Martha Sophie Marcus Herrin des Nordens

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Inhaltsangabe zu „Herrin des Nordens“ von Martha Sophie Marcus

Ein mitreißendes historisches Epos aus dem Ende der Wikingerzeit. Handelsstadt Haithabu 1047: Die junge Ingunn schwärmt leidenschaftlich für den wenig älteren Torge, der aus England nach Dänemark gekommen ist. Hier beansprucht Torge eine Erbschaft, und hier bereitet er sich auf eine Zukunft als Krieger in Diensten des englischen Königs vor. Torges älterer Bruder Jon hingegen schätzt Verhandlungsgeschick mehr als Kriegslust. Um Torge zu beschützen, und obwohl er sich mittlerweile selbst in Ingunn verliebt hat, kehrt Jon jedoch mit seinem Bruder nach England zurück. Ingunn bleibt in ihrer geliebten Heimat. Und dann überfallen die Norweger Haithabu.

Konnte mich nicht vollends überzeugen und brauchte lange, um mich mit der Geschichte anzufreunden.

— FraukeK

authentisch, interessant, spannend.

— taddy92

Martha Sophie Marcus hat einen anspruchsvollen und spannenden historischen Roman vorgelegt. Super!

— GudrunMariaKrickl

Spannender historischer Roman, mit einer mutigen und starken Protagonistin! Die Wikingerzeit wird lebendig!

— Aleida

~ Ein überzeugender historischer Roman über das Ende der Wikingerzeit im rauen Dänemark und dem Untergang der Handelsstadt Haithabu ~

— suggar

Ein gut recherchierter und erzählter historischer Roman aus der Wikingerzeit.

— ErikHuyoff

Ein abwechslungsreicher,packender historischer Roman, welcher auf 736 Seiten dafür sorgt, dass der Leser in eine andere Welt eintauchen kann

— AgnesM

Spannender und gut recherchierter Roman über die Händlerin Ingunn und das Ende der Wikingerzeit.

— Katharina99

Ein Leckerbissen für Liebhaber historischer Romanerzählungen.

— Nicky_G

Ein sehr gut recherchierter und spannender Roman über das Ende der Wikingerzeit.

— Moni2506

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  • Sehr schöner und unterhaltsamer Wikingerroman

    Herrin des Nordens

    unclethom

    31. August 2016 um 14:34

    Martha Sophie Marcus gelingt es immer wieder aufs Neue mich gleich auf den ersten Seiten abzuholen.Geschickt gelingt es ihr die Stimmung uns Atmosphäre wie sie damals geherrscht haben könnte einzufangen. Und so steckt man schon gleich zu Beginn mitten in der Geschichte, oder besser gesagt man lebt ihre Geschichten.Schauplätze und die Figuren sind so bildhaft beschrieben, dass man wirklich dabei ist, denn es kommt mir jedes Mal so vor, man wäre vor Ort und würde mit den Figuren am Ort des Geschehens leben.Man spürt mit jeder Zeile wie viel Liebe im Buch steckt und man kann es ahnen wie viel Recherchearbeit dahintersteckt.Ihr Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen und es ist so ein leichtes auch die mehr als 700 Seiten in einem Rutsch herunterzulesen. Ich war nach zweieinhalb Tagen durch das Buch durchgerauscht, davon die letzten knapp 400 an einem Tag. Es fällt also extrem schwer das Buch beiseite zu legen, denn wie man es sich denken kann schreibt die Autorin so, dass man auf die nächste Seite gespannt ist. Der Spannungsaufbau ist fein gezeichnet und erst mit der letzten Seite hat man angekommen zu sein.Für mich war das wieder große Klasse und ich vergebe hoch verdiente 5 Sterne.

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  • authentischer und interessanter Roman

    Herrin des Nordens

    taddy92

    18. June 2016 um 09:39

    Handelsstadt Haithabu 1047: Die junge Ingunn schwärmt leidenschaftlich für den wenig älteren Torge, der aus England nach Dänemark gekommen ist. Hier beansprucht Torge eine Erbschaft, und hier bereitet er sich auf eine Zukunft als Krieger in Diensten des englischen Königs vor. Torges älterer Bruder Jon hingegen schätzt Verhandlungsgeschick mehr als Kriegslust. Um Torge zu beschützen, und obwohl er sich mittlerweile selbst in Ingunn verliebt hat, kehrt Jon jedoch mit seinem Bruder nach England zurück. Ingunn bleibt in ihrer geliebten Heimat. Und dann überfallen die Norweger Haithabu . Das Cover: passt gut zur Geschichte, der obere Teil mit den Schiffen und dem dunkeln Himmel spiegelt das Geschehen im Ganzen Buch sehr gut wieder, und die Teilung des Covers durch den Seemannskonten finde ich sehr gut gelungen. Die Handlung: Die Geschichte beginnt im Jahr 1044 und endet im Jahr 1006 in Haithabu, Dänemark. Im größten Teil des Buches begleitet man Ingunn. Aber ab und an erhalten wir auch einen Einblick in die Sicht von Jon. Das Leben zu dieser Zeit ist nicht einfach, denn verschiedene Könige kämpfen um Dänemark und Haithabu gerät oft ins Visier von Angriffen. Außerdem nimmt der Konflikt zwischen Christentum und den nordischen Göttern seinen lauf. Ingunn entwickelt sich zu einer starken Frau, die eine Rückschläge hinnehmen muss und alles versucht um sich, ihre Familie und ihr Stadt zu schützen. Der Schreibstil: Ein toller Schreibstil, der es einfach macht sich in der Geschichte zurecht zu finden, außerdem merkt die Autorin am Ende des Buches auch an, dass sie drauf achtet, den Lesefluss durch alte Wörter nicht zu behindern um so dem Leser den Spaß am Lesen zu erhalten und auch das ist ihr sehr gut gelungen. Fazit: Mit über 700 Seiten ist das Buch nicht gerade in ein paar Tagen gelesen. Trotzdem konnte es mich so packen, dass ich nich aufhören wollte zu lesen und ich habe es in wenigen Tagen verschlungen. Allerdings war es mir an manchen Stellen doch etwas  zu langatmig. Frau Marcus gelingt es mit Ingunn eine starke Protagonistin zu entwickeln, die sich nicht in irgendein Frauenbild drängen lässt, die weis was sie will und macht was sie will. Die Protagonistin hat mir sehr gut gefallen, aber auch die anderen Nebencharaktere waren sehr gut ausgearbeitet, so das es leicht viel sich in diese hinein zu versetzen. Aber nicht nur die auftretenden Personen, sondern auch der Hintergrund, das allgemeine Leben (Bräuche und auch die Anbetung der Nordischen Götter) zu dieser Zeit wird von der Autorin gut und authentisch gelungen.  Auch der geschichtliche Hintergrund, die Christianisierung, der Kampf der Könige und das Ende der Wikingerzeit haben mir im Zusammenhang mit dem Rest der Geschichte sehr gut gefallen. Martha Sophie Marcus hat es in meinen Augen geschafft eine authentische Story zu entwickeln. Für jemanden, der sein Wissen über die Wikinger und ihre Kultur erweitern möchte, oder allgemein gerne historische Romane liest, sollte sich dieses Buch mal genauer anschauen. Es lohnt sich wirklich. Ich vergebe 4 Sterne.

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  • Etwas Besonderes

    Herrin des Nordens

    GudrunMariaKrickl

    14. May 2016 um 13:56

    "Herrin des Nordens" entführt in die Wikingerzeit - und ist doch viel mehr, als ein weiteres Epos, das den Kriegern huldigt. Differenziert entfaltet die Autorin ihr Bild von Haithabu und dem damals dänischen Norden des heutigen Deutschland, und seiner gut gewählten und noch besser charakterisierten Bewohner. Und das ist nicht ganz einfach, angesichts der Fülle an Personen, die diesen Roman bevölkern. Umso faszinierender die Ausgestaltung eines jeden Einzelnen, die Schilderungen von Ort und Zeit und nicht zuletzt die sehr gut aufgearbeitete Chronologie der politischen Ereignisse.Martha Sophie Marcus vermeidet Klischees, geht ihre Geschichte sehr menschlich an, verwebt sie gekonnt mit Umständen. Auch die Liebesgeschichte ist wunderschön geschrieben.

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  • ~ Ein überzeugender historischer Roman über das Ende der Wikingerzeit ~

    Herrin des Nordens

    suggar

    30. March 2016 um 09:34

    "Handelsstadt Haithabu 1047: Die junge Ingunn schwärmt leidenschaftlich für den wenig älteren Torge, der aus England nach Dänemark gekommen ist. Hier beansprucht Torge eine Erbschaft, und hier bereitet er sich auf eine Zukunft als Krieger in Diensten des englischen Königs vor. Torges älterer Bruder Jon hingegen schätzt Verhandlungsgeschick mehr als Kriegslust. Um Torge zu beschützen, und obwohl er sich mittlerweile selbst in Ingunn verliebt hat, kehrt Jon jedoch mit seinem Bruder nach England zurück. Ingunn bleibt in ihrer geliebten Heimat. Und dann überfallen die Norweger Haithabu." Auf den neuen Roman von Autorin Martha Sophie Marcus habe ich schon sehnsüchtig gewartet ♥ Seitdem ich von ihrem tollen Schreibstil und ihren starken Heldinnen aus den Büchern "Der Rabe und die Göttin", "Das Gold der Mühle" und "Die Bogenschützin" begeistert bin, war für mich klar, dass dieses Buch unbedingt auf meine Wunschliste wandern muss! ;) Mit Ingunn begleitet der Leser eine junge Frau zu Zeiten der Christianisierung als auch die Menschen im hohen Norden gezwungen werden sich von ihren Göttern, Gebräuchen & Traditionen loszusagen. Abermals hat es die Autorin geschafft die Zeit zum Ende der Wikinger, die blutigen Machtkämpfe in Europa und die gewaltsame Bekehrung der "Heiden" bildlich und lebendig darzustellen und den Leser somit nach Haithabu, Schleswig und ins raue Dänemark zu entführen. Und auch auf den über 700 Seiten und trotz vieler historischer Einwebungen kommt keine Langeweile auf. So macht Geschichte erleben Spass! :) Besonders hervorheben möchte ich das wunderschön gestaltete Cover des Buches, was perfekt zu den nordischen Küsten, aber auch zu den Handelsschiffen und -reisen passt. Nach "Der Rabe und die Göttin" ist dies das 2. Buch über die Zeit der Wikinger aus der Feder von Frau Marcus. Begeistert und schmunzelnd habe ich festgestellt, dass die Autorin wieder einen Raben, diesmal Munin, als Nebenfigur in die Geschichte geflochten hat. Stellt dieser doch einen Boten des Göttervaters Odin dar und nimmt in der nordischen Mythologie einen sehr hohen Stellenwert ein. Fazit: Wer europäische Geschichte lebendig und mitreißend erleben möchte, ist bei der Autorin genau richtig! Spannend und interessant werden Fakten und Fiktionen miteinander verwoben, so dass der Leser Lust bekommt ins heutige Schleswig und Umgebung zu reisen :)

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  • Leserunde zu "Herrin des Nordens" von Martha Sophie Marcus

    Herrin des Nordens

    Goldmann_Verlag

    Liebe Lovelybooker, heute entführen wir euch mit dem mitreißenden Epos "Herrin des Nordens" in die aufregende Zeit der Wikinger. Die junge Ingunn, die Protagonistin aus dem neuen historischen Roman von Martha Sophie Marcus, muss sich zwischen zwei Brüdern entscheiden und kämpft inmitten von Krieg und Aufruhr um ihre Existenz.  Martha Sophie Marcus wird ebenfalls an der Leserunde teilnehmen, euch die wilden Zeiten der Wikinger in den leuchtendsten Farben schildern und euren Fragen Rede und Antwort stehen. Wollt ihr eines der 20 Verlosungsexemplare gewinnen? Dann schreibt uns, was euch an diesem Roman besonders fasziniert und warum ihr an der Leserunde teilnehmen möchtet. Die Bewerbungsphase endet am 10.2.2016 um 24 Uhr. Zum Inhalt: Handelsstadt Haithabu, die 'Stadt der alten Götter', im Jahr 1047: Ingunn schwärmt leidenschaftlich für den wenig älteren Torge, der aus England nach Dänemark gekommen ist. Hier beansprucht Torge eine Erbschaft, und hier bereitet er sich auf eine Zukunft als Krieger in Diensten des englischen Königs vor. Torges älterer Bruder Jon hingegen schätzt Verhandlungsgeschick mehr als Kriegslust. Um Torge zu beschützen, und obwohl er sich mittlerweile selbst in Ingunn verliebt hat, kehrt Jon jedoch mit seinem Bruder nach England zurück. Ingunn bleibt in ihrer geliebten Heimat. Und dann überfallen die Norweger Haithabu ... Martha Sophie Marcus, geboren 1972 im Landkreis Schaumburg, studierte Germanistik, Soziologie und Pädagogik und verbrachte anschließend zwei Jahre in Cambridge. Mit "Herrin wider Willen", ihrem ersten Roman, feierte sie ein grandioses Debüt. Seitdem sind weitere historische Romane von ihr bei Goldmann erschienen. Weitere Informationen zur Autorin findet ihr unter www.martha-sophie-marcus.de und auf www.goldmann-verlag.de.

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    • 389
  • Ein Ausflug ins nordische Mittelalter

    Herrin des Nordens

    ErikHuyoff

    28. March 2016 um 11:00

    Im Buch, das im 11. Jahrhundert spielt und einen Zeitraum von 22 Jahren (40 Jahren, bezieht man den Prolog mit ein) abdeckt, begleitet man die Kaufmannstochter Ingunn aus Haithabu sowie den Krieger und Abgesandten Jon Larsson durch zahlreiche Wirren und Abenteuer. Vor dem Hintergrund der dänischen Geschichte lernt man nicht nur viel über die Sitten, Gebräuche und Gepflogenheiten der damaligen Zeit, sondern erlebt mit den Protagonisten auch den Aufstieg des Christentums im nordischen Raum. "Herrin des Nordens" reiht sich dabei nahtlos in den aktuellen Trend ein, starke Frauen als Protagonisten zu haben, und würde sicherlich auch als Film gut funktionieren, bedenkt man den Erfolg der Fernseh- und Kinoblockbuster "Die Hebamme", "Die Pilgerin", "Die Päpstin", "Die Wanderhure", "Elizabeth" oder "Johanna von Orleans" uvm. Hinter all den starken Charakteren muss sich Ingunn nicht verstecken, standhaft, loyal, mutig und tapfer meistert sie alle Aufgaben, die ihr gestellt werden und sorgt fast allein für Haithabus Erhaltung und das Wohl ihrer Familie. Allgemein kann man sagen, dass die Autorin Charaktere erschafft, mit denen man sich identifizieren kann, mit denen man mitfiebert, -lacht und -trauert. Während die Handlung kleinere Höhen und Tiefen aufweist, bin ich vom Ende restlos begeistert und spätestens auf den letzten 50-100 Seiten ist das Buch ein echter page-turner. Es ist selten, dass mich der Schluss eines Romanes so zufriedengestellt hat - der Autorin ist es gelungen, alle offenen Fäden zusammenzuführen, alle Fragen und Schicksale zu klären und einen wunderbaren Bogen zum Beginn des Buches zu spannen. Klar ist dadurch die Handlung am Schluss stark verdichtet, es geht Schlag auf Schlag, was man aber aufgrund der ohnehin überdurchschnittlichen Buchlänge leicht verzeihen kann - ab und an innezuhalten hätte hier den Rahmen sicherlich gesprengt. Zudem ist das Buch gut recherchiert, insoweit die Autorin zu Gunsten der Lesbarkeit moderne Bezeichnungen benutzt, ist dies zu begrüßen, da der Lesefluss so erhalten bleibt - und sie zudem am Ende des Romanes darauf hinweist. In jedem Fall kann ich das Buch bedenkenlos jedem Liebhaber historischer Romane empfehlen. Mein Fazit? "Herrin des Nordens" ist ein gut recherchierter, flüssig lesbarer historischer Roman mit einer starken Protagonistin und überzeugenden Charakteren, der zwar abseits des Mainstreams spielt, im ein oder anderen Leser aber sicherlich das Interesse am Mittelalter im nordischen Raum und der Wikingerzeit weckt.

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  • Eine toll recherchierte historische Geschichte mit Startschwierigkeiten

    Herrin des Nordens

    Chibi-Chan

    26. March 2016 um 19:37

    Meine MeinungAllgemeinZuerst hatte ich so einige Startschwierigkeiten mit dem Buch. Der Schreibstil ist dem Inhalt etwas angepasst und vor allem am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig. Doch sobald man in die Hauptgeschichte reinrutscht, stellt dies kein Problem mehr da und ich konnte einen flüssigen Lesefluss genießen.Doch nach dem ersten 120 Seiten war ich schon etwas kritisch gestimmt. So gut wie alles, auf das dich der Klappentext vorbereitet, ist schon geschehen und mich wunderte es, was den jetzt noch - nebst Haithabus Untergang - passieren soll. Aber es sollte noch eine Menge geschehen. Beim ersten Kampf noch war ich skeptisch, weil man so gut wie nichts davon mitbekam, doch später im Buch kriegt man viele Denkweisen über Krieg und Strategie noch detailliert mit. Im Allgemeinen erfährt man sehr viel von der damaligen Zeit. Die Rollenverteilung und wie schnell sie sich ändern kann, das Aussehen der Dörfer, die Utensilien die damals benutzt wurden, wie man geschickt Kontakte nutzt, die Bauweisen. Martha Sophie Marcus hat sehr viel Recherche in das Buch fließen lassen und alles detailliert beschrieben. Auf  700 Seiten kann man sich ein wirklich nennenswerten kleines Wissen aneignen.Auch das Christentum hat eine enorm große Rolle in diesem Buch bekommen, was mir sehr positiv aufgefallen ist. Denn nicht nur der Kampf war eine große Rolle damals, sondern auch die Intrigen und die Macht der Kirche / des Glaubens. Ohne Rücksichtnahme wurde die Kirche immer wieder in den Vordergrund geschoben. Sie bemächtigten sich immer mehr und haben ganze Familien entzwei gerissen.Um den Spannungsbogen zu halten, lässt die Autorin sich viel einfallen, was sie vorher natürlich auch gut recherchiert hat. Ziemlich von Beginn an entstehen schon die ersten Fehden, die sich durch das komplette Buch ziehen und somit auch nochmal hier und da Spannung aufbringen.Das Ende fand ich auch sehr gut gestaltet. Es wurde nochmal über ein paar wenige Seiten eine andere Sichtweise eingefügt, die zeitraffend das endgültige Ende Haithabus beschreibt und soweit bleiben keine Fragen für mich offen.CharaktereDas Buch bietet unglaublich ausdrucksstarke Charaktere, die mir wirklich gut gefallen haben. Da das Buch über viele Jahre handelt, altern die Charaktere natürlich mit und somit verändert sich auch der Charakter. Durch Erlebtes beginnen die Charaktere anders zu Denken und zu Handeln und das fand ich sehr authentisch dargestellt. Nicht nur bei den Protagonisten musste ich das feststellen, auch bei Nebenfiguren, die immer mal wieder einen Auftritt bekommen haben, konnte man die ein oder andere Veränderung feststellen.Schreibstil & SichtweiseAm Anfang fand ich den Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig, da er sich natürlich allein schon der Handlungszeit entsprechend anpassen musste. Hier und da wirft die Autorin Begriffe der damaligen Zeit ein, doch soweit habe ich alle Begrifflichkeiten verstanden oder konnte sie nachschlagen. Viele Namen hat die Autorin allerdings aus der heutigen Zeit übernommen, um den Lesefluss nicht zu stören und die Ausgewogenheit hatte ein schönes Maß.Geschrieben wurde das Buch aus den Sichten von Ingunn und Jon in der dritten Person. Einer starken Handelsfrau, die ihrem Glauben treu bleibt und einem gerechten Strategen, der jedem Gerecht werden will, ohne seine Ehre zu verlieren.Cover & Titel Das Cover finde ich richtig schön und passend. So bekommt man schon ein kleine Bild für den Kopf von Haithabu.Auch der Titel ist passend gewählt und bezieht sich einerseits auf Ingunn, die eine enorme Rolle in Haithabu einnimmt, andererseits aber auch auf die "Stadt" Haithabu, welche einen großen Handelspunkt geboten hat und somit auch eine Herrin des Nordens ist.Zitat"Ich dachte, die Welt käme mir am Ort meiner Herkunft freundlicher vor. Aber der Krieg ist überall, und meine schlechten Träume sind es auch." - Seite 625FazitEin starker historischer Roman, der überaus gut recherchiert wurde. Dennoch hatte ich einige Startschwierigkeiten und manche Passagen waren mir ein wenig zu langatmig. Trotzdem definitiv empfehlenswert, da es das Wissen um die damalige Zeit ein großes Stück erweitern kann.

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  • Die Herrin des Nordens

    Herrin des Nordens

    AgnesM

    25. March 2016 um 14:25

    „Die Herrin des Nordens“ von Martha Sophie Marcus ist ein abwechslungsreicher, packender historischer Roman, welcher auf 736 Seiten dafür sorgt, dass der Leser in eine andere Welt eintauchen und mit den sympathischen Protagonisten mitfiebern kann. In der Handelsstadt Haithabu lebt die junge Ingunn mit ihrer Familie ein relativ angenehmes, aber arbeitsreiches Leben. Ihr Vater Sigmund ist in der Stadt ein bekannter und angesehener Händler, den jeder schätzt und der Ingunn als seine Nachfolgerin bestimmt. Sie lernt des Vaters Handelsgeschick, Sprachen und diverse Tricks und Geheimnisse. Sie ist sehr geschickt im Umgang mit anderen Händlern, hat die Knechte und Haushaltshilfen im Griff und erweist sich als ganzer Stolz des Vaters. Doch auch die Liebe macht vor Ingunn nicht Halt. Als junges Mädchen verlobt sie sich mit Torge, doch dieser muss Haithabu verlassen und in England im Dienst des Königs für Recht und Ordnung kämpfen. Beide wissen nicht, wann sie sich wiedersehen werden, doch will Ingunn auf Torge warten und ihn ehelichen, sobald er als erfolgreicher und wohlhabender Mann nach Haithabu zurückkehrt. Doch da ist noch Jon, Torges Bruder, der zu einem stattlichen Mann heranwächst und immer mehr Interesse an Ingunn bekundet. Die Jahre vergehen und die Bewohner der Stadt müssen schlimme Hungersnöte, kalte Winter, Überfälle, Tod und Verwüstung über sich ergehen lassen. Ingunn verliert Freunde, ihr Vater wird verletzt und ihr Hab und Gut niedergebrannt. Es sind schwierige Zeiten, die Ingunn jedoch noch stärker werden lassen. Ihre Entwicklung kann Seite für Seite mitverfolgt werden und die Geschichte der Stadt und der Menschen lässt den Leser nicht kalt. Reale und fiktive Ereignisse werden gekonnt von der Autorin platziert und Spannung aufgebaut. Zudem spielt das Thema Religion eine große Rolle, da der dänische König als frommer Christ nicht nur Kirchen bauen, sondern auch die Menschen von den alten Göttern zu seinem einen Gott leiten will und von nicht wenigen Bewohnern verlangt sich taufen zu lassen. Doch auch die alten Zeremonien und Bräuche finden Platz in der Geschichte und geben einen Einblick in den Glauben an Götter wie Odin, Freya, Frigg oder Tyr. Insgesamt habe ich mich von dem Roman sehr gut unterhalten gefühlt und diesen gerne gelesen. Wikinger und das damalige Leben interessieren mich schon lange und „Die Herrin des Nordens“ hat mich einmal mehr von dieser faszinierenden Welt träumen lassen. Trotz einiger etwas längerer Szenen, die auch gut gekürzt hätten werden können, kann ich eine Leseempfehlung für dieses Buch aussprechen. Positiv ist mir der Anhang des Buches aufgefallen. Damit der Leser nicht den Überblick über die vielen Protagonisten verliert und die Bedeutung einiger historischer Begriffe und Ortsnamen kennen lernt, ist im Anhang ein ausführliches Personenverzeichnis und ein Glossar eingefügt worden. 

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  • Spannender und gut recherchierter Roman über die Händlerin Ingunn und das Ende der Wikingerzeit

    Herrin des Nordens

    Katharina99

    23. March 2016 um 00:22

    Haithabu ist Mitte des 11. Jahrhunderts die wichtigste Handelsstadt der Wikinger. Hier, wo Waren aus aller Welt umgeschlagen werden, wächst Ingunn als Tochter eines angesehenen Kaufmanns auf. Sie erhält eine für Frauen zu dieser Zeit ungewöhnlich umfangreiche Ausbildung - ein Glücksfall, denn ein Angriff auf Haithabu zwingt die junge Ingunn, die  Geschicke und Geschäfte der Familie selbst in die Hand zu nehmen.Auf über 700 Seiten erzählt das Buch die Geschichte vom aufgeweckten Mädchen Ingunn, das Jahrzehnte später schließlich eine Herrin des Nordens geworden ist. Dabei tauchen reale Persönlichkeiten der damaligen Zeit auf und die großen Konflikte dieser Epoche gegen Ende der Wikingerzeit - insbesondere die Christianisierung - werden thematisiert. Gleichzeitig werden zahlreiche fiktive Charaktere lebendig beschrieben und neben den großen politischen Themen bleibt genug Platz für die Beziehungen zwischen ihnen und den Alltag im 11. Jahrhundert.Anfangs habe ich eine Weile gebraucht um in die Geschichte zu finden. Viele Namen, die Konflikte zwischen den einzelnen Herrschern und detaillierte Beschreibungen haben zu Beginn Aufmerksamkeit und Durchhaltevermögen gefordert. Spätestens nach 100 Seiten hat sich dies jedoch bezahlt gemacht und ich konnte das Buch kaum noch weglegen. Gerade die detaillieten Beschreibungen und die präzisen historischen Darstellungen sehe ich mittlerweile als große Stärke dieses Buches. Denn am Ende hatte ich nicht nur eine spannende Geschichte gelesen, sondern auch ein Gefühl für diese Epoche am Ende der Wikingerzeit entwickelt.Wer historische Romane mag und sich von 750 Seiten nicht abschrecken lässt, dem kann ich "Herrin des Nordens" daher nur empfehlen!

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  • Herrin des Nordens - gut recherchierter Roman über das Ende der Wikingerzeit

    Herrin des Nordens

    Lese_gerne

    22. March 2016 um 07:16

    Haithabu 1044: Die vierzehnjährige Ingunn hat sich den ein Jahr älteren Torge verliebt. Torge und sein Bruder Jon lebten zusammen mit ihrem Onkel in England. Beide sind nach Dänemark zurückgekommen um endlich die Erbschaft ihrer Eltern in Anspruch zu nehmen. Doch Torge und Jon werden nur wenige Zeit später wieder nach England zurückkehren und dort kämpfen. Als Jon wieder nach Dänemark kommt wurde kurz vorher Haithabu von den Norwegern überfallen. Dabei wird auch Ingunns Mutter Godelind getötet. Ingunn kann zwar Torge nicht vergessen, wird aber später Jon heiraten, da sie von Torge nichts mehr hört. Doch Haithabu wird schon wieder überfallen. ********************* Der historische Roman "Herrin des Nordens" ist ein gut recherchierter Roman über das Ende der Wikingerzeit. Ich fand, dass das Buch an manchen Stellen etwas zu umfangreich war. Obwohl natürlich 730 Seiten für 40 Jahre Geschichte eigentlich nicht zu viel sind. Aber das ist natürlich Ansichtssache. Man wird gut in die Bräuche der Wikinger eingeführt und lernt so einiges dazu. Wie z. B. eine Hochzeit oder eine Beerdigung zur damaligen Zeit in Haithabu abgelaufen sein könnte/kann. Es wird auch das Thema der Christiansierung der Wikingerkultur angesprochen. Wie manche Personen, die noch Anhänger des alten Glaubens und der dazugehörigen Götter waren, um ihr Leben bangen mussten oder von anderen Personen ausgegrenzt wurden. Ingunns Sohn Leif wird ziemlich an Ende des Buches folgenden Satz sagen: "Jeder sollte doch glauben dürfen, was er will". Ein sehr weiser Satz, der auch noch heutzutage eine große Bedeutung haben sollte. ************************ Am Schluss des Buch gibt es auch noch ein Nachwort über das Ende der Wikingerkultur und von der Stadt Haithabu. Außerdem ist noch ein sehr ausführliches Personenverzeichnis am Ende des Buches zu finden, das ich sehr hilfreich fand. Dabei sind auch die fiktiven und die historische realen Personen gekennzeichnet. Im Buch werden auch ein paar damals geläufige Wörter vorkommen, die am Ende des Buches im Glossar erklärt werden.

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  • Das Ende der Wikigerzeit zum Leben erweckt

    Herrin des Nordens

    Moni2506

    „Herrin des Nordens“ ist ein Roman von Martha Sophie Marcus, der die wechselvolle Geschichte vom Untergang Haithabus und der Wikinger erzählt. Erschienen ist der Roman Mitte Januar 2016 im Goldmann-Verlag. Haithabu, 1044: Die Handelsstadt Haithabu ist der wichtigste Handelsplatz Nordeuropas, in dem Waren aus Skandinavien, England oder auch dem Land der Slawen umgeschlagen werden. Doch die Zeiten sollen sich ändern. Die Handelstochter Ingunn lebt hier zusammen mit Ihrer Familie und erlebt hautnah das Fortschreiten der Christianisierung und die Zerstörung ihrer Heimatstadt Haithabu mit. Mir hat dieser Roman aus der Feder von Martha Sophie Marcus sehr gut gefallen. Ich wurde in die Welt der Wikinger und ihrer alten Götter (Odin, Thor, Munin, Freya, etc.) entführt. Besonders die Einblicke in die alten Gebräuche und Sitten haben mir sehr gut gefallen. Ich habe hier viel Neues erfahren und war von einigen Bräuchen sehr angetan. Das Christentum kommt eher nicht so gut weg. Im Laufe des Buches konnte es sich dennoch immer mehr durchsetzen. Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm und flüssig zu lesen. Hier wurde eine gute Balance zwischen den überlieferten und modernen Begriffen gefunden. Am Ende des Buches befindet sich ein Glossar mit den verwendeten ungewöhnlichen Begriffen und Ortsnamen sowie ein Personenverzeichnis und ein Nachwort. Das Personenverzeichnis und Glossar wird bereits vor dem Beginn der Geschichte erwähnt, was ich in diesem Fall eine gute Lösung fand. Man weiß, dass es eines gibt und kann bei Bedarf nachschlagen. Insgesamt konnte ich mir alles gut vorstellen und habe mit den Hauptprotagonisten mitgefiebert. Die Geschichte ist überwiegend sehr interessant und spannend geschrieben. In der Mitte hatte ich einen kleinen Hänger, weil mir hier die Liebesgeschichte doch ein wenig zu viel wurde. Hier hätte man sich meiner Meinung nach auch ein bisschen kürzer fassen können. Positiv hervorzuheben ist aber auf jeden Fall noch die sehr gute Recherchearbeit der Autorin, wodurch ein sehr authentisches Bild der Wikingerzeit entstanden ist. Es wurde sich sehr genau an die Überlieferungen und die historischen Gegebenheiten gehalten. Während der Leserunde zusammen mit der Autorin und auch im Nachwort gab es für meinen Geschmack auf jeden Fall nichts, wo ich sagen kann, das hätte man dann aber anders erzählen müssen und ich kann da manchmal recht pingelig sein. ;) Auch das Cover dieses Taschenbuches gefällt mir sehr gut und passt zum Inhalt des Buches. Es lohnt sich auf jeden Fall auch nochmal das echte Buch in die Hand zu nehmen, da hier viel Liebe zum Detail drin steckt. Fazit: Ein sehr gut recherchierter und spannend geschriebener Roman über das Ende der Wikingerzeit, den ich gerne weiterempfehle.

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    • 3
  • Herrin des Nordens – Lebendige Wikingersaga

    Herrin des Nordens

    Nicky_G

    09. March 2016 um 14:09

    Ingunn wächst im 11. Jahrhundert in Haithabu auf, einem Hafenort in Dänemark. Es wird reger Handel betrieben und die Stadt blüht unter den aktiven Kaufleuten, zu denen auch Ingunns Vater Sigmund zählt. Lange können sich die Bewohner nicht über friedliche Zeiten freuen, denn nicht nur verräterische Landsleute trachten ihnen nach Leben und Eigentum, sondern auch die Norweger, die nicht müde werden, die dänische Küste mit Überfällen zu drangsalieren. Ingunn lernt sich zu verteidigen, aber auch sie kann die Schicksalsschläge, die nicht nur ihre Familie erschüttern, sondern auch ihre Freunde, nicht verhindern. Dann kehrt Jon zurück, der vor Jahren mit seinem Bruder Torge bei Sigmund zu Gast war. Können sie ein gemeinsames Glück finden? Die harten Zeiten werden lebendig beschrieben: die Lebensumstände, die frühen Tode von Kindern oder Ehepartnern, die Gewalt durch Territorienkämpfe. Auch die Umgebung, die Lebensumstände und die Menschen an sich werden detailliert dargestellt. Besonders der Umschwung der religiösen Ansichten – von den alten heidnischen Bräuchen zu der neuen christlichen Religion – ist gut nachzuvollziehen, so dass man verstehen kann, dass in manche Familien ein Keil getrieben wurde. Auch wenn manche der Beschreibungen zuweilen langatmig anmuten, so sind sie doch für das Grundwissen und das Gesamtverständnis sehr nützlich. Heutzutage fand ich vor allem die langen Zeiten, z. B. als Jon auf den englischen König monatelang warten musste, unvorstellbar, vor allem im Hinblick darauf, dass die Menschen eine stärker beschränkte Lebenszeit hatten als zu unserer Zeit. Kampfszenen werden packend beschrieben; die Spannung ist teilweise so groß, dass man das Buch kaum beiseitelegen kann. Dass alte Begriffe aufgegriffen werden, z. B. der Monatsnamen, lässt die Welt der Wikinger ebenfalls aufleben wie die Namensgebung der Personen, die damit einen Stempel aufgedrückt bekommen, z. B. Jon Fischer. Allen voran hat mich Ingunn beeindruckt mit ihrer starken, unbeirrten Persönlichkeit und ihrem eisernen Willen. Trotz all der Rückschläge lässt sie sich nicht unterkriegen und geht konsequent ihren Weg. Dabei stehen ihr natürlich ihre Familie, besonders ihr Vater, zur Seite, und ihre Freunde zur Seite. Eine besondere Textstelle für mich war das, was Lilja zu Ingunn sagte: „Und ahnst du nicht, wie selten die Menschen sind, die einfach nur tun, was getan werden muss? Ohne zu klagen und an sich selbst zu denken?“

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  • Facettenreiche Darstellung des Endes der Wikingerzeit

    Herrin des Nordens

    Schlehenfee

    Im Jahr 1044 ist Haithabu die wichtigste Handelsstadt zwischen Nord- und Ostsee. Kaufmannstochter Ingunn lernt von ihrem Vater das Geschäft, denn weitere Kinder hat er nicht und zwischen Norwegen und Dänemark herrscht Krieg um die Königswürde. In diesen unsicheren Zeiten versuchen zwei Brüder ebenfalls ihr Glück zu machen: Torge kämpft in England und Jon wird bald zu einem wichtigen Vertrauten des dänischen Königs Sven. Jons und Ingunns Wege kreuzen sich immer wieder, beide werden Zeugen des Endes der Wikingerära, des Untergangs von Haithabu und des stets erstarkenden Christentums. Auf etwas über 700 Seiten entführt die Autorin Martha Sophie Marcus den Leser in die Wikingerzeit. Im 11. Jahrhundert gehörten die Raubzüge der Vergangenheit an, der Handel blühte, Königreiche bildeten sich und eine neue Religion hielt Einzug. Diese Zeit des Umbruchs hat die Autorin sehr gut recherchiert und facettenreich dargestellt. Politik, Kriegsführung, Wirtschaft und Religion, Bräuche, Alltagsleben und nicht zuletzt eine authentisch dargestellte Liebesgeschichte ergeben ein umfassendes Bild eines Volkes und einer Zeit, die leider im Geschichtsunterricht nur tangiert wird. Mit Ingunn Sigmundsdottir steht ein starker Charakter im Zentrum der Handlung. Als wohlhabende Bürgerin kann sie sich durchsetzen und führt ihr Geschäft mit sicherer Hand. Aber vor allem in Zeiten der Not weiß sie sich zu helfen und vergisst dabei auch andere Menschen nicht. Jon Larsson ist ein sehr besonnener und gerechter Mensch, der sich gut mit Inunn ergänzt. Als er ein Kind war, wurde seiner Familie von einer anderen Sippe großes Unrecht angetan, wofür er seit langer Zeit Vergeltung plant. Dieser Handlungsstrang sorgte neben den politischen Ereignissen zusätzlich für eine persönliche Note. Die Liebesgeschichte zwischen Ingunn und Jon wirkt sehr authentisch und zeigt, dass Vertrauen und Achtung für eine Beziehung wichtiger sind als Oberflächlichkeiten. Mir als Leser sind die beiden und ihre Familie und Freunde beim Lesen sehr ans Herz gewachsen. Als dritter Charakter anzusehen ist die Stadt Haithabu, die eigentliche „Herrin des Nordens“. Warum und wie sie schließlich untergeht erlebt man in typischer Manier eines historischen Romans mit den Charakteren mit. Fazit: Ein unterhaltsamer, gut recherchierter und daher authentischer Roman, der lebendiger wirkt als eine Geschichtsstunde und mein Wissen über die Wikingerzeit erweitert hat.

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    • 2

    Moni2506

    07. March 2016 um 19:06
  • Ein echter Glücksgriff!

    Herrin des Nordens

    MissWatson76

    06. March 2016 um 17:23

    Dieses Buch ist rundherum ein Glücksgriff. Zuerst hat mich das Cover angesprochen und damit zusammen auch der Titel. Für mich passt es wirklich sehr gut zusammen und man wird dort schon aufmerksam auf das Buch. Die Inhaltsangabe ist auch sehr gut und egal, ob man historische Romane mag oder auch Liebe und Abenteuer, der wird hier nicht zu kurz kommen. Die Protagonistin Ingunn wird sofort eingeführt und mir war sie von Anfang an sympathisch. Schon allein, weil sie auf ihre eigenen Interessen verzichtet und lieber Pflichten übernimmt mag man sie gern und man hat ein wenig Mitleid mit ihr, obwohl das gar nicht nötig ist. Es werden hier schon mittelgründig die Beziehung von Ingunn zu ihrem Vater, ihrer Mutter, ihrer Freundin und dann vor allem aber zu den Brüdern Torge und Jon dargestellt. Jedes ihrer Abenteuer und Geschehnisse und alles an Pflichten, Glück und Unglück das sie erlebt über Jahre verändert sie, macht sie zu einer starken und selbstbewussten Frau und wir dürfen sie dabei begleiten. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Mir hat die Schreibweise der Autorin sehr gut gefallen. Man erlebt Dinge und Geschehnisse aus verschiedenen Perspektiven und weiß, wie sich Ingunn oder Jon fühlen und was sie auch über Jons Bruder denken, der zwar die meiste Zeit nicht körperlich anwesend ist, der aber doch abschließend eine interessante Rolle spielt. Auch wenn sich Ingunn anfangs und aus Verliebtheit für Torge entscheidet und ihm auch lange Zeit treu ergeben ist, merkt man während Zeit von Krieg, Tod und auch Verderben, dass sie sich verändert und dass sie Jon doch sehr viel ähnlicher ist und wird als anfangs ersichtlich war. Auch Jon, der ein sehr sympathischer und vor allem pflichtbewusster Mann und Kämpfer ist und dessen Liebe zu Ingunn uns schnell klar ist, vernachlässigt aber seine Pflichten niemals und steht immer zuerst zu seinem König, auch wenn dessen Entscheidungen nicht immer korrekt und nachvollziehbar sind. Die Spannung im Buch kommt hier auch keineswegs zu kurz, denn es gibt nicht nur menschliche Schicksale, sondern auch Krieg und Kämpfe, Überfälle, Tod und Schlachten während der Wikingerzeit bzw. während dem bevorstehenden Ende. Und selbst am Ende kann man sich nie sicher sein, wer denn dort überleben wird und ob hier vielleicht nur die Gerechtigkeit siegt oder auch die Liebe oder auch keines von beiden. Es gab viele Möglichkeiten und zu keinem Zeitpunkt ist das Buch vorhersehbar oder langweilig. Man ist mit jedem Wort bei den Erlebnissen und dem was die Protagonisten erleben und durchmachen müsse. Man fühlt, leidet, lacht und liebt mit ihnen. Ich habe das Buch sehr genossen und hatte viel Freude daran. Und selbst wenn man es noch einmal liest, wird man sicher noch das eine oder andere neue daran erleben.

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  • Ein sehr realistisch geschriebener Roman

    Herrin des Nordens

    leserattebremen

    02. March 2016 um 16:24

    Ingunn lebt als Tochter des Händlers Sigmund im Jahr 1044 in Haithabu, einem dänischen Handelsstützpunkt. Ihr Leben ist geprägt von den Kämpfen zwischen dem dänischen König Sven und dem norwegischen König Harald, der die Dänen immer wieder angreift und auch Haithabu nicht verschont. Sie ist ein noch ein junges Mädchen und verliebt in den Krieger Torge, der in England kämpft und auf den sie warten will. Doch ihr Leben verläuft anders als erwartet und bringt für Ingunn mehr, als ein Leben als Hausfrau und Mutter. Schon früh muss sie beweisen, dass auch als Frau selbständig sein und sich durchsetzen kann. Martha Sophie Marcus beschreibt in ihrem Roman „Herrin des Nordens“ eine spannende Zeit des Übergangs in der Geschichte der nordischen Völker. Das Christentum breitet sich immer weiter aus und drängt den Glauben an die alten Götter wie Freya, Odin und Thor zurück. Auch Ingunn muss erfahren, dass die gläubigen Christen ihren Gott als einzig wahren ansehen und kein Verständnis für die rückständigen „Heiden“ haben. Ingunns Mutter wendet sich nach dem frühen Tod ihrer anderen Kinder dem Christentum zu, so dass die junge Ingunn sich ständig mit der Enttäuschung ihrer Mutter über ihren falschen Glauben konfrontiert sieht. Ihr Vater jedoch schätzt sie als Mensch und fördert sie, wo er kann, obwohl sie eine Frau ist. Er bildet sie zur Händlerin aus, lässt sie nützliche Sprachen lernen und fordert von ihr, eine selbständige starke Frau zu werden. Jedoch nicht um die Geschäfte später selbst zu führen, sondern um ihrem Mann zur Seite stehen zu können, der natürlich das Geschäft übernehmen soll. Die Konfrontation der Religionen und die starke Rolle der Frauen in der Gesellschaft haben mich an diesem Roman am meisten fasziniert. Die Autorin schafft es, das Leben in der damaligen Zeit sehr detailliert und lebensnah zu beschreiben, so dass einem die Sitten und Gebräuche schnell vertraut sind und man die Personen in ihren Handlungen besser versteht. Die Geschichte beginnt sehr ruhig, nimmt dann aber Fahrt auf und wird immer spannender, so dass ich das Buch gegen Ende gar nicht mehr aus der Hand legen mochte. Der Roman hebt sich von vielen anderen historischen Romanen auch dadurch ab, dass er nicht im späteren Mittelalter spielt, sondern sich mit dem Beginn der Verbreitung des Christentums im Norden und der Zeit der späten Wikinger auseinandersetzt. Zudem spielt Ingunns Liebesgeschichte zu einem Mann zwar eine Rolle, ist aber nicht der einzige Zweck der Erzählung, vielmehr geht es um eine gute Darstellung der damaligen Zeit, was mir sehr gut gefallen hat. Martha Sophie Marcus ist ein sehr guter historischer Roman gelungen, der sich positiv von vielen anderen Geschichten in dem Genre abhebt. 

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