Martha Schad

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Martha Schad

Lebenslauf von Martha Schad

Martha Schad ist am 12. März 1939 in München geboren. Sie studierte Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität Augsburg, wo sie erfolgreich promovierte. Sie schreibt zahlreiche historische Frauenromane. Der Großteil ihrer Bücher wurden verfilmt und in zwölf Sprachen übersetzt. Martha Schad ist verheiratet und zweifache Mutter. Zusammen mit ihrer Familie lebt sie als freiberufliche Historikerin und Autoren in Augsburg. Sie ist Mitglied der Münchner Turmschreiber, Ehrenvorsitzende des Richard-Wagner-Verbandes Augsburg und ehrenamtliche Heimatpflegerin der Stadt Augsburg für kulturelle Angelegenheiten.

Alle Bücher von Martha Schad

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Kaiserin Elisabeth und ihre Töchter

Kaiserin Elisabeth und ihre Töchter

 (17)
Erschienen am 01.11.2010
Elisabeth von Österreich

Elisabeth von Österreich

 (10)
Erschienen am 01.10.2004
Die berühmtesten Frauen der Weltgeschichte

Die berühmtesten Frauen der Weltgeschichte

 (9)
Erschienen am 20.10.2014
Bayerns Königinnen

Bayerns Königinnen

 (6)
Erschienen am 30.03.2015
Ludwig II.

Ludwig II.

 (5)
Erschienen am 01.07.2000
Frauen gegen Hitler

Frauen gegen Hitler

 (4)
Erschienen am 04.08.2010
Gottes mächtige Dienerin

Gottes mächtige Dienerin

 (2)
Erschienen am 01.09.2007
Hitlers Spionin

Hitlers Spionin

 (3)
Erschienen am 15.05.2002

Neue Rezensionen zu Martha Schad

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Rezension zu "Macht und Mythos - Die Habsburger" von Martha Schad

„Kriege führen mögen andere, du, glückliches Österreich, heirate.“
Kopf-Kinovor 2 Jahren

Als eine der berühmtesten und zugleich mächtigsten Dynastien Europas kann das Haus Habsburg – wie kein anderes europäisches Adelsgeschlecht – auf eine sehr lange Herrschaftsdauer zurückblicken. Somit durften die Habsburger in der Sammleredition 'Macht und Mythos – Die großen Dynastien', herausgegeben von der Biographin Martha Schad, natürlich nicht fehlen.

Das liebevoll gestaltete Buch bietet eine gute, sowie informative Gesamtübersicht und gliedert sich in folgende Kapitel:

•Einleitung

Hier wird der Mythos des Hauses Habsburg, deren Mitglieder jahrhundertelang als beinahe überirdische Wesen angesehen wurden, voller Glanz und Tragik kurz erläutert.

•Anfänge und Aufstieg

Dieses Kapitel widmet sich den Umständen, wie das anfangs kleine Grafengeschlecht zur mächtigsten Dynastie Europas aufsteigen konnte – beginnend mit dem Bau der „Habichtsburg“ um 1012 von Graf Ratbod und der Gründung der habsburgischen Hausmacht. Es erklärt die Verwicklungen der Habsburger mit den dynastischen Rivalen bezüglich der Königswahl und thematisiert sowohl die Heiratspolitik als auch die durch Bruderzwiste hervorgerufenen Erbteilungen. Besonders Augenmerk wird hierbei auf den römisch-deutschen König Rudolf I., Kaiser Friedrich III., der sich als letzter deutsche König vom Papst in Rom krönen ließ, und Kaiser Maximilian I., dessen Leidenschaft für Ritterturniere eine Extra-Doppelseite eingeräumt wird, gerichtet. Auch werden die Herrschaftszeichen auf einer Doppelseite mit kommentierten Bildern präsentiert. Übersicht über das damalige Zeitgeschehen bietet eine Zeittafel von 950 bis 1519 mit tabellarischer Einteilung: Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, Kultur und Religion, Wissenschaft und Technik.

•Glanz und Elend

In diesem Kapitel erfährt der Leser etwas über Kaiser Karls V. Weltreich, die Teilung der Dynastie (hier werden ebenfalls der Dreißigjährige Krieg, die Türkenkriege und der spanische Erbfolgekrieg zusammenfassend erläutert), Maria Theresias Zeitalter, die Anfänger der Donaumonarchie und das Habsburgerreich unter Franz Joseph I. Außerdem wird hier Kaiser Rudolfs II. Hang zu Geheimwissenschaften, was dazu führte, dass manche ihn zeitlebens für geisteskrank hielten, eine Doppelseite gewidmet. Die wie oben eingeteilte Zeittafel erstreckt sich hierbei von 1519 bis 1918.

•Die Habsburger nach 1918

Dieses Kapitel gibt Aufschluss vom Ende der Monarchie, wie die Kaiserfamilie im Exil lebte, gibt Auskunft über den Faschismus und Legitimismus in Österreich, sowie über die Rückkehr der Familie in die Politik und über die heutigen Mitglieder des ehemaligen Herrscherhauses. Eine bildreiche Doppelseite informiert knapp über die Darstellung der Habsburger im österreichischen Film; die andere Doppelseite wiederum widmet sich der k.u.k Nostalgie im heutigen Wien.

•Die private Welt

Zu guter Letzt werden das Leben und der Alltag mit seinem höfischen Zeremoniell am Wiener Hof, die Interessen einzelner Mitglieder (wie beispielsweise das Reisen oder die Jagd), sowie die Erziehung der Kaiserkinder durchleuchtet und sogar die Themen „Tod und Begräbnis“ angeschnitten. Eine Doppelseite zeigt eindrucksvolle Aufnahmen der erhaltenen Hofmobilien.

Wie bereits erwähnt, finde ich die Aufmachung des Din A4-großen Buches sehr liebevoll gestaltet: Landkarten, zahlreiche (scharfe) Abbildungen mitsamt Kommentare, Kurzporträts (wie beispielsweise über Johanna „die Wahnsinnige“) und sogenannte „Zeitzeichen“, die Begriffe wie „Handsalbung“ oder die Habsburger Lippe näher erklären – so weit das Auge reicht. Ein Glossar, Personen- und Stichwortregister, aufklappbare Stammtafel und eine angehängte Wappenerklärung runden das Gesamtbild gut ab. Der Schreibstil ist wie gewohnt klar und verständlich.

Wer sich einen ersten Eindruck von diesem Adelsgeschlecht machen möchte, dem möchte ich diese Sammelbiographie empfehlen - aber auch Liebhabern von schmucken Büchern mit entsprechendem Interesse. Ich werde mir sicherlich noch mehr Ausgaben dieser Reihe peu á peu zulegen.

Kommentare: 8
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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Stephanie von Hohenlohe: Hitlers jüdische Spionin" von Martha Schad

Eine Prinzessin , jüdischer Herkunft, als Hitlers Spionin
Bellis-Perennisvor 2 Jahren


Martha Schad ist Autorin mehrerer Biographien interessanter Persönlichkeiten verfasst. Schwerpunkt ist dabei das Österreichische Kaiserhaus.
Prinzessin Stephanie von Hohenlohe ist allerdings kein Mitglied des Kaiserhauses. Sie wurde 1891 als Tochter des bürgerlichen (und jüdischen) Rechtsanwalts Johann Sebastian Richter und seiner ebenfalls jüdischen Gemahlin Ludmilla Kuranda geboren. Stephanie ist genau wie ihre ältere Schwester ein „Kuckuckskind“, das ihre ehrgeizige Mutter ihrem Ehemann untergeschoben hat. Wie es für großbürgerliche Töchter zu dieser Zeit üblich ist, erhält sie eine gute Ausbildung in den „schönen Künsten“, lernt Klavier spielen, Eis laufen und mehrere Fremdsprachen, einen längeren England-Aufenthalt inklusive. Als Vierzehnjährige gewinnt sie einen Schönheitswettbewerb.
Ehrgeiziges Ziel der jungen Stephanie ist es, einen Prinzen zu heiraten. Doch zuvor (oder dewegen?) geht sie ein Verhältnis mit dem verheirateten Erzherzog Franz Salvator von Österreich-Toskana (1866-1939), dem Ehemann von Kaiser Franz Josephs Tochter Marie Valerie, ein. Als Stephanie schwanger wird, lässt der Kaiser eine Ehe mit Friedrich Franz zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst (1879-1958) arrangieren. Im Dezember 1914 kommt ihr einziges Kind, Prinz Franz, zu Welt. Nach dem Untergang der Donau-Monarchie lässt sich Friedrich Franz 1920 wieder von seiner Frau scheiden.

Obwohl der Adel in der jungen Republik Österreich abgeschafft wurde, benutzt Stephanie ihren Titel um prestige- und geschäftsträchtige Verbindungen zu knüpfen. Sie engagiert sich, um wenigstens in Ungarn wieder die Monarchie herzustellen.
Sie lernt einflussreiche Personen kennen, die später im Dritten Reich eine wesentliche Rolle spielen sollten. Mit dem verheirateten Fritz Wiedmann, pflegt sie Jahre lang eine Ménage á trois. Wiedmann ist Hitlers Adjutant und auch den Führer lernt sie kennen. Wie nahe, ist nicht klar. Doch muss sie, die Jüdin, einen beachtlichen Eindruck bei Hitler hinterlassen haben. Ungeachtet aller Anfeindungen macht sie Hitler zur „Ehrenarierin“. Ein ziemlich seltsames Verhalten, das auch von den wenigsten in Hitlers Umgebung goutiert wird. Sie lernt Joachim von Ribbentrop, Hermann Göring und andere Nazigrößen kennen.
Auf Grund ihrer guten Beziehungen in Europa reist sie häufig in Hitlers Auftrag um die Politiker Englands auszuhorchen. Besonders in Großbritannien hat sie recht viel Erfolg, gibt es hier (noch vor dem Krieg) eine breite Fan-Gemeinde der Nazis. Sogar König Edward VIII, der dann 1936 wegen Mrs. Wallis Simpson abdanken musste, war den Nazi-Gedankengut nicht abgeneigt.
Für die Treffen mit Lord Halifax erhielt sie 1938 Schloss Leopoldskron bei Salzburg als „Lohn“. Dieses Schloss gehörte dem Regisseur Max Reinhardt, der als Jude enteignet wurde.

„Die Fäden dieser Travestie, bei der die Jüdin für ihre Verdienste um den Nationalsozialismus mit dem Besitz ausgebürgerte Juden belohnt wurde, zog Hitlers Adjutant Fritz Wiedmann.“ 
„Was für ein makabrer Scherz: (Max) Reinhardts Schöpfung – ein Schloss für die Nazis!“ schrieb fassungslos Reinhardts spätere Frau, die Schauspielerin Helene Thimig. "


Als sie 1940 wieder einmal in Hitlers Auftrag in die USA reist, wird sie interniert und mehrere Jahre festgehalten. Zuvor hatte sie allerdings noch Kontakte mit einflussreichen, politischen Kreisen. Doch sie wird von nun an als „Hitlers jüdische Spionin“ behandelt und von den meisten fallen gelassen. Sie fühlt sich als „neue“ Mata Hari.

Interessant ist, dass ihrem Charisma auch nach der Entlassung aus dem Internierungslager und der Rückkehr nach Deutschland, viele Männer zu Füßen liegen. Sie wird (wieder) Prinzessin genannt und arbeitet für mehrere Zeitungen wie z.B. Quick. Sie lernt den Medienmogul Axel Springer kennen.
Stephanie von Hohenlohe stirbt 1972 in Genf.

Schreibstil:

Martha Schads verfügt über einen außergewöhnlich schönen Schreibstil. Dass gleich zu Beginn der Name der Stadt Gmunden zu „Gmund“ verstümmelt, übersehe ich großzügig.
Viele Zitate aus Briefen von und an Stephanie sind in den Text eingearbeitet. Zusätzlich ergänzen ausführliche Auszüge aus Dokumenten und viele Fotos aus dem Familienbesitz diese Biographie. Ihr Sohn Prinz Franz kommt genauso zu Wort, wie ihre Zeitgenossen.

Stephanie von Hohenlohe wird als eine charismatische Person, die allerdings recht skrupellos war und sich auch nicht scheute, ihren Körper einzusetzen, wenn es galt, ihre ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Wieviel sie wirklich spioniert hat, wird man wohl nicht herausfinden. 

Fazit:
Eine beeindruckende Biographie einer schillernden Frau. Ich vergebe fünf Sterne und eine Lesempfehlung.

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Rezension zu "Hitlers geheime Diplomatin" von Martha Schad

itlers geheime Diplomatin - Das Leben der Stephanie von Hohenlohe
Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren

Stephanie Richter, eine junge Wienerin aus einfachen Verhältnissen, wird durch Heirat eine Prinzessin von Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst. Damit beginnt die erstaunliche Karriere einer charismatischen Frau, der es trotz ihrer jüdischen Herkunft gelingt, in Hitlers unmittelbare Nähe zu kommen. Er nennt sie seine "liebe Prinzessin" und setzt sie als Geheimdiplomatin ein. Stephanie von Hohenlohe spielt für ihn ihre internationalen Beziehungen aus, vor allem zu hochrangigen Nazi-Sympathiesanten in England.

Martha Schad schildert spannend und detailliert den Lebensweg einer Frau, die mit unbedingtem Erfolgswillen und politischem Opportunismus eine beispiellose Karriere machte.

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Martha Schad wurde am 11. März 1939 in München (Deutschland) geboren.

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