Marlene Dietrich

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Autorin von Nachtgedanken, Ich bin, Gott sei Dank, Berlinerin und weiteren Büchern.

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Ich bin, Gott sei Dank, Berlinerin

Ich bin, Gott sei Dank, Berlinerin

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Erschienen am 01.06.1992
Nehmt nur mein Leben... Reflexionen

Nehmt nur mein Leben... Reflexionen

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Erschienen am 01.01.1985
Das ABC meines Lebens

Das ABC meines Lebens

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Erschienen am 01.05.2012
Schreib. Nein, schreib nicht

Schreib. Nein, schreib nicht

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Erschienen am 29.05.2008
Time for Love

Time for Love

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Erschienen am 01.09.2002
Marlene Dietrich. Portraits 1926 - 1960

Marlene Dietrich. Portraits 1926 - 1960

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Erschienen am 01.05.1993
My Life

My Life

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Erschienen am 01.07.1990

Neue Rezensionen zu Marlene Dietrich

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lippunermarcs avatar

Rezension zu "Nachtgedanken" von Marlene Dietrich

Poetische Miniaturen ruhmreicher Begegnungen
lippunermarcvor 2 Jahren

2005 veröffentlichte Maria Riva die Nachtgedanken ihrer Mutter. Diese nicht für die Öffentlichkeit bestimmten „sehr privaten Augenblicke der Schlaflosigkeit“ entstanden in den Jahren, in denen Marlene Dietrich sich bereits aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte, weil sie „die endlose Anstrengung leid war, die jenen Menschen abverlangt wird, die ein Ideal von Vollkommenheit verkörpern, ohne vollkommen zu sein.“ Notiert im Schein einer alabasternen Nachttischlampe, mit Stift oder auf einer tragbaren Schreibmaschine zu Papier gebracht, zeigen sie die poetische Seite der Dietrich. In kurzen Gedichten und knappen Charakterstudien nimmt sie Abschied von ihren berühmten Weggefährt_innen: Kolleginnen wie Edith Piaf, Hildegard Knef, Judy Garland oder Mae West werden skizziert, Burt Bacharach, ihrem langjährigen Tourneebegleiter „mit den blauesten Augen, die ich je gesehen habe“, ist der längste Text gewidmet, Schauspielkollegen wie Jean Gabin, Charlie Chaplin oder Ronald Reagan sind ebenso Teil ihrer melancholischen Erinnerungen wie die Menschen hinter der Kamera: Regisseure und Drehbuchautoren wie Fritz Lang, Billy Wilder oder Josef von Sternberg, Produzenten wie Sam Goldwyn oder Mike Todd sowie der „talentierteste Kostümbildner aller Zeiten“, Travis Banton. Darüber hinaus namhafte Modeschöpfer, Bildhauer, Politiker, Choreografen und Schriftsteller. Vor allem Schriftsteller. Wie Rilke, dem sie glücklicherweise nie begegnet ist, weil sie „vor Aufregung tot umgefallen“ wäre, Ernest Hemingway oder Erich Maria Remarque, mit dem sie eine dreijährige Liebesbeziehung verband.
Mit wenigen Worten gelingt es der Dietrich, mehr als 40 Berühmtheiten zu portraitieren und ihre emotionale Verbindung zu ihnen offenzulegen, Persönlichkeiten, die man größtenteils von der Leinwand kennt, von alten Schallplattenaufnahmen oder aus dicken Hollywood-Lexika, und die einem nun seltsam nahe rücken. Wie Travis Banton, ihr Kostümdesigner aus den Sternberg-Filmen, in den man sich nach der nur zehn Zeilen langen Würdigung unsterblich verliebt hat.
Liebevoll ist auch die Ausstattung des Buchs. Die zweisprachig gesetzten Gedichte sowie auf deutsch abgedruckten Prosatexte werden von großformatigen Schwarz-Weiß-Fotografien begleitet, mal mit der Dietrich, mal ohne sie. Unbekannte Aufnahmen wechseln mit Autogrammkartenportraits, die Typografie ist ein wenig verspielt, die Lettern schimmern hin und wieder in einem stilvollen, dunklen Grün, auch handschriftliche Notizen sind eingebunden in diesem Buch, das einem nicht nur die Dietrich näher bringt, sondern auf entrückt poetische Weise das untergegangene Hollywood wieder aufleben lässt.

(Die Rezension ist die gekürzte Version dieses bebilderten Blogbeitrags.)

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Marlene Dietrich wurde am 27. Dezember 1901 in Berlin (Deutschland) geboren.

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