Marlene Averbeck

 4,3 Sterne bei 148 Bewertungen

Lebenslauf

Marlene Averbeck studierte Germanistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft. Sie arbeitet als freie Autorin und Rechercheurin für Film und Fernsehen und lebt mit ihrer Familie in Berlin. 

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Marlene Averbeck

Cover des Buches Modehaus der Träume (ISBN: 9783423219808)

Modehaus der Träume

 (103)
Erschienen am 23.07.2021
Cover des Buches Modehaus der Hoffnung (ISBN: 9783423263023)

Modehaus der Hoffnung

 (2)
Erschienen am 20.08.2021
Cover des Buches Das Lichtenstein - Modehaus der Hoffnung (ISBN: 9783423219969)

Das Lichtenstein - Modehaus der Hoffnung

 (1)
Erschienen am 18.05.2022
Cover des Buches Das Lichtenstein: Modehaus der Träume (ISBN: 9783958625808)

Das Lichtenstein: Modehaus der Träume

 (40)
Erschienen am 08.09.2020
Cover des Buches Das Lichtenstein - Modehaus der Hoffnung (ISBN: 9783423390125)

Das Lichtenstein - Modehaus der Hoffnung

 (0)
Erschienen am 20.08.2021

Neue Rezensionen zu Marlene Averbeck

Cover des Buches Modehaus der Träume (ISBN: 9783423219808)
DoraLupins avatar

Rezension zu "Modehaus der Träume" von Marlene Averbeck

Toller Auftakt
DoraLupinvor einem Jahr

4.5 Sterne

In diesem Reihenauftakt wird man ins Jahr 1913 entführt. Es ist kurz vor dem ersten Weltkrieg und Berlin eine der bedeutendsten Modemetropolen weltweit! Man begleitet die Angestellten und auch die beiden Junior-Chefs des Modehauses Lichtenstein. Einmal haben wir hier Hedi, die ganz neu als Ladenmädchen die Welt des Modehauses kennen lernt, dann die Näherin Thea, eine liebe Seele, die Hedi anfangs sehr hilft und ihr eine gute Freundin wird. Jacob Lichtenstein ist der jüngere der beiden Junior-Chefs und hat grosse, moderne Pläne, die seinem älteren Bruder Ludwig gar nicht passen...während dem Konkurrenzkampf mit den anderen Kaufhäusern geht das  Modehaus in Flammen auf...und der Weltkrieg rückt immer näher! 

 Die Geschichte ist mitreißend und niemals langweilig, die Charaktere hatte ich sehr schnell ins Herz geschlossen! Jeder ist charakterlich völlig unterschiedlich, aber man kann mit allen mitfiebern und die Handlungen sind authentisch und nachvollziehbar! 

Das Modehaus und das Berlin in der Zeit um 1912 werden ganz wunderbar beschrieben und man taucht völlig in die Farben, Stoffe und Mode der Zeit ab. Wie wurde damals verkauft, für wen wurde Mode hauptsächlich hergestellt und wie konnte man die Kunden überzeugen bei sich im Laden einzukaufen? Dies alles wurde authentisch und lebensnah dargestellt. 

Auch der erste Weltkrieg mit seiner anfänglichen Euphorie der Soldaten und später den Verlusten, psychischen und physischen Problemen werden lebendig erzählt und nehmen einen ganz gefangen!  

Einzig einen halben Stern Abzug, da mir persönlich Hedis Aufstieg im Modehaus zu schnell und zu "einfach" gegangen ist und ich das eher eher unglaubwürdig fande.  Aber ansonsten ein tolles Vergnügen, dass ich gern weiterempfehle!  

Cover des Buches Das Lichtenstein – Modehaus der Illusionen (ISBN: 9783423263160)
MarySophies avatar

Rezension zu "Das Lichtenstein – Modehaus der Illusionen" von Marlene Averbeck

Das Lichtenstein - Modehaus der Illusionen
MarySophievor einem Jahr

Handlung

Berlin 1935

Das Lichtenstein ist noch immer eine Instanz in Berlin und es reitet auf einer Welle des Erfolgs. Der Konfektionär Hannes entwirft atemberaubende Kollektionen, wobei er sich nicht den politischen Anforderungen beugt, sondern einfach seiner Kreativität freien Lauf lässt. Seine Frau arbeitet erfolgreich in der Werbeabteilung des Hauses und schafft es immer wieder, mit einnehmenden Worten die Kollektionen zu beschreiben. Thea währenddessen leitet die Schneiderkontrolle, nur einige Aussagen ihres Sohnes machen ihr Sorgen. Und Ella feiert als Schauspielerin große Erfolge. Jedoch wird die politische Haltung auch im Lichtenstein immer wichtiger und es stehen schwere Zeiten für die Mitarbeiter, aber auch für die Chefetage bevor...


Meinung

Ich wollte mir den finalen Teil der Reihe auf keinen Fall entgehen lassen. Sowohl Band eins, als auch Band zwei waren richtig gut, sie haben durch ihre Vielfalt und durch die Personen, aber auch durch die famosen Beschreibungen des Modehaus Lichtenstein überzeugt. Daher habe ich mich sehr auf den dritten Teil gefreut, der mir vom Verlag freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde, ein herzliches Dankeschön dafür!


Am Anfang ist es mir ein wenig schwer gefallen, die Figuren wieder in einen Zusammenhang zu bringen. Es ist ja doch schon ein bisschen her, seitdem ich den zweiten Band gelesen habe und mir ist nicht mehr jedes Detail und jede Beziehung im Gedächtnis geblieben. Daher war es sehr hilfreich, dass es vor dem Beginn der Geschichte ein Personenverzeichnis gibt, wo jede Figur kurz vorgestellt wird und familiäre, als auch freundschaftliche Banden genannt werden. Hat mir definitiv sehr geholfen!


Als sehr angenehm hat sich die Sprache gestaltet. Durchweg gut und flüssig lesbar, mit tollen Umschreibungen jeglicher Situationen und mit schönen Beschreibungen der Handlungsorte, die teils auch von Stimmungen hervorgehoben werden. Die Sprache befindet sich auf einem guten Niveau, sie ist nicht zu einfach gestaltet und schafft interessante Bilder.

Mir hat es sehr gefallen, dass auch diesmal wieder einige Erzählperspektiven genutzt wurden. So erhält man einen tieferen Blick in die Situationen und es entsteht eine tolle Abwechslung. Außerdem waren auch die politischen Entwicklungen interessant, wie die Personen mit Veränderungen umgehen, wie sie sich entwickeln und welche Sorgen sie haben.


Ich finde, dass der Fokus teilweise ein bisschen zu wenig auf dem Lichtenstein liegt. Noch immer spielt das Modehaus eine wichtige Rolle, jedoch rücken häufig die privaten Probleme der Figuren  in den Mittelpunkt. Was zwar auch wichtig ist, um die private, aber auch politische Entwicklung zu zeigen, die das Leben stark beeinflusst. Aber ein besseres Gleichgewicht zwischen dem Lichtenstein mit der alltäglichen Kundschaft und den Entscheidungen, die hinter den Kulissen getroffen werden, und den privaten Sorgen und Problemen der Personen hätte mir besser gefallen.


Die Handlungsorte haben mir gut gefallen. Sie haben anhand von wenigen Worten lebendige Bilder vor Augen entstehen lassen und ich mag die Abwechslung, die dabei vorkommt. Man lernt sowohl das Lichtenstein genau kennen, als auch die Privatwohnungen einiger Figuren und diese Mischung ist sehr gelungen. Man kann teilweise Stimmungen wahrnehmen, was die einzelnen Orte noch interessanter macht und ich finde, dass durchweg solide und ansprechende Beschreibungen vorliegen.


Die Figuren sind abwechslungsreich gezeichnet, man lernt Personen mit unterschiedlichsten Charakteren, Zielen und politischen Haltungen kennen. Ich mag es, wie viele Protagonisten bereits aus den ersten zwei Bänden bekannt sind und wie somit allerhand alte Bekannte erneut auftreten. Durchweg gibt es schöne Zeichnungen der Figuren, sie haben vielfältige Wesen erhalten und zeigen ein breites Bild der Gesellschaft.


Ich war lange Zeit echt glücklich mit der Geschichte. Bis die letzten rund zwanzig Seiten angebrochen sind und sich ein Ende abgezeichnet hat, welches mir zu seicht und nicht realistisch genug war. Es ist zwar nachvollziehbar, weshalb die Figuren so gehandelt und diese Entscheidung getroffen haben, war für meinen Geschmack aber zu leicht gelöst und nicht so ganz authentisch. Ich hätte mir ein anderes Ende gewünscht, was vielleicht ein bisschen drastischer oder dramatischer ausgefallen wäre, dafür aber nicht so eine leichte Lösung beherbergt hätte.


Fazit

Zu großen Teilen hat mir der Roman echt gut gefallen und ich finde irgendwie auch, dass ein würdiger Abschluss der Saga vorliegt. Viele Aspekte der Geschichte haben mir echt gut gefallen, dazu zählen die Sprache, die Personenzeichnung, die Handlungsorte oder die vielfältigen Erzählperspektiven. Davon wurde ich komplett überzeugt und bin echt zufrieden damit. Allerdings ist die Geschichte für meinen Geschmack noch nicht ganz rund, ich finde, dass das Ende zu seicht ausfällt und das titelgebende Lichtenstein gern noch mehr im Fokus hätte stehen können. Ansonsten liegt ein echt gutes Buch vor, für die Reihe im Gesamten kann ich definitiv eine Leseempfehlung aussprechen!

Cover des Buches Das Lichtenstein – Modehaus der Illusionen (ISBN: 9783423263160)
thenerdybookbirds avatar

Rezension zu "Das Lichtenstein – Modehaus der Illusionen" von Marlene Averbeck

Vertrauen zu gewinnen dauert Jahre, es zu verlieren Sekunden.
thenerdybookbirdvor 2 Jahren

Obwohl das Lichtenstein im letzten Band erbittert, dafür gekämpft hat, dass sie nicht den Auftrag der NSDAP annehmen und Kleidung für Soldaten herstellen, ist diese Partei nun 5 Jahre später die zweitstärkste Kraft im Land und stellt den Arbeitsalltag im Lichtenstein gehörig auf den Kopf. Die Belegschaft spaltet sich durch die Wahnvorstellungen dieser Partei, eine „arische Rasse“ heranzuziehen, in zwei Lager auf: die Judenfreunde und deren Feinde. Bald schon werden die Proteste immer lauter und Menschen jüdischer Abstammung müssen um ihr Leben fürchten. Wie soll das Lichtenstein diese Zeit nur überstehen, ohne seine Identität aufzugeben?

Jedes Mal, wenn ich ein Buch lese, das von der Zeit des Nationalsozialismus handelt, bin ich immer wieder fassungslos. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie Menschen mit einem gesunden Menschenverstand wirklich gedacht haben können, dass Menschen jüdischer Abstammung nichts Wert sind und es verdient haben, dass man ihnen von dem einen auf den anderen Tag ihre gesamte Existenz wegnimmt. Bei dieser Kaltherzigkeit und Brutalität der Menschen, die plötzlich ihre Nachbarn bespitzeln und nur noch in Juden und Nicht-Juden denken, wird mir einfach nur schlecht. Natürlich war es keine einfache Zeit mit vielen Arbeitslosen und Armut, da ist es eben einfacher, die Schuld bei jemand anderem zu suchen als bei sich selbst.

Wie gut, dass wenigstens Hedi, Thea und Ella gegen diese Ungerechtigkeit vorgehen und so gut es geht, versuchen die jüdischen Mitarbeiter des Lichtensteins zu schützen. Gerade für Thea ist es besonders schwer, denn sie erfährt, dass ihr eigener Sohn unter dem Verdacht steht, ein Vierteljude zu sein. Zwar werden Vierteljuden nicht ganz so unmenschlich behandelt wie Halbjuden und Juden, aber es ist ein Risiko für ihre Familie. Auch die Familie Lichtenstein selbst wird von ihrer Konkurrenz denunziert, eine jüdische Familie zu sein und damit beginnt der Kampf um die Erhaltung des Lichtensteins, denn Juden dürfen ab einer gewissen Zeit auch keine Geschäfte mehr führen.

Mir fiel es irgendwann richtig schwer weiterzulesen, denn ich habe Hedi, Thea, Ella und die anderen Mitarbeiter des Lichtensteins im Laufe der letzten beiden Bücher lieb gewonnen und so konnte ich es fast nicht aushalten zu lesen, wie meine Lieblinge von einem politischen Regime mehr oder weniger fertig gemacht werden. Zudem wird dadurch nicht nur das Ende des Traditionshauses Lichtenstein eingeläutet, sondern auch das Ende der Modemetropole Berlin. Die „Arisierung“ zerstört alles, was fleißige Konfektionäre wie Hannes über die Jahre aufgebaut haben und mir als Modeliebhaberin blutet das Herz, wenn ich daran denke, welche Möglichkeiten uns dadurch verloren gegangen sind.

Ich verurteile jeden, der auch nur ansatzweise diesem Regime geholfen hat, an die Macht zu kommen. Es ist unentschuldbar, selbst wenn man es als einzigen Weg gesehen hat, in dieser Welt weiterzuleben. Ich bin sehr froh, dass sich Hedi, Thea und Ella dagegen gewehrt haben und am Ende vielleicht auch die Gewinner dieser traurigen Geschichte sind.

Aus diesem Grund kann ich nur jedem diese Buch-Reihe ans Herz legen, denn sie lässt eine Mode-Ära wieder aufleben, die viel zu lange verloren geglaubt war. Einfach eine großartige Reihe! 

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