Martha Grimes

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Martha Grimes

Lebenslauf von Martha Grimes

Martha Grimes, geboren am 2.5.1931 in Pittsburgh, USA, ist eine amerikanische Schriftstellerin und gilt als Koryphäe des klassischen Kriminalromans. Die Tochter eines Rechtsanwaltes begann während ihres Studiums der Anglistik Gedichte zu schreiben. 1981 veröffentlicht sie ihren ersten Roman. Heute ist Martha Grimes Professorin für Literatur und Kreatives Schreiben. Sie ist aktive Tierschützerin und stiftete einen Teil ihres Einkommens zu „Das Mädchen ohne Namen“ an eine Tierschutzorganisation. Mit der Figur des Inspektors Jury kreiert sie eine eigene Kriminalreihe, die seit 1981 jährlich erscheint. Inspektor Richard Jury wird immer wieder aufs Neue in komplizierte Fälle verwickelt. Er wird hierbei stets von seinem langjährigen Freund Melrose Plant begleitet. Dieser ist für seine heitere und unterstützende Art bekannt. Martha Grimes zeichnet dabei um den Protagonisten Jury ein Umfeld, welches interessante Nebenhandlungen erzeugt. Der Inspektor ist ledig und lebt in einer Wohngemeinschaft zusammen mit der viel jüngeren und attraktiven Carole Anne und weiteren Hausbewohnern, wie der alten Mrs. Wassermann. Jurys Chef Racer, ein aufbrausender Abteilungsleiter, der ihn auch dann zum Dienst ruft, wenn andere Kollegen verfügbar wären. Alle Jury-Kriminalromane besitzen düstere Mordgeschichten, andererseits beschreibt Martha Grimes humorvolle Nebenhandlungen. In den Inspektor-Jury-Romane erfahren die Protagonisten eine charakterliche Entwicklung, was die Serie so besonders lesenswert macht. Martha Grimes wird hinsichtlich der traditionellen Kriminalromane gern mit Agatha Christie verglichen.

Neue Bücher

Inspektor Jury und der Weg des Mörders

 (1)
Neu erschienen am 20.05.2019 als Hardcover bei Goldmann.

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Inspektor Jury schläft außer Haus

Inspektor Jury schläft außer Haus

 (165)
Erschienen am 01.01.1987
Inspektor Jury sucht den Kennington-Smaragd

Inspektor Jury sucht den Kennington-Smaragd

 (115)
Erschienen am 01.09.2003
Inspektor Jury bricht das Eis

Inspektor Jury bricht das Eis

 (110)
Erschienen am 01.10.2003
Inspektor Jury spielt Katz und Maus

Inspektor Jury spielt Katz und Maus

 (97)
Erschienen am 19.12.2016
Inspektor Jury besucht alte Damen

Inspektor Jury besucht alte Damen

 (91)
Erschienen am 18.08.2008
Inspektor Jury geht übers Moor

Inspektor Jury geht übers Moor

 (88)
Erschienen am 07.04.2008
Inspektor Jury lichtet den Nebel

Inspektor Jury lichtet den Nebel

 (88)
Erschienen am 07.09.2009

Neue Rezensionen zu Martha Grimes

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Rezension zu "Inspektor Jury bricht das Eis" von Martha Grimes

Rezension zu "Inspektor Jury bricht das Eis"
Bianca_Dennemarkvor 5 Tagen

Inspektor Jury bricht das Eis

von Martha Grimes

Verlag: Rowohlt Taschenbuch


Inhalt: Weihnachten steht kurz vor der Tür und Inspektor Jury ist auf dem Weg, um die Feiertage bei seiner Cousine zu verbringen. Noch auf der Durchreise begegnet er einer Frau, die ihm sehr ähnlich scheint und sein Interesse weckt. Als er kurz darauf vor ihrer Leiche steht, glaubt er keine Sekunde an einen Unfall. Als noch eine weitere Frau – nicht weit entfernt – tot aufgefunden wird, erhärtet sich sein Verdacht. Die beiden Frauen wurden ermordet.

Meinung: Martha Grimes beschreibt die Schauplätze und Personen sehr ausführlich, sodass man sich Beides bildlich gut vorstellen kann. Diese Ausführlichkeit kann jedoch - besonders am Anfang - langweilig und mühsam sein. Hinzu kommt die Einführung unzähliger Charaktere nacheinander, von denen nicht alle eine wichtige Rolle in der Handlung spielen. Bei manchen Szenen habe ich mich gefragt, ob diese wirklich für das Weiterkommen der Geschichte nötig sind oder ob sie bloß der Verlängerung des Romans dienen. So lässt die Spannung sehr lange auf sich warten und die erste Hälfte des Buches war für mich ein Kampf gegen das vorzeitige Beenden.

Doch zum Glück erscheint in dem Moment Melrose Plant - ein Bekannter von Jury - mit seinem trockenen Humor und seiner nervigen Tante. Die Sticheleien der Beiden sind wirklich amüsant und die Autorin hat in dem Punkt genau meinen Geschmack getroffen. Zudem finde ich Melrose Plant und sein Wesen um Einiges interessanter, als bei unserem Hauptprotagonisten. Als schließlich die zweite Frau tot aufgefunden wird, ist die langersehnte Spannung da. Das letzte Drittel hat mich dann förmlich gepackt und ich habe die Seiten verschlungen. Bis zum Schluss, der mich leider enttäuscht hat und so manche Frage offen ließ.

Fazit: Erst nach der Hälfte des Buches tritt Spannung auf. Die unzähligen Personen sind ermüdend und das Ende leider enttäuschend. Für Inspektor Jury – Leser vielleicht ganz interessant, aber ich würde dieses Buch nicht noch ein weiteres Mal lesen.

2 von 5 Sternen

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M

Rezension zu "Inspektor Jury und der Weg des Mörders" von Martha Grimes

Verschlungen, unterhaltsam, aber auch hier und da zu konstruiert erzählt
michael_lehmann-papevor 16 Tagen

Verschlungen, unterhaltsam, aber auch hier und da zu konstruiert erzählt

Vorweggesagt, der Titel passt perfekt zum Inhalt, denn am Ende geht es um reale und geographische Wege, die eine harte Nuss zu knacken sind für Inspektor Jury. Wer ist der Mörder und wie hat er sich verkehrstechnisch bewegt, das ist nicht nur wichtig für die Auflösung des Falles, damit beginnt zunächst der neue Jury auch.

Denn dass da einer vor einem elitären Spielclub in London ein attraktives Paar einfach so erschießt und sich dann in aller Seelenruhe mit vorgehaltener Waffe ein Taxi zu Waterloo Station nimmt, das ist schon außergewöhnlich.

Wie auch die Reisebegleitung des Mannes dann auf dem Flug nach Kenia.

Was aber ein Glücksfall für den wieder bestens in Szene gesetzten Krimi ist. Denn die „Begleitung“ entpuppt sich als nahezu „unverwüstlich“, clever und mutig, was sich bei Weitem nicht nur in diesem Fußmarsch in Kenia bei Nacht erweisen wird, sondern für Melrose Plent, nach „Anlaufproblemen“ sowohl Hilfe als auch Inspiration darstellen wird.

Denn dieser befindet sich in Kenia. Natürlich ohne es zu Anfang zu wollen. Baer Richard Jury hat so seine Tricks, andere von „Notwendigkeiten“ zu überzeugen. Und sei es, Erz-Konkurrenten eben stattdessen anzufragen.

Wobei jener Trueblood natürlich auch eine wichtige Aufgabe übernimmt, die er auf seine legere, coole, lässige Art mal wieder übererfüllt.

Und so ist Jury einem Täter auf der Spur, der in inmitten dunkler Geschäfte, erfolgreicher Galerie-Besitzer, afrikanische Kunst und nicht einfache Familienverhältnisse führen wird bis hin zu einem eigentlich nicht erreichbaren Pub in London, der für Fahrer schwarzer Taxis eine Art Heimat darstellt.

Wobei es dem Werk, ehrlich gesagt, ebenfalls überaus gut zu Gesichte steht, dass die privaten Lebensumstände Jurys, anders als im ein oder anderen Vorgängerband, bis auf humorige und etwas schräge private Bekannte, keine sonderliche Rolle spielt sondern einzig und allein der Fall und die Wege der Recherchen und deren Auflösung den roten Faden bildet.

Was Grimes nicht hindert, auch Nebengeschichten zu erzählen (wie die der Jugendzeit Trueblodds, die sich aber jederzeit bestens zu lesen und als organisch ohne Brüche eingefügt im Buch darstellen.

Ob nun Plent in Afrika mit seinen inneren Annäherungen und dem festen Vorsatz, am Besten die ganze Kolonialgeschichte rückgängig zu machen, ob Trueblood im Kasino mit geschickten Fingern, die an Rasierklingen intensive trainiert wurden in der Jugend oder ob Patty, die Göre vom Londoner Flughafen, oder auch im Blick auf viele Nebenpersonen (die Safari-Gruppe und andere), mit leicht wirkender Hand setzt Grimes all diese Personen breiter oder konzentriert in Szene, so dass im Gesamten eine lebendige Lektüre wie „mitten aus dem Leben“ erzählt entsteht.

Wobei die ein oder andere Begegnung (im Safari-Camp) doch recht konstruiert wirkend erst zustande kommt und schon die ersten Szenen des Kriminalromans auch ein stückweit gekünstelt vorliegen, denn im Ernst kann man kaum annehmen, dass sich ein Killer in einem Taxi gemächlich durch halb London bewegt und unbeschadet einen Bahnhof und einen Flughafen betritt, um in aller Seelenruhe abzufliegen. Einer gewisse mit teils vagen Zufällen arbeitende polizeiliche Untersuchung, deren Auflösung realen Situationen auch nicht in jeder Hinsicht standhält.

„Richard, jetzt lesen Sie mir mal von den Lippen ab…..“
„Wir sind am Telefon“.

Dennoch, mit trockenem Humor versehen und einer gewissen Leichtigkeit, einem interessanten Fall und mit allseits auch unterhaltsam zu lesenden Ermittlungen und Ereignissen ist das Buch durchaus eine gelungene Lektüre.

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F

Rezension zu "Das Mädchen ohne Namen" von Martha Grimes

Kein Must-Read
Frunehvor einem Jahr

Das Buch handelt von einem Mädchen, das eines Tages ohne Erinnerungen in einer Pension aufwacht und zu Beginn nur weiß, dass sie dort mit einem Mann, der sich als ihr ‚Daddy‘ ausgab, angekommen ist. 
Ziemlich am Anfang der Geschichte trifft sie Mary, die sie auf ihrer Reise, auf der Andi (so nennt sich ‚das Mädchen ohne Namen‘) ‚Daddy‘ finden und ihn stellen will, begleiten wird. 
Andi erzählt Mary was in der Pension geschehen ist, und was sie in den vier Monaten getan hat, bevor sie auf Mary traf, bevor sie dann tatsächlich aufbrechen, um ‚Daddy‘ zu finden. 
Auf der Reise treffen die Mädchen auf viele Personen und Tiere, wobei vor allem auf Letztere im Buch viel Wert gelegt wird.

Die Geschichte ist in fünf große Hauptteile (wenn man die ersten Kapitel als Teil sieht, obwohl dieser keinen eigenen Namen bekommt) gegliedert. Es gibt einen Prolog, 47 Kapitel und einen Epilog. Insgesamt besteht das Werk as 416 Seiten.

Thematisch bekommt man viel von der Nordamerikanischen Landeskunde geboten, vor allem wird natürlich viel über die Gebiete erzählt, durch die die Reise die Mädchen führt. Auch Details über Tiere, deren natürliche Umgebung und Verhalten werden dargelegt, vor allem Kojoten scheinen es der Autorin angetan zu haben. Auch die spirituellen Riten und Ansichten der Native Americans wird kurz thematisiert, wobei man hier manchmal den Eindruck hat, es wurde nur so eingestreut. Interessant sind die Passagen, in denen die Mädchen anderen begegnen, da hier oft das Studium von Verhalten anderer mit eingebracht wird. Vor allem Andi versteht es, in anderen ‚zu lesen‘. Generell wird die Menschheit als tendenziell böse dargestellt, und jegliche Art von Gewalt hat hier irgendwie Unterschlupf gefunden. 
Beim Lesen ist mir im Bezug auf die Sprache ein gewisses Paradoxon aufgefallen: obwohl ich der Meinung bin, dass sich das Buch sehr einfach lesen lässt, wirkt die Ausdrucksweise doch holprig, wenn man sich genauer darauf konzentriert. Generell ist alles aber so beschrieben, dass man es sich gut vorstellen kann. Wenn es um die Natur geht, wird der Leser voll in die Wälder und Flüsse transportiert. Andi erzählt Mary die Vorkommnisse in der Pension und danach in einer Art ‚Geschichte-in-der-Geschichte‘, was erfolgreich umgesetzt wurde. Auch an anderen Stellen, wenn es zu einem Wechsel in der Zeit kommt, wird dies immer deutlich und man fühlt sich nicht desorientiert. 
Was jedoch verwirrend ist, sind die Sprünge zwischen den beiden Mädchen. Nicht immer war mir klar, wer gerade spricht oder in wessen Gedanken man sich gerade befindet. Deshalb weiß ich jetzt, nach Beenden des Buches nicht komplett sicher, ob der Hauptteil nicht nur aus der Perspektive Marys beschrieben wird. Dass von Andis Sicht vor allem im Mittelteil und gegen Ende des Buches nicht viel gesagt wird, fand ich befremdlich, da sie ja die Protagonistin ist. Die Sicht Marys, die Andi für meinen Geschmack etwas zu sehr bewundert (immer wieder liest man, wie beeindruckt Mary von der etwa 3 Jahre Älteren ist) finde ich nicht sehr gut gewählt. 
Auch dass Andi ihren Gedächtnisverlust so relativ gelassen hinnimmt - eher unglaubwürdig (selbst wenn man bedenkt, dass sie zum Zeitpunkt des Treffens der Mädchen schon 4 Monate gedächtnislos ist). Was am Unglaubwürdigsten ist, sind jedoch die Zufälle, die das Buch durchziehen wie ein roter Faden, und für einen Roman, der sonst realitätsgetreu ist, meiner Meinung nach nicht sehr angebracht sind. Vieles wird zwar versucht zu erklären; die Herleitung ergab sich mir aber nie vollständig. Was mir auch aufgefallen ist, jedoch kein allzugroßer Minuspunkt ist, ist dass Erklärungen zu Tatbeständen manchmal erst kommen, wenn sich der Bestand wieder ändert. Hier wäre es mir lieber, wenn man gleich während etwas vor sich geht alles mitbekommt, und nicht im Nachhinein darauf eingegangen wird, weil man der Geschichte ja beim Entfalten zusieht. 
Die Protagonisten an sich sind mir schon sympathisch, wenn man davon absieht, dass es Kinder sind, die mit einem Auto durch die USA düsen (ja, es sind Kinder, die viel erlebt haben, ich finde ihr Alter aber trotzdem merkwürdig gewählt). Generell werden aber alle handelnden Personen gut charakterisiert. Vor allem die Personen, die sie auf der Reise treffen. Zwischen ihnen kommt es auch zu lebhaften Dialogen. Diese Begegnungen und die Hauptstory waren für mich ausschlaggebend, weiterzulesen.
Ich schreibe ‚Hauptstory‘, weil es auch weitere, ‚nebensächliche’ Handlungsstränge gibt. Jedoch nehmen diese, vom Tierschutz handelnden, Stränge sehr viel Platz im Buch ein. Ja, sie werden alle zusammengeführt und es ergibt Sinn, aber es ist nicht das was ich erwartet habe. Und auch wenn ich solche Überraschungen manchmal mag, finde ich irgendwie hier hat es nicht ganz gepasst.
Die Hauptstory, wie sie ‚Daddy‘ suchen, fand ich sehr interessant und auch die Auflösung fühlte sich stimmig an, und es war doch eher ‚was Neues‘. 

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Zusätzliche Informationen

Martha Grimes wurde am 02. Mai 1931 in Pittsburgh (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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