Martell Beigang Zu Gast im eigenen Leben

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Inhaltsangabe zu „Zu Gast im eigenen Leben“ von Martell Beigang

Ein Leben ohne Musik – für Musiker Ben undenkbar. Doch momentan hat er die Nase gestrichen voll. Nicht von der Musik, sondern von dem ganzen Drumherum. Unter Schmerzen versucht er einen Neuanfang. Nur seine Ex-Freundin Tine hätte er gerne wieder mit dabei. Aber Ben weiß, um sie zurückzuerobern, muss er sich diesmal etwas ganz Besonderes ausdenken. Plötzlich zeigt sich das Schicksal von seiner freundlichen Seite und gibt ihm eine Chance. Wenn es ihn nur nicht ausgerechnet in seinen alten Heimatort schicken würde, zurück nach Quadrath-Ichendorf. Eine Geschichte vom brennenden Wunsch allen Schwierigkeiten zum Trotz „sein Ding“ zu machen und über die paradoxe Erkenntnis, dass Träume anscheinend gerade dann wahr werden, wenn man sich von ihnen verabschiedet.

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  • Zu Gast im eigenen Leben

    Zu Gast im eigenen Leben

    Schnutsche

    14. December 2013 um 13:33

    Das Buch war ganz unterhaltsam. Mir hat allerdings nicht gefallen, dass es nicht in Kapitel unterteilt ist. Ich glaube daran lag es auch, dass ich ziemlich lange dafür gebraucht hab, obwohl es nur 160 Seiten hat. Wenn man den richtigen Humor mitbringt, findet man auch einige Stellen zum Lachen! :D Ich fand es also ganz cool, konnte aber mit dem Schluss nicht wirklich viel Anfangen, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich das Vorgängerbuch "unverarschbar" nicht gelesen habe. :) 

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  • Eine Story, die nicht lange im Gedächtnis bleibt...

    Zu Gast im eigenen Leben

    Lucretia

    20. April 2013 um 08:41

    Der Inhalt: Ben, ein junger Musiker muss sich in seinem Leben erst wieder zurecht  finden, denn gerade läuft es musikalisch und auch privat nicht so, wie er es sich gerne erhofft hätte. Seine Band die Servokings haben sich aufgelöst und  er vermisst seine große Liebe, seine Ex-Freundin: Tine, die er nun gerne an seiner Seite hätte, die sich aber irgendwo mit unbekannten Ziel in der Welt herumtreibt. Ben überlegt, wie er sein Leben änderen kann und es bietet  ihm unverhofft die Chance eines Neuanfangs. Er hat die Chance kostenlos in einem Haus  in seinem alten und unbeliebten Heimatort: Quadrath- Ichendorfn zu wohnen, die einzige Bedingung: Ben muss auf dieses Haus aufpassen und es entsprechend versorgen und in Stand halten. Auch Tine möchte er zurückerobern und startet den Versuch, auf sich durch kleine Videos im Internet aufmerksam zu machen und vielleicht erreicht er dadurch auch seine Ex- Freundin? Meine Meinung: Der Titel ” Zu Gast im eigenen Leben” hat mich neugierig auf den Inhalt gemacht. Jeder kennt das Gefühl, etwas an seinem Leben ändern zu wollen , wenn man sich nicht mehr so wohl in der eigenen Haut fühlt und es Zeit für eine Veränderung ist. Ich war gespannt darauf, wie Ben dieses Ziel der Veränderung angehen wird und natürlich war ich auch neugierig darauf, ob es ihm auch gelingen wird. Ein weiterer Grund, warum ich dieses Buch unbedingt lesen wollte, war die Tatsache, dass Ben zu seinem ungeliebten Heimatdorf: Quadrath- Ichendorf zurückkehrt. Ich selber kenne dieses Dorf , da ich in der Umgebung wohne und erhlich gesagt, kann ich Ben schon verstehen, dass man dorthin nicht unbedingt zurückkehren möchte. Auch meine Heimatstadt Bergheim und Köln tauchen im Roman auf und ich finde es immer sehr interessant, wenn man “bekannte” Orte im Laufe der Geschichte wiederfindet. Ich begann also mit Vorfreude die ersten Seiten zu lesen und muss leider zugeben, dass ich nicht so recht in die Geschichte hineingefunden haben, obwohl der Schreibstil eher einfach ist, aber für mich wurden die Seiten irgendwie nicht weniger und es hat sich alles ein wenig gezogen. Dies kann aber auch daran liegen, dass es mich ein wenig genervt hat, wie Ben in Selbstmitleid zerfließt. Es war mir zwischendurch dann ein wenig zu viel davon. Gegen Mitte kam ich dann besser in die Geschichte ein und ich konnte das Buch dann auch recht zügig zu Ende lesen und das Ende war dann auch sehr schnell, aber auch schön romantisch Etwas irritierend waren für mich auch die fehlenden Kapitel, ich hätte mir da eine  genauere Aufteilung gewünscht. Leider hat mir im Großen und Ganzen das gewisse Etwas gefehlt, ich hatte mir mehr erhofft. Der Inhalt war für mich nichts wirklich Neues und es gibt viele Geschichten mit ähnlicher Handlung. Ich möchte die Geschichte nicht schlecht machen, doch leider wird sie mir nicht sehr lange im Gedächtnis bleiben. Für Zwischendurch ist dieser Roman eine nette Zeitvertreibung und ich kann sie für eine Zugfahrt oder für´s Lesen an einem verregneten Tag oder vielleicht am Strand empfehlen. Fazit:  Eine nette Geschichte für zwischendurch, doch leider nichts Neues.

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  • Rezension zu "Zu Gast im eigenen Leben" von Martell Beigang

    Zu Gast im eigenen Leben

    alper

    08. August 2012 um 00:34

    Martell Beigang spielt Schlagzeug bei m. walking on the water, schreibt Songs und singt bei Hallo*Erde, bekam für seine Arbeit mit Dick Brave & the Backbeats Doppel-Platin und gibt mit dem Swinger Club der deutschen Jazzszene neue Impulse. 2007 erschien sein erfolgreiches Debüt unverarschbar, 2009 das Hörbuch gelesen von SASHA. Martell Beigang lebt in Köln. Ein Leben ohne Musik - für Musiker Ben undenkbar. Doch momentan hat er die Nase gestrichen voll. Nicht von der Musik, sondern von dem ganzen Drumherum. Unter Schmerzen versucht er einen Neuanfang. Nur seine Ex-Freundin Tine hätte er gerne wieder mit dabei. Aber Ben weiß, um sie zurückzuerobern, muss er sich diesmal etwa ganz Besonderes ausdenken. Plötzlich zeigt sich das Schicksal von seiner freundlichen Seite und gibt ihm eine Chance. Wenn es ihn nur nicht ausgerechnet in seinen altn Heimatort schicken würde, zurück nach Quadrath-Ichendorf. Anfangen möchte ich mit dem Cover. Es gefällt mir eigentlich recht gut. Ein Bass neben einem Herd. Ich finde es schlicht gehalten. Da der Protagonist zur Zeit Single ist paast es ganz gut seinem Leben. Denn wenn ich dieses Cover sehe muss ich direkt an eine Singlewohnung denken. Der Titel hat mich ebenfalls sehr angesprochen, denn ich habe mich gefragt, ob man überhaupt zu Gast im eigenen Leben sein kann. Aber leider finde ich das Buch nicht so gut wie das Cover und den Titel. Angefangen hat es bei den Nicht-Vorhandenen-Kapiteln. Es ist aber nicht ausschlaggebend dafür, dass ich das Buch nicht so gut fande, aber es hat mich einfach gestört, dass das Buch in einem durchgeschrieben ist. Obwohl ich Musik über alles liebe, konnte ich mich mit den Protagonisten nicht identifizieren. Er war mir überhaupt nicht sympathisch. Er hat an manchen Stellen richtig naiv und kindisch gewirkt bzw. gehandelt. Das Buch hat mich nicht gepackt, was nicht heißen muss, dass es hochspannend sein muss, aber ein bisschen fesseln muss es einen doch. Leider habe ich zu spät, nämlich nachdem ich dieses Buch beendet habe, gesehen, dass das Buch eine Fortsetzung von ''unverarschbar'' ist. Ich weiß nicht ob mir das Buch dann besser gefallen hätte. Aber ich werde es mir aufjeden Fall mal vornehmen und es lesen. Anschließend werde ich dieses Buch nochmal lesen. Es könnte ja sein, dass dieses Buch zur falschen Zeit gelesen wurde. Vielleicht gefällt es mir ja irgendwann besser. Das würde ich mir wünschen, denn ich habe mich so auf das Buch gefreut. Alles in allem vergebe ich dem Buch 3 Sterne.

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  • Rezension zu "Zu Gast im eigenen Leben" von Martell Beigang

    Zu Gast im eigenen Leben

    terii

    06. August 2012 um 13:34

    Inhalt: Das Leben von Musiker Ben läuft immer noch nicht ganz rund: Er trauert immer noch seiner Ex-Freundin Tine hinterher und das Musikbuisness stört ihn immer noch genau so wie zuvor. Ben beschließt einen Neuanfang zu wagen. Eigene Meinung: Ben ist immer noch ein wahnsinnig sympathischer Charakter. So ist es total nachvollziehbar, dass er seine Ex-Freundin Tine zurück will - wobei ich beim Lesen des Öfteren gedacht habe, dass er zu gut für sie ist ;) Mit einer ordentlichen Portion Selbstironie und Sarkasmus schlägt sich Ben durch sein Leben. Er macht was er will - auch wenn es seinen Freunden nicht passt. Obwohl er stellenweise sehr an sich zweifelt, schlägt er sich wacker durch sein Leben. In diesem Band lernen wir auch noch Bens Freund Greg besser kennen mit dem er in einige unglaubliche (witzige) Situation schlittert. Der Humor des Autors lässt einen die 156 Seiten in kürzester Zeit verschlingen. Meiner Meinung nach war dieser Band noch ein ganz kleines Stückchen besser, als der Erste. Zum Ende hin ist Ben nicht mehr zu Gast in seinem Leben. Er hat die Zügel wieder voll in der Hand. Das Ende des Romans hat mir als Romantikerin besonders gut gefallen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es noch einen dritten Band über den Musiker Ben, seine Liebe zu Tine und seiner Liebe zu Musik geben wird. Cover und Gestaltung: Passend zu "Unverarschbar" steht auch in diesem Cover ein Bass - nur dieses Mal befindet sich dieses Instrument neben einen etwas älter aussehenden Herd. Im Gegensatz zum ersten Band gab es dieses Mal keine Kapite was mich ein bisschen gestört hat. Empfehlung: An dieser Stelle möchte ich die gleiche Empfehlung wie beim ersten Band aussprechen. Jeder der dem Debütroman des Autors gern gelesen hat, wird mit diesem Buch auch seine Freude haben. Bewertung: "Zu Gast im eigenen Leben" hält das was es verspricht: Ein Roman, der den Leser das eigene Leben hinterfragen lässt. Da ich wi ebeim ersten Band einige Schwierigkeiten hatte in den Roman rein zu kommen, ziehe ich ein Herz ab. Im ganzen also erneut 4 von 5 Herzen!

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  • Rezension zu "Zu Gast im eigenen Leben" von Martell Beigang

    Zu Gast im eigenen Leben

    martina_turbanisch

    17. July 2012 um 15:05

    Der mehr oder weniger erfolglose Musiker Ben wohnt in Köln in einem Loft und schlägt sich, seit seine Band Servokings sich aufgelöst hat, mit Auftritten in Clubs und auf Parties durch. Aber nicht nur sein Musikerleben ist aus den Fugen geraten, auch privat läuft es nicht so wie er es sich vorstellt.Seine Freundin Tine hat ihn Knall auf Fall verlassen und hat sich mit unbekanntem Ziel aus Staub gemacht. Während er noch darüber nachdenkt, was er wie in seinem Leben ändern könnte bietet sich ihm die Möglichkeit kostenlos in einem Haus zu wohnen - als Gegenleistung muss er lediglich dieses Haus entsprechend versorgen. Er nimmt dasAngebot an, auch wenn er dafür zurück in seinen Heimatort Quadrath muss und will die Gelegenheit nutzen einen Neuanfang zu wagen. Zu diesem Neuanfang soll aber unbedingt auch Tine gehören und um sie zurückzugewinnen startet er eine Kampagne mit kleinen Internetvideos um sie zu finden. Plötzlich werden diese Videos so erfolgreich, dass sich daraus eine eigene TV-Show entwickelt.... Mein Eindruck: Aufmerksam geworden bin ich auf das Buch durch zwei Dinge. Da war erst einmal das Coverbild - ein bisschen nostalgisch und irgendwie heimelig erinnnerte es mich an meine Kindheit und hat mich sofort angesprochen. Dann war da der Titel Zu Gast im eigenen Leben - ich glaube das Gefühl zu haben nur als Zuschauer am eigenen Leben, in dem andere die Regie führen, teilzunehmen hat sicher jeder schon mal gehabt und deshalb hat dieser Titel mich neugierig gemacht. Genau wie der Musiker Ben war sicher jeder schon mal in der Situation sein Leben neu und anders gestalten zu wollen oder zu müssen, seine Ziele neu zu definieren und herausfinden zu müssen, wohin die Reise in Zukunf gehen soll. Dazu gehört dann eben auch, dass man seinen bisherigen Weg überdenkt und sich über vieles klar werden muss. Ein durchweg spannendes Thema und gleich zu Anfang versetzt Martell Beigang seine Leser in die richtige Stimmung für eine Retrospektive: Eine nächtliche Autobahnfahrt, nebliges Wetter, sentimentale Musik im Autoradio und ein Protagonist, der seinen Gedanken an die Vergangenheit nachhängt. Danach folgt dann ein auf vielen, vielen Seiten in Selbstmitleid zerfließender Ben der die Schuld an seiner Misere bei allem und jedem sucht, nur nicht bei sich selber. Die Hauptschuldigen sind: die Musikbranche, die ein einziges Haifischbecken ist, der Musikkonsument der zu dumm ist gute (also Bens) Musik von schlechter (also Mainstream) Musik zu unterscheiden, seine ehemaligen Kollegen und Freunde, die einfach ohne ihn erwachsen geworden sind und natürlich Tine, die ihn schmählich im Stich gelassen hat. Es tut mir leid, aber ich kann mit solchen Menschen nichts anfangen - weder in einem Buch, noch live und in Farbe. Mir ginge das viele Gejammer um die Schlechtigkeit der Welt irgendwann ganz schlicht und ergreifend auf die Nerven, genauso wie das Gejammer um Tine. Anfänglich fand ich die Idee mit den Internetvideos noch ganz witzig und viellleicht ist es ja denkbar, dass sich so eine Idee dann in Richtung des allgemein bekannten Trash-TV entwickelt, aber im Zusammenspiel mit dem oben erwähntem Selbstmitleid war's für mich dann einfach zu viel. In Gedanken habe ich Tine zu ihrem Abgang wirklich beglückwünscht. Im Gegensatz zum Inhalt fand ich den Schreibstil sehr unterhaltsam, flüssig zu lesen und mit viel Wortkrobatik oft auch recht witzig. Manchmal mit ein bisschen mehr Informationen als mir lieb ist Zitat: "Ben sitzt auf der Toilette. Schon nach kurzer Zeit wird es zur Gewissheit: falscher Alarm" - es gibt Dinge die ich auch von meinem nächsten Umfeld nicht wissen möchte und von Fremden schon gleich gar nicht :-) Auf der Verlagsseite und der Buchrückseite kann man lesen „Ein Jungensbuch für Mädchen. Ehrlich und romantisch!“ - ich denke es ist vielleicht ein Jungensbuch, das kann ich nicht beurteilen, aber es würde vielleicht erklären, warum ich es nicht mag. Mein Fazit: Mir gefiel das Buch nicht besonders, aber vielleicht bin ich schlicht zu alt? Oder habe einfach das falsche Geschlecht? Von mir gibt es 2 von 5 Drachen weil ich immerhin denSchreibstil recht witzig und die Idee an sich gut fand.

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  • Rezension zu "Zu Gast im eigenen Leben" von Martell Beigang

    Zu Gast im eigenen Leben

    Nirena

    15. July 2012 um 17:59

    Zuerst fiel mir das Cover ins Auge: Ich liebe Holzdielen und da Musik neben den Büchern ein wichtiger Bestandteil meines Lebens ist, gefiel mir das natürlich ausnehmend gut. Der altertümliche Herd und die Uhr geben dem Ganzen ein gewisses Retro-Image, was zum Klappentext paßt, immerhin verschlägt es den Hauptprotagonisten Ben in seine spießige Heimatstadt. Der Klappentext selbst verheißt Unterhaltsames und Amüsantes - dachte ich zumindest. Als ich das Buch das erste Mal in der Hand hielt, war ich überrascht, wie dünn es ist - knapp 150 Seiten umfasst die Geschichte. Auch diese können recht lang werden, wie ich nun weiß. Bei Büchern ist es wie mit allen Dingen im Leben - die Chemie muss stimmen. Meist weiß man beim Lesen des Klappentextes, ob das Buch den eigenen Geschmack trifft, manchmal wird man positiv überrascht, manchmal eines Besseren belehrt. Wir lernen Ben kennen, bei dem gerade ziemlich viel schief läuft: seine Freundin Tine hat ihn verlassen, seine Band sich aufgelöst und er weiß grad nicht so richtig, was er mit seinem Leben anfangen soll - ein guter Ausgangspunkt für die Geschichte, wie ich finde. Gespannt, was nun passiert, las ich weiter.......leider passierte.....erstmal gar nichts. Ben suhlte sich die folgenden Seiten in Selbstmitleid und das auf eine deprimierende, wenig unterhaltende Art. Tine hier und Tine da, Tine hat ihn verlassen, er weiß gar nicht so richtig warum und überhaupt kann das nicht seine Schuld gewesen sein, so wie gar nichts seine Schuld ist und alles vom bösen Universum und der bösen Gesellschaft verursacht wird. Diese ist nämlich auch schuld daran, dass es mit seiner Musikkarriere nichts wurde, weil die Menschen einfach nicht genug Ahnung von Musik haben, um seine Ergüsse würdigen zu können. Generell ist Ben eine recht einseitige narzisstische Persönlichkeit: so weint er auf der Beerdigung seiner Tante - nicht etwa aus Trauer, sondern weil ihm dies als Bild dafür erscheint, dass ihn soviel Negatives im Leben verfolgt. Im Grund lässt sich der Tenor des Buches in einem Satz zusammenfassen, den ich komplett zitieren kann, da er ganz genau so im Buch vorkommt: "Wie es auch läuft, er fühlt sich vom Schicksal betrogen." Nach gut 50 Seiten war ich vom "Dauergetine" echt ziemlich genervt und das kommt bei mir nicht so selten vor. Ich hab mir nur noch gewünscht, dass Ben entweder drüber hinwegkommt und seinem Leben selbst mal neue Impulse gibt oder meinetwegen auch Tine zurückkommt - nur das Dauergewinsel sollte ein Ende haben! Als optimistischer Mensch hoffte ich immer noch, dass die Handlung irgendwann an Fahrt gewinnt, immerhin soll es ihn ja in die Heimat zurück verschlagen und da wird dann ja wohl auch irgendwas geschehen.....nach knapp der Hälfte des Buches ist es dann auch so weit und Ben zieht weg aus der Großstadt ab in die Heimat. Dort kommt dann tatsächlich etwas Tempo in die Geschichte, allerdings nicht genug, um es für mich im Ganzen rauszureißen. Mitunter hatte ich ein Problem, dem zeitlichen Ablauf zu folgen, da übergangslos direkt Montate vergingen, ohne dass das klar ersichtlich war, die Sprünge waren mir persönlich zu hart. Was Ben angeht fehlte es mir irgendwie an Authentizität, das mag aber rein an meinem Bild eines Musikers liegen. Ein Musiker macht nicht Musik, er lebt Musik und die Musik lebt in ihm - zwar erzählt Ben immer, sein Leben ohne Musik sei nichts wert, aber von ihm kommen keine Schwingungen rüber - falls irgendjemand versteht, was ich damit sagen möchte... Und nicht, dass ich Musiker per definitionem für unterbelichtet halte, aber irgendwie bekomme ich es für mich nicht in Einklang: ein Pop-Musiker, der Sätze von sich gibt wie "Sich mit dem Prekariat zu solidarisieren, und sei es nur für den Moment des Tooooooor-Brüllens, jagt ihnen einen politisch korrekten Schauer über den Rücken." Möglicherweise fehlt mir auch nur ein Y-Chromosom, um die Genialität hinter all dem zu verstehen...möglicherweise ist dies einfach ein Männerbuch, so wie es ja auch Bücher gibt, die Männern nur ein müdes Schulterzucken wert sind, Frauen aber in Begeisterungsstürme ausbrechen lassen. Ich persönlich verzichte aber gern auf Sätze wie: "Ben sitzt auf der Toilette. Schon nach kurzer Zeit wird es zur Gewissheit: falscher Alarm." Die Stuhlganggewohnheiten der Personen eines Buches sind mir ehrlich gesagt ziemlich schnuppe... Nicht dass ihr mich falsch versteht: Ich möchte nicht sagen, dass es ein schlechtes Buch ist, nur sind das Buch und ich bzw. der Schreibstil des Autors und ich, wohl einfach nicht auf einer Wellenlänge. Zur Ehrenrettung der Protagonisten sei auch noch gesagt, dass die Freunde von Ben, Matze und Greg, echt nette Typen sind, die deutlich mehr in der "richtigen Welt" leben, den Rest der Menschheit auch nicht so blasiert von oben herab betrachten und mit denen man sicher eine Menge Spaß haben könnte - wäre nicht Spaßbremse Ben immer dabei... Für mich leider eine hölzerne Umsetzung eines Themas, das an sich an Menge unterhaltsames Potential bieten könnte.

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  • Rezension zu "Zu Gast im eigenen Leben" von Martell Beigang

    Zu Gast im eigenen Leben

    Ternolawitschman

    06. May 2011 um 20:07

    Der Autor Martell Beigang ist eigentlich bekannt durch seine Band M. Walking on the Water und die Beteiligung an Dick Brave and the Backbeats.Nun hat er sich aber mal so nebenbei an sein bereits zweites Buch gemacht. Und wieder dreht sich alles um Ben, den Musiker aus Beigangs Erstlingswerk „unverarschbar“, der jetzt allerdings genug hat von der Musik und diesmal keinen Guerillakrieg führt. Denn ihn zieht es aus dem aufregenden Leben der Großstadt ins kleine Quadrath-Ichtenfurth, um am Ort seiner Jugend einen Brötchenlieferdienst zu eröffnen. Und die Fernsehsendung, die er nur mit dem Ziel erschaffen hat, seine Freundin Tine zurrück zu gewinnen, wird auch irgendwie erfolgreich... Klingt zunächst mal nach einer ziemlich absurden Idee, den Entwicklungsroman mal rückwärts laufen zu lassen, aber funktioniert durch die Mischung aus Humor und Nachdenklichen Tönen erstaunlich gut. Zunächst liegt das daran, dass der Autor einige lustige Anekdoten in das Werk verpackt hat. Die Freunde von Ben stecken voller drastischer und krasser Einfälle und Aktionen, wie sie eben nur die alten durchgeknallten Kumpanen aus seiner alten Band SERVOKINGS bieten können. Und zum anderen ist „Zu Gast im eigenen Leben“ einfach ein Buch, dass vor allem durch seine Authentizität besticht. Es wirkt nicht alles konstruiert, die Figuren unterhalten sich lebensecht und haben normale Probleme. In den Dialogen schimmert so für einen eine interessante Vielschichtigkeit mit. Irgendetwas kann man immer noch in die Figuren hineininterpretieren. Und die Gefühle die Ben empfindet kommen einem auch äußerst bekannt vor... wenn man schon 2-3 unterschiedlichste Lebensabschnitte sein eigen nennen kann. Wie das ist, wenn diese wieder aufeinander treffen und man Sachen, mit denen man eigentlich schon abgeschlossen hat und die nur noch eine vage Erinnerung sind, plötzlich mit dem neuen Leben kollidieren. Das kriegt der Autor sehr stark hin. Die alten Saufkollegen, die Familie und Plätze voller Erinnerungen treffen auf den Protagonisten. Und dieses Nichtkonstruiertsein macht den Roman spannend, lässt ihn aber gleichzeitig leider etwas langsam ins Rollen kommen. Nach ein paar Seiten denkt man sich schon, wo das jetzt wohl hinführt und ob mal der Plottwist kommt...oder war er schon da? Man muss sich teilweise etwas gedulden, wird aber mit einer lebhaften und humorvollen Geschichte belohnt, die ein kurzweiliges Leseerlebnis bietet - Popliteratur der ehrlichen Art also.

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