Marlene Klaus Das Buch des Kurfürsten: Historischer Roman aus Heidelberg

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Inhaltsangabe zu „Das Buch des Kurfürsten: Historischer Roman aus Heidelberg“ von Marlene Klaus

Heidelberg, November 1595. Hedwig und Philipp Eichhorn leben mit ihrem Kind in der Residenzstadt. Sie arbeitet als Magd, er als Knecht in der kurfürstlichen Kanzlei. Ihr junges Glück wird brutal zerstört, als man Hedwig und das Kind entführt. Die Entführer erpressen Philipp, er soll ein Buch, das den Besitz der kurfürstlichen Gefolgsleute auflistet, aus der Kanzlei stehlen. Hedwig, die in einer Hütte außerhalb Heidelbergs festgehalten wird, fürchtet um ihr Leben und das ihrer Tochter. Aber auch Philipp ist in Gefahr. Immer enger zieht sich das Netz der Verschwörer um die Eheleute. Doch ihr Mut und ihre Liebe lässt sie nicht im Stich.

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  • Das Buch des Kurfürsten

    Das Buch des Kurfürsten: Historischer Roman aus Heidelberg
    Ikopiko

    Ikopiko

    24. April 2015 um 13:23

    Hedwig, ihr Mann Philipp und der Säugling Juli sind eine kleine, glückliche Familie. Dieses Familienglück wird jedoch jäh gestört, als Hedwig und Juli entführt werden und Philipp erpresst. Philipp soll seinem Arbeitgeber ein Kopialbuch stehlen und den Entführer übergeben. Ansonsten wird er seine kleine Familie nicht mehr lebend wiedersehen. Philipp geht auf die Bedingung ein und besorgt das Buch. Damit ist das Problem jedoch nicht aus der Welt, denn Hedwig und Juli werden nicht freigelassen. Um seine Tat zu decken, verstrickt Philipp sich in ein Lügennetz gegenüber Familie und Freunden. In einer autorenbegleiteten Leserunde habe ich dieses Buch gelesen. So hatte ich bei Fragen immer gleich die kompetente Ansprechpartnerin zur Hand. Darüber hinaus befindet sich am Ende des Buches ein Glossar, was in einigen Fällen sehr hilfreich war. Mit etwas gemischten Gefühlen habe ich das Buch nach dem Lesen geschlossen. Die Charaktere waren gut ausgearbeitet. Sprachlich ist die Geschichte schön abgerundet. Ich bekam einen guten Einblick in die Büroarbeit von Philipp. Jedoch gab es auch viele langatmige Stellen, insbesondere sich sehr ähnelnde Fluchtszenen. Hier habe ich mich dabei erwischt, dass ich diese Szenen mehr oder weniger „überflogen“ habe. Hier fehlte mir die Spannung. Insgesamt handelt es sich um einen gut recherchierten historischen Roman, jedoch mit einigen Längen.

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  • Das Buch des Kurfürsten

    Das Buch des Kurfürsten: Historischer Roman aus Heidelberg
    Svanvithe

    Svanvithe

    06. February 2014 um 12:17

    "Das Buch des Kurfürsten" stammt aus der Feder von Marlene Klaus und wurde vom Dryas Verlag herausgegeben. In der Regel sind die Taschenbbücher von dort ansprechend gestaltet. Auf dieses hier trifft es erneut zu. In und um Heidelberg des Jahres 1595 liegt im November bereits Schnee. Das junge Ehepaar Hedwig und Philipp Eichhorn hat ihr Glück mit der kleinen Tochter Juliana (Juli genannt) gekrönt. Sie arbeitet als Magd beim wohlwollenden und großmütigen Tuchhändler Belier, er ist Knecht in der Kanzlei des Kurfürsten. Ihr Leben ist ruhig und beschaulich. Bis zu dem Tag, an dem Hedwig und ihre Tochter entführt und Philipp erpresst wird. Er soll ein bestimmtes Buch zunächst aus der Kanzlei entwenden, den Entführern übergeben und sodann zurückbringen, andernfalls er seine Familie nicht wiedersieht. So geschieht es auch, doch scheitert die "Rückgabe" am Nichterscheinen der Entführer. Philipp ist verzweifelt und verstrickt sich in Lügen, gegenüber allen und jedem. Währenddessen gelingt Hedwig und Juli mit Hilfe des Walisers Ryss die Flucht... Wie stets bin ich mit Freude ans Lesen gegangen und habe versucht, zu den Figuren eine Beziehung aufzubauen. Das war etwas schwierig, weil man Hedwig und Philipp nicht gemeinsam agierend erlebt. Denn bereits auf den ersten Seiten des Romans finden Entführung und Erpressung statt. Irritiert hat mich zunächst auch der Name des Kindes: Juli. Sehr modern, dachte ich und konnte mir keinesfalls vorstellen, dass um 1595 jemand sein Kind so benannte. Die Aufklärung erfolgt erst auf Seite 85 (!), oder habe ich es bis dahin überlesen? Der Sprachstil der Autorin ist größtenteils der Zeit angepasst. Ich persönlich habe allerdings manchmal die Grobheit in den Reden der Entführer als störend empfunden. Sehr umfangreich erfolgt eine Beschreibung der Ritterschaft und des Lehenswesens der damaligen Zeit, der Arbeit der kurfürstlichen Kanzlei mit den dort archivierten sogenannten Kopialbüchern, in denen entsprechende Lehen verzeichnet wurden. Auch Heidelberg und umliegende Ortschaften finden sich ausführlich im Text wieder. Ich hätte mich jedoch über eine Karte gefreut, um eine Vorstellung der Gegebenheiten zu bekommen, da ich dieses Gebiet überhaupt nicht kenne. Es ist zu spüren, dass sich die Autorin intensiv mit den historischen Fakten auseinander gesetzt hat und diese vermitteln will. Dies tut sie zum Teil seitenweise, das heißt absatzlos. Man darf quasi nicht absetzen beim Lesen, da man sonst die Stelle nicht wiederfindet. Das ist ein wenig anstrengend und im ersten Teil des Buches hat es mich auch etwas genervt und meine Lesefreude gemindert. Die kam dann erfreulicherweise im Verlaufe des Geschehens wieder, weil die Autorin nach der historischen Abhandlungen den Spannungsbogen wieder aufnimmt und entwickelt und daneben Augenmerk auf die Beziehung zwischen Hedwig und ihrem Fluchthelfer und Begleiter Ryss legt. Besonders gut hat mir hierbei gefallen, dass Marlene Klaus das Verhältnis zwischen der jungen Frau und dem anfänglich Fremden nicht zu einer Liebesgeschichte ausbaut, sondern mit viel Wärme eine Freundschaft zwischen diesen beiden Menschen erlebbar und nachvollziehbar beschreibt und uns an der Gedanken- und Gefühlswelt der beiden und auch Philipps, der sich sich damit auseinandersetzen muss, teilhaben lässt. Das empfinde ich als sehr gelungen. Deshalb empfehle ich das Buch trotz seiner Schwächen auch gerne weiter

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  • [Rezension] Marlene Klaus – Das Buch des Kurfürsten

    Das Buch des Kurfürsten: Historischer Roman aus Heidelberg
    MiraSun

    MiraSun

    17. August 2013 um 14:22

    Was im Buch geschieht: Zu Beginn des Buches lernen wir Hedwig und Philipp kennen. Sie sind ein junges Paar. Hedwig arbeitet als Magd beim örtlichen Tuchhändler von Heidelberg und Philipp arbeitet als Kanzleiknecht. Sie sind glücklich und haben einen kleines Baby. Ihr Name ist Juliana und wird eigentlich nur Juli genannt. Am Abend von Martini (St. Martinstag) bekommt Hedwig ihren Lohn und eigentlich war es geplant wie alle anderen in der Stadt ordentlich zu feiern. Aber das sieht jemand anders. Hedwig und Juli werden entführt und Philipp wird erpresst. Er muss ein Buch aus dem Kanzleiarchiv entweden, damit er Hedwig wieder sieht. Philipp beugt sich der Forderung und stiehlt das Buch, aber Hedwig bekommt er noch nicht zurück. Er muss sich gedulden. Erst muss er am nächsten Tag das Buch wieder ungesehen in die Kanzlei zurück bringen… aber das funktioniert auch nicht. Hedwig wird fest gehalten und man erfährt auch wie es ihr ergeht. Drei Männer bewachen Sie und sie sind nicht gerade ziemperlich. Sie und Juli schweben in höchster Gefahr und unter den erbarmungslosen Bedinungen die sie ertragen müssen, ist es nicht verwunderlich das Juli viel weint und schwer zu beruhigen ist. Immer wieder wird mit Mord gedroht und nur mit viel Feingefühl kann Hedwig die Situationen beherrschen. Als dann der Fremde mit dem komsichen Dialekt zu der Gruppe stößt, wittert Hedwig ihre Chance zu fliehen. Der Fremde muss etwas im Buch ändern und die Entführer wollen nicht lange mit ihm fackeln und ihn beseitigen, deswegen schließen sich Hedwig und er zusammen und fliehen. Gleichzeitig zieht Hedwigs Familie los um in Heidelberg das große fremdartige Tier zu bewundern, was der Kurfürst geschenkt bekommen hat… während Philipp allen erzählt hat, das Hedwig nicht in der Stadt ist, weil sie bei ihrer kranken Mutter gebraucht wird. Die Ereignisse überschlagen sich damit ihr weiter noch mit Spannung das Buch verschlingen könnt, hört die Inhaltsangabe hier auf. Was ich zum Buch denke: Ich hatte das Glück, “das Buch des Kurfürsten” bei Blogg dein Buch zu gewinnen. Ich mag sehr gerne historische Romane, da sie einen sehr einfach und gefühlvoll in eine vergangene Welt entführen können. Besonders wenn die Autoren sich mit viel mit der Zeit beschäftigt haben. Marlene Klaus scheint dies wirklich zu haben. Zumindest kommt es mir historischem Laien so vor. Die Sprache wirkt alt und die Beschreibung von Heidelberg im 15. Jahrhundert kommt mir auch sehr plausibel und historisch vor. An sich mag ich den Zeitpunkt und Ort den Marlene Klaus als Schauplatz für “Das Buch des Kurfürsten” gewählt hat. Gerade deutsch historische Romane interessieren mich, da ich gerne in das “alte” Deutschland eintauche. Deswegen hat es mir Iny Lorentz sehr angetan. Marlene Klaus und Iny Lorentz kann man aber nicht vergleichen. Der Schreibstil ist komplett verschieden. Zu den Charakteren muss ich sagen, das es für mich schwer war mich in sie hineinzuversetzen. Hedwig  und Philipp sind sehr leicht einzuschüchtern. Hedwig aus meiner Sicht sehr spät zu kämpfen und bei Philipp habe ich es komplett vermisst. Eigentlich läuft er die ganze Zeit nur wie ein jämmerliches Elend durch die Stadt. Ich hätte mir mehr Abenteuer und Tücke der Figuren gewünscht. Aber sie waren nicht komplett unsympathisch… nur halt sehr ängstlich. Die Geschichte hat mir eigentlich gefallen. Sie begann sehr gut, das man erst einmal kurz jede Figur kennen gelernt hat und sich in das Leben von ihr einfühlen konnte. Aber dann haben sich die Ereignisse überschlagen. Ich fand sogar, das es etwas zu viel gewesen ist und durch die Sprache war das Buch auch sehr anstrengend zu lesen. Der Stil ist sehr gehaltvoll und altertümlich, halt richtig historisch. Aber gerade dieser Fakt hat mir das Buch sehr schwer gemacht. Es ist anstrengend und ich wurde schnell des Lesens müde. Das Buch des Kurfürsten hat jedoch eine spannende Geschichte und irgendwie vertrug sich das mit der Sprache nicht. Ich habe lieber etwas lockeres historisches zu lesen, dessen Sprache nicht ganz der ausgewählten Epoche entspricht und mich dann aber auch nicht so ermüdet beim Lesen. Schluss-Fazit:  Das Buch des Kurfürsten ist ein interessantes und meiner Meinung nach sehr historisch fundiertes Buch, jedoch vielleicht nichts für die breite Masse, da die Sprache anstrengend zu lesen ist. Wer jedoch Spaß an historischen Geschichten hat und an schöner Sprache interessiert ist, für den ist Das Buch des Kurfürsten ein Glücksgriff! Leider gibt es von mir nur ein C.

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  • Das Buch des Kurfürsten

    Das Buch des Kurfürsten: Historischer Roman aus Heidelberg
    -sabine-

    -sabine-

    20. April 2013 um 09:39

    Ein historischer Roman mit allem, was das Herz begehrt: Spannung und Abenteuer, Hinterlist und Intrige, Liebe und Freundschaft – das ganze vor dem historischen Heidelberg im Jahre 1595.   Hedwig und Philipp leben mit ihrer kleinen Tochter Juli in Heidelberg und führen dort ein einfaches, aber glückliches Leben. Bis zum Martinstag, an dem Hedwig und Juli entführt werden. Kurz darauf erhält auch Philipp Besuch von dunklen Gestalten, er soll ein Kopialbuch des Kurfürsten aus der Kanzlei, in der er arbeitet, entwenden. Nur wenn er es den Entführern liefert, wird er seine kleine Familie lebend wiedersehen. Doch Hedwig kann den Entführern entkommen – das weiß aber Philipp nicht. Eine spannende Flucht beginnt.   Der Plot hat mich sehr angesprochen und versprach, spannend zu werden. Doch leider bin ich nur schwer in die Geschichte reingekommen. Dabei beginnt sie recht spannend, nämlich direkt mit der Entführung Hedwigs und ihrer kleinen Tochter. Dennoch gelang es mir nicht, mich in die Story hineinzuversetzen. Ich habe den Sprachstil als sehr eigentümlich empfunden – vielleicht sollte er an das Mittelalter erinnern. Mir kam er aber eher umständlich und langatmig vor. Gestört hat mich auch, das oft Seitenlang kein Absatz auftauchte, das hat meinen Lesefluss wirklich negativ beeinflusst.   Hedwig ist sicherlich für die Zeit ein gestandenes Mädchen – sie ist ja erst 16 Jahre alt und kommt dennoch ihren Pflichten als Mutter und Magd sorgfältig nach. Auf ihrer Flucht habe ich zwar manches Mal gedacht – Hut ab, was das Mädel da mitmacht – aber dennoch konnte ich für sie nicht richtige Sympathien entwickeln. Auch Philipp wurde als Charakter gut gezeichnet, insbesondere seine emotionalen Schwankungen, seine Gedanken und Nöte wurden detailliert skizziert – ihm gegenüber habe ich jedoch eher Mitleid empfunden als Sympathie.   Nach der Hälfte des Buches habe ich mich dann aber doch in die Geschichte einfinden können und habe den Rest dann wirklich verschlungen: nach den zum Teil langatmigen Passagen der Flucht von Hedwig kommt wieder Bewegung in die Erzählung und die Ereignisse überschlagen sich. Was mir wirklich gut gefallen hat, ist die Entwicklung der freundschaftlichen Beziehung zwischen Ryss und Hedwig -  langsam und zögerlich lernen die beiden sich während der anstrengenden Flucht kennen, dabei muss Hedwig lernen, diesen stillen und in sich gekehrten Menschen zu respektieren, Ryss dagegen lernt durch Hedwig einiges über sich selber. Dabei bleibt die Beziehung zwischen den beiden stets respektvoll, wenn denn auch sehr intensiv und innig.   Insgesamt hat mir „Das Buch des Kurfürsten“ dann doch gefallen, mit einigen Schwächen und Kritikpunkten. Insbesondere die zweite Buchhälfte war dann aber spannend und überzeugend. Da ich den größten Teil gut unterhalten wurde, vergebe ich 3,5 Sterne.

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  • Spannender als manch Thriller!

    Das Buch des Kurfürsten: Historischer Roman aus Heidelberg
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    05. April 2013 um 20:11

    "Das Buch des Kurfürsten" von der Autorin Marlene Klaus hat mich wirklich überzeugt, dass es auch historische Bücher mit gut recherchiertem Inhalt geben kann, die so spannend sind, dass man sie nicht aus der Hand legt! Wie auch immer es der Autorin gelingt, sie versetzte mich mit diesem Buch bereits das zweite Mal in eine komplett andere Zeit und entführte mcih so gänzlich in eine spannende Geschichte, die hier rasanter und temporeicher erzählt wurde als ich es von vielen Thrillern gewohnt bin! Heidelberg im Jahr 1595: Die Residenzstadt blüht, der Markt bekannt, die Reisenden beliebt, die Wirtschaft steigend, viele ausändische Bürger lassen sich nieder, die Studenten versammeln sich zu diversen interessanten Diskussionen! Auch Hedwig und Philipp leben in Heidelberg, fern der Familien, jung, noch nicht lange vermählt, Eltern eines kleinen Mädchens wollen beide sich hier ein Leben aufbauen. Hedwig arbeitet als Magd in einer angesehene Familie, Philipp hofft auf eine Karriere in der kurfürstlichen Kanzlei. Die Reichsritter haben es schwer, die Zeit ist im Umbruch, nicht alleine wegen der widersprüchlichen Politik, die die Kurfürsten während des 16. Jahrhunderts einschlagen. Auf dieser Grundlage spielt die dramatische Geschichte Hedwigs, die mit Tochter entführt wird, damit Philipp erpresst werden kann aus der Kanzlei ein Buch zu entwenden. Jung und lebensunerfahren wie Philipp ist, lässt er sich darauf ein, aber es geht schief, was schief gehen kann, das Buch ist weg, kein Lebenszeichen von Frau und Kind, während Hedwig um das Leben von sich und ihrer Tochter bangt. Das Buch ist wirklich temporeich und hochdramtisch spannend geschrieben. Nicht nur die Flucht, sie Kämpfe, die Verzweiflung und die Gefühle sind nachvollziehbar und mitreissend, es ist ien Kombination aus Geschichte, Drama in ploitischer Hinsicht als auch ein psychologisches Bild von Menschen unter Stress. Sehr gut gefiel mir auch Hedwig, die jung vermählt feststellen muss, das Gefühle sehr facettenreich sein können und Liebe eben keine klare, einfarbige Angelegenheit darstellt, sondern dass Liebe zu fremden Menschen auf einer anderne Basis entstheen kann, die durchaus so viel tiefgründiger sein kann als die körperliche Liebe zwischen Eheleuten. Wer gerne intelligente, gut geschriebene Bücher liest, geschichtlichem Wissen nicht ablehend gegenübersteht und auch gerne auf Sapnnungn icht verzichtet, der ist bei diesem Buch auf alle Fälle richtig! Ich wusste nicht wie interessant deutsche Geschichte wirklich war, bevor ich die Bücher von Marlene Klaus kennenlernte und hätte es nie für möglich gehalten, dass eine Autorin von historischen Romanen die Spannung von amerikanischen Thrillern noch toppen kann!

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  • ein spannender und abenteuerreicher historischer Roman

    Das Buch des Kurfürsten: Historischer Roman aus Heidelberg
    Kendra

    Kendra

    04. April 2013 um 15:03

    Das Buch des Kurfürsten von Marlene Klaus ist ein spannender und abenteuerreicher historischer Roman, der abgesehen von der altertümlichen Sprache so gar nicht verstaubt ist. Bereits schon recht schnell ist man im Jahr 1595 in Heidelberg angekommen und findet sich als Leser selber in dieser Zeit zurückversetzt vor. Die Charaktere sind alle sehr stimmig und es gibt nicht nur die sympathischen Helden, sondern auch die Schurken, die eigentlich in keinem guten historischen Roman fehlen dürfen^^ Mit Hedwig einer einfachen Dienstmagd ist es der Autorin gelungen ein selbstbewusstes und eigenständiges Frauenbild auch in der damaligen Zeit zu erschaffen , die nicht nur mit Herz sondern auch mit Verstand agieren kann. Dass es jedoch ohne tatkräftige Unterstützung eines fremden jungen Mannes nicht vonstattengehen kann, ist dann aber auch irgendwie verständlich und mit der Figur des walisischen Kräuterverkäufers Ryss ist ein toller Weggefährte für die tapfere Hedwig gefunden worden :-) Die Geschichte beginnt schon mit einem raschen Einstieg, nachdem man Hedwig in Heidelberg entführt. Die Entführer wollen ihren Mann, den jungen Philipp Eichhorn erpressen, ihnen ein wichtiges Dokument aus der kurfürstlichen Kanzlei zu bringen. Da Philipp als Angestellter in der Kanzlei Zugang zum besagten Kopialbuch hat, wird er von den Gaunern als Dieb benutzt. Mit der Zeit wird auch der Grund bekannt, warum das Kopialbuch für die Männer so wichtig ist, da in diesem die Lehen der Ritter aufgezeigt werden. Die Männer wollen aus dieser Akte einen Eintrag löschen um es als ihren Eigenbesitz ausgeben zu können, doch sie haben nicht mit Ryss gerechnet, der eigentlich mehr als Unfreiwillig in diese Situation hineingerät. Doch für Hedwig ist es ein Glück, denn zusammen können sie vor den finsteren Gesellen fliehen und zusammen müssen sie noch das ein oder andere abenteuerliches und waghalsiges Manöver überstehen, um ihren Entführern zu entwischen. Langsam aber sicher kommen sich die beiden fremden Menschen näher und bald entwickelt sich eine ganz besondere Zuneigung und Verbindung zwischen ihnen. Ein wirklich tolles Erlebnis, dass man hier mit den beiden „Helden“ der Geschichte erleben darf. Auch wird hier sehr schön dargestellt, dass gerade fremde Menschen in schwierige Situationen zusammenwachsen können. Auch Philipp bekommt seinen Auftritt , und der Leser kann einen dramatischen inneren Kampf des durchaus pflichtbewussten Mannes verfolgen. Zwischen seiner Liebe und seiner Schuld hin und hergerissen, verschweigt er sein Tun und bringt sich dadurch in eine schwierige Lage, nachdem die Eltern von Hedwig auftauchen…. Auch das Glossar im hinteren Teil des Buches ist durchaus hilfreich bei einigen Begriffen und bietet einiges an näheren Erklärungen. Wirklich ein toller Roman, der mich wirklich begeistern konnte!!

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  • Die Liebsten in den Fängen der Betrüger...

    Das Buch des Kurfürsten: Historischer Roman aus Heidelberg
    funne

    funne

    29. March 2013 um 15:47

    Etwas Schreckliches geschieht Philipp Eichhorn: Eines Abends wird er von einem dunklen Gesellen abgefangen und dazu gezwungen, ein altes Kopialbuch des Kurfürsten aus der Kanzlei zu stehlen. Die Sicherheit für die Erpresser? Sie haben Philipps Frau Hedwig und seine Tochter Juli entführt! Hedwig währenddessen schließt sich dem Wandermedicus Ryss an, der ebenfalls gefangengehalten wird, und gemeinsam fliehen die beiden Richtung Heidelberg. Doch das weiß Philipp nicht, und genau dies nutzen die Entführer aus, um Hedwig wieder einzufangen und ihren dunklen Betrug im Kopialbuch des Kurfürsten zu Ende zu bringen… Meine Meinung: Das erste, was mir aufgefallen ist, ist, dass es recht eigentümlich geschrieben ist. Nicht schlecht, aber etwas langweilig. Tatsächlich ist mir im Laufe des Buches noch mehr an der Schreibweise aufgefallen. Zum Beispiel fiel mir auf, dass teilweise immer Gedanken Hedwigs kommen, in der sie über ihre Situation und über ihre Beziehungen zu Philipp und Ryss nachdenkt. Dabei stört mich, dass einem dabei die Gedanken immer abschweifen, und man erst nach einer Seite merkt, dass man abgeschweift ist – und zwar an der Stelle, an der Hedwig gedacht hatte. Ich habe ja nichts gegen Nachdenken, natürlich nicht, aber diese Stellen sind in einem leicht philosophischen Ton verfasst, bei dem man recht gut aufpassen muss, um es mitzubekommen. Und auch dagegen habe ich natürlich nichts. Was einen abschweifen lässt, ist die Tatsache, dass diese philosophischen Stellen nicht zum Rest des Buches passen, der so geschrieben ist, dass man ihn zur Unterhaltung und Entspannung liest, ohne wirklich nachdenken zu müssen. Zumindest habe ich das so empfunden. Außerdem, gibt es seltsame Verbindungen aus Nebensätzen, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben. So etwas kenne ich, klar, aber da es hier recht häufig auftritt, stört es einen beim Lesen. Ein eigenes Beispiel dafür: Die Sonne schien, ich aß, warum war ich hier? Weiterhin ist mir der Charakter Philipp irgendwie unsympathisch, die Gerichtsverhandlung empfand ich als die reinste Lappalie, es wurde sehr oft hintereinander immer die gleiche Beleidigung benutzt, und zwar allgemein war der Wortschatz der Beleidigungen nicht sehr groß. Ich denke damit bin ich fertig mit meiner Kritik, und natürlich gibt es auch Lob, sonst bekäme das Buch ja keine 4 Sterne von mir ^^ Vor allem natürlich ist es so, weil der Inhalt großartig ist. An den Stellen, die ich nicht als langweilig empfinde, ist es sogar ziemlich spannend, besonders natürlich die Flucht Hedwigs und Ryss’. Das, was das Buch aber so großartig macht, ist meiner Meinung nach die Beziehung zwischen Ryss und Hedwig. Ryss allein ist schon eine beeindruckende Persönlichkeit, er ist ein Fremder in Deutschland und tut das, was er will, und nicht das, was das Beste für ihn wäre. Er ist mir unheimlich sympathisch, was das ganze Buch interessanter macht. Aber das Wichtigste ist immer noch seine Beziehung zu Hedwig, die ist nämlich etwas ganz Besonderes: Amicitia, Freundschaft, wie es im rührenden Ende beschrieben wird. Auch das eben erwähnte Ende macht das Buch liebenswerter: Der Abschied zwischen Ryss und Hedwig, ihre Erkenntnis, dass sie Freunde geworden waren. All dies zusammen lässt die ganze Kritik verschwinden, denn es ist ein großartiges Buch, über Freundschaft und Liebe.

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  • Rezension zu "Das Buch des Kurfürsten" von Marlene Klaus

    Das Buch des Kurfürsten: Historischer Roman aus Heidelberg
    kleeblatt2012

    kleeblatt2012

    07. March 2013 um 17:14

    Für mich ist dies der erste Roman aus der Feder der Autorin und sie konnte mich gleich überzeugen. Der den von ihr geschaffenen Charakteren Hedwig, Philipp und Ryss konnte ich mich gleich identifizieren und hatte die drei auch in mein Herz geschlossen, denn das, was sie durchmachen mussten, ist einfach nur die Hölle. Nachdem Hedwig mitsamt der kleinen Tochter Juli entführt wird, um als Druckmittel für Philipp herzuhalten, ist man gleich in der Geschichte drin und bangt mit, ob sie es zusammen mit ihrer Tochter schafft, den Klauen der Entführer wieder zu entkommen. Mit Ryss, einem Wandermedicus, der zufällig an dem Ort ankommt, an welchen Hedwig verschleppt wurde, hat sie eine Möglichkeit, diesem Albtraum zu entkommen. Philipp, Hedwigs Ehemann unterdess, wird gerade mit der Entführung erpresst, ein Buch aus der Kanzlei, in welcher er arbeitet, zu entwenden. Philipp tut dies und verstrickt sich bei seinen Freunden und seiner Familie immer mehr in Lügen, um sich und seine kleine Familie zu schützen. Im Rahmen einer Leserunde durfte ich dieses Buch zusammen mit der Autorin genießen, welche sich unseren Fragen gestellt hat und so einen Blick hinter die Entstehung des Buches gewährt hat. Dies machte es natürlich einfacher, manche Dinge zu verstehen und dies mal aus der Sicht der Autorin zu sehen. Dies ist immer wieder spannend und interessant, gerade weil man so mal in den "Kopf des Autors schauen und Gedankengänge verfolgen kann". Herzlichen Dank dafür, Marlene. Gleich zu Anfang fiel mir der wunderbare Schreibstil der Autorin auf. Ich war gleich darin gefangen, denn er ist so schön "mittelalterlich". Und so hatte ich kein Problem mit meinem Kopfkino, das sich gleich ein paar Jahrhunderte zurückbegab und mir ein farbenfrohes Bild der Stadt Heidelberg zeigt sowie einen dramatischen Ablauf der Entführung, der Erpressung und des langen Wegs des Entkommens. Und dies ist auch mein einziger Kritikpunkt. Der "lange Weg" den Hedwig und Ryss vor sich haben. Hier hat sich meiner Meinung nach das Buch etwas gezogen. Die Zeit, die Hedwig und Ryss im Wald verbracht haben, hat mir ein bisschen das Lesetempo rausgenommen. Ansonsten war alles spannend und schlüssig. Hedwig, Philipp und Ryss habe ich kennen und schätzen gelernt. Und Hedwig's und Philipp's Familie haben gezeigt, was Zusammenhalt bedeutet. Denn darum geht es vorwiegend in diesem Buch: Zusammenhalt und Freundschaft. Fazit: Einzig die etwas zähe Stelle in der Mitte des Buches gibt Punkteabzug, ansonsten erwartet einem ein spannender Roman über Liebe, Freundschaft und Respekt! Ich vergebe 4 Sterne (leider kann ich die Bewertung zur Zeit nicht anklicken).

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