Marten Cumberland , Georg Goyert Die Perlen der Manette Sugru

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Inhaltsangabe zu „Die Perlen der Manette Sugru“ von Marten Cumberland

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  • Rezension zu "Die Perlen der Manette Sugru" von Marten Cumberland

    Die Perlen der Manette Sugru

    BertieWooster

    26. October 2010 um 09:03

    Hauptfigur ist le commisaire Saturnin Dax (was für ein schöner Name). Ein großer vielleicht etwas grobschlächtig wirkender Polizist, der gleich zu Beginn des Buchs in einem verlassenen Häuschen die Leiche der spärlich bekleideten Tänzerin Manette Sugru auf den Knien herumrutschend an einem kalten Wintermorgen untersuchen muss. Ein etwas seltsamer Todesfall. Denn die Spuren deuten darauf hin, dass die Tote wohl zweimal ermordet wurde. Wie üblich wird zunächst im Bekanntenkreis ermittelt. Der getrennt lebende Ehemann benimmt sich genauso verdächtig, wie eine bekannte Künstlerin, die die Ermordete malen sollte. Handelt es sich um einen Raubmord, da immerhin 20.000 Franc fehlen oder um Mord auch Leidenschaft? Zunächst erscheint die Tat wie von einem Amateur ausgeführt. Als jedoch weitere Morde geschehen, führen die Ermittlungen zu einem Nachtclub, in der sich dubiose Gestalten herumtreiben und auch unmoralische Darbietungen angeboten werden und damit in das Rotlicht- bzw. Gangstermilieu. Die zunächst etwas trägen Ermittlungen gewinnen dann immer mehr an Fahrt, bis zur etwas überraschenden Lösung des Falles. Diese Flohmarkterwerbung ist 1956 erschienen und führt den Leser in das Paris Anfang der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Damals wahrscheinlich hoch aktuell beschreibt das Buch sehr anschaulich die Zeit kurz nach dem Krieg, die man sich heute nur noch schwer vorstellen kann. Einerseits ziemliche Armut in einigen Vierteln und andererseits bereits wieder den Wohlstand von Industriellen und Adligen, die sich in ihren Clubs und Vergnügungslokalen amüsierten. Damals gab es noch echte Gigolos (Eintänzer) und die Büros wurden noch mit Kohleöfen beheizt. Duelle, für die man nicht zur Rechenschaft gezogen wurden, lagen noch nicht allzu lange zurück. Man kann sich in die damalige Atmosphäre richtig hineinfühlen. Ein bisschen erinnert es an die Film Noir der 50er und 60er Jahre. Als Kommissar könnte man sich einen ewig rauchenden Jean Gabin vorstellen.

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