Inspektor Jury schläft außer Haus

von Martha Grimes 
4,2 Sterne bei165 Bewertungen
Inspektor Jury schläft außer Haus
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Lovely90s avatar

Netter Krimi für zwischendurch.

paschsolos avatar

Toller britischer Krimi mit einer Prise Humor.

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Inhaltsangabe zu "Inspektor Jury schläft außer Haus"

Die hübschen buntgestrichenen Häuser der alten Dorfstraße von Long Piddleton liegen verschneit; eine weihnachtliche Postkartenlandschaft, in der sich plötzlich zwei gruselige Morde ereignen. Inspektor Jury von Scotland Yard darf wieder einmal in die Provinz ­ und sich unter den Spitzen der örtlichen Gesellschaft umsehen, die zur Zeit der Morde vollzählig in den Gasthöfen versammelt gewesen waren: der scheinbar vertrottelte Pfarrer, der standesabtrünnige Graf, seine überdrehte amerikanische Tante, ein Kriminalautor von zweifelhaftem Ruf und seine sinnliche Sekretärin, der kultivierte Wirt, die hübsche Dichterin oder der nicht sehr männliche Antiquitätenhändler - einer von ihnen, weiß Inspektor Jury, muß der Mörder sein. Doch ihre Alibis wirken wasserdicht ­ auf den ersten Blick.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499159473
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:281 Seiten
Verlag:Rowohlt Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.01.1987

Rezensionen und Bewertungen

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    kassandra1010s avatar
    kassandra1010vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein hartnäckiger Fall, denn hier hat ein jeder eine kleine Leiche im Keller! Long Piddleton von seiner besten Seite!
    Mehr als eine Leiche im Keller!

    Der 2. Teil der unglaublich spannenden britischen Krimireihe um Inspektor Jury vom Scotland Yard, seinem Assistenten Sergant Wiggins und dem adligen Melrose Plant.

    In Long Piddleton ist die Weihnachtszeit angebrochen. Schnee wohin man sieht und scheinbare Beschaulichkeit.

    In diesem Fall lernt Jury, was es heißt, auf dem Land zu leben. Man begegnet seltsamen Pfarrern, plaudernden Schankwirten, skurrilen Krimiautorinnen, reichen launigen Adligen und auch noch Dichtern. Aber wer ist der Mörder!

    Ein hartnäckiger Fall, denn hier hat ein jeder eine kleine Leiche im Keller!

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    consouls avatar
    consoulvor 2 Jahren
    erster Fall für Inspector Jury


    Nach langem Hin und Her habe ich nun auch den ersten Band der Inspektor Jury Reihe gelesen von Martha Grimes. Ein typischer englischer Krimi soll es sein und es stimmt, es spielt alles in England und im ersten Band geht um Morde, die in Pubs passiert sind. Alles recht moderat, etwas brutal, aber nicht sonderlich gruselig. Es ist gut geschrieben, der schwarze Humor gefällt mir auch, doch so recht begeistert bin ich nicht davon. Ich weiß auch nicht. In zwei Tagen war ich durch und es war auch okay, aber eben nur okay. Ich kann mich gerade nicht dazu animieren, diese Reihe zu verfolgen. Aber vielleicht habe ich ein paar Wochen noch einmal Lust und Energie und widme mich Band zwei. Keine Ahnung. Erst einmal gibt es von mir 3 von 5 Sternen, weil es eben nur so lala war und nicht mehr und nicht weniger.
    Eingefleischte Krimifans mögen mir verzeihen, aber mir hat etwas gefehlt...

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    Leuchtturmwaerterins avatar
    Leuchtturmwaerterinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein klassischer Kriminalroman mit britischem Humor.
    Ein klassischer Kriminalroman mit britischem Humor.


    Inhalt:
    Der erste Fall für Inspector Jury.
    Eine grausame Mordserie erschüttert das idyllische Long Piddleton. Kurz vor Weihnachten werden zwei Unbekannte in den beiden Pubs des kleinen Städtchens tot aufgefunden. Ermordet und auf bizarre Weise zur Schau gestellt. Man ruft Inspector Richard Jury von Scotland Yard zu Hilfe. Er muss sich unter den Honoratioren des Ortes umsehen, die alle zu den Tatzeiten in den Pubs waren: der vertrottelte Pfarrer, der kultivierte Wirt, die schöne Dichterin, der zweifelhafte Krimiautor und seine sinnliche Sekretärin, der standesabtrünnige Graf Melrose Plant und seine amerikanische Tante. Einer von ihnen muss der Mörder sein. Doch die Alibis sind wasserdicht – auf den ersten Blick ...


    Meine Leseeindrücke:
    Ein wunderschönes stimmungvolles Cover, was die typischen Reihenhäuser von England zeigt. Auch die Stimmung beim Lesen lässt nicht erahnen, dass die Autorin gar keine Britin ist. Man ist sofort in Long Piddleton und friert im Schnee (und das, obwohl gerade in Wirklichkeit August ist). Es kommt trotzdem Weihnachtsfeeling auf.
    Die Figuren sind toll ausgearbeitet. Man fühlt mit jedem einzelnen mit und leidet, hasst, liebt und freut sich mit ihnen allen. Besonders die verrückte Lady Agatha Ardry fand ich super. Der Krimi lebt definitiv von seinen tollen Charakteren. Er hat eigentlich immer einen spannenden Leitfaden, allerdings ziehen sich teilweise die Befragungen der einzelnen Verdächtigen etwas. Doch am Ende läuft alles wieder rund und man möchte jederzeit wissen, wie die ganze Story ausgeht. 
    Als kleine Anmerkung nebenbei, ich habe selten ein Buch gelesen, in dem so viel geraucht wurde wie in diesem. Da merkt man einfach, dass es in den 80er Jahren noch zum guten Ton gehörte eine nach der anderen zu Rauchen.

    Fazit:
    Ein klassischer, solider Kriminalroman mit so manchen Längen und guter Auflösung am Ende. Für Fans des klassischen englischen Kriminalromans ein Muss und ein guter Auftakt einer sehr bekannten Reihe.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein netter englischer Krimi!
    Weihnachtliches Morden!

    Als sich in der englischen Provinz Long Piddleton kurz nacheinander gleich zwei Morde ereignen, wird Inspector Jury von Scotland Yard kurz vor Weihnachten abberufen, um sich der Klärung der Fälle anzunehmen. Die Leichen, die in den nächstgelegenen Gasthöfen gefunden wurden, bereiten dem Inspektor so einiges Kopfzerbrechen. Auch die Einwohner machen es ihm nicht leicht - entgegen dem ersten Anschein, verbirgt fast jeder von ihnen ein dunkles Geheimnis in seiner Vergangenheit. Doch das Morden hat noch lange keine Ende gefunden.....

    Dieser englische Krimi wurde von einer Amerikanerin geschrieben, dafür ist er überraschend gelungen. Meiner Meinung nach hinkt allerdings der Vergleich mit der "Queen of Crime" etwas. Aber wer kann sich auch schon mit Agatha Christie messen?! Die Geschichte sollte daher lieber für sich selbst gesehen werden. Den vielen eingeführten Charakteren haftet, typisch englisch, auch hier etwas Schrulliges an, das hat mir gefallen. Besonders der Dorfbewohner Melrose Plant, der sich auf ironische Art und Weise gegen seine nervige amerikanische (schöner Witz der Autorin!) Tante auflehnt, konnte mich begeistern. Die Sprache ist generell durchzogen von leiser Ironie, was das Lesen angenehm gemacht hat. Leider zieht sich die Geschichte dann doch an der ein oder anderen Stelle etwas und das Ende empfand ich als etwas zu plump - wenn man Miss Marple, Poirot und Co. gewöhnt ist, darf das aber auch nicht verwundern. Alles in Allem ist hier ein runder englischer Krimi entstanden, der sich gut nebenher lesen lässt.

    Ich empfehle das Buch dann tatsächlich auch im Winter zu lesen, da ich den Krimi bei 37 Grad gelesen haben, wollte sich nicht so recht die weihnachtliche Stimmung einstellen :O)

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    kattiis avatar
    kattiivor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Gelungener Einstieg. Oldie & goldie. britisch Krimi at it's best.
    Britisch, Spannend, Humorvoll, gut

    Nachdem ich vor ca 20 Jahren dieses Buch zum ersten Mal gelesen habe, und mal wieder Lust auf eine gute britische Krimireihe habe, machte ich mich also mal wieder an die Inspektor Jury Romane und musste feststellen, dass ich immer noch total begeistert davon bin. Martha Grimes hat es geschafft in diesem ersten band die in den späteren teilen wiederkehrende Personen perfekt einzuführen. Man lernt die Charaktere sofort kennen und lieben und auch der erste Fall ist sehr spannend. Auch der Schreibstil - der eine Menge guten alten trockenen britischen Humor einfliessen lässt - sorgt dafür, dass ich das Buch ohne langweile verschlungen habe. genau das Richtige mit einer guten Tasse Tee wenn es draußen kalt ist. Freue mich schon die weiteren teile auch wieder zu lesen.

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    R-E-Rvor 5 Jahren
    "Bitte recht britisch" oder wie Fernsehen zum Lesen anleitet

    “Das deutsche Fernsehen weist eine gewisse Tradition auf, wenn es um die Inszenierung britischer Lebenswelten geht. Man denke an die ehrwürdige Edgar-Wallace-Reihe oder die Rosamunde Pilcher-Filme im ZDF. Bei der Krimikomödie “Inspektor Jury”, die bei guten Quoten zur Reihe werden könnte, verkleiden sich renommierte deutschsprachige Schauspieler wie Fritz Karl, Götz Schubert und Katharina Thalbach als Vorzeige-Briten alter Schule, um Mordfälle zu lösen.”

    So wurde in der vergangenen Woche im SZ Fernsehmagazin unter dem Titel “Bitte recht britisch” für die Verfilmung “Der Tote im Pub” aus der Feder von Martha Grimes geworben. Der Erstling der Bestsellerautorin stammt aus dem Jahr 1981 und heißt im Original “Inspektor Jury schläft außer Haus”. Ich las den Hinweis einige Tage vor der Erstausstrahlung und weil ich ein Fan der Buchserie bin bzw. war, nahm ich mir vor den Film anzuschauen. Vorher kramte ich jedoch den Krimi des Rowohlt Verlages aus meinem Regal und vertiefte mich, nach fast zwanzig Jahren, erneut in die Lektüre.

    Als erstes freute ich mich wieder über die wunderbaren Umschlagbilder des Rowohlt Verlages für diese Krimiserie. Eine gemalte Szenerie in warmen, pastellfarbenen Tönen, der Jahreszeit des Inhaltes entsprechend. Bei “Inspektor Jury schläft außer Haus” ist es eine Winterlandschaft. Ein tief verschneites englisches Dorf und ein einzelner Mann, der auf einer Bank am Rande des Dorfteiches sitzt und über seine Spuren im jungfräulichen Schnee nachzudenken scheint. So heiter unschuldig wie das Titelbild ist der Inhalt freilich nicht.

    Inspektor Jury und sein Assistent Wiggins werden von London nach Northamptonshire berufen. In dem kleinen Dorf Long Piddleton werden Gäste der örtlichen Gastronomie auf kuriose Weise ermordet. Der erste Tote wurde in einem Bierfaß ertränkt, der zweite stranguliert und als Statue über der Eingangstür platziert. Das beide Opfer ortsfremd waren, gibt der Polizei Rätsel auf und so sollen die Experten von Scottland Yard für Aufklärung sorgen. Kaum in der pittoresken ländlichen Idylle angekommen, geht das Morden weiter. Und bald schon wird klar, dass die Opfer zwar nicht aus Long Piddleton stammen, der Täter jedoch schon.

    Beim erneuten Lesen erinnerte ich mich wieder an viele liebgewordene Charaktere. Allen voran Melrose Plant, der örtliche Adlige. Der reiche Erbe eines Earl hat seinen Adelstitel samt Sitz im Oberhaus längst abgelegt. Trotzdem er im feudalen Landsitz seiner Vorfahren residiert und sich vom treuen Butler Ruthven bedienen lässt, ist er sehr symphatisch. Ein Professor der romantischen Lyrik der, wenn er nicht gerade versucht seinen Studenten die Schönheit französischer Gedichte näherzubringen, zuviel Zeit hat und dadurch zur kriminalistischen Spürnase wird. Jury und Plant erkennen sich schnell als verwandte Seelen und gehen gemeinsam auf Mörderfang.

    Eher behindert als unterstützt werden Sie dabei nur von Lady Agatha, Melrose aufdringlicher Tante. Sie mischt sich überall ein und geht mit ihrer penetranten Art nicht nur ihrem Neffen gehörig auf die Nerven. An weiteren “englischen” Charakterfiguren mangelt es ebenfalls nicht. Marshal Trueblood, der schwule Antiquitätenhändler. Simon Matchett, der blendend aussehende Restaurantbesitzer, der seine erste Frau durch einen tragischen Unglücksfall verloren hat. Das Ehepaar Bicester-Strawn. Sie jung, knackig und keinem sexuellen Abenteuer abgeneigt. Er alt, schweigsam und ein Freund des langweiligen Pfarrers. Die elternlosen Stiefschwestern Isabel und Vivian Rivington und der Kriminalschriftsteller Oliver Darrington samt seiner mit ihm in wilder Ehe lebenden Sekretärin Sheila machen die illustre Runde komplett, aus der sich der melancholische Titeldetektiv seinen Mörder suchen darf.

    Martha Grimes hat ihrem Erstling weitere 21 Fälle mit Inspektor Jury folgen lassen. Auch das ZDF wird, wenn die Quoten der Erstausstrahlung gestimmt haben, weitere Filme der Reihe produzieren. Ich habe mir das Fernsehspiel am Ende übrigens doch nicht angesehen. Beim Lesen standen mir die Bilder “meines Jury“ und “meines Melrose“ wieder deutlich vor Augen. Sie hatten nichts mit Fritz Karl oder Götz Schubert zu tun. Ich bleibe also beim Lesen. Und habe schon den Folgeband aus dem Regal geholt.

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    Glimmerfeevor 6 Jahren
    Rezension zu "Inspektor Jury schläft außer Haus" von Martha Grimes

    In dem weihnachtlichen Long Piddleton wird die hübsche Postkartenidylle durch zwei Mordfälle getrübt. Dies ruft Scotland Yard in Gestalt von Inspektor Jury und seinem hypochondrischen Assistenten Wiggins auf den Plan.

    Ein richtig schöner britischer Krimi mit jeder Menge interessanter Charaktere, bizarrer Morde und bissigem Humor. Ein Serienmörder mit einem Hang zur Dramatik stört den Dorffrieden und so sieht sich Inspektor Jury gezwungen zu Weihnachten in dem Künstlerdorf seine Ermittlungen aufzunehmen. Schnell wird ihm klar, dass er den Mörder unter den Dorfbewohnern zu suchen hat, doch jeder dieser exzentrischen Leute scheint ein Alibi zu haben. War es vielleicht die neugierige Agatha, der untalentierte Krimi-Autor, seine aufreizende Sekretärin, der dandyhafte Antiquitätenhändler oder ist es am Ende der von Kriminalfällen besessene Pfarrer? Alles ist möglich in diesem Dorf mit den Gasthäusern, die so nette Namen wie ‚Pandorabüchse‘, ‚Hammerschmiede‘ oder ‚Sack voller Nägel‘ tragen. Wie oft hat es mir beim Lesen in den Fingern gejuckt, Tante Agatha zur Strafe für ihre Neugierde und Dreistigkeit in das dunkelste Gefängnis zu werfen, aber genau solche Charaktere sind letztlich das Salz in der Suppe und ihre Scharmützel mit Jury und ihrem geplagten Neffen Melrose konnten mich sehr erheitern.

    Jury ist sein sehr sympathischer Mensch und ich hoffe auf ein baldiges Wiedersehen mit ihm und Melrose Plant, dem Mann, der innerhalb von fünfzehn Minuten das Kreuzwortästel in der Times lösen kann. Von diesem Dream-Team darf man noch viele interessante Fälle erwarten.

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    XArtemisXs avatar
    XArtemisXvor 6 Jahren
    Kurzmeinung: Meine Oma hat mir das Buch heute mitgebracht ^^ ich lese zwar kaum krimis bin aber trotzdem mal gespannt drauf...
    Rezension zu "Inspektor Jury schläft außer Haus" von Martha Grimes

    Ein wirklich guter englischer Krimi!
    Inspektor Jury vom New Scotland Yard wird in das hübsche verschneite Dorf Long Piddleton geschickt um dort den Mord an zwei Ortsfremden in den hiesigen Gasthäusern aufzuklären. Motive sowie Verdächtige fehlen zunächst, da niemand die Fremden kannte, doch dann geschieht ein weiterer Mord und Inspektor Jury forscht in der Vergangenheit der Dorfbewohner um der Sache auf den Grund zu gehen. Was zunächst keiner der Bewohner wahrhaben will, scheint immer wahrscheinlicher: Es muss einer von ihnen gewesen sein. Doch warum mussten die Fremden sterben und wird es weitere Morde geben?

    Für mich ist es eher ein seltenes Ereignis, wenn ich mal zu einem waschechten Krimi greife, aber dieses Buch hat mich, einmal angefangen, nicht mehr losgelassen. Martha Grimes kann meiner Meinung nach locker mit Agatha Christie mithalten (soweit ich das nach einem Buch von ihr sagen kann), das Buch bietet Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Dabei ist es kein schnelles, dramatisches Buch, sondern eher ruhig und für mich zumindest auch gemütlich. Das dürfte wohl an der schönen englischen Atmosphäre und der winterlichen Stimmung liegen, die die Autorin wunderbar eingefangen hat. Mit Inspektor Jury schafft sie einen melancholischen, nachdenklichen Charakter der mir sofort sympathisch war, auch sein Kollege Wiggins sowie sämtliche weiteren Charaktere (z.B. der schlaue und reiche Melrose Plant, sowie seine sensationslüsterne Tante Lady Ardry) sind äußerst stimmungsvoll in Szene gesetzt. Ich habe selten ein Buch gelesen bei dem mich alle Personen so überzeugt haben. Auch wenn sich die Handlung zunächst langsam entwickelt, indem man erst einmal alle wichtigen Dorfbewohner kennenlernt, fehlt die Spannung zu keiner Zeit und die zwielichtigen Vergangenheiten einiger Verdächtiger machen neugierig auf die Lösung des Falls. Das Buch ist meist aus der Perspektive des Inspektor Jury geschrieben, doch schieben sich auch manchmal Kapitel aus anderen Sichtweisen dazwischen.
    Für mich als Krimi-Muffel, war es ein gelungener Wiedereinstieg in das Genre und ich freue mich schon auf die nachfolgenden Teile. Meine Empfehlung; für alle die England und Agatha Christie mögen werden sicher auch Inspektor Jury ins Herz schließen.

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    melli.die.zahnfees avatar
    melli.die.zahnfeevor 6 Jahren
    Rezension zu "Inspektor Jury schläft außer Haus" von Martha Grimes

    Die hübschen buntgestrichenen Häuser der alten Dorfstraße von Long Piddleton liegen verschneit; eine weihnachtliche Postkartenlandschaft, in der sich plötzlich zwei gruselige Morde ereignen. Inspektor Jury von Scotland Yard darf wieder einmal in die Provinz ­ und sich unter den Spitzen der örtlichen Gesellschaft umsehen, die zur Zeit der Morde vollzählig in den Gasthöfen versammelt gewesen waren: der scheinbar vertrottelte Pfarrer, der standesabtrünnige Graf, seine überdrehte amerikanische Tante, ein Kriminalautor von zweifelhaftem Ruf und seine sinnliche Sekretärin, der kultivierte Wirt, die hübsche Dichterin oder der nicht sehr männliche Antiquitätenhändler - einer von ihnen, weiß Inspektor Jury, muß der Mörder sein. Doch ihre Alibis wirken wasserdicht ­ auf den ersten Blick.

    Martha Grimes gelingt es auf faszinierende Weise ihren Kriminalroman in die Idylle eines englischen Dorfes einzubetten. Auch wenn am Schluß einige Handlungsstränge der Krimihandlung doch etwas stark konstruiert erscheinen kommt man nicht umhin, den hier vorliegenden ersten Band der Inspektor-Jury-Serie zu mögen. Wobei die Charaktere wirklich unverwchselbar sind.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Inspektor Jury schläft außer Haus" von Martha Grimes

    Kurz vor Weihnachten wird die idyllische englische Kleinstadt Long Piddleton durch eine Serie von Morden erschüttert, in der die Opfer in verschiedenen Gasthöfen erdrosselt aufgefunden werden.

    Der Londoner Kommissar, Inspektor Jury, soll der Sache auf den Grund gehen und stößt bei seiner Spurensuche auf ungeahnte Helfer, zwielichtige Vergangenheiten und wasserdichte Alibis, die sich als doch nicht so sicher herausstellen.

    Bisher war ich der Meinung, dass Agatha Christie unerreichbar ist was den klassischen englischen Detektivroman betrifft, aber Martha Grimes erster Inspektor-Jury-Band ist mit ebensoviel Klasse und Charme geschrieben, hat keine Längen, viele interessante Einfälle und schöne Dialoge.

    Es ist ein rundum gelungener Roman, der ohne viel dramatische oder aufwühlende Szenen auskommt und sehr atmosphärisch geschrieben ist.

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