Marquis de Sade Justine oder Die Leiden der Tugend

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Inhaltsangabe zu „Justine oder Die Leiden der Tugend“ von Marquis de Sade

Juliette und Justine: zwei Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Nach dem Bankrott des Vaters und dem Tod der Mutter beschließt die Ältere, Juliette, in einem Freudenhaus als Prostituierte zu arbeiten, während Justine, die Jüngere, ein sittsames und tugendhaftes Leben führt. Schmerzhaft muss sie jedoch erfahren, dass der ausschweifende Lebensstil ihrer Schwester mit Glück, Reichtum und Luxus belohnt wird, während sie von Erniedrigungen, Missgeschick und Pech verfolgt wird …

Wirklich?

— orlandowoolf

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  • Grausamkeit als Lebensweg

    Justine oder Die Leiden der Tugend

    orlandowoolf

    16. March 2017 um 07:40

    Ich hatte mich als Teenager schon an Marquis de Sade gewagt, hatte ihm damals jedoch nicht viel abgewinnen können. Heute, ein paar Jahre reifer, und um ein paar Spielformen des Sex reicher, wurde es Zeit mich mal wieder mit dem Marquis zu beschäftigen.Um es gleich vorweg zu nehmen. Der Marquis ist weder ein guter, noch besonders origineller Schriftsteller. Seine wohl größte Stärke liegt darin, dass er aus seiner Leidenschaft Romane gebastelt hat, die vor allem durch eine nicht enden wollende Aneinanderreihung von Grausamkeiten besteht. Was spätestens nach hundert Seiten ziemlich ermüdend wird. Interessant werden die Bücher vom Marquis, wenn man hinter die Geschichte zu schauen beginnt.Zum beispiel, inwieweit die Schilderungen der frustrierten Fantasie eines Eingesperrten, oder womöglich ein ungeschöntes Moralbild der scheinheilgen Menschengesellschaft darstellen. Wurde er womöglich eingesperrt, nicht weil er gegen die "guten Sitten" verstieß, sondern vielmehr Geheimnisse auspauderte, die verborgen bleiben wollten?Die eingestreuten philosophischen Betrachtungen über die Vorteile der Grausamkeit sind ebenfalls sehr interessant. Nicht nur, weil sie ganz offensichtlich von diversen populären Philosophen geklaut wurden, sondern auch, weil sie in ihrer Aufdringlichkeit vor allem den Hass das Marquis auf die Menschenregeln spiegeln. Sind seine wütenden Bücher Ausdruck eines Protests? Gegen Spießigkeit und Verlogenheit? Und sind die geschilderten Grausamkeiten womöglich reiner Selbstzweck? Sollen sie die provozieren und verletzen, die ihn mit ihrer Kleinbürgerlichkeit verletzten? Schreiben als Rache?Wie gesagt, der Marquis war kein besonderer Schriftsteller. Aber ich möchte ihn als hervorragenden Gesellschaftskritiker bezeichnen.  Indem er seine geile Sucht öffentlich machte, entblößte er die Krankheit und Gestörtheit der ganzen Gesellschaft (nicht nur seiner Zeit). Und unter diesem Gesichtspunkt werdens eine Bücher fast schon unterhaltsam. Es wird ein wenig erfreuliches Bild der Menschen gezeichnet - und das ist inmitten der weitverbreiteten Schönschreiberei ungeheuer erholsam.

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  • Leserunde zu "Die Gespielin" von Fanny Lasalle

    Die Gespielin

    Fanny_Lasalle

    Leserunde ab 2. Januar 2012; Anmeldung bis 23. Dezember Ich möchte alle, die erotische, aber niveauvolle Romane mit einer guten Handlung lieben, zu dieser Leserunde einladen. Das Beste: Der Goldmann-Verlag stellt mir zehn Freiexemplare zu Verfügung, die ich an euch verlosen darf! "Die Gespielin" ist ein erotischer Roman vor historischem Hintergrund und entführt euch in die galante Zeit des Rokoko. Die junge Waise Suzanne d’Aubry hat keine andere Wahl, als Mätresse eines reichen Adeligen zu werden - und landet im Bett des Königs selbst. Am intriganten Hof von Versailles muss sie sich behaupten und versucht herauszufinden, wer für den Tod ihres Vaters verwantwortlich war. Immer an ihrer Seite: Der ebenso unverschämte wie attraktive Kommandant der königlichen Leibwache, Alexandre de Bournonville, der Suzannes Leidenschaft und ihr Herz gleichermaßen entfacht … und in der Liebe keine Tabus kennt. Wenn ihr Lust habt, mit mir die erotischen Abenteuer von Suzanne zu lesen udn darüber zu diskutieren, meldet euch bis zum 23. Dezember hier an. Die zehn Freiexemplare werden unter allen Anmeldungen verlost, von mir signiert und gleich nach den Weihnachtsfeiertagen verschickt. Am 2. Januar legen wir dann los mit der Leserunde, bei der ihr mich alles fragen könnt, was euch noch nie ein Erotikautor zu beantworten wagte ... ;) Ich bin schon sehr gespannt, wie euch mein Roman gefällt!

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  • Rezension zu "Justine" von Donatien A. Fr. Marquis de Sade

    Justine oder Die Leiden der Tugend

    Jester

    22. October 2011 um 20:24

    Banaler, unglaublich langatmiger Splatter-Porno. Ich habe kein Problem mit Beschreibungen von Perversitäten, aber dahinter kann sich gerne mehr Inhalt & Story als "Das Böse siegt IMMER über die Tugend" verbergen...zumal selbst das noch schlecht und unglaubwürdig aufgezogen ist. Das bisher schlechteste Buch meines Lebens.

  • Rezension zu "Justine oder Die Leiden der Tugend" von Donatien A. Fr. Marquis de Sade

    Justine oder Die Leiden der Tugend

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. November 2007 um 17:29

    Marquis de Sade arbeitet mit einer sehr drastische Sprache und verarbeitet hier recht harten Stoff, der teilweise schwer zu verdauen ist. Hin und wieder muss man das Buch schon mal beiseite legen, weil es einem zu viel wird, wenn eine Gruppe Klosterbrüder mal wieder von der Straße weggefangene Mädchen für ihr kranken Spiele missbrauchen. Auch die Exzesse von de Sade sind nicht ohne u nicht für zartbeseitete Gemüter geeignet. Justin bietet ein Einblick in die tiefsten Tiefen sexueller Spiel- und Abarten sowie (sadistischer) Ponorgraphie, angesiedelt in der Zeit des 17. Jahrhunderts . Trotz dessen ganz große - anfangs verbotene - Literatur!

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