Marlo Morgan Traumfänger

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Inhaltsangabe zu „Traumfänger“ von Marlo Morgan

Die Reise einer Frau in die Welt der Aborigines "Traumfänger" ist die Geschichte einer Amerikanerin, die von einem Stamm australischer Aborigines zu einer Ehrung ihrer Arbeit mit jugendlichen Ureinwohnem eingeladen wird. Sie nimmt an einem dreimonatigen "Walkabout", einer Wanderung durch den australischen Busch teil, erlebt dabei das Leben der Aborigines aus nächster Nähe und wird in ihre wundervollen Geheimnisse und Weisheiten eingeweiht. Ihre Gastgeber lehren sie in Harmonie mit der Natur zu leben, zu vertrauen und an ihr inneres Wissen und ihre eigenen Ziele zu glauben. "Traumfänger" ist eine Botschaft eines alten Stammes an unsere moderne Welt.

Kurzweilige Unterhaltung - eine Frau geht an ihre Grenzen - körperlich und psychisch.

— Conny1186
Conny1186

War ganz interessant, aber es ist in keinster Weise authentisch und das wird leider behauptet!

— angi_stumpf
angi_stumpf

Nach dem Schreiben meiner begeisterten Rezi habe ich gelesen, dass Marlo Morgan die im Buch angegebene Basis des "Tatsachenberichts" widerrufen musste, weil sich angeblich alle noch lebenden Aborigine-Stammesführer distanziert haben. Die Autorin wurde offenbar zudem von politischen und fundamentalistischen (religiösen) Gruppen in den USA verfolgt und massiv angegriffen, ihr Manuskript wurde (lt. einer Quelle eines österreichen Kalenderverlags für bedrohte Völker) als das Werk einer "Schizophrenen" diagnostiziert, die vermutlich nie in Australien gewesen sein soll, wo das Buch angeblich nicht verkauft werden darf. Was ist Traum, was Wirklichkeit? Die offene Frage für mich bleibt: Was ist so gefährlich daran? Warum sollte sich ein Mensch das alles ausdenken und sich selbst schaden, indem er eine biographische Lügengeschichte erfindet, obwohl diese als Roman vermarktet werden darf?

— Atila
Atila

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    Traumfänger
    angi_stumpf

    angi_stumpf

    11. February 2014 um 19:32

    Der Kurztext las sich ganz interessant: in diesem Buch erzählt eine amerikanische Ärztin von ihrer Reise nach Australien, während der sie mit einer Gruppe von Ureinwohnern viele besondere Abenteuer erlebt und dadurch wieder einen völlig neuen Bezug zur Natur und zum Leben an sich herstellt. Marlo Morgan beschreibt, wie sie - vom "normalen" Leben ausgelaugt - nach Australien kommt und sich dort auf ein einmaliges Experiment einlässt: sie darf ein Nomadenvolk begleiten. Zunächst total geschockt von den hygienischen und sonstigen Bedingungen des Trips, lässt sie sich langsam auf die Lebensumstände und Rituale der Gruppe ein und lernt dadurch, das Leben vollkommen neu zu betrachten. Die Nähe zur Natur und die asketische Lebensweise machen sie zu einem ganz anderen Mensch. Warum ich das Buch, das sich schon ganz gut anhören lässt und mit Sicherheit auch einige gute Ansätze und Betrachtungsweisen enthält, mit nur 1 Stern bewertet habe: es stellte sich schnell heraus, dass es sich keinesfalls um einen authentischen Bericht handelt, sondern um reine Fiktion. Da die Autorin das aber mehrmals behauptet hat, ist es für mich eine klare Lüge. Es gibt auch Leser / Hörer, die mehr Sachkenntnis besitzen als ich und die der Autorin außerdem noch erhebliche Recherchefehler nachweisen konnten. Fazit: Reine Fiktion, die als Tatsachenbericht verkauft wird. Für mich nur 1 Stern wert.

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  • Rezension zu "Traumfänger" von Marlo Morgan

    Traumfänger
    Atila

    Atila

    Nachtrag, 16.2.2010: Was ist so gefährlich an dieser Botschaft, dass man Marlo Morgan mundtot machen möchte? Warum oder wofür sollte sich ein Mensch das alles ausdenken und sich selbst schaden, indem er ein "biografisches" Märchen erfindet oder sich nach Aborigine-Recht ein Todesurteil spricht, während ein Buch wie "Traumfänger" als Roman problemlos vermarktet werden darf? ********************************************* „Weißt du, wie lange die Ewigkeit ist?“ „Ja, ich weiß es!“ "Bist du dir wirklich sicher?" „Ja, ich weiß es!“ „Gut! Dann können wir dir etwas anvertrauen....“ Als dieses geheimnisumwitterte Gespräch zwischen den Aborigines, den Angehörigen des letzten frei lebenden, aussterbenden Stammes der Ureinwohner Australiens, den "wahren Menschen", wie sie selbst sich nennen und ihr, der Erzählerin, einer amerikanischen Ärztin stattfindet, befinden sie sich alle gemeinsam auf einem „walkabout“, zu dem Marlo - für sie selbst überraschend - zu dem sie selbst mehr durch Bestimmung als willentlich unterwegs ist. Nach einer rituellen Prüfung und Verbrennung von all ihrem Hab und Gut (inklusive Papiere), unternimmt Morgan mit dem Aborigine-Stamm eine Wanderung von unbestimmter Dauer und mit intuitivem Ziel durch den australischen Outback, als zuerst ein Falke, dann Dingos und weitere Tiere ihren Weg durch den Busch flankieren, gar zu „kontrollieren“ scheinen. Wilde Tiere und Pflanzen schenken sich freiwillig hingebend als Leib- und Seelenspeise. Ein Stein, selbst erwählt, kann das eigene Leben retten. Noch dazu war es Marlo kurz vor diesem Abenteuer prophezeit worden, ihrer, dieser einzigartigen Bestimmung mit "zwei Herzen", als einer wandernden Zunge zwischen zwei Welten zu folgen. Marlo wird über mehrere Wochen in alle Stammesgeheimnisse eingeweiht, um sie der Nachwelt als exklusive Botschafterin zu übermitteln. Kann das alles wirklich wahr sein? Oder tischt die Autorin uns ein spirituelles Märchen auf? Die Botschaft ist angekommen. Auch bei mir. Sie ist nicht neu. Sie ist so alt wie die Menschheit. So alt wie die "wahren Menschen" selbst. Sie wissen um die Ganzheit göttlichen Seins, sie wissen um wahrhaftiges Menschsein, wahre Mit-Menschlichkeit, sie feiern sich und ihr persönliches Wachstum in gegenseitigem Respekt, Dankbarkeit und Daseinsfreude, in vollkommenem Einklang mit der Natur. Sie kennen viele Geheimnisse, indem sie diese anerkennen. Sie können mental miteinander telefonieren, Knochenbrüche mit dem Geist heilen, indem sie den Knochen an seine ursprüngliche Ganzheit erinnern ... usw. Wer würde nicht davon träumen? Eine exotische Initiationsreise zu gewinnen, auf der für alles gesorgt ist, eine Reise zum eigenen Kern lebendigen Seins und zur ur-eigenen Berufung! Was der Autorin in ihren Traumfänger, was mir da per Taschenhörbuch ins Netz gegangen ist, ist eine Antwort auf einen Hilfeschrei, auf eine existenzielle Frage, auf das, was zur eigenen Existenz gesucht und gefunden werden will, worum traumlos und unbewusst gebeten worden war, was die eigene Seele schon vor der Inkarnation zu tun einwilligte. Hier ist sie: Eine uralte, esoterische, spirituelle Botschaft vom wahren Mensch-SEIN, einer lohnenden Botschaft für jeden bewusst lebenden und seine Bestimmung suchenden Menschen. Von dieser Botschaft nehmen, was (mir) bekommt. Den Rest spucke aus! Das ist schließlich das Gesetz des Universums. Das ist das Gesetz der Heilung, das Gesetz des zeitlosen Jetzt. Wähle weise! Du könntest allzu schnell bekommen, worum du gebeten hast! Zu schön, um wahr zu sein? Ob Marlo Morgan das wirklich alles so am eigenen Leib erlebt hat, von dem sie Zeugnis ablegt, sei dahin gestellt! Das Hören dieser 6 CDs, 400 Minuten Spannung und Weisheit, haben mich jedenfalls sehr fesselnd und unterhaltsam auf einer langen nächtlichen Autofahrt mit Schneegestöber begleitet, so dass mir die Reise beinahe unendlich lang vorkam und verflog wie der Wind. Ich lachte und ich weinte zutiefst berührt. Ein - angeblich - auf erstaunlichen biographischen Tatsachen basierender ROMAN, ein Buch von Seele zu Seele, das für mich mit dem letzten Kapitel an der Schwelle meiner eigenen Haustüre endete... und mir schien es, mich und mein Leben für immer verändert hat. Was kann jede/r einzelne zur großen Gruppe Menschheit schon beitragen? Wir zählen und es kommt auf jeden Beitrag an. Ich habe etwas begriffen: "Es gibt nur einen Weg, eine Prüfung zu bestehen. Man muss sich ihr stellen." (Königlicher schwarzer Schwan, Stammesführer). „Du weißt, wie lange die Ewigkeit ist? ... Gut! Dann können wir dir noch etwas erzählen...“ ******************************************** Epilog: 16.2.2010: Inzwischen habe ich im Internet recherchiert "http://dumbartung.org.au" und viel darüber gelesen, wie und warum Marlo Morgan die im Buch angegebene Basis des "Tatsachenberichts" widerrufen musste, weil sich angeblich die indigenen Aborigine-Stammesführer distanziert haben. Der entsetzte Vorwurf seitens der Aborigines lautet vor allem, dass eine Frau nach Stammesrecht niemals als Augenzeugin der männlichen Riten und Totems "überlebt" hätte - sie wäre getötet worden - und die Darstellung der weiblichen Rituale völlig falsch überliefert seien. Die Autorin wurde offenbar zudem von politischen und fundamentalistischen (religiösen) Gruppen in den USA verfolgt und massiv angegriffen, ihr Manuskript wurde einem Verleger in Sydney vorgelegt und (laut einer österreichischen Gesellschaft für bedrohte Völker) auf Wunsch von einem Psychiater begutachtet und als das Werk seiner "schizophrenen" Klientin diagnostiziert, die vermutlich nie in Australien gewesen sei, wo der Roman übrigens heute auch angeblich nicht verkauft werden darf. Was ist Traum, was Wirklichkeit? Was und wer wird hier eingefangen? Ist es die Verführung des schnöden Mammons, die Ausbeutung indigener Kultur für egoistische Interessen, die Anmaßung, weiße postkoloniale Wiedergutmachungs-Phantasien und Sehnsüchte der New-Age-Kultur zu bedienen, blasphemischer Gesetzes- und Wertebruch, grobe Verfremdung von Tatsachen und Verletzung von Urheberrechten ... Das alles könnte, kann ich verstehen und fühlte mich auch betrogen wegen meiner naiven Gutgläubigkeit, wenn das alles stimmte. Die offene, ernüchternde Frage für mich bleibt: Was ist so gefährlich oder bedrohlich an der eigentlichen, an der ursprünglichen Botschaft...? Sie hat mich nachhaltig berührt. Nur das zählt, für mich jedenfalls.

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