Das Mädchen ohne Namen

von Martha Grimes 
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Das Mädchen ohne Namen
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Alles in Allem kein schlechtes Buch, aber auch kein Must-Read.

Krimifee86s avatar

Eine Geschichte, die sich alleine aus den Vorhersehungen einer 17-jährigen speist, ist leider absolut unglaubwürdig.

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Inhaltsangabe zu "Das Mädchen ohne Namen"

Als die 17-jährige Andi eines Morgens in einer Pension irgendwo in New Mexico erwacht, ist sie entsetzt. Denn sie kann sich an nichts mehr erinnern: die letzte Nacht, ihre Herkunft, ihr Name, alles scheint wie ausgelöscht. Angst macht ihr auch die Auskunft der redseligen Wirtin, sie sei am Abend zuvor mit ihrem „Daddy“ angereist. Instinktiv spürt Andi, dass von diesem Mann, der behauptet ihr Vater zu sein, höchste Gefahr ausgeht. Sie ergreift die Flucht - doch dann fasst sie gemeinsam mit ihrer neuen Freundin Mary den Entschluss, die Rollen zu vertauschen und selbst zur Jägerin zu werden ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442467532
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:415 Seiten
Verlag:Goldmann Verlag
Erscheinungsdatum:19.05.2008

Rezensionen und Bewertungen

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    Frunehvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Alles in Allem kein schlechtes Buch, aber auch kein Must-Read.
    Kein Must-Read

    Das Buch handelt von einem Mädchen, das eines Tages ohne Erinnerungen in einer Pension aufwacht und zu Beginn nur weiß, dass sie dort mit einem Mann, der sich als ihr ‚Daddy‘ ausgab, angekommen ist. 
    Ziemlich am Anfang der Geschichte trifft sie Mary, die sie auf ihrer Reise, auf der Andi (so nennt sich ‚das Mädchen ohne Namen‘) ‚Daddy‘ finden und ihn stellen will, begleiten wird. 
    Andi erzählt Mary was in der Pension geschehen ist, und was sie in den vier Monaten getan hat, bevor sie auf Mary traf, bevor sie dann tatsächlich aufbrechen, um ‚Daddy‘ zu finden. 
    Auf der Reise treffen die Mädchen auf viele Personen und Tiere, wobei vor allem auf Letztere im Buch viel Wert gelegt wird.

    Die Geschichte ist in fünf große Hauptteile (wenn man die ersten Kapitel als Teil sieht, obwohl dieser keinen eigenen Namen bekommt) gegliedert. Es gibt einen Prolog, 47 Kapitel und einen Epilog. Insgesamt besteht das Werk as 416 Seiten.

    Thematisch bekommt man viel von der Nordamerikanischen Landeskunde geboten, vor allem wird natürlich viel über die Gebiete erzählt, durch die die Reise die Mädchen führt. Auch Details über Tiere, deren natürliche Umgebung und Verhalten werden dargelegt, vor allem Kojoten scheinen es der Autorin angetan zu haben. Auch die spirituellen Riten und Ansichten der Native Americans wird kurz thematisiert, wobei man hier manchmal den Eindruck hat, es wurde nur so eingestreut. Interessant sind die Passagen, in denen die Mädchen anderen begegnen, da hier oft das Studium von Verhalten anderer mit eingebracht wird. Vor allem Andi versteht es, in anderen ‚zu lesen‘. Generell wird die Menschheit als tendenziell böse dargestellt, und jegliche Art von Gewalt hat hier irgendwie Unterschlupf gefunden. 
    Beim Lesen ist mir im Bezug auf die Sprache ein gewisses Paradoxon aufgefallen: obwohl ich der Meinung bin, dass sich das Buch sehr einfach lesen lässt, wirkt die Ausdrucksweise doch holprig, wenn man sich genauer darauf konzentriert. Generell ist alles aber so beschrieben, dass man es sich gut vorstellen kann. Wenn es um die Natur geht, wird der Leser voll in die Wälder und Flüsse transportiert. Andi erzählt Mary die Vorkommnisse in der Pension und danach in einer Art ‚Geschichte-in-der-Geschichte‘, was erfolgreich umgesetzt wurde. Auch an anderen Stellen, wenn es zu einem Wechsel in der Zeit kommt, wird dies immer deutlich und man fühlt sich nicht desorientiert. 
    Was jedoch verwirrend ist, sind die Sprünge zwischen den beiden Mädchen. Nicht immer war mir klar, wer gerade spricht oder in wessen Gedanken man sich gerade befindet. Deshalb weiß ich jetzt, nach Beenden des Buches nicht komplett sicher, ob der Hauptteil nicht nur aus der Perspektive Marys beschrieben wird. Dass von Andis Sicht vor allem im Mittelteil und gegen Ende des Buches nicht viel gesagt wird, fand ich befremdlich, da sie ja die Protagonistin ist. Die Sicht Marys, die Andi für meinen Geschmack etwas zu sehr bewundert (immer wieder liest man, wie beeindruckt Mary von der etwa 3 Jahre Älteren ist) finde ich nicht sehr gut gewählt. 
    Auch dass Andi ihren Gedächtnisverlust so relativ gelassen hinnimmt - eher unglaubwürdig (selbst wenn man bedenkt, dass sie zum Zeitpunkt des Treffens der Mädchen schon 4 Monate gedächtnislos ist). Was am Unglaubwürdigsten ist, sind jedoch die Zufälle, die das Buch durchziehen wie ein roter Faden, und für einen Roman, der sonst realitätsgetreu ist, meiner Meinung nach nicht sehr angebracht sind. Vieles wird zwar versucht zu erklären; die Herleitung ergab sich mir aber nie vollständig. Was mir auch aufgefallen ist, jedoch kein allzugroßer Minuspunkt ist, ist dass Erklärungen zu Tatbeständen manchmal erst kommen, wenn sich der Bestand wieder ändert. Hier wäre es mir lieber, wenn man gleich während etwas vor sich geht alles mitbekommt, und nicht im Nachhinein darauf eingegangen wird, weil man der Geschichte ja beim Entfalten zusieht. 
    Die Protagonisten an sich sind mir schon sympathisch, wenn man davon absieht, dass es Kinder sind, die mit einem Auto durch die USA düsen (ja, es sind Kinder, die viel erlebt haben, ich finde ihr Alter aber trotzdem merkwürdig gewählt). Generell werden aber alle handelnden Personen gut charakterisiert. Vor allem die Personen, die sie auf der Reise treffen. Zwischen ihnen kommt es auch zu lebhaften Dialogen. Diese Begegnungen und die Hauptstory waren für mich ausschlaggebend, weiterzulesen.
    Ich schreibe ‚Hauptstory‘, weil es auch weitere, ‚nebensächliche’ Handlungsstränge gibt. Jedoch nehmen diese, vom Tierschutz handelnden, Stränge sehr viel Platz im Buch ein. Ja, sie werden alle zusammengeführt und es ergibt Sinn, aber es ist nicht das was ich erwartet habe. Und auch wenn ich solche Überraschungen manchmal mag, finde ich irgendwie hier hat es nicht ganz gepasst.
    Die Hauptstory, wie sie ‚Daddy‘ suchen, fand ich sehr interessant und auch die Auflösung fühlte sich stimmig an, und es war doch eher ‚was Neues‘. 

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    Krimifee86s avatar
    Krimifee86vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Geschichte, die sich alleine aus den Vorhersehungen einer 17-jährigen speist, ist leider absolut unglaubwürdig.
    Andi und Mary auf Reise

    Klappentext: Als die 17-jährige Andi in einer kleinen Pension irgendwo in New Mexico erwacht, glaubt sie sich in einem Alptraum. Denn sie hat keinerlei Erinnerung mehr – ihr Name, ihre Vergangenheit, alles ist plötzlich wie ausgelöscht. Vor allem die Aussage der redseligen Wirtin, sie sei am Abend zuvor von ihrem Vater hergebracht worden, macht Andi Angst. Sie spürt, dass sie in Gefahr ist und ergreift in Panik die Flucht vor dem mysteriösen Unbekannten …

    Cover: Auf dem Cover von „Das Mädchen ohne Namen“, sehen wir ein Haus, das irgendwie einsam aussieht, obwohl es einen Großteil des Bildes einnimmt. Ich kann damit nicht allzu viel anfangen. Ich weiß nicht, ob das Marys Haus sein soll oder was genau uns das Haus sagen soll. Aber richtig verstehen, tue ich das Cover nicht. Davon ab finde ich es relativ langweilig und lieblos.

    Schreibstil: Der Schreibstil von Martha Grimes ist ohne Zweifel als spannend zu beschreiben. Sie schafft es, den Leser mitzuziehen und ihn neugierig darauf zu machen, wie es weitergeht. Das selbst dann, wenn der Leser (so wie ich) die Geschichte an sich schon gar nicht mehr toll findet. Denn die einzelnen Situationen sind trotzdem alle so geschildert, dass man unbedingt die Lösung wissen möchte.
    Leider war der Charakter von Andi für mich nicht glaubwürdig. Sie handelt viel zu intuitiv und weiß für jemanden, der sein Gedächtnis verloren hat, viel zu viel. Außerdem ist sie für eine 17-jährige viel zu erwachsen, zu mutig, zu selbstbewusst.
    Ihre Freundin Mary hingegen hat mir besser gefallen, denn sie war ein Charakter, dem man seine Gefühle abgenommen hat und der auch durchaus mal Angst gezeigt hat und kritisch war.
    Insgesamt konnte aber auch der positive Schreibstil leider nicht über die schwache Geschichte hinwegtrösten, die mich wirklich sehr enttäuscht hat.

    Die Story: Am Anfang hat mir die Geschichte wirklich gut gefallen, denn es war spannend zu beobachten, wie Andi, die ihr Gedächtnis verloren hat, alleine ihr Leben meistert und allen aufkommenden Widrigkeiten trotzt. Dann lernt sie Mary kennen und gemeinsam beschließen die beiden, herauszufinden, wer Andi wirklich ist, wo sie herkommt und wer der Mann ist, von dem Andi glaubt, dass er sie entführt hat.
    Und ab diesem Zeitpunkt wird die Geschichte höchst abenteuerlich. Eine 14-jährige und eine 17-jährige (beide ohne Führerschein!) die sich auf eine Fahrt quer durch die USA machen und dabei eigentlich nur aufgrund von Andis Intuition handeln und agieren. Nichts davon ist logisch oder ergibt auch nur annähernd einen Sinn. Auch die Auflösung ist höchst kurios und lässt mich sehr unbefriedigt zurück.
    Mir hat die Geschichte leider nicht gefallen.

    Fazit: Nachdem ich das Buch am Anfang richtig gut fand und unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht, ist die Geschichte dann für mich in eine Richtung abgedriftet, die ich nicht mehr nachvollziehen konnte. Das Lesen hat keinen Spaß mehr gemacht, weil man nicht wusste, warum Andi so handelt wie sie handelt und sich der Sinn des Ganzen auch einfach nicht mehr erschlossen hat. Ich vergebe zwei Punkte und das auch nur, weil mir der Anfang so gut gefallen hat.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Rezension zu "das Mädchen ohne Namen" von Martha Grimes

    Hm.. Nichts, was man braucht..
    Die Geschichte ist an sich ganz ok, aber irgendwie auch alles an den Haaren herbei gezogen. Die Geschichte, um die es dann geht, ist doch etwas fragwürdig. Auch finde ich es irgendwie nicht so schön, dass man dieses total offene Ende hat, denn manche Fragen möchte man doch schon geklärt haben.

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    melli.die.zahnfees avatar
    melli.die.zahnfeevor 6 Jahren
    Rezension zu "Das Mädchen ohne Namen" von Martha Grimes

    Als die 17-jährige Andi eines Morgens in einer Pension irgendwo in New Mexico erwacht, ist sie entsetzt. Denn sie kann sich an nichts mehr erinnern: die letzte Nacht, ihre Herkunft, ihr Name, alles scheint wie ausgelöscht. Angst macht ihr auch die Auskunft der redseligen Wirtin, sie sei am Abend zuvor mit ihrem „Daddy“ angereist. Instinktiv spürt Andi, dass von diesem Mann, der behauptet ihr Vater zu sein, höchste Gefahr ausgeht. Sie ergreift die Flucht - doch dann fasst sie gemeinsam mit ihrer neuen Freundin Mary den Entschluss, die Rollen zu vertauschen und selbst zur Jägerin zu werden.

    Mary Dark Hope ist ja schon bekannt aus " Blinder Eifer" der Inspektor Jury Reihe.

    Anders als in der dortigen Reihe geht um Persönlichkeitsentwicklung der beiden jungen Mädchen. Als Jugendbuch , oder Jugendkrimi ist dieses Buch sicherlich zu empfehlen, für Fans des Genre ist es eher langatmig und langweilig.
    Zwei Jugendliche machen sich relativ planlos auf den Weg einen mysteriösen Fremden zu finden, retten dabei allerhand Tiere und finden zu sich selbst. Es dauert gute 200 Seiten bis wirklich etwas passiert, was mir ein wenig zu lange gedauert hat. Sicher sind die Beschreibungen gut gelungen und der Stil ist flüssig, allerdings ist dieses Buch kein Thriller.

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    gerhard_pfeiffers avatar
    gerhard_pfeiffervor 7 Jahren
    Rezension zu "Das Mädchen ohne Namen" von Martha Grimes

    Das war kein Lesegenuß. Ein völlig planloser Roman, der zu Unrecht als Psychothriller bezeichnet wird. Spannung gab es nur in ganz geringer Dosierung. Die Protagonisten der Geschichte blieben mir bis zum Ende der Geschichte fremd. Ich habe nicht mit ihnen gefiebert, sondern das Ende herbeigesehnt. Der laut Klappentext vielversprechende Roman, war letztlich eine Enttäuschung.

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    Bella_Cullens avatar
    Bella_Cullenvor 8 Jahren
    Rezension zu "Das Mädchen ohne Namen" von Martha Grimes

    Na ja, na ja, nicht so mein Fall, vorallem da man totzdem nicht mehr über das Mädchen ohne Namen am Ende des Buches weiß als am Anfang. Also wie gesagt nicht so mein Fall

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    DieBuchkolumnistins avatar
    DieBuchkolumnistinvor 9 Jahren
    Rezension zu "Das Mädchen ohne Namen" von Martha Grimes

    Bisher standen für mich Martha-Grimes-Krimis für traditionell gut geschriebene Romane, Spannung von vorne bis hinten und auch die Handlung verführte den Leser stets zum Weiterblättern. Umso erstaunter war ich bei "Das Mädchen ohne Namen", als ich bereits nach den ersten Seiten keinen Grund zum Weiterlesen sah.
    Ein 17-jähriges Mädchen wacht eines Tages mitten in New Mexico in einer ihr fremden Pension auf. Sie hat keine Ahnung wie sie dort hinkommt, warum sie dort ist oder gar wie sie heißt. Trotzdem hat sie ein ungutes Gefühl, als ihr die Pensionsbesitzerin von einem anscheinend zwielichtigen Mann in ihrer Begleitung erzählt. Spontan gibt sie sich selbst den Namen "Andi", packt ihre Sachen und flieht in die Berge. Doch sie muss sich und die Tiere, die sie in ihrer neuen Heimat aus Fallen rettet, irgendwie ernähren und stiehlt unter anderem in einer Apotheke Medikamente. Dort trifft sie auf die 14-jährige Mary und mit ihr zusammen macht sie sich auf die nicht ganz ungefährlichen Suche nach ihrer eigentlichen Identität.
    Leider liest sich die Handlung im Klappentext wesentlich spannender, als sie dann tatsächlich ist: zwei minderjährige Mädchen machen sich ohne Plan und Sinn auf die Suche nach einem Mann, dem sie ohne wirklichen Grund misstrauen. Dabei treffen sie auf grausame Tierquäler, denen sie natürlich das Handwerk legen und wachsen auf der Jagd nach der Wahrheit unrealistisch weit über sich hinaus.
    Vielleicht war dieser Roman eher als leicht verkitschter Jugendroman gedacht, ein spanneder Kriminalroman mit gewohner Martha-Grimes-Qualität ist es jedenfalls leider nicht. Es zwingt einen nicht, wie sonst üblich, die Seiten schnellstmöglich weiterzublättern sondern statt dessen das Buch möglichst bald zuzumachen und zum nächsten Krimi zu greifen.

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