Das Gold der Mühle

von Martha Sophie Marcus 
4,4 Sterne bei39 Bewertungen
Das Gold der Mühle
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Novembers avatar

Nette Unterhaltung & Märcheneinarbeitung, aber ich habe mir mehr versprochen - sowohl was die Charaktere betrifft als auch die Handlung

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Ich fand es langweilig, habe abgebrochen.

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Inhaltsangabe zu "Das Gold der Mühle"

Brida ist eine junge Witwe, die einen Abenteurer liebt. Doch wird er seine Freiheit für ein Leben an ihrer Seite aufgeben?

1372 im Lüneburger Land, wo ein brutaler Erbfolgekrieg tobt: Die erst 36-jährige Witwe Brida findet den verletzten jungen Ritter Ulrich am Wegesrand. Kurzentschlossen nimmt sie Ulrich bei sich auf und pflegt ihn gesund. Als der junge Mann wieder aufbricht, schließt sich ihm Bridas 16-jährige Tochter Ann Durt heimlich an. Sobald Brida ihr Verschwinden bemerkt, folgt sie der Spur der jungen Leuten durch die Wirren des Krieges, aber Ulrich und Ann Durt bleiben ihr immer einen Schritt voraus – bis Brida den faszinierenden Abenteurer Brose trifft und in einen Gewissenskonflikt gerät.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442474875
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:20.01.2014

Rezensionen und Bewertungen

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    MaryKates avatar
    MaryKatevor 3 Jahren
    Gut aber nicht gut genug.

    Klappentext: Brida ist eine junge Witwe, die einen Abenteurer liebt. Doch wird er seine Freiheit für ein Leben an ihrer Seite aufgeben?

    1372 im Lüneburger Land, wo ein brutaler Erbfolgekrieg tobt: Die erst 36-jährige Witwe Brida findet den verletzten jungen Ritter Ulrich am Wegesrand. Kurzentschlossen nimmt sie Ulrich bei sich auf und pflegt ihn gesund. Als der junge Mann wieder aufbricht, schließt sich ihm Bridas 16-jährige Tochter Ann Durt heimlich an. Sobald Brida ihr Verschwinden bemerkt, folgt sie der Spur der jungen Leuten durch die Wirren des Krieges, aber Ulrich und Ann Durt bleiben ihr immer einen Schritt voraus – bis Brida den faszinierenden Abenteurer Brose trifft und in einen Gewissenskonflikt gerät.

    Meine Meinung: Es ist mir etwas schwer gefallen in die Geschichte reinzukommen, da ich schon länger kein Buch in diesem Genre gelesen habe.  Brida ist eine junge Witwe die nachdem Tod ihres Mannes die Mühle zusammen mit ihren Kindern allein bewirtschaftet. Sie ist eine starke, selbstbewusste und unabhängige Frau. Bis sie eines Tages als ihre alltäglichen Besorgungen macht, einen jungen Mann verwundet am Wegesrand liegen sieht. Sie nimmt ihn mit nach Hause und pflegt in gesund.  Ihre Tochter Ann Durt hilft ihr dabei, was sie nicht ahnt ist das sich Ann Durt in den jungen Mann Ulrich verliebt. Das junge Paar verlässt die Mühle und geht zu Ulrichs  Onkel zurück.  Der Krieg zwischen den Sachsen und den Lüneburgern spitzt sich zu und Ulrich wird einberufen.  Ann Durt fällt es schwer sich am Hof einzugewöhnen. Sie wirkt unsicher und gerät als der Krieg sich ausweitet in große Schwierigkeiten. Ulrich bekommt sie fast nie zu sehen, da her mit dem Heer weiterziehen muss. Birda setzt alles daran die beiden zu finden nur leider sind sie ihr immer einen Schrittt voraus.  Als sie den Wanderer Brose trifft, scheint sich die Suche nach ihrer Tochter etwas einfacher zu gestalten. Brida wird leidert aus Brose nicht ganz schlau immer öfter scheint Umwege in Kauf zu nehmen müssen um irgendwelche Aufträge auzuführen wie er sagt. Er nach und nach erfährt Brida wer Brose wirklich ist und welche Verbindung er zu Herzog Magnus hat.   Man braucht eine Weile um in die Geschichte reinzukommen. Da der der Schreibstil etwas gewöhnsbedürftig ist das einige Wörter in Mundart vorkommen und man desöfteren im Glossar hinten im Buch nachschlagen muss. Das nervt etwas wie ich finde, da ich sehr erfahren bin was Historische Roman angeht, weiß ich das der Schreibstil manchmal etwas gewöhnungsbedurftig ist. Be diesem Buch aber war das etwas zu extrem der Fall.  Das machen andere Autoren in diesem Genre besser, deswegen werde ich mich an die halten die öfters lese. Deswegen gebe ich nur drei von fünft Sternen

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    U
    ulla_leuwervor 4 Jahren
    ein fesselnder historischer Roman

    Meine Meinung:

    Auf der Suche nach einem Buch zur Teilnahme an einer Challenge bin ich auf dieses aufmerksam geworden. Das  Buchcover sprach mich sehr an und der Name der Autorin sagte mir auch etwas.

    Da ich gerne historische Bücher lese, was ich des öfteren schon erwähnt habe, landete dieses Buch

    dann auf meinem Stapel zu lesender Bücher.


    Sehr fesselnd hat Martha Sophie Marcus die Geschichte der Witwe Brida und ihrer Familie beschrieben. So habe ich zunächst etwas über sie und dem Alltagsleben rund um die Mühle erfahren. Zur damaligen Zeit hatten es Witwen nicht leicht, Brida hatte allerdings großes Glück, sie konnte mit ihren Kindern zu ihrem Bruder in die Mühle ziehen. Die beiden größeren Söhne konnten Thomas, dem Müller helfen und die ältere Tochte Ann Durt war für den Haushalt zuständig.

    So war eigentlich für alle bestens gesorgt und die Zukunft gesichert. Es änderte sich dramatisch, als Brida einen verletzten Ritter fand und ihn gesund pflegte. Ann Durt hatte sich in ihn verliebt und schlich heimlich mit ihm fort. Ritter Ulrich wollte nach Hause und dort sein Erbe antreten.


    Nun war es damals nicht gerade ungefährlich durch die Gegend zu reisen, vor Wegelagerern musste man sich in Acht nehmen und auch vor feindlichen Soldaten. Aus Sorge um die Tochter macht sich Brida auf die Suche. Mir kam das Verhalten der Tochter und der Mutter etwas sehr naiv vor. Beide wussten nicht, wohin es gehen sollte. Aber dadurch bescherten sie mir eine spannende Lesezeit. Die Geschichte wurde im Wechsel aus Sicht des Familienmitgliedes erzählt. Um das Chaos perfekt zu machen, haben sich Stina und Nickel, die jüngsten Kinder von Brida auch  auf den  Weg gemacht, sie wollten die Mutter finden. Eigentlich konnte ich über soviel Dummheit nur den Kopf schütteln, aber auch die beiden sorgten für sehr viel Spannung. Ich als Leserin hatte ja den Überblick, wo sich alle aufhielten und wie knapp sie sich manchmal verfehlten. Aber nun will ich nicht mehr über den Inhalt des Buches verraten.


    Von den Beteiligten waren mir Brida und Brose die liebsten, beide konnte ich sehr gut leiden und hoffte, dass beide alles gut überstehen würden. Stina und Nickel hatten bei mir  den Welpenbonus, sie waren einfach noch zu jung, um die Tragweiten ihres Verhaltens zu übersehen. Stina hätte ich im Laufe der Zeit doch mehr Cleverness zugetraut und angenommen, dass sie aus ihren Fehlern endlich mal lernen würde. So richtig Mitleid konnte ich mit ihr nicht haben. Man merkt, ich war mal wieder voll drin im Geschehen und habe mich auf die Seite verschiedener Beteiligter geschlagen. Deshalb habe ich das Buch auch wieder regelrecht verschlungen. Egal, ob meine Sympathie nun groß oder klein war, ich wünschte allen, dass sie aus diesem Abenteuer gut rauskommen und wollte natürlich auch erfahren, wie es endet.


    Fazit:

    Auch wenn ich es nicht immer gut heißen konnte, wie die Beteiligten dieses Buch sich verhalten haben, habe ich doch einen interessanten Eindruck von dem Leben der damaligen Zeit bekommen.

    Und darum ging es mir in der Hauptsache.

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    S
    Seitentraumvor 4 Jahren
    Schöne Idee mit viel Drama und teilweise zu naiven Charakteren


    Wie ist eigentlich das Märchen von Rumpelstilzchen entstanden? „Das Gold der Mühle“ erzählt die Geschichte wie s gewesen sein könnte.

    Es ist das Jahr 1372 im Lüneburger Land. Die junge Witwe Brida findet m Wegesrand den jungen, verletzten Ritter Ulrich und nimmt ihn kurzerhand bei sich auf um ihn gesund zu pflegen. Als er wieder gesund aufbricht geht Bridas älteste Tochter Ann-Durt mit ihm – unsterblich verliebt. 
    Als das Verschwinden der beiden bemerkt wird, sieht Brida keinen anderen Weg als ihre anderen Kinder bei ihrem Bruder in der Mühle zurückzulassen und sich auf die Suche nach Ann-Durt zu machen. 
    In den Wirren des herrschenden Erbkrieges scheinen Ann-Durt und Ulrich ihr immer wieder zu entwischen und nicht einholbar zu sein, bis der Abenteurer Brose Brida hilft. In ihm findest sie nicht nur einen Wegbegleiter sondern auch eine neue Liebe an die sie nicht mehr geglaubt hat. 
    Immer weiter geht die Reise bis der Krieg alle in seinen Fängen hat.

    Ich gebe zu das klingt jetzt erst mal wenig nach Rumpelstilzchen. Rumpelstilzchen hat auch nichts mit Brida zu tun, sondern mit ihrer Tochter Ann-Durt – oder Anna-Dorothea wie sie von den Adligen und Reichen genannt wird. Während ihre Mutter sie sucht, versucht sie in der Adelswelt Fuß zu fassen. Ulrich zieht mit seinem Onkel in den Krieg und lässt Ann-Durt in Celle zurück. Als sie im Zwang der neuen Kleider und Intrigen zu ertrinken droht hilft ihr Rumpoldt und schon bald hat er sie ganz in seinen Fängen. 

    Ich mag das Buch. Allerdings hatte ich zwischendurch Schwierigkeiten mit dem Lesefluss. 
    Die Autorin zeichnet liebevolle, aber auch sehr naive Charaktere und bauscht alles zu einer dramatischen Geschichte auf. Zwischenzeitlich wurde mir das etwas viel. (!Achtung Spoiler! zum Beispiel als dann die jüngere Tochter und der Ziehsohn von Brida aufbrechen ihre Mutter zu suchen und prompt in einen Söldnertruppe geraten der sie mit zwingt.)
    Das gleiche gilt für die extreme Naivität mit der Ann-Durt sich in Celle bewegt. Das konnte nur schief gehen. 
    Ansonsten war die Geschichte abwechslungsreich, besonders auf Bridas Suche gab es immer wieder Wendungen die wenig vorhersehbar waren. 
    Brida und Brose sind zwei Charaktere die ich ausgesprochen gut gelungen finde. Besonders Brose, der mit seinem Witz und Charme jede Lage zu überleben scheint und dem immer etwas geheimnisvolles umgibt. Brida verliert nie ihren Glauben und steht immer wieder auf und geht immer weiter um die Ihren zu finden und zu beschützen.

    Allem in allem finde ich die Geschichte eher für zwischendurch oder ein kurzweiliges Lesevergnügen geeignet Man kommt ohne große Anstrengung durch den Roman, der von der Idee und Spannung gut, aber teilweise etwas langatmig und zu aufgebauscht ist. Dennoch sind es entspannte Lesestunden mit einer gut geschrieben Geschichte die wirklich sympathische Charaktere beherbergt.

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    mecedoras avatar
    mecedoravor 4 Jahren
    Das Gold der Mühle

    "Es ist nicht alles Gold, was glänzt" - so sagt ein altes Sprichwort. Und wie recht es doch hat …
    1372 tobt im Lüneburgischen ein erbitterter Erbfolgekrieg. Herzog Magnus II Torquatus kämpft um sein ererbtes Recht, den Herrscherthron zu besteigen, doch Kaiser Karl hat eben dieses Recht den Sachsen zugesprochen. So kommt es zu blutigen Kämpfen im Land und die Bevölkerung ist, zumal auf Reisen, vor Leid, Schlachten und Tod nicht mehr sicher.
    In diesem Umfeld lebt auch die Witwe Brida mit ihren vier Kindern und einem Ziehsohn und arbeitet in der Mühle ihres Bruders fleißig um den Bestand und das Wohlergehen ihrer Familie willen.
    Als sie den schwerverletzten Ritter Ulrich am Wegesrand aufliest und in der Mühle allen Gefahren zum Trotz gesund pflegt, nimmt das Schicksal seinen Lauf: Ann Durt, Bridas sanfte Tochter, macht sich an der Seite des schmucken Ritters, der ihr das Glück und die Ehe verspricht aus dem Staub …
    Auf der Suche nach ihrer Tochter gerät Brida in so manches Abenteuer und muss ich nicht nur Übergriffen aller Art, sondern auch ihren Gefühlen stellen.

    Martha Sophie Marcus schreibt mit "Das Gold der Mühle" einen soliden und von der ersten bis zur letzten Seite fesselnden historischen Roman ganz klassischer Couleur. 
    Aus der Masse ähnlich gestrickter Romane (mutige Frau macht sich auf die Suche und besteht diverse Abenteuer plus Intrigen und Liebe) sticht "Das Gold der Mühle" allerdings vor allem durch das sprachliche und stilistische Können der Autorin, die facettenreiche Ausgestaltung ihrer Figuren, die gut recherchierten und verständlich dargestellten historischen Gegebenheiten und ganz besonders durch den Humor und den Witz des Buchs hervor, die sich durch alle Dialoge ziehen.

    "Das Gold der Mühle" ist ein Buch, das sowohl an die Ereignisse fesselt wie auch wunderbar beim Lesen entspannen lässt - genau das, was ich von einem historischen Roman erwarte. Und auch wenn die Geschichte in ihrer Grundstruktur anderen dieses Genres ähnelt, vermag es wirklich zu unterhalten und, ganz nebenbei, mit historischer Authentizität und guter Recherche beeindrucken.

    Unterm Strich war es mir stellenweise ein bisschen zu viel "Eiertanz" und Hin und Her, der Plot und die Figuren wurden aber sehr gut herausgearbeitet und ebenso vergnüglich wie eindringlich erzählt. Von mir gibt es vier Sterne für dieses Buch.

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    schafswolkes avatar
    schafswolkevor 5 Jahren
    Eine Mutter auf der Suche nach ihrer Tochter

    Die Witwe Brida nimmt den verletzten Ritter Ulrich bei sich auf und pflegt ihn gesund. Sie ahnt nicht, dass dieses eine folgenschwere Entscheidung für sie und ihre Familie sein wird. Ihre Tochter Ann Durt verliebt sich in Ulrich und verlässt mit ihm zusammen die heimische Mühle. Als Brida das Verschwinden ihrer ältesten Tochter bemerkt, kann sie nicht anders und versucht sie zu finden, denn die Zeiten sind gefährlich, da es um Machtspielchen und einen Erbfolgekrieg gibt.
    Doch Brida trifft unterwegs auf Brose, der in ihr wieder ein Gefühl für die Liebe weckt.

    Ich kenne bisher nur wenig historische Romane die im norddeutschen Raum spielen, aber "Das Gold der Mühle" hat mir sehr gut gefallen. Im Mittelpunkt stehen hier ganz normale Bürger und Brida ist keine schöne junge Maid, das ist mal eine erfrischende Abwechslung;-)
    Das absolute Highlight ist für mich der Schluß, da kann ich natürlich nichts zu schreiben, denn dann bräuchte man das Buch ja nicht mehr lesen.

    Das Buch ist flüssig zu lesen und die Figuren waren so dargestellt, dass ich mir sie sehr gut vorstellen konnte. Auch die Wechsel der Personen war immer so, dass ich immer neugierig war, wie es mit ihnen wohl weitergehen mag.
    Wer hier eine große Liebesgeschichte sucht, wird vielleicht enttäuscht werden, aber hier findet man einen ganz tollen historischen Roman.

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    B
    blutbluemchenvor 5 Jahren
    Unerwartete Wendungen, aber stimmig von vorn bis hinten

    Der Inhalt:

    "1372 im Lüneburger Land, wo ein brutaler Erbfolgekrieg tobt: Die erst 36-jährige Witwe Brida findet den verletzten jungen Ritter Ulrich am Wegesrand. Kurzentschlossen nimmt sie Ulrich bei sich auf und pflegt ihn gesund. Als der junge Mann wieder aufbricht, schließt sich ihm Bridas 16-jährige Tochter Ann Durt heimlich an. Sobald Brida ihr Verschwinden bemerkt, folgt sie der Spur der jungen Leuten durch die Wirren des Krieges, aber Ulrich und Ann Durt bleiben ihr immer einen Schritt voraus – bis Brida den faszinierenden Abenteurer Brose trifft und in einen Gewissenskonflikt gerät."


    Meine Meinung:

    Das Buch hat einen Schreibstil, der einen immer wieder zum weiteren Lesen animiert und man die Geschichte schwer aus der Hand legen kann. Die Geschichte ist stimmig, spannend und enthält Wendungen, mit denen man nicht gerechnet hat.

    Gerade diese Wendungen machen den ganzen Roman spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Der flüssige Stil unterstützt dieses in vollem Maße.

    Authentische Charaktere lassen einen in eine andere Zeit eintauchen und als stumen Beobachter Teil des Lebens einzelner sein. Gerade eine 'ältere' Hauptfigur macht alles noch interessanter. es ist kein typischer historischer Roman mit einem jungen Mädel, dass ihr Glück findet. Brida hat einen Schicksalsschlag hinter sich und nun läuft auch noch ihre Tochter heimlich davon. Auf der Suche erlebt Brida Höhen und Tiefen, die sie auf ihre eigene, mutige Art bewältigt.

    Ein Buch mit Happy End, welches nicht zu kitschig und überspitzt wirkt. Alles in allem sehr gelungen.


    Fazit:

    Ein rundum schlüssiges Werk, welches keine Lücken oder offenen Fragen lässt. Die einzelnen Handlungsstränge werden geschickt miteinander verbunden und leiten so ein Happy end ein.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Spannende Geschichte aus dem Lüneburger Land im 14. Jahrhundert

    Die Witwe Brida lebt mit ihren Kindern bei ihrem Bruder und gemeinsam bewirtschaften sie dessen Mühle. Das Leben ist hart, aber sie kommen zurecht und so lehnt Brida auch beharrlich die Avancen eines unangenehmen Nachbarn ab.
    Eines Tages findet sie am Wegrand einen schwer verletzten jungen Ritter. Obwohl ihr klar ist, dass es besser wäre, sich aus dem Erbfolgekrieg, der gerade im Land tobt, herauszuhalten, kann sie nicht einfach wegsehen und lädt den Verletzten auf ihren Karren. Er wird im Gänsestall versteckt und gesund gepflegt. Doch er dankt Brida ihre Hilfe nicht sonderlich, sondern läuft nach seiner Genesung gemeinsam mit ihrer ältesten Tochter Ann Durt davon, die sich in ihn verliebt hat. Natürlich hofft sie, dass er sie heiraten wird, doch die gesellschaftliche Kluft zwischen der jungen Frau und dem Ritter lässt dies äußerst fraglich erscheinen.
    Brida ist entsetzt und fürchtet das Schlimmste für ihre sanfte Tochter. Daher macht sie sich auf den Weg, sie zurückzuholen. Auf dem Weg trifft sie auf viele Gefahren, aber auch auf zwei gute Reisegefährten. Insbesondere mit dem schlauen und charmanten Brose verbindet sie bald mehr als nur eine Reisegemeinschaft, dennoch verliert sie nie ihr Ziel aus den Augen: ihre Tochter nach Hause zu holen!

    Das 14. Jahrhundert und die norddeutsche Geschichte gehören bisher nicht gerade zu den Gebieten, in denen ich besondere historische Kenntnisse habe. Dementsprechend wenig wusste ich über die damals herrschenden Adelsgeschlechter und deren Konflikte untereinander. Dies ist aber gar nicht schlimm, denn der Autorin gelingt es wunderbar, dies alles in ihrer farbenprächtigen Geschichte unterzubringen. Der historische Hintergrund nimmt aber auch nicht zu viel Raum ein, der Fokus liegt auf Brida, Ann Durt sowie den jüngeren Geschwistern und schildert deren spannende und gefähliche Reisen. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet und man fiebert, leidet und liebt regelrecht mit ihnen mit!

    Für mich war es das erste Buch der Autorin, aber sicher nicht das letzte!

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    jackdecks avatar
    jackdeckvor 5 Jahren
    Das Gold der Mühle

    Wir schreiben das Jahr 1372 im Lüneburger Land, die Witwe Brida lebt gemeinsam mit ihren Kindern  in einer alten Mühle die sie zusammen bewirtschaften.
    Als wäre das Leben für eine alleinstehende Frau zu dieser Zeit nicht schon beschwerlich genug, tobt im ganzen Land ein fürchterlicher Erbfolgekrieg.
    Eines tage findet Brida am Wegesrand einen verletzten jungen Mann, sie nimmt ihn bei sich auf  und pflegt ihn gesund. Wie sich heraus stellt handelt es sich dabei um Ritter Ulrich von Alten, der kaum genesen zusammen mit Bridas ältester Tochter Ann Durt sich still und heimlich davon macht.
    Brida macht sich auf die Suche nach ihrer Tochter, die Sorge um ihr Wohlergehen, während der Kriegswirren lässt sie rastlos durch das Land ziehen.
    An ihrer Seite  ist Brosse der ihr nicht nur bei der Suche nach Ann Durt eine Hilfe ist sondern auch längst vergessen Gefühle in der Witwe weckt.
    Der schwere Weg von Brida und die Wirren des Krieges, sowie die Plänkeleien und Intrigen zu Hofe hat die Autorin  Martha Sophie Marcus in einer wunderbaren, bildhaften Art niedergeschrieben.
    Angenehmer fesselnder Schreibstil der mich überzeugt hat, sicherlich nicht das letzte Buch der Autorin für mich.

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    C
    carmelinchenvor 5 Jahren
    Grandios

    Ein Historischer Roman mit Sucht-Potenzial.
    Mit ihrem gefühlvollen Schreibstil schafft es die Autorin uns in das Jahr 1372 zu locken. Wir dürfen das Leben eines Müller´s, seiner Schwester und ihrer Familie  miterleben . Liebe, Leid, Krieg und die Sorgen einer Mutter lassen uns oftmals das Buch nicht aus der Handlegen.  Auch wenn man am Anfang denkt das man mit den Norddeutschen Begriffen und Namen seine Schwierigkeiten hat so muß ich sagen das dies nicht der Fall ist, und sollte es doch einmal Vorkommen so gibt es im Anhang ein paar Erklärungen.
    Bis jetzt kannte ich nur das Kinderbuch von der Autorin Martha Sophie Marcus aber ich bin von der Art zu schreiben so Fasziniert das es bestimmt nicht mein letzter Historischer Roman aus ihrer Feder gewesen ist den ich lese.

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    Mine_Bs avatar
    Mine_Bvor 5 Jahren
    Absolute Leseempfehlung!

    Der historische Roman von Martha Sophie Marcus namens „Das Gold der Mühle“ ist ein eigenständiges Werk, welches im 14. Jahrhundert spielt.

     

    1372 – Lüneburger Land: Die Witwe Brida lebt mit ihren Kindern bei ihrem Bruder in einer Mühle. Als sie auf der Heimreise von ihren Freunden im benachbarten Dorf einen verletzten Ritter Ulrich findet überlegt Brida nicht lange und nimmt diesen auf ihrem Karren mit, damit sie ihn gesund pflegen kann, in diesen nicht einfachen Zeiten – die Erbfolgekriege beherrschen die Zeiten. Nach längerer Zeit und einigen Genesungsprozessen bricht Ulrich mitten in der Nacht auf. Dabei nimmt er die 16-jährige Tochter Ann Durt, die Ersparnisse und den Esel mit. Als Brida das Verschwinden der beiden bemerkt, nimmt sie die Verfolgung auf – immer in Sorge um ihre Tochter Ann Durt. Eine spannende Verfolgung beginnt, bei denen beide ihre eigenen Abenteuer und Erfahrungen machen werden. Bridas treuster Begleiter ist Brose, der ihr oftmals aus der Patsche hilft und noch das ein oder andere Geheimnis birgt. Was Brida noch nicht ahnt, dass auch ihre Jüngsten Stina und Nickel sich auf den Weg gemacht haben, um sie zu suchen. Dabei erleben sie ihre eigenen Gefahren und Abenteuer.

     

    Der Schreibstil und die Ausdrucksweise von Martha Sophie Marcus haben mir sehr gut gefallen. Ich konnte mich sehr gut in die damaligen Zeiten hineinversetzen. Der historische Roman ist gut recherchiert und man bekommt einen guten Überblick über die damals herrschenden Umstände. Über die gesamte Länge des Buches ist ein roter Faden erkennbar und auch der Spannungsbogen bricht nicht ab. Ständig passieren unvorhersehbare Wendungen und man fiebert mit den Charakteren mit. Dabei wird aus mehreren Handlungssträngen erzählt, die nochmal mehr Spannung und Tempo in das Buch hineinbringen. Martha Sophie Marcus hat es in „Das Gold der Mühle“ auch geschafft, den Charakteren Leben einzuhauchen. Sie wirken alle sehr real, jeder hat seine Schwächen und Eigenarten. Ihre jeweiligen Beziehungen werden gut ausgearbeitet und es macht Spaß, die Dialoge zu lesen. Es hat mir sehr viel Freude bereitet, die Verfolgung von Ann Durt und Ulrich durch Brida mitzuerleben und dabei über ihre eigenen Abenteuer zu lesen. Oftmals habe ich mich über die Naivität von Ann Durt geärgert und hätte sie am liebsten vorangetrieben oder ihr gerne mal die Augen geöffnet. Auch sehr oft habe ich mich über die Stärke von Brida gewundert, sie nimmt so viele Gefahren auf, um ihre eine Tochter zu schützen. Brose ist ein toller Charakter, der Schwung in die Geschichte bringt und sich mit Freude in jedes Abenteuer stürzt.. Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist das Ende. Es ist realistisch und nicht alles ist Friede, Freude, Eierkuchen. Jeder trägt seine eigenen Wunden. Auch der Plot hat mir gut gefallen, wobei ich hier nicht zu viel verraten möchte. Auch die kleine eingebaute Geschichte mit dem Rotkehlchen hat mir gut gefallen.

     

    Mein Fazit: ein wirklich gelungener historischer Roman. Am Ende konnte ich das Buch einfach nicht mehr zur Seite legen, da es mich einfach gefesselt hat und ich wissen wollte, wie das Buch ausgehen wird. Dafür eine klare Leseempfehlung und 4,5 Sterne.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Goldmann_Verlags avatar

    Wer Lust hat, mit uns gemeinsam eine Reise ins Lüneburger Land des Jahres 1372 zu unternehmen, der ist bei dieser Leserunde zu "Das Gold der Mühle" genau richtig!! Und das Beste: Als Reisebegleiterin steht uns niemand Geringeres zur Seite als die Autorin selbst: Martha Sophie Marcus.

    Wer eines von 25 Freiexemplare, die wir für die Runde zur Verfügung stellen, gewinnen will, beantwortet bitte bis 2. Februar diese Frage: Was ist für euch das Besondere an Historischen Romanen?

    Wir freuen uns riesig auf diese Runde und bedanken uns ganz herzlich bei Martha, die sich euren Fragen stellen wird

    Zur Leserunde

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