Markus Werner Zündels Abgang

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Inhaltsangabe zu „Zündels Abgang“ von Markus Werner

»... ein Senkrechtstart.« Tagesanzeiger Zündel, der Held, Mitte dreißig, verheiratet, spürt in sich wie eine schleichende Infektion das Existenzzernagende des Lebensalltags. Gegen Katastrophen könnte man sich aufbäumen, was aber hilft noch gegen die kleinen und umso dreisteren Alltagsattacken, gegen die abgeklärte Robustheit des Normalen. Als die großen Ferien da sind und ihn nichts mehr hält, entfernt sich Zündel. Der Versuch einer Reise nach Griechenland scheitert, ein erneuter Anlauf bringt ihn bis Genua. Was ihm dort zustößt, ist nur noch für den Leser zum Lachen. Zündel will nicht mehr und geht ab.

Ich konnte so gar nichts damit anfangen.... Zu bitter, zu deprimierend...

— naninka
naninka

Selten so sehr gelacht über die Bitterkeit des Lebens!

— HerrWellner
HerrWellner

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  • Bitter, bitter - lustig!

    Zündels Abgang
    HerrWellner

    HerrWellner

    12. May 2015 um 08:41

    Selten so sehr gelacht über die Bitterkeit des Lebens! "Zündels Abgang" ist für mich ein echtes Erweckungserlebnis gewesen. Ein Buch, so finster und abstoßend wie das Leben - und dennoch möchte man sich die meiste Zeit kringeln vor Lachen über die gar nicht so absurden Erkenntnisse des Protagonisten und die so lakonische Erzählweise Werners.

  • Rezension zu "Zündels Abgang" von Markus Werner

    Zündels Abgang
    jamal_tuschick

    jamal_tuschick

    05. February 2013 um 14:03

    SCHADENSBERICHT „Der Realist hat immer recht. … Bricht ein Krieg aus, nickt er geschmeichelt. Er hat es ja immer gesagt“. MW Zündel reklamiert nicht. Ob er auf italienisch ordert und der Kellner eine andere Sprache anschlägt, ob Rotwein kommt, da Weißwein bestellt war – oder Maden wimmeln im Schafskäse, Zündel isst und trinkt, was man ihm gibt – und so sieht er sich auch: als einen Nachgiebigen. Doch kurz vor Mailand wird es mysteriös. In einem Zugklo entdeckt Zündel seine eigene Brieftasche und einen Finger, der indes nicht von ihm. „Dann quietschen die Bremsen“. Schon ahnt man die Manier, der sich Markus Werner in seinem Romandebüt „Zündels Abgang“ anvertraut. Ein Pfarrherr tritt auf, stellt sich vor und erklärt seine Berufung. Victor Busch beruft sich auf Zündels Aufzeichnungen. Folglich ist die Rede von einem Schadensbericht mit nostalgischem Dekor. Da war mal ein Zündel, dem Erzähl-Präsens zum Trotz. Zugefügt werden Zündel Schäden von Frauen ohne Büstenhalter in der Öffentlichkeit eines Abteils - von der Beziehungsgegnerin Magda, „die nicht mehr bereit (ist), meine Selbstverwirklichung mit Schuldgefühlen dir gegenüber zu bezahlen“. Magda blüht nur noch, wenn Zündel weg ist. In seiner Abwesenheit kommt „sie an die frische Luft“ erfreulicher Empfindungen. So was muss einem gesagt werden, am besten mit einem Lächeln, das die Gnade noch erkennen lässt, welcher man verlustig gegangen ist. Das intime Drama ist überschaubar. Alles deutet auf beschwichtigte Verhältnisse hin, das Einmaleins von Ich und Du wirkt sehr arrangiert und von Leidenschaft weit weg. Deshalb vielleicht hofft Zündel auf eine Schießerei zu seiner Erlösung. Doch bleibt er am Ende einfach nur verschwunden, wie der Schadensbericht des Pfarrherrn Busch meldet.

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