Marlies Lüer Miras Welt: Engelshauch und Kaffeeduft

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Inhaltsangabe zu „Miras Welt: Engelshauch und Kaffeeduft“ von Marlies Lüer

Melissa sieht ihr Leben zerbrechen: Ihr Freund gibt ihr den Laufpass und sie verliert die Wohnung. Auch in ihrer Redaktion ziehen dunkle Wolken auf.
Obwohl sie mit allem völlig überfordert ist, besucht sie Mira Mertens im Rahmen einer Reportage über altes Heilwissen. Die weißhaarige Dame bewirtet sie mit warmen Kokosbällchen, Gewürzkaffee und lädt sie in „Gottes Gästezimmer“ ein.
Melissa entdeckt dort eine Familienchronik und taucht tief in die Vergangenheit ihrer Wirtin ein. Sie nimmt Anteil am Tod eines Kindes und tiefer Trauer. Aber sie erfährt auch, wie Mira mit Hilfe der Engel zu neuer Lebensfreude fand und für andere Menschen zur Lichtbringerin wurde.

MIRAS WELT spinnt einen feinen Kokon um zeitlose Freundschaft, Liebe und tiefe Spiritualität.
MIRAS WELT lädt den Leser ein, Herzenswärme und Zuversicht zu tanken.

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    Miras Welt: Engelshauch und Kaffeeduft

    Lavella

    18. June 2015 um 21:04

    Zwei Frauen unterschiedlichen Alters, treffen sich auf ihrem Lebensweg. Sie begegnen sich immer wieder und ich denke , es ist nicht zu viel gesagt, sie haben sich beide viel zu geben und es ist ein bisschen wie Schicksal, was die beiden immer wieder zusammenführt. Das ist aber erst ein Teil der Geschichte. In noch einem Erzählstrang führt die Autorin die Fäden der Geschichte weiter und erzählt ein dramatisches Erlebnis von Mira, die ein schweres Schicksal zu verarbeiten hat und durch das Schreiben alles verarbeitet, was an Schlimmen in ihrem Leben passiert ist. Dabei ist es keinesfalls nur traurig zu lesen, sondern auch sehr spannend zu sehen, dass Mira nicht aufgibt und ihr Leben in die Hand nimmt und ihr Schicksal meistert. Dies alles an Lebenserfahrung , gibt sie an Melissa weiter und diese fühlt sich verstanden, getröstet und geliebt. Wer möchte nicht so eine „Mira“ in seinem Leben, die da ist, wenn man sie braucht und mit Rat und Tat zur Seite steht. Mira greift dabei zu unkonventionellen Mitteln, sei es, dass sie einen Tee aus ihrem Garten zubereitet, sei es, dass sie einen leckeren Kuchen bäckt, oder auch mal die Karten legt, eben eine weise Frau, die tief in die Seele blickt. Wenn der Leser sich darauf einlassen kann, erwartet ihn eine ganz berührende Geschichte um Vertrauen, Freundschaft und Nächstenliebe. Nach dem lesen weiß ich einmal mehr, es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die wir nicht verstehen, die aber trotzdem da sind. Ich war froh, dass ich das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen durfte, so konnte ich mich immer austauschen und meine Gefühle reflektieren, die zwischendrin ziemlich aufgewühlt waren. Ist doch das Thema von Tod und Trauer in unserer Gesellschaft immer noch ein ziemliches Tabu. Das Cover gefällt mir sehr gut, sieht doch das geöffnete Tor einladend aus und man möchte sofort eintreten. Die Schreibweise der Autorin ist sehr flüssig, warm und einfühlsam. Ich gebe fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung für Menschen, die offen sind, für eine andere Sicht auf die Dinge des Alltags und keine Angst vor Tiefgang haben.  Ein authentisches Buch, dass ich gerne weiterempfehle.

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  • Einfach magisch

    Miras Welt: Engelshauch und Kaffeeduft

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. May 2015 um 10:57

    Ich durfte dieses wundervolle Buch im Rahmen einer Leserunde mit der Autorin kennenlernen. Zu Beginn war ich noch etwas skeptisch weil ich nicht genau wusste was auf mich zu kommt. Aber spätestens ab dem dritten Kapitel hatte mich dieses Buch in seinen ganz eigenen b Bann gezogen. Es erzählt eine wahrlich berührende Geschichte. Die Geschichte von Mira und Melissa, zwei Frauen die unterschiedlicher fast nicht sein könnten. Melissa ist noch recht jung aber was ihre Welt ins Wanken bringt, ist das ihr Freund ihr aus zunächst unbekannten Gründen den Laufpass gibt. Es scheint wie durch Zufall trifft sie auf die etwas ältere Mira, mit der sie durch ihren Job als Journalistin in Kontakt kommt und die Geschichte beginnt. Was geschehen soll, geschieht nun ... Das Buch hat in mir viele Emotionen hervorgerufen... Ich habe geweint, gelacht, mitgefiebert, Freude empfunden aber auch Dankbarkeit. Ein sehr ernstes Thema spielt in dem Buch eine große Rolle, die Trauer um Mira s Sohn. Die Familiengeschichte wird erzählt. Wie wird Mira mit seinem Tod fertig? Wie ist es dazu gekommen? Wie entwickelt sich das Verhältnis zwischen Mira und Melissa? Und noch vieles vieles mehr.... Lest es ich kann es euch nur empfehlen und findet selber heraus wohin der Weg führt und was es mit euch macht... Ich habe großen Respekt vor der Autorin, vielen Dank nochmal an dieser Stelle dass ich in den Genuss kommen durfte Mira kennenzulernen.

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  • Rezension zum Buch „Miras Welt“ von Marlies Lüer

    Miras Welt: Engelshauch und Kaffeeduft

    HeleneElis

    29. October 2014 um 17:19

    „Miras Welt“ ist ein Buch mit vier Erzähl- oder Deutungs-Ebenen, schlicht gehalten im dennoch ausdrucksreichen Sprachstil, voll von Zauberhaftem wie auch Alltäglichem. Es eint daher diese Gegensätze auf unkonventionelle Weise. Nicht immer bekommt der Leser/ die Leserin, was er/ sie sich wünscht! Doch einfach zu gefallen, scheint nicht die Intention der Autorin. Inhaltlich hat man es in der Hauptsache mit zwei Frauen zu tun: Mira, eine ältere Dame mit aufwühlender Vergangenheit, und Melissa, einer jungen Reporterin mit ungewisser Zukunft. Gleich zu Beginn beschließt das Schicksal, Melissas Welt auf den Kopf zu stellen und gründlich umzukrempeln: Ihr Freund setzt sie förmlich vor die Tür, ihr Verlag macht in absehbarer Zeit die Schotten dicht, und ihre Mutter scheint ihren Kummer in Alkohol zu ertränken: Die Heldin ist also in großen Schwierigkeiten. Mira hat bereits Frieden mit ihrem Leben geschlossen: Sie bewirtschaftet ein Haus mit Garten, ist berühmt im Dorf für ihre kulinarischen Köstlichkeiten und auch für eine Gabe, die ihr gleich zu Beginn den Besuch von Melissa ankündigt: Diese will eine Reportage über Frauen mit bestimmten Fähigkeiten machen. Es kommt zu einem Unfall, der Melissa für wenige Tage an das geheimnisvolle Haus bindet. Sie findet ein Büchlein, liest es – und tritt damit unwiederbringlich ein in Miras Welt, die sie nicht mehr loslassen wird. Um die Welten der beiden Frauen von einander abzugrenzen, wählt Marlies Lüer hier zwei verschiedene Erzählweisen: Zum einen erzählt Melissa, was ihr widerfährt, in der Ich-Perspektive, zum anderen werden alle Gegebenheiten, die Miras Alltag beschreiben, in der 3. Person geschildert. Das mag manchmal verwirren, jedoch kennzeichnet es die Verschiedenheit der Welten, und je länger man liest, desto mehr nimmt man dies einfach hin. Die nächste Ebene neben diesen augenscheinlichen Ereignissen in diesem Buch ist das seelische Erleben der Protagonisten. Tief blickt man in das Seelenleben einer Frau, die sich im hektischen Alltag verstrickt hat, die keine Zeit mehr für sich selbst findet und daher auch im eigenen Urteilsvermögen sich oft selbst einschränkt. Dagegen steht eine schrullige alte Dame, die mit einem Steindrachen in ihrem Garten Gespräche führt und behauptet, mit Elfen reden zu können. Merkwürdig erscheinen beide Frauen, jede auf ihre Weise. Je länger man liest, desto tiefer gerät man in weitere Ebenen des Buches. So schildert ein Buch, das Mira wiederum geschrieben hat und das Melissa findet, die Geschichte der jungen Mira, die zwei Söhne hat. Die körperliche und geistige Behinderung des jüngsten Kindes wird dabei nicht nur anschaulich, sondern echt und in aller Härte geschildert. Manchmal sind Lese-Pausen angesagt, denn hier geht es ums Eingemachte! Man halte sich auch beim Lesen eventuell Taschentücher in der Nähe! Melissa wird hiervon ebenso angefasst wie der Leser. Sie beginnt, die Welt mit Miras Augen zu sehen. Was auch bedeutet, seinen Geist zu erweitern für Engel und andere Geistwesen aus der Esoterik. Diese Ebene führt den Leser zur Versöhnung mit der Unbill des Lebens. Und das heißt schon etwas! Allein die vielen Rezepte stören für meinen Geschmack manchmal den Lesefluss. Für Liebhaber guter Küche aber ist dies vielleicht nützlich. Ich vergebe daher vier Sterne: für die schlicht-schöne Sprache, angenehm zu lesen und mit erholsam guter Grammatik(!), , für die packende Schilderung von Leben und Tod des Martin – wie gesagt, Taschentuch-Alarm, , für Marlies Lüers liebevolle Erweckung der Figur der Mira, die ich gern in weiteren Büchern gelesen hätte und die sehr ans Herz wächst, weil sie so herzlich und selbstbestimmt ihren Weg geht – und schließlich , für den Versuch, diese Vielschichtigkeit in einer stimmigen Geschichte zu einen. Es hätte noch einen 5. Stern geben können – allein die Rezepte waren mir zu viel.

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  • Ergreifend - eine wundervolle Mischung aus Trauer und Leid, Glück und Freude

    Miras Welt: Engelshauch und Kaffeeduft

    Franzis2110

    09. July 2014 um 22:48

    Kurzinhalt Der Roman Miras Welt verwebt die Geschichte zweier komplett unterschiedlicher Frauen. Der Roman basiert auf der Lebensgeschichte des jüngsten Sohnes von Marlies Lüer und verwebt dabei autobiografische Realität mit Magie und Spiritualität. Gemeinsam mit Melissa werden wir in Miras Welt entführt. Melissa, eine 29jährige Journalistin, die scheinbar ein glückliches und zufriedenes Leben führt und Mira, eine alte, liebenswerte Dame, die ein hartes Leben hatte und nun immer für alle Hilfesuchende da ist. Neben ihren hervorragenden Kochkünsten sticht sie vor allem durch ihre Gabe als Lichtbringer hervor. Melissas Leben gerät an ihrem Geburtstag komplett aus den Fugen und die beiden Treffen aufeinander. Diese Begegnung verspricht ein Lichtblick in Melissas Leben zu werden. Meinung - Schreibstil Marlies hat einen lockeren, flüssigen Schreibstil und schaffte es, die spirituellen Themen gekonnt in die Geschichte einzuflechten. Beim Lesen merkte ich genau, wann wir bei einem realen Teil angekommen waren, denn hier wurde das Buch richtig ergreifend. Aufgrund des Themas konnte ich das Buch aber trotz des lockeren Schreibstils nicht mal eben nebenbei lesen, sondern musste mich komplett in die Geschichte fallen lassen und nur auf diese konzentrieren. Das Buch sollte also in Ruhe ohne zu viele Umgebungstumult gelesen werden. Die Geschichte wird überwiegend aus Melissas Sicht beschrieben, nur ab und an gibt es einen Perspektivenwechsel, der uns Einblicke in Miras Alltag gibt. Alles ist sehr detailliert und bildlich beschrieben, was manchmal etwas zu tief ging, aber gleichzeitig auch dafür sorgte, dass ich beispielsweise den Kuchen und den Kaffee förmlich riechen konnte beim Lesen. Ich bin froh, dass diese leckeren Rezepte sogar am Ende des Buches angefügt sind, denn da lief mir doch öfter mal das Wasser im Munde zusammen. Charaktere Wir haben zum einen Mira, eine alte Dame, die bereits viel in ihrem Leben durchmachte. Sie ist unglaublich liebenswert und hilfsbereit. Sie liebt es zu Kochen und zu Backen, legt Tarotkarten, ist Lichtträger und stet in Verbindung zu den Engeln. Aber sie liebt auch ihren Garten, mixt Tees und Kräuter und ist trotzdem auch modern und kann sogar einen PC bedienen. Ich habe Mira sofort in mein Herz geschlossen und konnte sie mir richtig gut vorstellen, in ihrem kleinen schnuckeligen Häuschen, ihren grauen Locken und in ihrer Kittelschürze, wie sie auch meine Oma immer trägt. Melissa ist nur wenige Jahre älter als ich, sie ist ein Kind der heutigen Zeit, arbeitet als Journalistin und ist mehr oder weniger zufrieden mit ihrem Leben. Auch sie konnte ich von Beginn an in mein Herz schließen und ich hatte auch etwas Mitleid mit ihr, als ihr Leben ausgerechnet an ihrem Geburtstag komplett aus den Fugen gerät und habe mich umso mehr über das Ende gefreut. Geschichte Das Buch erzählt von dem Aufeinander Treffen von Mira und Melissa, als Melissa den Kontakt zur Lichtbringerin Mira am dringendsten braucht. Mira schafft es, Melissa ruhiger werden zu lassen, ihr aus ihrem Loch zu helfen und hier ein neues zu Hause zu schenken. Doch auch Melissa ist auf ihre Art eine Bereicherung und ein Halt in Miras Leben. Die Geschichte ist nicht, wie es zu Beginn scheint, einfach nur eine Geschichte der beiden liebenswerten Protagonisten, sondern ein ergreifendes und tiefgründiges Buch, das vom schweren Schicksal einer Mutter mit autistischen Kind, der zudem an einem Tumorleiden stirbt, zeugt. Davon, wie ein solches Leben gemeistert werden kann und wie der Tod des eigenen Kindes verkraftet und verarbeitet werden kann. Die Schilderungen gerade gegen Ende des Lebens von Martin, haben mich so tief im Herzen berührt und ich habe mehr als nur eine Träne vergossen. Selbst jetzt, einen Tag später, beim Schreiben der Rezension, läuft mir ein Schauer über den Rücken und ich muss erneut mit den Tränen Kämpfen. Ein Aspekt, mit dem ich am Anfang meine Schwierigkeiten hatte, war die Spiritualität von Mira. Sie ist Lichtbringer, hat Kontakt zu Engeln und legt Tarotkarten. Marlies webt diesen Teil aber so Geschickt ein, dass ich mich bald sehr gut in das Thema einfinden konnte. Zudem passt dieser Teil einfach in die Geschichte und dürfte auch nicht fehlen. Nur gegen Ende war es mir dann doch noch einmal zu viel, aber das liegt einfach daran, dass ich bisher nicht oft damit in Berührung kam und es so noch etwas gewöhnungsbedürftig war. Fazit Ein berührendes, ergreifendes Buch, was mich mehr als einmal zum Weinen brachte. Gleichzeitig gab es aber auch Stellen, die einen zum Schmunzeln und und zum Lachen brachten. Eine gelungene Mischung aus Schmerz, Leid sowie Glück und Freude mit liebenswerten und tollen Charakteren. Eine Geschichte mit Fiktion und realen Schilderungen, die einem tief im Herzen berühren. Lediglich für die manchmal zu detaillierten Situationsbeschreibungen und die teilweise zu starken Verflechtungen der Spiritualität ziehe ich einen Stern ab. Aber ich empfehle das Buch voller Überzeugung weiter und ziehe meinen Hut vor Marlies Lüer. Und ich freue mich, weitere Bücher von ihr zu Lesen.

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  • Buchverlosung zu "Miras Welt" von Marlies Lüer

    Miras Welt: Engelshauch und Kaffeeduft

    MarliesLuer

    Liebe Leser! Der Traumstunden Verlag Essen hat mir ein Print zur Verfügung gestellt. Ich verlose es signiert und mit Widmung. Darum geht es in diesem Buch, welches in sich abgeschlossen ist, aber Teil der Lindenhaus-Trilogie ist: Im Rahmen ihrer Arbeit als Journalistin für ein modernes Frauenmagazin - „FRiZ“, Frauen in der Zeitenwende – lernt Melissa eine außergewöhnliche Dame kennen. Melissa erleidet dort während eines Interviews einen kleinen Unfall und muss über Nacht das Bett hüten. Dabei fällt ihr das umfangreiche und poetische Buch „Lebenslicht“ zu, welches vom Leben und Sterben von Miras autistischem Sohn erzählt, das sie mit wachsender Faszination liest. Sie stellt sich die Frage: Wie überlebt man den Tod des eigenen Kindes und findet zu neuer Lebensfreude zurück? Mira Mertens, eine alte Dame, die mit ihrem Gartendrachen namens Thaddäus spricht und umgeben von ihrer Amethystsammlung in einem alten Haus mit verwunschenem Garten lebt, hat darauf ihre ganz eigene Antwort gefunden. Ihr “Lindenhaus” in Strümpfelbach, einem kleinen Ort in den Weinbergen Baden-Württembergs, birgt ein Geheimnis: “Gottes Gästezimmer”. Im Laufe der Zeit zieht es Melissa immer wieder zu Mira Mertens hin, sie fühlt sich der alten Dame sehr verbunden und vertraut ihr zunehmend. Langsam wächst sie in Miras Welt hinein, sucht bei ihr Schutz und Hilfe, als sie obdachlos und arbeitslos wird. Auch bringt sie ihre eigene Mutter zu Mira, als diese in eine schwere Krise gerät. Mithilfe von Miras Medialität kann ihr genügend Kraft vermittelt werden, sich ihrer dramatischen Vergangenheit zu stellen. Das Besondere an diesem Roman ist, dass die Handlung teils auf einer wahren Geschichte basiert (das kleine Buch „Lebenslicht“, das in den Roman integriert ist). Daher rührt die Authentizität. Trotz der Ernsthaftigkeit der Themen Trauer, Verlust, Seelenschmerz und deren Verarbeitung, kommen der Humor und die Leichtigkeit des Seins nicht zu kurz. Am Schluss des Buches gibt es für den Leser noch eine nette, nützliche “Überraschung” in Form eines kleinen Kochbuches mit Miras köstlichen Rezepten.

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    • 21
  • ein sehr bewegendes buch, das uns an Engel glauben lässt

    Miras Welt: Engelshauch und Kaffeeduft

    aly53

    03. April 2014 um 08:57

    Auf den ersten Blick erzählt Marlies Lüer in "Miras Welt" die Geschichte zweier, anfänglich komplett unterschiedlicher Frauen, deren Zusammentreffen beider Leben nachhaltig verändert und das einiger anderer Menschen gleich mit "gerade rückt". Erst auf den zweiten Blick wird klar: Hinter diesem Buch verbirgt sich viel mehr, als nur eine esoterisch angehauchte Erzählung über eine weise Frau und ihre Ratsuchende. Ein Zusammentreffen, das "in den Karten stand" - denn manchmal lässt sich das Schicksal doch in seine Karten schauen. Aber immer nur von DEM, der sie zu lesen versteht. Und Mira versteht sie zu lesen! Melissa hingegen ist "ein Kind der Neuzeit". Technikaffin, belesen, interessiert - jedoch allenfalls beruflich - an den überlieferten Möglichkeiten alternativer Medizin. Und bis zum Tag X völlig zufrieden mit ihrem geordneten, ruhigen Leben. Ein Leben, das ihr ausgerechnet an ihrem Geburtstag "um die Ohren fliegt" - und das mit einer Gründlichkeit, die ihresgleichen sucht! Ablauf und Handlung:   Melissas Leben gerät gerade völlig aus den Fugen , alles läuft plötzlich schief. Da begegnet sie Mira, sie soll die alte Frau beruflich interviewen. Doch sie ahnt nicht, das diese Begegnung ihr Leben für immer verändern soll. Mira ist eine Lichtbringerin und eine sehr weise Frau, die viele Schicksalsschläge in ihrem Leben erdulden musste und versucht nun anderen Menschen auf den richtigen Weg zu helfen. Sie sieht in Melissa viele Parallelen zu ihrem eigenen Leben , sie hilft ihr auf den richtigen Weg, gibt ihr auch schon mal den richtigen Schubs in besagte Richtung und Melissa wird eine ihrer engsten Vertrauten. Doch sie hilft nicht nur Melissa , sondern auch Melissas Familie. Durch Mira, wird Melissa ruhiger, man könnte sagen sie besinnt sich und fängt an zu leben. Miras Leben wird sehr detailliert beschrieben, es ist tief bewegend, schrecklich und macht uns auf Dinge aufmerksam, der wir sonst keine Beachtung schenken. Erzählt wird überwiegend aus Melissas Sicht. Der Schreibstil ist sehr flüssig, man kommt sehr schnell voran, mir war gar nicht klar, wie schnell, weil es einfach eine sehr spannende Lektüre ist, die es schafft einen zu fesseln und nicht mehr loszulassen. Die Spannung hält sich über das ganze Buch hinweg, im letzten Drittel, baut sie dann etwas ab. Meine Meinung: Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, man merkt, das es teils Realität und teils Fiktion ist, die Emotionen kommen spürbar rüber und hinterlassen ein zwiespältiges Gefühl. Zum einen weil man mit Mira fühlt und zum anderen was mir persönlich etwas zuviel war, im letzten Drittel, das ganze Übernatürliche. Aber sonst eine sehr bewegende Geschichte, die eine klare Leseempfehlung meinerseits ist. Sehr gut gefallen hat mir auch, die Einarbeitung von Gedichten, Kurzgeschichten und Rezepten. Das hat das ganze nochmal etwas aufgelockert. Die beiden Hauptpersonen habe ich sofort ins Herz geschlossen, jedoch fand ich , hätten Melissa mehr Kanten nicht geschadet, es war mir dann alles etwas zu glatt.

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  • Eine bewegende und unterhaltende Geschichte

    Miras Welt: Engelshauch und Kaffeeduft

    simsa

    19. July 2013 um 18:14

    Als die Journalistin Melissa Fink an einer Reportage über „Heilerinnen des Dorfes“ arbeitet, lernt sie die über 70 jährige Mira Mertens kennen. Noch ahnt sie nicht, dass sich von nun an ihr ganzes Leben verändern wird. Denn Mira kann nicht nur Tarotkarten legen (und damit Menschen bei ihrer Wegfindung helfen), nein, sie kennt sich auch mit Kräutermischungen und Engeln aus. Als Melissa bei ihrem Interview zu Fall kommt und damit ein spontaner „Gast“ von Mira wird, fällt ihr das Buch „Lebenslicht“ in die Hände. Dieses Buch erzählt das Leben von Miras jüngstem Sohn Martin, der an Autismus leidet und leider viel zu früh verstirbt. Eine aufregende Zeit in Melissas Leben beginnt, in der Mira ihr zu einer wichtigen Freundin wird... „Miras Welt“ ist das erste Buch einer zweiteiligen Reihe und ich bin sehr froh, dass die Autorin Marlies Lüer mir ihr Werk zum Lesen angeboten hat. Was mir spontan zu diesem sehr bewegendem Buch einfällt ist, dass es mich nicht so leicht losgelassen hat. Teilweise war es mir nur möglich in kleinen Abschnitten zu lesen, weil es mich an bestimmten Stellen schon sehr berührte bzw. mir sehr nahe ging. Aber von vorne. Marlies Lüer, die ich vor diesem Buch noch nicht als Autorin kannte, hat einen sehr flüssigen, sympathischen und bildlichen Schreibstil. Zu jeder Zeit hatte ich das Gefühl auch Bilder zum Buch sehen zu können. Ich lernte Melissa und Mira kennen und mochte die beiden Frauen, die so unterschiedlich sind, sofort. So hatte ich dann teilweise das Gefühl selbst bei Mira zu Gast zu sein und zusammen mit ihr und Melissa im Garten zu sitzen. Auch wenn es durchaus amüsante Stellen in der Geschichte gab (ich mag Melissas Gedanken, die in Klammern standen), so ist dieses Buch vor allem sehr bewegend. Denn Miras Leben war nicht nur von schönen Momenten geprägt. Ihr Buch „Lebenslicht“ spielt da natürlich eine wichtige Rolle und erzählt ihr Leben und das ihres Sohnes Martin. Dies wird sehr realistisch, ergreifend, aber auch nicht beschönigend erzählt, so dass ich zwischen Mitleid, Hoffnung, aber auch der Freude an den guten Momenten schwankte. Und ich gebe zu, ohne Tränen konnte ich diese Abschnitte nicht lesen. Trotzdem fand ich auch diese Momente gut und wichtig. Für mich persönlich, da ich zwei gesunde Töchter habe, war es einfach noch einmal ein Wachrütteln, nicht immer alles zu ernst zu nehmen. Manche Dinge vielleicht lockerer zu sehen und auch Verständnis zu haben, für die Menschen, die vielleicht gerade mit Kindern unterwegs sind, die nicht nur kontrolliert und leise sein können. Denn ich denke alle Eltern kennen diese Blicke, wenn Kinder wild und nicht ruhig zu bekommen sind. Wie muss es dann erst sein, wenn man ein behindertes Kind hat? Übrigens gibt es als kleine Überraschung am Ende des Buches noch eine Kurzgeschichte und einige Kochrezepte, die ich sicher noch ausprobieren werde. Denn Mira war im Buch stets fleißig und ich daraufhin über Seiten hinweg auch hungrig. Dies ist die Reihenfolge der Bücher: Miras Welt , Melissas Welt Mein Fazit: „Miras Welt“ ist sicher keine einfache Kost, aber dies muss es auch nicht sein. Es ist ein Buch für all die Menschen, die einen Sinn nach mehr suchen, in einer ähnlichen Situation sind, oder einfach ein packendes Buch mit einem wahren Kern lesen möchte. Ich gebe 9 von 10 Punkten!

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  • Ein spiritueller Roman mit einer bewegenden Botschaft

    Miras Welt: Engelshauch und Kaffeeduft

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. June 2013 um 10:56

    Dieses Buch hat mich zutiefst berührt. Allerdings nicht aufgrund Miras schwerer Bürde, ihren von Geburt an behinderten Sohn an einem Gehirntumor verloren zu haben, was der Autorin selbst widerfahren ist. In dieser Hinsicht vermittelt die Geschichte klar die Botschaft, dass Martins Leben und Sterben so vorherbestimmt war. Nein, was mich wirklich bewegt hat, war Miras intensive Verbindung mit der geistigen Welt: Zum Zeitpunkt der Handlung ist sie ständig auf Empfang und kann Botschaften für sich und andere sehen, riechen und hören. Den Weg dorthin hat die Autorin in Form eines imaginären Buches eingeflochten, in dem Melissa immer wieder liest. Dadurch konnte ich gut nachvollziehen, wie lang und beschwerlich Miras Entwicklung zur Lichtbringerin tatsächlich war. Mit diesem spirituellen Inhalt landete die Autorin punktgenau in meinem Herzen. Das Buch liest sich gut und flüssig, auch wenn mir Situationsbeschreibungen oft zu sehr ins Detail gegangen sind. Allerdings ist das Geschmackssache und ändert nichts daran, dass Marlies Lüers Werk und seine Botschaft es wert sind, in die Welt getragen zu werden. Diesen Erfolg wünsche ich der Autorin von ganzem Herzen.

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  • Rezension zu "Miras Welt" von Marlies Lüer

    Miras Welt: Engelshauch und Kaffeeduft

    ConnyZ.

    14. February 2013 um 18:18

    In “Miras Welt” verarbeitet Marlies Lüer nicht nur autobiografische Aspekte, sondern nimmt auch sehr spirituelle Handlungsweisen in die Geschichte mit auf. Das E-Book Format ist circa 249 Seiten lang und in Eigenregie, am 9.Oktober 2012, auf dem Markt gekommen. Ich danke der Autorin sehr für diesen Einblick in ihre Vergangenheit, welche mich sehr zum Nachdenken gebracht hat. Beim Öffnen ihrer Post geschah es Mira, dass sie Melissa zum ersten Mal sah - in einer ihrer, immer mal wieder auftauchenden, Visionen. Die beiden Frauen haben sich nie zuvor in die Augen geschaut, aber dank Miras Gabe begann eine Geschichte voller Emotionen, welche in diesem Buch niedergeschrieben ist. Melissa ist eine junge Journalistin und eigentlich glücklich - obwohl sie sich eine schönere Arbeit und mehr Zeit mit ihrem Freund Hardy durchaus vorstellen könnte, beklagt sie sich nie. Als ihre Wohnung plötzlich von Hardy gekündigt wird und sie auch den Weg ins Singledasein antritt, scheint die Begegnung mit der freundlichen alten Dame Mira, wie ein Lichtblick in Melissas Leben zu sein. Viele Dinge erscheinen in ihrer Nähe in einem anderen Licht und durch ein kleines Buch, welches Miras größten Schicksalsschlag in sich birgt, beginnt Melissa ihr bisheriges Leben zu überdenken ... Die Autorin Marlies Lüer hat mich ganz schön mitgerissen und das, obwohl ich einen Aspekt in ihrem Buch nicht so ansprechend, für mich, empfand, dazu aber später mehr. Mein erster Eindruck war ganz normal - normale Frauen, normales Leben, bis die Autorin durch Miras Sichtweise das Geschehen in andere Bahnen lenkte. Sie begann von Engeln, Tarotkarten und allem möglichen Dingen zu schreiben, was mich zuerst aufhorchen ließ. Eigentlich bin ich nicht so ein spiritueller Mensch, aber hier hat es perfekt dazu gepasst und die alte Dame Mira habe ich auch gleich in mein Leserherz geschlossen. Sie hat einen sehr warmherzigen Charakter, ist immer für alle Menschen da und hilft, wo sie nur kann. Dabei viel mir auf, dass sie sich dadurch selbst sehr in den Hintergrund drängen lässt und ihr eigenes Inneres mit Missachtung zu strafen beginnt. Nur ihr eigener “Engel” zeigt ihr immer wieder den richtigen Weg. Für mich war dieser Engel Melissa. Auch wenn es in der Geschichte zuerst so aussieht, als wenn Melissa die Hilfe nötiger braucht als Mira, so geben sich die beiden Frauen gegenseitig einen starken Halt. Marlies Lüer schreibt sehr flüssig und interessant, sie informiert auch sehr gut über diese spirituellen Themen und baut sie gekonnt mit in die Geschichte ein. Das Schicksal von Mira ist ein großer Punkt im Buch - denn ihr Sohn Martin kam als autistisches Kind auf die Welt. Nur die Mutter wusste von Anfang an, dass mit ihrem kleinen Kerl etwas nicht stimmt, wo doch der Zwillingsbruder so gesund erschien. Ein großer Leidensweg lag vor ihr und diesen hat sie in einem Buch verfasst, welches Melissa Jahre später zum Lesen bekommt. Selbst mich hat diese Geschichte selbst getroffen, was glaube ich jede Mutter sehr mitnehmen würde, vor allem wenn man glücklich ist, ein gesundes Kind geboren zu haben. Da dies eine autobiografische Verarbeitung der Autorin ist, kann ich nur meinen Hut vor ihr ziehen, dass sie diesen langen Weg mit ihrem Kind gegangen ist und immer durchgehalten hat, ob es gute oder schlechte Tage gab - eben so, wie jede Mutter es tun würde. Natürlich ist nicht alles traurig in diesen Schilderungen, auch ein autistisches Kind ist ein ganz normaler Mensch, nur das, wie ich oft empfinde, diese Kinder ihr Leben anders wahrnehmen als wir selbst. Das Einzige, was mir nicht so gut gefallen hat, ist das gegen Ende des Buches mit einfach die so genannten “Engelserscheinungen” zuviel wurden und ich lieber mehr aus dem Alltag von Mira und Melissa hätte lesen wollen. Aber auch Melissa bekommt ihr eigenes Buch und so freue ich mich, auch “Melissas Welt” kennenlernen zu dürfen. “Miras Welt” ist für mich ein sehr nachdenkliches Buch, mit einem realen Hintergrund, welcher mich oft zum Nachdenken angeregt hat und selbst ich begann über mein Leben, im Hier und Jetzt, nachzudenken.

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