil sie damit das Schöne und das Traurige ausdrücken wollen, weil sie das Gute und das Böse im Menschen zeigen wollen und zwar ohne sich vorher zu überlegen, ob es dafür ein Publikum geben mag. Autoren, die der Wahrheit auf den Grund gehen mögen und mich damit überraschen, wie zum Beispiel Column McCann dies vor einigen Jahren mit „Der Tänzer“ getan hat oder Romane, die einen mit ernsten Themen zum Lachen bringen können wie Matt Ruff mit „Ich und die anderen“, Bücher, die unvergessen bleiben, weil sie anders sind, so wie auch Aravind Adigas „weißer Tiger“ oder Hermann Kochs „angerichtet“, um mal zwei jüngere Beispiele der Literatur zu nennen. Und wenn ihr es euch doch lieber überlegen und kein Risiko eingehen wollt, so rufe ich euch hiermit zu, liebe Autoren, liebe Verleger: Es gibt uns noch, uns Leser, die gerne einmal bis zum Äußersten getrieben werden möchten, die lachen und weinen wollen, die beim Lesen nicht mit Genrestrategien überrascht werden wollen, sondern mit richtig guten Geschichten, mit richtigen 5 Sterne Menüs, wie sie eben nur die immer weniger zu findende Belletristik für uns bereithält! Ja, das rufe ich laut und hinter vorgehaltener Hand wende ich mich fast gleichzeitig zu euch Lesern da draußen und frage euch leiser: Es gibt uns doch noch, die Belletristik-Leser, oder?

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    • 37
  • Leserunde zu "Zeit der Zikaden" von Andreas Séché

    Zeit der Zikaden
    Daniliesing

    Daniliesing

    Andreas Séché ist ein Meister im Malen mit Worten. In seinen Romanen überzeugt er immer wieder mit einer wunderbaren Sprache und Geschichten, die man einfach lieben muss. Sein neuer Roman "Zeit der Zikaden" ist im März bei ars vivendi erschienen und wir möchten euch herzlich zu einer Leserunde zum Buch einladen. Mehr zum Inhalt: Am Strand des Eilands Syrakesh wird eine Violine angespült. Hunderte von Meilen entfernt rettet ein alter Schäfer einen Mann aus der sengenden Hitze der Wüste. Beide Ereignisse aber sind über Raum und Zeit hinweg verknüpft im unglaublichen Schicksal Selims, des Straßengeigers, der mit seinem magischen Spiel die Menschen in ihrem Innersten berührt. So tief wie seine bedingungslose Hingabe an die Musik ist Selims überbordende Leidenschaft für Miriam. Doch dann entwickelt sich das Inselparadies in eine Hölle der Diktatur, und Miriam muss Syrakesh verlassen. Dass Land und Liebe für immer verloren sein sollen, kann Selim nicht glauben – und geht einen Weg, der verborgene Kräfte zum Leben erweckt … Lasst euch vom Autor in eine magische Welt, voller Liebe und der Leidenschaft zur Musik entführen. Hierfür suchen wir 25 Testleser, die das Buch gemeinsam in der Leserunde lesen, sich zeitnah dazu in allen Leseabschnitten austauschen und abschließend eine Rezension verfassen. Wenn ihr dabei sein möchtet, dann bewerbt euch bis zum 17. April 2013, indem ihr die folgende Frage beantwortet: Selims 2 große Leidenschaften sind die Musik und Miriam - welche sind eure beiden größten Leidenschaften und was fasziniert euch daran am meisten?

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    • 743
  • Ein kleines und feines Kammerspiel

    Am Hang
    Stephanus

    Stephanus

    02. April 2013 um 09:13

    Thomas Clarin, ein junger Scheidungsanwalt zieht sich übers Pfingstwochenende in sein Ferienhaus zurück um zu arbeiten. Beim Abendessen im Belvue begegnet er ein älteren, zunächst kauzig erscheinenden älteren Mann, der sich als Thomas Loos vorstellt. Zwischen den beiden, kaum unterschiedlicher sein könnenden Männern beginnt ein Gespräch über das Leben, die Menschen und v.a. die Liebe, aber auch einfachen Banalitäten. Von dem Fremden fasziniert und angezogen verabredet sich Clarin mit Loos am nächsten Tag zu einem weiteren Abendessen, an dem das Gespräch seine Fortsetzung findet und letztlich damit endet, dass Loss vom Tod seiner Frau erzählt und Clarin von seiner ehemaligen Geliebten, mit der er vor einem Jahr auch am gleichen Ort war. Ein weiteres, verabredetes Treffen am nächsten Tage kommt nicht mehr zustande, da Loos abgereist ist und Clarin, der zunächst verwirrt zurückbleibt langsam erkennt, dass die beiden Männer, trotz der Unterschiede etwas Verbunden hat. Markus Werner gelingt ein sehr dichtes und nicht immer leicht zu lesendes Buch über die Liebe und das Leben. Mit dem Aufeinandertreffen der beiden Charaktere, die unterschiedlicher kaum sein können, entsteht für den Leser ein gewisser Reiz. Zunächst scheint Loos dominant und irr, was sich, je weiter das Buch fortschreitet stark relativiert. Mit dem offenen Ende und dem dabei entstehenden starken Gedanken, dass die beiden Männer etwas sehr Wichtiges, die Liebe zu ein und derselbsen Frau, verbunden hat, bleibt der Leser nachdenklich zurück. Ein sehr schönes kleines Buch, voll Atmosphäre und Charakteren, das mich an ein Kammerspiel erinnerte. Absolut lesenswert. 

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  • Rezension zu "Am Hang" von Markus Werner

    Am Hang
    UteSeiberth

    UteSeiberth

    26. May 2012 um 22:07

    Zwei Männer treffen sich zufällig auf der Terrasse eines tessiner Hotels und kommen miteinander ins Gespräch.Der Ältere scheint etwas verwirrt zu sein und ist sehr introvertiert un d ein auf seine vermutlich verstorbene Frau fixierter Mann und der Andere ist lebenslustig und extrovertiert mit einigen Frauenaffären.Sie kommen trotz aller Gegensätze ins Gespräch miteinander.Es ist zum Teil recht amüsant diesem Schlagabtausch zu folgen wo jeder etwas von seinem Leben preisgibt.Der Ältere verschwindet plötzlich aus dem Hotel un d es zeigt sich dass er nicht seinen richtigen Namen angegeben hatte.Der Jüngere hat plötzlich das Gefühl,sie könnten von derselben Frau gesprochen haben die einmal als verstorbene Frau des Einen und der letzten Geliebten des Anderen in der Gesprächen aufgetaucht war.Das eindeutige Ende bleibt leider offen und hat mich etwas irritiert zurückgelassen.

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  • Rezension zu "Am Hang" von Markus Werner

    Am Hang
    TheSaint

    TheSaint

    21. August 2010 um 19:01

    Ein Buch sowohl für den Romantiker wie auch den Schürzenjäger. Der Autor präsentiert dem Leser zwei sehr interessante, gut ausgearbeitete Charaktere, die vermeintlich zufällig auf der Terrasse eines Hotels an einem Tisch zu sitzen kommen. Der eine Mann ist Thomas Clarin - seines Zeichens ein leichtfüßiger Herzensbrecher mit Null-Interesse an tiefen emotionalen Bindungen und der andere Herr ist Thomas Loos - ein Mann, für den es nur eine große Liebe gab und die von ihm ging und eine nicht heilen wollende Wunde an seinem Herzen hinterließ. Man kommt ins Gespräch und von einem Thema ins Andere und deswegen verabredet man sich auch am kommenden Tag zum Abendessen... um die noch offenen Fragen zu beantworten. Während der Dialoge verdichtet sich immer mehr eine dräuende Stimmung - etwas sehr Düsteres, Trauriges aus der Vergangenheit der beiden Herren bricht sich Bahn und läßt den Leser eifrigst die Seiten umschlagen. Der Autor schreibt in einem Stil, der Konzentration erfordert. Die Philosophien, die er seinen Protagonisten angedeihen läßt, spiegeln wunderbar verschiedene Lebens- und Liebensstile wider und ein jeder Leser wird darin ein Stückchen von sich selbst finden. Der Spannungsaufbau ist flüssig und straff - jedoch enttäuscht der Klimax der Geschichte. Durchaus zu empfehlen.

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  • Rezension zu "Am Hang" von Markus Werner

    Am Hang
    Herr_Specht

    Herr_Specht

    21. April 2010 um 23:46

    Liebe, Affäre, unterschiedliche Lebensentwürfe, Tessin, Gespräche,

  • Rezension zu "Am Hang" von Markus Werner

    Am Hang
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. October 2009 um 16:21

    Hang, (der [spätmhd. hanc = Neigung] 1. schräg abfallende Seite eines Berges, 2. Affinität - eine gedankliche Nähe im Sinne der Philosophie) Es entbrennt ein scharfer Dialog zwischen den zwei Herren Loos und Clarin, der, wie mir schien, aufgrund der Unterschiedlichkeit der beiden Männer, sowie wegen des Generationenunterschieds, gerade so spannend ist. Mal nachdenklicher und mal aufgewühlter beschreibt/erzählt jeder der beiden von den Erfahrungen mit der Liebe, wie sie verschiedener nicht sein könnten. Und doch verbindet sie etwas miteinander... Das Buch von Markus Werner hat eine besondere Qualität, sprachlich sehr dicht und von einer besonderen Intelligenz. Unbedingt bis zur letzten Seite lesen, zwar hat das Buch ein paar lange Passagen doch es lohnt sich – so auch Werner in seinem Buch: Zitat „ [… so wie ein Leser, der ein ereignisloses Buch weglegen möchte, schließlich doch darin weiter liest – sei es in der Hoffnung oder Ahnung, das Entscheidende komme noch…] (S. 57 Z. 16-20)

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  • Rezension zu "Am Hang" von Markus Werner

    Am Hang
    Leserrezension_2009

    Leserrezension_2009

    07. September 2009 um 11:37

    Eingereicht von: wellenschlag Für mich war „Am Hang“, in der handlichen Reiseausgabe, für die man den Fischer Verlag nebenbei bemerkt einfach lieben muss, ein willkommenes Büchlein für die Bahn, das ich insgesamt sehr genossen habe. Angeregt durch eine Rezension hatte ich mir Beethovens Neunte Sinfonie in D-Moll in der Endlosschleife auf die Ohren gedrückt, um für etwaige philosophische Ausschweifungen gewappnet zu sein, die mir eine vorab gelesene Rezension in Aussicht gestellt hatte. Für gewöhnlich gehöre ich zu jenen, die Klassik nur in Ausnahmefällen rezipieren und denen jegliches musikalische Grundwissen abgeht, sodass ich dem Hersteller meines Mp3-Players für die Vorinstallation dieses fünfzehnminütigen Musikstückes sehr dankbar sein muss. Ein durchschnittlicher Popsong von drei Minuten dreißig Länge hätte es einfach nicht getan, ganz zu schweigen von einem schnellen Wechsel mehrerer Lieder. Aber ich will nicht abschweifen. Zwei Männer, also, einer Mitte 30, Anwalt, Lebemann und bindungsunfähig, der andere älter, grantig, Altphilologe und den Tod seiner großen und einzigen Liebe verwindend auf einer Terrasse im Schweizer Tessin. Thomas Clarin und Thomas Loos, die sich scheint's zufällig dort begegnen, muten wie geschaffen an für einen lebensklugen, ausschweifenden, alle Weisheit der Welt umfassenden Diskurs, bilden sie doch die perfekte antike Schüler-Lehrer-Konstellation. So sitzen sie bei Wein und Kaninchenfilet, während ich im Intercity die malerische Rheinstrecke befuhr, disputieren, streiten fast, nehmen an und widerlegen. Es ist herrlich ihnen dabei zuzuhören. Zwei Tage nur umfasst das Büchlein, in denen die beiden Männer sich austauschen, trinken, vertraut miteinander werden. Es zeigt sich, dass Clarins nervlich labile Exfreundin Valerie vor einem Jahr etwa zur selben Zeit in der nahen Wellnessklinik logierte, wie es auch Loos' Frau Bettina tat. Jene, jedoch, um sich von der Entfernung eines Hirntumors zu erholen. Um Bettina macht Loos, der Witwer, ein großes Geheimnis, denn während die eine den Ort geheilt verließ, verstarb die Frau des Altphilologen dort unter zunächst ungeklärten Umständen. Erst am Ende des Romans soll sich dieses kleine Mysterium dem Leser öffnen, nicht aber ohne ein wenig Enttäuschung auszulösen. Diese Geschichte der beiden Frauen, weniger verwickelt, als man es sich wünschen würde und durchschaubarer als erhofft, wird in den Rezensionen zwar gern in den Mittelpunkt gerückt, kann allerdings, schmalschultrig wie sie ist, nicht in diesem Ausmaß für die Güte des Romans verantwortlich gemacht werden. Es sind die Gespräche, die Dynamik zwischen den Gefährten auf Zeit, die „Am Hang“ so lesenswert machen. Rückblickend sind diese zwar zu großen Teilen anekdotenhaft, hin und wieder sogar etwas plump und damit weit weniger philosophisch als ich es erwartet hatte, aber doch stetig fließend, ganz der malerischen Umgebung entsprechend, in die sie eingebettet sind. Die beiden kommen nicht selten vom Hölzchen aufs Stöckchen, nehmen Kleinigkeiten zum Anlass ihren Dialog, der zumeist eher ein Nebeneinander zweier Monologe ist, weiterzuspinnen, oftmals wohl nur um des Gespräches willen. Aber wer wäre ich an dieser zusammenklingenden Egozentrik herumzumäkeln, liest sie sich doch so hervorragend. Indes als weise würde ich beide Männer nicht bezeichnen, eher als ein wenig neurotisch. Das Ende, dann, so offen und unbefriedigend es auf den ersten Blick auch scheinen mag, ist meines Erachtens dankbarerweise und entgegen der Bewertung, die mich zum Lesen des Buches anregte, durchaus als solches zu identifizieren. Es ist sogar abschließender und endgültiger, als man zunächst meint. Man sollte dem Ganzen nur die paar Minuten gönnen, die es braucht, um einzusinken.

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  • Rezension zu "Am Hang" von Markus Werner

    Am Hang
    Petruscha

    Petruscha

    29. March 2009 um 12:27

    Inhalt Ein junger Scheidungsanwalt mit Hang zu folgenlosen Abenteuern trifft in der Nähe seines Tessiner Fereinhauses einen sonderbaren Mann, mit dem er sich über Gott und die Welt unterhalten kann. Er genießt diese Gespräche, aber nach und nach drängt sich der Verdacht auf, das ihr Treffen nicht zufällig war und das vielleicht doch alles Folgen hat – früher oder später. Meinung Die vielen verschiedenen Erzählstränge werden von Werner sehr gut verflochten. Das Buch ist nicht ganz einfach zu lesen, wegen mancher schweizerdeutschen Wendungen und der nicht typografisch abgesetzten in indirekter Rede geschriebenen Dialoge. Das Buch ist außerdem im Präsens geschrieben. Sehr interessant sind die vielen alltagsphilosophischen Gedanken.

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  • Rezension zu "Am Hang" von Markus Werner

    Am Hang
    Ritja

    Ritja

    11. February 2009 um 20:18

    Der Anwalt Clarin fährt über Pfingsten in sein Ferienhaus. Beim Abendessen in einem Hotel trifft er auf einen älteren Mann. Sie kommen ins Gespräch und erzählen sich im Laufe von zwei Abenden und Nächten ihre Lebens- und Liebensgeschichten, dabei stellt sich heraus, dass sie grundverschiedene Ansichten in Sachen Liebe pflegen und müssen zudem feststellen, dass sie miteinander mehr teilen als gedacht. Das Ende ist verwirren und anders als gedacht- nicht nur für Clarin, sondern auch für den Leser.

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