Grün ist die Liebe

von Marlies Ferber 
4,6 Sterne bei17 Bewertungen
Grün ist die Liebe
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Mrs. Dalloways avatar

Wunderbare Sommerlektüre

Vampir989s avatar

wunderbare und berührende Geschichte

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Inhaltsangabe zu "Grün ist die Liebe"

Die Liebe nach dem Happy End

Elisabeth, Mitte vierzig, arbeitet als Grüne Dame ehrenamtlich im Krankenhaus. Dabei lernt sie den alten Herrn Grün kennen, der ihr am Sterbebett seiner Frau von ihrer gemeinsamen großen Liebe erzählt. Ergriffen von so viel Romantik zieht Elisabeth den Vergleich zu ihrer eigenen Ehe mit Robert. Und wird immer unzufriedener. Nach über zwanzig Jahren glimmt die Leidenschaft nur noch müde, Gewohnheiten haben sich eingenistet, und statt der Kinder laufen jetzt Hühner durch den Garten – Roberts neues Hobby. Da muss sich was ändern! Doch das selbst erdachte Eherettungsprogramm droht Elisabeth völlig zu entgleiten.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423261982
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:31.05.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Mrs. Dalloways avatar
    Mrs. Dallowayvor einem Monat
    Kurzmeinung: Wunderbare Sommerlektüre
    Eine Sommerlektüre

    Dieses Buch ist einfach so wunderschön, man kann es gar nicht anders beschreiben. Ich liebe den Schreibstil und die Figuren ebenso wie die Geschichte, die mir so nah und real erscheint.


    Die Farbe Grün zieht sich wie ein roter - oder sollte ich besser sagen grüner? - Faden durch die Geschichte, das ist auf jeden Fall sehr gelungen. Die Autorin kann wunderbar schreiben. Wer kennt das Klischee nicht? Die Ehe droht zu zerbröckeln sobald die Kinder aus dem Haus sind und die Familie ist auch nicht mehr das was sie einmal war. Das hat mir alles richtig gut gefallen. Vor allem aber mochte ich den liebenswerten Herrn Grün, der eine große Rolle spielt.

    Ich kann das Buch nur wärmstens weiterempfehlen. Es verspricht wunderbar entspannte Lesestunden, die diesen Sommer perfekt abrunden.

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    twentytwos avatar
    twentytwovor 2 Monaten
    Grün ist die Liebe

    Nachdem die Kinder aus dem Haus sind, droht Elisabeth die Decke auf den Kopf zu fallen. Ihr einziger Halt ist ihr ehrenamtliches Engagement als grüne Dame im Krankenhaus. Dabei lernt sie am Krankenbett seiner Frau den betagten Herrn Grün kennen. Nachdem dieser seine anfängliche Kratzbürstigkeit abgelegt hat, taut er nach und nach auf. Er beginnt aus seinem Leben zu erzählen. Seine Geschichten bewegen Elisabeth zutiefst und sie beginnt Parallelen zu ihrem eigenen Leben zu ziehen. Und plötzlich scheint nichts mehr zu sein wie es sein soll und sie beginnt an allem und jedem zu zweifeln.

    Fazit
    Eine gefühlvolle Geschichte über die Liebe und das Leben die zeigt, dass man zwar vieles nicht ändern kann, aber nicht immer vom Worst Case ausgehen muss.

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    Nik75s avatar
    Nik75vor 2 Monaten
    Grün ist die Liebe

    „Grün ist die Liebe“ ist der neue Roman von Marlies Ferber. In dem Buch geht es um Elisabeth und Robert. Sie kennen und lieben sich seit der Grundschulzeit, aber irgendwie ist ihre Ehe nicht mehr das was sie mal war. Oft geht Robert Elisabeth aus dem Weg und Elisabeth schließt daraus, dass er sie einfach nicht mehr liebt. Was steckt tatsächlich hinter dieser Ehekrise? Haben sie sich einfach auseinandergelebt? Das alles erfahrt ihr in diesem emotionalen Roman, denn zu viel vom Inhalt möchte ich gar nicht verraten.
    Elisabeth mochte ich sehr gerne. Sie ist eine Zweiflerin und ist oft sehr unsicher. Damit sie sich zu Hause nicht langweilt, besucht sie regelmäßig kranke Leute im Krankenhaus. Sie ist eine sogenannte grüne Dame. Im Krankenhaus trifft sie auch auf Herrn Grün, der ihr seine Geschichte des Lebens und von seiner großen Liebe erzählt. Kann das Elisabeth helfen ihre Ehe zu retten?
    Robert mochte ich auch, aber ich konnte ihn bis zum Schluss nicht durchschauen. Sein Verhalten hat mich manchmal ganz schön irritiert. Aber am Ende des Romans war mir auch klar warum.
    Dieser Roman hat mir richtig gut gefallen, denn es ist eine Geschichte über das Leben, so wie es jeden Tag bei jedem ablaufen könnte. Es ist eine Geschichte über die Liebe, die Freundschaft und Vertrauen.
    Frau Ferber hat einen schönen flüssigen und fesselnden Schreibstil. Die Geschichte hat mir von Anfang an gefallen. Sie hat mich sehr berührt und auch nachdenklich gemacht. Das Leben ist viel zu kurz um das Leben nicht zu genießen. Man sollte wirklich seine Liebe leben und sich jeden Tag daran erfreuen, einen lieben Menschen um sich zu haben. Natürlich kann das Leben nicht immer schön sein, aber auch in schlechten Zeiten sollte man zueinanderstehen. So entsteht aus Liebe auch eine wunderbare Freundschaft.
    Für mich war es ein Lebens- und Liebesroman und ich habe diesen Roman sehr gerne gelesen. Frau Ferber hat mich mit ihrem Buch mitten in die Seele getroffen und ich bin froh, dass ich die wunderbare Geschichte lesen durfte.

    Von mir bekommt dieser Roman über das Leben 5 Sterne.

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    dorlis avatar
    dorlivor 3 Monaten
    Rezension zu "Grün ist die Liebe" von Marlies Ferber

    Die 44-jährige Elisabeth Müller arbeitet einmal wöchentlich ehrenamtlich als Grüne Dame im Krankenhaus. Hier begegnet sie dem alten Herrn Grün, der am Bett seiner sterbenden Frau wacht. Herr Grün erzählt Elisabeth von seiner Lenya – wie er sie kennengelernt hat, von den Höhen und Tiefen der gemeinsamen fünfzig Ehejahre und vor allen Dingen von der unsterblichen Liebe zueinander. Elisabeth hört gebannt zu und fragt sich, wo eigentlich die Liebe zwischen ihr und ihrem Mann Robert nach jetzt zwanzig Jahren hin ist. Sie erkennt, dass die alltägliche Routine die Romantik unter sich begraben hat und möchte für frischen Wind in ihrer Ehe sorgen, doch das ist leichter gesagt als getan…

    Marlies Ferber versteht es mit ihrem lockeren und angenehm zu lesenden Schreibstil ganz hervorragend, den Leser in den Bann dieser sowohl berührenden wie auch humorvollen Geschichte zu ziehen.

    Ich war schon nach wenigen Seiten mittendrin in Elisabeths Welt und wurde von dem abwechslungsreichen Geschehen mitgerissen. Besonders die immer wieder in die laufende Handlung eingeschobenen Erzählungen von Herrn Grün über die Liebe zu seiner Frau Lenya haben mich gefesselt. Ich konnte sehr gut nachvollziehen, warum Elisabeth so fasziniert vom Leben der Grüns war und warum sie auch gerne so ein über viele Jahrzehnte hinweg währendes Glück für sich und Robert haben wollte.

    Elisabeth ist eine Protagonistin, der man gerne folgt. Ihre Erlebnisse während ihrer Suche nach mehr Leidenschaft und Zweisamkeit sind mal amüsant, mal bewegend, aber immer sehr realitätsnah. Die Pfade, die die Mittvierzigerin gehen muss, haben so ihre Tücken und sind gepflastert mit unerwarteten Ereignissen, gut gemeinten Ratschlägen, wiederkehrenden Zweifeln und einem vertrackten Plan - am Ende kommt dann alles ganz anders und plötzlich ist der Weg frei für die Liebe…

    „Grün ist die Liebe“ hat mir sehr gut gefallen. Es hat Spaß gemacht, Elisabeth durch diese für sie sehr aufwühlende Zeit zu begleiten und die schönen Augenblicke genauso wie die schwierigen Momente mit ihr zu teilen.

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    Vampir989s avatar
    Vampir989vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: wunderbare und berührende Geschichte
    wunderbare und berührende Geschichte

    Klapptext:


    Elisabeth, Mitte vierzig, arbeitet als Grüne Dame ehrenamtlich im Krankenhaus. Dabei lernt sie den alten Herrn Grün kennen, der ihr am Sterbebett seiner Frau von ihrer gemeinsamen großen Liebe erzählt. Ergriffen von so viel Romantik zieht Elisabeth den Vergleich zu ihrer eigenen Ehe mit Robert. Und wird immer unzufriedener. Nach über zwanzig Jahren glimmt die Leidenschaft nur noch müde, Gewohnheiten haben sich eingenistet, und statt der Kinder laufen jetzt Hühner durch den Garten – Roberts neues Hobby. Da muss sich was ändern! Doch das selbst erdachte Eherettungsprogramm droht Elisabeth völlig zu entgleiten.

    Ich hatte große Erwartungen an dieses Buch und wurde nicht enttäuscht.
    Der Schreibstil ist leicht und flüssig.Ich bin mit dem Lesen sehr gut voran gekommen.Die Seiten flogen nur so dahin.Einmal angefangen mit Lesen wollte ich das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen.Ich lernte Elisabeth und Herrn Grün kennen.Elisabeth arbeitet ehrenamtlich im Krankenhaus und kümmert sich rührend um die Kranken.Herr Grün ist Patient und ich fand ihn wirklich sehr nett und liebreizend.Alle Protoganisten wurden sehr klar und deutlich beschrieben und ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele unterschiedliche Charaktere welche bestens ausgearbeitet wurden.Elisabeth und Herr Grün waren mir sehr sympatisch und ich habe sie gleich in mein Herz geschlossen.Aber auch Robert war eine sehr interessante Person.
    Die Autorin hat es geschafft mich in den Bann zu ziehen.Die Autorin beschreibt die Arbeit im Krankenhaus so wunderbar und Elisabeth führt ihre Arbeit mit so viel Liebe und Herzblut aus.Auch hört sie den Patienten zu .Besonders zu Herrn Grün baut sie ein sehr freundschaftliches Verhältnis auf.Er erzählt ihr von seinen Ehe.Seine Geschichten sind einfach so bewegend und berührend.Zeitweise kamen mir sogar die Tränen.Aber auch an den Gedanken,Gefühlen und Emotionen von Elisabeth lässt uns sie Autorin teilhaben.Sie denkt über ihre eigene Ehe nach und erkennt das sich etwas ändern muss.Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt .Ich habe mitgelitten,mitgebangt und mitgefühlt.Durch die sehr einfühlsame und warme Erzählweise wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Auch hat die Autorin es verstanden etwas Humor in die Geschichte einzubauen.Bei einigen Situationen habe ich mich köstlich amüsiert und geschmunzelt.Gerade die Mischung aus Humor,Liebe und Ernsthaftigkeit hat für mich das Buch so lesenswert gemacht.Marlies Ferber spricht in diesem Roman viele Themen an.Besonders die Arbeit im Krankenhaus und damit verbunden das gesamte Gesundheitswesen.Aber auch das Eheleben wird angesprochen.Für eine glückliche Beziehung muss man einige Dinge tun.Man sollte immer mit einander reden ,sich ausprechen und einfach immer für einander da sein.Dies alles in die Geschichte einzuweben ist der Autorin hervorragend gelungen.Auch das Ende hat mir gut gefallen und ich fand es sehr gelungen .
    Mich hat diese Lektüre einfach emotional sehr berührt und bewegt.Ich vergebe glatte 5 Sterne und danke Marlies Ferber für die wunderschönen Lesemomente

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Geschichte, die mitten aus dem Leben gegriffen ist!
    Wenn die Liebe trägt

    „...Eine junge Liebe, sagt man, ist wie eine dünne Eisschicht. Bevor man sich zu zweit darauf wagt, tut man gut daran, etwas zu warten, bis die Eisdecke schön fest geworden ist und trägt...“


    Elisabeth arbeitet in ihrer Freizeit als „Grüne Dame“ im Krankenhaus. Dort lernt sie Herrn Grün kennen. Der alte Herr besucht seine Frau, die ihn aber nicht mehr erkennt. In der Nacht vor ihrem 50. Hochzeitstag stirbt sie. Eine Woche später liegt Herr Grün selbst im Krankenhaus. Er hatte während der Trauerfeier einen Unfall.

    Elisabeth nimmt sich Zeit für ihn. Dabei erfährt sie seine Lebensgeschichte. Es ist auch die Geschichte einer Liebe, die ein Leben lang gehalten hat, obwohl die Startbedingungen nicht optimal waren. Das Eingangszitat stammt von ihm. Plötzlich hinterfragt Elisabeth ihr eigenes Leben.

    Die Autorin hat eine abwechslungsreiche Gegenwartsgeschichte geschrieben. Dabei verknüpft sie gekonnt zwei Handlungsstränge. Zum einen sind es die Erzählungen von Herrn Grün, zum anderen ist es Elisabeths eigene Gegenwart.

    Die Personen werden gut charakterisiert. Elisabeth ist 48 Jahre. Ihren Mann kennt sie seit der Schulzeit. Die beiden Kinder sind mittlerweile aus dem Haus und studieren. Elisabeth hat die Buchführung für ihren Mann übernommen. Wegen ihrer Kontaktfreudigkeit hat sie sich um die Stelle im Krankenhaus bemüht. Es zeigt sich, dass ihr die Aufgabe liegt. Sie bringt den Patienten Empathie entgegen und kann vor allem gut zuhören.

    Robert lerne ich am Anfang als Autofahrer kennen. Sein Verhalten macht ihn nicht gerade sympathisch. Doch während der Geschichte muss ich nach und nach begreifen, dass ich mich da gründlich geirrt habe. Vor allem die Rückblenden zeigen ganz andere Seiten seiner Persönlichkeit. Dass er mit seinem Leben im Großen und Ganzen zufrieden ist und nicht viel Worte macht, kann ich ihm nicht vorwerfen. Allerdings hat seine Aufmerksamkeit gegenüber Elisabeth nachgelassen.

    Tessa, Elisabeths beste Freundin, dagegen fühlt sich ausgebrannt. Ihre eigenen Unzufriedenheit überträgt sie auf Elisabeth. Am liebsten möchte sie ihr vorschreiben, wie sie ihr Leben zu ändern hat.

    Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Gut gefällt mir, dass die Aufgaben einer „Grünen Dame“ ausführlich beschrieben werden. Auch die heutigen Probleme des Gesundheitswesen werden gekonnt thematisiert, wie das folgende Zitat zeigt:


    „...Hier wurde behandelt, nicht gesund gepflegt. Vorbei die Zeit, wo die heilenden Kräfte der Natur eingeladen wurden, ihren Beitrag zur Gesundung zu leisten, unterstützt durch aufmerksame Pflege...Das Krankenhaus war ein Hocheffizienzbetrieb geworden...Nur gestorben wurde immer noch...“


    Herrn Grüns Geschichte wird in Etappen erzählt. Dabei muss Elisabeth bald erkennen, dass auch diese Liebe Höhen und Tiefen hatte.

    Eine besondere Facette erhält die Geschichte durch die beiden Schwiegermütter. Sie betreiben zusammen eine Pension und sorgen für humorvolle Abwechslung. Insbesondere eine Szene beim Einkaufen sticht dabei heraus:


    „...Während Elisabeth bezahlte, ließ Martha sich nicht nehmen, ihrem Publikum in der Schlange hinter ihr noch zu erklären, wofür sie die Kondome brauchte: „Die Dinger sind Gold wert für den Wasserhahn zu Entkalkung.: Essig reingeben, über den Wasserhahn streifen..., drei Minuten warten, abrollen..“...“


    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es zeigt, das auch nach zwanzig Jahren Ehe dies und das zum Positiven geändert werden kann, wenn die Liebe noch trägt.

    Kommentare: 4
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    Leyla1997s avatar
    Leyla1997vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Geschichte über das Happy End hinaus. Wundervoll erzählt und authentisch!
    Eine Geschichte über das Happy End hinaus. Wundervoll erzählt und authentisch!

    Inhaltlich: Romane über das große Kennenlernen und sich verlieben gibt es zu Haufen, aber was ist eigentlich nach dem glücklichen Happy End? Genau diese Frage stellt sich unsere Hauptperson eines Tages. Elisabeth und Robert sind seit über zwanzig Jahren verheiratet und eigentlich glücklich. Die Kinder sind erwachesn und ausgezogen, der Kredit für das Haus abgezahlt, doch was ist aus der Liebe zwischen den beiden Eheleuten passiert?

    Der gefühlvolle Schreibstil der Autorin, Marlies Ferber, hat mir so manchen schönen Schauer bescheren können. Vor allem bei der freiwilligen Arbeit die Elisabeth ausübt wurde es deutlich, dass die Autorin ein großes Talent für das Emotionale hat. Einige Male hatte ich einen angenehmen Schauer erlebt und an manchen Stellen sogar eine angenehme Gänsehaut. Die freiwillige Arbeit, welche die Hauptperson ausübt, ist die der „Grünen Damen und Herren„. Sie betreut unentgeltlich Patienten aus dem Krankenhaus. Meistens reicht ein simples Gespräch oder ein Zuhörer, damit sich die Patienten um einiges besser fühlen. Ein ehrenvolles Hobby, was viel über die Persönlichkeit der Protagonistin aussagt.

    Neben der eigentlichen Handlung wird dem Leser auch die Lebensgeschichte von Herr Grün und seiner Frau, beides Patienten die Elisabeth betreut, erzählt. Das war eines der Highlights aus diesem Roman. Herr Grün ist, mit seiner wundervollen Art und den wunderschönen Geschichten, so manches Male der Auslöser meiner Gefühlsausbrüche gewesen. Man spürt richtig die Nähe und Zuneigung, welche Herr Grün vermitteln möchte.

    Der Schluss des Romans ist es alleine schon wert dieses wundervoll gefühlvolle Buch zu lesen. Besser hätte die Autorin ihre Geschichte nicht enden lassen können, ich war überwältigt!

    Mein Fazit: Eine Geschichte über das Happy End hinaus. Wundervoll erzählt und authentisch! 

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    Bibliomaries avatar
    Bibliomarievor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Warmherzig und mit viel Lebenserfahrung - wo bleibt die Liebe, wenn aus Verliebtsein Alltag wird.
    Elisabeth sieht grün

    20 Jahre verheiratet, die Kinder aus dem Haus, den Alltag belebt durch die ehrenamtliche Tätigkeit als Grüne Dame im Krankenhaus – da fragt sich Elisabeth schon manchmal wo denn die Liebe und die Romantik geblieben ist. Sie fühlt sich nicht mehr so recht geschätzt von ihrem Ehemann Robert. Er scheint sie so selbstverständlich zu nehmen wie ein Möbelstück. Wo und wann sind denn ihre Träume und Wünsche auf der Strecke geblieben?
    Als sie den alten Herrn Grün betreut, der um seine geliebte Ehefrau Lenya trauert, wird ihr das Manko erst recht bewusst. So wie der alte Herr von der Liebe schwärmt, vom lebenslangen Kribbeln, von der immer lebendigen Beziehung, so hätte es Elisabeth auch gern und sie achtet immer mehr auf die Versäumnisse von Robert. Liebt der sie überhaupt noch oder hat er vielleicht sogar schon ein Verhältnis? Auch die Ratschläge der Freundin Tessa sind nicht besonders hilfreich.
    Erstaunlich bei diesem Roman fand ich, dass ich automatisch die Figur der Elisabeth mindestens 10 Jahre älter geschätzt hätte, denn grade sie – die das Fehlen der Romantik betrauert – hat sich in der Routine und Behäbigkeit ihrer Ehe ganz gut eingerichtet.
    Wie sie durch die Begegnung mit Herr Grün wachgerüttelt wird und anfängt ihr Leben zu überdenken, ist schlüssig und sympathisch dargestellt. Immer wieder wechseln die Erinnerungen des Herrn Grün mit den Erlebnissen Elisabeths ab und das macht auch den Reiz der Geschichte aus. Die Lebensweisheit des alten Mannes spornt Elisabeth immer wieder an, auch in ihrem Leben wieder Harmonie und Liebe zu finden.
    Marlies Ferber spart nicht an lebenserfahrenem Humor um ihren Figuren Profil zu geben. Jeder Leser wird wahrscheinlich Elisabeths und Roberts in seiner Umgebung kennen. Überhaupt sind die Figuren, auch die Nebenrollen, wirklich gut gezeichnet. Lebensecht, charaktervoll und manchmal auch ein wenig überdreht, machen sie viel Spaß. Die sehr schön und warmherzig erzählte Geschichte hat mir gut gefallen und es ist nur natürlich, dass es Happy Ends in jedem Lebensabschnitt geben kann.



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    Monika58097s avatar
    Monika58097vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine wunderschöne Geschichte über die Liebe!
    Eine wunderschöne Geschichte über die Liebe!

    Nach über 20 Jahren Ehe ist die Luft irgendwie raus in der Beziehung zwischen Elisabeth und Robert. Immer öfter stellt Elisabeth sich die Frage, ob Robert sie überhaupt noch liebt. Elisabeth arbeitet als "Grüne Dame" in einem Krankenhaus und kümmert sich so rührend um die Patienten. Eines Tages lernt sie  Herrn Grün kennen. Der alte Mann sitzt Tag für Tag am Bett seiner todkranken Ehefrau Lenya. Er weiß nicht, ob sie seine Gegenwart noch wahrnimmt. Herr Grün fängt an, Elisabeth von seiner Frau und seiner unsterblichen Liebe zu ihr zu erzählen und Elisabeth? Sie wird immer launischer und fragt sich, wieso es zwischen Robert und ihr nicht mehr so ist wie früher. Er war doch einst auch ihre große Liebe. Mit Hilfe ihrer Freundin Tessa fasst Elisabeth einen Plan.

    "Grün ist die Liebe" - Marlies Ferber hat ihren ersten Liebesroman am vergangenen Freitag auf der Premierenlesung im "Theater an der Volme" in Hagen vorgestellt. Es scheint mir, als hätte sie für die Lesung extra die eher witzigen Szenen herausgesucht, doch dieser Roman ist so viel mehr. 

    Es ist die Geschichte von Elisabeth und Robert, es ist aber auch die Geschichte von Herrn Grün und seiner geliebten Frau. Ein alter Mann, der zurückblickt auf ein erfülltes Leben voller Liebe und so die frustrierte Elisabeth zum Nachdenken bringt. 

    Eine wunderbare und sehr berührende Geschichte. Eine Geschichte, die nachdenklich, aber auch unheimlich glücklich macht. Darüber  hinaus eine Geschichte, die einige Überraschungen parat hat, mit der man vielleicht so nicht gerechnet hat. Unbedingt lesen!


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    TochterAlices avatar
    TochterAlicevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Wählen Sie den grünen Weg - wenn Sie etwas über Liebe lesen möchten, aber auch darüber, wie man sich selbst kennenlernt!
    Grün, grün, grün ist alles, was ich habe

    Davon kann Elisabeth aus Kevelaer ein Lied singen, wenn es sich auch vor allem "nur" auf zwei Aspekte in ihrem Leben bezieht: sie ist ehrenamtlich als grüne Dame im Krankenhaus tätig und hat in dieser Funktion den wunderbaren Herrn Grün, einen ganz besonderen alten Herrn und wahren Gentleman, kennengelernt.  Obwohl es ihm gar nicht gut geht, vermag er es doch, Elisabeth mit seinen wunderbaren Geschichten zu verzaubern. Wahren Geschichten, wohlgemerkt, solchen, die von Liebe und jahrelangem Miteinander handeln: die Lebensgeschichte von ihm und von seiner Frau also.

    Elisabeth ist nur zu froh über diese Ablenkung, denn ihr eigenes Leben befriedigt sie gerade gar nicht: seit die Kinder aus dem Hause sind, fühlt sie sich unausgelastet, denn ihr Mann Robert ist sehr eingebunden in seinen Beruf und auch in Mußestunden nicht gerade kommunikativ - da betätigt er sich lieber als Teilzeitbauer und macht in Hühnern. Auch die familieneigene Pilgerherberge - man befindet sich schließlich im frommen Kevelaer - die von Mutter und Schwiegermutter geführt wird, und in der es eigentlich immer was zu tun gibt, vermag Elisabeth nicht zu faszinieren. Dennoch ist sie mit ihrem Leben nicht ganz unzufrieden, auch wenn mehr und mehr Zweifel aufkommen in Bezug auf ihren eigenen Lebensinhalt. Und das sind längst nicht mehr nur grüne Angelegenheiten, um die es hier so geht!

    Auch, wenn Elisabeth ein Typ ist, der sich selbst ein wenig im Wege steht und damit öfter mal dazu beiträgt, dass nicht alles im grünen Bereich ist: die Wege und Wendungen, die ihr Leben und auch das der Menschen um sie herum nimmt, ist alles andere als 08/15. Nein, es sind viele ungewöhnliche, dadurch noch reizvollere Ideen in diesen originellen und warmherzigen, dabei unterhaltsamen und ausgesprochen humorvollen Roman eingebaut, den Autorin Marlies Ferber in der ihr eigenen Sprache - ganz klar der des Herzens - schreibt.  Helden und Heldinnen müssen nicht immer jung und knackig sein, auch das Mittelalter und das Alter haben ihren Reiz. Den uns die Autorin in diesem Buch aufs Trefflichste zu vermitteln versteht.

    Deswegen lege ich Ihnen ausdrücklich ans Herz: Wählen Sie den grünen Weg - wenn Sie etwas über Liebe lesen möchten, aber auch darüber, wie man sich selbst kennenlernt! Wenn Sie so gut drauf sind, wie der reizende Herr Grün und seine Autorin Marlies Ferber, werden Sie es nicht bereuen - im Gegenteil!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    MarliesFerbers avatar

    Liebe Lovelybooks-Leserinnen,

    morgen erscheint mein Roman "Grün ist die Liebe", in dem es um die Liebe nach dem Happy End geht:

    Elisabeth, Mitte vierzig, arbeitet als Grüne Dame ehrenamtlich im Krankenhaus. Dabei lernt sie den alten Herrn Grün kennen, der ihr von der unsterblichen Liebe zu seiner Frau erzählt. Ergriffen von so viel Romantik, zieht Elisabeth den Vergleich zu ihrer eigenen Ehe mit Robert. Und wird immer unzufriedener. Nach über zwanzig Jahren glimmt die Leidenschaft nur noch müde, Gewohnheiten haben sich eingenistet, und statt der Kinder laufen jetzt Hühner durch den Garten - Roberts neues Hobby. Da muss sich was ändern! Doch das selbst erdachte Eherettungsprogramm droht Elisabeth völlig zu entgleiten ...

    Ich freue mich auf die Leserunde mit euch und bin gespannt auf eure Eindrücke. Der dtv spendet 15 Exemplare.


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