Marquis de Sade Juliette oder die Vorteile des Lasters

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Inhaltsangabe zu „Juliette oder die Vorteile des Lasters“ von Marquis de Sade

Die Histoire de Juliette enthält die geballte Abrechnung mit den Moral- und Tugendvorstellungen der französischen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts: Im Gegensatz zu ihrer keuschen Schwester Justine entführt uns Juliette in eine Welt der lustvollen, ausschweifenden Liebesspiele, die weder Grenzen noch Tabus zu kennen scheint …

Lesen Sie dieses Buch nicht, wenn Sie weiterhin glauben wollen, ein besserer Mensch zu sein als andere.

— GilbertvonLuck

Langweilig... Ich hatte etwas erwartet, was mir die Röte ins Gesicht treibt, aber es war nicht so, es wirkte eher wie hingeschmiert...

— Dupsi

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  • Selbsterkenntnis kann schmerzhaft sein.

    Juliette oder die Vorteile des Lasters

    GilbertvonLuck

    31. January 2018 um 18:04

    20 Jahre war ich alt, als ich das Buch in die Hand bekam.Ich traute meinen Augen nicht. Auf Seite 17 war ich zum ersten Mal erregt.Danach war ich erschüttert über mich selbst. Ein halbes Jahr voller Selbstzweifel benötigte ich, um zu akzeptieren, dass Grausamkeit im Menschen ebenso vorhanden ist wie Liebe und dass Fantasien und reales Handeln zweierlei sind.Werter Leser: Lass' alle Hoffnung fahren!"Juliette oder die Vorteile des Lasters" ist nicht herkömmlich deviant, paraphil  oder "pervers" - dieser Roman ist grenzenlos in seinen ausschweifenden Inhalten. Er passt nicht ins herkömmliche "BDSM"-Klischee, sein Inhalt macht vor nichts Halt und kennt KEINE Tabus. Die geschilderten Ausschweifungen enden mit Vorliebe in Lustmorden, die Juliette mit überschwappender Begeisterung begeht!Auch Eltern und Kinder werden nicht geschont - wobei ich nie begriff, warum die Darstellung des Mordes an einem Menschen schlimmer sein sollte als die an einem anderen. Schließlich gibt es bezüglich des Lebensrechtes eines Menschen keine Wertigkeit, wonach etwa eine 80-jährige Dame weniger wert wäre als eine 8-jährige.De Sade öffnet einem die Augen für die irren, düsteren, blutrünstigen Seiten des eigenen Selbst.Im besten Falle kann man danach besser mit ihnen umgehen als die Saubermänner, die durchdrehen und Verbrechen begehen, wenn sie nur die Gelegenheit dazu erhalten oder eine passende `moralische´ Begründung finden. So sind es z.B. gewiss nicht Leser oder gar Anhänger de Sades gewesen, die Massaker wie das von My Lai in Vietnam angerichtet haben. Das waren blitzsaubere Jungs, die sich vielleicht schon über ein Nacktbild auf einer Illustriertentitelseite empört hätten.Im schlechtesten Falle mag man nach dem Lesen Probleme haben, sich selbst im Spiegel anzusehen.Im Laufe vieler Jahre habe ich einige Freunde und viele Freundinnen mit diesem Buch konfrontiert. Eine Einzige hat sich davor verschlossen, verbarg sich offenbar vor den möglichen Abgründen ihrer eigenen Seele. Alle anderen haben mir nach dem Lesen mit bleichem Gesicht gegenüber gesessen, erschüttert von sich selbst, aber gestehend:"Es war geil."Liest man andere Rezensionen über "Juliette", erscheinen diese oft  zeitgeistgerecht sehr moralisierend.Ich glaube diesen Rezensenten nicht.Eigenartigerweise wird dieser von der Kritik fast einhellig zerissene Roman immer wieder neu aufgelegt. Würde der Roman nur mit Abscheu erfüllen, ließe er sich kaum verkaufen. Ich unterstelle, dass er der heimliche Favorit in manchen Schlafzimmern ist. So seid Ihr!So sind wir Menschen.So bin gewiss auch ich.Ein Irrsinn ist, dass dieses Buch jeder 12-Jährige erstehen und lesen kann, ein Pornoheftchen aber nicht. De Sade ist eben Literat, nicht Pornograph ...Das lässt m.E. gewisse Jugendschutzbestimmungen lächerlich erscheinen.Alle, die ich kenne, wussten nach der Lektüre besser über sich Bescheid. Wer seine dunkelsten Seiten kennt, kann besser mit ihnen umgehen und sie kontrollieren.Keiner lief Gefahr, Verbrechen zu begehen - eher war er gewappnet für den Fall der Fälle. Alle konnten sie das Buch für das nutzen, wofür der 12-Jährige besagtes Heftchen nicht nutzen darf.Eine einzige Frau unterlag der im Buche fast nebenbei transportierten Philosophie der Befürwortung des Bösen an sich. Auch sie wird nun weder Kinder noch Eltern lustmorden, doch rechtfertigt sie sich damit ihren rücksichtslosen Egoismus und ihre Neigung zur Bosheit gegenüber anderen.Das ist vielleicht das einzig Gefährliche an diesem Buch: Nicht die Darstellung der perversen Sexualität, sondern die Vermittlung einer Philosophie, nach der es für einen selbst immer das Beste ist, so böse und niederträchtig wie möglich zu sein.Manchmal graut es mich davor, wie sehr die Realitäten unserer Weltde Sades Philosophie Recht zu geben scheinen.

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  • Rezension zu "Juliette oder die Vorteile des Lasters" von Donatien A. Fr. Marquis de Sade

    Juliette oder die Vorteile des Lasters

    matti

    24. April 2009 um 11:08

    Ich mag das Buch sehr gerne, auch wenn es mit fortschreitender Geschichte immer grausamer wird. Es gibt einem einen unglaublichen Einblick in die Tiefen des Sadismus auch wenn man es in keinster Weise nachvollziehen kann, das man irgendeinen Funken Lust bei solchen Greultaten verspüren kann.
    Es ist aber nichts für schwache Gemüter, eine Kollegin von mir hat das Buch nciht zu Ende lesen können.

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  • Rezension zu "Juliette oder die Vorteile des Lasters" von Donatien A. Fr. Marquis de Sade

    Juliette oder die Vorteile des Lasters

    Cap'D.

    02. April 2009 um 19:53

    Fand ich nicht schlecht. Aber Bücher, die ich nicht beende, kriegen eine 1*. Vielleicht korrigiere ich die Note bei Beendung der Lektüre nach oben.

  • Rezension zu "Juliette oder die Vorteile des Lasters" von Donatien A. Fr. Marquis de Sade

    Juliette oder die Vorteile des Lasters

    Philemaphobia

    18. June 2008 um 17:04

    Zweiter Teil, des Schwesternepos von de Sade, in welchem er seine philosophischen Theorien von Gut und Böse weiter vertieft. Wie gewohnt verpackt in teils grenzwärtige Gewaltromantik

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