Marta Kijowska Krakau

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Inhaltsangabe zu „Krakau“ von Marta Kijowska

Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die alte polnische Königsstadt eine literarische Hochburg. Sie ist es bis heute geblieben und nach wie vor die schönste Stadt Polens. Marta Kijowska erzählt die geistige und kulturelle Geschichte ihrer Heimatstadt. Schriftsteller und ihre Werke hatten in der Geschichte Polens wie in vielen unterdrückten Ländern eine ganz besondere Bedeutung. Sie sind die Stimme des Volkes, sie sind der Kern der Opposition, sie werden geliebt und verehrt wie Könige. Die meisten von ihnen haben in Krakau gelebt oder leben noch dort – Nobelpreisträger, Nationaldichter, das junge intellektuelle Polen, Kulturschaffende aller Couleur. Sie haben sich gegen das Diktat der Ideologie gewehrt, sie wehren sich gegen das Diktat der Ökonomie. Sie tun es mit Humor und Esprit. Das hat eine enorme kulturelle Vielfalt zur Folge, von der sich die vielen Gäste aus Deutschland ebenso bezaubern lassen wie von der Schönheit der Stadt: »In Krakau könnte ich mich auf den Markt setzen, zwei Kirchtürme ansehen, ein Stück warmes Brot essen, und vergessen, dass es überhaupt noch etwas anderes gibt als Krakau.« Rolf Schneider

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  • Rezension zu "Krakau" von Marta Kijowska

    Krakau
    PantaRhei

    PantaRhei

    19. August 2008 um 23:17

    Das Buch ersetzt zwar kein Reisefuehrer.

    Doch wer die schoene Stadt an der Weichsel besser verstehen moechte sollte sich dieses Buch durchlesen.

    Nebenbei bekommt man einen schoenen einblick in die doch leider hier etwas unbekannt polnische Literatur

  • Rezension zu "Krakau" von Marta Kijowska

    Krakau
    Liisa

    Liisa

    06. May 2007 um 17:31

    Ich gebe zu, dieses Buch ist kein Buch für die große Masse, obwohl ich ihm eine große Verbreitung wünschen würde, denn zum einen würde das zeigen, dass auch bei uns ein wachsendes Interesse an Polen, seiner Geschichte und Kultur und den Polen selber besteht. Aber es ist wohl eher ein Buch für die Minderheit jener, die sich dafür interessieren. Diese aber werden mit dieser Lektüre ihre helle Freude haben. Marta Kijowska, die selber 1955 in Krakau geboren wurde und heute in München lebt, hat eine Literatur- und Kulturgeschichte Krakaus geschrieben, die ihre Leser mit hinein nimmt in den kulturellen Reichtum dieser Stadt und Polens überhaupt. Alles, was Rang und Namen hat in der polnischen Literatur und Theaterlandschaft, taucht darin auf. Man erfährt eine Menge interessanter Informationen und Details, aber auch wunderbare Anekdoten. Den Lesern wird deutlich, wie stark die Polen durch ihre Literaten und Kulturschaffenden geprägt sind und welche herausragende Rolle die Kultur überhaupt auch für die Identitätsbildung der Polen spielt. Ebenso spürt Kijowska den Verbindungen von Literatur und Politik bzw. Literatur und Religion in Polen nach, was ebenfalls zu interessanten Aspekten führt. Selbstverständlich fehlen auch nicht einige Seiten über Karol Woityla, Sohn der Stadt, Kardinal von Krakau und späterer Papst Johannes Paul II, der sich ebenfalls literarisch betätigt hat und auch im Theater aktiv war. Bis ins Jahr 2005 führt Marta Kijowska ihre Leser und weckt (noch mehr) Interesse an Krakau, der Stadt, die sowieso schon als die schönste Stadt Polens gilt und die kulturelle Hauptstadt des Landes ist. Fußnoten, die auf weiterführende Literatur bzw. bedeutende polnische literarische Werke, verweisen und ein umfangreiches Namensregister runden diesen Spaziergang durch die Dichterstadt Krakau ab.

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