Marlen Haushofer

 4.1 Sterne bei 921 Bewertungen
Autorin von Die Wand, Himmel, der nirgendwo endet und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Marlen Haushofer

Marlen Haushofer, geboren am 11.4.1920, gestorben 21.3.1970, war eine österreichische Schriftstellerin. 1940 fing sie ein Germanistik Studium in Wien an, welches sie jedoch abbrach. Ab 1946 publizierte sie kleinere Erzählungen in Zeitungen und Zeitschriften, ihren Durchbruch schaffte sie erst 1952 mit der Novelle „Das fünfte Jahr“. Der Roman „Die Wand“, der 1963 veröffentlicht und 2012 verfilmt wurde, ist wahrscheinlich Haushofers wichtigstes Werk. 1970 starb sie dann an einer Knochenkrebs Erkrankung. Die Autorin wurde zu Lebzeiten und auch nach ihrem Tod mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt. Darunter Kinderbuch- und Literaturpreise.

Alle Bücher von Marlen Haushofer

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Die Wand

Die Wand

 (777)
Erschienen am 14.03.2016
Himmel, der nirgendwo endet

Himmel, der nirgendwo endet

 (31)
Erschienen am 12.10.2018
Die Tapetentür

Die Tapetentür

 (25)
Erschienen am 01.12.2006
Wir töten Stella / Das fünfte Jahr

Wir töten Stella / Das fünfte Jahr

 (21)
Erschienen am 01.04.2003
Die Mansarde

Die Mansarde

 (17)
Erschienen am 12.04.2005
Eine Handvoll Leben

Eine Handvoll Leben

 (13)
Erschienen am 01.11.2004
Bartls Abenteuer

Bartls Abenteuer

 (11)
Erschienen am 01.02.2002
Schreckliche Treue

Schreckliche Treue

 (7)
Erschienen am 01.03.2003

Neue Rezensionen zu Marlen Haushofer

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Rezension zu "Die Wand" von Marlen Haushofer

Ein nachdenkliches Buch
Blintschikvor 2 Monaten

Bei einem Jagdausflug taucht plötzlich eine Wand auf, die eine Frau von der Außenwelt abtrennt. Von nun an muss sie lernen alleine zu leben.

Das Buch beginnt sehr atmosphärisch und es ist in einem sehr schönen Stil geschrieben, durch den man wirklich gut in die Geschichte abtauchen kann. Er stellt eine Erzählung dar, die die Frau während ihrer Zeit hinter der Wand verfasst. Dabei erfährt man sehr viel über ihre Gedanken und Gefühle, was ich sehr interessant fand. Es sind tiefgründige und philosophische Gedanken, die mich zum Nachdenken über Leben in der Gesellschaft von Menschen und den ganz normalen Alltag. Man bekommt teilweise ein ganz anderes Bild von ganz normalen Dingen, über die man sich so vielleicht garkeine Gedanken machen würde.
Doch wirklich viel passiert in diesem Buch nicht. Es ist ruhig und die Handlung wiederholt sich oft sogar. Da bleibt die Spannung etwas auf der Strecke, auch wenn ich an so einigen Stellen unbedingt wissen wollte was passieren wird.

Allgemein ist es eine Geschichte eher über Gedanken und Sichtweisen, als über eine besondere Handlung. Die Wand an sich spielt keine große Rolle, sondern das Szenario "Was wäre wenn man plötzlich der einzige Mensch wäre". Trotz der einseitigen Handlung, habe ich mich darüber gewundert wie gut ich eintauchen und mitfühlen konnte und dennoch Spaß beim Lesen hatte. Ein Buch über das man sich Gedanken machen muss, um es wirklich erfassen zu können.

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Rezension zu "Himmel, der nirgendwo endet" von Marlen Haushofer

Ruhige Geschichte ohne Spannungsbogen
Lia48vor 2 Monaten

INHALT:

Die kleine Meta ist zu Beginn 2 1/2 Jahre alt. Mit ihrem kindlichen Blick auf die Welt, lässt sie den Leser an ihren Gedanken, an Eindrücken und an täglichen Ereignissen teilhaben.
Zum Beispiel wie es ihr ergeht, als sie als Strafe der "Großen" in einem Regenfass sitzen muss... Der Papa bestraft sie nie. Der erzählt ihr immer so tolle Geschichten! Sie liebt den Papa! Aber bei der Mama kann sie oft nicht einschätzen, ob diese gleich liebevoll oder böse reagieren wird. Überhaupt ist sie laut der Mutter ja zu nichts zu gebrauchen! Und brav ist sie auch nicht, was der Mama so viel lieber wäre...
Nein, Meta ist vielmehr ein kleiner Wildfang, der sich fantasievollem Spiel hingibt und die Welt erkunden möchte!


MEINUNG:

Die Geschichte wird aus der Perspektive der jungen Meta erzählt. Oft habe bei der Erzählweise von Kindern das Gefühl, dass mir ihre Welt nicht kindlich genug beschrieben ist. Dies ist hier anders! Die kindliche Sichtweise kommt trotz des jungen Alters gut zur Geltung. So passen ihre naiven Vorstellungen von der Welt wunderbar zur Perspektive des Kindes. Dadurch muss man sich vielleicht an die Ausdrucksweise etwas gewöhnen, welche jedoch auf den Leser gleichzeitig recht authentisch wirkt. Passend zum Alter des Mädchens beschreibt die Autorin, womit sich Meta in ihrem Alltag so beschäftigt. Dabei sammelt sie in jungen Jahren viele Sinneserfahrungen (z.B. leckt viele Dinge ab oder kaut sie), spielt mit Tannenzapfen, hört gerne Geschichten und spielt später gerne Rollenspiele. Ihre Gedanken und Ereignisse handeln oftmals von ihrer Familie und von der jeweiligen Beziehung, die sie zu den einzelnen Familienmitgliedern hat.
Mehrmals konnte ich mit Meta mitfühlen und wäre gerne eingeschritten, wenn ihre Mutter sie mal wieder bestrafen wollte.
Die unterschiedlichen Charaktere fand ich interessant dargestellt und Meta habe ich direkt in mein Herz geschlossen.
Leider hatte ich an das Buch andere Erwartungen und Hoffnungen gehabt.
Letztendlich ist es eine sehr ruhige Geschichte ohne Höhen und Tiefen (vielleicht abgesehen von den ersten Seiten). Ich mag ruhige Geschichten. Aber für mich benötigen auch sie irgendeine Art von Spannungsbogen. Dieser hat mir hier gefehlt! Das Buch besteht vielmehr aus einer Aneinanderreihung von Gedanken und täglichen Ereignissen, ohne dabei einen starken roten Faden aufzuzeigen.
Ich weiß, dass manche Leser dies aber mögen. Für mich war es nur leider nicht nicht das richtige Buch.
Auch hätte ich mir noch mehr Tiefe gewünscht, um mich emotional noch mehr zu erreichen.

FAZIT: Ein Buch, das das kindliche Erleben und Denken wunderbar darstellt. Es ist jedoch mehr für Leser geeignet, die sehr ruhige Bücher ohne Spannungsbogen mögen. Mir persönlich haben die Höhen und Tiefen gefehlt, sowie ein roter Faden und noch etwas mehr emotionale Tiefe.

Kommentare: 2
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Rezension zu "Die Wand" von Marlen Haushofer

Ungewöhnliche Geschichte
UteSeiberthvor 3 Monaten

Diesen Roman von Marlen Haushofer habe ich vor Jahren schon einmal gelesen und er hat mich wieder beeindruckt.Eine Frau möchte mit einem befreundeten Ehepaar einige Tage in den  Bergen verbringen.Das Ehepaar geht noch zum nächsten Dorf um etwas zu besorgen und in dieser Zeit entwickelt sich eine gläserne Wand um diese Frau,die kein Durchkommen zulässt.Auf sich allein gestellt muss sie versuchen zu überleben und freundet sich mit einigen Tieren an,die sie auch versorgt.Das gelingt ihr mit der Zeit ganz gut,bis diese gläserne Wand eines Tages wieder verschwindet und sie absteigen kann.Die Emanzipation dieser Frau ist eindrucksvoll beschrieben und es hat sich für mich gelohnt,dieses Buch nochmals zu lesen.


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Gespräche aus der Community

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L
Habe gerade "Die Wand" von Marlen Haushofer fertig gelesen ... hat mir echt gut gefallen - Jetzt bin ich natürlich auf der Suche nach Büchern mit ähnlichem Stil ... jemand Tipps?
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Marlen Haushofer wurde am 11. April 1920 in Wien (Österreich ) geboren.

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