Marsali Taylor

 3.6 Sterne bei 20 Bewertungen
Autor von Mörderische Brandung, Mörderische Insel und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Marsali Taylor

Mörderische Brandung

Mörderische Brandung

 (11)
Erschienen am 14.01.2016
Mörderische Insel

Mörderische Insel

 (5)
Erschienen am 17.02.2017
Eine Handvoll Asche

Eine Handvoll Asche

 (4)
Erschienen am 09.03.2018

Neue Rezensionen zu Marsali Taylor

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Rezension zu "Eine Handvoll Asche" von Marsali Taylor

Unheimliche Geschehnisse
eigervor 2 Monaten

„Eine Handvoll Asche“ erschienen im März 2018 im Aufbau Taschenbuchverlag, ist der dritte Teil der von Marsali Taylor erschaffenen Cass Lynch und Gavin Macrae Reihe. Bereits 2014 wurde das Original mit einem neuen Kriminalfall um die passionierte Seglerin Cass veröffentlicht. 


Die Inhaltsangabe ist dem Umschlagtext des Buches entnommen:
„Es ist kurz vor Halloween und die Teenager in Scalloway auf Shetland scheinen den Hexenkult etwas zu ernst zu nehmen. Es gibt einen Hexenzirkel, geführt vom Teufel persönlich. Cass Lynch, leidenschaftliche Seglerin, hält das alles für Aberglaube, bis sie die Tochter von Bekannten tot auffindet. War es Mord?
Es wird ziemlich hart für Cass, sich des Hexenwahns zu erwehren und die realen Hintergründe der Geschichte aufzuklären.“

In diesen Fall wird auch Cass persönlich involviert. Als sie beginnt Nachforschungen zu betreiben, wird sie direkt bedroht und gerät in eine recht gefährliche Situation. Hier wird das Buch richtig spannend und als Leser fiebert und rätselt man mit.

Mir persönlich hat dieser Fall nicht ganz so gut gefallen, weil zu viel über mögliche Tathintergründe spekuliert wird und das geschilderte Treiben zu Halloween recht verwirrend ist. Das Handlungsgeflecht war stellenweise zähflüssig gestaltet und schwer durchschaubar.
Aber die beschriebene Segeltour von Cass und Gavin war auch für mich als Laien sehr gut dargestellt. Man merkt, die Autorin segelt selbst und kennt sich nicht nur gut aus, sondern kann dieses Wissen auch gut vermitteln. Sie lebt mit ihrem Mann, zwei Kindern, einem Segelboot und Shetlandponys seit 1981 auf Shetland. 
 
Weitere Spannung ergab sich aus dem Wiedersehen von Cass mit ihrem norwegischen Freund Anders. Sie muss sich klar werden, ob sie sich mehr zu Gavin oder zu Anders hingezogen fühlt.
Eine Stärke der Autorin sind die grandiosen Beschreibungen von Natur und Landschaft der Shetlands. Die schroffe Schönheit und atemberaubende Küstenlinien werden so geschildert, dass ich mir alles ganz genau vorstellen konnte. Glitzernde Lochs, heidekrautbedeckte Moorlandschaften, dramatische
Felsformationen und erhabene Klippe sah ich vor mir und wünschte mir alles einmal mit eigenen Augen zu sehen. Die fundierten historischen Fakten machen das Buch auch zu einem Reiseführer.
Die Auflösung ist in sich stimmig und überraschend. Das ganze Buch ist eine Liebeserklärung an die Shetland-Inseln und hat mir diese abgelegene Gegend näher gebracht. Der Schreibstil ist flüssig und informativ. Die Protagonistin Cass war mir sofort sympathisch, denn sie ist eine ehrliche und sehr nachdenkliche, manchmal ein wenig verschlossene Person. 

Aktuell zählt die Reise um Cass und Gavin 6 Bände und ich hoffe, dass die noch fehlenden Teile bald übersetzt werden und der Leser sich auf weitere Abenteuer auf den Shetlands freuen kann.
Von mir gibt es mit den geschilderten Einschränkungen eine Leseempfehlung und 4 Sterne.

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Rezension zu "Eine Handvoll Asche" von Marsali Taylor

Hexenjagd
Bibliomarievor 8 Monaten

Cass Lynch ankert mit ihrem Segelboot vor Scalloway. Sie hat sich entschlossen, das dortige nautische College zu besuchen um ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen. Nicht nur als Hilfsmannschaft auf großen Seglern und Windjammern, sondern in Zukunft mit einem Offizierspatent. Es ist kurz vor Halloween und in im Ort scheint man die Bräuche wohl sehr ernst zu nehmen. Überhaupt hat das kleine Dörfchen auf Shetland eine unrühmliche Vergangenheit mit Hexenverfolgung und Scheiterhaufen.

Eines Abends stolpert Cass über die Leiche eines jungen Mädchens, sie erkennt Anette sofort, die Tochter eines Ehepaars, bei denen sie Gartenarbeiten ausführt um ihr Studienbudget etwas aufzustocken. Anette benahm sich schon seit einiger Zeit seltsam, sprach von Reinkarnation und hatte wohl auch Kontakt zu örtlichen Gothic Szene. Ist da etwas aus dem Ruder gelaufen?

Ihre Meldung bringt DI Gavin Macrea auf die Insel. Den kennt sie schon aus der Vergangenheit und er hat mehr als Eindruck auf sie gemacht, was auch auf Gegenseitigkeit beruht. Aber wer wagt den ersten Schritt?
Obwohl sich meine Erfahrung mit Booten oder Schiffen auf diverse Fährüberfahrten beschränkt, gefällt mir die Segleratmosphäre von Taylors Krimi ganz besonders gut. Man spürt, dass Taylor jeden Handgriff auf dem Boot kennt und Segeln ihre eigene große Leidenschaft ist. Was liegt dann näher, als die Heldin ihrer Krimis zu einer Seglerin zu machen. Dazu kommen die herbe Schönheit der Shetlands und überhaupt das ganze schottische Feeling. Da fühle ich direkt in die Landschaft versetzt. Cass Lynch ist eine Frau, die mir gut gefällt: pragmatisch, mutig und immer ihr Ziel vor Augen. Trotzdem auch empathisch und verletzlich. Ihre eigene Geschichte wird immer wieder in kleinen Nebensätzen thematisiert, man muss also keinen Vorgängerband kennen, um in den Krimi einzusteigen.

Menschen und Landschaft – die beobachtet die Autorin sehr genau und ihr Krimi wirkt deshalb wie aus einem Guss, ich könnte mir keinen besseren Hintergrund für die Geschichte vorstellen, als diese raue Umgebung. Ein wirklich spannender Krimi, sehr klassisch aufgebaut und solide ausgearbeitet, der mich wieder überzeugte.

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M

Rezension zu "Eine Handvoll Asche" von Marsali Taylor

Solider Shetlandkrimi
Miramisvor 10 Monaten

Cass Lynch ist mit ihrer kleinen Jacht Chalida in Scalloway angelandet und besucht dort das Marine College, um ihr Kapitänspatent zu machen. Es ist Herbst und geht auf Halloween zu, so erscheint es nicht verwunderlich, dass die Menschen sich mit Hexenkulten beschäftigen und sich auf Halloween vorbereiten. Da findet ausgerechnet Cass eine Tote - ist sie Opfer eines Hexenzirkels geworden? Einige Hinweise deuten darauf hin, aber eigentlich sollte sich Cass ja auf ihr Studium konzentrieren und die Ermittlungen dem schottischen Kriminaler Gavin Macrae überlassen, zu dessen Einzugsbereich die Shetlandinseln gehören. Dennoch ist sie in den Fall verwickelt und beschäftigt sich mehr mit der Aufklärung, als ihr lieb ist - nicht zuletzt wegen des faszinierenden Kriminalpolizisten aus Schottland... Das ist nun schon der dritte Band um die segelnde Freizeitermittlerin Cass Lynch und ich hab mich damit gut unterhalten, wenn ich ihn auch nicht ganz so brillant wie die beiden Vorgängerbände fand. Die Autorin gibt mit diesem Fall einen interessanten Einblick in die shetländische Geschichte und Kultur, insbesondere was den Umgang mit Hexen und Hexenkulten betrifft. Das war für mich eine spannende Entdeckungsreise, gemeinsam mit Cass Lynch in der Bibliothek zu stöbern und den Erzählungen der Alteingesessenen zuzuhören. Überhaupt konnte mich das Setting ein weiteres Mal in seinen Bann ziehen; die Shetlands mit ihren zerklüfteten Inseln, felsigen Hügeln und nordisch-malerischen Küstenorten sind wunderbar skizziert und machen Lust auf Bilderschau im Internet, wenn nicht sogar auf eine Reise dorthin. Cass ist nach wie vor eine sehr gelungene Figur, die ganz unabhängig vom Kriminalfall Potential in ihrer Entwicklungsgeschichte hat. Spröde und zurückhaltend wie sie ist, mag ich sie trotzdem sehr gerne; wie ihre Psyche hier einfühlsam und tiefgründig gezeichnet wird, ist für mich ein ganz wichtiger Aspekt der Reihe. Diesmal erfahren wieder ein Stück mehr über ihre Weltumseglung, bei der ihr damaliger Liebhaber ums Leben kam, und auch die Familiengeschichte wird näher beleuchtet. Was ich etwas seltsam fand, war die Betonung ihrer Religiosität - ich kann mich nicht erinnern, dass in den letzten Bänden schon die Rede davon war, dass sie regelmäßig zum Gottesdienst geht. Ganz besonders schön fand ich die langsame Entstehung einer Art Beziehung zu Gavin Macrae. Es knistert ganz schön zwischen den beiden und die Autorin hat ein paar wunderbare Szenen auf See eingebaut, mit entsprechenden Romantikpotenial, aber nicht überfrachtet. Gerade der eigenbrötlerischen Cass wünscht man es doch, dass sie wieder einen Partner findet, der ihr ihre Freiheit lässt und sie nicht einengt. Genau das ist immer wieder Thema, und Gavin ist augenscheinlich der ideale Kandidat, der sich auf Cass einlassen könnte. Damit das Ganze nicht zu schnell und unkompliziert von statten geht, hat die Autorin den coolen Norweger Anders zurück kehren lassen, der nun ebenfalls wieder einen Platz in Cass‘ Herzen einnimmt. Sehr schön dargestellt, wie sich die Protagonisten im Dreieck bewegen und Cass im inneren Konflikt mit ihren Gefühlen ist. Das wird sicher noch ein paar Bände in Anspruch nehmen, bis hier Klarheit herrscht - wenn überhaupt. Mir hat dieser Teil der Geschichte jedenfalls am meisten Spaß gemacht. Und damit kommen wir schon zu dem Teil, der mir nicht so gefiel: der Kriminalfall an sich hat mich diesmal nicht so begeistert. Grundsätzlich hat Marsali Taylor sich da schon ein raffiniertes Konstrukt einfallen lassen, aber die Umsetzung hat für mich doch ein paar Mängel. Im Laufe der Handlung vermischen sich verschiedene Theorien über Tathergänge und zusätzlich die neuesten Ermittlungskenntnisse, so dass ich manchmal ganz schön auf dem Schlauch stand. Dazu noch kommt eine große Anzahl von Nebenfiguren, die ich nicht immer richtig einordnen und auseinanderhalten konnte, vor allem in den ersten zwei Dritteln des Buches. Dadurch, dass viele Szenen mit verkleideten Protagonisten geschildert werden, ist lange nicht klar, wer unter den Kostümen steckt - damit sind auch die unterschiedlichsten Tathergänge möglich, was mich total verwirrt hat. Mich würde es nicht wundern, wenn sich am Ende sogar ein paar Logikfehler eingeschlichen hätten, aber mir fehlt tatsächlich der Überblick, um das zweifelsfrei zu bestimmen. Die Auflösung hingegen präsentiert sich nach dem ganzen okkulten Gedöns erfrischend real und nachvollziehbar. So war ich am Ende dann wieder versöhnt mit dem Krimi an sich und konnte alle möglichen und unmöglichen Spekulationen abhaken. Mein Fazit: Ein Kriminalfall mit leichten Schwächen im Aufbau, der diese aber mit einem wunderbaren Setting, spannenden Einblicken in die Geschichte und Kultur der Shetlandinseln sowie gelungenen Figurenzeichnungen ausgleicht. Auf alle Fälle lesenswert!

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