Marlen Haushofer Die Mansarde

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Inhaltsangabe zu „Die Mansarde“ von Marlen Haushofer

Die Mansarde ihres Hauses ist der einzige Ort, der ganz alleine ihr gehört. Hierhin zieht sie sich zurück, um ihrem Hausfrauenalltag zu entfliehen und zu zeichnen. Hier muß sie sich auch mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen, als sie eines Tages Briefe mit Seiten aus ihrem alten Tagebuch bekommt, die sie an eine längst vergessene Zeit in den Bergen erinnern.

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    Die Mansarde

    WildRose

    09. November 2017 um 15:59

    "Die Mansarde" reicht meiner Ansicht nach bei weitem nicht an Marlen Haushofers Erfolgsroman "Die Wand" heran. In vielerlei Hinsicht ähneln sich beide Romane, nur ist die Protagonistion in "Die Wand" nicht nur innerlich gefangen, sondern auch durch eine solide, unsichtbare Wand vom Rest der Welt getrennt. Die Protagonistin in "Die Mansarde" hingegen zieht sich freiwillig in ihre Mansarde auf dem Dachboden des Hauses zurück, um dort ungestört malen, zeichnen und ihren Gedanken nachhängen zu können. Nach außen hin führt sie eine normale, stabile Ehe und ein normales, solides Hausfrauendasein, doch in Wirklichkeit ist ihr Leben von einem Ereignis überschattet, das sie nun wieder einzuholen droht. Vor vielen Jahren verlor sie nämlich scheinbar aus dem Nichts heraus ihr Gehör und wurde aufs Land geschickt, wo sie im Haus eines - sehr unsympathisch anmutenden - Jägers lebte, um wieder zu Kräften zu finden. Im Wald begegnete sie einem rothaarigen, geheimnisvollen Mann, der fasziniert von ihrer Taubheit ist und sie um regelmäßige Treffen bietet, um sich in ihrer Gegenwart alles von der Seele reden zu können. Obwohl er sie abstößt, sie ihn gar für einen Mörder hält, geht die Protagonistin auf seine Bitte ein. Das Buch ist - typisch Haushofer- sehr düster und melancholisch, es scheint wenig Hoffnung und Trost zu geben. Die Protagonistin versucht seit vielen Jahren erfolglos, einen Vogel zu zeichnen, der weiß, dass er "nicht der einzige Vogel auf der Welt" ist, scheitert an diesem Vorhaben jedoch immer wieder. Während die Dunkelheit und Melancholie von "Die Wand" mich in ihren Bann zog, das Buch mich faszinierte und ich unbedingt weiterlesen wollte, schleppte sich "Die Mansarde" eher dahin. Sehr vieles wurde nur angedeutet und mehr oder weniger offen gelassen, sodass man als Leser mit dem Gefühl zurückbleibt, vor vielen losen Enden zu stehen. Ich persönlich konnte mit der sinnlosen Trostlosigkeit von "Die Mansarde" wenig anfangen. Darum kann ich nur 2,5 Sterne vergeben.

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  • Rezension zu "Die Mansarde" von Marlen Haushofer

    Die Mansarde

    ZwergPinguin

    10. March 2009 um 12:00

    Ähnlich wie in ihrem erfolgreichen Roman Die Wand wird in diesem Roman Die Mansarde das psychologische Gespür der Autorin (1920-1970) deutlich. Erzählt wird in einer Woche von Sonntag bis Sonntag die Geschichte einer Frau, die in einer unbefriedigenden Ehe lebt. Diese Ehe ist nach vielen Jahren nur noch eine Farce und die Ruine eines länger zurückliegenden Ereignisses, dass die Eheleute nachhaltig voneinander entfremdet hat.Was für ein Ereignis dies war, erfährt der Leser erst spät: die Erzählerin war plötzlich (vorübergehend) taub geworden und wurde daraufhin von ihrem Mann in eine Berghütte geschickt unter Aufsicht eines Jägers. Es wird so dargestellt, als sei eine Ehe und das erziehen von Kindern in diesem Zustand nicht möglich. Die Frau leidet unter dem ambivalenten Gefühl einerseits von ihrer Familie verstoßen und vergessen worden zu sein, andererseits ist sie froh über die Abgeschiedenheit, die Nähe zur Natur und das Alleinsein mit ihren Gedanken. Als sich ihre Taubheit legt, kehrt sie zu ihrem Mann und ihrem Sohn Ferdinand zurück und versucht über Jahre hinweg ein “normales” Leben zu führen - doch ihre künstlich aufrecht erhaltenes Familienleben und Hausfrauendasein wird gestört als jemand ihr Briefe mit ihren alten tagebuchähnlichen Aufzeichnungen über die Zeit in den Bergen schickt. Für mich war der Roman allerdings schwer nachvollziehbar, weil das besagte Ereignis, welches die Ehe so gestört hatte, heutzutage wohl kaum so schwerwiegend wäre. Ich kann mir kaum einen Mann denken, der seine Frau wegschickt, bloß weil sie ihr Gehör verloren hat. Ähnlich wie bei Die Wand befindet man sich als Leser in einer Erwartungshaltung - die Spannung des Romans beruht hauptsächlich auf dieser Erwartung, dass etwas passieren möge, doch es “passiert” eigentlich nicht, sondern man erfährt nur nach und nach Dinge über den Alltag und die Vergangenheit der Personen. Vielleicht resultiert daraus auch meine Empfindung eines unbefriedigten Schlusses.

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