Marloes Morshuis

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Rezension zu "Mick Mangodieb und die Rezepte der Sieben Weltmeere" von Marloes Morshuis

Zwergnase nur schöner
Seelensplittervor 10 Monaten

Meine Meinung zum Buch:
Mick Mangodieb
und die Rezepte der Sieben Weltmeere


Aufmerksamkeit:
Diesen Punkt erläutere ich euch näher auf meinem Blog, wo ihr die Original Rezension finden könnt.

Inhalt in meinen Worten:
Mick wollte eine Mango stibitzen, denn im Palastgarten verschimmeln sie eh nur, doch leider machte er die Rechnung ohne die Soldaten, denn diese finden den kleinen Mangodieb und übergeben ihm dem König, doch mit diesem ist nicht zu spaßen, weswegen Mick nur eine Wahl hat, entweder sofort den Haien vorgeworfen zu werden, oder sieben Tage lang um sein Leben zu kochen.
Nachdem er sofort auch an seine Schwester denkt und ihm klar ist, er muss und will am Leben bleiben traut er sich diese Herausforderung zu.
Wie es Mick letztlich geht, das erfahrt ihr, wenn ihr das Buch lest.


Wie ich das gelesene empfand:
Mick ist mir wirklich von der ersten Zeile an, an mein Herz gewachsen. Ein Junge der sich traut dem Herrscher die Stirn zu bieten, doch so einfach ist das auch wieder nicht. Seine Eltern sind auf der Nachbarinsel, denn sie machten etwas, was dem König nicht gefallen hat, was es war? Nun eigentlich waren sie nur am Kochen und brachten das falsche Gericht auf den Tisch.
Hier hatte der König irgendwie etwas von der bösen Herzdame aus Alice aus dem Wunderland.
Überhaupt hat mich dann letztlich das Buch an die Geschichte von Zwergnase erinnert, nur eben auch wieder nicht, weil Mick einfach ganz anders ist. Er ist kein Meisterkoch, er ist ein Lehrling und bekommt zum Glück Hilfe von einem alten mürrischen Mann, der ein Geheimnis verbirgt.
Zusammen schaffen sie das unmögliche und es kommt zum Siebten Tag. Doch was da geschah? Nun das muss euch das Buch erzählen.


Geschichte:
Ich finde es toll, dass dieses Buch ein eigenständiges Buch ist und keine offizielle Märchenadaption, obwohl es doch ein klein wenig mich an zwei Geschichten erinnerte. Gut fand ich, dass das Buch auch Lust auf anderes Essen machte, als das ich bis dato bewusst im Kopf hatte, so hab ich mich vom Buch anstacheln lassen und ein Rezept nachgekocht. Was auch gut gelungen ist.
Somit können Kinder und Jugendliche die dieses Buch lesen, das gelesene noch in ihren Alltag integrieren und gleichzeitig sich von einer tollen Geschichte beschenken lassen.


Schreibstil:
Die Geschichte ist sehr einfach geschrieben, aber nicht langweilig oder kindisch sondern einfach und mit leichten Worten, Worte die vielleicht nicht gut zu verstehen sind, sind nur bei den Gerichten zu finden, die aber recht schnell erklärt werden, während der Handlung. Das einzige was ich am Ende seltsam fand, das kein Nachwort vorhanden war, sondern das Buch mit Rezepten geendet ist.
Das war aber auch gleichzeitig ein Geschenk, weil man so richtig Lust hat, selbst das gelesene auszuprobieren.


Charaktere:
Mick und seine Freunde sowie Schwester sind immer wieder dabei, aber auch der doofe Herrscher, ein fieser Soldat, der Mick nicht wohlgesonnen ist und eine Schildkröte die Glück brachte. Jeder Charakter war besonders heraus geformt und in die passende Szene gestellt.


Fazit:
Dieses Buch hab ich in einem Rutsch lesen müssen, okay fast, aber dieses Buch ist einfach toll zu lesen. Die Geschichte fand ich einfach mal ganz besonders, selbst wenn sie mich an zwei andere altbekannte Geschichten erinnerte, so hat sie einfach ihren ganz eigenen Charme, eine Portion Humor, Mitgefühl und vor allem eines, eine richtige Prise an liebenswerten (und nicht so liebenswerten) Charakteren.


Bewertung:
Diese Geschichte hat mich wirklich von der ersten bis zur letzten Seite richtig unterhalten und mitgehen lassen, deswegen gibt es auch fünf Sterne und ich bin froh diese Geschichte entdeckt zu haben.

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lehmass avatar

Rezension zu "Mick Mangodieb und die Rezepte der Sieben Weltmeere" von Marloes Morshuis

Ein kleines Juwel unter den Kinderbüchern
lehmasvor einem Jahr

Als ich dieses Buch entdeckte, ging mir in etwa folgende Gedanken durch den Kopf: "Was für ein schönes Cover...so märchenhaft....Mangodieb...ich liebe Mangos...Rezepte der sieben Weltmeere?...eine Geschichte, in der es ums Kochen geht? Muss ich lesen!" Und dann habe ich dieses Buch verschlungen. Es geht um den 11jährigen Mick, der zusammen mit seiner kleinen Schwester Lori und zwei dem Waisenhaus entflohenen Kinder Pieke (ein Mädchen) und Remo in einer Hütte am Strand wohnt. Seine Eltern wurde auf eine kleine Felseninsel verbannt. Herrscher von Minelotte ist ein Kaiser, der nur Weißbrot mit Zucker isst. Als Mick beim Diebstahl von Mango im kaiserlichen Garten erwischt wird, schlägt er dem Kaiser einen Handel vor: Er kocht sieben Tage für ihn und wenn es dem Kaiser schmeckt, lässt er alle Gefangenen der Felseninsel frei. Im Gegenzug verlangt der Kaiser Micks Tod in der Haibucht, sollte es ihm nicht schmecken. Mick kocht also um sein Leben!

Der Kaiser ist ein ziemlich verwöhnter, arroganter und selbstsüchtiger Herrscher. Sein Volk leidet Hunger, seine Vorratskammern sind voll, aber er isst ja nichts außer Weißbrot und Zucker (und sieht auch entsprechend beleibt aus). An seiner Seite ist der heimtückige Ratsherr, der Mick das Leben mehr als einmal schwer macht. Er möchte unbedingt verhindern, dass Mick diese Wette gewinnt. Hat Mick da überhaupt eine Chance? Er kommt sich vor wie eine Maus und die Katze kostet ihr Spiel mit ihm aus. Seine einzige Rezeptquelle ist ein altes Kochbuch, das ein Schiffskoch geschrieben hat. In diesem Kochbuch hat er Rezepte aus allen bereisten Regionen gesammelt. Ganz frech tischt Mick dem Kaiser am ersten Tag ein Mangomousse mit hauchdünnen Schokotäfelchen an und überlebt.

Durch einen Traum, in dem seine Mutter vorkommt, wird Mick klar, dass in Minelotte nicht mit Kräutern gekocht wird. Als er auch der Suche nach Kräutern, ein kleines altes Haus mit einem Gemüse- und Kräutergarten findet, erschliesst sich Mick eine neue Welt. Der Besitzer des Hauses hilft Mick, aber besitzt keine Hoffnung für ein gutes Ende. Zu verdorben ist die Hofgesellschaft. Auch Remo, Pieke und Lori tun ihr bestes um für Mick immer alle nötigen Zutaten zu beschaffen. Natürlich nimmt das Kochen einen großen Teil der Geschichte ein, aber es passieren auch immer wieder unvorhersehbare Dinge. Schön ist zu sehen, wie Mick und seine Freunde immer mehr Unterstützer und Rückhalt in der Bevölkerung bekommen.

Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, was uns auch immer wieder tief in Micks Seele und Wünsche schauen lässt. Der Leser fühlt mit ihm, entdeckt die Welt der Kräuter und des Kochens, was so schön beschrieben ist, dass einen regelrecht das Wasser im Mund zusammenläuft. Zum Glück gibt es im Anschluss an die Geschichte die Rezepte, die Mick für den Kaiser gekocht hat, als Auszug aus dem Schiffskochbuch. Hierbei können wir immer erst den Eintrag des Schiffskochs lesen und dann Zutaten und Zubereitung, wobei wir zwischen Micks Zubereitung (also z.B. Nudelteig selbst machen) und einer bequemeren Variante (Nudeln kaufen) wählen können.

Das Buch ist flüssig zu lesen. Es ist eine bunte Mischung aus starken Charakteren, Spannung, Märchen, kulinarischen Freuden, aber auch nachdenklichen und philosophischen Einschlägen. Mir hat dieser Mix sehr gut gefallen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ich könnte mir bei diesem Buch auch sehr gut eine Verfilmung vorstellen. Fazit: Ein Buch für Liebhaber von Märchen, Kochen und guten Essen, das Kindern ab etwa 9 Jahren Mut macht, sich mehr in der Küche auszuprobieren und auch neue Gerichte zu kosten.

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