Marry Nilles

 4.3 Sterne bei 3 Bewertungen

Lebenslauf von Marry Nilles

Mein Name ist Marie-Paule Nilles. Geboren bin ich am 9. 10. 1956 in Ettelbrück - Luxemburg. Die Malerei wurde mir in die Wiege gelegt. Schon als Kind habe ich gerne Gesichter gezeichnet, da der Mensch mich immer interessiert hat. Für mich ist er das interessanteste Wesen auf der Welt. Wie das Leben es so wollte, ist das Ganze etwas eingeschlafen. Im Jahre 2006 wurde ich krank - Burnout, Depression. Meine Hausärztin empfahl mir, einen Psychiater aufzusuchen, da sie an meinem Verhalten gemerkt hat, dass ich zu diesem Zeitpunkt ziemlich labil war. Dieser schickte mich in eine psychosomatische Kurklinik nach Kassel. Unter anderen Therapien gab es da auch eine Maltherapie, die mir zum Teil aus meiner Krankheit herausgeholfen hat. Ich kann mich noch gut erinnern. Damals stand ein Leidensgenosse neben mir in der Maltherapie und bemerkte: 'Du bist der zweite Van Gogh'. Da ich mich zu diesem Zeitpunkt nicht unbedingt für Kunst interessiert habe, hab ich ihn ganz verblüfft angesehen und gefragt: 'Wer ist denn das?'. Er hat es mir so gut wie möglich erklärt. Mein Sohn hat mir dann später ein schönes Buch über 'Van Gogh' geschenkt, wo ich mir Einblick in sein Leben verschafft habe. Somit wurde dieser großartiger Maler mein Vorbild, was die Malerei anbetrifft. Im Jahre 2008 machte ich eine zweite Kur, da ich nach der ersten durch den Scheidungskrieg den Weg zurück ins Leben nicht geschafft hatte. Nach diesem dreimonatigen Aufenthalt in Kassel hab ich einige Malkurse an der Trierer Kunstakademie absolviert, wo ich meine Technik etwas verbessert habe. Mein damaliger Dozent schaute mir zu und äußerte sich mit den Worten: 'Werde mal wild, Marie!' Womit er ausdrücken wollte: 'Komm mal aus dir raus!' Ich überlegte einige Tage und gab ihm recht. Das Talent hatte ich ja, aber so richtig traute ich mich zu dieser Zeit auch noch nicht. Trotz allem war dieser Satz ziemlich ausschlaggebend für mich. Später hab ich eine Woche mit einer Porträtistin in Italien verbracht. Auch diese Dame hat mir sehr viel beigebracht. Ich sehe uns noch auf einem Berg in Ligurien stehen. Die ganze Gruppe hat sich an der Landschaft versucht. Ich selbst habe lieber den Hund unserer Chefin gemalt. Heute ist die Malerei ein großes Stück meines Lebens geworden. Ich male aus Leidenschaft und es macht mir Spaß! Ich bin zu einer selbstbewussten Frau geworden, die ihr Leben gut im Griff hat.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Marry Nilles

Cover des Buches Wie ich mich verlor und wiederfand (ISBN:9783738655964)

Wie ich mich verlor und wiederfand

 (3)
Erschienen am 15.10.2015

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Rezension zu "Wie ich mich verlor und wiederfand" von Marry Nilles

Mit Mut zur Ehrlichkeit
abuelitavor 2 Jahren

Mit Mut zur Ehrlichkeit gegen sich selbst und mit dem starken Willen aus einer oft belächelten Krankheit wieder zu sich selbst zu finden, beschreibt die Autorin Marry Nilles ihren harten Weg aus der Depression.
Die Autorin empfindet ihr Buch als ein Aufdecken der Realität und der Wahrheit vieler Situationen von Menschen, die ihr nahe stehen oder standen, und sie hofft, anderen Menschen, die ähnliches durchleben, damit Hinweise geben zu können, um frühzeitig etwas gegen diese Krankheit und ihren Verlauf zu unternehmen.
Dieses Buch stellt keinen Ratgeber dar, sondern zeigt dem interessierten Leser, wie schnell man in die Spirale einer Krankheit hineingeraten kann und wieviel innerliche Kraft und Stärke dazu gehört, sich der Gesellschaft zu öffnen und Dinge anzusprechen, um seine Seele wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
„Wie ich mich verlor und wiederfand“- Ein Buch über Höhen und Tiefen und über den starken Willen, sein Ziel zu erreichen.


Das ist der Klappentext und ich hatte einen ehrlichen und schonungslosen Bericht erwartet. Das bekam ich so nicht.

Sicher hat die Autorin kein leichtes Leben gehabt und ich bewundere sie auch dafür, dass sie davon erzählt. Andererseits sind Depressionen heutzutage wirklich keine versteckte oder belächelte Krankheit mehr. Was mir eben gar nicht gefiel, war der immer wiederkehrende Satz, dass sie niemanden dafür verantwortlich macht – dass sie es aber traurig findet, dass andere ihre Ratschläge nicht annehmen.

Tja, auch RAT – „schläge“ können Schläge sein, und exakt das müsste eine depressive Person nur zu gut wissen. Zumal ist jeder Depression anders und hat einen anderen Ursprung –was also dem einen gut hat, kann für den anderen sogar eher schädlich sein......

Ich habe schon viele Bücher über dieses Thema gelesen, auch von Betroffenen und ich persönlich kann an dem Bericht von Marry Nilles weder Neues noch besonders Tolles finden. Sorry….

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