Marlies Ferber

 4,3 Sterne bei 285 Bewertungen
Autorenbild von Marlies Ferber (© Catherine Collin)

Lebenslauf

Spannung und Witz für Jung und Alt: Die 1966 geborene Autorin hat Sinologie und Germanistik in Bochum und Leiden studiert und anschließend eine Zeit lang als Lektorin bei verschiedenen Verlagen gearbeitet. Ihren ersten Roman „Null-Null-Siebzig – Operation Eaglehurst“ veröffentlicht die Übersetzerin für Englisch und Niederländisch 2012. Es ist gleichzeitig der erste Band ihrer Kriminalreihe um das Ermittler-Duo James Gerald und Sheila Humphrey. Aber die Autorin schreibt nicht nur Krimis, sondern auch Witze- und Kinderbücher und 2018 veröffentlichte sie einen Roman über ein Ehepaar in den Vierzigern, dem es an Leidenschaft mangelt. In „Grün ist die Liebe“ versucht Elisabeth ihren Mann Robert mit einem selbst erdachten Eherettungsprogramm wieder auf sich aufmerksam zu machen. Neben der Liebe zum Schreiben hegt Marlies Ferber eine besondere Passion für Pferde und hat eine Schwäche für England und Australien. Dennoch lebt sie mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im Ruhrgebiet.

Alle Bücher von Marlies Ferber

Cover des Buches Null-Null-Siebzig: Operation Eaglehurst (ISBN: 9783423253390)

Null-Null-Siebzig: Operation Eaglehurst

(77)
Erschienen am 01.05.2013
Cover des Buches Null-Null-Siebzig: Agent an Bord (ISBN: 9783423214186)

Null-Null-Siebzig: Agent an Bord

(50)
Erschienen am 01.01.2013
Cover des Buches Null-Null-Siebzig, Mord in Hangzhou (ISBN: 9783423215220)

Null-Null-Siebzig, Mord in Hangzhou

(40)
Erschienen am 01.06.2014
Cover des Buches Wohin die Reise geht (ISBN: 9783423262675)

Wohin die Reise geht

(24)
Erschienen am 19.02.2021
Cover des Buches Ein Sommer auf Malta (ISBN: 9783455021486)

Ein Sommer auf Malta

(26)
Erschienen am 01.04.2026
Cover des Buches Grün ist die Liebe (ISBN: 9783423219167)

Grün ist die Liebe

(22)
Erschienen am 13.03.2020
Cover des Buches Neue Super Kinderwitze (ISBN: 9783809422662)

Neue Super Kinderwitze

(1)
Erschienen am 24.01.2008

Interview mit Marlies Ferber

7 Fragen an Marlies Ferber

1.a. Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Als ich 11 Jahre alt war, liebte ich Pferde und Bücher, schrieb im Einfinger-Suchsystem auf der uralten mechanischen Schreibmaschine meines Großvaters - bei der man noch mit den Fingern zwischen die Tasten hauen konnte - ein Buch über Mädchen und Pferde und fieberte den sonntäglichen Besuchen der Galopprennbahn entgegen. Was ich mal werden wollte, war klar: Rennjockey oder Schriftstellerin. Dreißig Jahre später war die Vorstellung von mir als Rennreiterin nicht mehr wirklich mein Traum (geschweige denn der Traum irgendeines Rennpferdes). Aber der Traum vom Schreiben, der war noch da. Und wann eigentlich, wenn nicht jetzt, dachte ich ...

1.b. Was begeistert Dich daran besonders?

Wenn ich eine gelungene Szene geschrieben habe - okay, eine Szene, von der ich erstmal glaube, dass sie gelungen ist - habe ich den ganzen Tag gute Laune. Außerdem ist es wunderbar, sein eigener erster Leser zu sein, der Premierenbesucher im Kopfkino. Das ist Flow pur, und irgendwann schaue ich dann auf die Uhr und denke: Nur noch eine halbe Stunde Zeit zum Schreiben, die Zeit rast mal wieder. Die Figuren entwickeln, je weiter die Geschichte voranschreitet, immer mehr ein Eigenleben, das ist spannend. Sie werden fast schon real. Es ist ein bisschen so, als hätte man interessante neue Leute kennengelernt. Bald redet, klatscht und tratscht man über sie, als wären sie liebe Freunde mit Schrullen und Macken. Das mag vielleicht ein wenig seltsam klingen, aber unheimlich würde es wohl erst, wenn man nicht mehr nur über sie spricht, sondern mit ihnen. Wenn ich irgendwann in die Küche gehe, um mir einen Kaffee zu machen, und James und Sheila schon am Tisch sitzen und mir zuwinken, zum Beispiel. Das wäre dann schon ein bisschen gruselig.

2. Welche Bücher/Autoren liest Du selbst gern?

Ich liebe Old-School-Krimis wie die von Agatha Christie. Momentan lese ich "Das Geheimnis des weißen Bandes - der neue Sherlock-Holmes-Roman" von Anthony Horowitz, und ich freue mich danach auf "Ewig Dein" von Daniel Glattauer. Meine Leseliste im Januar und Februar bislang: "Kühlfach - Betreten verboten" von Jutta Profijt, "Nein - ich geh nicht zum Seniorentreff" von Virginia Ironside, "Sommerhaus mit Swimmingpool" des Niederländers Herman Koch, "Schweinskopf al dente" von Rita Falk, "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" von Jonas Jonasson, "Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt" von Dora Heldt, "Ein ungezähmtes Leben" von Jeannette Walls. Einen Ehrenplatz im Bücherregal hat die Gesamtausgabe von James Herriot. Ein großes, großes Vorbild: Nick Hornby.

3. Von welchem Autor würdest Du Dir mal ein Vorwort für eines Deiner Bücher wünschen und warum?

Ganz klar von Agatha Christie. Ich mag ihre Bücher sehr, sie begleiten mich seit meiner Jugend. Einmal lag ich mit einer schlimmen Erkältung im Bett und habe die "ABC Murders" in einer abgegriffenen, vergilbten Taschenbuch-Ausgabe von Fontana Books aus dem Jahr 1956 gelesen. Während mein Körper mit den Bazillen kämpfte, bin ich in Agatha Christies großartige Krimi-Welt abgetaucht, und als ich das Buch zu Ende gelesen hatte, war das Schlimmste vorbei, und ich denke heute an diese Erkältung mit warmen Gefühlen zurück. Wenn ein Buch von mir so etwas auch nur für einen Menschen sein könnte, diese Vorstellung würde mich glücklich machen.

4. Wo holst Du Dir die Ideen und Inspiration fürs Schreiben?

Etwa zwei Drittel kommen beim Schreiben selbst. Mit der Lebenserfahrung von 45 Jahren sind schon per se eine Menge Bilder, Vorstellungen, Szenen und Sätze im Kopf, die abgerufen werden können und sich verweben lassen. Bei der konkreten Arbeit dieses Verwebens - besonders, was die logische Seite betrifft - helfen lange Waldspaziergänge mit meiner Hündin Curly, Klarheit zu gewinnen. Zum anderen schärft das Schreiben auch noch einmal die Wahrnehmung, während des Schreibprozesses bin ich viel offener für alle Arten von Inspirationen, die aus der unmittelbaren Umgebung kommen.

5. Wie und wann schreibst Du normalerweise, kannst Du dabei diszipliniert vorgehen oder wartest Du, bis Dich in einer schlaflosen Nacht die Muse küsst?

Ich bin eher niemand, der in einer magischen, schlaflosen, rauschhaften Nacht von der Muse geküsst wird. Morgens zwischen 8 und 13 Uhr sitze ich professionell-profan am Schreibtisch, und wenn ich Glück habe, schaut mir die Muse zwischendurch über die Schulter. Dann kommen die Kinder von der Schule nach Hause, und der Laptop wird zugeklappt. Einzige Ausnahme: Das erste Kapitel des zweiten Bandes von Null Null Siebzig entstand in einer Sommernacht, während des Zelturlaubs am Meer. Auf dem Bauch liegend und eine Taschenlampe haltend, bekritzelte ich einen Collegeblock, während aus den Schlafsäcken rechts und links neben mir tief und friedlich geatmet wurde. Das war schön.

6. Welche Wünsche hast Du in Bezug auf Deine Bücher und Deine Arbeit für die kommenden Jahre?

Weiter schreiben zu können.

7. Wie fühlt man sich, wenn man erfährt, dass das erste eigene Buch veröffentlicht wird?

Schwindelig. Bestes Mittel dagegen: hinlegen, Löcher in die Luft starren, akuten Glücksschock genießen.

Neue Rezensionen zu Marlies Ferber

Cover des Buches Grün ist die Liebe (ISBN: 9783423219167)
Ines_Balkows avatar

Rezension zu "Grün ist die Liebe" von Marlies Ferber

Ines_Balkow
Die Liebe

Die Geschichte hat mich direkt berührt. Die Protagonistin Elisabeth erlebt eine sehr emotionale Situation im Krankenhaus. Herr Grün begleitet dort seine sterbende Frau und berichtet Elisabeth von seiner Ehe und der starken Liebe zu seiner Frau. Ab da beginnt Elisabeth ihre eigenen Ehe und Beziehung zu hinterfragen. Sind sie und ihr Mann noch glücklich? Wo ist die Leidenschaft in den vergangenen Jahren geblieben? Braucht ihre Beziehung vielleicht mehr Schwung?

Zur Seite steht Elisabeth ihre beste Freundin Tessa, die mehr oder weniger hilfreiche Ideen beisteuert. Die beiden schmieden Pläne, um die Leidenschaft zwischen Elisabeth und ihrem Mann Robert aufzufrischen. Teils lustig-skurril und dann wieder sehr ernst und nachdenklich stimmend, erzählt die Autorin eine Geschichte, die bewegt. Man kann viele Gedanken der Protagonistin nachvollziehen.

Ich war mir während der Geschichte nicht sicher, wie alles ausgehen wird und ob Elisabeth und Robert zusammenbleiben werden oder ihre Ehe vor dem Ende steht. Spannend waren auch die Erfahrungen und Weisheiten von Herrn Grün, die zeigen, dass es keine perfekte Beziehung gibt. Genauso wenig, wie es keine allgemeingültige Lösung für eine Beziehungskrise gibt. 

Das Buch hat mich emotional bewegt und zum Nachdenken angeregt. Das Ende hat mir sehr gut gefallen und insgesamt bin ich positiv aus der Geschichte gegangen. Eine überraschend tiefgründige Geschichte, die sich zu lesen lohnt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!

Cover des Buches Ein Sommer auf Malta (ISBN: 9783455021486)
Tilman_Schneiders avatar

Rezension zu "Ein Sommer auf Malta" von Marlies Ferber

Tilman_Schneider
ein literarischer Ausflug nach Malta


Linda sitzt im Flugzeug nach Malta. Weg von zu Hause, weg von ihrer großer Liebe und rein in ein neues Leben. Sie wird umgesetzt und findet sich neben einem Anwalt wieder und die Unterhaltung hält bis zur Landung. Im Hotel versucht Linda erstmal abzuschalten, aber der Baulärm macht ihr zu schaffen, aber der Duft und die Schönheit der Insel nehmen sie ein und dann trifft sie ihre Freundin. Die wird heiraten auf Malta und Linda und sie brausen umher und dann platzt die Bombe. Claire hat David eingeladen, den Ex von Linda. Wie erstarrt nimmt sie das wahr und will doch weiter gehen. Chaos im Kopf und im Herz und da ist wieder Clive, der Anwalt aus dem Flieger. 



Marlies Ferber hat ein Wohlfühlbuch geschrieben, dass aber auch viel Tiefgang hat. Die Charaktere sind toll beschrieben und haben Zeit sich zu entwickeln und die Handlung ist nicht nur schön, sondern eben auch sehr spannen, witzig und mit Hintergrund. Da ich schon 10 mal auf Malta war, finde ich den Schauplatz einfach super gewählt und ich konnte total in das Inselgefühl eintauchen und hab all die schönen Orte erkannt. Ein Ausflug nach Valetta ist immer eine prima Sache, die bunten Boote sind ein Hingucker und auch das blaue Meer wirkt immer eine ganz besondere Faszination aus. Eine literarische Reise nach Malta mit “Ein Sommer auf Malta.” 


Cover des Buches Ein Sommer auf Malta (ISBN: 9783455021486)
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Rezension zu "Ein Sommer auf Malta" von Marlies Ferber

omami
Linda erlebt Malta

Die Autorin dieses Romans, der eine schöne Geschichte erzählt, entführt ihre Leser auf die Insel Malta.

Allerbeste Voraussetzungen für eine Liebesgeschichte sind gegeben.

Linda, die Hauptperson, ist frisch getrennt und will auf Malta in einer Englisch-Schule unterrichten. Ausserdem ist sie zur Hochzeit ihrer besten Freundin Claire eingeladen. 

Schon im Flugzeug lernt sie einen sehr interessanten Mann, Clive, kennen, mit dem sie eine recht spritzige , launige Konversation führt.

Ihr Hotel ist nicht ganz so, wie man sich das Vorstellt, dort wird umgebaut und es ist nur die schöne Aussicht, die verleitet, zu bleiben, aber Linda wohnt bald ohnehin am Campus.

Als sie abends durch die Gegend bummelt, entdeckt sie ihre Flugbekanntschaft in einer Bar und er lädt sie ein. Ein paar Cocktails zu viel und Linda kippt. Clive bringt sie in ihr Hotel . Als sie aufwacht, malt sie sich aus, was alles passiert sein könnte, ist aber beruhigt

Am Tag darauf werden im Hotel Blumen abgegeben, von denen Linda glaubt, sie wären von David, ihrem Ex, der ebenfalls zur Hochzeit eingeladen ist.

Und als sie zu der Schule fährt, um sich etwas umzuschauen, trifft sie den jungen Mann wieder, der ihr seine Jacke angeboten hatte, als sie am Flughafen auf den Bus gewartet hatte.

Die Hochzeit hätte beinahe nicht stattgefunden, das junge Paar hatte sich gestritten, als es um einen Ehevertag ging, der ausgerechnet von Clive, der ein guter Freund von Enzo ist, aufgesetzt wurde. 

Und nun gehen die Verwicklungen, Missverständnisse und Intrigen los, Schlag auf Schlag, David verbreitet über Clive, den er gar nicht kennt, aber als Rivalen wahrnimmt, Gerüchte, die nicht stimmen, Linda ist hin und hergerissen und das junge Ehepaar meldet sich auch nicht mehr.

Linda geht eine Zeit lang mit Niko, dem jungen Mann vom Bus, aus und gibt ihm Privatunterricht, weil er eine Stelle auf Malta angenommen hat.

David taucht als angeblicher Lehrer an ihrer Schule auf und versucht, sie zurück zu gewinnen.

Und Linda?  Freundschaft mit Niko, vorsichtige Annäherung mit David, aber sie denkt eigentlich nur an Clive....

Für wen wird sie sich entscheiden?

Und was ist aus ihrer Freundin geworden?

Ein schöner Sommerroman mit einem schönen sommerlichen Cover. Man kann gar nicht aufhören, zu lesen....

Gespräche aus der Community

Cover des Buches Ein Sommer auf Malta
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MarliesFerber

Eine Auszeit auf der Insel. Ohne Drama, ohne Männer. Dachte sie!

Zwischen sonnenhellem Alltag in der Sprachschule, gewagten Abenteuern im Meer und sternenklaren Nächten voller Nähe muss Linda herausfinden, ob es eine zweite Chance für die Liebe gibt - und vor allem, mit welchem Mann. Denn einer drei Männer, die sie in ihrem Sommer auf Malta begleiten, führt sie gefährlich in die Irre.




246 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Wohin die Reise geht
MarliesFerbers avatar
MarliesFerber

Das Märchen von den Bremer Stadtmusikanten ist die Mutter aller Road-Trips. Es hat mich zu dieser Geschichte inspiriert: Vier Menschen, die ein Problem haben, treffen zufällig aufeinander und reisen gemeinsam weiter. Wohin die Reise geht, möchte ich gern mit euch gemeinsam erfahren, im Leserunden-Austausch, mit Abenteuerlust und dem Motto: Strangers are just family you have yet to come to know.

362 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Grün ist die Liebe
MarliesFerbers avatar
MarliesFerber

Liebe Lovelybooks-Leserinnen,

morgen erscheint mein Roman "Grün ist die Liebe", in dem es um die Liebe nach dem Happy End geht:

Elisabeth, Mitte vierzig, arbeitet als Grüne Dame ehrenamtlich im Krankenhaus. Dabei lernt sie den alten Herrn Grün kennen, der ihr von der unsterblichen Liebe zu seiner Frau erzählt. Ergriffen von so viel Romantik, zieht Elisabeth den Vergleich zu ihrer eigenen Ehe mit Robert. Und wird immer unzufriedener. Nach über zwanzig Jahren glimmt die Leidenschaft nur noch müde, Gewohnheiten haben sich eingenistet, und statt der Kinder laufen jetzt Hühner durch den Garten - Roberts neues Hobby. Da muss sich was ändern! Doch das selbst erdachte Eherettungsprogramm droht Elisabeth völlig zu entgleiten ...

Ich freue mich auf die Leserunde mit euch und bin gespannt auf eure Eindrücke. Der dtv spendet 15 Exemplare.


329 BeiträgeVerlosung beendet

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