Martha Gellhorn

 4.3 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Reisen mit mir und einem Anderen, Das Wetter in Afrika und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Reisen mit mir und einem Anderen
 (4)
Erscheint am 24.10.2018 als Taschenbuch bei FISCHER Taschenbuch.

Alle Bücher von Martha Gellhorn

Sortieren:
Buchformat:
Martha GellhornReisen mit mir und einem Anderen
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Reisen mit mir und einem Anderen
Reisen mit mir und einem Anderen
 (4)
Erschienen am 24.10.2018
Martha GellhornDas Wetter in Afrika
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Das Wetter in Afrika
Das Wetter in Afrika
 (2)
Erschienen am 11.11.2011
Martha GellhornMuntere Geschichten für müde Menschen
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Muntere Geschichten für müde Menschen
Muntere Geschichten für müde Menschen
 (2)
Erschienen am 01.02.2008
Martha GellhornPaare
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Paare
Paare
 (1)
Erschienen am 15.02.2007
Martha GellhornMuntere Geschichten für müde Menschen
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Muntere Geschichten für müde Menschen
Muntere Geschichten für müde Menschen
 (1)
Erschienen am 01.09.2010
Martha GellhornAusgewählte Briefe
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Ausgewählte Briefe
Ausgewählte Briefe
 (1)
Erschienen am 27.11.2012
Martha GellhornPaare: Ein Reigen in vier Novellen
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Paare: Ein Reigen in vier Novellen
Paare: Ein Reigen in vier Novellen
 (0)
Erschienen am 27.11.2012
Martha GellhornReisen mit mir und einem Anderen: Fünf Höllenfahrten
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Reisen mit mir und einem Anderen: Fünf Höllenfahrten

Neue Rezensionen zu Martha Gellhorn

Neu
Claris avatar

Rezension zu "Reisen mit mir und einem Anderen" von Martha Gellhorn

Rezension zu "Reisen mit mir und einem Anderen" von Martha Gellhorn
Clarivor 7 Jahren

Als Reisen noch Abenteuer versprachen.

Martha Gellhorn war Kriegsberichtserstatterin und zu ihrer Zeit eine bekannte Schriftstellerin. Sie wurde zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts in St.Louis geboren. Abenteuerlustig, gewitzt und ein wenig exzentrisch wie so viele ihresgleichen aus den „Roaring Twenties“ führte sie ein aufregendes Leben, das sie in die wichtigsten Kriegs- und Krisengebiete Mitte des letzten Jahrhunderts führte. Sie nennt ihre Reisen auch „Höllenfahrten,“ und das waren sie wohl auch.

Von 1940 -1945 war sie mit dem ebenso das Reiseabenteuer suchenden Ernest Hemingway verheiratet, dessen erste Frau ebenfalls aus St.Louis/ USA( s. „Madame Hemingway“) stammte.
1941 reiste Martha Gellhorn nach China. Die zivilisationsverwöhnte Frau konnte dem Dreck, den Menschenmassen und der Fremdartigkeit dieser fernen Welt kaum standhalten. Ihren Begleiter nennt sie „UB“, was für unwilligen Begleiter steht. Unter diesem Namen verbirgt sich ihr Mann E. Hemingway, der ihr mit großer Geduld zur Seite stand. Ihre Launen und Verzweiflungen in dem völkerreichen Staat sind eine wahre Zumutung. Doch unermüdlich sucht Martha Gellhorn den Reiz des Neuen, der sie durch das Riesenreich der Chinesen führt. Vom Krieg zwischen Japan und China berichtet sie dem Chefredakteur der Zeitschrift „Collier,“ den sie als charmant und liebenswürdig beschreibt.

Man folgt der Autorin auf ihren Reisen, erleidet mit ihr die Unbilden und kann sich dem Charme der schmissig geschriebenen Erzählungen nicht entziehen. Immer neue Kriegsgebiete gilt es zu erkunden und ihre Erzählweise ist eruptiv, ehrlich und vermittelt hautnah ihre schmerzhaften Erfahrungen. Sie fühlt sich verführt, immer neue Abenteuer zu suchen. Naturschönheiten kann sie mit großem Entzücken beschreiben und gibt doch zugleich ihrer Verzweiflung über die kargen und entbehrungsreichen Unterkünfte Ausdruck.

In einem Nachwort von Sigrid Löffler hört man, wie sehr sie die Natur genoss, sofern sie noch unbeleckt vom Tourismus Einsamkeit und Stille bot.

Wer Ruhe und Zeit hat, wird sich mit Martha Gellhorn auf die Reise begeben und erstaunt sein, was man alles bei der Lektüre durch ihre Augen erlebt.
Dem Dörlemann Verlag ist es zu verdanken, dass wieder einmal ein schon fast vergessenes Werk, das zum ersten Mal 1978 erschienen ist, neu entdeckt werden kann.

Kommentieren0
8
Teilen
stories!s avatar

Rezension zu "Paare" von Martha Gellhorn

Rezension zu "Paare" von Martha Gellhorn
stories!vor 9 Jahren

Als Kriegsreporterin berichtete Martha Gellhorn von 1937 bis zum Ende des kalten
Krieges von jedem wichtigen internationalen Konflikt. In dem wunderbar melancholischen Erzählband lotet sie psychologisch scharfsinnig die Varianten
von Paarbeziehung aus – vier Novellen von der Liebe, von Selbsttäuschungen und vom Scheitern.

Kommentieren0
4
Teilen
HeikeGs avatar

Rezension zu "Das Wetter in Afrika" von Martha Gellhorn

Rezension zu "Das Wetter in Afrika" von Martha Gellhorn
HeikeGvor 10 Jahren

Krieg auf allen Ebenen
.
Am 8. November diesen Jahres wäre Martha Gellhorn 100 Jahre alt geworden. Hierzulande ist sie hauptsächlich als Ehefrau von Ernest Hemingway (1940 - 1944) bekannt. Ganz anders dagegen im angelsächsischen Raum, wo ihre zahlreichen Romane, Prosastücke und Reportagen zu modernen Klassikern zählen und die ehemalige Kriegsberichtsreporterin nicht nur als "die Fußnote im Leben eines anderen" (Zitat M. Gellhorn) wahrgenommen wird.
.
Nun bietet der Dörlemann Verlag dem deutschsprachigen Publikum in neuen, eleganten Übersetzungen von Miriam Mandelkow einen Einblick in die Prosa der Autorin, die sich stets durch messerscharfe Beobachtungen politischer und menschlicher Kriegsschauplätze auszeichnete. Den Auftakt der hochwertig gestalteten Reihe machte "Paare: Ein Reigen in vier Novellen", gefolgt von "Muntere Geschichten für müde Menschen" und dem vorliegenden Band "Das Wetter in Afrika". In allen darin enthaltenen Novellen schwingt immer der gleiche Grundtenor mit: die Welt der Gegensätze. Sei es nun die zwischen Frau und Mann, Krieg und Frieden oder aber Schwarz und Weiß.
.
Afrika war Martha Gellhorns große Liebe. Nicht nur zahlreiche Reisen führten sie hierher, sondern sie besaß zeitweise selbst ein eigenes Haus in Kenia. Diese Zuneigung merkt man auch den drei Novellen dieses Buches an. Wunderschöne Landschaftsbeschreibungen zeichnen ein stimmungsvolles Bild dieses von politischen Umbrüchen geprägten Schwarzen Kontinents. Noch regieren die Weißen, haben die reichen Farmer das Sagen, doch die politische Unabhängigkeit steht kurz bevor. Alle drei Novellen spielen in den 1950er und 1960er Jahren in Ostafrika. Gellhorn verlagert die politischen Konflikte, die latent zu spüren sind, zumeist in offene Geschlechterkämpfe.
.
Den Auftakt gestaltet "Auf dem Berg". Hier geht es um die obsessive, demütigende, sexuelle Beziehung einer blondgelockten, hellhäutigen, hübschen, aber arroganten und verwöhnten Tochter eines Hotelierehepaares zu einem korrupten schwarzen Beamten, aus der letztendlich beide als Verlierer herausgehen.
.
Auch die längste Novelle des Bandes "Im Hochland" erzählt von einer beinahe ruinösen Beziehung eines jungen kriegstraumatisierten Engländers zu einer sich nach der Ehe schnell von einer liebenswürdigen, zu einer keifenden Gattin wandelnden Frau. Der kalte Krieg zwischen beiden lässt ihm den Seelenfrieden an seiner Farm, die er einst heruntergewirtschaftet übernommen, nun jedoch zu einem blühenden "Wirtschaftsunternehmen" gewandelt hat, beinahe nehmen. Erst die Zuwendung zu einem kranken und vernachlässigten, farbigen Baby gibt ihm die innere Ruhe zurück. Seine Gattin tut es ihm gleich, auch wenn das von ihr adoptierte Mädchen keinen größeren Kontrast darstellen dürfte. Diese beiden so ungleichen Kinder geben letztendlich der Geschichte die entscheidende Wende.
.
Die Novelle "Am Meer" spart hingegen den Geschlechterkampf aus. Hier ist eine alleinreisende Engländerin die "Heldin". Sie will in einem ostafrikanischen Luxushotel den Verlust ihres eigenen Kindes, das an Leukämie starb, und ihre sich daraus entwickelte akute Depression "behandeln". Doch muss sie einen weiteren tragischen Verlust hinnehmen, der sie endgültig aus der Bahn wirft.
.
Neben wunderschönen, facettenreichen und schillernden Landschaftsbeschreibungen ist der zentrale Konflikt zwischen Schwarzen und Weißen stets allgegenwärtiges Thema und Spannungsfeld in Martha Gellhorns Erzählungen. In kurzen, knappen, geschliffenen Sätzen, manchmal beinahe stakkatoartig, bringt sie Fremdheit, Träume, Zerwürfnisse und verlorene Illusionen auf den Punkt. Glaubhaft schildert sie die postkoloniale Zeit in Ostafrika. Aus scheinbar harmlosen Alltagssituationen können mit einem Mal messerscharfe Konfrontationen entstehen, die manchmal gar in tragische Katastrophen münden.
.
Fazit:
Martha Gellhorn zeichnet mit schnörkellosem Sarkasmus ein kluges und kritisches Bild der Atmosphäre auf dem Schwarzen Kontinent zwischen Kolonialherrschaft und Unabhängigkeit.

Kommentieren0
23
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 36 Bibliotheken

auf 8 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks