Marlene Streeruwitz Die Schmerzmacherin

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Inhaltsangabe zu „Die Schmerzmacherin“ von Marlene Streeruwitz

Leute werden verschleppt, verschwinden, werden eingesperrt oder gefoltert. Amy arbeitet für einen privaten Sicherheitsservice, sie kann die Korruption und Gewalt nur ahnen, die sich als Abgrund hinter den geheimen Operationen abzeichnet. Als sie beschließt auszusteigen, gerät sie endgültig in die Fänge einer undurchsichtigen, aber brutalen Organisation. Amys Verlorenheit korrespondiert mit dem Ringen um die Wahrnehmung der Realität. Was kann sie glauben? Wer ist sie selbst? Und vor allem: Was passierte an dem Tag, an den sie sich nicht erinnern kann? Marlene Streeruwitz entwirft in ihrem meisterhaften Roman ein unheimliches und unvergessliches Szenario und fragt nach dem Ort des Individuums in einer zunehmend privatisierten Öffentlichkeit.

Vieles bleibt unbeantwortet... Szenen bleiben unaufgelöst...Leerstellen. Ich bin verwirrt & irgendwie froh es nun beendet zu haben...

— MissSnorkfraeulein
MissSnorkfraeulein

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    Die Schmerzmacherin
    trollchen

    trollchen

    12. August 2017 um 10:34

    Die SchmerzmacherinHerausgeber ist FISCHER Taschenbuch; Auflage: 2 (27. März 2014) und hat 400 Seiten.Kurzinhalt: Leute werden verschleppt, verschwinden, werden eingesperrt oder gefoltert. Amy arbeitet für einen privaten Sicherheitsservice, sie kann die Korruption und Gewalt nur ahnen, die sich als Abgrund hinter den geheimen Operationen abzeichnet. Als sie beschließt auszusteigen, gerät sie endgültig in die Fänge einer undurchsichtigen, aber brutalen Organisation.Amys Verlorenheit korrespondiert mit dem Ringen um die Wahrnehmung der Realität. Was kann sie glauben? Wer ist sie selbst? Und vor allem: Was passierte an dem Tag, an den sie sich nicht erinnern kann?Marlene Streeruwitz entwirft in ihrem meisterhaften Roman ein unheimliches und unvergessliches Szenario und fragt nach dem Ort des Individuums in einer zunehmend privatisierten Öffentlichkeit.›Die Schmerzmacherin.‹ wurde mit dem Bremer Literaturpreis ausgezeichnet und stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis.Meine Meinung: Ich habe das Buch leider abgebrochen, da in dem Buch fast keine Dialoge stattfanden, so richtig Handlung habe ich auch nicht feststellen können. Und irgendwie waren die Sätze zwar gut und logisch aufgebaut, aber nach jedem Satz gab es nochmal das Substantiv extra, so, als wenn die Autorin dies nochmal extra unterstreichen will. Der Gedanke hat mir ja gefallen, aber wenn keine richtige Handlung aufkommt, dann ist es auch nicht spannend, also nichtssagend! Der Text besteht eigentlich fast ausnahmslos nur aus Wörtern, dann wieder ein Punkt, es passiert rein gar nichts mit den Wörtern, also sie stehen in keinen Konsens! Von den 400 Seiten habe ich dem Buch die Chance bis fast zur Mitte gegeben, aber dann habe ich es abgebrochen. Ich weiss nicht, was das Buch mir mitteilen wollte.Mein Fazit: Leider nicht so mein Fall, ich vergebe 3 Sterne und das Buch lässt mich ratlos zurück.

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  • Regenbogen-Bücher-Challenge 2016

    Regenbogentänzer
    BlueSunset

    BlueSunset

    Regenbogen-Bücher-Challenge 2016 Hallo liebe Lesebegeisterte! Euch ist die Buchwelt zu trist? Kein Problem, wir helfen euch! Lest zusammen mit uns einen Regenbogen, damit das Jahr 2016 bunt und fröhlich wird! Ihr wollt dem Regenbogen noch einen Topf voll Gold verpassen? Das ist eine Herausforderung, aber auch die kann gemeistert werden!Wie auch in den vergangenen Jahren findet die Regenbogen-Challenge hier auf Lovelybooks statt. Das Besondere an dieser Challenge ist, dass wir hier nicht nur Bücher mit bestimmten Farben lesen, sondern auch die Herausforderung suchen und zusätzliche Aufgaben bearbeiten. Neugierig? Es gibt keine Anmeldefrist und ihr könnt jederzeit einsteigen! Allerdings wird nur die aktuelle Monatsaufgabe bearbeitet. Ihr braucht euch nicht über das Bewerbungsformular hier anzumelden. Erstellt einfach einen Sammelbeitrag in dem zugehörigen Unterthema.  Die Regeln Jeden Monat steht eine andere Farbe im Zentrum. Lest ein Buch dessen Cover zu mehr als 2/3 aus dieser Farbe besteht. Es gibt zudem noch Jahresaufgaben: Für diese Aufgaben habt ihr das ganze Jahr Zeit. Diese Aufgaben können nur mit Büchern der Monatsfarbe gelöst werden. Pro Buch kann eine Jahresaufgabe bearbeitet werden. Jeder der 6 Aufgaben sollte EINMAL gelöst werden (mehrfach gibt keine Punkte).Dann gibt es auch noch die Herausforderung!Jeden Monat gibt es eine Herausforderung, die gelöst werden sollte. Die Aufgabe wird einen Monat vorher angekündigt, sodass ihr Zeit habt ein passendes Buch zu finden. Die Herausforderung kann nur im jeweiligen Monat erfüllt werden! Eine Besonderheit ist, dass ihr diese Aufgabe auch mit einem zusätzlichen Buch, das nicht der Monatsfarbe entspricht, lösen könnt. Bitte verlinkt in eurem Sammelbeitrag auch eure Rezension oder den Lesestatus (mit Kurzmeinung). Es besteht keine Rezensionspflicht, aber ich möchte gerne einen "Nachweis" sehen, dass ihr das Buch gelesen habt. Eine Kurzmeinung reicht da. Es dürfen alle Bücher gelesen werden: vom SuB, neu gekauft, ausgeliehen, eBook und auch Hörbücher. Allerdings sollten die Bücher eine Mindestlänge von 80 Seiten haben! Manga, Comic und Graphic Novels zählen nicht! Die Aufgaben Monatsfarben:Januar: SchwarzFebruar: BraunMärz: Gelb April: OrangeMai: RotJuni: Lila / Rosa / PinkJuli: BlauAugust: Metallic / Gold / Silbern / GlitzerSeptember: WeißOktober: TürkisNovember: GrünDezember: BuntJahresaufgaben (nur mit dem Buch der richtigen Farbe zu erfüllen! Und jeweils nur 1x)Lese ein Buch, ……des Genres Fantasy oder Historisch oder Krimi....des Genres Liebesroman oder Thriller oder Dystopie…von einem Debütautor…das verfilmt wurde…das weniger als 300 Seiten hat…das mehr als 500 Seiten hat.► Hinweis zu "Debütautor": Hierbei beziehen wir uns auf den Autor und nicht auf das Buch. Das heißt der Autor hat zu dem Zeitpunkt, wenn ihr das Buch lest, nur dieses eine Buch veröffentlicht. Es darf sich auch nicht um ein Pseudonym eines Autors handeln, der bereits Bücher veröffentlicht hat. Sollte ein weiteres Buch des Autor bereits angekündigt sein, so kann dieser trotzdem gezählt werden, solange ihr das Buch tatsächlich vor dem Erscheinungstermin seines zweiten Buches erscheint. ► Hinweis zu Verfilmungen: Es zählen alle Bücher, die bereits als Serie oder Film verfilmt wurden oder 2016 ausgestrahlt werden (also so wie z.B. "ein ganzes halbes Jahr", "Girl on the Train", "Die Bestimmung 3", ...) . Bitte das Erscheinungsdatum angeben!Hier werden nach und nach die Monatsaufgaben/Herausforderungen gepostet:Januar: Lese ein Buch mit einer Stadt oder einem Haus auf dem CoverFebruar: Lese ein Buch mit 4 oder mehr Wörtern im Titel. Untertitel zählen auch. März: Lese ein Buch mit Blumen oder Blüten auf dem Cover.April: Lese ein Buch, dessen Titel kursiv oder in GROßSCHRIFT ist. Mai: Lese ein Buch, dessen Handlung außerhalb Deutschlands, den USA und Großbritannien stattfindet.  Punkte Hast du ein Buch mit der Monatsfarbe gelesen? Ja =1 PunktHast du die Herausforderung erfüllt? Ja, mit dem gleichen Buch, wie die Farbe = 2 Punkte. Ja, aber ich habe ein anderes Buch dafür genommen = 1 PunktHast du eine Jahresaufgabe erfüllt? Ja = 1 Punkt(In manchen Monaten wird es möglich sein zusätzliche Punkte zu sammeln)Am Ende des Jahres wird ein/e Gewinner/in ermittelt.  Teilnehmer:  Neue Regel: Falls ihr in einem Monat die Aufgaben nicht geschafft habt, schreibt das bitte dazu. Sollte ich 2 Monate in Folge keine Änderung eures Beitrages sehen wird in dieser Liste >inaktiv< neben eurem Namen stehen und ich gucke nicht mehr in eure Listen. Solltet ihr trotzdem noch dabei sein, dann schreibt mir bitte eine PN und aktualisiert euren Beitrag. WICHTIG Ihr habt jeweils bis zum 3. des Folgemonats Zeit eure Bücher und Links einzutragen. Anschließend mache ich die Monatsauswertung und trage die Punkte in meine Tabelle ein. Alles was noch später eingetragen wird kann erst bei der nächsten Wertung berücksichtigt werden.  Wichtig bei der Rezension/Lesestatus (inkl. Kurzmeinung) ist mir, dass ich sehe, dass ihr das Buch wirklich gelesen habt, zusätzlich kann ich da sehen, wann das Buch gelesen wurde. Solltet ihr also einen Monat versäumt haben, eure Links einzutragen ist das nicht so wild, solange ich sehen kann, dass das Buch trotzdem im richtigen Monat gelesen wurde.  STAND: JuniAnendien ........................ 14 Annlu  .............................. 24 ban-aislingeach  ............. 18BlueSunset ....................  11BookW0nderland .......... 23Buchgespenst  ............... 21 _Buchliebhaberin_ ......... 12 {INAKTIV} christarira ......12 ChubbChubb  ................. 16Code-between-lines ...... 21 ConnyKathsBooks ......... 19 czytelniczka73 ................ 23 {INAKTIV}DasBuchmonster .....1dia78 ............................... 11 fairybooks ...................... 11 Igela ................................ 16 {INAKTIV}janaka ..............7jenvo82 ........................... 17JuliB ................................. 21LadySamira091062 ....... 16Lesebiene27 ................... 15 Lisa11 .............................. 21{INAKTIV} littlebanshee ... 4Luzi92 .............................. 22louella2209 ..................... 21mabuerele ...................... 15{INAKTIV} MalinaIda ........8mareike91 ....................... 18marpije ............................ 23MissSnorkfraeulein ....... 17Mrs_Nanny_Ogg ............. 17PMelittaM ........................ 20QueenSize ........................ 21rainbowly ......................... 16Sansol ............................... 22schafswolke ..................... 17{INAKTIV} sternblut ..........11SomeBody ....................... 17suggar .............................. 16sursulapitschi ................. 18Tatsu ................................ 11Thalathiel ......................... 13Vucha ................................ 22Wolly ................................. 12

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    • 1392
  • Rezension zu "Die Schmerzmacherin" von Marlene Streeruwitz

    Die Schmerzmacherin
    Wolkenatlas

    Wolkenatlas

    14. September 2012 um 11:32

    Knapp dreißig Seiten vor dem Ende erfuhr ich, dass "Die Schmerzmacherin" auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises ist. Ich gestehe, ich dachte nicht, dass dieser Roman auf die Shortlist kommen würde, nicht weil er nicht gut genug wäre, sondern weil er einfach so anders, so präzise, aber auch so extrem ungenau ist. Die Protagonistin dieses Romans, Amy, ist Mitglied einer geheimen und brutalen Sicherheitsorganisation. Diese Organisation manipuliert, verschleppt, foltert und quält die Mitwirkenden dieses Romans. Amy fehlt bald ein Tag in ihrem Gedächtnis, den sie sich, quasi im Kampf gegen die Übermacht, in Erinnerung rufen will. Marlene Streeruwitz schreibt kurze, unvollständige Sätze; Sätze, die zum Beispiel erst durch die drei darauf folgenden Sätze komplettiert werden, bzw. Sinn gewinnen. Dadurch entsteht ein ganz eigenartiger, rhythmischer Sog beim Lesen, der immer wieder aufgebrochen, zerstört und neu loslegen darf. Dabei entstehen wunderbar schöne Sätze, großartige Stimmungsbilder, wie zum Beispiel schon die Autofahrt durch die Winterlandschaft der ersten Seiten des Romans. Es passieren aber auch Sätze, bzw. zusammenhängende Satztrauben, die trotz interessanter Wortwahl nur wenig Sinn ergeben. Alles, was mit der Organisation zu tun hat, bleibt im Dunklen, bzw. in einem Dämmerzustand, nichts ist klar, nichts ist sicher. Es passiert irrsinnig viel, so viel, dass die Übersicht und die Zusammengehörigkeit beim Lesen immer wieder verzweifelnd in Frage gestellt wird. Dadurch bleibt in erster Linie der Angstzustand der Protagonistin als unmittelbarer Berührungspunkt des Lesers, während die Handlung immer undurchsichtiger wird. Das muss die Idee der Autorin gewesen sein, ihr Ziel. Wenn ja, so ist das großartig gelungen. Andererseits habe ich mich als Leser selten so ausgeschlossen gefühlt, wie in "Die Schmerzmacherin". Ein unheimliches Gefühl, vielleicht wie durch eine mehrere Zentimeter dicke Glaswand vom Roman getrennt zu sein. Eine Tatsache, die ich jetzt nicht negativ werten möchte, da ich das interessant und teilweise faszinierend fand, die aber bei mir im letzten Drittel des Romans dann immer wieder zu leichten Ermüdungserscheinungen geführt hat. Nichtsdestotrotz; "Die Schmerzmacherin" ist ein sehr wichtiger, spannender, unheimlicher und origineller Roman, der dem Leser, der bereit ist, Zeit und Wille zu investieren, ein überzeugend originelles Leseerlebniss beschert.

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  • Rezension zu "Die Schmerzmacherin" von Marlene Streeruwitz

    Die Schmerzmacherin
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    06. October 2011 um 12:37

    Auflösung Da ist dieser Mann. Dieser Gefangene, gefesselte Mann, draußen im Schnee in der Kälte. Nah beim Gebäude, dem Ausbildungsgebäude für „Allsecure“, eine moderne, international operierende, erfolgreiche, auch vom Militär diverser Staaten eingesetzte Sicherheitsfirma. Eine, die dabei ist, den Krieg zu privatisieren und sich dafür gut bezahlen lässt. Die dem lukrativen Geschäft der Zukunft sich verschrieben hat. Und Amy ist dabei, Sicherheitsagentin dieser Firma zu werden. Wenn es nach Gregory geht, einer Art Protege (und nach ihrer Tante, die ihr diese Ausbildung vermittelt hat) scheinbar aber nicht, wenn es nach Cindy oder den anderen Anwesenden , in Teilen surreal anmutenden, Personen am Ort geht. Aber schon hier sei gesagt, dass die Personen im Buch nicht immer nach erstem Anschein beurteilt werden können. Gregory wird ein anders Gesicht noch zeigen im Lauf der Geschichte. Und nun kam ein Hubschrauber, flog wieder weg, ohne dass Amy ihn gesehen hatte, nur gehört, und da liegt nun dieser Mann eng zusammengeschnürt im Schnee. Der erste, fassbare Hinweis, dass Allsecure, dass diese neue Welt für Amy, ihre dunklen Ecken und Kanten hat. Was mit dem Mann passiert? Training oder Ernst? Ein rascher Schnitt im Buch und unaufgelöst bleibt diese Szene im Raum stehen. Unaufgelöst wie so manches, was durch die Seiten des Buches hinaus dringt. Keine Abbrüche, die den eigentlichen Faden des Buches zerstören, denn der hat nur am Rande etwas mit konkreten Ereignissen zu tun. Vielmehr lässt Streeruwitz den Leser konsequent an der mäanderten Auflösung der Figur Amy teilhaben, sicherlich gefördert durch Ereignisse des Buches, auslösende Momente in einer Welt, die ebenfalls an den Rändern zu verschwimmen scheint und damit genau in den Focus rückt, was heutzutage geschieht. Allsecure arbeitet unter anderem in Afghanistan und setzt dort eben private, Firmenmaßstäbe an, nicht die Genfer Menschenrechtskonvention. Und die Firma tut dies mit Billigung der Auftraggeber, auch des Militärs. Amy selbst erlebt Formen von Zugriffen. Ist schwanger, nachdem sie ihr alkoholgeschwängertes Bewusstsein verloren hatte, ist einige Zeit später nicht mehr schwanger und weiß zunächst nicht, warum und wie das sein kann. Konsequent ereignet sich die Geschichte durch Amys Augen, durch ihre assoziativen Gedankensprünge, durch ihre innere Zerrissenheit, eigentlich doch am liebsten wieder in Wien, bei den Resten ihrer Familie, in ruhiger Geborgenheit zu sein. Andererseits kommt sie zunächst nicht los von dieser großen Chance, der neuen Aufgabe, tief verunsichert ob ihrer Fähigkeiten, überhaupt, dort zu bestehen, tief verunsichert über das, was ihr von den anderen entgegen gebracht wird. Ein Zerfließen, ein „Hineingesogen werden“, welches Streeruwitz unnachahmlich im Sprachstil mit angelegt hat. Staccatoartige Sätze, manchmal nur Wortfetzen, kaum gesagt, schon wieder anders gedreht. Gino, ihr Freund, plötzlich durch einen Unfall schwer mitgenommen. Keine genaue Erinnerung daran bei Amy. Cindy, die überall auftaucht, plötzlich hilfreich wirkt. Aber was ist Realität, was nur überhitzte Fantasie? Ebenso, wie es für Amy schwer und schwerer wird, durch das eng gespannte Netz der Firma, der Ereignisse einen klaren Blick zu erlangen, ebenso wird der Leser mit hineingezogen in dieses Gespinst grenzwertigen Handelns. Ereignisse, die um sich greifen, denen das Buch ein Abbild der Realität gibt, indem es die Personen dahinter in den Blick rückt. Das Buch bietet einen intuitiven Blick auf die Auflösung fester Ränder und Strukturen im Menschen und in der Gesellschaft und führt anhand der Figur der Amy jene Auflösung und die daraus resultierenden Verwirrungen in einem stetigen Fluss des Erlebens und Reagierens teils verstörend vor Augen. Ebenso verstörend, wie, bei näherem Hinsehen, die großen Veränderungen auf gesellschaftlicher Ebene ebenso langsam ja real erkennbar werden. In einer Welt, in der Menschen zunehmend von außen, aber auch von innen her gefährdet sind. Eine Welt, die mehr und mehr völlige Unsicherheit erzeugt, ebenso außen, wie innen. Ein Buch wie eine leibhaftige Verunsicherung, in dem kaum etwas so ist, wie es am Anfang scheint und die Hauptfigur eher einem reaktiven Spielball der Ereignisse als der handelnden Person gleicht. Ein Buch, welches die zunehmende Verwirrung, Unsicherheit und innere Gefährdung des Lebens in Form und Inhalt spürbar in den Raum zu setzen vermag und das deswegen zu Recht auf der Shortlist des deutschen Buchpreises steht.

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