Marlen Haushofer Die Tapetentür

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Inhaltsangabe zu „Die Tapetentür“ von Marlen Haushofer

»Dieses Porträt eines eigensinnig-selbständigen Frauentyps hat über die Jahre noch an Modernität gewonnen.« Frankfurter Allgemeine Zeitung Annette, eine junge Wiener Bibliothekarin, lebt allein. Sie hat einige Affären, deren immer gleicher Ablauf sie langweilt. Gleichzeitig wächst in ihr das Gefühl der Leere und Entfremdung. Es scheit überwunden, als sie den vitalen Anwalt Gregor kennenlernt, in den sie sich sofort verliebt. Als Annette schwanger wird, heiraten die beiden, aber in Wirklichkeit wissen sie nichts voneinander. Annette, die es genossen hat, »mutterseelenallein« zu sein , ein Wort, das ihr wie »Zucker im Mund« zerging, wird immer abhängiger von der Geborgenheit und Sicherheit, die Gregor ihr vermittelt.

Irgendwie bedrückend, aber trotzdem faszinierend.

— wakinyan
wakinyan

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  • Ein gutes Buch über eine langweilige Hauptprotagonistin ist leider dennoch langweilig

    Die Tapetentür
    awogfli

    awogfli

    04. February 2017 um 06:56

    Eigentlich sind die 3 Sterne, die ich für dieses Buch vergebe, ungerecht und ich müsste von 3,5 auf 4 aufrunden, aber was solls, dies sind meine Beurteilungen und da darf ich auch mal ungerecht sein. Marlen Haushofer ist ein ausgezeichnetes pointiertes Psychogramm einer unsicheren depressiven Frau gelungen, ich habe selten eine so unsymphatische weibliche Hauptfigur skiziert bekommen, was meine Beurteilung prinzipiell noch nicht beeinträchtigt hätte, aber sie ist ja nicht nur keine angenehme Person, sondern sie langweilt mich extrem durch ihren faden Charakter. Hab letzte Woche von den Finnen gehört, dass diese ihre Winterdepression stolz zelebrieren, sie öffentlich vor sich hertragen und hegen & pflegen - diese Tusse, genannt Anette, macht das ganzjährig, nahezu lebenslänglich, so wie viele Wiener im allgemeinen auch. Die Leute tun mir zwar leid, tatsächlich nerven und langweilen sie aber mit ihrem permanenten Gesudere im Buch genauso wie real. Da bin ich streng, denn das erste GEBOT, das ich einem Autor vorschreibe, ist gleich einem Glaubensbekenntnis: DU SOLLST NICHT LANGWEILEN. Das gilt nicht nur für die Erzählweise, sondern auch für die Figuren. Klar kommen dann noch die sehr gut beschriebenen durch die Depression verursachten Eigenschaften des Phlegmas, Misanthropie und ein bisschen von latent bis offen auftretender Männerhass dazu, da sich die Dame permanent als inaktives der Umwelt ausgeliefertes OPFA sieht, was mich manchmal durch die guten Formulierungen schon ein bisschen amüsiert hat.   "Die Vorstellung, dass all diese ernsthaften, dezent gekleideten Männer manchmal ihre Kleider ablegen und, bleich wie Kartoffeltriebe, darangehen, sich eine Stunde mit Liebe zu beschäftigen, hat etwas Obszönes und Lächerlichers an sich. Man kann eben nicht ungestraft durch Generationen das Fleisch verachten und mit dem Hirn allein leben. Eines Tages rächt sich das Fleisch. Persönliche Grausamkeit und Bosheit, wie man sie bei Frauen findet, kann ich zur Not verstehen, aber die männliche Grausamkeit aus Gedankenlosigkeit und Kontaktunfähigkeit macht mir Angst." Als dann der Märchenprinz am Horizont auftaucht, ist die Depression schwupdiwupp verpufft - um dann kurze Zeit später mit Beziehungszweifeln erneut gnadenlos zurückzuschlagen. Man wünscht sich das ganze Buch über, dass Anette endlich wirklich etwas furchtbares passieren möge, damit sie schließlich einen Grund für ihr Jammern hat, aber als dies endlich auf den letzten Seiten passiert und sie durch das echte Leid tatsächlich eine Katharsis und Metamorphose durchlebt, wurde einfach viel zu viel meiner Lesezeit unnötig mit Langeweile vergeudet. Versteht mich nicht falsch, eine Depression ist eine ernstzunehmende Krankheit, über die ich mich nicht lustig machen möchte, aber manche Leute in der Realität wie auch die Hauptfigur und auch das Buch zelebrieren diese und gehen mit dem Gejeiere ganz bewußt ihrer Umgebung und den Mitmenschen auf die Nerven, anstatt professionelle Hilfe zu bezahlen. Dann möchte ich in der Realität immer pro 50 Minuten, in denen ich dieses Gesudere gratis durchstehen mußte und als Therapeut missbraucht wurde, die Hand ausstrecken und eine Rechnung über 75,-- Euro ausstellen. So geht es mir bei diesem Buch auch. Ich möchte entweder meine Lesezeit zurück oder Therapeutenhonorar! Fazit: Kein Buch für mich - eine gute Charakterstudie, aber kein Charakter, über den ich wirklich was lesen möchte.

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  • Gefangen in sich selbst

    Die Tapetentür
    wakinyan

    wakinyan

    23. August 2015 um 08:07

    Klappentext: Eine junge Frau lebt alleine in der Großstadt. Sie hat Liebhaber, Freunde und Freundinnen, aber der immer gleiche Ablauf der Affären langweilt sie, die Distanz zur Umwelt wächst, begleitet von einem Gefühl der Leere und Verlorenheit. Als sie sich leidenschaftlich in einen Mann verliebt, schwanger wird und auch heiratet, scheint die Flucht in ein "normales" Leben gelungen ... Jedoch trügte der Schein und das war Annette von Anfang an bewusst. Immer befürchtete sie diesem Mann nicht gewachsen, nicht ebenbürtig zu sein bis sich ihre Befürchtungen in Gewissheit verwandelten. Ein aufreibender, bedrückender Prozess, den der Leser auf Grund der dichten Beschreibung der Gefühle und Gedanken der Protagonistin hautnah miterleben darf. Manchmal wusste ich nicht, wo Annette aufhört und mein Selbst anfängt, aber gerade das gefällt mir an Marlen Haushofers Schreibweise. Ein Sternchen Abzug gibt es für kleine Ungereimtheiten in der Handlung. Während am Anfang die Protagonistin an einer Art Fensterphobie auf Grund von Höhenangst leidet, Scheint sie im weiteren Verlauf plötzlich keine Probleme mehr damit zu haben und taucht ohne jegliche Hinweise auf diese Angst in weiteren Fensterszenen auf. Dennoch ein sehr gelungenes Werk an dem Leser, die gerne hinter die Fassade schauen und die Psyche eines Menschen ergründen sicher viel Freude hätten.

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  • Rezension zu "Die Tapetentür" von Marlen Haushofer

    Die Tapetentür
    Kurile

    Kurile

    21. July 2008 um 22:53

    Der Roman "Die Tapetentür", 1957 erstmals erschienen, handelt von Liebe und Traurigkeit, der Einsamkeit und dem Bekenntnis zum Leid. Annette lebt allein. Eine kurze Ehe hat kaum Spuren hinterlassen. Seither gibt es andere Männer, alle bedeutungslos: »Immer fing es so an, zuerst die Langeweile, dann der Ärger und schließlich ein zufälliges Ende.« Annette vergräbt sich in ihren Beruf als Bibliothekarin. Erst als sie den Juristen Gregor Xanther kennenlernt und die beiden gemeinsam eine Familie gründen wollen, scheint sie Sicherheit und seelische Geborgenheit zu finden. Die Totgeburt ihres Kindes läßt sie jedoch auch in dieser Beziehung den Halt verlieren. Das Verstörende ist, dass aus der Einsicht der Heldin in ihre verzweifelte Lage kein Impuls zur Befreiung erfolgt. Annette geht ihre Beziehung bereits im Bewusstein des letztlichen Scheiterns ein.

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