Marlon James

 3.8 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor von Eine kurze Geschichte von sieben Morden, Der Kult und weiteren Büchern.
Marlon James

Lebenslauf von Marlon James

Erzählungen eines jamaikanischen Ausnahmetalents: Marlon James wird 1970 in Jamaika geboren und wächst in Portmore, einem Vorort von Kingston, mit sieben Geschwistern auf. Bereits als Jugendlicher liest er viel und kommt in der High School zum ersten Mal mit Texten von Shakespeare und Dickens in Berührung, die ihn bis heute prägten. Er studiert an der University of the West Indies, wo er 1991 mit einem Bachelor abschließt. Anschließend arbeitet er über ein Jahrzehnt als Werbetexter und Grafikdesigner, bis er schließlich mit dem Schreiben beginnt. Der Entwurf seines ersten Romans wird jedoch von amerikanischen Verlegern und Agenten abgelehnt. Erst auf einem Literaturworkshop in Jamaika wird eine Literaturproduzentin auf James aufmerksam und holt ihn in die Vereinigten Staaten. James studiert an der Wilkes Unversity in Pennsylvania, wo er 2006 seinen Master in Kreativem Schreiben macht. Ab 2007 unterrichtet er als Assistenzprofessor für Englisch und Kreatives Schreiben in Minnesota. Sein Debüt als Romanautor legt er 2005 mit dem Buch „John Crow’s Devil“ hin. Das Buch bringt dem Autor erste Erfolge und Nominierungen und es wird auch in Deutschland unter dem Titel „Tod und Teufel in Gibbeah“ veröffentlicht. Auch sein zweiter Roman, „The Book of Night Women“ ist sehr erfolgreich und gewinnt erste Preise, den Höhepunkt seines literarischen Schaffens markiert jedoch James' dritter Roman, „A Brief History of Seven Killings“ von 2014. Das Buch erzählt die Geschichten von sieben Auftragskillern, die auf die Ermordung von Bob Marley angesetzt wurden. An der deutschen Fassung, „Eine kurze Geschichte von sieben Morden“ arbeiten insgesamt fünf Übersetzer. Das Buch gewinnt zahlreiche Auszeichnungen, darunter der American Book Award und der Man Booker Prize. Marlon James lebt und schreibt heute in Minneapolis.

Neue Bücher

Eine kurze Geschichte von sieben Morden

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Neu erschienen am 08.10.2018 als Taschenbuch bei Heyne.

Alle Bücher von Marlon James

Eine kurze Geschichte von sieben Morden

Eine kurze Geschichte von sieben Morden

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Erschienen am 08.10.2018
Der Kult

Der Kult

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Erschienen am 21.05.2018
Tod und Teufel in Gibbeah

Tod und Teufel in Gibbeah

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Erschienen am 10.09.2009
Book of Night Women

Book of Night Women

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Erschienen am 02.10.2014
A Brief History of Seven Killings

A Brief History of Seven Killings

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Erschienen am 06.10.2015
A Brief History of Seven Killings

A Brief History of Seven Killings

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Erschienen am 02.10.2014

Neue Rezensionen zu Marlon James

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killmonotonys avatar

Rezension zu "Der Kult" von Marlon James

Rezension: Der Kult
killmonotonyvor 4 Monaten

Nachdem Marlon James vor einer Weile mit seinem Wälzer „Eine kurze Geschichte von sieben Morden“ etwas im Spotlight war, wurde ich doch irgendwie erst mit seinem neuen Buch, „Der Kult“, aufmerksam. Es geht um ein Dörfchen mitten im Nirgendwo, das eine aktive Kirchengemeinde hat. Eines Tages wird Pastor Bligh, der wegen seines Alkolkonsums nur „Rumpfarrer“ genannt wird, gewaltsam aus der Kirche vertrieben, als der sich selbst als Apostel bezeichnende Pfarrer York ins Dorf kommt. Ganz Gibbeah ist außer sich, aber auch von den andersartigen Predigten vom Apostel in den Bann gezogen. Während Pastor Bligh seine Wunden leckt und in ein tiefes Loch aus Depressionen und noch mehr Alkohol fällt, ruft Apostel York seine Lämmchen zu immer gewaltsameren Taten auf, stiftet sie zu Verbrechen aus Hass an und hetzt im Grunde genommen die gesamte Gemeinde gegeneinander auf. Trotzdem sind die Anwohner Gibbeahs folgsam. Bis sie sich eines Tages an die ruhigen Zeiten unter Leitung des Rumpriesters sehnen. Dafür ist es nun allerdings zu spät. Oder?

Wer ist bereit, für den HERRN Gewalt anzuwenden?

„Der Kult“ ist nicht zu vergleichen mit irgendeinem Buch, das ich bisher gelesen habe. Während ich diese Worte schreibe, bin ich mir immer noch nicht sicher, ob ich es mochte oder nicht. Ich konnte den Wahn nicht ganz nachvollziehen. Apostel York ist aber ein sehr starker und auch sehr fanatischer Charakter, der das Dorf von allem „Unreinen“ befreien möchte, und es schafft, das Dorf in seinen Bann zu ziehen. Durch seine „Reinigungen“ werden beispielsweise auch eine Ehefrau und ihr Liebhaber bestraft, die gemeinsam Ehebruch begangen haben. Nach der „angemessenen“ Bestrafung kann die „sündige“ Ehefrau im Dorf nicht einmal mehr Mehl und Butter kaufen, ohne beschimpft zu werden — nicht, dass ihr nach der Sache noch irgendetwas verkauft würde! Der Irrsinn Yorks nimmt also immer schlimmere Ausmaße an und lässt ein Sekten-Gefühl aufkommen.

Während York nun mit seinem teilweise kranken Wahn immer weitere Kreise zieht, erholt sich Bligh bei der Witwe Greenfield von den ihm zugefügten Verletzungen (ja, das Buch ist sehr gewalttätig!) und plant im Alkoholentzug seine Rache an York. Alles spitzt sich immer mehr zu und wird nur durch mehrere kleine Stelldicheins zwischen York und Bligh „aufgelockert“, die sich die Seele aus dem Leib prügeln.

Marlon James erzählt seine Geschichte aus mehreren Perspektiven: aus der Sicht Pastor Blighs und der Witwe Greenfield, die aufgrund eines angeblichen „Lebens in Sünde“ auch vom Apostel verschrien werden; aus den Augen von Lucinda, die als einziger Charakter nicht mit Nachnamen angesprochen wird, die ein euphorischer Anhänger Yorks ist; und aus der Perspektive der Gemeinde, die allerdings keine Namen haben, sondern mehr die Masse widerspiegeln sollen.

Nachdem der Apostel zu Ende gesprochen hatte, waren wir bereit, den sündigen Mann und die sündige Frau sofort umzubringen, sodass wir erst mal bis zehn zählen mussten und dann gleich noch mal. Der Apostel ist sehr hart zu uns, aber die Wahrheit ist auch hart.

Fazit: Dieses Buch ist nichts für Zartbesaitete! Explizit wird hier beschrieben, wie Apostel York seinen Kult um sich schart und wie seine Methoden aussehen. Auch der Wahnsinn, der York und nach und nach Gibbeah beherrscht, ist nicht leicht „mitanzulesen“. Dennoch (oder gerade deswegen) ist der Kampf um die Kirchengemeinde des kleinen Örtchens spannend und aufgrund der angenehmen Schreibe von Marlon James gut zu lesen. Ein ungewöhnliches Buch. Ich glaub, ich mag’s.

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lilli_geeksantiquess avatar

Rezension zu "Der Kult" von Marlon James

Quentin Tarantino in Buchform
lilli_geeksantiquesvor 4 Monaten

Bereits 2009 erschien Marlon James‘ Romandebüt „John Crow‘s Devil“ in deutscher Übersetzung, damals noch mit dem Titel „Tod und Teufel in Gibbeah“, und bekam leider (!) nicht die verdiente Aufmerksamkeit. Mit der aktuellen Neuübersetzung erreicht das literarische Debüt des Jamaikaners nun hoffentlich ein größeres Publikum – denn der Roman ist durchaus die Lektüre wert: der Leser wie auch die Charaktere sehen sich Fanatismus, Gewalt und menschlichen Abgründen ausgeliefert. Doch worum geht es eigentlich? Und was macht das Buch überhaupt lesenswert? Ein Blick unter den charismatischen Deckmantel von „Der Kult“.

*** Gott ist tot ***
„Ich weiß, wer Ihr Gott ist. Er ist in meinem Küchenschrank und es steht vierzig Prozent drauf. Gott ist ein Teufel.“
- Marlon James „Der Kult“, S.99 -

Wir befinden uns in einem fiktiven karibischen Dorf namens Gibbeah, Ende der 1950er Jahre. Es herrscht monotone Stille, die Bewohner gehen ihrem täglichen Trott nach und jeder trägt seine dunkelsten Geheimnisse (mal mehr, mal weniger) unbemerkt mit sich. Doch die zarte Blase des falschen Friedens zerplatzt, als ein Geier durch das Fenster der örtlichen Kirche kracht und die Besucher der Morgenmesse im wahrsten Sinne des Wortes wachrüttelt. Kurze Zeit später übernimmt der selbst ernannte Apostel York die spirituelle Führung der Gemeinde und verdrängt damit den amtierenden Pastor Hector Bligh. Zwischen dem charismatischen Apostel und dem alkoholabhängigen Pastor, aber auch innerhalb des kleinen Dorfes, entbrennt ein erbitterter Glaubenskrieg, in dem es bald um mehr als nur religiöse Fragen geht.

*** Nichts für Zartbesaitete ***
Ich muss zugeben, zu Beginn der Lektüre war ich zunächst geschockt und etwas überfordert. Vor allem, weil dieser Roman so ganz anders ist, als das, was ich sonst lese. Mir war auch recht schnell klar, wieso Marlon James die Widmung für seine Mutter mit dem Zusatz versehen hat, dass ebenjene das Buch nicht lesen dürfe. Die Geschichte beginnt abrupt, schmerzlos und ohne jede Vorwarnung. Der Stil ist mal realistisch, mal bizarr und fragmentarisch. Die Schauplätze und Sichtweisen wechseln sich rasant ab und ich brauchte einige Seiten, um mich an die ungewohnte Erzählweise heranzutasten. Doch es lohnt sich! Nach etwa 60 Seiten teilweiser bis gänzlicher Verwirrung ist man endlich in der Geschichte angekommen, hat die Chronologie der Ereignisse und die Personen erfasst und kann sich ganz dem Spiel zwischen Gut und Böse widmen.

Archetypische Repräsentanten dieser Gegensätze sind die männlichen Protagonisten Bligh und York, denen jeweils zwei starke, aber kontroverse weibliche Figuren beistehen: Pastor Bligh erhält nach seiner „Auferstehung“ die Hilfe und den Rückhalt der Witwe Greenfield, der Apostel York wird von der fanatischen Voodoo-Dame Lucinda unterstützt. Die Gemeinde wird Opfer einer spirituellen Schlacht, in der es um die Rückkehr zu Jesus auf der einen Seite und Vergeltung auf der anderen Seite geht. Wir erleben alle Facetten der Menschlichkeit von Reue über Zorn bis hin zum Wahn, der in Selbstzerstörung gipfelt. Was hat der Gemeinde bisher gefehlt, dass sie so bereitwillig in die offenen Arme des Verdammnis predigenden Apostel treibt?

*** Wenn es nicht mehr tiefer geht ***
Man fühlt sich von der Aneinanderreihung von Handlungsfetzen, Bibelzitaten und Metaphern manchmal ebenso unwissend, hilflos und benebelt zurückgelassen wie der betrunkene Pastor Bligh selbst. Die Figuren leiden und wanken, die Gesellschaft zerbricht förmlich an dem Konflikt und weiß nicht recht, wem sie folgen soll. Man beginnt als Leser selbst zu zweifeln und am Ende kann man sich dem Verlauf der Geschichte doch bloß fügen. Marlon James schafft es, mir einer bildhaften, fast abstoßenden Genauigkeit den inneren Konflikt der Religiosität zu erfassen und den Leser von Seite zu Seite in seinen Bann zu ziehen – selbst wenn man das Buch manchmal lieber zur Seite legen möchte.

*** Fazit ***
Der Roman ist einerseits (hyper-)realistisch, unangenehm ehrlich und erschreckend grausam, andererseits aber auch bizarr, surrealistisch und hysterisch. Man muss der Erzählung sehr aufmerksam folgen und ich konnte oft nur wenige Kapitel am Stück lesen, was nicht der Spannung sondern der schieren Flut an sprachlichen Bildern und Inhalten geschuldet war, die teilweise überfordernd wirkten. Doch dafür vergisst man dieses Buch nicht so schnell.

Unabhängig von der zeitlichen und lokalen Einordnung der Geschichte wirft der Roman Fragen auf, die sich jeder einmal stellen sollte: Wo fängt Fanatismus an und wo hört der Glaube auf? Kann Rache eine Lösung sein? Welche Rolle spielen dabei Kirche und Moral? Und was ist überhaupt der Unterschied zwischen Vergeltung und Vergebung? Auch wenn nicht alle Fragen beantwortet werden und man als Leser häufig mit einem großen Fragezeichen über dem Kopf zurückgelassen wird, so regt „Der Kult“ doch zum Nachdenken an.

Das Buch hat mich positiv überrascht, jedoch kann ich aufgrund der recht harten und gewöhnungsbedürftigen Sprache keine uneingeschränkte Leseempfehlung erteilen. Wer Grausamkeiten á la Stephen King (insbesondere sein Werk „Die Arena“) und die gewaltlastige Bildsprache von Quentin Tarantino mag, wird dieses Buch zu schätzen wissen. Alle anderen seien an dieser Stelle vor der schonungslosen Art des Autoren gewarnt – oder dazu eingeladen, ihren Horizont zu erweitern, auch wenn es etwas ungemütlich werden könnte.

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Rezension zu "Eine kurze Geschichte von sieben Morden" von Marlon James

Marlon James | EINE KURZE GESCHICHTE VON SIEBEN MORDEN
Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr

INHALT: Jamaikas Hauptstadt Kingston ist Ende 1976 Spielball der zwei großen Parteien des Landes. Die People’s National Party unter Führung von Michael Manley ist an der Macht und führt den Inselstaat nach und nach in eine eine Art sanften Sozialismus mit festen Beziehungen zu Kuba und der Sowjetunion. Die oppositionelle Jamaica Labour Party unter Edward Seaga verfolgt dagegen pro-westliche Ziele mit guten Kontakten zur CIA. Der Wahlkampf ist in vollem Gange und es gilt der Leitspruch: »Wer Kingston gewinnt, gewinnt auch das Land«. Leider werden die demokratischen Grundprinzipien nicht gerade als heilig angesehen und so gibt es parallel zum offiziellen Wahlkampf auch zwei einflussreiche Gangs, Copenhagen City und die Eight Lanes, die sich auf den Straßen von Kingston einen erbitterten Kleinkrieg liefern.

Als ein weltberühmter Raggea-Sänger – der Name wird nie genannt – auf Vorschlag der PNP ein Friedenskonzert für die Jamaikaner geben soll, erreicht der Bandenkrieg eine neue Dimension: Sieben Männer brechen in das Haus des Sängers ein und schießen auf alles, was sich bewegt. Doch der Sänger überlebt und kann sogar das Konzert bestreiten. Die PNP bleibt an der Macht, doch für die Attentäter wird ins Horn geblasen und es beginnt eine Jagd auf jeden Einzelnen die bis in die frühen 90er Jahre dauert, bis auch der Letzte für den Mordversuch sein Leben lassen muss.

FORM: Marlon James‘ ehrgeizig fetter Wälzer ist in fünf große Kapitel unterteilt, die für fünf wichtige Tage in der Geschichte dieses speziellen Rachfeldzugs stehen, beginnend mit dem Abend des Attentats, des Folgetages, Stippvisiten in 1979 und 1985, und dem Finale im März 1991. Das ganze Buch über lässt James die Protagonisten sprechen, sowohl die Attentäter und ihre Gegenspieler, als auch mehr oder minder nebenbeteiligte Personen (CIA, Presse, etc.). Es entsteht ein Roman aus Dutzenden Stimmen und ein dichtes Geflecht aus Ansichten und Beweggründen – ganz nach dem Vorbild von Faulkners ALS ICH IM STERBEN LAG, auf das in der Danksagung auch explizit hingewiesen wird.

Doch eine gute Konstruktion ist natürlich nichts Wert, wenn man nicht auch schreiben kann. Und hier kann ich ruhigen Gewissens bestätigen: Der Mann kann schreiben. Marlon James (*1970) hat jeder seiner Figuren eine eigene Stimme gegeben, was ihm bei dieser Vielzahl an Menschen unterschiedlichster sozialer Schichten grandios gelungen ist. Auch dem Übersetzer-Team kann hier ein ganz klares Lob ausgesprochen werden – es war sicher nicht leicht den Originaltext mit seinem Jamaika-Vokabular ins Deutsche zu übertragen, ohne die Grundatmosphäre zu beschädigen.

Die Geschichte selbst hat bei weit über achthundert Seiten naturgemäß ihre Längen. Die Dialoge sind oft zäh – wenn auch mit viel Sarkasmus gewürzt – und manche Nebenkriegsschauplätze hätten meines Erachtens nicht so ausgewalzt werden müssen. Dem gegenüber stehen reichlich Szenen voll brutalster Gewalt, die ich in atemloser Spannung gelesen habe. Dies aber nicht aus voyeuristischen Gründen, sondern weil James es versteht, seine Leser in die Figuren eintauchen zu lassen. Wenn dem jungen Demus beispielsweise das Adrenalin vor lauter Aufregung schon aus den Ohren tropft, steigt auch der Puls des Lesers. Oder wenn die hübsche Nina des Nachts von korrupten Polizisten im Streifenwagen ins unbekannte Dunkel entführt wird, spürt man ihre Angst förmlich unter der Haut. Das alles ist Marlon James‘ schriftstellerischem Können zu verdanken, der stilsicher alle Tricks nutzt, um seine Leser mit auf die Reise zu nehmen.

Auch die Recherche zu den Vorfällen muss sehr umfangreich gewesen sein. EINE KURZE GESCHICHTE VON SIEBEN MORDEN ist ein Schlüsselroman in dem jede große Figur einer historischen Person zugeordnet werden kann – der Sänger, dessen Name nicht genannt wird, ist dabei noch die leichteste Hürde. Sowohl die Politiker als auch die Gang-Mitglieder und deren Dons gibt oder gab es wirklich, was dem Roman ein erhebliches Plus an Authentizität verleiht. Es bleibt jedoch zu bemerken, dass die wahren Hintergründe offiziell nie völlig aufgedeckt wurden, und sich James als Grundlage für sein Buch nur bei einer der vielen Spekulationen bedient hat.

FAZIT: Diese kleine Einschränkung ändert aber nichts an der Gesamtqualität dieses beeindruckenden Werkes, das völlig zu Recht mit dem Man Booker Prize geehrt wurde. Dieser Roman ist mehr als nur die Untersuchung eines Kriminalfalles oder ein schnöder Politthriller – es ist das Sittengemälde eines ganzen Landes über viele Jahre hinweg, geschrieben von einem grandiosen Schriftsteller.
Fünf Sterne.

*** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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Zusätzliche Informationen

Marlon James wurde am 24. November 1970 in Kingston, Jamaika geboren.

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