Martha Lea

 2,1 Sterne bei 16 Bewertungen

Lebenslauf von Martha Lea

Martha Lea, Jahrgang 1970, wurde in Leicester geboren und studierte bildende Kunst an der Falmouth School of Art and Design. Sie lebt zusammen mit ihrem Partner und zwei Kindern in den Fens in Ostengland. "Die Entdeckungen der Gwen Carrick" ist ihr erster Roman.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Martha Lea

Cover des Buches Die Entdeckungen der Gwen Carrick (ISBN: 9783426305218)

Die Entdeckungen der Gwen Carrick

 (16)
Erschienen am 01.06.2016
Cover des Buches The Specimen (ISBN: 9780857867148)

The Specimen

 (0)
Erschienen am 07.02.2013

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Cover des Buches Die Entdeckungen der Gwen Carrick (ISBN: 9783426199848)T

Rezension zu "Die Entdeckungen der Gwen Carrick" von Martha Lea

Erklärungen fehlen und Handlung ist zum Teil schwer nachzuvollziehen
Tammy1982vor 6 Jahren

Gwen Carrick passt nicht in das Bild der Frau im 19. Jahrhundert in England. Sie ist fasziniert von der Natur und v.a. von Insekten, die sie relativ genau nachzeichnet. Als sie dem Arzt Edward Scales begegnet, scheint sie endlich jemanden gefunden zu haben, der ihre Leidenschaft ernst nimmt, ja sogar teilt und ihr einen Ausweg aus ihrem beengten Dasein bietet. Sofort willigt sie ein ihn nach Brasilien zur Erforschung fremder Insekten zu begleiten, ergibt sich doch so für sie endlich die Möglichkeit aus dem Dunstkreis ihrer eifersüchtigen und zum Teil irren Schwester zu entkommen. Jedoch trügt der Schein und Gwen muss bald erkennen, dass Edward nicht der ist, der er vorgibt zu sein.

Das Buch wird in Rückblenden erzählt und zwischendurch immer wieder aus einem Gerichtsprotokoll zitiert. Erst nach und nach ergibt sich ein Zusammenhang zwischen der Geschichte von Gwen und Edward und den immer wieder aufgeführten Gerichtsprotokollen.
Diese Einschübe mit den Protokollen fand ich sehr interessant, auch wenn sie leider den Verlauf der Geschichte auch nicht komplett retten konnten.

Aufgrund des Klappentextes hatte ich mir eine Geschichte über eine faszinierende Frau vorgestellt, aber im Endeffekt war es mehr ein Drama und Gwen hat überhaupt gar nicht meinen Erwartungen entsprochen. Dafür, dass sie eigentlich unangepasst sein sollte, tappt sie doch ordentlich in die Falle und lässt sich von Edward einiges bieten.

Hinzu kommt, dass in diesem Buch einfach darauf verzichtet wurde Dinge zu erklären, sondern davon ausgegangen wird, dass der Leser sich die Sachen schon selber zusammenreimt. Rein prinzipiell ist das ok, jedoch hatte ich hier öfters das Gefühl irgendwas überlesen zu haben und musste dann feststellen, dass es nichts zum überlesen gab, sondern viele Tatsachen und Hinweise wirklich einfach gar nicht beschrieben wurden. Das erschwerte das Lesen für mich enorm. So war es zum einen schwierig die Charaktere überhaupt irgendwie einschätzen zu können und noch schwieriger der Handlung zu folgen und zu verstehen, wieso gewisse Dinge passieren. Bis zum Ende tappt der Leser weiterhin im Dunkeln und auch nach beenden des Buches sind für mich viele Ungereimtheiten und Dinge immer noch nicht geklärt und ich kann zwar wild spekulieren, habe aber keine Ahnung, was wirklich der Fall war.

Alles in allem ein sehr zähes Buch, bei dem ich mich zum lesen öfters zwingen musste und das überhaupt gar nicht meinen Geschmack getroffen hat.

Dafür gibt es noch zwei Sterne für die spannende Erzählweise in Form von Rückblenden und einige gute Ideen, die nur leider nicht vollständig umgesetzt worden sind.

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Cover des Buches Die Entdeckungen der Gwen Carrick (ISBN: 9783426199848)leseratte69s avatar

Rezension zu "Die Entdeckungen der Gwen Carrick" von Martha Lea

"Eine ziemliche Aneinanderreihung verworrener Geschehnisse."
leseratte69vor 6 Jahren

1,5 Sterne

Klappentext
Cornwall, 1859. Gwen Carrick ist eine ungewöhnliche Frau. Statt sich für häusliche Dinge zu begeistern, liebt sie die Naturwissenschaften. Da ihr der Zugang zur Universität verwehrt ist, zeichnet und malt sie die Insekten ihrer Heimat. Bei einem ihrer Ausflüge lernt sie den Arzt Edward Scales kennen und verliebt sich sofort in ihn. Denn Edward verspricht ihr Freiheit, Selbstbestimmung und Anerkennung als Wissenschaftlerin. Und so lässt sie sich auf eine gewagte Reise zur Erforschung der Insekten im Amazonas-Becken ein, nicht ahnend, dass Edward ein Geheimnis verbirgt, das alles zerstören könnte.

Über die Autorin
Martha Lea, Jahrgang 1970, wurde in Leicester geboren und studierte bildende Kunst an der Falmouth School of Art and Design. Sie lebt zusammen mit ihrem Partner und zwei Kindern in den Fens in Ostengland. "Die Entdeckungen der Gwen Carrick" ist ihr erster Roman.

Meine Meinung

Story
Der Klappentext hat mich sehr angesprochen und ich freute mich richtig auf das Buch. Man erwartet die Geschichte einer selbstbewusste jungen Frau im 19. Jahrhundert, die sich in einer Männerwelt durchzusetzen versucht. Man bekommt eine total verworrene und komplizierte Aneinanderreihung von Geschehnissen, die mich nicht wirklich begeistern konnte und alle irgendwie nicht zu einem Gesamtbild zusammen gefunden hat.
Das Buch spricht viele Themen an, wie zb. Entomologie, Geisterbeschwörung [Seancen] und natürlich die Liebesgeschichte zwischen Gwen und Edward. Doch alles war so durcheinander und verworren, das ich in der Geschichte keinen Fuss fassen konnte. Teilweise hatte ich überhaupt keine Lust weiter zu lesen und musste mich regelrecht dazu überwinden.

Schreibstil
Der Schreibstil ist sehr verworren und altbacken, so das sich das Buch sehr schwer lesen lies. Ich konnte mir kein Bild von Umgebung und Landschaft machen, weil alles so komisch und ungewohnt war.


Charaktere
Die Protagonisten waren sehr blass und konnten mich überhaupt nicht erreichen und berühren. Sie waren teilweise schon richtig unsympathisch. Ihre Handlungen und Reaktionen waren teilweise unlogisch und nicht nachvollziehbar. Ich konnte mich zu keiner Zeit in einen der Charaktere hinein versetzen, so wie ich es mir bei einem guten Buch gelingt

Meine Fazit

Ein Buch mit einem vielversprechenden Klappentext. Doch das Potenzial war lange nicht ausgeschöpft. Ich mochte die gesamte düstere Atmosphäre überhaupt nicht.
Leider bekommt das Buch von mir nur 1,5 von 5 Sternen, weil Potenzial vorhanden war.

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Cover des Buches Die Entdeckungen der Gwen Carrick (ISBN: 9783426199848)MikkaGs avatar

Rezension zu "Die Entdeckungen der Gwen Carrick" von Martha Lea

Wird seinem Potential nicht gerecht
MikkaGvor 6 Jahren


Die Grundidee des Buches ist eine durchaus interessante: Im Zentrum der Geschichte steht die junge Gwen Carrick, die Ende des 19. Jahrhunderts in England lebt. Sie gehört der Oberschicht an, ist hübsch, intelligent und gebildet... Aber sie fühlt sich betrogen und eingeengt von den Erwartungen, die die Gesellschaft an sie stellt. Ihr künstlerisches Talent mag ja noch als schicklich und einer Frau geziemend gelten, aber ihr unersättlicher Durst nach Wissen und ihr Verlangen, als Forscherin zu arbeiten, werden nicht ernst genommen und im besten Fall nachsichtig belächelt. Und so ergreift sie die Chance, als Geliebte eines Forschers nach Brasilien auszuwandern - in dem Glauben, er werde ihr helfen, ihre eigenen Träume zu erfüllen. 

Der Roman spricht eine Unmenge von Themen an: Feminismus, Darwinismus, Séancen und Geisterglaube, die Ausgrenzung von Menschen mit körperlichen Besonderheiten, sexuelle Doppelmoral und Ehebruch, wissenschaftliche Forschung als Selbstzweck oder als Mittel zu Ruhm und Ehre...

Jedes Fragment der Geschichte alleine wäre schon eine großartige Grundlage für ein atmosphärisches, spannendes Buch, aber zusammen ergeben sie in meinen Augen einfach kein schlüssiges Gesamtbild. Die Mischung ist originell, aber für mich dann doch hauptsächlich frustrierend und ermüdend. Vieles wird angedeutet, halb erklärt und dann fallen gelassen. Einerseits finde ich es ja gut, wenn eine Autorin dem Leser nicht alles bis ins kleinste Detail vorkaut, als sei er ein begriffsstutziges Kind, aber sie ließ mich mehr als einmal völlig ratlos oder zumindest mit unbestätigten Theorien zurück.

Das Buch hat eine Vielzahl von vielversprechenden, an sich interessanten Charakteren, aber ich hatte nie das Gefühl, ihnen wirklich nahe zu kommen, geschweige denn tiefere Sympathien für sie zu entwickeln. Jeder wirkte auch mich auf seine eigene Art ich-bezogen und selbstsüchtig.

Vielleicht lag es am Schreibstil, der zwar detailliert und voller schöner Formulierungen ist, aber auf mich seltsam steril wirkte, als würden die Emotionen nur als schwacher Nachhall bei mir ankommen. Jedenfalls konnte ich den Charakteren mit jedem Kapitel weniger abgewinnen, und besonders die diversen Liebeleien konnten mich nicht positiv bewegen, sondern in mir allenfalls ein vages, deprimierendes Gefühl von Widerwillen hervor rufen.

Die Liebesgeschichte zwischen Gwen und Edward wirkte auf mich von Anfang an ungesund und obsessiv. Es dauert nicht lange, bis Gwen ihn nur noch mit Abscheu und Verachtung betrachtet, während er ein verklärtes Idealbild von ihr vergöttert, dem sie überhaupt nicht entspricht. Das ist sicher auch so beabsichtigt, aber mir fiel es schwer, da noch Vergnügen beim Lesen zu empfinden, denn die Beziehung wird von Kapitel zu Kapitel toxischer.

Ich fand das Buch eher zähflüssig zu lesen, und auch die eigentlich spannende Rahmenhandlung, in der ein Mord vor Gericht verhandelt wird, konnte mich nicht wirklich packen und wurde für mich auch nicht zufriedenstellend aufgelöst.

Vielleicht trifft das Buch einfach nicht meinen persönlichen Lesegeschmack, aber ich hatte immer wieder das Gefühl, dass hier enormes Potential nicht voll zur Geltung kam.

Fazit:
Die interessante Geschichte einer verkannten jungen Forscherin Ende des 19. Jahrhunderts - oder doch eher ein Reigen selbstsüchtiger, skurriler Charaktere, die sich in verwirrenden Handlungsfetzen im allerkleinsten Kreise drehen? So gerne ich das Buch wegen der vielen interessanten Ansätze auch lieben wollte, so unerbittlich fühlte ich mich am Ende doch enttäuscht.

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