Marlene Klaus Beschützerin des Hauses

(21)

Lovelybooks Bewertung

  • 18 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 1 Leser
  • 15 Rezensionen
(4)
(7)
(10)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Beschützerin des Hauses“ von Marlene Klaus

Die Kurpfalz 1593. Im Dorf Hockenheim findet man am Morgen des St. Georgstages den Lehrer bewusstlos im Straßengraben. Unfall oder Überfall? Das fragt sich schnell das ganze Dorf. Da in vielen Orten rund um die Kurpfalz Frauen wegen Hexerei verurteilt werden, vermutet man auch hier eine übernatürliche Macht hinter dem Ereignis. Doch Hockenheim untersteht Heidelbergs Gerichtsbarkeit, und diese besagt, dass Hexerei nicht existiert. Trotzdem wird die Heilerin Barbara gefangengesetzt. Da sie sich seit dem Tod von Mann und Tochter aus dem Dorfleben zurückzog, häufen sich die Gerüchte um sie. Mit ihrer offenen Art machte sie sich nicht viele Freunde und so greifen ihre Widersacher die Beschuldigungen bereitwillig auf, schüren den Verdacht. Doch sie erhält Hilfe von Winfried, einem Gefolgsmann des Königs aus dem Nachbardorf. Durch ihn muss sie sich den Schatten ihrer Vergangenheit stellen. Mit dem Kauf dieses Buches unterstützen Sie den Arbeitskreis Burg Wersau der „Freunde Reilinger Geschichte e.V.“. Für jedes verkaufte Buch fließt ein Spendenbeitrag von 50 Cent an den Arbeitskreis zur weiteren Erforschung der ehemaligen Tiefburg Wersau.

Gut recherchierter und lesenswerter Historienroman.

— Tonia
Tonia

Stöbern in Historische Romane

Der Preis, den man zahlt

Spannender Agententhriller aus der Zeit des spanischen Bürgerkrieges - spannend, brutal - mit starker Hauptfigur!

MangoEisHH

Nachtblau

Gelungene Mischung aus Geschichte und Fiktion über die Niederlande im 17. Jahrhundert und das Handwerk des 'holländischen Porzellans'.

c_awards_ya_sin

Das Versprechen der Wüste

Geschichte zu einem mir vorher unbekannten Land...

nicigirl85

Postkarten an Dora

Ein absolutes Meisterwerk, was gelesen werden will! Ein toller Debütroman, der es in sich hat!

Diana182

Die Räuberbraut

Authentischer und interessanter Einblick in das historische Räuberleben.

Katzenauge

Ein ungezähmtes Mädchen

Das Beste, was ich in letzter Zeit gelesen habe. Ich habe teilweise tränenüberströmt mitgefierbert!

Zweifachmama

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

    Mehr
    • 1032
  • Rezension zu "Beschützerin des Hauses" von Marlene Klaus

    Beschützerin des Hauses
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. May 2012 um 09:24

    Nicht nur historische Hintergründe detailgetreu wiedergegeben, sondern auch die Lebensumstände und Rechtssprechung dieser Zeit. Orte der Handlung sind real und perfekt recherchiert. Die Intrigen einer dörflicher Gemeinschaft werden durch die einfühlsame Beschreibung der Darsteller sehr anschaulich. Wer nebenbei etwas über Kräuterheilkunde erfahen möchte, kommt nicht zu kurz. Marlene Klaus macht das Mittelalter lebendig!

    Mehr
  • Leserunde zu "Beschützerin des Hauses" von Marlene Klaus

    Beschützerin des Hauses
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Suche 20 Testleser/innen, die Lust auf einen fesselnden historischen Krimi haben! Kurz zum Buchinhalt: Nachdem ihre Familie bei einem Brand ums Leben gekommen ist, hadert die Heilerin Barbara mit dem Schicksal und wird zur Außenseiterin. Nach einem Überfall im Dorf gerät sie unter Verdacht. Raub und Hexerei werden ihr unterstellt, die Dorfbewohner fordern die Todesstrafe. Doch nicht jeder glaubt den Anschuldigungen, es beginnt ein Kampf gegen die Zeit und um die Aufklärung der Ereignisse. Die Bewerbungsfrist läuft bis 21.6. - Marlene Klaus und ich, als Verlegerin des Buches, freuen uns auf die Diskussion!

    Mehr
    • 280
  • Rezension zu "Beschützerin des Hauses" von Marlene Klaus

    Beschützerin des Hauses
    Buchina

    Buchina

    10. August 2011 um 18:15

    Barbara hat es nicht einfach, bei einem Brand, der nie richtig aufgeklärt wurde, kam ihr geliebter Mann und ihr Kind ums Leben. Nun lebt sie mit ihrer Mutter zusammen und versucht sich über die Runden zu bringen. Mit ihrem Beruf der Heilmänin stößt sie im Jahr 1593 bei ihren Nachbarn auf Misstrauen. Einerseits hilft sie Kranken und Verletzten, anderseits wird sie hinter vorgehaltener Hand als Heidin und sogar als Hexe beschimpft. Als es zu Ernteausfällen und Unwettern kommt, nimmt das Unglück auch für Barbara ihren Lauf. Durch Intrigen und Aberglaube wird sie angeklagt eine Hese zu sein. Aber die Gerichtsbarkeit der Kurpfalz gibt ihr etwas Schutz, sie hat die Möglichkeit der Verhandlung. Das Recht und ihre Umsetzung nimmt dabei einen großen Stellenwert im Roman ein. Dies hat die Autorin alles sehr gut recherchiert. Leider geht dabei manchmal das Lesevergnügen abhanden. Manche Stellen waren sehr langatmig und besonders am Anfang war es für mich schwer die rechtlichen Sachverhalte zu verstehen. Bis auf das Ende wirkte der Roman sehr authentisch. Die vom Verlag und Autorin angekündigte Krimigeschichte war dagegen kaum zu erkennen. Dadurch war die Enttäuschung vorprogrammiert. Es ist ein sehr gut recherchierter historischer Roman, der sich durch seine Authenzität von vielen anderen des Genre abhebt. Er schafft es aber leider nicht immer die Spannung zu halten, was neben der Recherche natürlich auch ein wichtiger Punkt ist, deshalb nur 3 Sterne.

    Mehr
  • Rezension zu "Beschützerin des Hauses" von Marlene Klaus

    Beschützerin des Hauses
    conneling

    conneling

    07. August 2011 um 22:37

    Barbara lebt nach dem Tod ihres Mannes und ihrer Tochter bei ihrer Mutter, und geht dort ihrer Arbeit nach. Sie ist eine Heilerin wie ihre Mutter auch und beschäftigt sich mit Kräutern, Wurzeln, Blätter, alles, was bei Schmerzen und Krankheit Linderung verschaffen mag. Sie gibt sich die Schuld am Tod ihrer Familie und vergräbt sich in ihrer Arbeit, im Wald bei Pflanzen und Kräutern um dort vielleicht endlich ihr schlechtes Gewissen niederlegen zu können. Sie ist eineigen Dorfbewohnern ein Dorn im Auge, wenn was schief geht, dann kann es ja nur an der Heilmännin liegen, die auch Nachts ihrer Arbeit nachgeht wen es sein muss. Das kann nur Hexenwerk sein! Die Verdächtigungen werden immer lauter als als bei einem bösen Wetter auch noch der NAchtwächter bei einem Unfall ums Leben kommt, da kann nur sie ihre Finger im Spiel gehabt haben und das Wetter verhext haben. Ein Königsmann macht ihr den Hof, aber sie traut ihrem Glück nicht und weist ihn ab, was er sich aber nicht bieten lässt. Agnes Zahn, die Tochter des Zentgrafen spiet ein böses Spiel mit ihr und hat ihre Finger immer mitten drin, und das schon eine ganze Weile wie Barbara am Ende erfahren muss. Die Beschützerin des Hauses war am Anfang schwer zu lesen und es war nicht leicht in die Geschichte reinzukommen, aber bald schon habe ich es sehr gerne gelesen. Sehr gut recherchiert und geschrieben gibt es einen guten Einblick in diese Zeit und hat mich positiv überrascht.

    Mehr
  • Rezension zu "Beschützerin des Hauses" von Marlene Klaus

    Beschützerin des Hauses
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    07. August 2011 um 21:34

    Der historische Roman "Beschützerin des Hauses" von Marlene Klaus handelt von einer erwachsenen Frau, Barbara, die als Kräuterweib nach dem tragischen Tod von Mann und Kind mit der alten Mutter zusammenlebt und von der kleinen Dorfgemeinde nach einem Überfall auf den Lehrer und im Unwetter-Sommer als Hexe verschrieen wird. Anfangs hatte ich etwas Mühe, all die zahlreichen Namen zuzuordnen und mit der "altertümlichenSprache", die aber zur Geschichte passt, zurechtzukommen. Im weiteren Verlauf der Geschichte kristallisieren sich die einzelnen Charaktere besser heraus, so dass die Namen durchaus kein Hinderniss im Verständnis darstellten. Neben einer anbahnenden Liebesgeschichte zeigt der Roman eine sehr unruhige Zeitepoche: Es wird einerseits auf die Ausbildung der Kinder und der Wissenschaft Wert gelegt, aber in dramatischen Situationen, wie beispielsweise einem schweren Gewitter mit Sturm, brodeln alter Aberglaube wieder hoch. Und wenn dann eine schutzlose, wehrlose Person gefunden ist, kommen auch die vernünftigsten Menschen ins Grübeln. Marlene Klaus entführt uns in eine Zeit, in der die Rechtssprechung noch komplizierter erscheint als zur heutigen Zeit, in der die Leute oft nicht wissen, wem oder was sie glauben sollen, denn auch die religiöse Richtung wechselt, in der Vernunft wider Aberglaube steht, was oft zum Schmunzeln anregt, aber doch wieder zum Kopfschütteln führt. Ich fand den Roman auf alle Fälle lesenswert, gut, ich hätte mich gefreut, ein wenig mehr über die Religionen zu erfahren, aber auch so bemerkt der Leser das unglaubliche Wissen der Autorin über diese Zeit. Sehr gute Recherche, wenn ich mir auch trotz Glossar mit Erläuterung der Begriffe und Rechtspersonsbezeichnungen nicht viel merken werde! Ich fand es fast schon schade, dass zum Ende hin doch eine persönliche Liebesgeschichte mit -für mich- unpassendem, unglaubwürdigem Happy End im Vordergrund stand, was dieser unruhigen schweren Epoche doch das Bild einer alles-wird-gut- Zeit vermittelt.

    Mehr
  • sadgah

    Beschützerin des Hauses
    Buecherfee82

    Buecherfee82

    x

    • 3
  • Rezension zu "Beschützerin des Hauses" von Marlene Klaus

    Beschützerin des Hauses
    Arwen10

    Arwen10

    Es ist 1593. Die Heilerin Barbara hadert mit dem Schicksal nachdem sie Mann und Kind bei einem Brand verloren hat. Sie geht ihre eigenen Wege und nachdem der Lehrer im Ort überfallen wurde, kommt schnell der Verdacht auf, Barbara sei es gewesen. Sie wird der Hexerei angeklagt. Es handelt sich um einen historischen Roman der anderen Art. Das Cover ist nicht die übliche Frau in Gewändern aus der Zeit, sondern ein Haus, im Hintergrund die Kirche und ein Blatt der Pflanze "Frauenmantel". Dieses Blatt begleitet uns im ganzen Buch und ich finde es sehr schön, dieses Blatt am Ende jeden Kapitels. Die Autorin Marlene Klaus hat einen sehr schönen Schreibstil, man fühlt sich direkt in die Zeit zurückgesetzt, in die der Roman spielt. Am Anfang dauerte es etwas bis ich in den Roman hineingefunden habe, viele Personen wurden vorgestellt und ich kann mir diese immer schlecht merken. Aber dann fühlte ich mich sehr wohl in dieser Geschichte, die nun zu keiner Zeit langweilig wurde. Im Gegenteil, ich war begierig darauf zu erfahren, was dann nun aus dem Königsmann wird, der sich in Barbara verliebt hat und der um sie wirbt. Und wie und ob Barbara aus dem Gefängnis befreit wird. Daneben gibt es noch viele Personen, die in diesem Roman eine besondere Rolle spielen: der Nachtwächter Gässler, dem Alkohol verfallen, der Zehntgraf Johannes Zahn, der Barbara früher einmal nachgestiegen ist und seine Tochter Agnes, die eine tragische Rolle spielt und natürlich Barbaras Mutter Katharina, um nur ein paar zu nennen. Dieser Roman ist insgesammt wenig spektakulär, viele Dinge drücken sich auch nur in Blicken und Gesten aus, ohne ausgesprochen zu werden. Dies ist auch eines der Dinge, die diesen Roman von anderen historischen Romanen unterscheidet. Sehr genaue Recherchen der Autorin und ein Glossar, in dem einige Begriffe erklärt werden, runden den in sich stimmigen Roman ab. Weitere Bücher der Autorin würde ich direkt wieder lesen.

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Beschützerin des Hauses" von Marlene Klaus

    Beschützerin des Hauses
    Tami

    Tami

    Marlene Klaus entführt ihre Leser in das Jahr 1593 in die deutsche Kurpfalz. Die Heilfrau Barbara muss mit ihrem Schicksal käpfen und sich gegen Verleumdungen behaupten. Als Hexe verschrien, muss sie sich gegen das Gesetz wehren und ihre Unschuld beweisen. Dieser historische Roman strotzt nur so vor Nachforschung. Wer glaubt, dass die gute alte Kurpfalz sich nicht für einen spannenden Roman eignet, hat noch nicht dieses Buch gelesen. Die Autorin schafft es all ihr gesammeltes Wissen mit in eine Geschichte einzuweben, die ihre Höhen und Tiefen hat. Nicht nur Gerichtsverhandlungen sondern auch Sprache der Figuren und die Landschaft sind realistisch. Der Leser wird in die Vergangenheit gezogen und kann sich, trotz des anderen Jahrhunderts und anderer Lebensumstände, in diese Geschichte hineinversetzen. Die Handlung hält immer wieder Überraschungen bereit und lässt es nie langweilig werden. Besonders begeistert hat mich an diesem Buch die detaillierte Beschreibung der Figuren. Durch ihre formulierungen erschafft Marlene Klaus Bilder im Kopf des Leser, malt Landschaften aus Emotionen. Immer für eine Überraschung gut, kommt nach und nach die Vergangenheit der einzelnen Protagonisten zu Tage und man wird immer weiter mit in das Geschehen gezogen. Das Schöne an diesem Roman ist, dass die Probleme mit denen eine Frau wie Barbara zu kämpfen hatte deutlich werden, dass es aber außer Hass und Verleumdung auch noch Liebe und wahre Freundschaft gab. Dieser besondere historische Roman lässt sich vor allem Leuten empfehlen, die mal wieder in die deutsche Heimat zurückkehren wollen. man wird immer mehr gefesselt und kann sich zum Ende vom Buch nicht mehr davon lösen.

    Mehr
    • 3
  • Rezension zu "Beschützerin des Hauses" von Marlene Klaus

    Beschützerin des Hauses
    abuelita

    abuelita

    24. July 2011 um 15:48

    Barbara, eine junge Witwe, die mit ihrer Mutter zusammen lebt, gilt als Heilerin. Sie gibt sich selbst zur Aussenseiterin wird. Als nun ein Unfall passiert, sind die Einwohner des Dorfes schnell dabei, ihr die Schuld zu zuschieben und Raub und Hexerei werden ihr unterstellt…. Mir hat dieser spannende historische Roman gut gefallen. Der Autorin ist es meiner Meinung nach bestens gelungen, die Charaktere- vor allem den Frauen – gut darzustellen und manche Personen konnte man förmlich neben sich stehen sehen. Ein Manko allerdings war für mich, dass sich zu Ende des Buches hin manche Personen - für mich absolut nicht nachvollziehbar – wie durch ein Wunder „gewandelt“ haben – und das passte für mich nicht so richtig zusammen.

    Mehr
  • Rezension zu "Beschützerin des Hauses" von Marlene Klaus

    Beschützerin des Hauses
    Caro1893x

    Caro1893x

    23. July 2011 um 12:53

    um Inhalt: Barbara ist eine Heilerin, die den Mensch so gut es geht bei ihren Leiden hilft und versucht sie gesund zu machen. Doch leider hat sie es durch ihren Beruf überhaupt nicht leicht. Immer wieder kommen Gerüchte auf, sie sei eine Hexe und stünde mit dem Teufel im Bunde. Barbara tut dieses Geschwätz leichtfertig ab, denn sie glaubt nicht, dass ihr das gefährlich werden könnte. Abgesehen davon möchte sie eigentlich sowieso nichts mehr von der Welt wissen, seit ihre Tochter und ihr Ehemann bei einem Brand auf tragische Weise ums Leben kamen. Noch immer gibt Barbara sich die Schuld dafür und niemand kann sie vom Gegenteil überzeugen, bis ein unbekannter Mann in Hockenheim erscheint und beginnt um Barbara zu werben. Kurz darauf gibt es ein heftiges Unwetter in ihrer Stadt und Barbara wird dafür verantwortlich gemacht. Sie findet sich kurze Zeit später im Kerker wieder, kurz davor als Hexe angeklagt zu werden. Und niemand in Sicht, der ihr helfen könnte. Meine Meinung: Das Äußere: Obwohl das Cover nicht sooo auffällig ist, oder eigentlich gerade deswegen wollte ich ein paar Worte dazu "sagen". Diejenigen von euch, die gerne historische Romane lesen, wissen, dass sie sich vom Cover her immer sehr ähneln. Meistens ist irgendein junges Mädchen vorne drauf. Selten haben sie wirklich etwas mit dem Inhalt zutun. Das Cover von "Beschützerin des Hauses" unterscheidet sich hier komplett von allen anderen historischen Romane, die ich bisher gelesen habe. Das finde ich eigentlich ziemlich gut, da es Mut beweist, vom Trend abzuweichen, andererseits hätte ich in der Buchhandlung wahrscheinlich genau wegen dieses Covers nicht danach gegriffen. Auch in der Vorschau hätte ich vermutlich darüber hinweggeblättert. Ich weiß, das widerspricht sich jetzt eigentlich, aber so ist es nunmal irgendwie. Ich finde das Cover jetzt auch nicht soooo spitzenmäßig, ich finde es nur toll, dass hier gegen den Strom geschwommen wird und das Cover ziemlich einzigartig ist. Das Innere: Ich habe sehr sehr schwer in das Buch hinein gefunden und seeeehr lange gebraucht, bis ich Spaß am Lesen hatte. Zunächst konnte ich nämlich nur sehr wenig mit dem Buch anfangen. Da ich sonst eher leichtere historische Romane wie z.B. die von Iny Lorentz lese, hat mich der Schreibstil von Marlene Klaus etwas überrascht. Es ist nämlich sehr viel anspruchsvoller und ganz anders geschrieben, wie die ganzen anderen historischen Romane, die ich bisher gelesen habe. Eigentlich ist das kein Minuspunkt, aber es hat mir das Hineinfinden in das Buch doch sehr erschwert. Dazu kommt, dass am Anfang so viele Personen vorgestellt werden, dass ich keine Ahnung mehr hatte wer, wer ist und wen ich wo zuordnen soll. Immer wieder musste ich grübeln oder sogar zurückblättern um herauszufinden, wer denn jetzt nochmal wer war. Das war ziemlich anstrengend, zeitaufwendig und so auch stellenweise echt nervig. Ein paar Personen weniger hättens hier vielleicht auch getan. Ansonsten fand ich die Protagonisten eigentlich ganz ok. Bin jedoch mit keinem von ihnen so richtig warm geworden. Erst gegen Ende gefielen mir Barbara und der Königsmann richtig gut. Barbaras Mutter ging mir stellenweise total auf die Nerven. Sie sagt nämlich ständig "Na!" Und das zu den unpassendsten Momenten. Manchmal habe ich gedacht "Kannst du nicht mal die Klappe halten, das nervt!". Eine weitere Protagonistin, Agnes, fand ich auch sehr seltsam und mehr nervig als alles andere. Barbara konnte ich zwar verstehen, sie hatte den Verlust ihres Mannes und ihres Kindes einfach nicht verkraftet, doch dass sie fast alle in ihrer Umgebung ständig vor den Kopf stößt brachte mich irgendwann auch an den Rande der Verzweiflung. Barbaras Nichte Hedwig hingegen gefiel mir gut, da sie sich nichts sagen lässt, sondern tut was sie möchte und für ihre Liebe kämpft. Die Geschichte wurde nach einer Weile dann sogar richtig spannend. Ich habe total mit den Protagonisten mitgefiebert und auf ein gutes Ende für alle gehofft. Trotzdem muss ich leider sagen, dass ich das Buch zwischenzeitlich auch weggelegt und ein anderes dazwischengeschoben habe, weils mir einfach zu anstrengend war. Das liegt sicherlich auch daran, dass ich sonst andere historische Romane gewöhnt bin. Das Buch war wirklich nicht schlecht, aber so ganz überzeugt hat es mich im Ganzen leider nicht, da der Anfang für mich zu schleppend war. Das Ende fande ich schön und ich war froh, dass es so ausgegangen ist. Ich mag Bücher nicht in denen es alles immer ganz realistisch sein muss und die Bücher deswegen traurig enden. Bücher möchte ich lesen um mich aus der Wirklichkeit wegzuträumen, deswegen brauchen sie für mich auch ein Happy End. Das Glossar am Ende des Buches fande ich nützlich und hilfreich. Man kann viele Wörter nachschlagen, die einem in dem Buch vielleicht fremd vorkommen und man merkt hier auch, dass die Autorin gut recherchiert und sich viele Gedanken um die Hintergründe gemacht hat. Fazit: Ein gut recherchierter historischer Roman, bei dem ich leider ziemlich lange gebraucht habe um hineinzufinden, der dann aber sehr spannend wird und ein schönes Ende hat.

    Mehr
  • Rezension zu "Beschützerin des Hauses" von Marlene Klaus

    Beschützerin des Hauses
    Leela

    Leela

    15. July 2011 um 20:17

    Barbara, die als Heilerin in Hockenheim arbeitet, wird seit dem Tode ihres Mannes und ihrer Tochter von Schuldgefühlen geplagt, zieht sich immer mehr aus der Gesellschaft zurück und verbringt ihre Zeit lieber im Wald und mit ihrer Mutter Katharina. Da bereits im Dorf über sie getuschelt wird, fällt der Verdacht schnell auf sie, als ein Bewohner des Dorfes überfallen wird. Barbara hat fortan mit Schuldzuweisungen und Vorturteilen zu kämpfen... Historische Romane sind ja eine Sache für sich und nicht immer geht diese Sache gut, denn gerne bedienen sich Autoren solcher Romane, besonders, wenn sie in der frühen Neuzeit angesiedelt sind, haufenweise Klischees und auf einmal gibt es in dieser Epoche nichts als Blut und Gewalt und noch einmal Gewalt. Ah ja - und natürlich Kitsch, wenn wir schon bei der üblichen Aufzählung sind, die Bücher zwar nicht unamüsant machen muss, aber historisch gesehen doch unhaltbar und unfreiwillig putzig. Nicht so aber bei Marlene Klaus, die ein authentisches Gemälde der Hockenheimer Gesellschaft im 16. Jahrhundert abliefert, es dabei aber auch noch schafft, eine interessante Geschichte zu erzählen. Zugegeben: Das Buch beginnt etwas zäh, denn die Autorin nimmt sich viel Zeit, die handelnden Personen einzuführen, ohne dabei jedoch die Handlung voranzutreiben, die erst nach ca. 200 Seiten langsam Fahrt aufnimmt. Wer jedoch ein wenig Geduld zeigt, wird mit einer gut durchdachten Geschichte und vor allem mit einigen überaus gelungenen und gut ausgearbeiteten Charakteren belohnt, die jeweils eine eigene, interessante Hintergrundgeschichte haben. "Beschützerin des Hauses" mag eher ein 'Roman der leisen Töne' sein, wirkt jedoch realistisch, die Charaktere sympathisch und glaubhaft, der Schreibstil ungewöhnlich und, manchmal zum Schmunzeln, aber vor allem immer zum beschriebenen Umfeld passend. Auch wenn das Buch anfangs etwas Geduld zu fordern scheint, kann ich es weiterempfehlen, vor allem Lesern von realistisch anmutenden, hist. Romanen, die wert auf erzählerische Dichte und überzeugende Charakterisierungen legen. 3,5 von 5 Sternen

    Mehr
  • Rezension zu "Beschützerin des Hauses" von Marlene Klaus

    Beschützerin des Hauses
    ginnykatze

    ginnykatze

    Ich bin schuld !!! Ich kann mir niemals vergeben !!! Zum Inhalt: Wir werden hier in das Jahr 1593 in Hockenheim versetzt. Barbara, die als Heilerin arbeitet, ist Witwe und am liebsten ist sie im Wald. Dort fühlt sie sich wohl und kann allein mit sich und der Welt Kräuter anpflanzen und sammeln. Aber diese Waldgänge sind auch an ein schweres Schicksal gebunden, hat sie doch vor Jahren, als sie wieder des Nachts losgehen wollte, ein Feuerchen in ihrem Ofen gemacht damit ihre Tochter und ihr Ehemann nicht frieren, wenn sie aufwachen. Als sie dann aus dem Wald zurückkehrt, brennt ihr Haus und mit ihm ihre Familie. Durch diesen herben Verlust und den Selbstzweifeln, die Barbara hegt, wird sie zur Einsiedlerin. Sie zieht zu ihrer Mutter und lebt dort mit der Katze Schreihals ein bescheidenes und zurückgezogenes Leben. Auch die Kirche kann ihr nicht helfen, denn hat Gott nicht zugelassen, dass ihre Familie umkommt? Das, und viele andere Dinge, werden ihr schließlich vorgeworfen. Als dann ein Unfall geschieht und auch noch ein riesengroßes Unwetter das Dorf heimsucht, der Nachtwächter ums Leben kommt, wird sie der Zauberei und Hexerei beschuldigt und in den Kerker geworfen. Barbara versteht das alles nicht, sie hat doch nichts Unrechtes getan. Ihr einziger Freund, der junge Friedgard, wendet sich nun auch von ihr ab. Agnes, die Tochter des Zentgrafen Zahn, die in Friedgard verliebt ist, hasst Barbara über alle Maßen. Sie denkt nämlich, dass der frühe Tod ihrer Mutter die alleinige Schuld von Barbara ist. Nun aber will sie Friedgard ganz für sich. Sie lässt sich von einer Wahrsagerin einen Liebestrank geben und gibt ihm diesen dann mit Hilfe von Elli, die dort arbeitet. Ja und tatsächlich ist er nun mit ihr zusammen. Kann es sein, dass der Trank solch schnelle Wirkung hat???? Der Zentgraf selbst hat auch noch eine Rechnung mit Barbara offen und ist ihr keineswegs gut gesinnt. Die Dorfgemeinschaft, aufgeschreckt durch das furchtbare Unwetter, schreit jetzt auch gegen Barbara. Alle wussten es schon immer: Sie ist eine Hexe. Zeugen werden vernommen, bevor der Prozess beginnen kann. Hier nun beende ich meine Zusammenfassung. Lest selbst und lasst Euch überraschen. Fazit: Ein guter historischer Roman ist Marlene Klaus hier gelungen. Gut recherchierte Hergänge der gerichtlichen- wie auch geschichtlichen Seite werden hier aufgezeigt. Einzig die kriminalistische Seite des Romans kam nicht wirklich gut rüber. Ausgelegt als solcher, hätte ich mir da doch ein bisschen mehr Aufklärung versprochen. Die Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet und beschrieben. Vor allem den Zentgrafen Zahn, konnte ich fast riechen, als ich das Buch las. In jeder Zeile war man in dem Geschehen dabei und man konnte sich in die Zeit hineinversetzen. Gestört hat mich nun aber das Ende, das ja ….. wie aus 1001 Nacht oder Grimms Märchen rüber kam. Ein solches Ende hatte ich mir wirklich nicht vorgestellt, wo doch das ganze Buch über viele dunkle Geschehnisse und Geheimisse beschrieben wurden. Auch die Verwandlungen bestimmter Personen gingen mir doch ein bisschen zu schnell, da hätte mir ein wenig mehr Information sicher besser gefallen. Alles in Allem ein guter historischer Roman, den ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann. Hier gibt es von mir 3 Sterne, und hier hat das Ende den Abzug gebracht. Ich bedanke mich noch einmal bei dem DRYAS Verlag, der mir das Lesen durch die Gewinnerauslosung ermöglichte. Auch bei der Autorin, Marlene Klaus, die die Leserunde bei Lovelybooks begleitete und natürlich bei den anderen Leserundenteilnehmern.

    Mehr
    • 3
  • Rezension zu "Beschützerin des Hauses" von Marlene Klaus

    Beschützerin des Hauses
    Scorch

    Scorch

    12. July 2011 um 20:20

    Barbara, Heilerin mit Leib und Seele, hat vor fünf Jahren ihre Familie durch einen schrecklichen Brand verloren und plagt sich seitdem mit Schuldgefühlen. Gemeinsam mit ihrer Mutter Katharina besteht ihr Lebensinhalt darin, Tinkturen und Salben aus Kräutern herzustellen, die sie nachts im angrenzenden Wald sammelt. Durch ihre eigensinnige Art, die nächtlichen Ausflüge, das Fernbleiben vom Gottesdienst und auch die Fähigkeit Menschen zu heilen gerät sie in Verruf, eine Hexe zu sein. Sie soll an dem Überfall eines braven Bürgers, dem Tod einer schwer kranken Frau, sowie dem schlechten Wetter, von dem Hockenheim seit einiger Zeit verfolgt wird, Schuld sein und so sind einige Bürger mit Eifer dabei, die Hexe zu überführen, um sie auf dem Scheiterhaufen brennen zu sehen. Zu Beginn hatte ich große Probleme mich mit dem Schreibstil der Autorin anzufreunden, da er sehr von Gerichtstextauszügen geprägt war und somit den Lesefluss beeinträchtigte. Nach ungefähr 200 Seiten lag der Schwerpunkt dann aber mehr auf den Personen mit ihren Problemen und Gefühlen und so wuchs der Lesespaß. Marlene Klaus hat eine Vielzahl von unterschiedlichen Personen erschaffen, von der rachsüchtigen, liebestollen jungen Frau über den von Wahnvorstellungen heimgesuchten Nachtwächter ist alles dabei. Wir werden in das Jahr 1593 entführt und erleben die Tücken des Alltags und die für unsere Denkweise völlig absurden Vorstellungen der Bürger mit den daraus resultierenden Folgen. In einer Zeit, in der die Folter noch nicht abgeschafft wurde, war auch die Gefangenschaft ein ernstes Thema und sie wird für den Leser sehr bildlich dargestellt. Alles in allem war es ein guter historischer Roman, bei dem allerdings manche Personen eine zu starke bzw. in meinen Augen eine nicht ganz nachvollziehbare Wandlung durchgemacht haben. Außerdem wurde der Roman vorher als historischer Krimi angekündigt, wobei mir der Krimiaspekt leider bedeutend zu kurz kam und dadurch meine Erwartungen nicht ganz erfüllt hat. Für Hockenheimer ist dieser Roman sicherlich ein wahrer Lesegenuss, da die Orte und die Natur schön beschrieben wurden und auch ansonsten wird ein Fan von historischen Romanen nicht enttäuscht werden, auch da das Thema der Hexenverbrennung noch nicht so oft verarbeitet wurde, wie andere Themen.

    Mehr
  • Rezension zu "Beschützerin des Hauses" von Marlene Klaus

    Beschützerin des Hauses
    AnjaKoenig

    AnjaKoenig

    10. July 2011 um 19:32

    mir hat das buch sehr gut gefallen, auch wenn der schluss eigentlich schon ziemlich extrem gut war. die aufklärung der todesfälle lassen die bezeichnung historischer krimi schon zu, wenn man auch normalerweise unter einem krimi was anderes versteht. ich würde das buch auf jeden fall weiterempfehlen. liest sich sehr gut! ist gut recherchiert und interessant.

  • weitere