Marlene Klaus Gloria und die Londoner Liebschaften

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Inhaltsangabe zu „Gloria und die Londoner Liebschaften“ von Marlene Klaus

London 1889: Lady Gloria Wingfields Projekt eines Frauenbildungsvereins nimmt Formen an. Doch am Eröffnungsabend geschieht während der Feierlichkeiten ein Mord. Das sorgt einerseits für Aufmerksamkeit für den Verein, andererseits aber für jede Menge Ärger. Zusammen mit dem Journalisten Morris beginnt Gloria, Nachforschungen anzustellen. Was ihrem Freund Lord Lyndon gar nicht gefällt. Wie sich herausstellt, hat er seine Gründe.

Gute Recherche, aber verliert über den ganzen Informationswust den Krimi aus den Augen

— TanjaJahnke

Gut recherchierter historischer Roman, mit Krimielementen

— Mephistra

Ein toller Roman vor einer großartigen Kulisse!

— Cieena

Eine wunderschone, historische Geschichte, die sich zu lesen lohnt

— Diana182

Genauso genial wie die Vorgänger-Bände ♥ Unbedingt die ganze Reihe lesen....

— Wildpony

Ich gebe 3,5 Sterne um genau zu sein, da das Buch für mich ganz ganz toll war und ich die anderen Teile gerne auch noch lesen möchte:)

— levanaXblood

Gloria ermittelt diesmal in London und schneidet die dringendsten Themen ihrer Zeit an. Atmosphärisch!

— danielamariaursula

Spannende Story mit interessantem Thema.

— SiriB

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  • Eine tolle und authentische Mischung zwischen Krimi und historischem Roman um Frauenbildung

    Gloria und die Londoner Liebschaften

    JuliaSchu

    03. September 2017 um 10:42

    Ich bin ein großer Fan der klassischen Detektive. Sherlock Holmes oder Hercule Poirot erwärmen immer wieder mein Herz. Zum Glück gibt es auch tolle Adaptionen dieser klassischen Herren. Aber was ist eigentlich mit den Damen der Schöpfung? Miss Marple erlangte natürlich große Berühmtheit, aber ansonsten müssen wir lange suchen, um weibliche Spürnasen zu finden.Eine solche hat allerdings die Autorin Marlene Klaus mit ihrer Lady Gloria Wingfield geschaffen, eine Dame des späten 19. Jahrhunderts, beheimatet in London. In „Gloria und die Londoner Liebschaften“ stürzt sich diese Dame mitten ins Getümmel, als ein Mord in ihrem nächsten Umfeld geschieht. In diesem Buch geht es vielmehr um das Thema der Frauenbildung und kleine Liebesgeschichten, als eine  Kriminalgeschichte. Diese findet nebenbei statt. Die Bezeichnung „viktorianischer Krimi“ passt wunderbar, doch man sollte das Buch nicht allein darauf beschränken, denn es bietet sehr viel mehr – und vor allem tolle Unterhaltung mit authentischer Kulisse!KlappentextLondon 1889: Lady Gloria Wingfields Projekt eines Frauenbildungsvereins nimmt Formen an. Doch am Eröffnungsabend geschieht während der Feierlichkeiten ein Mord. Das sorgt einerseits für Aufmerksamkeit für den Verein, andererseits aber für jede Menge Ärger. Zusammen mit dem Journalisten Morris beginnt Gloria, Nachforschungen anzustellen. Was ihrem Freund Lord Lyndon gar nicht gefällt. Wie sich herausstellt, hat er seine Gründe.MeinungGloria ist keine klassische Detektivin und macht diesen Gegenstand keinesfalls zu ihrem Hauptberuf – das wäre für eine Lady wohl auch nicht schicklich. Doch egal wo sie auftaucht, scheinen Verbrechen der schlimmsten Sorte zu geschehen. Und so fühlt sie sich dazu berufen, diese zu lösen: aus Nächstenliebe, Gerechtigkeit oder auch für die eigene Sache. Bisher sind drei Romane um Gloria erschienen. Der erste spielt in Verona, der zweite in Alexandria und nun mit den „Londoner Liebschaften“ lernen wir erstmals Glorias Heimat kennen. Ich kenne den zweiten Teil „Gloria und eine ägyptische Affäre“ leider nicht, doch bereits der erste Teil im idyllischen Italien hat mir sehr gut gefallen. Und daher musste nun das dritte Buch der Reihe bei mir einziehen.Man muss vorweg sagen, dass Marlene Klaus intensiv recherchiert, bevor sie ein Buch schreibt. Man kann aus dem Buch in gewisser Weise viele Interessen der Autorin herauslesen, denn sie behandelt Themen, die ihr selbst wichtig sind. Dieses Mal ist der Fokus sehr interessant gesetzt und ich fand die Themen einfach wahnsinnig gut, denn sie haben enorme Wichtigkeit. Das Buch spielt 1889, also in einer Zeit, in der die Frauen begannen, für ihre Rechte zu kämpfen, aber gern noch belächelt wurden. Für mich ist es unglaublich schwer vorstellbar, wie es in einer solchen Zeit wohl aussah. Doch dieses Bild vermittelt die Autorin so authentisch, dass ich keinerlei Vorstellungskraft benötigte. Allein ihre Beschreibungen reichten völlig aus, um einen Eindruck zu vermitteln. Die Kulisse des gerade noch viktorianischen Londons ist atemberaubend und mir gefielen die Alltagsschilderungen sehr gut.In den „Londoner Liebschaften“ geht es vor allem um den Frauenbildungsverein „Elisabeth“, den Gloria gemeinsam mit einer Freundin gründet. Über die Eröffnung berichtet natürlich die Presse und somit sind die beiden (politischen) Themen, die im Roman dominieren, gefunden: Frauenbildung und Presse im 19 Jahrhundert. Beide Themen werden toll verarbeitet, allerdings verliert die Autorin darüber manchmal den Krimi-Aspekt aus den Augen. Dennoch konnte sie mich mit dieser Storyline überzeugen. Schon allein beim Opfer des Mordes traf die Geschichte mein Herz, denn diese Person wollte ich nun wirklich nicht tot sehen. Insgesamt finde ich die Krimigeschichte auch wirklich gut ausgearbeitet, denn des Öfteren überraschten mich die Wendungen. Ich hatte bis kurz vor Ende den falschen Verdacht, kam irgendwann aber auch auf die Lösung. Die Auflösung ist übrigens auch gut gelungen.Nebenbei spielt aber Glorias Privatleben eine sehr große Rolle. Im ersten Teil lernte die Britin den arroganten Lord Lyndon kennen, der seitdem in allen Romanen ene große Rolle spielt. Inzwischen sind die beiden beim „Du“ angekommen und ein zartes Pflänzchen der Zuneigung ist entstanden. Doch in diesem Buch entdeckt Gloria ihre Schwärmerei für den Journalisten Morris – und das gefällt Alexander Lyndon so gar nicht. Für mich war dieser Handlungsfaden toll zu verfolgen, denn ich mochte Morris gar nicht. Allerdings nahm er auch sehr viel Zeit in Anspruch, was wiederum für Langatmigkeit sorgt.Natürlich gibt es noch sehr viel mehr Figuren als Gloria. Zwar ist sie die Protagonistin, doch für mich war sie nie der sympathischste Charakter des Buches. Ihre Tante Jo, die in jedem Buch eine Rolle spielt, ist ein wahrer Schatz. Und mein persönlicher Favorit ist natürlich Lord Lyndon. Ich finde, dass er eine tolle Entwicklung durchmacht und inzwischen konnte ich ihn richtig ins Herz schließen. Die anderen Nebenfiguren sind ebenfalls sehr interessant. Viele davon sind natürlich Frauen. Und einige Persönlichkeiten hat es tatsächlich gegebene. Marlene Klaus nimmt sich die Freiheit heraus, ein paar Berühmtheiten im Buch auftauchen zu lassen, doch dies ist im Anhang des Buches gekennzeichnet und erklärt und ergibt im Kontext wirklich Sinn. So dürfen wir beispielsweise Mr. Oscar Wilde und seine Frau Constance kennenlernen oder auch Florence Miller oder Sir James Ollive. Schon an diesem Umstand erkennt man die Arbeit der Recherche. Für mich war es eine sehr schöne Mischung zwischen Fiktion und historischem Roman. Der historische Anteil ist tatsächlich ein sehr großer und deshalb hat man nach dem Lesen auch das Gefühl, über diese Zeit und die Frauenrechte einiges gelernt zu haben.Der Stil der Autorin passt sich der authentischen Kulisse gut an. Lediglich über ein paar Vokabeln bin ich gestolpert, die mir für die Zeit nicht ganz angemessen erschienen. Insgesamt hält Marlene Klaus den Stil aber stringent durch. Das Buch lässt sich gut lesen und sorgt durch spritzige Dialoge für gute Unterhaltung. Manchmal tauchen aber auch Stellen auf, die etwas langatmig erscheinen. Außerdem ist am Kapitelbeginn immer eine kleine Illustration abgebildet, die wirklich toll sind. Den Titel des Buches finde ich übrigens ein bisschen fehlleitend, da die „Liebschaften“ sich eigentlich nicht auf den Mord beziehen. Aber die Alliteration bleibt natürlich im Kopf.Noch ein paar Worte zum Ende: Für mich war die Auflösung wirklich spannend, aber das Buch geht noch etwas über diese hinaus. Das Privatleben von Gloria muss schließlich ebenfalls betrachtet werden. Daher gefiel mir das letzte Kapitel außerordentlich gut, in dem Lord Lyndon und Gloria auf ihrem Landgut sind. Es war ein Ende nach meinem Geschmack! Dort wird übrigens auch angedeutet, dass der nächste Band wohl im fernen Indien spielen wird. Man darf gespannt sein.Fazit„Gloria und die Londoner Liebschaften“ ist ein Buch, das nicht nur mit Spannung und Überraschung glänzen kann, sondern vor allem durch authentischen Zeitgeist und eine interessante Themenwahl besticht. Darüber verliert das Buch manchmal den Krimifokus aus den Augen, was etwas schade ist. Dennoch ist für tolle Unterhaltung gesorgt, denn die anderen Themen sind mindestens genauso interessant. Es handelt sich um locker leichte Lektüre, bei der man aber durchaus etwas lernen kann. Die Figuren machen Entwicklungen durch und man schließt sie ins Herz. Insgesamt handelt es sich um einen tollen historischen Roman, dem ich gerne vier Spitzenschuhe gebe. Für mich persönlich hoffe ich sehr, dass Gloria auch in Indien das „Unglück“ anziehen wird.

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  • Große Ambitionen, aber verliert den Krimi-Aspekt aus den Augen

    Gloria und die Londoner Liebschaften

    TanjaJahnke

    18. July 2017 um 00:15

    Dies ist mein erstes Buch dieser Art und dieser Autorin. Okay, zu meinem Leidwesen muss ich gestehen, dass es einer ganzen Serie entstammt und der 3. Teil ist. Aber die Fälle selbst sind in sich abgeschlossen, lediglich die Beziehung der Hauptfiguren (Lady Gloria Wingfields und Lord Alexander Lyndon) entwickeln sich von Band zu Band.Wenn man das Buch unter historischen Aspekten betrachtet, dann ist es sehr gut. Sehr gut recherchiert und anschaulich beschrieben, was mich aber auch mehr als nur einmal zu Tante Google trieb, weil ich mir unter Begriffen wie Velo, Canotier und anderes nichts vorstellen konnte. Marlene Klaus beschreibt die Kleidung der Menschen sehr detailreich und geht auch auf Modeerscheinungen wie Radfahren ein und befasst sich - entsprechend der gewählten Zeit - auch sehr ausführlich mit den Entwicklungen in der Gesellschaft im allgemeinen. Angefangen bei Bildung für Frauen, neue Berufszweige für Frauen, Wahlrecht für Frauen etc etc. Auch zeigt sie auf, dass die Presse und der Journalismus zu jener Zeit immer mehr an Bedeutung gewannen.Auch führt sie zahlreiche historische Figuren auf, die es wahrhaftig gab...Oscar Wilde, Mrs Florence Fenwick Miller und viele andere. Faktisch füllt man mit den in der Handlung auftauchenden relevanten Figuren mehrere Seiten und die ganze Informationsflut über die verschiedenen Menschen, hat mein Hirn ehrlich gesagt überfordert. Irgendwann habe ich nur noch auf Durchzug geschaltet.Über all das, Gesellschaft, Mode, Trends, Presse, Frauenbewegung und und und geriet der Mord, um den es doch eigentlich gehen sollte, irgendwie in den Hintergrund. Wurde kläglich vernachlässigt und dem Leser auf den letzten 40 Seiten von jetzt auf gleich ein Mörder aus dem vermeintlichen Nichts kredenzt.Wirklich Schade.Alles in allem ein wirklich informatives Buch, das aber irgendwie zu viel will und das eigentliche Ziel aus den Augen verliert. Daher gibt es von mir hier nur 3 von 5 Sternchen.

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  • Der Kriminalfall wird doch arg vernachlässigt

    Gloria und die Londoner Liebschaften

    wampy

    26. June 2017 um 12:22

    Buchmeinung zu Marlene Klaus – Gloria und die Londoner Liebschaften „Gloria und die Londoner Liebschaften“ ist ein historischer Kriminalroman von Marlene Klaus, der 2017 bei Dryas als Taschenbuch erschienen ist. Dies ist der dritte Band der Serie um Lady Gloria. Zum Autor: Marlene Klaus ist ausgebildete Buchhändlerin. Bevor sie sich als Autorin selbständig machte, jobbte sie als Taxifahrerin, Kellnerin, Postbotin und Bibliothekarin. Klappentext: London 1889: Lady Gloria Wingfields Projekt eines Frauenbildungsvereins nimmt Formen an. Doch am Eröffnungsabend geschieht während der Feierlichkeiten ein Mord. Das sorgt einerseits für Aufmerksamkeit für den Verein, andererseits aber für jede Menge Ärger. Zusammen mit dem Journalisten Morris beginnt Gloria, Nachforschungen anzustellen. Was ihrem Freund Lord Lyndon gar nicht gefällt. Wie sich herausstellt, hat er seine Gründe. Meine Meinung: In diesem historischen Roman wird die Gleichberechtigung der Frau thematisiert. Im viktorianischen London ist gerade in den besseren Kreisen die Frau ein Anhängsel ihres Mannes. Lady Gloria geht das Problem von der Wurzel an und gründet einen Frauenbildungsverein. Der Autorin gelingt es vortrefflich die Rolle der Frau und ihre Entwicklungsmöglichkeiten zu schildern. Die Figurenzeichnung fällt dagegen leider ab. Die Figuren sind recht stereotyp und Gloria ist eher eine leidenschaftliche als eine talentierte Ermittlerin. Sie agiert sehr selbstbewußt und handelt im Stil einer modernen Frau. Zusätzlich zum Kriminalfall wird auch noch eine Liebesgeschichte erzählt, die der Spannung nicht gut tut. Die Geschichte ist leicht und angenehm zu lesen. Sehr gelungen sind die eingestreuten kleinen Geschichten wie der Fahrradkauf oder die Ruderbootfahrt. Bei diesen Episoden wird die viktorianische Zeit lebendig. Dabei tritt der Kriminalfall in den Hintergrund und wird auch durch die amourösen Abenteuer Glorias doch arg vernachlässigt. Fazit: Zusammenfassend hat das Buch seine Stärken in der Beschreibung der historischen Begebenheiten. Der Spagat zwischen Historie, Kriminalfall und Liebesabenteuer gelingt dagegen nicht überzeugend, der Kriminalfall wird zu sehr vernachlässigt. So vergebe ich drei von fünf Sternen (60 / 100 Punkte).

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  • Meine (aller erste) Rezension zu "Gloria und die Londoner Liebschaften

    Gloria und die Londoner Liebschaften

    levanaXblood

    11. June 2017 um 17:35

    Meine (aller erste) Rezension zu "Gloria und die Londoner Liebschaften" Heii liebe Leser, heute habe ich eine Rezension zu "Gloria und die Londoner Liebschaften" von Marlene Klaus für euch:) Eckdaten: Titel: Gloria und die Londoner Liebschaften Autorin: Marlene KlausVerlag: Dryas VerlagPreis: 10, 95 € Seiten: 277 Inhalt: Dieses Buch spielt im viktorianischen Zeitalter um 1889 in London. Die Protagonistin, Lady Gloria Wingfield, eröffnet ihren lang erhofften Frauenbildungsverein, was natürlich auch gefeiert wird. Während den Feierlichkeiten geschieht allerdings ein kaltblütiger Mord. Gloria kann nicht still sitzen und der Polizei dabei zusehen wie sie nur langsam mit den Ermittlungen woran kommen, da auch ihr Verein in gewisser Weise darunter leidet so wie die Angehörigen des Mordopfers, und so beschließt sie mit einem Freund von ihr selbst ein wenig zu ermitteln. Das Cover: Das Cover finde ich wirklich schön. Nicht zu auffällig aber auch nicht zu schlicht. Tolle Verzierungen und verschiedene Schriftarten zieren das Cover. Auch ein Bild ist darauf zu sehen, womit man sich die ganze Atmosphäre des Buches und der Zeit viel besser vorstellen kann. Meine Meinung: Bücher von Marlene Klaus habe ich noch nie zuvor gelesen, weshalb ich sehr gespannt auf Ihre Erzählweise und ihren Schreibstil war. Hohe Erwartungen hatte ich nicht, da es mein erster Krimi war den ich gelesen habe und ich keine Ahnung hatte ob mir dieses Genre denn überhaupt gefällt. Allerdings hat mir die Autorin Lust auf mehr Krimis und mehr ihrer Bücher gegeben, denn ich finde Ihren Schreibstil sowie auch ihre Erzählweise und die Geschichte wunderschön. Es ist recht einfach und schlicht gehalten, was natürlich einerseits für weniger Tiefe sorgt aber andererseits auch für die Vermeidung von Verwirrung und zu komplizierten Formulierungen. Das Buch wird nicht aus der Ich-Perspektive erzählt aber die Protagonistin ist Gloria und über die erfährt man im Buch am meisten. Ich persönlich mag Gloria ganz gerne, denn sie ist temperamentvoll und kann trotzdem noch gleichzeitig so nett und liebenswert sein. Sie weiß aber genau was sie will. Die anderen Charaktere sagten mir ebenso zu. Alexander mochte ich sehr gerne und fand die Chemie zwischen den zwein unheimlich spannend und süß. Mit Spannung wurde im Buch wirklich nicht gespart und es gelang der Autorin immer einen in ihren Bann der Spannung zu ziehen. Es kommen auch oftmals Geschehnisse vor, die man so nicht erwartet hätte, was ich bei Büchern ja immer total gut finde. Meiner besten Freundin, die das Buch auch gelesen hat ist noch aufgefallen, dass der Mord ziemlich schnell am Anfang passiert, was sie sich gerne noch in die Länge gezogen gewünscht hätte und da ich noch nicht weiß ob ich ihr Recht geben soll oder nicht, schreibe ich ihre Kritik noch hier in meine Rezension hinein und hoffe, dass ihr mir es nicht übel nehmt. Ich persönlich hätte mir auch noch mehr von der Beziehung zwischen Gloria und Alexander gewünscht, da dies eigentlich nur ganz am Ende kurz und knapp zusammengefasst wurde. Schade, da die beiden ein wirklich tolles Paar sind, die zusammen den Mord in einer Hinsicht aufgeklärt haben und beide oft füreinander da waren. Fazit: Mir hat mein erstes Buch von Marlene Klaus und mein erster Krimi  gut gefallen und ich lese mir so bald wie möglich die ersten beiden Teile durch. (Die drei Teile kann man unabhängig voneinander lesen) "Gloria und die Londoner Liebschaften" bekommt von mir 3,5 Sterne und ist damit eine Weiterempfehlung von mir und ich bereue es überhaupt nicht es gelesen zu haben. Ein schöner Krimi für zwischendurch. Wenn ihr anderer Meinung seid oder über irgend etwas anderes reden wollt, mein Account auf Instagram heißt: ncbxdy;) Vielen Dank, dass es mir ermöglicht wurde dieses tolle Rezensionsexemplar lesen zu können :)

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  • Lady Gloria ermittelt

    Gloria und die Londoner Liebschaften

    Mephistra

    26. May 2017 um 14:51

    Lady Gloria Wingfield engagiert sich sehr für die Rechte der Frauen im London des Jahres 1889. Dazu hat sie mit einigen Mitstreiterinnen und reichen Gönnern einen Frauenbildungsverein gegründet. Zum Eröffnungsabend sind viele einflussreiche Personen der Londoner Gesellschaft sowie Vertreter der Presse eingeladen worden. Ausgerechnet bei dieser Veranstaltung ereignet sich ein Mord und einer der Gönner wird erstochen aufgefunden. Das sorgt natürlich für Publicity, aber nicht so wie man es sich erhofft hatte. Die Polizei beginnt sofort mit den Ermittlungen. Aber Lady Gloria beschließt selbst nachzuforschen. Wer hatte ein Motiv? Ihr Freund Lord Lyndon und der Journalist Morris unterstützen sie dabei. Da sie sich in der obersten Londoner Gesellschaft bewegt muss sie behutsam vorgehen, denn jeder hat seine kleinen Geheimnisse…   Meine Meinung: Es handelt sich bereits um den dritten Band rund um Lady Gloria Wingfield. Ich war zunächst skeptisch, da ich die vorherigen Bände nicht gelesen hatte, ob ich einen Zugang zu den Charakteren finde. Aber ich wurde positiv überrascht, es ist überhaupt kein Problem einzusteigen, man erfährt nach und nach was geschehen ist und kann so das Verhältnis zwischen den Protagonisten gut nachvollziehen. Dies ist aber ausgesprochen gut gemacht, so dass man als Neueinsteiger alle notwendigen Informationen erhält, als „alter Hase“ aber nicht mit Weiderholungen gelangweilt wird. Der Erzählstil ist authentisch man merkt, dass sehr sorgfältig recherchiert wurde. Es werden viele kleine Handlungsstränge eingebaut die schildern wie die Menschen in dieser Zeit gelebt haben, dadurch kann man sich gut in die Charaktere einfühlen. Im Fokus stehen dabei die Beziehungen der Personen zueinander sowie auch die Rolle der Frau zu jener Zeit. Das Erzähltempo ist eher gemächlich, es gibt bis auf den Schluss kaum Spannung, was ich aber nicht als negativ empfinde. Für mich hätte das Buch in manchen Bereich ruhig ausführlicher sein können, da mir die Krimielemente deutlich zu kurz kamen, es gab meiner Ansicht nach nur sehr wenig Ermittlungsarbeit von Gloria, was ich persönlich etwas schade fand. Dennoch hat mir das Buch gut gefallen und ich werde mit Sicherheit auch noch die Bände 1 und 2 lesen.

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  • Leserunde zu "Gloria und die Londoner Liebschaften" von Marlene Klaus

    Gloria und die Londoner Liebschaften

    Dryas_Verlag

    Hallo ihr Lieben, aktuell haben wir den neuen Band von Gloria im Programm, der als "Cosy-Crime" des viktorianischen Zeitalters wohl so manche Leseratte begeistert. Nun möchten wir euch zu einer Leserunde einladen. Wer hat Interesse? Vielleicht sollte ich euch erst einmal sagen, worum es geht. Worum es geht Gloria ist vor allem für ihre zahlreichen Reisen im viktorianischen Zeitalter bekannt. Auch stößt sie dabei immer wieder auf kriminelle Machenschaften. Viele von euch werden sie schon kennen, und doch ist jeder einzelne Teil auch einzeln lesbar. Klappentext "London 1889: Lady Gloria Wingfields Projekt eines Frauenbildungsvereins nimmt Formen an. Doch am Eröffnungsabend geschieht während der Feierlichkeiten ein Mord. Das sorgt einerseits für Aufmerksamkeit für den Verein, andererseits aber für jede Menge Ärger. Zusammen mit dem Journalisten Morris beginnt Gloria, Nachforschungen anzustellen. Was ihrem Freund Lord Lyndon gar nicht gefällt. Wie sich herausstellt, hat er seine Gründe." Was ihr tun müsst um euch zu bewerben Beantwortet uns doch einfach die Frage: Was motiviert euch dieses Buch zu lesen? Worauf freut ihr euch besonders? Was erwartet ihr von diesem Buch?  Habt ihr Gloria bereits gelesen?Wir freuen uns auf euch und auf eine aktive Teilnahme an dieser Leserunde, zu der ihr euch mit der Bewerbung um ein kostenloses Exemplar entscheidet. 

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    • 201
  • Ein toller Roman vor einer großartigen Kulisse!

    Gloria und die Londoner Liebschaften

    Cieena

    21. May 2017 um 22:14

    Handlung Im Jahre 1889 wagt sich Lady Gloria Wingfield an ein revolutionäres Projekt; sie gründet einen Frauenbildungsverein. Doch schon der Abend der Eröffnung steht unter keinem guten Stern, denn es geschieht ein Mord. Dies sorgt für jede Menge Aufmerksamkeit und einige Gäste scheinen sich besonders komisch zu verhalten. Gloria kann nicht widerstehen und beginnt Nachforschungen anzustellen und tritt dabei mehr als einer Person auf die Füße. Charaktere Gloria ist ein sehr angenehmer Hauptcharakter, der sich wunderbar in das viktorianische Zeitalter einfügt. Als starke, selbstständige und selbstbewusste Persönlichkeit entspricht sie  nicht unbedingt dem damaligen Frauenbild und überzeugt aber gerade dadurch den Leser vom Tiefgang und der Authentizität der Figur. Ein wenig erinnerte sie mich an eine nicht ganz so schrullige, dafür dezentere und natürlich wesentlich jüngere Miss Marple. Neben Gloria erwartet den Leser eine ganze Reihe an komplexen Figuren, die allesamt sehr authentisch wirken und wunderbar den Zeitgeist des viktorianischen Zeitalters widerspiegeln. Etwas anstrengend wäre dies vor allem auf den ersten Seiten, da schon recht viele Figuren auf wenig Seiten eingeführt werden. Das Personenregister am Ende des Buches bietet dem Leser jedoch einen tollen Überblick aller beteiligten Personen samt Kurzbeschreibung, welches das Lesen ungleich angenehmer macht. Schreibstil Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen, erzeugt hier jedoch einen eher ruhigeren Krimi. Die Sprache ist sorgsam gewählt und erzeugt eine tolle Atmosphäre des viktorianischen Zeitalters und passt sich dem wunderbar an. Die Kapitel haben zudem eine angenehme Länge. Mein Fazit "Gloria und die Londoner Liebschaften" ist der dritte Teil der Gloria-Romane und gleichzeitig der Erste, den ich aus der Reihe gelesen habe. Dies machte für mich jedoch keinen Unterschied, da ich auch ohne Kenntnisse der Vorgängerbände wunderbar in die Geschichte hinein kam und auch zu Gloria sofort einen Zugang fand. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, der gewählte und dennoch flüssig zu lesende Schreibstil in Kombination mit authentischen und tiefgründigen Figuren bilden einen tollen Rahmen für einen atmosphärisch dichten Roman, der den Leser geradewegs in die gehobenen Kreise des viktorianischen Londons entführt. Gemeinsam mit einer angenehmen Hauptfigur begibt man sich auf Spurensuche, an dessen Ende die Entlarvung des Mörders wartet. Neben einer großartigen Kulisse und einem spannenden Fall bekommt man zudem noch eine zarte Liebesgeschichte geboten, die keinesfalls kitschig ist und das Lesevergnügen abrundet. Ich kann dieses Buch guten Gewissens weiterempfehlen und freue mich schon auf die anderen Romane der Gloria-Reihe! Ich vergebe 4,5/5 Punkten.Diese und weitere Rezensionen findet ihr auch auf meiner Website www.zeit-der-buecher.de

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  • Gloria - und die Londoner Liebschaften

    Gloria und die Londoner Liebschaften

    Diana182

    16. May 2017 um 13:42

    Das Cover zeigt ein altes Foto mit Personen und Straßen aus längst vergangener Zeit. Diese Bild macht direkt deutlich, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Der Dolch oberhalb des Bildes deutet an, dass es sich um einen Krimi handelt. Der Klappentext klingt sehr vielversprechend und machte mich somit sehr neugierig. Der Einstieg in die Geschichte gelingt recht schnell. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und somit sehr gut zu lesen. Man merkt gar nicht, wie die Seiten nur so dahin fliegen. Die Personen werden anschaulich und charakterlich tief gezeichnet. Man hat schnell eigene Bilder im Kopf und findet sich in der venezianischen Zeit wieder. Hier bekommt man einen sehr schönen Einblick in die damaligen Abläufe und Ansichten. Bei diesem Buch handelt es sich bereits um die Fortsetzung einer Buchreihe. Die Vorgänger habe ich bisher noch nicht gelesen, habe hier aber keine Defizite im Bereich der fehlenden Vorkenntnisse feststellen können. Man findet sich wunderbar zurecht und kann der Geschichte stets folgen. Die Geschichte ist sehr spannende zu lesen und hält einige Überraschungen parat. Aber auch eine kleine Liebesgeschichte darf da natürlich nicht fehlen. Das Ende ist sehr passend gewählt und schließt den Fall sehr gut in sich ab. Jedoch ist noch viel Potential für eine Fortsetzung gegeben. Hier wäre ich sehr neugierig zu erfahren, wie es weiter gehen könnte. Mein Fazit:Eine sehr schöne, spanende und gut durchdachte Geschichte, die nur so vor sich hin fliegt. So hatte ich das Buch innerhalb eines Tages gelesen und wurde stets sehr gut unterhalten. Gloria ist mir schnell ans Herz gewachsen und stets sympathisch. Die Einblicke in die damalige Zeit sind sehr lesenswert und wirken lebendig. Hier vergebe ich sehr gerne eine Leseempfehlung!

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  • Der "dritte" Fall für Gloria

    Gloria und die Londoner Liebschaften

    Wildpony

    16. May 2017 um 08:29

    Gloria und die Londoner Liebschaften  -  Marlene Klaus Kurzbeschreibung Amazon: London 1889: Lady Gloria Wingfields Projekt eines Frauenbildungsvereins nimmt Formen an. Doch am Eröffnungsabend geschieht während der Feierlichkeiten ein Mord. Das sorgt einerseits für Aufmerksamkeit für den Verein, andererseits aber für jede Menge Ärger. Zusammen mit dem Journalisten Morris beginnt Gloria, Nachforschungen anzustellen. Was ihrem Freund Lord Lyndon gar nicht gefällt. Wie sich herausstellt, hat er seine Gründe. Mein Leseeindruck: Wieder ein tolles Krimi-Abenteuer mit Gloria. Diese Protagonistin die im viktorianischen Zeitalter hier ihre verworrenen Fälle löst hatte sich seit Band 1: Gloria und die Liebenden von Verona sofort ins Herz geschlossen. Und natürlich darf hier auch der smarte Lord Lyndon sowie die geniale Tante Jo nicht fehlen. Leider bekommt Alexander in diesem Band große Konkurrenz. Nämlich den attraktiven Journalisten Morris, welcher Gloria ganz schön den Kopf verdreht. Wie immer ist auch dieser Band gespickt von humorvollen Elementen und natürlich ganz viel Spannung. Und wie immer gibt Gloria ihr Bestes zur Auflösung. Genau so wie es zu ihrem Charakter auch passt. Die Autorin Marlene Klaus hat mit dieser Figur eine tolle Protagonistin geschaffen, die sich nicht ladylike ihrer Zeit anpasst, sondern auch Durchsetzungsvermögen und Ziele hat. Sie nähert sich hier schon den modernen Frauen von heute an. Schmunzeln muss man auch wenn man hier liest wie die Stellung der Frau zu dieser Zeit war: keine Gleichberechtigung, kein Wahlrecht. Aber genau das zeigt den Kampfgeist von Gloria und ihre Ziele. Sehr gut gemacht von der Autorin! Fazit: Wieder ein genialer Band 3 einer tollen Reihe, die ich nur unbedingt empfehlen kann. Auch historische Leser kommen hier auf ihre Kosten und die Krimileser auf jeden Fall! Das Cover ist wunderschön, aber ich vermisse ein wenig den tollen bunten Schnitt der Vorgängerbände. 5 Sterne für Band 3 von Gloria! *****  

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  • hat mir super gefallen

    Gloria und die Londoner Liebschaften

    Flatter

    15. May 2017 um 20:34

    Über die Autorin: Marlene Klaus ist ausgebildete Buchhändlerin. Bevor sie sich als Autorin selbständig machte, jobbte sie als Taxifahrerin, Kellnerin, Postbotin und Bibliothekarin. (Quelle: Verlag) Zum Inhalt: Klappentext London 1889: Lady Gloria Wingfields Projekt eines Frauenbildungsvereins nimmt Formen an. Doch am Eröffnungsabend geschieht während der Feierlichkeiten ein Mord. Das sorgt einerseits für Aufmerksamkeit für den Verein, andererseits aber für jede Menge Ärger. Zusammen  mit dem Journalisten Morris beginnt Gloria, Nachforschungen anzustellen. Was ihrem Freund Lord Lyndon gar nicht gefällt. Wie sich herausstellt, hat er seine Gründe. Meine Meinung: Gloria Wingfield eröffnet 1889 in London einen Frauenbildungsverein. Dort finden Kurs und Vorträge zu kulturellen sowie beruflichen, sozialen und politischen Themen statt. Zur Eröffnungsfeier sind allerlei Persönlichkeiten geladen, u.a. das Ehepaar Constance und Oscar Wilde. Tante Jo und Lord Lyndon sind natürlich an Glorias Seite und unterstützen sie. Ausgerechnet an diesem feierlichen Abend geschieht ein Mord. Ein Sponsor des Frauenbildungsvereins wird erstochen. Die Polizei fängt sofort mit den Ermittlungen an, doch Gloria fahndet auf eigene Faust. Unterstützung bekommt sie von dem gutaussehenden Reporter Morris, von dem sie sehr angetan ist, sehr zum Missfallen von Lord Lyndon. Kann Gloria den Fall lösen? Werden Gloria und Lord Lyndon sich endlich näherkommen? Ich bin total begeistert von der detailgetreuen Recherche der Autorin. Diese Zeit war für Frauen ein Umbruch und eine Chance sich zu bilden und in die Berufswelt einzusteigen. Lady Gloria ist mir mittlerweile ans Herz gewachsen und ich hoffe, noch mehr von ihr zu lesen. Auch Lord Lyndon und Tante Jo sind unentbehrlich in diesem Roman.  Cover: Das Cover gefällt mit seinen warmen Farben und der aufwendigen Gestalten besonders gut. Ein echter Eyecatcher. Fazit: Marlene Klaus versteht es, den Leser mit in diese Zeit zu nehmen und Einblicke in diese Epoche zu bekommen. Für mich war es wieder ein Fest, diesen Roman zu genießen.

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  • The importance of being Earnest

    Gloria und die Londoner Liebschaften

    danielamariaursula

    13. May 2017 um 16:36

    Im 3. Abenteuer von Lady Gloria Wingfield ist diese im Jahre 1889 zur Saison in London. Durch die bevorstehende königliche Hochzeit von Prinzessin Louise herrscht Trubel in der Stadt. Gloria steht die Eröffnung des Frauenbildungsvereins bevor, zu der zahlreiche illustre Gäste u.a. auch das Ehepaar Oscar und Constance Wilde erwartet werden und das Patenkind von Queen Victoria. Daher sind auch jede Menge Journalisten anwesend, als die Leiche eines jungen Adeligen gefunden wird, wird die Aufmerksamkeit für dieses Ereignis noch größer. Gloria fühlt sich durch das Verbrechen persönlich gegriffen. Sie ermittelt daher auf eigene Faust, sehr zum Missfallen von Lord Alexander Lyndon. Da Alexander sie bei ihren Ermittlungen nicht unterstützen will, wendet sie sich an den charismatischen Gesellschaftskolumnist Mr. Morris, der den Vorschlag gerne annimmt. Mir persönlich gefällt die Reihe mit jedem Band besser. Gloria und Alexander werden offener und kommen mehr aus sich heraus, allen viktorianischen Konventionen zum Trotz. Zarte Gefühle keimen auf. Außerdem werden wieder aktuelle gesellschaftliche Themen der damaligen Zeit in die Geschichte aufs Anschaulichste eingeflochten. Diesmal geht es um Gleichberechtigung, die damals nicht nur nicht selbstverständlich war, sondern gesetzlich nicht vorgesehen. Es gab kein Frauenwahlrecht und die Frau war dem Manne quasi untertan. Frauen durften noch keine Hosen tragen und nicht über ihr eigenes Geld verfügen. Ihr Vermögen wurde von dem Ehemann verwaltet oder verschwendet, je nach dessen Charakter. Das Velo als gefährliche Errungenschaft, die man besser mal misstrauisch beäugt und bei dem auch lediglich die Dreirad-Varianten für Frauen schicklich sind. Kein Wunder, daß es damals auch Journalistinnen gab, die sich für das Thema Frauen und Sport einsetzten und natürlich zur Eröffnung des Frauenbildungsvereins eingeladen wurden. Auch illustre Persönlichkeiten nehmen bei fiktiven Geschehnissen teil, was sowohl ein interessantes Gesellschaftsbild wirft, als auch den Glamourfaktor hebt. Die Sprache ist angenehm flüssig zu lesen, nicht gestelzt und dennoch passend, um nicht das Flair der viktorianischen Zeit zu zerstören. Der Krimi ist ein echter Cosy. Es gibt verschiedene Verdächtige aus dem näheren Umfeld des Opfers, CSI und Co. waren damals aber noch gänzlich unbekannt. Daher verlaufen auch die Ermittlungen geruhsamer als bei aktuellen. Alleine Beobachtungen und Gespräche über Beobachtungen und Motive können die Ermittlungen voranbringen. Hierbei ist es natürlich von Vorteil, daß Gloria der gesellschaftlichen Schicht entstammt, der auch die Verdächtigen entstammen. Auch dieser Band der Baker Street Bibliothek zeichnet sich wieder durch Wunderschöne große Vignetten im Stile der damaligen Stadtansichtsstiche aus. Das verbreitet direkt viktorianisches Flair! Auch dieser Band hat im Anschluß an den Krimi ein ausführliches Personenverzeichnis, in welchem auch die fiktiven und die realen Persönlichkeiten der Geschichte gekennzeichnet sind, bzw. die semifiktive, also die Romanhelden, die ehemals lebenden Personen nachempfunden wurden, mit entsprechenden Hinweisen auf die realexistierenden Vorbilder. Außerdem geht der Anhang auf die gesellschaftlichen Gepflogenheiten und Umbrüche dieser Zeit ein, so daß man mal wieder einmal zu schätzen weiß, im Hier und Jetzt zu leben! Ein wirklich schöner Cosy mit Herz, Niveau und Flair, den ich gerne mit 5 von 5 Sternen weiterempfehle.  

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    • 3
  • Ein guter viktorianischer Krimi!

    Gloria und die Londoner Liebschaften

    Cellissima

    10. May 2017 um 23:39

    Im London des Jahres 1889 wird Lady Gloria Wingfields Frauenbildungsverein ins Leben gerufen. Sie hofft, dass die Presse beim Eröffnungsabend anwesend und ihr Projekt anschließend in aller Munde sein wird. Tatsächlich geschieht dies so - allerdings vornehmlich wegen des Mordes, der sich an diesem Abend dort ereignet ...Wieder einmal beginnt Gloria, auf eigene Faust zu ermitteln. Unterstützung bekommt sie hierbei von Lord Alexander Lyndon sowie dem Journalisten Morris. Doch wer ist hier Freund, wer Feind ... ?******Es handelt sich zwar um den dritten Band der Reihe um Lady Gloria Wingfield, jedoch ist er in sich geschlossen, sodass er auch problemlos separat gelesen werden kann. So kann man etwa die Vorgänger-Bände lesen, um sich detailliert über das Kennenlernen von und die bisherige Entwicklung zwischen Gloria und Alexander zu informieren - nötig ist dies jedoch nicht.Marlene Kraus schreibt sehr authentisch und atmosphärisch, sodass der Leser schnell ins viktorianische London versetzt wird.Marlene Kraus erweckt diese Menschen und diese Zeit wieder zum Leben.Der Aufbau ist gut durchdacht, logisch und stimmig, die Grundstimmung gemütlich. Im Mittelpunkt stehen, wie in diesem Genre üblich, neben dem eigentlichen Fall eine Reihe anderer Themen, etwa die Beziehung der Figuren zueinander, das Leben und die Rolle der Frau zu und in dieser Zeit, Presse, Bildung, Wahlrecht ...Die Spannung steigert sich erst spät und langsam, bis sich im letzten Abschnitt dann die Ereignisse überschlagen. Dennoch wirkte nichts konstruiert, sondern war man freudig überrascht von dem Tempo und der Auflösung des Falles.******Fazit: Ein sorgfältig recherchierter, atmosphärischer, interessanter und spannender viktorianischer Krimi mit tollen Figuren, den man allen Liebhabern des Genres und der Dryas-Krimis nur empfehlen kann.Dies war mein erster, aber sicher nicht mein letzter Gloria-Band!Ich werde Band eins und zwei nachlesen und freue mich schon sehr auf den vierten Band, der in Indien spielen wird.

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  • Lady Gloria und die viktorianische Presse

    Gloria und die Londoner Liebschaften

    SiriB

    07. May 2017 um 13:53

    London, im Jahr 1889. Gloria, Lady Wingfield, jung, unverheiratet und Waise, engagiert sich in der neu aufkommenden Frauenbildung. Sie gründet einen Frauenbildungsverein, der jungen Frauen den Weg in einen Beruf und damit in ein unabhängigeres Leben erleichtern soll. Ausgerechnet am feierlichen Eröffnungsabend wird der Ehemann einer Freundin in den Räumen des Vereins ermordet. Die Mordwaffist ein antiker Dolch, den Gloria wenige Stunden zuvor von einem Gast als Geschenk erhalten hat. Obwohl die Polizei sofort mit der Suche nach dem Mörder beginnt und schon bald nach dem potentiellen Täter fandet, lässt die Tat Gloria keine Ruhe. Sie beginnt auf eigene Faust nachzuforschen und findet Unterstützung bei Gregory Morris, dem ebenso attraktiven wie angesehenen viktorianischen Gesellschaftsreporter, der Lady Gloria schon bald nicht mehr kalt lässt ….Marlene Klaus ist mit diesem 3. Abenteuer um die unkonventionelle Lady Gloria ein ungemein fesselnder Roman gelungen, der seinen Lesern zudem einen interessanten Einblick in die gesellschaftspolitische Situation von Frauen des späten 19. Jahrhunderts gibt. Die Autorin lässt dabei einige historische Personen in ihrem Krimi auftauchen, so haben z.B. Oscar Wilde und seine Frau Constance Nebenrollen, ebenso wie wichtige weibliche Journalistinnen und Herausgeberinnen von Frauen-Zeitschriften. Auch die historische Buchhandlung Hatchards (älteste Buchhandlung Londons) wird von Gloria und ihrer Freundin besucht. Ein Detail, das mir als ehemalige Buchhändlerin besonders gefallen hat. Im Nachwort/Anhang erläutert Marlene Klaus die zeitgleich mit der Handlung des Romans expandierende Presselandschaft Englands und vervollständigt mit Hinweisen und Links für interessierte Leser. Eine anschließende ausführliche Personenliste erhellt zudem den Hintergrund der Geschichte. Neben all diesen interessanten historischen Fakten, die die Handlung authentisch und glaubwürdig machen, ist „Gloria und die Londoner Liebschaften“ aber, wie seine beiden Vorgänger, vor allem ein spannender und gut geschriebener Krimi. Gekonnt, wie die Autorin subtil ihre Spuren gelegt hat. Auch die moralischen und erotischen Facetten fehlen in dieser Geschichte nicht. So sieht sich Glorias Bekannter und Freund Alexander, Lord Lyndon, plötzlich mit einem Konkurrenten um Glorias Gunst konfrontiert und entdeckt zuletzt als Einziger die tödliche Gefahr, der eine atemberaubend überraschende Auflösung folgt. Marlene Klaus ist mit diesem 3. Lady Gloria-Band ein absolut “rundes“ Buch gelungen. Ein spannender Plot, ein interessantes Thema, eine Atmosphäre, die die Leser in die historische Zeit entführt und lebendige Figuren. Ein intelligent unterhaltender Wohlfühl-Krimi für alle Fans viktorianischer Heldinnen, den ich mit Vergnügen weiterempfehle.

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