Martha Conway Das Schiff der Träume

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Inhaltsangabe zu „Das Schiff der Träume“ von Martha Conway

1838 auf dem Ohio River: May Bedloe arbeitet als Schneiderin für ihre Cousine Comfort Vertue, eine gefeierte Schauspielerin. May hatte nie das Bedürfnis, im Scheinwerferlicht zu stehen, und ist mit ihrem einfachen Leben zufrieden. Doch dann trennt sich Comfort überraschend von May, und zum ersten Mal in ihrem Leben ist diese ganz auf sich allein gestellt. Aus der Not heraus heuert sie auf Hugo Cushings Theaterschiff an – und blüht auf. Denn die bunte, exotische Truppe, die ihr dort begegnet, lässt sie endlich zu sich selbst finden. Als ihr dann noch Hugo selbst Avancen macht, scheint ihrem Glück nichts mehr im Wege zu sein. Doch gerade als May ihren Platz im Leben gefunden zu haben glaubt, wird sie vor die größte Herausforderung ihres Lebens gestellt …

Absolut altmodisches Buch mit einem ernsteren Thema wie ich erst gedacht habe.

— el_lorene

Ein solider historischer Roman, der auf dem Ohio River im frühen 19. Jhd spielt

— Curin

Das Thema hat mir gut gefallen, die umsetzung leider nicht. Zu langatmig und an einigen Stellen und die Protas nicht immer nachvollziehbar.

— hasirasi2

3,5 Sterne. Tolles Buch mit wichtiger Handlung. Jedoch hat mir ein wenig mehr Tiefgang gefehlt. Liest sich jedoch super.

— Kleines91

Ein Buch wo es mir schwer viel anzufangen und ich es am Ende gar nicht mehr aus der Hand legen wollte

— lisa_lovebooks

Interessante Geschichte über das Leben auf einem Theaterschiff im Jahr 1838, mit einer etwas spröden Heldin.

— Ruffian

Leider ist der Funke nicht übergesprungen

— Faltine

Ein sehr schöner Frauenroman.

— _dieliebezumbuch

Hier kommt der Zeitgeist, die Atmosphäre und die Hoffnung auf Freiheit gut zum Ausdruck. Ein unterhaltsamer Roman für lange Abende im Winter

— sommerlese

Ein tolles Buch mit einer tollen Atmosphäre

— Maerchenfee

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  • Ein unterhaltsamer historischer Roman

    Das Schiff der Träume

    zauberblume

    20. February 2018 um 16:28

    "Das Schiff der Träume" ist der erste Roman, den ich von der Autorin Martha Conway gelesen habe. Die Autorin entführt uns ins Amerika des frühen 19.Jahrhunderts. Wir dürfen mit unserer Protagonistin eine aufregende Reise auf dem Ohio River unternehmen.Die Geschichte: Wir befinden uns im Jahr 1838 auf dem Ohio River. May Bedloe steht immer im Schatten ihrer Cousine Comfort Verue, einer erfolgreichen Schauspielerin. Sie arbeitet als Schneiderin und ist mit ihrem einfachen Leben zufrieden. Nach einem Schiffsunglück trennt sich Comfort von ihrer Cousine. Die arbeitslose May findet Zuflucht auf dem Theaterschiff von Hugo Cushing. Dort blüht May förmlich auf. Sie kümmert sich um die Kostüme, verkauft Eintrittskarten und spielt mit großer Begeisterung Klavier. Und dann macht ihr auch noch Hugo Avancen. May scheint ihr Glück und ihren Platz im Leben gefunden zu haben. Doch dann wird sie vor die größte Herausforderung ihres Lebens gestellt........Ich habe meine Reise auf dem Ohio River sehr genossen.In den kleinen Städtchen hätte ich mir auch gerne ein wenig die Zeit vertrieben. Ich habe jetzt noch so beeindruckende Bilder von meinem inneren Auge. Das Leben auf dem Theaterschiff war ja wirklich sehr interessant. Und man hat viele verschiedene Menschen, die die Autorin wunderbar beschrieben hat, kennengelernt. Die Geschichte ist unterhaltsam, spannend und ging manchmal unter die Haut. Es war schön die Protagonistin May zu beobachten und sie näher kennenzulernen. Sie hat ja in ihren jungen Jahren auch schon einige Schicksalschläge überwinden müssen, aber sie hat daraus neue Kraft geschöpft. Man erfährt auch einiges über die Sklaverei. Der Ohio River war ja die natürliche Grenze zwischen dem Norden, den Staaten ohne Sklaverei, und dem Süden, den Staaten mit Sklaverei. Eine wirkliche interessante und unterhaltsame Geschichte.Das Cover gefällt mir auch sehr gut, genauso habe ich mir das Theaterschiff vorgestellt. Es war wirklich eine unterhaltsame Geschichte, doch ganz ist der Funke nicht übergesprungen, deshalb nur 4 Sterne.

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  • Beginnt schleppend, aber wird spannend

    Das Schiff der Träume

    Curin

    14. January 2018 um 13:01

    1838: May arbeitet als Schneiderin für ihre schauspielende Cousine Comfort und reist mit ihr von Theater zu Theater. Doch als Comfort sie überraschend entlässt, ist May auf sich allein gestellt. Auf der Suche nach einer neuen Anstellung gerät sie auf die ,,Floating Theatre", ein schwimmendes Theaterschiff und lernt dort ein ganz anderes Leben kennen. Doch dann wird sie unerwartet vor eine schwere und gefährliche Aufgabe gestellt... .Dieser historische Roman erfordert viel Zeit und Muße, um sich richtig einzulesen, aber dann entwickelt die Handlung tatsächlich so etwas wie Spannung und steigert sich erheblich. Im Grunde geht es im Buch um eine junge Frau, die in Abhängigkeit von ihrer Cousine lebt und in ihrem Schatten mit ihren Talenten total untergeht. Erst als May tatsächlich auf, wie ich finde, dreiste Art und Weise abgefertigt wird, entwickelt sie erstaunlicher Weise den Mut und auch die Kraft, ihr Leben nicht nach den Anweisungen anderer zu gestalten, sondern etwas ganz Neues und Aufregendes zu wagen. Als Figur wirkte May gerade am Anfang auf mich relativ kühl und irgendwie seltsam emotionslos. Obwohl sie nur knapp ein schreckliches Unglück überlebt und dabei zusehen muss, wie andere ertrinken, zeigt sie keine geschockte Reaktion, sondern betrachtet alles eher analysierend. Erst nach und nach während der Zeit auf dem Theaterschiff taut May auf und wagt nachher etwas, dass ich ihr so kaum zugetraut hätte.Die Autorin Martha Conway schafft es, den Leser wirklich in die Zeit des frühen 19. Jahrhunderts mitzunehmen. Sie beschreibt sehr anschaulich die Umgebung des Ohio Rivers, die kleinen und größeren Orte und stellt dabei die Situation der Sklaven, aber auch der freigeborenen Farbigen immer wieder in den Vordergrund. Während anfangs der Roman noch etwas schleppend zu lesen war, wird es gerade auch auf dem Theaterschiff mit den vielen unterschiedlichen Figuren richtig interessant. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Schauspielerin Mrs. Niffen, die unglaublich neugierig ist und ständig versucht, auf mehr oder weniger subtile Weise May ihre Arbeit und ihre Habseligkeiten wegzunehmen. Insgesamt ist ,,Das Schiff der Träume" ein solider historischer Roman, der mich gut unterhalten hat. Da das Buch jedoch etwas langatmig beginnt und erst spät eine Dynamik entwickelt, kann ich nur 3 Sterne geben. 

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  • Intensive Darstellung des menschlichen Zwiespalts

    Das Schiff der Träume

    Thoronris

    09. January 2018 um 15:52

    Wir lernen, in der Ich-Perspektive wundervoll distanziert und doch einfühlsam geschrieben, May kennen, die mit ihrem schlichten Leben jenseits des Scheinwerferlichts, an der Seite ihrer Schwester Comfort zufrieden ist. Ein Schiffsunglück beendet dieses Leben und durch das energische, unsympathische Einschreiten der älteren Dame Mrs. Howard trennen sich ihre Wege. Mrs. Howard ist eine Sklavengegnerin und spannt Comfort für ihre Zwecke ein. May wiederum landet durch Zufall auf einem Theaterschiff, das geleitet wird von dem Engländer Hugo, der alles mit unendlicher Leidenschaft betreibt und ganz klare Visionen hat. Mays direkte Art, die zuvor häufig negativ ankam, wird von der selbst so verschrobenen Gemeinschaft auf dem Schiff akzeptiert und das Leben schreitet voran.Immer wieder webt die Autorin schon in der ersten Hälfte Hinweise auf die Problematik der Sklaverei ein. 1838 ist der Süden noch abhängig von der Existenz der Sklaven und der Norden hat nicht genug Interesse daran, wirklich dagegen zu kämpfen. Immer wieder findet May Hinweise auf die brutale Realität der Sklaverei, genauso wie verschiedenste Menschen immer wieder fallen lassen, dass es schlecht fürs Geschäft ist, sich gegen Sklaverei zu stellen oder überhaupt eine Meinung zu haben. In Form des alternden Schauspielers Thaddeus lernt May auch tatsächlich die Personifikation von Pragmatismus kennen: Es geht ausschließlich um den eigenen Nutzen, das eigene Ansehen. Diese Denkweise ist so verankert in den Köpfen der Menschen, dass der Kampf gegen Sklaverei tatsächlich wahnsinnig erscheint.May wird trotzdem darin verwickelt, sehr zu ihrem Missfallen, denn ihr größte Schwäche besteht darin, dass sie nicht lügen und betrügen kann. Sie sagt immer die Wahrheit, sagt immer, was sie gerade denkt. Ihr moralischer Kompass ist zwar sehr gefestigt, aber gleichzeitig scheut sie sich davor, das Gesetz zu brechen - und Sklaverei ist im Süden Amerikas gesetzlich erlaubt, wohingegen jegliche noch so minimale Beihilfe zur Flucht ein schweres Verbrechen ist. Auch Hugo, den May eigentlich respektiert, ist pragmatisch veranlagt und würde niemals riskieren, etwas zu tun, was das Publikum am Südufer des Flusses vertreiben könnte.Alle Charaktere, die wir kennenlernen, sind in sich zwiespältige Personen, keiner ist nur gut, keiner ist nur schlecht. Gerade anfangs ist May sogar anstrengend mit ihrer Art, stets auf der Wahrheit zu beharren. In anderen Geschichten würden Personen wie Mrs. Howard und Comfort, die öffentlich und furchtlos Reden gegen Sklaverei halten, positiv als Heldinnen gefeiert, doch hier wirken sie oftmals wie die Antagonisten, sind verschlagen und man kann sich ihrer Motive nie sicher sein. Es ist dieser Zwiespalt, dass einerseits Personen, die moralisch betrachtet das Richtige, Gute tun, böse wirken, und Personen, die sich weigern oder zumindest weigern wollen, das Richtige zu tun, gut wirken, der das Buch zu einem Highlight für mich gemacht hat.Eine Romanze gibt es in diesem Buch natürlich auch, aber sie ist so subtil und kaum bemerkenswert, weil May als Charakter auf dem Gebiet sehr eigen ist, dass man das Buch schwerlich in die Romance-Kategorie einordnen könnte. Viel spannender ist zu beobachten, wie sich May im Spiegelbild von Hugo als Mensch weiterentwickelt, und wie umgekehrt er, der so gefestigt in seinen Vision erscheint, auch durch sie wächst und sich selbst neu erfindet.Der Schreibstil von Martha Conway, der anfangs auf merkwürdige Weise distanziert wirkt, konnte ebenfalls schnell mein Herz erobern. Bis drei Uhr nachts lag ich wach und habe gelesen, weil ich immer mehr in Mays Welt eingetaucht bin. Das 19. Jahrhundert wurde lebendig in all seiner Hässlichkeit. Die kleinen Städte entlang des Flusses wirkten authentisch, der Alltag der Personen realistisch beschrieben und generell gelang es diesem Roman, den Leser tatsächlich in jene Zeit zu versetzen. Das ist für historische Romane einer der wichtigsten Aspekte und Conway scheint dies mühelos zu gelingen.So sehr der Fokus auch auf Sklaverei liegt, kommt das Theaterleben doch nicht zu kurz. Auch hier schafft es die Autorin, die kleine Bühne an Bord des Schiffes vor unseren geistigen Augen mit Leben zu füllen, obwohl wir sehr selten wirklich bei der Aufführung der Stücke dabei sind. Der intensive Fokus von May auf Näharbeiten und Kostüme richtet unseren Blick auf einen oftmals vernachlässigten Aspekt des Theaters. Auch hier zahlt sich aus, dass wir die Welt aus Mays Augen wahrnehmen.Fazit:Der Historische Roman "Das Schiff der Träume" von Martha Conway ist eine rundum gelungene Geschichte über Amerika zu Zeiten der Sklaverei und all der Probleme, die das sowohl für die Süd- als auch für die Nordstaaten mit sich bringt. Aus der Perspektive der jungen May erleben wir die hässliche Seite Amerikas, aber erfahren auch, dass gutes Handeln nicht immer auf gute Menschen schließen lässt. Die Komplexität aller Charaktere, der Zwiespalt, den damals wohl viele verspürt haben, all das fängt die Autorin auf wundervolle Weise ein. Der intensive Schreibstil und die subtile, jedoch nie verharmlosende Beschreibung der damaligen Lebensumstände entführen den Leser von der ersten Zeile an in das Amerika des 19. Jahrhunderts. Für Fans von historischen Romanen ist dieses Buch sehr zu empfehlen. 

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  • Theaterschiff & Sklaverei

    Das Schiff der Träume

    BettinasBuechereck

    09. December 2017 um 15:34

    Was mich an dem Buch sehr ansprach, war die Kulisse: diese Zeit vor dem amerikanischen Bürgerkrieg und vor allem das Theaterschiff und ich wurde nicht enttäuscht!Die Autorin hat Englisch und Geschichte studiert, was wohl auch mit in das Buch hineingeflossen ist. Das Sklaven-Thema spielt im Buch ebenfalls eine Rolle, denn der Ohio River liegt genau an der Grenze zwischen Norden und Süden.Wir folgen May (die Geschichte ist aus ihrer Perspektive erzählt). Die Geschichte beginnt auf einem Dampfschiff auf dem Ohio River. May ist mit ihrer Cousine Comfort unterwegs. Comfort ist Schauspielerin und liebt es, im Mittelpunkt zu stehen und sorgt dafür, dass die Aufmerksamkeit auch stets auf sie und nicht auf May gerichtet ist. May, eher der introvertierte Typ, hat sich daran gewöhnt und es macht ihr nichts aus. Sie schneidert die Kostüme für ihre Cousine und rächt sich schon mal für Gemeinheiten, indem sie die Kostüme enger macht. Eine Besonderheit an May’s Charakter ist, dass sie nicht lügen kann – sie sagt immer geradeheraus, was sie denkt. Es fällt ihr schwer, sich in andere Menschen einzufühlen und nachzuvollziehen, was die anderen hören möchten.Auf dem Dampfschiff kommt es zu einem Brand und May wird von Comfort getrennt. Als May ihre Cousine bei einer wohlhabenderen Dame wieder findet, möchte diese Comfort’s Redetalent nutzen und sie soll Vorträge gegen die Sklaverei halten. May soll zu ihrer Tante zurück, fühlt sich vor den Kopf gestoßen und steht zum ersten Mal alleine da.Und dann ist da das Theaterschiff. Sie überredet den Captain, sie als Schneiderin anzuheuern. Dort braucht sie eine Weile, um sich zurechtzufinden: ihre anfängliche Seekrankheit, die Crew, die Schauspieler und ihre neuen Aufgaben.Wir erleben den Schiffsalltag, den Ablauf der Vorstellungen und wie sie von Stadt zu Stadt fahren, was alles sehr schön beschrieben ist.May gerät dann in eine Sache, die sie zunächst nicht wollte, aber dennoch mitmacht. Bei dieser Herausforderung brechen Seiten an ihr hervor, die sie vorher selbst nicht kannte.Es ist dabei wirklich spannend, May’s Entwicklung zu verfolgen: Vom „Handlanger“ ihrer Cousine zu einer eigenständigen Persönlichkeit, die selbst Entscheidungen trifft. So lernt sie beispielsweise von einem Crewmitglied das Lügen, was sie sich zunutze macht und sich ein wenig darin verstrickt.Ab der Mitte des Buches wirde es so richtig spannend, sodass ich es kaum noch aus der Hand legen konnte. Die Handlung spitzt sich immer weiter zu, bis zu einer Art Höhepunkt.Das einzige, was mich ein wenig gestört hat war das Ende. Es wirkte auf mich ein wenig gekünstelt, im Sinne von: Damit der Leser sich noch vorstellen kann, wie es weitergeht. Ein etwas offeneres Ende hätte mir persönlich mehr zugesagt. Dennoch tut das dem Buch keinen Abbruch.Mir hat die Atmosphäre des Buches und des Theaterschiffs unheimlich gut gefallen. Auch die Charaktere fand ich sympathisch. Ich interessiere mich nicht besonders für Geschichte, empfand aber das Thema Sklaverei und die Eindrücke dazu im Buch als bereichernd. Ich kann das Buch guten Gewissens weiterempfehlen!Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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  • Interessante Geschichte mit einer etwas spröden Heldin

    Das Schiff der Träume

    Ruffian

    12. November 2017 um 11:48

    Die 22jährige May reist mit ihrer Cousine Comfort durch Amerika im Jahr 1838.Comfort ist Schauspielerin und reist von Engagement zu Engagement und May begleitet sie als Ihre Schneiderin in Mädchen für alles. Nachdem die beiden bei einem Schiffsunglück voneinandergetrennt werden, steht May zum ersten Mal in ihrem Leben ganz alleine da und sie kann sich nicht weiterim Schatten ihrer Cousine verstecken. Zum Glück bekommt sie eine Stelle auf einem Theaterschiff, das auf dem Ohio Richtung Süden fährt und auf dem es unterwegs immer wieder Vorstellungen gibt. Für May beginnt ein ganz neues Leben... Der Ohio River bildet eine natürliche Grenze zwischen Nord- und Südstaaten und so wird May im Verlauf der Geschichte immer wieder mit Sklaverei konfrontiert und der Konflikt zwischen dem Norden und dem Süden ist bereits deutlich spürbar.Doch den Hauptteil der Handlung macht Mays Leben auf dem Theaterschiff aus. Die Crew besteht aus Schauspielern, einem Smutje, einem Hund und dem Kapitän Hugo, der natürlich ein ganz besonderer Mann ist, eine starke Persönlichkeit mit viel Herz und Menschenkenntnis. Leider widmet sich die Autorin der Ausarbeitung der Charaktere nicht so ausführlich, wie ich mir das wünschen würde. Dadurch bleiben die Figuren etwas blass und eindimensional.Dafür beschreibt sie eingehend einzelne Städte und Gegebenheiten, wodurch der Zeitgeist lebendig wird.May ist ein etwas spröder Charakter. Sie lügt nur ungern und hat das starke Bedürfnis, Tatsachen penibel widerzugeben, was bei Gesprächen für die ein oder andere lustige oder auch peinliche Situation sorgt. Sie hat wenig Gespür für Menschen und sagt einfach ungefiltert wie sie die Dinge sieht. Sie tut das nicht mit böser Absicht, sondern weil sie Menschen und Gefühle nur schwer einordnen kann. Es wirkt fast so, als ob bei ihr eine leichte Form von Emotionsstörung vorliegt. Trotz allem hat sie das Herz am richtigen Fleck.Es war jedoch für mich schwierig mit einem solchen Charakter mitzufiebern.Die Beschreibung des Lebens auf dem Theaterschiff und die Begeisterung Hugos für sein Schiff und die Aufführungen der Stücke haben mir gut gefallen. Auch die explosive Stimmung zwischen Nord- und Südstaaten war deutlich zu spüren und haben Dramatik in die Geschichte gebracht.Insgesamt habe ich diesen Schmöker doch gerne gelesen und dadurch die mir bisher fremde Welt der Theaterschiffe kennengelernt.

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  • Tolle Idee, nicht so tolle Umsetzung

    Das Schiff der Träume

    Faltine

    11. November 2017 um 14:38

    Inhalt: May wird nach dem Tod ihrer Mutter von ihrer Cousine als Schneiderin angestellt. May kann nicht lügen und wird deshalb immer wieder von ihr bloß gestellt. Comfort ist eine Schauspielerin mit unregelmäßigem Erfolg. Sie sind gerade auf dem Weg zu einem Theater, denn dort hat sie ein Rolle angeboten bekommen – doch sie kommen dort nicht an. Auf ihrem Schiff gibt es eine Explosion, das Schiff sinkt und May und Comfort werden getrennt. Als May ihre Cousine endlich wiederfindet, entlässt diese sie plötzlich und sie ist auf sich allein gestellt. Doch wenn eine Tür sich schließt, öffnet sich eine andere... Meine Meinung: Das Cover ist wunderschön, sogar die Klappen sind gestaltet. Die Kapitel sind manchmal etwas sehr lang für meinen Geschmack, was mein ''Lesevergnügen'' etwas beeinträchtigt hat. Ich habe eher geschaut, wann das Kapitel endlich zu Ende ist, anstatt mich auf den Text zu konzentrieren. Die Story hat mich vom Klappentext her sehr interessiert, doch als ich anfing zu lesen wurde ich schnell enttäuscht. Ich bin leider überhaupt nicht mit den Charakteren und dem Schreibstil klar gekommen. Entweder waren mir die Charaktere unsympathisch, oder sie konnten mich nicht mitreißen. Es war toll mit May ihren Weg zu gehen und zu sehen wie sie an sich wächst, aber der Funke ist leider nicht übergesprungen. Vielen Dank an den Verlag und das Bloggerportal für das Buch ♥

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  • Zu kühl und distanziert

    Das Schiff der Träume

    leserattebremen

    08. November 2017 um 16:01

    May Bedloe ist schüchtern und zurückhaltend, als sie 1838 ihre Cousine auf ein Schiff begleitet, das die zu ihrem nächsten Theaterengagement als Schauspielerin bringen soll. Doch ihre Wege trennen sich und plötzlich muss May sich alleine durchschlagen. Als Schneiderin und Kartenverkäuferin heuert sie auf einem Theaterschiff an und schnell stellt sie fest, dass sie sich in Umgebung der bunten Horde aus Schauspielern sehr wohl fühlt. Doch als gerade alles gut zu werden scheint, taucht eine unangenehme Bekanntschaft wieder auf und fordert einen Gefallen. Geht May das Risiko ein, alles wieder zu verlieren?Das Cover von „Das Schiff der Träume“ wirkte auf mich sehr romantisch, ebenso wie der Titel, der eine leidenschaftliche Geschichte vermuten ließ. Daher war ich etwas enttäuscht, dass sich der Roman von Martha Conway durch eine sehr kühle und distanzierte Erzählweise auszeichnet. Mit der Hauptfigur wurde ich nur schwer warm und es dauerte sehr lange, bis einen die Geschichte wirklich erreicht hat. Als ich mich gerade richtig eingelesen hatte, nahm dann die Geschichte eine Wendung, die für mich überhaupt nicht zu der bisherigen Story und auch nicht zu der Hautfigur passte, so dass ich mich mit dem gesamten Roman eher schwergetan habe. Positiv aufgefallen sind die detaillierten Beschreibungen der Lebens- und Arbeitsverhältnisse in der damaligen Zeit in den Südstaaten der USA, die einen schönen Einblick geben. „Das Schiff der Träume“ von Martha Conway ist ein historischer Roman, der einen schönen Einblick in die Zeit gibt, leider ist mir die Geschichte zu emotionslos erzählt und viele Figuren bleiben farblos.  

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  • Als May auszog, das Lügen zu lernen

    Das Schiff der Träume

    Dreamworx

    03. November 2017 um 13:34

    1838 Ohio. Die 22-jährige May Bedloe hat ein Händchen für die Schneiderei, doch steht sie seit ihrer Kindheit im Schatten ihrer Cousine Comfort Vertue, die als Schauspielerin im Land umher reist und für die May die Kleidung näht und in Ordnung hält. Comfort ist ihre einzige übrig gebliebene Familie. Auf einer Reise lernt Comfort die reiche Mrs. Howard kennen, die sich ihrer annimmt und Comfort dazu überredet, als Rednerin für die Befreiung von Sklaven zu agieren. Doch für May hat Mrs. Howard keine Verwendung, so dass diese auf einmal mutterseelenallein für sich selbst sorgen muss, denn auch Comfort kümmert sich nicht um sie. May findet mit viel Glück eine Anstellung als Mädchen für alles auf einem Theaterschiff bei Hugo Cushings Theatertruppe und lebt sich in Gesellschaft der illustren Gruppe schnell ein, weil sie sich akzeptiert und respektiert fühlt. Aber bald schon taucht Mrs. Howard mit Comfort im Schlepptau wieder auf und erpressen May, sich für ihre Sache einzusetzen. May widerstrebt das alles zutiefst, doch in ihrer verzweifelten Lage bleibt ihr gar nichts anderes übrig, dabei bringt ihr Tun nicht nur sie selbst in eine gefährliche Lage… Martha Conway hat mit ihrem Buch „Das Schiff der Träume“ einen sehr unterhaltsamen historischen Roman vorgelegt. Der Schreibstil ist flüssig, durch die Ich-Erzählweise wird der Leser schnell in die Zeit kurz vor dem amerikanischen Bürgerkrieg versetzt und hat direkten Anteil an Mays spannender Reise, ihren Gedanken und Gefühlen. Der Spannungsbogen wird sehr gemächlich aufgebaut, schraubt sich aber erst innerhalb des letzten Romandrittels in die Höhe. Der historische Hintergrund ebenso wie der Sklavenkonflikt zwischen den Nord- und den Südstaaten wurden von der Autorin sehr schön in die Handlung integriert und geben dem Leser einen Eindruck, welche Zustände damals geherrscht haben. Das Theaterschiff legt an vielen verschiedenen Städten an, so macht der Leser eine interessante Reise auf dem Ohio-River und lernt verschiedene Örtlichkeiten aufgrund der bildhaften Sprache der Autorin kennen. Die Charaktere sind sehr vielfältig und individuell angelegt, so dass ein bunter und exotischer Mix entsteht, der den Leser zu faszinieren weiß mit seiner Authentizität und Lebendigkeit. May ist eine eher zurückhaltende junge Frau, die immer absolut ehrlich ist, was ihr nicht immer zum Vorteil gereicht. Sie ist pragmatisch, dabei fleißig und sich für keine Arbeit zu schade. May ist hilfsbereit und geht die Dinge nacheinander an, Rückschläge nimmt sie hin, doch lassen diese sie nicht verzweifeln, sondern umso härter arbeiten, um voran zu kommen. Ihre Entwicklung während der Geschichte ist erstaunlich, denn zu Beginn hat sie sich von ihrer Cousine bevormunden und drangsalieren lassen, doch je länger sie allein auf sich selbst gestellt ist, umso selbständiger und selbstbewusster wird sie. Comfort ist eine egoistische und oberflächliche Person, bei der sich alles nur um sie drehen muss. Hugo Cushing ist ein etwas geheimnisvoller Mann, der das Herz auf dem rechten Fleck hat und mehr weiß, als er offen zugibt. Er kann Geheimnisse bewahren und kümmert sich wunderbar um seine Truppe. Auch die schillernden Theatermitglieder wie z.B. Mrs. Niffens oder Leo sind sehr interessante Persönlichkeiten, die der Geschichte durch ihr Handeln und Tun zusätzlich Farbe verleihen. „Das Schiff der Träume“ ist ein historischer Gesellschaftsroman, der durch seine farbenfrohe Erzählweise und die Vielfalt der Charaktere besticht. Sowohl der geschichtliche Hintergrund als auch die sich anbahnende Liebesgeschichte tragen zu einer guten Unterhaltung bei. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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  • Ein sehr schöner Frauenroman.

    Das Schiff der Träume

    _dieliebezumbuch

    30. October 2017 um 09:01

    Handlung: 1838 auf dem Ohio River: May Bedloe arbeitet als Schneiderin für ihre Cousine Comfort Vertue, eine gefeierte Schauspielerin. May hatte nie das Bedürfnis, im Scheinwerferlicht zu stehen, und ist mit ihrem einfachen Leben zufrieden. Doch dann trennt sich Comfort überraschend von May, und zum ersten Mal in ihrem Leben ist diese ganz auf sich allein gestellt. Aus der Not heraus heuert sie auf Hugo Cushings Theaterschiff an – und blüht auf. Denn die bunte, exotische Truppe, die ihr dort begegnet, lässt sie endlich zu sich selbst finden. Als ihr dann noch Hugo selbst Avancen macht, scheint ihrem Glück nichts mehr im Wege zu sein. Doch gerade als May ihren Platz im Leben gefunden zu haben glaubt, wird sie vor die größte Herausforderung ihres Lebens gestellt … Cover: Ich finde das Cover zu dem Buch „Das Schiff der Träume“ wunderschön gestaltet. Unten befindet sich ein Boot, das „Floating Theatre“ & oben erkennt man eine wunderschöne Dame, genauso habe ich mir die Hauptprotagonistin May auch vorgestellt. Meinung: Wie im Klappentext beschrieben geht es hier um May. Diese ist die Cousine von Comfort Vertue & arbeitet für diese als ihre persönliche Schneiderin, da Comfort als Schauspielerin tätig ist. May steht nicht gerne im Mittelpunkt & somit macht es ihr auch nichts aus im Schatten ihrer großen Cousine zu stehen. Eines Tages befinden die beiden sich auf einem Schiff.. es passiert eine Katastrophe & von nun an ist unsere May auf sich alleine gestellt. Wie der Zufall es so will, trifft sie irgendwann auf den Kapitän Hugo. Er gibt ihr die Gelegenheit auf seinem Theaterschiff als Näherin, Klavierspielerin usw. zu arbeiten. May nimmt diese Chance auch an & irgendwann wächst sie sogar über sich hinaus. Da dieses Buch ja im Jahre 1838 spielt, gab es damals ja in Amerika leider die Sklavenhaltung. Da May sich zu Beginn des Buches Geld von einer Dame leiht, (die GEGEN die Haltung von Sklaven ist) will diese natürlich irgendwann auch ihr Geld wieder zurück haben. Da May über das Geld jedoch nicht mehr verfügt, muss sie für diese Dame etwas erledigen. Etwas, was gegen die Haltung von Sklaven ist. Natürlich bringt May sich so in sehr große Gefahr, denn sollte sie dabei erwischt werden, kann ihr im schlimmsten Fall die Hinrichtung drohen. Wird es May schaffen mit ihrer Aufgabe? Oder passiert großes Unheil, über sie & über das Theaterschiff? Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Es wurde in der Ich-Perspektive geschrieben & ist somit leicht zu verstehen. Es ist ein wunderschöner Frauenroman, der jedoch nicht allzu spannend ist. Es ist auch keine Liebesgeschichte, denn die Liebe kommt nur ganz kurz am Schluss vor. Mit seinen fast 500 Seiten zieht sich jedoch die Geschichte ein wenig. Die Charaktere des Buches wirken alle sehr sympatisch, bis auf den ein oder anderen. Wer auf Frauenromane steht, die dann dazu auch noch im 19 Jahrhundert spielen, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Da mir die Spannung gefehlt hat & ich es am Ende sehr lang fand, jedoch es ja trotzdem eine schöne Geschichte war, gebe ich dem Buch 4/5 Sterne. Danke an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

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  • Das Schiff der Träume

    Das Schiff der Träume

    Mylittlebookpalace

    29. October 2017 um 08:45

    Handlung:1838 auf dem Ohio River: May Bedloe arbeitet als Schneiderin für ihre Cousine Comfort Vertue, eine gefeierte Schauspielerin. May hatte nie das Bedürfnis, im Scheinwerferlicht zu stehen, und ist mit ihrem einfachen Leben zufrieden. Doch dann trennt sich Comfort überraschend von May, und zum ersten Mal in ihrem Leben ist diese ganz auf sich allein gestellt. Aus der Not heraus heuert sie auf Hugo Cushings Theaterschiff an – und blüht auf. Denn die bunte, exotische Truppe, die ihr dort begegnet, lässt sie endlich zu sich selbst finden. Als ihr dann noch Hugo selbst Avancen macht, scheint ihrem Glück nichts mehr im Wege zu sein. Doch gerade als May ihren Platz im Leben gefunden zu haben glaubt, wird sie vor die größte Herausforderung ihres Lebens gestellt … Orte:Ja das Buch spielt an vielen verschiedenen Orten, die mir prsönlich sehr gefallen haben. Vor allem aber mochte ich das Schiff und deren Besatzung Alle Orte waren relativ gut beschrieben. Es hat auf jeden Fall etwas an sich, da es ja schon im 19.-Jahrhundert spielt und die Orte dann doch etwas anders sind, als heutzutage. Personen: Ich mochte die Personen leider nur so mittelmäßig. May mochte ich eigentlich noch ganz gerne. Allerdings mochte ich die meisten Personen nicht wirklich und sie waren mir zu oberflächlich, vielleicht liegt es an der Zeit in der das Buch spielt, aber ich mochte die meisten Personen einfach überhaupt nicht. Schreibstil: Ich hatte am Anfang ein paar Probleme mit dem Schreibstil, aber nach dem ersten Reinlesen, hatte ich keine großen Probleme damit und ich konnte das Buch sehr einfach und gut lesen. Ich mochte die Beschreibungen und auch ein paar von den Dialogen. Gestaltung: Ja ich finde das Cover sehr schön und es passt auch wahnsinnig gut zu dem Buch, also erst einmal das Schiff, welches wahrscheinlich das Theaterschiff darstellen soll und die Frau mit der alten Kleidung, die wahrscheinlich May ist. Ich finde das Cover und die Kapitelgestaltung sehr schön und es hat Spaß gemacht mir sie anzuschauen. Geschichte: Die Geschichte und ihre Grundidee hat mir soweit ganz gut gefallen, allerdings ist es an manchen Stellen sehr langweilig geworden und es hat sich langgezogen, was mir das Lesen ein bisschen erschwert hat. Trotzdem mochte ich die Handlung, die Grundidee und die spannenden Stellen sehr gerne. Fazit: Ich mochte das Buch soweit ganz gerne: Ich mochte die Handlung, die Gestaltung, den Schreibstil und die Orte. Was ich nicht so mochte waren die Geschichte, weil es manchmal ein bisschen langweilig geworden ist und die Personen mochte ich leider auch nicht so gerne, deswegen gebe ich 3 von 5 Sternen. An dieser Stelle, vielen dank an den Goldmann Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

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  • Weg in die Freiheit

    Das Schiff der Träume

    sommerlese

    16. October 2017 um 15:15

    Martha Conways Buch "Das Schiff der Träume" führt in die Zeit vor dem amerikanischen Bürgerkrieg. Der historische Roman erscheint als deutsche Erstveröffentlichung im Oktober 2017 im Goldmann Verlag und wurde übersetzt durch Christine Heinzius.   1838 in Cincinnati, Ohio. May Bedloe ist 22 Jahre und arbeitet als Schneiderin für ihre Cousine Comfort Vertue, eine hochnäsige Schauspielerin, die May herumkommandiert. Als sich schicksalshafte Dinge ereignen, werden die Cousinen getrennt. May heuert selbst auf einem Theaterschiff an und fühlt sich in der bunten Truppe wohl und blüht auf.  Doch die größte Herausforderung ihres Lebens wartet noch auf May und dieser Einsatz ist ziemlich gefährlich und folgenschwer.     Dieser Gesellschaftsroman dreht sich um die junge May Bedloe, die ihren Platz im Leben sucht und dabei ungeahnte Abenteuer erlebt und sich von einer schüchternen grauen Maus zu einer selbstbewussten und mutigen Frau entwickelt. Nach und nach lernen wir die verschiedenen Charaktere kennen, sehen, wie May von ihrer Cousine Comfort herumkommandiert wird und stossen später mit May auf eine bunte Truppe von Schauspielern und Zauberern auf einem Theaterschiff, die es in dieser Zeit wirklich gab. Es ist die Zeit der Anti-Sklaven-Bewegung, der sogenannten "Abolitionisten" und die Zeit vor dem amerikanischen Bürgerkrieg. Auch May wird in die Sache der Sklaven-Befreier gezogen und soll Sklaven über den Fluss in die Freiheit retten, was als strafbare Handlung angesehen wird.   Der Roman wird ruhig, aber detailgenau erzählt, doch es wird nicht langweilig. Mays Leben plätschert erst dahin wie das Wasser des Ohio, doch dann nimmt es gewaltige Fahrt auf und endet in einer Katastrophe, die für May den Wendepunkt ihres Lebens darstellt.   Da May Schneiderin ist, bekommt man immer wieder die Garderobe beschrieben und kann sich die Figuren bildhaft deutlich ausstaffiert vorstellen. Vieles muss aus Geldmangel improvisiert werden, auch das Bühnenbild. Man taucht sehr authentisch in die Zeit ein und erlebt das Leben auf dem Theaterschiff, die vielen Stationen am Fluss und die Menschen, die hier auf dem Schiff gute Unterhaltung und Abwechslung suchen. Mit May hat Martha Conway eine liebenswürdige Protagonistin geschaffen, die man gerne begleitet. Die besondere Atmosphäre liegt in den zeitgeschichtlichen Hintergründen, aber auch an dem Leben auf dem Theaterschiff.  Einfühlsam, detailliert und unterhaltsam ist der Erzählstil und man kann dieses Buch wunderbar an langen Winterabenden geniessen. Auch die Emotionen, die Situationsbeschreibungen und die Not der Sklaven zeigt die Autorin auf eine realistische und anschauliche Weise, die mich mitgenommen hat.    Hier kommt der Zeitgeist, die Atmosphäre und die Hoffnung auf Freiheit gut zum Ausdruck. Ein unterhaltsamer Roman für lange Abende im Winter.

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  • Das Schiff der Träume

    Das Schiff der Träume

    Maerchenfee

    16. October 2017 um 09:03

    Inhaltsangabe: 1838 auf dem Ohio River: May Bedloe ist Schneiderin und arbeitet für ihre Cousine Comfort. Als Schauspielerin möchte Comfort stets im Rampenlicht stehen, ist sehr verwöhnt und May steht daher ständig in ihrem Schatten, was ihr aber nichts ausmacht. Sie lernen Mrs. Howard kennen, die Comfort unter ihre Fittiche nimmt, für May aber keine Verwendung hat, daher trennt sich Comfort von ihr. In ihrer Not heuert sie auf Hugo Custings Theaterschiff an und lebt sich dort sehr schnell ein. Doch dann tauchen auf einmal Mays Schwester und Mrs. Howard wieder auf und zwingen May etwas zu tun, für das sie sogar getöt werden könnte..... Meine Meinung: Die erste Hälfte des Buches ist etwas ruhiger gehalten, wir lernen die Charaktere kennen und könnnen uns ein Bild von ihnen und der Theaterwelt machen. So mochte ich May von Anfang an und bis zum Ende der Geschichte wurde sie mir immer noch sympathischer. Ich glaube, May war von sich selber überrascht, was alles in ihr steckt. Nicht nur, dass sie ihr Leben von heute auf morgen alleine meistern mußte, sie lebte sich auch schnell in der Schauspielerwelt ein und als sie dann das "Verbotene" tat, wuchs sie über sich hinaus. Ab der zweiten Hälfte kommt dann auch so richtig Schwung und Spannung in die Geschichte. Für mich war dieser Ausflug in die Theaterwelt auf einem Schiff auch etwas neues, aber wie May fühlte ich mich dort ebenfalls sehr schnell wohl. So bunt und vielfältig wie das Theater waren auch die Charaktere und May findet sogar vertrauensvolle Unterstützer. Martha Conway versteht es sehr gut, dem Leser die politische Situation und das Leben des frühen 19. Jahrhunderts zu schildern. Ich fühlte mich bestens unterhalten, gerade die Mischung aus ruhigem Buch, welches nach und nach immer spannender wird und die Liebe sich im Hintergrund hält, hat mir sehr gut gefallen. Auch das Cover und die wunderschöne Innengestaltung des Buches verdienen ein ganz großes Extralob.

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  • Mein Leseeindruck

    Das Schiff der Träume

    ChattysBuecherblog

    16. October 2017 um 08:07

    Ich hielt ihr das Taschentuch hin. (1. Satz) Schon bei der Vorankündigung des Goldmann Verlags ist mir das Cover sofort ins Auge gestochen. Lag es an diesem Schiff? An der Frau? Am Titel? oder war es eine Mischung aus allem, was mich so neugierig machte? Ich wusste auf jedenfall, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Alles beginnt 1838 in Cincinnati, Ohio. Dort lernt der Leser die 22-jährige May kennen. May ist eine grundehrliche Person, die von ihrer Cousine gerne mal als etwas dümmlich hingestellt wird. Dann schlägt das Schicksal bitter zu und May heuert selbst auf einem Schiff an. Einem Theaterschiff, um genau zu sein. Sehr einfühlsam beschreibt MARTHA CONWAY einen Lebensabschnitt einer wirklich großartigen Frau. Sie lässt sich einfach nicht unterkriegen und versucht immer das Beste aus allem zu machen. Man erlebt die Höhe und Tiefen hautnah und fast schon spürbar mit. Ich war von der Geschichte so gefesselt, dass ich DAS SCHIFF DER TRÄUME kaum aus der Hand legen wollte. Auch durch das großzügige Schriftbild sind die Seiten nur so dahin geflogen. Ich wollte, nein, ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Sowohl die Protagonisten, als auch das Umfeld war sehr detailliert beschrieben, so dass ich oftmals das Gefühl hatte, inmitten des Geschehens zu sein. Sei es die Schiffexplosion, das Schwimmen ans rettende Ufer, die Verzweiflung plötzlich allein zu sein, der Hoffnungsschimmer auf eine sichere Zukunft oder auch die Bühnenauftritte....alles schien mir sehr realistisch und absolut nachvollziehbar. Fazit: Mit einem tiefen Seufzen habe ich das Buch beendet. Ein Seufzen voller Zufriedenheit und Dankbarkeit für die angenehmen und unterhaltsamen Lesestunden.

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