Markus Zusak Wilde Hunde

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Inhaltsangabe zu „Wilde Hunde“ von Markus Zusak

Ruben und Cameron Wolfe leben am Rande. Am Rande Sydneys, am Rande des Wohlstands. In einer Welt der Buchmacher und dubiosen Boxmatches, der Armut und der Arbeitslosigkeit. Als die Brüder das Angebot bekommen, mit illegalen Kämpfen ein paar Dollar zu verdienen, ergreifen sie es. Und sie kämpfen. Für ihre Identität, ihren Stolz und füreinander. Doch dann verliebt sich Cameron – in Octavia, die Freundin von Ruben, das erste Mädchen, das ihn glücklich macht. Und plötzlich sind die Brüder nicht nur im Ring Konkurrenten, sondern auch in der Liebe.

Nach anfänglicher (übersetzungsverschuldeter) Holpersteine entpuppt sich Wilde Hunde als sprachgewaltige Lebensgeschichte à la Markus Zusak.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Der Anfang war gewöhnungsbedürftig - aber dann wurde es endlich typisch Zusak: poetisch, tiefgründig und wortgewaltig.

— Bellchen

Starke Worte wie spitze Pfeile, die punktgenau ihr Ziel treffen - Markus Zusak schreibt genial!

— FlatterVogel

Was haben die sich bei dem Klappentext gedacht? Der beschreibt das Buch ja gerade mal zu 20% ... also wirklich. Gutes Buch, dennoch ein bisschen weniger spannend wie Der Joker oder die Bücherdiebin! :)

— happyann

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  • Kurzweilige Lebensgeschichte, die mit wundervoller Sprachgewalt dennoch überzeugen kann!

    Wilde Hunde

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. January 2015 um 21:11

    "Wir gehen zwischen ihnen durch, bis der Hund eine Gestalt sieht, die bewegungslos vor einem Grab steht. Sie hält weder Blumen noch Worte in den Händen. Nur Erinnerungen." Inhalt Die Familie Wolfe durchlebt schwere Zeiten: der Vater ist arbeitslos, die Tochter droht auf die schiefe Bahn zu geraten, der älteste Sohn - einziger Stolz der Familie - beginnt sich abzuwenden. Doch die beiden jüngsten Söhne Cameron und Ruben wollen sich nicht so einfach in das Versagerleben einfügen und beschließen zu kämpfen: schließlich sind sie Wölfe! Meinung Das Buch "Wilde Hunde" setzt sich aus den englischen Originalen "Fighting Ruben Wolfe" und "When Dogs Cry" zusammen. Leider gab es jeweils einen anderen Übersetzer. Insofern teile ich die Rezension in zwei Teile auf. In "Fighting Ruben Wolfe" ist es leider kaum möglich, den Inhalt der Geschichte wahrzunehmen. Die Sprache wirkt so entsetzlich gewollt jugendlich, dass sich jedem Liebhaber der schönen Sprachwahl die Fußnägel hochrollen. Tatsächlich zweifelte ich anfangs daran, dass ich ein Buch des fantastischen Autors der Bücherdiebin und des Jokers in der Hand hielt. Bis ich dann zum zweiten Teil gelangte... Die Übersetzung von Alexandra Ernst sorgte in mir für die üblichen Markus-Zusak-Gefühlszustände: eine Mischung aus verschmitztem Grinsen, einer kleinen Träne im Auge und der Sprachlosigkeit über die wunderschöne Wortwahl. Zwar kann die Geschichte nicht mit der Bücherdiebin oder dem Joker mithalten, dennoch sind vier Sterne mehr als verdient! Kleine Anmerkung am Rande Man darf sich doch sehr über die Verfasser des Klappentextes wundern. Dieser stimmt nämlich nicht mit der Geschichte überein. Da hat sich wohl jemand nicht die Mühe gemacht, das Buch wirklich zu lesen... Schade! Fazit Empfehlung, um Enttäuschungen vorzubeugen: Lest die Geschichte im englischen Original oder lasst den ersten Teil weg. Dann wird euch Markus Zusaks einmalige Art, Geschichten zu erzählen, wie gewohnt verzaubern!

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  • Underdog und Fighting Ruben Wolfe

    Wilde Hunde

    Bibliomania

    24. July 2013 um 20:07

    Nach den wunderbaren Büchern „Die Bücherdiebin“ und „Der Joker“ von Markus Zusak musste ich „Wilde Hunde“ unbedingt lesen. Es geht um zwei Brüder: Ruben und Cameron - ein Herz und eine Seele. Trotzdem so unterschiedlich wie Brüder nur sein können. Die Familie Wolfe durchlebt gerade eine schwere Zeit, die insbesondere von Geldnot geprägt ist. Neben der Mutter und dem Vater gehören auch noch die Schwester Sarah und der älteste Bruder Steve dazu. Letzterer kann das Elend der Familie nicht länger mit ansehen und zieht aus. Die Schwester hat ebenfalls ihre Probleme und versucht aus ihrem Leben mit Partys und Alkohol zu fliehen. Für die Brüder Cameron und Ruben steht fest: sie müssen helfen, die Familie unterstützen. Da trifft es sich gut, dass sie Perry treffen. Dieser führt illegale Boxkämpfe in der Stadt durch und will, dass die Jungs gegen Geld für ihn kämpfen. Die beiden lassen sich auf ein hartes Match ein. Im zweiten Teil des Buches geht es eher um Cameron, der als „Looser“ in der Familie dasteht. Endlich hat auch er einmal Glück, endlich läuft es für ihn besser und besser. Und endlich findet er seine Hoffnungen, Träume und Wünsche wahr werden. Markus Zusaks Schreibstil ist einfach phantastisch! Obwohl auch dieses Buch ein Jugendbuch ist, sind die Gedankengänge von Cameron, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, ausgereift und alles andere als primitiv. Zusak schreibt viele kurze Sätze, wenn’s um Gedankengänge oder Beschreibungen geht. Das gelingt ihm wie kein anderer. Auch wenn mir die Bücherdiebin und der Joker noch besser gefallen haben, war dies wirklich eine nette Lektüre. Zusaks Figuren sind nicht zum ersten Mal Looser-Typen, die es dann zu etwas bringen. Das gefällt mir wirklich gut.

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  • Rezension zu "Wilde Hunde" von Markus Zusak

    Wilde Hunde

    Kerry

    09. December 2012 um 22:53

    Ruben und Cameron Wolfe leben zusammen mit ihren Eltern und ihrem älteren Bruder Steven sowie der Schwester Sarah in eher bescheidenen Verhältnissen in New York. Der Vater, ein Klempner, ist bereits seit einigen Monaten ohne Arbeit, ist jedoch zu stolz, um Hilfe von staatlicher Seite anzunehmen. Derweil verdient die Mutter durch Putzen den Familienunterhalt. Ruben und der ein Jahr jüngere Cameron gehen noch zur Schule, derweil verdienen Steven und Sarah bereits ihr eigenes Geld, von dem sie allerdings, bis auf ein Kostgeld, nichts Zuhause abgeben dürfen. Ruben und Cameron sind sich sehr ähnlich, jedoch ist Ruben eher derjenige, der ausspricht, was unter anderem beide Brüder denken. Als in der Schule schlecht über Sarah gesprochen wird, verliert Ruben die Beherrschung und schlägt zu. Ruben lässt nicht locker, bis sein Gegner am Boden liegt. Durch diese Schlägerei macht er auf sich aufmerksam, sodass er wenige Tage später von Perry Cole angesprochen wird, der u. a. illegale Boxwettkämpfe veranstaltet. Er verpflichtet sowohl Ruben, wie auch Cameron, bei einer Truppe anzuheuern. Ruben, der mittlerweile Fighting Ruben Wolfe genannt wird, ist sehr erfolgreich und gewinnt alles eine Kämpfe. Derweil schlägt sich Underdog Cameron Wolfe nicht ganz so gut und verliert eher, als das er gewinnt, aber beide haben ihr Auskommen. Doch dann kommt der Tag, an dem sie gegeneinander antreten müssen ... Ich gebe jedem Autoren gerne eine 2. Chance - aber auch diesmal wurde ich enttäuscht! Den Plot des Buches kann ich nur als durchwachsen bezeichnen. Während sich der erste Teil noch ganz gut lesen ließ und auch durchaus interessant erarbeitet wurde, wurde dieser Eindruck im zweiten Teil durch eine ausgesprochen schwache und vorhersehbare Story zunichte gemachte. Auch die Protagonisten wurden derart tiefgründig und detailliert dargestellt, dass es schon regelrecht langweilig wurde, überhaupt noch von ihnen zu lesen. Der Schreibstil war durchaus im ersten Teil noch lesbar, wenn auch nicht übermäßig fesselnd, jedoch im zweiten Teil habe ich mich nur noch durchgequält. Ich gebe wirklich gerne jedem Autoren eine 2. Chance. Nachdem ich im letzten Jahr an der Bücherdiebin fast gescheitert bin, habe ich es auf einen neuen Versuch ankommen lassen und wieder wurde ich aufs Ärgste enttäuscht. Als Fazit kann ich nur ziehen: Markus Zusak ist einfach nichts für mich und zukünftig mache ich einen großen Boden um Bücher dieses Autoren.

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  • Rezension zu "Wilde Hunde" von Markus Zusak

    Wilde Hunde

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. October 2012 um 23:06

    Bei Tauschinteresse einfach melden ;-)

  • Rezension zu "Wilde Hunde" von Markus Zusak

    Wilde Hunde

    Dubhe

    06. September 2012 um 23:06

    Ruben und Cameron sind nahe Brüder, die sich sehr ähnlich sind, der einzige Unterschied besteht darin, dass Cameron alles sagt, was er sich denkt und Ruben einfach nur schweigt. Sie haben vieles gemeinsam, und sie machen die Wettbahnen unsicher, ebenso wie viele anderen Wettveranstalltungen, auf welcher sie schließlich ein Mädchen sehen, dass so gar nicht in die Szene passt. Beide Brüder verlieben sich in sie und ein verbitterter Kampf entsteht. . Schon bevor ich dieses Buch überhaupt begonnen habe zu lesen, habe ich gewusst, dass es mir nicht gefallen wird. Das soll nicht heißen, dass ich Bücher nach ihrem Klapptext oder gar Cover bewerte, doch ich habe schon einmal ein Buch des Autors gelesen und ehrlich gesagt hat mir dieses ebenfalls überhaupt nicht gefallen. Der Autor hat einfach nur einen schrecklichen Stil. Manche mögen ihn für erfrischend halten, ich finde, dass er nicht gut zum Lesen ist, da er einfache Wörter benützt und die Sätze sehr kurz hält. diese lesen sich sehr abgehakt, das nicht gerade sehr angenehm ist und ich persönlich würde aus zwei Sätzen einen machen.

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  • Rezension zu "Wilde Hunde" von Markus Zusak

    Wilde Hunde

    vormi

    07. August 2012 um 23:27

    Dieses Buch war nach "die Bücherdiebin" und "der Joker" mein drittes von Markus Zusak. Ich fand hier den ersten Teil sehr gelungen, den Mittelteil eher etwas uninteressant, aber im letzten Teil steigert sich die Wortgewaltig des Autors mit jeder Seite und die sehr starke Geschichte gerät fast in den Hintergrund. Obwohl auch diese Geschichte etwas ganz besonderes ist. Zum Glück darf man in diesem Fall dem Klappentext nicht trauen. Erzählt wird in der Ich-Perspektive des jüngsten Sohnes, Cameron, einer eher armen Familie, die ziemlich strampeln muß, um über die Runden zu kommen. Hauptsächlich geht es um die Freundschaft und den Zusammenhalt zwischen den beiden Brüdern Cameron und Ruben Wolfe. Die Charaktere sind erstklassig gelungen, auch das Milieu, aus dem die Familie stammt. Also eine Autoren-Leistung mit Höhen und Tiefen, Ecken und Kanten. Man muß dem Buch wirklich etwas Zeit geben, sich zu entwickeln. Wenn man dann aber den etwas langatmigen Mittelteil überstanden hat, wird man einfach mit tollen Worten belohnt. Ich war zum Schluß froh darüber, nicht meiner Ungeduld nachgegeben zu haben und dem Drang,das Buch querzulesen, nachgegeben habe. Markus Zusak werde ich auf jeden Fall sehr genau im Auge behalten. Denn auch wenn mir "der Joker" nicht übermäßig gefallen hat, hat er einen ganz besonderen Schreibstil. Und eine ganz besondere Art mit Wörtern umzugehen. Da werden wir hoffentlich noch einiges geboten bekommen.

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  • Rezension zu "Wilde Hunde" von Markus Zusak

    Wilde Hunde

    Lenny

    07. August 2012 um 09:58

    Zum Glück habe ich den Klappentext erst zuletzt gelesen, finde das er das Buch nicht sehr gut beschreibt. Ich fand den Schreibstil, die Sprache sehr gelungen, mußte auch oft schmunzeln und einzelne Stellen doppelt lesen, weil sie gelungen sind, der 1. Teil des Buches gefiel mir noch etwas besser als der zweite Teil, mir hat in diesem Buch einfach etwas Spannung gefehlt.

  • Rezension zu "Wilde Hunde" von Markus Zusak

    Wilde Hunde

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. August 2011 um 11:02

    Eindringlich und fesselnd erzählt Zusak uns eine Geschichte von zwei Brüdern auf dem Weg des Erwachsenwerdens. Ruben und Cameron Wolfe sind mehr als Brüder, sie sind Freunde. Wie Wölfe (oder wilde Hunde) streifen sie durch die Straßen der Stadt. Cameron ist hungrig. Hungrig auf Antworten, auf eine Chance und auf die Liebe. Während Ruben sich das nimmt, wonach ihm gelüstet, steht Cameron daneben und träumt davon. Wolfe-Brüder, wie sie unterschiedlicher und gleichzeitig ähnlicher nicht sein könnten. Zwei Überlebenskünstler, die ihr Leben entdecken. Wilde Hunde vereint die beiden Bände der Wolfe-Brüder: Vorstadt-Fighter und When Dogs Cry. Im Leben der Beiden läuft einiges schief: der Vater durch einen Unfall ohne Aufträge, die Schwester abgedriftet in Alkoholexzesse. Doch dann wird Schwester Sarah beleidigt und Ruben dreht durch - der Einstieg in illegale nächtliche Boxkämpfe. Fünfzig Doller für einen Sieg oder das „Fan“-Geld bei Niederlage. Ruben und Cameron steigen ein, für ein paar Doller, für ihren Stolz, um Antworten zu finden und füreinander. Bis sie zu Gegnern werden - im Ring und in der Liebe. Zusaks Sprache beeindruckt von der ersten Zeile an. Knapp. Direkt. Bildreich. Er spielt mit Worten, jongliert und webt eine Geschichte. Jedes Wort ein Treffer, jede Zeile mit Biss. Am Ende hält man ein Buch in den Händen, in dem jeder Satz passt. Zusak fügt sich der Echtheit der Charaktere und überzeugt mit einer Sprache, die den Leser glauben lässt, er stehe genau daneben und würde die beiden Wolfe-Brüder belauschen. Dialoglastig schubst Zusak uns in eine Geschichte vom Verlieren und Siegen. Vom sich selbst finden und sich selbst besiegen. Zwei Brüder, die in alles andere als Luxus aufwachsen und dennoch ihren Weg finden, ist nicht neu. Auch das beste Freunde auf einmal zu Rivalen werden, gab es schon oder dass sich ein Mädchen dazwischen drängt. Es ist eine Idee, die man vielleicht schon kennt. Und dennoch oder gerade deswegen überzeugt die Umsetzung von Anfang an. Die Nähe zum Protagonisten ohne jegliche Verheimlichung macht aus einer schon dagewesenen Idee ein Schmankerl. Markus Zusak setzt dem im zweiten Teil noch ein Krönchen drauf, als Cameron das Schreiben entdeckt und uns tiefer in seine Gedankenwelt hinein bittet. Cameron erzählt uns seine Geschichte, lässt uns in seinen Kopf blicken und gibt alles preis. Er lebt ziellos in den Tag hinein, ohne zu wissen, was als Nächstes passiert. Er ist nicht der Gewinnertyp wie sein Bruder Ruben, hat kein klares Ziel vor Augen wie sein Bruder Steve, sondern lässt alles auf sich zukommen. Er weiß nicht wohin mit sich und nicht wozu. Still und eher zurückgezogen sucht er dennoch nach Antworten, streift durch die Straßen, um sie zu finden. Sein größter Halt ist sein Bruder, der ewige Gewinner zu dem er aufsieht. Vielleicht ist das seine größte Stärke, die ihn immer wieder aufstehen lässt. Nicht nur im Ring, sondern im wahren Leben. Und dann entdeckt er das Schreiben. Etwas, das nur ihm gehört und in ihm etwas weckt: den Hunger auf Leben. Er handelt nicht mehr einfach nur, weil was getan werden muss oder er irgendwo mitläuft. Er handelt, weil er von innen heraus handeln muss. Das Schreiben macht ihn hungrig, und wie er und der Hund in seiner Geschichte sich auf die Suche machen, macht Cameron sich selbst auf die Suche nach seinem eigenen Ich. Ruben ist im Gegensatz zu seinem kleineren Bruder der ewige Sieger. Er gewinnt sie alle: die Mädels, die Kämpfe, sogar die Lehrstelle, trotz mieser Noten. Doch die ganze Zeit über nagt etwas an ihm. Er sieht seine Familie, sieht, wie sie kämpfen, und fragt sich, ob er - als ewiger Sieger - überhaupt fähig wäre zu kämpfen. Ein Kämpfer kann ein Sieger sein, aber das macht aus einem Sieger noch keinen Kämpfer (S. 136). Erst als er zusammengeschlagen wird und Cameron ihn zum Aufstehen ermutigt, erkennt er, dass er ein Wolfe ist: ein Kämpfer! Das Cover ist unspektakulär und schlicht. Ich mag das. Auch der Zusammenhang zur Geschichte wird geknüpft, wenn Cameron und Ruben in den Morgenstunden joggen gehen. Beim Rückentext bin ich zwiegespalten. Ich mag keine Textstellen auf dem Buchrücken. Erst recht nicht, wenn sie wie diese Stelle so viel verraten. Nichtsdestotrotz muss ich aber ehrlich zugeben, dass dieses Zitat wunderbar gewählt ist. Es spiegelt den Zusammenhalt der Wolfe-Brüder, die Stärke Camerons und seine Art zu kämpfen. (C. Funkes Aussage über seine Sprache kann ich übrigens nur bestätigen!) Markus Zusak entführt uns in eine Vorstadt und in eine Gedankenwelt aus Poesie und Straßensprache. In eine Geschichte, in der es ums Erwachsen werden geht, um die erste Liebe und versteckt eine Botschaft geschickt zwischen den Zeilen: Steh auf, und mach was! Mach was aus deinem Leben, denn es liegt in deinen Händen. Inmitten einer Welt aus Schmutz und Geldnot steht ein Batzen Hoffnung, der es am Ende schafft. Weil er hungrig wird. (c) Kristin

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  • Rezension zu "Wilde Hunde" von Markus Zusak

    Wilde Hunde

    Rapunzeline

    13. July 2011 um 12:03

    Ein tolles Buch. Ich weiß gar nicht warum ich es erst jetzt gelesen habe. Mit den zwei anderen Büchern von Zusak nicht zu vergleichen weil es ein völlig anderes Thema ist und auch ganz anders umgesetzt. Zum einen finde ich Zusaks Erzählstil toll. Allein schon deshalb lohnt sich dieses Buch. Der Klappentext ist hier allerdings wirklich etwas daneben weil es so dargestellt wird als ob die beiden Brüder Rivalen werden, was überhaupt nicht stimmt. Die Liebe und Loyalität der beiden Brüder, denen die Familie über alles geht ist der entscheidende Punkt in dem Buch, denn durch die Familienbande kommt es überhaupt erst dazu dass die beiden an den Boxkämpfen teilnehmen, um die Familie finanziell zu unterstützen und etwas zu schaffen. Rubens Boxtalent wird erst entdeckt als er sich prügelt weil jemand seine Schwester beleidigt und auch über seinen Bruder Cameron lässt er nichts kommen und das ändert sich auch nicht als Cameron sich in Rubens Exfreundin verliebt. Ich finde keineswegs dass dem Buch die Handlung fehlt, denn die Geschichte erzählt aus dem Leben der beiden Brüder selbst. Ein tolles Buch über Liebe, Loyalität und das Erwachsenwerden. Nur zu empfehlen!

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  • Rezension zu "Wilde Hunde" von Markus Zusak

    Wilde Hunde

    callunaful

    09. May 2011 um 14:03

    Hinten auf dem Klappentext steht folgendes: "Ruben und Cameron Wolfe sind Brüder, Freunde, Vorstadtfighter. Jede Nacht geben sie bei illegalen Boxkämpfen alles - für ein paar Dollar, für ihren Stolz und füreinander. Bis sie sich in dasselbe Mädchen verlieben und zu Gegnern werden, im Ring wie in der Liebe." Glaubt diesem Klappentext nicht, er lügt! Und ich frage mich ernsthaft welcher Trottel das geschrieben hat und ob er das Buch wirklich gelesen hat... Zuersteinmal muss erwähnt werden, dass in diesem Buch zwei Geschichten zusammengefasst werden. Die erste Geschichte: Ruben Wolfe Es geht tatsächlich um illegale Boxkämpfe, in die die beiden Brüder Cameron und Ruben Wolfe verwickelt werden. Allerdings ist dies nicht das essentielle an der ganzen Geschichte. Zumal sie nicht jede Nacht illegal boxen, sondern immer nur Sonntags. Und obwohl sie Brüder sind, sind beide total unterschiedlich. Ruben gewinnt jeden Kampf, Cameron eher selten. Eines Tages stehen sie sich tatsächlich im Ring gegenüber, aber nicht als Gegner, wie im Klappentext beschrieben, sondern als Brüder.. Boxen interessiert mich absolut gar nicht und ich hätte es vermutlich auch nicht gelesen, wenn es nicht von Markus Zusak wäre. Und ich bin eigentlich ganz froh, dass ich es doch getan habe. Denn meiner Meinung nach geht es hier gar nicht ums boxen, sondern ums kämpfen! Die zweite Geschichte: Cameron Wolfe Cameron verliebt sich tatsächlich in das Mädchen, mit dem Ruben zusammen ist. Allerdings sind sie auch hier keine Gegner, sondern Brüder! Es herrscht keine Feindschft unter den Brüdern, auch wenn Ruben sich ständig mit seinen Brüdern vergleicht und sich selbst für einen Versager hält. Diese Geschichte ist etwas langatmig. Denn hier passiert kaum etwas. Es geht tatsächlich um die Gefühls- und Gedankenwelt von Ruben und wie er zu sich selbst findet. Das haut aber die Sprache und der Schreibstil wieder raus. "Er hat mich mit seiner Sprache maßlos beeindruckt." (Cornelia Funke über Markus Zusak). Oja, und mich auch! Insgesamt sollte man bei diesem Buch keine herausragende Unterhaltung erwarten, sondern sich einfach von den Worten und der Sprache von Markus Zusak mitreißen lassen... "Es gibt so viele Momente, an die man sich erinnert, und manchmal glaube ich, dass wir gar keine Menschen sind. Vielleicht sind wir nur Momente. Momente der Schwäche, der Stärke. Momente der Rettung, der Ganzheit."

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  • Rezension zu "Wilde Hunde" von Markus Zusak

    Wilde Hunde

    Miss Lizzy

    04. August 2010 um 17:28

    Hat mich leider verglichen mit den anderen Büchern des Autors etwas enttäuscht. Allerdings nur, was die Belanglosigkeit der Geschichte angeht. Die Sprache/der Stil ist eigenwillig und mit Sicherheit nicht jedermanns Geschmack, hat meinen Nerv aber genau getroffen.

  • Rezension zu "Wilde Hunde" von Markus Zusak

    Wilde Hunde

    _Belladonna_

    11. June 2010 um 21:00

    Ein weiteres Buch von Markus Zusak. Nachdem ich den Joker gelesen hatte, wollte ich mehr. Ich muss leider sagen, dass der Joker besser ist als Wilde Hunde. Leider schade. Ruben und Cameron leben in Artmut, bis sie ein Angebot bekommen - sie sollen Boxen und werden dafür bezahlt. Natürlcih illegal. Als sich Ruben zu verändern beginnt, treibt das einen Keil zwischen die beiden. Und als sich die beiden in das gleiche Mädchen velieben, entbrennt eine Rivalität zwischen beiden. Ich kann das Buch jedem empfehlen, wer aber etwas wiklich gutes von Markus Zusak lesen möchte, der sollte mit dem Joker beginnen. Ich habe aber die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass die Bücherdiebin an den Joker herankommt.

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  • Rezension zu "Wilde Hunde" von Markus Zusak

    Wilde Hunde

    Dupsi

    21. May 2010 um 09:49

    Hab ich an einem Tag weggelesen, Geniales Buch!! Anfangs war ich skeptisch aufgrund des Themas, aber ich wollte es unbedingt lesen, weil ich auch schon °Die Bücherdiebin" und "Der Joker" von ihm gelesen hab und toll fand. Vom Klappentext her hab ich es mir etwas extremer vorgestellt, zumindest von der Sache her, dass die beiden Brüder sich in das gleiche Mädchen verlieben und deshalb zu "Rivalen" werden. Aber andererseits war es toll so, wie das Thema umgesetzt wurde, etwas, was ich nicht erwartet hatte. Octavia habe ich geliebt. Kann ich vollkommen nachvollziehen, dass Cameron sich in sie verliebt. Ich fand das Thema des "Kämpfens" auch super umgesetzt und interpretiert. Man konnte gar nicht aufhören, zu lesen, um dann am Ende zu sehen, wie sich Rubens Sichtweise geändert hat. Erst wollte er unbedingt ein Sieger sein, dich dann stellt er fest, dass ihm das nichts gibt, dass es viel mehr wert ist, um das zu kämpfen, was man erreichen will, UNBEDINGT LESEN! Auch Leute, die das Thema "Boxen" nicht so spannend finden. MIr ging es genauso und ich war trotzdem begeistert von dem Buch!

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  • Rezension zu "Wilde Hunde" von Markus Zusak

    Wilde Hunde

    Nicole_Rensmann

    15. February 2010 um 20:18

    Mit »Wilde Hunde« bringt der Verlag cbj Markus Zusaks Debüt »Vorstadt Fighter« (2005) unter neuem Titel heraus. Im Original erschien 2000 der erste Teil dieses Buches »Fighting Ruben Wolfe« und ein Jahr später »When Dog Crys«. 2002 brachte schon der Ravensburger Verlag »Underdog« von Markus Zusak heraus, das vom Titel her und laut einer dürftigen Inhaltsangabe auf amazon.de zu den wilden Hunden passt. W dieser Roman einsortiert werden kann – am Anfang, in der Mitte oder am Ende - muss erst mal unbeantwortet bleiben. Die wilden Hunde sind Ruben und Cameron Wolfe – zwei Brüder, deren Brüderschaft kaum tiefer und deren Unterscheid kaum stärker sein könnte. Es ist der stillere Ruben, der im ersten Teil die Geschichte seines Bruders erzählt und im zweiten, seine eigene. Ruben ist der Denker, und Cameron derjenige der die Gedanken seines Bruders ausspricht. Er ist der Draufgänger, er ist frech und er wird von allen geliebt. Er fällt auf, weil er Cam ist. Sie kommen aus einer Gegend, in der die Straßen kaputt sind und man im Dunklen nicht über den Zaun hängen möchte. Doch sie stehen dazu. Womit sie nicht klar kommen sind die fehlenden Aufträge ihres Vaters, der nach einem schweren Unfall auf der Baustelle keine Jobs mehr bekommt und die Mutter sich aus diesem Grund beinahe zu Tode schuftet. Doch die Familie hält irgendwie zusammen. Erst als Cams und Rubens Schwester Sarah von einem Klassenkameraden als Hure bezeichnet wird, rastet Ruben aus und prügelt ihn krankenhausreif. Das spricht sich schnell rum. Ruben bekommt das Angebot an illegalen Boxkämpfen teilzunehmen und damit viel Geld zu verdienen. Doch Perry, ein etwas zwielichtiger Typ, will nicht nur ihn, sondern auch den dünnen und stillen Cameron. Ein Verlierer, der einstecken kann und der mit dem Trinkgeld, das ihm die Zuschauer aus Mitleid zuwerfen, nicht minder schlecht verdienen würde. Sie willigen beide ein, um die Familie finanziell zu unterstützen. Behaupten sie. Doch im Grunde wollen sie sich beide nur etwas beweisen. Vor allem Ruben. »Er ist besessen. Er rennt und diese Besessenheit ist in seinen Tritten, Hunger ist in seinen Augen und Gier in seiner Stimme. Nie hab ich ihn so gesehen. Völlig besessen davon, Jemand zu sein und dafür zu kämpfen.« Sie verändern sich. Beide. Drehen sich wie im Boxkampf um den anderen und vor allem um sich selbst … Im zweiten Teil »Carmeron Wolfe« geht es um Cam. Sein Leben, seine erste Liebe, seine Art, seine Seele, sein Weg, seine Stärken, seine Schwächen. Und vor allem von dem, was er wird. Ich habe mich – obwohl Cameron ein männlicher Charakter ist – noch nie mehr mit einem Protagonisten verwandt gefühlt. Vielleicht liegt es daran, dass auch er schreibt … nicht nur »Wilde Hunde«. In »Wilde Hunde« findet der Kampf nicht nur im Ring statt, sondern auch am Küchentisch, im Hinterhof, auf der Straße und vor allem in Camerons Kopf und Herz. Eine Geschichte um Kampf, Liebe und Stolz, um Familienzusammenhalt, Ehre, Dummheit und um eine wohl einzigartige brüderliche Beziehung. Am Anfang glaubte ich noch zu erkennen, dass es sich bei »Wilde Hunde« um ein Debüt handelt, ein Erstlingswerk, das nach den großen Erfolgen von »Der Joker« und »Die Bücherdiebin« erneut aufgelegt wurde. Nicht rund, nicht perfekt, ein bisschen jungfräulich, etwas kantig, abgehakt. Doch ich irrte mich. Im ersten Band verteilt Markus Zusak Worte wie Faustschläge, im zweiten geht er es sanft an und wird poetisch – eine Stimme, die er im ersten Teil nur ab und an durchsickern ließ. »Ich kicke mein Herz über das Pflaster.« »Wilde Hunde« wächst, wie seine Protagonisten. Die Sprache, die Stimme des Autors, des Erzählers. Und endet in einem warmen Wortregen. Klarer Sieg für Markus Zusak! (4,8 Sterne)) Erster Satz: »Der Hund, auf den wir setzen wollen, sieht eher aus wie eine Ratte.« (c) Nicole Rensmann http://www.blog.nicole-rensmann.de/?p=2860

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  • Rezension zu "Wilde Hunde" von Markus Zusak

    Wilde Hunde

    Charlousie

    19. November 2009 um 00:16

    Ich hatte nicht soviel von diesem Buch erwartet. Andererseits ist das auch wieder typisch Markus Zusak. Es ist toll! Es hat mich begeistert, obwohl ich nicht gerade auf Boxkämpfe stehe und dergleichen. Der jüngere der Wolfebrüdern steht im Schatten seines großen Bruders. Er ist nicht neidisch ud wird auch nicht runtergemacht, aber er verkauft sich selber unter wert und genau das ist sein Problem. Er sieht die Maßstäbe, die sein Bruder hat und kann nicht mithalten, was er auch gar nicht beabsichtigt. Das Buch erzählt im Prinzip seinen Weg, wie er ausbricht und seine eigene Persönlichkeit bildet, die auch andere wahrnehmen. Die einzelne Charaktere und wenn sie nur nebensächlich sind, sind auf natürliche und authentische Weise herausgearbeitet worden und das ist wirklich etwas besonderes. Lasst euch nicht vom unlogischen und absolut nicht zutreffenden Klappentext stören, wer den Joker und die Bücherdiebin gemocht hat, wird auch dieses Buch lieben lernen. Es ist die Geschichte von der Wolfefamilie, die fesselt und besticht. Es liest sich flüssig und ist so schön, dass ich nur einmal schnuppern wollte und es dann in einem rutsch durchlas. Bitte lesen! (Das Buch enthält zwei Geschichten in einem, die schon einmal früher in zwei getrennten Büchern aufgelegt worden waren.)

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