Marsili Cronberg Wie ich verlernte, Tiere zu essen

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Inhaltsangabe zu „Wie ich verlernte, Tiere zu essen“ von Marsili Cronberg

Vegetarier nerven. Veganer sind Extremisten. Sie malen Probleme an die Wand, die gar keine sind. Und es werden immer mehr. Millionen sind es schon. Ja spinnen die denn alle?

Immer lauter werden ihre Stimmen. Ist es ein Trend? Oder stehen wir doch vor einem gesellschaftlichen Umbruch? Was ist, wenn an den Argumenten gegen das Tiereessen doch etwas dran ist? Und was sagen die Menschen der Zukunft dazu?

Marsili Cronberg hat sich mit Vegetariern und Veganern beschäftigt. Auf ungewöhnlichen und stets unterhaltsamen Wegen nähert er sich einer der meistdiskutierten Fragen der Gegenwart: „Ist es noch zeitgemäß, Tiere zu essen?“

Dabei taucht er tief in die Materie ein. Einmal beleuchtet er unsere Gesellschaft als Zeitreisender rückblickend aus seiner Gegenwart – dem Jahr 2200, mal nähert er sich ganz unmittelbar der Frage: Was hat das Tiereessen mit mir zu tun? Er greift nicht an, will nicht beschimpfen oder anklagen. Vielmehr stellt er Fragen, die ganz tief in das Innere des Lesers abzielen, ohne ihn zu verletzen. Sie sollen anregen, selbst weiterzudenken. Denn die Entscheidungen, die ganz von innen kommen, sind die nachhaltigsten Entscheidungen.

Cronberg führt mit lockerer Sprache durch die Materie. Es ist ein Vergnügen, seinen Gedankengängen zu folgen. Er unterhält und amüsiert, ist mal sehr emotional und eindringlich, dann wieder schwebt er ganz leicht daher mit gehauchten Worten. Und immer sprüht er vor Fantasie.

Begleitet wird der Text vom Comic „Happy without meat“ des Grafikers LINGUINI, einem Freund Cronbergs. Er ist ein Meister des noch richtig in die Hand genommenen Stiftes. So kommentiert er leichtfüßig den Weg durchs Buch auf seine ganz eigene Weise.

Cronberg formuliert die Zielgruppe so: Vegetarier und Veganer werden sich verstanden fühlen, keine Frage. Doch ich stelle mir vor, wie sie dieses Buch nach endlosen und erschöpfenden Diskussionen ums Thema Bekannten oder Verwandten weiterreichen und diese dann nach ein paar Tagen anrufen und mit einem tiefen Seufzen berichten: „Jetzt weiß ich, was du meinst. Jetzt verstehe ich dich.“

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  • Interessantes Gedankenexperiment

    Wie ich verlernte, Tiere zu essen

    Elwen

    19. March 2014 um 13:33

    Gedankenexperiment, das eine Zukunft zeigt, in der der heutige Umgang mit Tieren als dunkles Kapitel in die Geschichte eingegangen ist. Wie die Grausamkeiten verdrängt und die Menschen verlacht wurden, die die Wahrheit und deren Auswirkungen für ihre Zeit zu zeitig erkannt haben. Aufschlussreich und wird dank des lockeren Schreibstils hoffentlich auch von Leuten gelesen, die sich sonst nicht dafür interessieren.

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  • Rezension zu "Wie ich verlernte, Tiere zu essen" von Marsili Cronberg

    Wie ich verlernte, Tiere zu essen

    literaturschock

    17. September 2012 um 19:45

    "Vegetarier nerven. Veganer sind Extremisten. Sie malen Probleme an die Wand, die gar keine sind. Und es werden immer mehr. Millionen sind es schon. Ja spinnen die denn alle?" Diesen Gedankenansätzen geht Marsili Cronberg nach und recherchiert: Ist es wirklich so? Warum regen sich die Vegetarier und Veganer denn überhaupt so auf? Reicht denn der Trend zu Bionutztierhaltung weg von der Massenzucht nicht aus? Und was soll so schlimm an einem schönen Glas kalter Milch sein? Wird da vielleicht ein Tofu-mit-Algen-Gericht heißer gegessen, als es überhaupt gekocht wurde? Heutzutage hat wohl jeder seine Erfahrungen mit Vegetariern oder - noch schlimmer - Veganern gemacht. Sei es auf der einen Seite als Omnivore oder auf der anderen Seite als Vegetarier, der irgendwie zwischen den Stühlen steht und denkt "Veganer sind ja viel extremer, aber für mein Essen müssen wenigstens keine Tiere sterben." Für einigen Wirbel sorgte Marsili Cronberg im Jahre 2011 mit dem Artikel "Veganer sind auch nur Menschen" auf Stadtmenschen.de. Dort wollte er diesen Veganer-Mythos entzaubern, denn "was schon immer so war, kann einfach nicht schlecht sein." Auf seinem Blog nachrichten-aus-der-zukunft.net betreibt er außerdem seit einiger Zeit ein interessantes Gedankenexperiment, indem er sich in eine ferne Zukunft hineinversetzt, um sich von dort aus zu überlegen: "Was werden die Menschen der Zukunft über uns denken? Was ist von uns geblieben?" Da blieb im Laufe der Zeit natürlich auch das Thema (Fleisch)Konsum nicht aus. Seine Aufzeichnungen und Ideen fasste er schließlich in "Wie ich verlernte Tiere zu essen" zusammen. Bereits von der ersten Seite an war ich hingerissen von den Ausführungen des Autors. Ich glaube, ich habe noch nie ein Buch gelesen, das ich mit so vielen Zetteln gespickt habe. Zettel, die besonders beeindruckende Sätze markieren sollten. Sätze und Gedanken, die ich am liebsten ganz laut in die Welt HINAUSSCHREIEN möchte. Wollte ich alles mit einem Textmarker hervorheben, wäre das gesamte Buch bunt, bunt, bunt. Dabei wusste ich sehr vieles schon aus eigenen Erfahrungen. Auch ich erfahre immer wieder Spott, denn als als Vegetarier - und nun als ganz frischgebackene Veganerin - werde ich laufend damit konfrontiert und noch immer macht mich diese verletzende Geschmacklosigkeit meistens sprachlos. Und doch gibt es immer mehr interessierte Fragen von Fleischessern, die sich wundern, dass ich noch nicht mangelernährt dahinsieche. "Wie ich verlernte Tiere zu essen" ist kein Manifest oder ein emotional geschriebenes Sachbuch, das moralinsauer den Zeigefinger hebt und auf Fleischesser herabsieht. Ganz im Gegenteil, denn vielmehr weckt dieses Buch ein von mir ungeahntes Verständnis, das auf Beiderseitigkeit beruhen sollte. Deshalb würde ich mir viel mehr Leser dafür wünschen. Nicht nur Vegetarier oder Veganer, sondern auch Fleischesser sollten es lesen, um so die unheimliche Spezies der "Anderen" besser verstehen zu können. Obwohl man meinen könnte, das Thema sei schwermütig oder deprimierend, gelingt es Marsili Cronberg, seine persönlichen Erfahrungen mit dem Leser so locker und leicht, manchmal ironisch und manchmal auch nachdenklich zu teilen, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Die wenigsten Vegetarier oder Veganer wurden als solche geboren. Bei manchen ist es ein längerer Prozess, bei manchen ein kürzerer. Manche werden vom Fleischesser zum Veganer, andere machen dem Umweg über die vegetarische Ernährung und es soll sogar Menschen geben, die am Ende wieder Fleisch essen. Sie alle ruft Marsili Cronberg zu mehr Akzeptanz und Toleranz auf. Schluß mit dem gegensetigen Anfeinden. Schluß mit den Vorurteilen. Lasst euch auf eure Mitmenschen ein. Vielleicht erschließt sich euch dann eine ganz neue Welt - vielleicht gefällt sie euch, vielleicht aber auch nicht. Wenn ihr es nicht versucht, werdet ihr es niemals herausfinden. Ein nettes Bonbon ist der enthaltene von Linguini illustrierte Comic "Happy without meat", der sich durch das ganze Buch zieht. Für mich war dieses kleine Büchlein ein wahres Geschenk, das mir die Augen geöffnet hat. Lesen!

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