Das Schiff der Träume

von Martha Conway 
3,7 Sterne bei18 Bewertungen
Das Schiff der Träume
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Positiv (12):
el_lorenes avatar

Absolut altmodisches Buch mit einem ernsteren Thema wie ich erst gedacht habe.

Kritisch (2):
Fabaluchss avatar

Das Schiff der Träume beschreibt schön das Leben der 1840er Jahre in Amerika, die Handlung ist allerdings nicht sehr spannend.

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Inhaltsangabe zu "Das Schiff der Träume"

1838 auf dem Ohio River: May Bedloe arbeitet als Schneiderin für ihre Cousine Comfort Vertue, eine gefeierte Schauspielerin. May ist mit ihrem einfachen Leben zufrieden. Doch dann reißt ein dramatisches Ereignis die beiden auseinander, und zum ersten Mal ist May ganz auf sich allein gestellt. Aus der Not heraus heuert sie auf Hugo Cushings Theaterschiff an – und blüht auf. Denn die bunte Truppe, die ihr dort begegnet, lässt sie endlich zu sich selbst finden. Als ihr dann noch Hugo Avancen macht, scheint ihrem Glück nichts mehr im Wege zu sein – bis sie vor die größte Herausforderung ihres Lebens gestellt wird …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442488100
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:17.12.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Fabaluchss avatar
    Fabaluchsvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Das Schiff der Träume beschreibt schön das Leben der 1840er Jahre in Amerika, die Handlung ist allerdings nicht sehr spannend.
    Das Schiff der Träume - Martha Conway

    Inhalt:
    1838 auf dem Ohio River: May Bedloe arbeitet als Schneiderin für ihre Cousine Comfort Vertue, eine gefeierte Schauspielerin. May hatte nie das Bedürfnis, im Scheinwerferlicht zu stehen, und ist mit ihrem einfachen Leben zufrieden. Doch dann trennt sich Comfort überraschend von May, und zum ersten Mal in ihrem Leben ist diese ganz auf sich allein gestellt. Aus der Not heraus heuert sie auf Hugo Cushings Theaterschiff an – und blüht auf. Denn die bunte, exotische Truppe, die ihr dort begegnet, lässt sie endlich zu sich selbst finden. Als ihr dann noch Hugo selbst Avancen macht, scheint ihrem Glück nichts mehr im Wege zu sein. Doch gerade als May ihren Platz im Leben gefunden zu haben glaubt, wird sie vor die größte Herausforderung ihres Lebens gestellt …

    Meine Gedanken dazu:
    Ich beginne einmal mit dem Positiven. Gefallen hat mir, dass das Leben damals sehr schön und ausführlich beschrieben wird. Ich konnte mich gut in diese Zeit versetzen und habe direkt die Hitze am Ohio River beim Lesen gespürt. Auch die detailreichen Beschreibungen der Kleider und Kostüme, die die Protagonistin im Buch näht haben mich beeindruckt, da ich ja selbst sehr gerne nähe. Leider wars' das aber auch schon...

    Ansonsten muss ich leider sagen, dass mich die Geschichte nicht fesseln konnte, da die ganze Zeit über nicht wirklich etwas passiert. Bis auf die letzten 100 Seiten ca. ist die Geschichte recht ereignislos. Auch konnte ich mich mit May leider nicht wirklich anfreunden, da sie teilweise sehr naiv und realitätsfremd denkt und handelt. Ich hätte mir auch ein bisschen mehr Interaktion mit der Theatergruppe gewünscht, denn dort wären wirklich interessante und liebenswerte Charaktere dabei gewesen, leider wird hier aber nur an der Oberfläche gekratzt. Ich bedanke mich trotzdem ganz herzlich beim Bloggerportal, dass sie mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben!

    Fazit:
    Das Schiff der Träume beschreibt schön das Leben der 1840er Jahre in Amerika, die Handlung ist allerdings nicht sehr spannend.

    Mein ganz persönliches Fazit:
    Um das Genre Frauenroman werde ich wohl zukünftig einen großen Bogen machen, weil zu wenig Action und Abenteuer. :D

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    zauberblumes avatar
    zauberblumevor 8 Monaten
    Ein unterhaltsamer historischer Roman

    "Das Schiff der Träume" ist der erste Roman, den ich von der Autorin Martha Conway gelesen habe. Die Autorin entführt uns ins Amerika des frühen 19.Jahrhunderts. Wir dürfen mit unserer Protagonistin eine aufregende Reise auf dem Ohio River unternehmen.

    Die Geschichte: Wir befinden uns im Jahr 1838 auf dem Ohio River. May Bedloe steht immer im Schatten ihrer Cousine Comfort Verue, einer erfolgreichen Schauspielerin. Sie arbeitet als Schneiderin und ist mit ihrem einfachen Leben zufrieden. Nach einem Schiffsunglück trennt sich Comfort von ihrer Cousine. Die arbeitslose May findet Zuflucht auf dem Theaterschiff von Hugo Cushing. Dort blüht May förmlich auf. Sie kümmert sich um die Kostüme, verkauft Eintrittskarten und spielt mit großer Begeisterung Klavier. Und dann macht ihr auch noch Hugo Avancen. May scheint ihr Glück und ihren Platz im Leben gefunden zu haben. Doch dann wird sie vor die größte Herausforderung ihres Lebens gestellt........

    Ich habe meine Reise auf dem Ohio River sehr genossen.In den kleinen Städtchen hätte ich mir auch gerne ein wenig die Zeit vertrieben. Ich habe jetzt noch so beeindruckende Bilder von meinem inneren Auge. Das Leben auf dem Theaterschiff war ja wirklich sehr interessant. Und man hat viele verschiedene Menschen, die die Autorin wunderbar beschrieben hat, kennengelernt. Die Geschichte ist unterhaltsam, spannend und ging manchmal unter die Haut. Es war schön die Protagonistin May zu beobachten und sie näher kennenzulernen. Sie hat ja in ihren jungen Jahren auch schon einige Schicksalschläge überwinden müssen, aber sie hat daraus neue Kraft geschöpft. Man erfährt auch einiges über die Sklaverei. Der Ohio River war ja die natürliche Grenze zwischen dem Norden, den Staaten ohne Sklaverei, und dem Süden, den Staaten mit Sklaverei. Eine wirkliche interessante und unterhaltsame Geschichte.

    Das Cover gefällt mir auch sehr gut, genauso habe ich mir das Theaterschiff vorgestellt. Es war wirklich eine unterhaltsame Geschichte, doch ganz ist der Funke nicht übergesprungen, deshalb nur 4 Sterne.

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    Curins avatar
    Curinvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein solider historischer Roman, der auf dem Ohio River im frühen 19. Jhd spielt
    Beginnt schleppend, aber wird spannend

    1838: May arbeitet als Schneiderin für ihre schauspielende Cousine Comfort und reist mit ihr von Theater zu Theater. Doch als Comfort sie überraschend entlässt, ist May auf sich allein gestellt. Auf der Suche nach einer neuen Anstellung gerät sie auf die ,,Floating Theatre", ein schwimmendes Theaterschiff und lernt dort ein ganz anderes Leben kennen. Doch dann wird sie unerwartet vor eine schwere und gefährliche Aufgabe gestellt... .
    Dieser historische Roman erfordert viel Zeit und Muße, um sich richtig einzulesen, aber dann entwickelt die Handlung tatsächlich so etwas wie Spannung und steigert sich erheblich. 
    Im Grunde geht es im Buch um eine junge Frau, die in Abhängigkeit von ihrer Cousine lebt und in ihrem Schatten mit ihren Talenten total untergeht. Erst als May tatsächlich auf, wie ich finde, dreiste Art und Weise abgefertigt wird, entwickelt sie erstaunlicher Weise den Mut und auch die Kraft, ihr Leben nicht nach den Anweisungen anderer zu gestalten, sondern etwas ganz Neues und Aufregendes zu wagen. 
    Als Figur wirkte May gerade am Anfang auf mich relativ kühl und irgendwie seltsam emotionslos. Obwohl sie nur knapp ein schreckliches Unglück überlebt und dabei zusehen muss, wie andere ertrinken, zeigt sie keine geschockte Reaktion, sondern betrachtet alles eher analysierend. Erst nach und nach während der Zeit auf dem Theaterschiff taut May auf und wagt nachher etwas, dass ich ihr so kaum zugetraut hätte.
    Die Autorin Martha Conway schafft es, den Leser wirklich in die Zeit des frühen 19. Jahrhunderts mitzunehmen. Sie beschreibt sehr anschaulich die Umgebung des Ohio Rivers, die kleinen und größeren Orte und stellt dabei die Situation der Sklaven, aber auch der freigeborenen Farbigen immer wieder in den Vordergrund. Während anfangs der Roman noch etwas schleppend zu lesen war, wird es gerade auch auf dem Theaterschiff mit den vielen unterschiedlichen Figuren richtig interessant. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Schauspielerin Mrs. Niffen, die unglaublich neugierig ist und ständig versucht, auf mehr oder weniger subtile Weise May ihre Arbeit und ihre Habseligkeiten wegzunehmen. 
    Insgesamt ist ,,Das Schiff der Träume" ein solider historischer Roman, der mich gut unterhalten hat. Da das Buch jedoch etwas langatmig beginnt und erst spät eine Dynamik entwickelt, kann ich nur 3 Sterne geben. 

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    Thoronriss avatar
    Thoronrisvor 9 Monaten
    Intensive Darstellung des menschlichen Zwiespalts

    Wir lernen, in der Ich-Perspektive wundervoll distanziert und doch einfühlsam geschrieben, May kennen, die mit ihrem schlichten Leben jenseits des Scheinwerferlichts, an der Seite ihrer Schwester Comfort zufrieden ist. Ein Schiffsunglück beendet dieses Leben und durch das energische, unsympathische Einschreiten der älteren Dame Mrs. Howard trennen sich ihre Wege. Mrs. Howard ist eine Sklavengegnerin und spannt Comfort für ihre Zwecke ein. May wiederum landet durch Zufall auf einem Theaterschiff, das geleitet wird von dem Engländer Hugo, der alles mit unendlicher Leidenschaft betreibt und ganz klare Visionen hat. Mays direkte Art, die zuvor häufig negativ ankam, wird von der selbst so verschrobenen Gemeinschaft auf dem Schiff akzeptiert und das Leben schreitet voran.
    Immer wieder webt die Autorin schon in der ersten Hälfte Hinweise auf die Problematik der Sklaverei ein. 1838 ist der Süden noch abhängig von der Existenz der Sklaven und der Norden hat nicht genug Interesse daran, wirklich dagegen zu kämpfen. Immer wieder findet May Hinweise auf die brutale Realität der Sklaverei, genauso wie verschiedenste Menschen immer wieder fallen lassen, dass es schlecht fürs Geschäft ist, sich gegen Sklaverei zu stellen oder überhaupt eine Meinung zu haben. In Form des alternden Schauspielers Thaddeus lernt May auch tatsächlich die Personifikation von Pragmatismus kennen: Es geht ausschließlich um den eigenen Nutzen, das eigene Ansehen. Diese Denkweise ist so verankert in den Köpfen der Menschen, dass der Kampf gegen Sklaverei tatsächlich wahnsinnig erscheint.
    May wird trotzdem darin verwickelt, sehr zu ihrem Missfallen, denn ihr größte Schwäche besteht darin, dass sie nicht lügen und betrügen kann. Sie sagt immer die Wahrheit, sagt immer, was sie gerade denkt. Ihr moralischer Kompass ist zwar sehr gefestigt, aber gleichzeitig scheut sie sich davor, das Gesetz zu brechen - und Sklaverei ist im Süden Amerikas gesetzlich erlaubt, wohingegen jegliche noch so minimale Beihilfe zur Flucht ein schweres Verbrechen ist. Auch Hugo, den May eigentlich respektiert, ist pragmatisch veranlagt und würde niemals riskieren, etwas zu tun, was das Publikum am Südufer des Flusses vertreiben könnte.
    Alle Charaktere, die wir kennenlernen, sind in sich zwiespältige Personen, keiner ist nur gut, keiner ist nur schlecht. Gerade anfangs ist May sogar anstrengend mit ihrer Art, stets auf der Wahrheit zu beharren. In anderen Geschichten würden Personen wie Mrs. Howard und Comfort, die öffentlich und furchtlos Reden gegen Sklaverei halten, positiv als Heldinnen gefeiert, doch hier wirken sie oftmals wie die Antagonisten, sind verschlagen und man kann sich ihrer Motive nie sicher sein. Es ist dieser Zwiespalt, dass einerseits Personen, die moralisch betrachtet das Richtige, Gute tun, böse wirken, und Personen, die sich weigern oder zumindest weigern wollen, das Richtige zu tun, gut wirken, der das Buch zu einem Highlight für mich gemacht hat.
    Eine Romanze gibt es in diesem Buch natürlich auch, aber sie ist so subtil und kaum bemerkenswert, weil May als Charakter auf dem Gebiet sehr eigen ist, dass man das Buch schwerlich in die Romance-Kategorie einordnen könnte. Viel spannender ist zu beobachten, wie sich May im Spiegelbild von Hugo als Mensch weiterentwickelt, und wie umgekehrt er, der so gefestigt in seinen Vision erscheint, auch durch sie wächst und sich selbst neu erfindet.
    Der Schreibstil von Martha Conway, der anfangs auf merkwürdige Weise distanziert wirkt, konnte ebenfalls schnell mein Herz erobern. Bis drei Uhr nachts lag ich wach und habe gelesen, weil ich immer mehr in Mays Welt eingetaucht bin. Das 19. Jahrhundert wurde lebendig in all seiner Hässlichkeit. Die kleinen Städte entlang des Flusses wirkten authentisch, der Alltag der Personen realistisch beschrieben und generell gelang es diesem Roman, den Leser tatsächlich in jene Zeit zu versetzen. Das ist für historische Romane einer der wichtigsten Aspekte und Conway scheint dies mühelos zu gelingen.
    So sehr der Fokus auch auf Sklaverei liegt, kommt das Theaterleben doch nicht zu kurz. Auch hier schafft es die Autorin, die kleine Bühne an Bord des Schiffes vor unseren geistigen Augen mit Leben zu füllen, obwohl wir sehr selten wirklich bei der Aufführung der Stücke dabei sind. Der intensive Fokus von May auf Näharbeiten und Kostüme richtet unseren Blick auf einen oftmals vernachlässigten Aspekt des Theaters. Auch hier zahlt sich aus, dass wir die Welt aus Mays Augen wahrnehmen.


    Fazit:
    Der Historische Roman "Das Schiff der Träume" von Martha Conway ist eine rundum gelungene Geschichte über Amerika zu Zeiten der Sklaverei und all der Probleme, die das sowohl für die Süd- als auch für die Nordstaaten mit sich bringt. Aus der Perspektive der jungen May erleben wir die hässliche Seite Amerikas, aber erfahren auch, dass gutes Handeln nicht immer auf gute Menschen schließen lässt. Die Komplexität aller Charaktere, der Zwiespalt, den damals wohl viele verspürt haben, all das fängt die Autorin auf wundervolle Weise ein. Der intensive Schreibstil und die subtile, jedoch nie verharmlosende Beschreibung der damaligen Lebensumstände entführen den Leser von der ersten Zeile an in das Amerika des 19. Jahrhunderts. Für Fans von historischen Romanen ist dieses Buch sehr zu empfehlen. 

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    BettinasBuecherecks avatar
    BettinasBuechereckvor 10 Monaten
    Theaterschiff & Sklaverei


    Was mich an dem Buch sehr ansprach, war die Kulisse: diese Zeit vor dem amerikanischen Bürgerkrieg und vor allem das Theaterschiff und ich wurde nicht enttäuscht!

    Die Autorin hat Englisch und Geschichte studiert, was wohl auch mit in das Buch hineingeflossen ist. Das Sklaven-Thema spielt im Buch ebenfalls eine Rolle, denn der Ohio River liegt genau an der Grenze zwischen Norden und Süden.

    Wir folgen May (die Geschichte ist aus ihrer Perspektive erzählt). Die Geschichte beginnt auf einem Dampfschiff auf dem Ohio River. May ist mit ihrer Cousine Comfort unterwegs. Comfort ist Schauspielerin und liebt es, im Mittelpunkt zu stehen und sorgt dafür, dass die Aufmerksamkeit auch stets auf sie und nicht auf May gerichtet ist. May, eher der introvertierte Typ, hat sich daran gewöhnt und es macht ihr nichts aus. Sie schneidert die Kostüme für ihre Cousine und rächt sich schon mal für Gemeinheiten, indem sie die Kostüme enger macht. Eine Besonderheit an May’s Charakter ist, dass sie nicht lügen kann – sie sagt immer geradeheraus, was sie denkt. Es fällt ihr schwer, sich in andere Menschen einzufühlen und nachzuvollziehen, was die anderen hören möchten.

    Auf dem Dampfschiff kommt es zu einem Brand und May wird von Comfort getrennt. Als May ihre Cousine bei einer wohlhabenderen Dame wieder findet, möchte diese Comfort’s Redetalent nutzen und sie soll Vorträge gegen die Sklaverei halten. May soll zu ihrer Tante zurück, fühlt sich vor den Kopf gestoßen und steht zum ersten Mal alleine da.

    Und dann ist da das Theaterschiff. Sie überredet den Captain, sie als Schneiderin anzuheuern. Dort braucht sie eine Weile, um sich zurechtzufinden: ihre anfängliche Seekrankheit, die Crew, die Schauspieler und ihre neuen Aufgaben.

    Wir erleben den Schiffsalltag, den Ablauf der Vorstellungen und wie sie von Stadt zu Stadt fahren, was alles sehr schön beschrieben ist.
    May gerät dann in eine Sache, die sie zunächst nicht wollte, aber dennoch mitmacht. Bei dieser Herausforderung brechen Seiten an ihr hervor, die sie vorher selbst nicht kannte.

    Es ist dabei wirklich spannend, May’s Entwicklung zu verfolgen: Vom „Handlanger“ ihrer Cousine zu einer eigenständigen Persönlichkeit, die selbst Entscheidungen trifft. So lernt sie beispielsweise von einem Crewmitglied das Lügen, was sie sich zunutze macht und sich ein wenig darin verstrickt.

    Ab der Mitte des Buches wirde es so richtig spannend, sodass ich es kaum noch aus der Hand legen konnte. Die Handlung spitzt sich immer weiter zu, bis zu einer Art Höhepunkt.

    Das einzige, was mich ein wenig gestört hat war das Ende. Es wirkte auf mich ein wenig gekünstelt, im Sinne von: Damit der Leser sich noch vorstellen kann, wie es weitergeht. Ein etwas offeneres Ende hätte mir persönlich mehr zugesagt. Dennoch tut das dem Buch keinen Abbruch.
    Mir hat die Atmosphäre des Buches und des Theaterschiffs unheimlich gut gefallen. Auch die Charaktere fand ich sympathisch. Ich interessiere mich nicht besonders für Geschichte, empfand aber das Thema Sklaverei und die Eindrücke dazu im Buch als bereichernd. Ich kann das Buch guten Gewissens weiterempfehlen!

    Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Ruffians avatar
    Ruffianvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Interessante Geschichte über das Leben auf einem Theaterschiff im Jahr 1838, mit einer etwas spröden Heldin.
    Interessante Geschichte mit einer etwas spröden Heldin

    Die 22jährige May reist mit ihrer Cousine Comfort durch Amerika im Jahr 1838.
    Comfort ist Schauspielerin und reist von Engagement zu Engagement und May begleitet sie als Ihre Schneiderin in Mädchen für alles. Nachdem die beiden bei einem Schiffsunglück voneinander
    getrennt werden, steht May zum ersten Mal in ihrem Leben ganz alleine da und sie kann sich nicht weiterim Schatten ihrer Cousine verstecken. 
    Zum Glück bekommt sie eine Stelle auf einem Theaterschiff, das auf dem Ohio Richtung Süden fährt und auf dem es unterwegs immer wieder Vorstellungen gibt. Für May beginnt ein ganz neues Leben... 

    Der Ohio River bildet eine natürliche Grenze zwischen Nord- und Südstaaten und so wird May im Verlauf der Geschichte immer wieder mit Sklaverei konfrontiert und der Konflikt zwischen dem Norden und dem Süden ist bereits deutlich spürbar.

    Doch den Hauptteil der Handlung macht Mays Leben auf dem Theaterschiff aus. Die Crew besteht aus Schauspielern, einem Smutje, einem Hund und dem Kapitän Hugo, der natürlich ein ganz besonderer Mann ist, eine starke Persönlichkeit mit viel Herz und Menschenkenntnis. Leider widmet sich die Autorin der Ausarbeitung der Charaktere nicht so ausführlich, wie ich mir das wünschen würde. Dadurch bleiben die Figuren etwas blass und eindimensional.
    Dafür beschreibt sie eingehend einzelne Städte und Gegebenheiten, wodurch der Zeitgeist lebendig wird.

    May ist ein etwas spröder Charakter. Sie lügt nur ungern und hat das starke Bedürfnis, Tatsachen penibel widerzugeben, was bei Gesprächen für die ein oder andere lustige oder auch peinliche Situation sorgt. Sie hat wenig Gespür für Menschen und sagt einfach ungefiltert wie sie die Dinge sieht. Sie tut das nicht mit böser Absicht, sondern weil sie Menschen und Gefühle nur schwer einordnen kann. Es wirkt fast so, als ob bei ihr eine leichte Form von Emotionsstörung vorliegt. Trotz allem hat sie das Herz am richtigen Fleck.
    Es war jedoch für mich schwierig mit einem solchen Charakter mitzufiebern.

    Die Beschreibung des Lebens auf dem Theaterschiff und die Begeisterung Hugos für sein Schiff und die Aufführungen der Stücke haben mir gut gefallen. Auch die explosive Stimmung zwischen Nord- und Südstaaten war deutlich zu spüren und haben Dramatik in die Geschichte gebracht.

    Insgesamt habe ich diesen Schmöker doch gerne gelesen und dadurch die mir bisher fremde Welt der Theaterschiffe kennengelernt.

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    Faltines avatar
    Faltinevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Leider ist der Funke nicht übergesprungen
    Tolle Idee, nicht so tolle Umsetzung

    Inhalt:

    May wird nach dem Tod ihrer Mutter von ihrer Cousine als Schneiderin angestellt. May kann nicht lügen und wird deshalb immer wieder von ihr bloß gestellt. Comfort ist eine Schauspielerin mit unregelmäßigem Erfolg. Sie sind gerade auf dem Weg zu einem Theater, denn dort hat sie ein Rolle angeboten bekommen – doch sie kommen dort nicht an. Auf ihrem Schiff gibt es eine Explosion, das Schiff sinkt und May und Comfort werden getrennt. Als May ihre Cousine endlich wiederfindet, entlässt diese sie plötzlich und sie ist auf sich allein gestellt. Doch wenn eine Tür sich schließt, öffnet sich eine andere...


    Meine Meinung:

    Das Cover ist wunderschön, sogar die Klappen sind gestaltet. Die Kapitel sind manchmal etwas sehr lang für meinen Geschmack, was mein ''Lesevergnügen'' etwas beeinträchtigt hat. Ich habe eher geschaut, wann das Kapitel endlich zu Ende ist, anstatt mich auf den Text zu konzentrieren.


    Die Story hat mich vom Klappentext her sehr interessiert, doch als ich anfing zu lesen wurde ich schnell enttäuscht. Ich bin leider überhaupt nicht mit den Charakteren und dem Schreibstil klar gekommen. Entweder waren mir die Charaktere unsympathisch, oder sie konnten mich nicht mitreißen.


    Es war toll mit May ihren Weg zu gehen und zu sehen wie sie an sich wächst, aber der Funke ist leider nicht übergesprungen.


    Vielen Dank an den Verlag und das Bloggerportal für das Buch ♥


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    leserattebremens avatar
    leserattebremenvor einem Jahr
    Zu kühl und distanziert

    May Bedloe ist schüchtern und zurückhaltend, als sie 1838 ihre Cousine auf ein Schiff begleitet, das die zu ihrem nächsten Theaterengagement als Schauspielerin bringen soll. Doch ihre Wege trennen sich und plötzlich muss May sich alleine durchschlagen. Als Schneiderin und Kartenverkäuferin heuert sie auf einem Theaterschiff an und schnell stellt sie fest, dass sie sich in Umgebung der bunten Horde aus Schauspielern sehr wohl fühlt. Doch als gerade alles gut zu werden scheint, taucht eine unangenehme Bekanntschaft wieder auf und fordert einen Gefallen. Geht May das Risiko ein, alles wieder zu verlieren?
    Das Cover von „Das Schiff der Träume“ wirkte auf mich sehr romantisch, ebenso wie der Titel, der eine leidenschaftliche Geschichte vermuten ließ. Daher war ich etwas enttäuscht, dass sich der Roman von Martha Conway durch eine sehr kühle und distanzierte Erzählweise auszeichnet. Mit der Hauptfigur wurde ich nur schwer warm und es dauerte sehr lange, bis einen die Geschichte wirklich erreicht hat. Als ich mich gerade richtig eingelesen hatte, nahm dann die Geschichte eine Wendung, die für mich überhaupt nicht zu der bisherigen Story und auch nicht zu der Hautfigur passte, so dass ich mich mit dem gesamten Roman eher schwergetan habe. Positiv aufgefallen sind die detaillierten Beschreibungen der Lebens- und Arbeitsverhältnisse in der damaligen Zeit in den Südstaaten der USA, die einen schönen Einblick geben.
    „Das Schiff der Träume“ von Martha Conway ist ein historischer Roman, der einen schönen Einblick in die Zeit gibt, leider ist mir die Geschichte zu emotionslos erzählt und viele Figuren bleiben farblos.  

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    Dreamworxs avatar
    Dreamworxvor einem Jahr
    Als May auszog, das Lügen zu lernen

    1838 Ohio. Die 22-jährige May Bedloe hat ein Händchen für die Schneiderei, doch steht sie seit ihrer Kindheit im Schatten ihrer Cousine Comfort Vertue, die als Schauspielerin im Land umher reist und für die May die Kleidung näht und in Ordnung hält. Comfort ist ihre einzige übrig gebliebene Familie. Auf einer Reise lernt Comfort die reiche Mrs. Howard kennen, die sich ihrer annimmt und Comfort dazu überredet, als Rednerin für die Befreiung von Sklaven zu agieren. Doch für May hat Mrs. Howard keine Verwendung, so dass diese auf einmal mutterseelenallein für sich selbst sorgen muss, denn auch Comfort kümmert sich nicht um sie. May findet mit viel Glück eine Anstellung als Mädchen für alles auf einem Theaterschiff bei Hugo Cushings Theatertruppe und lebt sich in Gesellschaft der illustren Gruppe schnell ein, weil sie sich akzeptiert und respektiert fühlt. Aber bald schon taucht Mrs. Howard mit Comfort im Schlepptau wieder auf und erpressen May, sich für ihre Sache einzusetzen. May widerstrebt das alles zutiefst, doch in ihrer verzweifelten Lage bleibt ihr gar nichts anderes übrig, dabei bringt ihr Tun nicht nur sie selbst in eine gefährliche Lage…

    Martha Conway hat mit ihrem Buch „Das Schiff der Träume“ einen sehr unterhaltsamen historischen Roman vorgelegt. Der Schreibstil ist flüssig, durch die Ich-Erzählweise wird der Leser schnell in die Zeit kurz vor dem amerikanischen Bürgerkrieg versetzt und hat direkten Anteil an Mays spannender Reise, ihren Gedanken und Gefühlen. Der Spannungsbogen wird sehr gemächlich aufgebaut, schraubt sich aber erst innerhalb des letzten Romandrittels in die Höhe. Der historische Hintergrund ebenso wie der Sklavenkonflikt zwischen den Nord- und den Südstaaten wurden von der Autorin sehr schön in die Handlung integriert und geben dem Leser einen Eindruck, welche Zustände damals geherrscht haben. Das Theaterschiff legt an vielen verschiedenen Städten an, so macht der Leser eine interessante Reise auf dem Ohio-River und lernt verschiedene Örtlichkeiten aufgrund der bildhaften Sprache der Autorin kennen.

    Die Charaktere sind sehr vielfältig und individuell angelegt, so dass ein bunter und exotischer Mix entsteht, der den Leser zu faszinieren weiß mit seiner Authentizität und Lebendigkeit. May ist eine eher zurückhaltende junge Frau, die immer absolut ehrlich ist, was ihr nicht immer zum Vorteil gereicht. Sie ist pragmatisch, dabei fleißig und sich für keine Arbeit zu schade. May ist hilfsbereit und geht die Dinge nacheinander an, Rückschläge nimmt sie hin, doch lassen diese sie nicht verzweifeln, sondern umso härter arbeiten, um voran zu kommen. Ihre Entwicklung während der Geschichte ist erstaunlich, denn zu Beginn hat sie sich von ihrer Cousine bevormunden und drangsalieren lassen, doch je länger sie allein auf sich selbst gestellt ist, umso selbständiger und selbstbewusster wird sie. Comfort ist eine egoistische und oberflächliche Person, bei der sich alles nur um sie drehen muss. Hugo Cushing ist ein etwas geheimnisvoller Mann, der das Herz auf dem rechten Fleck hat und mehr weiß, als er offen zugibt. Er kann Geheimnisse bewahren und kümmert sich wunderbar um seine Truppe. Auch die schillernden Theatermitglieder wie z.B. Mrs. Niffens oder Leo sind sehr interessante Persönlichkeiten, die der Geschichte durch ihr Handeln und Tun zusätzlich Farbe verleihen.

    „Das Schiff der Träume“ ist ein historischer Gesellschaftsroman, der durch seine farbenfrohe Erzählweise und die Vielfalt der Charaktere besticht. Sowohl der geschichtliche Hintergrund als auch die sich anbahnende Liebesgeschichte tragen zu einer guten Unterhaltung bei. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung!


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    _dieliebezumbuchs avatar
    _dieliebezumbuchvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein sehr schöner Frauenroman.
    Ein sehr schöner Frauenroman.

    Handlung:

    1838 auf dem Ohio River: May Bedloe arbeitet als Schneiderin für ihre Cousine Comfort Vertue, eine gefeierte Schauspielerin. May hatte nie das Bedürfnis, im Scheinwerferlicht zu stehen, und ist mit ihrem einfachen Leben zufrieden. Doch dann trennt sich Comfort überraschend von May, und zum ersten Mal in ihrem Leben ist diese ganz auf sich allein gestellt. Aus der Not heraus heuert sie auf Hugo Cushings Theaterschiff an – und blüht auf. Denn die bunte, exotische Truppe, die ihr dort begegnet, lässt sie endlich zu sich selbst finden. Als ihr dann noch Hugo selbst Avancen macht, scheint ihrem Glück nichts mehr im Wege zu sein. Doch gerade als May ihren Platz im Leben gefunden zu haben glaubt, wird sie vor die größte Herausforderung ihres Lebens gestellt …

    Cover:

    Ich finde das Cover zu dem Buch „Das Schiff der Träume“ wunderschön gestaltet. Unten befindet sich ein Boot, das „Floating Theatre“ & oben erkennt man eine wunderschöne Dame, genauso habe ich mir die Hauptprotagonistin May auch vorgestellt.

    Meinung:

    Wie im Klappentext beschrieben geht es hier um May. Diese ist die Cousine von Comfort Vertue & arbeitet für diese als ihre persönliche Schneiderin, da Comfort als Schauspielerin tätig ist. May steht nicht gerne im Mittelpunkt & somit macht es ihr auch nichts aus im Schatten ihrer großen Cousine zu stehen. Eines Tages befinden die beiden sich auf einem Schiff.. es passiert eine Katastrophe & von nun an ist unsere May auf sich alleine gestellt. Wie der Zufall es so will, trifft sie irgendwann auf den Kapitän Hugo. Er gibt ihr die Gelegenheit auf seinem Theaterschiff als Näherin, Klavierspielerin usw. zu arbeiten. May nimmt diese Chance auch an & irgendwann wächst sie sogar über sich hinaus. Da dieses Buch ja im Jahre 1838 spielt, gab es damals ja in Amerika leider die Sklavenhaltung. Da May sich zu Beginn des Buches Geld von einer Dame leiht, (die GEGEN die Haltung von Sklaven ist) will diese natürlich irgendwann auch ihr Geld wieder zurück haben. Da May über das Geld jedoch nicht mehr verfügt, muss sie für diese Dame etwas erledigen. Etwas, was gegen die Haltung von Sklaven ist. Natürlich bringt May sich so in sehr große Gefahr, denn sollte sie dabei erwischt werden, kann ihr im schlimmsten Fall die Hinrichtung drohen. Wird es May schaffen mit ihrer Aufgabe? Oder passiert großes Unheil, über sie & über das Theaterschiff?

    Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Es wurde in der Ich-Perspektive geschrieben & ist somit leicht zu verstehen. Es ist ein wunderschöner Frauenroman, der jedoch nicht allzu spannend ist. Es ist auch keine Liebesgeschichte, denn die Liebe kommt nur ganz kurz am Schluss vor. Mit seinen fast 500 Seiten zieht sich jedoch die Geschichte ein wenig. Die Charaktere des Buches wirken alle sehr sympatisch, bis auf den ein oder anderen. Wer auf Frauenromane steht, die dann dazu auch noch im 19 Jahrhundert spielen, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Da mir die Spannung gefehlt hat & ich es am Ende sehr lang fand, jedoch es ja trotzdem eine schöne Geschichte war, gebe ich dem Buch 4/5 Sterne. Danke an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

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