Marlen Suyapa Bodden Der Himmel über Alabama

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Inhaltsangabe zu „Der Himmel über Alabama“ von Marlen Suyapa Bodden

Alabama, 1853. Als Clarissa Allen, Tochter eines reichen und grausamen Plantagenbesitzers, heiratet, erhält sie von ihrem Vater Cornelius ein Hochzeitsgeschenk: Sarah, die junge Sklavin, mit der sie aufgewachsen ist. Nach der Geburt ihres Sohnes behauptet Clarissas Ehemann, nicht der Vater des Neugeborenen zu sein. In Schande kehren Clarissa und Sarah zurück auf die Plantage der Allens und setzen damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die für die einstmals so einflussreiche Familie unvorhersehbare Konsequenzen haben wird.

interessantes Buch,hat mir gut gefallen!

— Goldammer

Die Geschichten in dieser Geschichte sind so vielfältig, wie die Charaktere, von denen wir lesen.

— Helen13

Bewegendes Südstaatendrama

— Rees

Ein beeindruckender historischer Südstaatenroman, der besonders identisch wirkt, weil er weitgehend aus der Sicht der Sklavin Sarah erzählt

— Klusi

Dieses Buch hat mich wachgerüttelt

— Tasmetu

Sehr bildhaft! Berührend und unterhaltsam zugleich.

— SofiaR

Berührend! Wunderbar!

— Monika58097

Absolut klasse! Ein Buch, welches man keinesfalls versäumen sollte zu lesen!

— Cieena

Ein bewegendes Buch über Sklaverei im 19. Jhdt. Ein Buch, das hoffentlich viele, viele Leser findet!

— Fantasie_und_Träumerei

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    Der Himmel über Alabama

    Helen13

    04. September 2016 um 21:34

    Alabama 1853Bodden führt uns mitten hinein in das Leben von weißen Plantagenbesitzern und schwarzen Sklaven in den amerikanischen Südstaaten. In Alabama 1853 ist zwar heimlich hinter der Hand die Rede von Sklavenbefreiung – die herrschende Wirklichkeit sieht anders aus. Aus zwei Perspektiven erleben wir die Geschichten der Protagonisten. Theodora, die Herrin der Plantage und Sarah, die junge Sklavin, fast noch ein Kind erzählen uns die Geschehnisse. Theodora erzieht Sarah mit Clarissa, ihrer Tochter, sie erlaubt Sarah, bei den Schulstunden zuzuhören. Sarah nimmt alles auf und lernt lesen und schreiben, eine Seltenheit in der Sklavenbevölkerung. Die handelnden Personen sind untereinander durch Blutsbande verbunden. Cornelius, Theodoras Ehemann, hat ein langjähriges Verhältnis mit Adeline, Sarahs Mutter und ist Sarahs Vater. Sarah und Clarissa, die Halbschwestern wachsen wie Schwestern auf und später, als Clarissa heiratet, muss Sarah ihr folgen. Sie wird das Hochzeitsgeschenk für Clarissa, im Original heisst der Roman „The Wedding Gift“. Ein wesentlich besserer Titel als der deutsche.Im Gegensatz zu ihrer Mutter, der Haussklavin Adeline, denkt Sarah immer und immer an Freiheit, an Weglaufen. Sie lässt nie von diesem heimlichen Plan los.Die Geschichten in dieser Geschichte sind so vielfältig, wie die Charaktere, von denen wir lesen. Wir bewegen uns zwischen der Welt der Weißen und der der afrikanisch stämmigen Schwarzen. Wir erfahren viel über die Umstände des Lebens der Sklaven, ihrer Gepflogenheiten, ihrer Kochkünste sowie ihrer medizinischen Kenntnisse. Adeline kennt sich aus mit Heilkräutern, die sie in ihrem Garten anpflanzt und regelmäßig für Gesunde und Kranke anwendet. Die Plantage, von der wir hier lesen, ist weitläufig, riesig, das Wohngebiet der Sklaven weit entfernt vom Herrenhaus. Wir erleben die Hierarchie der Sklaven - Feldsklaven sind nicht gleich Haussklaven und ein Feldsklave zu werden ist eine Drohung.Sarahs Wunsch wird sich unter den schwierigsten Umständen erfüllen. Bevor es so weit ist, nimmt die Geschichte interessante und unerwartete Wendungen und lässt uns gründlich die Gesellschaftsstrukturen dieser Zeit betrachten. Viele Charaktere treten auf, alle liebevoll gezeichnet und fesselnd in ihren Rollen.Boddens Schreibstil ist flüssig und fesselnd. Leider hat die Übersetzung einige Mängel, zu viele Redensarten wiederholen sich im Laufe der Geschichte. Trotzdem – es ist seit langem ein Buch dieses Themas, ins Deutsche übersetzt, das enorm fesselt, historisch korrekt ist, alle Sinne anspricht und das man nicht gern aus der Hand legen möchte. Bodden ist Anwältin in New York und setzt sich seit Jahren in der Legal Aid Society für die Belange benachteiligter Arbeiter und Immigranten sein. 

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  • Fesselnder historischer Roman

    Der Himmel über Alabama

    Wassollichlesen

    06. September 2015 um 20:39

    "Der Himmel über Alabama" hat mich zunächst stark an Bücher / Filme wie "Die Farbe Lila" oder "12 Years a slave" erinnert. Aber auch wenn ihr diese oder andere Bücher / Filme über das Thema "Sklaverei" schon gelesen / gesehen habt,  lohnt es sich dieses Buch zu lesen! Zu Beginn habe ich erst einmal ein bisschen Zeit gebraucht, bis ich in der Geschichte drin war, aber dann kam ich nicht mehr von ihr los. Sie hat mich gefesselt! Gut gefallen hat mir, dass das Geschehen aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Zum einen aus der Sicht der jungen Sklavin Sarah und zum anderen aus der, der Plantagenherrin Theodora. Und das Beste: das Ende ist wirklich richtig gut! Ich liebe überraschende Enden! Das Thema "Sklaverei in den USA im 19. Jahrhundert" ist harte Kost, aber dieses dunkle Kapitel in der Geschichte darf niemals in Vergessenheit geraten. (Liebe Lehrer, dies wäre mal ein gutes Buch für den Unterricht!) Fazit "Der Himmel über Alabama" kann sich in einer Reihe mit "Die Farbe Lila" stellen. Sehr gelungener historischer Roman über die Sklaverei mit einer mutigen Heldin! 

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  • Der Himmel über Alabama

    Der Himmel über Alabama

    Klusi

    31. May 2015 um 23:41

    Ein Großteil des Romans ist aus Sarahs Sicht geschrieben. Die junge Frau ist bereits als Sklavin geboren. Sie hat hellere Haut als ihre Mutter und ihre Schwester, denn sie ist nicht nur Cornelius Allens Besitz, sondern zugleich seine Tochter. Sarah kann sich nicht mit ihrer Situation abfinden. Im Gegensatz zu ihrer Mutter und ihrer Schwester Belle denkt sie häufig an Flucht. Da sie im gleichen Alter ist wie Cornelius' anerkannte, eheliche Tochter Clarissa, wachsen die beiden Mädchen zusammen auf, und Sarah erfährt mehr Bildung als es für eine Sklavin üblich ist. Durch ihre bloße Anwesenheit, während Lady Allen ihre Tochter Clarissa unterrichtet, lernt Sarah fast spielerisch das Lesen und Schreiben. Dieses Wissen ist lebensgefährlich, denn kein Sklave sollte lesen und schreiben können. Käme Sarahs Wissen an die Öffentlichkeit, würde sie ausgepeitscht werden. Clarissas Verheiratung ändert alles in Sarahs Leben, denn sie begleitet die junge Braut auf die Plantage ihres Ehemanns. Die Tatsache, dass dieser Clarissas Kind nicht als das seine anerkennt, wirft neue Probleme auf, und auch Sarah kommt durch die veränderte Sachlage in Bedrängnis. Die Autorin zeigt die Situation auf den Plantagen in den Südstaaten, zur Mitte des 19. Jahrhunderts, aus einem anderen Blickwinkel als man es von den meisten historischen Südstaatenromanen kennt, wo es oft in der Hauptsache um die Herrschaften und Plantagenbesitzer geht und die Sklaven nur eine Statistenrolle einnehmen. Hier erfährt man hautnah, wie sich das Leben der Sklaven auf so einer Plantage abgespielt hat. Welche Demütigung war es für die Versklavten, wenn sie kaum etwas in ihrem Leben frei entscheiden durften, wenn sie nicht als denkende, fühlende Menschen, sondern lediglich als Gewinn bringende Ware angesehen und behandelt wurden. Sie waren ein wirtschaftlich wertvoller Besitz der Plantagenbesitzer, der sich im optimalen Fall sogar noch vermehrte, wenn die Herrschaft einer eheähnlichen Beziehung zustimmte und sich Nachwuchs einstellte. Zwischen den Kapiteln, in denen Sarah erzählt, gibt es auch Abschnitte aus einem anderen Blickwinkel, nämlich aus der Sicht von Lady Theodora Allen, Cornelius' Gattin. Sie ist zwar die Dame des Hauses und offiziell die Frau an seiner Seite, hat aber genauer besehen nur wenig mehr Rechte als ihre Sklaven. Cornelius bevormundet und betrügt sie und gewährt ihr kaum Einblick in seine Geschäfte und sonstigen Angelegenheiten. Wenn ihm etwas nicht passt, wird er sogar handgreiflich. Dieses Machtgefüge innerhalb der Familie war sicher kein Einzelfall, sondern in vielen Häusern damals ähnlich zu finden. Die Autorin lässt ihre Protagonisten sehr ausführlich zu Wort kommen. Sarahs und auch Theodoras Erzählungen sind ausgesprochen bildhaft, und der Schreibstil des Romans passt sich sehr gut den damaligen Gegebenheiten an. Manche Episoden im Verlauf der Geschichte wurden für mein Empfinden fast etwas zu detailliert geschildert. Dafür sind die letzten Kapitel sehr kurz gefasst, und gerade hier hätte ich gerne noch ein paar mehr Informationen erhalten, wie es mit den Protagonisten weiterging, auch wenn das Ende plausibel und schlüssig war. Der Roman hat mich nachhaltig beschäftigt, und besonders Sarahs Schicksal fand ich sehr beeindruckend. Am Ende hat diese auch noch einige Überraschungen parat. Es klärt sich vieles in einer Weise, wie ich es vorab nicht vermutet hätte. 

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  • Ein Buch, dass einen so schnell nicht mehr loslässt

    Der Himmel über Alabama

    Tasmetu

    06. May 2015 um 08:34

    Hätte mir der blanvalet Verlag das Buch nicht angeboten, hätte ich es vermutlich nie gelesen. Aber das wäre ein großer Fehler gewesen. Denn es lässt mich nicht mehr los. Ich träume sogar nachts davon. Ich habe mich nie mit der Geschichte Amerikas beschäftigt - ich wusste, dass es die Sklaverei gab und das es schlecht war, aber ich hatte keine emotionale Verbindung zu diesen Ereignissen. Bis ich dieses Buch gelesen habe. Man taucht mitten hinein in diese Zeit und in das Schicksal der Familie Allen und Sarah und ihrer Familie. Und man bekommt viele verschiedenen Ansichten, Perspektiven und Gefühle mit. Man liest nicht nur über das erlebte, man spürt es. Man spürt die unmenschliche Ungerechtigkeit, den Verlust und die Stärke. Aus der Perspektive eines Kindes, eines jungen Mädchens und einer erwachsenen Frau. Es hat mich aufgerüttelt und mir gezeigt, wie wichtig dieser Teil der amerikanischen Geschichte, beziehungsweise der Weltgeschichte, ist und dass wir diese Umstände nicht vergessen sollten. So lange ist es nämlich noch gar nicht her. Dieses Buch hat mich dem Thema näher gebracht. Mich wachgerüttelt und berührt. Großartig! Mehr auf:  http://wp.me/p5aiIx-UI

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  • Eine Geschichte der Sklaverei und der Wunsch von Freiheit

    Der Himmel über Alabama

    luan

    26. March 2015 um 09:48

    Sahra die junge Sklavin ist die Tochter eines Plantagenbesitzer.Von klein auf ist sie viel mit ihrer Halbschwester Clarissa zusammen,nimmt  heimlich  an Clarissas Unterrichtsstunden teil und lernt somit das Lesen und Schreiben,was zur damaligen Zeit für die Sklaven verboten war.Sahra verliebt sich in einen anderen Sklaven,den sie heiraten wird.Jedoch wird sie die Plantage verlassen,weil sie ein Geschenk vom Plantagenbesitzer  an seine Tochter Clarissa ist,die unfreiwillig heiratet.Clarissas Ehemann behauptet nicht der Vater ihres Kindes zu sein und hat nachher ein Auge auf Sahra geworfen,die aber nur einen Wunsch hat,mit ihrem Mann von der Plantage fliehen...Wird den beiden das gelingen? Spannend und berührend.Habe es in einem Rutsch durchgelesen. Werde es in Erinnerung behalten und weiterempfehlen...

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  • Der Traum von Freiheit

    Der Himmel über Alabama

    Monika58097

    15. February 2015 um 11:22

    Sarah, eine junge Sklavin, die mit ihrer Mutter Emmeline und ihrer Schwester auf einer Plantage lebt, hat nur einen Wunsch. Irgendwann möchte sie fliehen. Sie träumt von einem Leben in Freiheit, einem Leben ohne die Grausamkeiten, die die Weißen tagtäglich den Sklaven antun. Als Clarissa, die Tochter des Plantagenbesitzers heiratet, erhält sie von ihren Vater Sarah als Hochzeitsgeschenk. Die beiden kennen sich von klein auf. Sarah durfte sogar bei Clarissa bleiben, als diese von ihrer Mutter Theodora den ersten Unterricht bekam. So hat auch Sarah Lesen und Schreiben gelernt, ein Gut, das sie verheimlichen muss, weil es Sklaven untersagt ist sich zu bilden. Clarissa bringt ihr erstes Kind zur Welt und wird in Schande von ihrem Mann auf die Plantage ihres Vaters zurückgeschickt. Clarissas Ehemann Julius behauptet, das Kind sei nicht von ihm. Der Ruf der Familie ist dahin. Cornelius, der schon immer zu viel getrunken hat und dann nicht mehr Herr seiner selbst ist, gibt sich ganz dem Alkohol hin. Sarah erkennt, dass sie jetzt fliehen muss. Das Leben auf der Plantage wird immer unerträglicher, doch kann sie es wirklich schaffen? Und was wird aus ihrer Mutter und ihrer Schwester? "Der Himmel über Alabama" - ein sehr spannender und authentischer Roman aus der Zeit der Sklavenhaltung in den Südstaaten Amerikas. Sklaven - Menschen, die wie drittklassige Gegenstände behandelt wurden, verkauft und gekauft auf Märkten, wie Vieh. Verlangt wurde absoluter Gehorsam. Bei den geringsten Verfehlungen droht die Auspeitschung und ein Verkauf an eine andere Plantage oder ein Leben als Feldarbeiter. "Der Himmel über Alabama" - ein Roman, der berührt, der nachdenklich macht und zugleich eine raffiniert gestrickte Story mit einem Finale, das ich mir so nicht vorgestellt habe. Ein großartiges Buch, das unbedingt gelesen werden sollte!

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  • Die Freiheit ist das höchste Gut. Ein Buch, welches man unbedingt gelesen haben muss!

    Der Himmel über Alabama

    Cieena

    07. February 2015 um 16:56

    Ich habe das Buch eben beendet und ich muss sagen, dass ich selten so traurig war ein gutes Buch zu Ende gelesen zu haben.  Mir hat dieses Buch überaus gut gefallen. Zur Handlung an sich möchte ich jetzt garnicht viel sagen, da der Klapptext an sich ja schon eine Vorstellung des Buches gibt. Anders als es sich aus diesem besagten Text herauskristallisiert, ist das Buch nicht aus der Sicht von "Clarissa" geschrieben, sondern Sara, die Sklavin, ist hierbei die Protagonistin und lässt den Leser aus der "Ich-Persepktive" am Geschehen teilhaben. "Der Himmel über Alabama" gehört zu den beste Büchern, die ich gelesen habe und kann nur jedem wärmstens empfehlen dies auch zu tun. 5 Sterne Plus für dieses fabelhafte Buch!

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  • Lesemuss!!!

    Der Himmel über Alabama

    Fantasie_und_Träumerei

    14. January 2015 um 12:07

    Schon zu beginn des neuen Jahres gibt es einen Roman, der zwar im vergangenen Jahr veröffentlicht wurde, der mich aber nachhaltig prägt und lange in meinem Gedächtnis und meinem Herzen verweilen wird. Ehrlich und offen, dramatisch und sehr berührend beschreibt Autorin Marlen Suyara Bodden die dramatische Unterdrückung eines Volkes, das einzig wegen seiner Hautfarbe in die Sklaverei gezwungen wurde. "Es war Clarissas Schwäche für alberne Zerstreuungen, denen sie nachging, ohne einen Gedanken an die Konsequenzen ihres Verhaltens zu verschwenden oder daran, welche Auswirkungen ihr Handeln auf andere Menschen hatte. Und es war die Nachsicht ihrer Eltern gegenüber ihrer Selbstsucht, die, als wir älter wurden, noch katastrophale Folgen haben würde." Sarah wird als Sklavin geboren. Ihre Mutter Emmeline ist schon lange im Besitz des Hausherren, der auch Sarahs Vater ist. Denn es ist sein Recht seine Sklavin nicht nur für die Hausarbeit zu benutzen. Sein Wille ist in seinem Heim Gesetz. Fast zeitgleich bringt seine Ehefrau Theodora ebenfalls ein Mädchen zur Welt. Auch, wenn die beiden Mädchen Halbschwestern sind und in jungen Jahren viel Zeit miteinander verbringen, nebeneinander aufwachsen, kristallisiert sich schon schnell heraus, dass der kleine Unterschied ihrer Hautfarbe eine riesengroße Mauer zwischen ihnen baut. Eine Mauer aus Unrecht und Unterdrückung. Eine Mauer, die mit den Jahren immer größer wird und von Sarah als solch ein Zwang empfunden wird, dass sie das schier Unmögliche plant: aus der Sklaverei zu fliehen und als freier Mensch zu leben.  Während ich meine Worte über dieses Buch tippe, treibt es mir schon wieder Tränen in die Augen. Ein dicker Kloß steckt in meinem Hals, der ebenso schnell wächst wie besagte Mauer zwischen Sarah und Clarissa. Ein Kloß, der sich zusammensetzt aus Wut und Scham, über die Ungerechtigkeit, die lange Zeit diesen Menschen widerfahren ist. Die aufgrund ihrer Hautfarbe so ausgenutzt und demütigend, Menschen unwürdig, behandelt wurden. Misshandlungen jeglicher Art ausgesetzt, behandelt wie Vieh, gefüttert, um Arbeitskraft zu sein, unterdrückt und klein gehalten, um dem Besitzer großer Plantagen keine Arbeit zu machen. Selbstständig denken verboten. Ja sogar mit körperlicher Züchtigung belegt. Egal ob Mann, Frau oder Kind.  " '[...] Das ist ungesetzlich, und ich bin überzeugt, Sie wissen warum es gefährlich ist, wenn auch nur ein Sklave alphabetisiert wird.'  'Glauben Sie denn, es wäre überhaupt möglich, dass sie es lernt?' 'Nein, aber es gibt Berichte aus dem Norden, in denen es heißt, dass einige Neger es können. Ich denke zwar, dass das nur so ein Ammenmärchen der Sklavereigegner ist, aber man kann nie vorsichtig genug sein.' " Erzählt wird aus den Perspektiven von Sarah und Theodora, was dem Leser die Tragweite der unerhörten Ungerechtigkeit gegenüber menschlichen Wesen noch bewusster macht. Besonders bewegt haben mich die Abschnitte der Geschichte, in denen Sarah noch jung ist, das Ausmaß der Sklaverei erkennt, aber nicht verstehen kann. Wie auch, denn an all dem was da passiert gibt es nichts zu verstehen. Traurig, aber wahr. Noch trauriger, dass die Menschen, die glauben sie seien schlauer als andere Wesen dieser Erde, scheinbar nichts dazu gelernt haben. Die Medien sind voll von Rassenhass, gegen den sich Autorin Marlen Suyara Bodden, die als Anwältin für die Legal Aid Society in New York tätig ist, stark macht. Dies macht sie auch mit diesem Buch, das ich in einem durch lesen musste und das mich so sehr berührt hat, dass ich fast durchgängig beim Lesen geweint habe. Das passiert nun wirklich nicht oft. Ich hoffe, dass dieser Roman viele Leser findet. Vor allem solche, die ihre eigene Meinung gegenüber ihren Mitmenschen überdenken müssen, aber auch solche, die sich für Andere stark machen und wissen wie wichtig es ist, dass es Autoren wie Marlen Suyara Bodden und Romane wie "Der Himmel über Alabama" gibt.

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