Marlies Zebinger

 4 Sterne bei 64 Bewertungen
Marlies Zebinger

Lebenslauf von Marlies Zebinger

Marlies Zebinger wurde 1981 in Graz, auch gleichzeitig Ort des Geschehens ihres ersten Romans „Keine Angst, es ist nur Liebe“, geboren. Heute wohnt sie in Leibnitz, einer kleinen Stadt im südlichen Österreich und genießt ihr Leben dort inmitten von Weinbergen und guten Restaurants. Bevor Marlies ans wirkliche „Leben & Lieben“ ging, studierte sie ganz harmlos und manchmal auch ebenso lieblos - wie sie selbst sagt - Betriebswirtschaft. In einer Lebens- und Angstkrise war sie gezwungen nach neuen Wegen und einer ganz persönlichen Form von „Therapie“ zu suchen. In einer Zeit also, in der ihr Leben ein wenig aus den Fugen zu geraten drohte, war es schließlich das Schreiben der Geschichte von Anna, das ihr dabei half, düstere Begleiter wie Angst und Panik wieder hinter sich zu lassen. Es ist Marlies´ großer Lebenstraum, andere an ihren Gedanken und Bildern teilhaben zu lassen und sie mit ihren Geschichten zu inspirieren und Mut zu machen.

Alle Bücher von Marlies Zebinger

Keine Angst, es ist nur Liebe.

Keine Angst, es ist nur Liebe.

 (64)
Erschienen am 03.08.2014

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sydneysider47s avatar

Rezension zu "Keine Angst, es ist nur Liebe." von Marlies Zebinger

Annas Angstneurosenbekämpfung
sydneysider47vor 2 Monaten

 

Manchmal wundert es mich schon, welche Bücher zu Bestsellern werden und welche nicht. Das nachfolgende Buch hatte es immerhin geschafft, bis Sommer 2016 alleine über 15.000 Exemplare als E-Book/Kindle-Version verkauft zu werden. Das ist beeindruckend – aber, warum das so ist, ist mir nicht ganz klar, denn ich fand das Werk eher mittelprächtig. Warum das so ist, zeigt der nachfolgende Bericht:

 

Die Handlung:

Anna Rogner leidet an einer Angstneurose. Sie lebt in einer 55 qm großen Wohnung in Graz (Österreich). Selbst, wenn sie spazieren geht – beispielsweise im Wald – packt sie die Angst. Auch Schlafstörungen können durch die Angst hervorgerufen werden.

Anna arbeitet bei einer Bank in der Wertpapierabteilung. Ihre Kollegen wissen nichts von ihren Angststörungen. Wer etwas davon weiß und Anna auch gut versteht, sind ihre Mutter und ihr Bruder. Selbst ihre Freundin Sue will Anna nichts über ihre Krankheit sagen.

Gegen diese Angst muss sie etwas tun, hat sie beschlossen und sich in Behandlung zu einer Psychotherapeutin begeben. Frau Dr. Hinterleitner heißt diese. 26 Psychotherapie-Sitzungen hat Anna bereits hinter sich und über 2.000 Euro dafür ausgegeben. Ob diese Therapie etwas bringt? Anna geht durch viele Stimmungsschwankungen. Sie versucht, viel Positives in ihrem Leben zu sehen – aber es gibt Momente, während derer sie vieles negativ wahrnimmt.

So auch die Behandlung bei Frau Dr. Hinterleitner. Einerseits bringt die Therapeutin Anna bei, dass sie die Angst aushalten und mit ihr spazieren gehen soll. Anna soll sich vergegenwärtigen, dass sie mit Liebe, Mut, Gelassenheit und anderen positiven Gaben beschenkt wurde. Mit solchen Methoden kann die Angst irgendwann schrumpfen, bis sie so klein ist wie ein Hupfball. Andererseits blickt Anna mit Sorge auf den hohen Geldbetrag, den sie schon für die Therapiesitzungen ausgegeben hat.

Wenn Anna ihre 97-jährige Oma besucht, kommt sie etwas zur Ruhe. Oma hat einen Hund, namens „Salamander“. Und bei Oma trifft sie auch Matts. Er ist ein richtig toller Typ, gut aussehend. Aber er ist unhöflich und verabschiedet sich nicht von ihr. Darüber regt sie sich auf.

Matts entschuldigt sich bei ihr. Er schreibt ihr einen Brief, den er ihr gerne persönlich überreicht hätte. Jedoch macht sie ihm die Wohnungstür nicht auf, als er klingelt, weil sie nicht weiß, dass er sie besuchen will. Deswegen legt er den Brief vor ihre Eingangstür.

Als sie ihn findet, ist sie entzückt, euphorisch. Matts schreibt schüchtern, verhalten. Er entschuldigt sich, er will Anna wiedersehen und sie besser kennenlernen. Eine Liebe scheint sich anzubahnen. Endlich wieder, nachdem Anna sich von ihrem vorherigen Freund Max getrennt hat. Als sie ihr gemeinsames Baby verloren, begannen Annas Ängste. Sie konnte den Tod ihres Kindes nicht so leicht verarbeiten, wie Max es offensichtlich tat.

Und jetzt scheint es einen neuen Lichtblick in Annas Leben zu geben. Eine neue Liebe, ein neuer Partner. Sie fiebert ihrem ersten Date mit ihm entgegen. Sue, ihre Freundin, soll ihr helfen, die dafür passenden Kleider zu kaufen….

 

Meine Meinung:

Die Autorin hat eine flüssige Schreibe, das Buch lässt sich relativ flott lesen. Ich nehme an, dass es sich hier um einen autobiographischen Roman handelt und die Autorin viel von dem, was sie in der Ich-Perspektive erzählt, auch selbst erlebt hat.

Die Autorin mischt aktuelle Geschehnisse, die Anna erlebt hat, mit ihren Gedanken rund um die Angst. Wer innere Monologe lesen möchte, sollte dieses Buch lesen!

Mir ist das alles oft zu ausführlich. Das Thema „Angst“ interessiert mich schon, auch was man dagegen macht. Anna leidet an großen Angstneurosen und muss groß und breit erzählen, was in ihrem Körper und in ihren Gedanken vorgeht, wenn beispielsweise jemand an ihre Wohnungstür klopft. Da malt sie sich aus, dass sie gleich ermordet werden könnte, wenn sie die Tür öffnet.

Oder als sie mit Sue Kleider kaufen geht, um für das Rendezvous mit Matts gut angezogen zu sein. Dieser Kleiderkauf wird ebenfalls detailliert beschrieben. Auch vor diesem Rendezvous denkt sie viel nach. Mal hat sie Angst davor, dann wieder freut sie sich darauf und ist aufgeregt. Und wenn Anna an sich selbst zweifelt, fängt sie an zu weinen.

Man braucht schon viel Geduld und Einfühlungsvermögen, um das, was Anna erzählt, in sich aufnehmen zu können. Man muss viele Stimmungsschwankungen aushalten – freut sich aber auch ehrlich mit, wenn Anna sich freut und wenn sie Spaß hat.

 

Mein Fazit:

„Keine Angst, es ist nur Liebe“ ist ein Roman über eine Frau, die an Angstneurosen leidet und sich verliebt. Und das eröffnet Chancen, ihre Angst heilen zu können.

Da mir das Buch oft zu detailliert und zu ausschweifend war, was auch meine Geduld bisweilen arg strapazierte, ziehe ich zwei Bewertungssterne ab.

Man kann hier lernen, wie es Menschen geht, die unter Angstneurosen leiden.  Der Feuerwerke-Verlag sagt, dass er sehr hohe Ansprüche an seine Autoren stellt. Nach hohen Ansprüchen klingt jedoch eine langatmige und ausschweifende Lektüre nicht, sondern eher nach Mittelmaß.  Dazu passen auch die drei Sterne, die ich dem Buch vergebe. Mehr ist leider nicht drin.

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fraeulein_lovingbookss avatar

Rezension zu "Keine Angst, es ist nur Liebe." von Marlies Zebinger

Keine Angst, es ist nur Liebe.
fraeulein_lovingbooksvor 3 Jahren

Inhalt

Anna hat Angst vor so ziemlich allem, besonders vor der Liebe. Dieser hat sie eigentlich bereits abgeschworen – sie hält nichts mehr von rosaroten Brillen, Bauchkribbeln oder schmachtenden Blicken. Bloß nicht!

Doch plötzlich ist da Matts. Er vertraut auf sein Gefühl und bittet Anna, sieben erstaunliche Angstbewältigungsaufgaben zu lösen. Denn er vermutet, dass es nur die Angst ist, die ihr im Wege steht. Überraschenderweise ist Anna einverstanden und begibt sich mit kleinen Schritten, die von ganz alleine immer größer werden, auf die befreiende Suche nach sich selbst – und damit auch auf die Suche nach der Liebe ihres Lebens…
(Quelle: Amazon )

Meine Meinung

Anna leidet unter starken Angstzuständen, die sie noch nicht einmal mit ihrer Therapeutin in den Griff bekommt. Durch Zufall trifft sie auf Matts, der sich Hals über Kopf in die Schönheit verliebt. Doch Anna hat Angst und zieht sich zurück – doch Matts stellt ihr sieben Aufgaben und möchte ihr damit helfen. Sie absolviert die Aufgaben und plötzlich ist Matts verschwunden…

Anna ist die Schönheit in Person, alles an ihr ist perfekt – bis auf ihre Angst. Früher war sie natürlich ganz anders, sie hatte tausendtalente und konnte alles besser als alle anderen. Leider ist sie irgendwann von diesem Weg abgekommen und hat irgendwas langweiliges studiert – und plötzlich waren die Ängste da . Als sie Matts kennenlernt wird die Dreißigjährige zum Teenager und denkt nur noch an ihn. Als er Interesse zeigt, kommt sofort ihre Angst in den Vordergrund – über die sie ständig spricht. Was wirklich nervt.
Generell habe ich mich von Anna nur genervt gefühlt, kein schönes Leseerlebnis.
Matts gibt sich viel Mühe mit Anna, was im wahren Leben aber so nie passieren würde. Kein Mann würde es mit so einer ich-bezogenen Frau wie Anna aushalten. Auch ein klasse Hockeyspieler wie Matts nicht. Seine Vergangenheit fand ich passend gewählt und auch schlüssig dargestellt. Hat mir gut gefallen, trotzdem fand ich Matts nicht gut. Er scheint keine negativen Eigenschaften zu haben – er schreibt perfekte Briefe, stellt perfekte Aufgaben und ist ein weltklasse Hockeyspieler, den aber a scheinend kaum einer kennt – wirklich komisch.
Die Darstellung der Beziehung der beiden war leider nicht mein Fall, alles zu rosarot, klischeehaft und perfekt. Es gab keine besondere Tiefe, schade.

Der Schreibstil ist zwar etwas holprig, besonders der Einstieg ins Buch war mehr als ungewöhnlich und nicht passend. Habe zur Sicherheit nochmal im Kindle Shop nachgeschaut, ob ich mir nicht doch ein Märchen runtergeladen habe. Die Charaktere blieben mehr als farblos und sehr oberflächlich.

Leider hat mir das Buch überhaupt nicht gefallen, zwar wird mit dem Thema „Angststörung“ respektvoll umgegangen und es wurde auch sehr realitätsnah (zumindest für mich) dargestellt, aber das kann leider nicht über die anderen Schwachstellen im Buch hinwegtäuschen. In ersten Linie geht es nur um Anna und ihre Angstzustände, immer zu. Ständig grübelt sie über dieses oder jenes nach, fügt ihrer Angstliste etwas hinzu, leidet an einer Panikattacke oder versinkt im Selbstmitleid. Immer geht es um sie – mich hat ihr seitenlanges Gejammer sehr deprimiert und ich musste wirklich um jede Seite kämpfen. Ich habe auch große Hoffnungen in Matts gehabt – leider war er nicht das erwartete Highlight der Story. Das er Annas Angstwelt innerhalb von einer Woche zerstört und sie von ihren Leiden erlöst, klingt doch sehr realitätsfern. Ich kann mir nicht vorstellen, das das so einfach und ohne professionelle Hilfe / Begleitung gelingt.

Leider keine Lese- oder Kaufempfehlung

Schönstes Zitat

„In Beziehungen ist es nicht die Quantität, die etwas über die Tiefe aussagt, sondern die Qualität.“
(Anna , Seite 80)

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Christin87s avatar

Rezension zu "Keine Angst, es ist nur Liebe." von Marlies Zebinger

Gefangen in der Angst
Christin87vor 3 Jahren

Ein klarer Fall von "Spätschuss". Bis weit über das erste Drittel des Buches hinaus hab ich mich wirklich von Seite zu Seite gekämpft. Anna Rogner, die Hauptfigur des Buches leidet unter einer Angsterkrankung. Und dieses erste Drittel wurde für meine Begriffe erstickt in der detailreichen Erläuterung aller denkbaren und undenkbaren Ängste an welchen Anna leidet und wie Sie sie zu bekämpfen versucht. Dazwischen finden sich zu viel Belanglosigkeiten. Ich finde, es interessiert den Leser nicht, dass der Hauptprotagonist jeden Morgen vor seinem Kleiderschrank steht und sich nicht entscheiden kann was er tragen soll. Sich dann dreimal umzieht und jedes Outfit ausgiebig beschrieben wird. Es fühlte sich alles so zäh an. Irgendwie kam man nicht vom Fleck.
Auch als mit Matts der männliche Gegenpol richtig ins Spiel kommt, nimmt die Geschichte zunächst wenig Fahrt auf.
So ab der Hälfte kommt mit Hilfe der von Matts an Anna gestellten Tagesaufgaben, mit denen er um ihr Herz und mit ihr gegen Ihre Ängste kämpft, und dem auf Umwegen angesteuerten Finale der Geschichte ein wenig Abwechslung in die fortwährende Tristesse. Sogar ein Hauch von Romatik und diesem Gefühl von "so-einen Mann-wünscht-frau-sich", wie man es ja in Liebesgeschichten dann doch irgendwo finden möchte, kommt irgendwann mal auf. Wer bekommt nicht gerne einen innovativen Kosenamen wie "Zauberelfe" verpasst. Süß! ♥
 
Im Gesamten reicht es für mich aber nicht zu mehr als drei Sternen. Denn die gesamte Geschichte war mir zu sehr gefangen in der Angst. Was höchstvermutlich sogar sehr realistisch ist, denn auch ich kenne jemanden der an sowas litt. Und ja, natürlich ist es dann nicht möglich plötzlich locker-fluffig durchs Leben zu gehen.
Mir war es am Ende einfach nicht ausgewogen genug.

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Gespräche aus der Community

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MarliesZebingers avatar
Liebe Bücherwürmer, heimliche Angsthasen und einfühlsame Superhelden, ich möchte euch sehr herzlich gemeinsam mit dem Feuerwerke Verlag zu meiner Leserunde einladen.
Am 05.08. 2014 ist nämlich mein erster Roman „Keine Angst, es ist nur Liebe“ erschienen – eine humorvolle und gleichzeitig berührende Liebesgeschichte über Ängste, Sonnenblumen, Briefe, Anna, Matts und die Suche nach der Liebe und noch ganz viel mehr...Diese Geschichte möchte ich nun also gerne gemeinsam mit euch lesen. Insgesamt werden 20 Bücher verlost (15 ebooks in den Formaten PDF, mobi oder ePub und außerdem 5 Taschenbücher). Wenn ihr Lust habt mitzulesen, könnt ihr euch bis Freitag, den 05.09.2014 bewerben. Dazu würden wir gerne von euch wissen, was euch an „Keine Angst, es ist nur Liebe.“ anspricht und wo ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. Unter allen Antworten entscheidet dann das Los. Ich freue mich sehr auf euch und eure Meinung. Bis dahin: Ganz viel Glück und herzliche Grüße,

eure Marlies
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