Herrin des Nordens

von Martha Sophie Marcus 
4,3 Sterne bei27 Bewertungen
Herrin des Nordens
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (24):
taddy92s avatar

authentisch, interessant, spannend.

Kritisch (1):
***Chrissy***s avatar

Mich konnte dieses Buch einfach nicht fesseln.

Alle 27 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Herrin des Nordens"

Ein mitreißendes historisches Epos aus dem Ende der Wikingerzeit.

Handelsstadt Haithabu 1047: Die junge Ingunn schwärmt leidenschaftlich für den wenig älteren Torge, der aus England nach Dänemark gekommen ist. Hier beansprucht Torge eine Erbschaft, und hier bereitet er sich auf eine Zukunft als Krieger in Diensten des englischen Königs vor. Torges älterer Bruder Jon hingegen schätzt Verhandlungsgeschick mehr als Kriegslust. Um Torge zu beschützen, und obwohl er sich mittlerweile selbst in Ingunn verliebt hat, kehrt Jon jedoch mit seinem Bruder nach England zurück. Ingunn bleibt in ihrer geliebten Heimat. Und dann überfallen die Norweger Haithabu.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442481064
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:736 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:18.01.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    unclethoms avatar
    unclethomvor 2 Jahren
    Sehr schöner und unterhaltsamer Wikingerroman

    Martha Sophie Marcus gelingt es immer wieder aufs Neue mich gleich auf den ersten Seiten abzuholen.
    Geschickt gelingt es ihr die Stimmung uns Atmosphäre wie sie damals geherrscht haben könnte einzufangen. Und so steckt man schon gleich zu Beginn mitten in der Geschichte, oder besser gesagt man lebt ihre Geschichten.
    Schauplätze und die Figuren sind so bildhaft beschrieben, dass man wirklich dabei ist, denn es kommt mir jedes Mal so vor, man wäre vor Ort und würde mit den Figuren am Ort des Geschehens leben.
    Man spürt mit jeder Zeile wie viel Liebe im Buch steckt und man kann es ahnen wie viel Recherchearbeit dahintersteckt.
    Ihr Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen und es ist so ein leichtes auch die mehr als 700 Seiten in einem Rutsch herunterzulesen. Ich war nach zweieinhalb Tagen durch das Buch durchgerauscht, davon die letzten knapp 400 an einem Tag. Es fällt also extrem schwer das Buch beiseite zu legen, denn wie man es sich denken kann schreibt die Autorin so, dass man auf die nächste Seite gespannt ist.
    Der Spannungsaufbau ist fein gezeichnet und erst mit der letzten Seite hat man angekommen zu sein.
    Für mich war das wieder große Klasse und ich vergebe hoch verdiente 5 Sterne.

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    taddy92s avatar
    taddy92vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: authentisch, interessant, spannend.
    authentischer und interessanter Roman

    Handelsstadt Haithabu 1047: Die junge Ingunn schwärmt leidenschaftlich für den wenig älteren Torge, der aus England nach Dänemark gekommen ist. Hier beansprucht Torge eine Erbschaft, und hier bereitet er sich auf eine Zukunft als Krieger in Diensten des englischen Königs vor. Torges älterer Bruder Jon hingegen schätzt Verhandlungsgeschick mehr als Kriegslust. Um Torge zu beschützen, und obwohl er sich mittlerweile selbst in Ingunn verliebt hat, kehrt Jon jedoch mit seinem Bruder nach England zurück. Ingunn bleibt in ihrer geliebten Heimat. Und dann überfallen die Norweger Haithabu .

    Das Cover: passt gut zur Geschichte, der obere Teil mit den Schiffen und dem dunkeln Himmel spiegelt das Geschehen im Ganzen Buch sehr gut wieder, und die Teilung des Covers durch den Seemannskonten finde ich sehr gut gelungen.

    Die Handlung: Die Geschichte beginnt im Jahr 1044 und endet im Jahr 1006 in Haithabu, Dänemark. Im größten Teil des Buches begleitet man Ingunn. Aber ab und an erhalten wir auch einen Einblick in die Sicht von Jon. Das Leben zu dieser Zeit ist nicht einfach, denn verschiedene Könige kämpfen um Dänemark und Haithabu gerät oft ins Visier von Angriffen. Außerdem nimmt der Konflikt zwischen Christentum und den nordischen Göttern seinen lauf. Ingunn entwickelt sich zu einer starken Frau, die eine Rückschläge hinnehmen muss und alles versucht um sich, ihre Familie und ihr Stadt zu schützen.

    Der Schreibstil: Ein toller Schreibstil, der es einfach macht sich in der Geschichte zurecht zu finden, außerdem merkt die Autorin am Ende des Buches auch an, dass sie drauf achtet, den Lesefluss durch alte Wörter nicht zu behindern um so dem Leser den Spaß am Lesen zu erhalten und auch das ist ihr sehr gut gelungen.

    Fazit: Mit über 700 Seiten ist das Buch nicht gerade in ein paar Tagen gelesen. Trotzdem konnte es mich so packen, dass ich nich aufhören wollte zu lesen und ich habe es in wenigen Tagen verschlungen. Allerdings war es mir an manchen Stellen doch etwas  zu langatmig. Frau Marcus gelingt es mit Ingunn eine starke Protagonistin zu entwickeln, die sich nicht in irgendein Frauenbild drängen lässt, die weis was sie will und macht was sie will. Die Protagonistin hat mir sehr gut gefallen, aber auch die anderen Nebencharaktere waren sehr gut ausgearbeitet, so das es leicht viel sich in diese hinein zu versetzen. Aber nicht nur die auftretenden Personen, sondern auch der Hintergrund, das allgemeine Leben (Bräuche und auch die Anbetung der Nordischen Götter) zu dieser Zeit wird von der Autorin gut und authentisch gelungen.  Auch der geschichtliche Hintergrund, die Christianisierung, der Kampf der Könige und das Ende der Wikingerzeit haben mir im Zusammenhang mit dem Rest der Geschichte sehr gut gefallen. Martha Sophie Marcus hat es in meinen Augen geschafft eine authentische Story zu entwickeln. Für jemanden, der sein Wissen über die Wikinger und ihre Kultur erweitern möchte, oder allgemein gerne historische Romane liest, sollte sich dieses Buch mal genauer anschauen. Es lohnt sich wirklich. Ich vergebe 4 Sterne.

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    GudrunMariaKrickls avatar
    GudrunMariaKricklvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Martha Sophie Marcus hat einen anspruchsvollen und spannenden historischen Roman vorgelegt. Super!
    Etwas Besonderes

    "Herrin des Nordens" entführt in die Wikingerzeit - und ist doch viel mehr, als ein weiteres Epos, das den Kriegern huldigt. Differenziert entfaltet die Autorin ihr Bild von Haithabu und dem damals dänischen Norden des heutigen Deutschland, und seiner gut gewählten und noch besser charakterisierten Bewohner. Und das ist nicht ganz einfach, angesichts der Fülle an Personen, die diesen Roman bevölkern. Umso faszinierender die Ausgestaltung eines jeden Einzelnen, die Schilderungen von Ort und Zeit und nicht zuletzt die sehr gut aufgearbeitete Chronologie der politischen Ereignisse.
    Martha Sophie Marcus vermeidet Klischees, geht ihre Geschichte sehr menschlich an, verwebt sie gekonnt mit Umständen. Auch die Liebesgeschichte ist wunderschön geschrieben.

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    suggars avatar
    suggarvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: ~ Ein überzeugender historischer Roman über das Ende der Wikingerzeit im rauen Dänemark und dem Untergang der Handelsstadt Haithabu ~
    ~ Ein überzeugender historischer Roman über das Ende der Wikingerzeit ~

    "Handelsstadt Haithabu 1047: Die junge Ingunn schwärmt leidenschaftlich
    für den wenig älteren Torge, der aus England nach Dänemark gekommen ist.
    Hier beansprucht Torge eine Erbschaft, und hier bereitet er sich auf
    eine Zukunft als Krieger in Diensten des englischen Königs vor. Torges
    älterer Bruder Jon hingegen schätzt Verhandlungsgeschick mehr als
    Kriegslust. Um Torge zu beschützen, und obwohl er sich mittlerweile
    selbst in Ingunn verliebt hat, kehrt Jon jedoch mit seinem Bruder nach
    England zurück. Ingunn bleibt in ihrer geliebten Heimat. Und dann
    überfallen die Norweger Haithabu."


    Auf den neuen Roman von Autorin Martha Sophie Marcus habe ich schon sehnsüchtig gewartet ♥
    Seitdem ich von ihrem tollen Schreibstil und ihren starken Heldinnen aus den Büchern "Der Rabe und die Göttin", "Das Gold der Mühle" und "Die Bogenschützin" begeistert bin, war für mich klar, dass dieses Buch unbedingt auf meine Wunschliste wandern muss! ;)

    Mit Ingunn begleitet der Leser eine junge Frau zu Zeiten der Christianisierung als auch die Menschen im hohen Norden gezwungen werden sich von ihren Göttern, Gebräuchen & Traditionen loszusagen.
    Abermals hat es die Autorin geschafft die Zeit zum Ende der Wikinger, die blutigen Machtkämpfe in Europa und die gewaltsame Bekehrung der "Heiden" bildlich und lebendig darzustellen und den Leser somit nach Haithabu, Schleswig und ins raue Dänemark zu entführen.
    Und auch auf den über 700 Seiten und trotz vieler historischer Einwebungen kommt keine Langeweile auf.
    So macht Geschichte erleben Spass! :)

    Besonders hervorheben möchte ich das wunderschön gestaltete Cover des Buches, was perfekt zu den nordischen Küsten, aber auch zu den Handelsschiffen und -reisen passt.
    Nach "Der Rabe und die Göttin" ist dies das 2. Buch über die Zeit der Wikinger aus der Feder von Frau Marcus.
    Begeistert und schmunzelnd habe ich festgestellt, dass die Autorin wieder einen Raben, diesmal Munin, als Nebenfigur in die Geschichte geflochten hat.
    Stellt dieser doch einen Boten des Göttervaters Odin dar und nimmt in der nordischen Mythologie einen sehr hohen Stellenwert ein.

    Fazit:

    Wer europäische Geschichte lebendig und mitreißend erleben möchte, ist bei der Autorin genau richtig!
    Spannend und interessant werden Fakten und Fiktionen miteinander verwoben, so dass der Leser Lust bekommt ins heutige Schleswig und Umgebung zu reisen :)

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    E
    ErikHuyoffvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein gut recherchierter und erzählter historischer Roman aus der Wikingerzeit.
    Ein Ausflug ins nordische Mittelalter

    Im Buch, das im 11. Jahrhundert spielt und einen Zeitraum von 22 Jahren (40 Jahren, bezieht man den Prolog mit ein) abdeckt, begleitet man die Kaufmannstochter Ingunn aus Haithabu sowie den Krieger und Abgesandten Jon Larsson durch zahlreiche Wirren und Abenteuer. Vor dem Hintergrund der dänischen Geschichte lernt man nicht nur viel über die Sitten, Gebräuche und Gepflogenheiten der damaligen Zeit, sondern erlebt mit den Protagonisten auch den Aufstieg des Christentums im nordischen Raum.

    "Herrin des Nordens" reiht sich dabei nahtlos in den aktuellen Trend ein, starke Frauen als Protagonisten zu haben, und würde sicherlich auch als Film gut funktionieren, bedenkt man den Erfolg der Fernseh- und Kinoblockbuster "Die Hebamme", "Die Pilgerin", "Die Päpstin", "Die Wanderhure", "Elizabeth" oder "Johanna von Orleans" uvm. Hinter all den starken Charakteren muss sich Ingunn nicht verstecken, standhaft, loyal, mutig und tapfer meistert sie alle Aufgaben, die ihr gestellt werden und sorgt fast allein für Haithabus Erhaltung und das Wohl ihrer Familie.

    Allgemein kann man sagen, dass die Autorin Charaktere erschafft, mit denen man sich identifizieren kann, mit denen man mitfiebert, -lacht und -trauert.

    Während die Handlung kleinere Höhen und Tiefen aufweist, bin ich vom Ende restlos begeistert und spätestens auf den letzten 50-100 Seiten ist das Buch ein echter page-turner. Es ist selten, dass mich der Schluss eines Romanes so zufriedengestellt hat - der Autorin ist es gelungen, alle offenen Fäden zusammenzuführen, alle Fragen und Schicksale zu klären und einen wunderbaren Bogen zum Beginn des Buches zu spannen. Klar ist dadurch die Handlung am Schluss stark verdichtet, es geht Schlag auf Schlag, was man aber aufgrund der ohnehin überdurchschnittlichen Buchlänge leicht verzeihen kann - ab und an innezuhalten hätte hier den Rahmen sicherlich gesprengt.

    Zudem ist das Buch gut recherchiert, insoweit die Autorin zu Gunsten der Lesbarkeit moderne Bezeichnungen benutzt, ist dies zu begrüßen, da der Lesefluss so erhalten bleibt - und sie zudem am Ende des Romanes darauf hinweist. In jedem Fall kann ich das Buch bedenkenlos jedem Liebhaber historischer Romane empfehlen.

    Mein Fazit? "Herrin des Nordens" ist ein gut recherchierter, flüssig lesbarer historischer Roman mit einer starken Protagonistin und überzeugenden Charakteren, der zwar abseits des Mainstreams spielt, im ein oder anderen Leser aber sicherlich das Interesse am Mittelalter im nordischen Raum und der Wikingerzeit weckt.

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    Chibi-Chans avatar
    Chibi-Chanvor 3 Jahren
    Eine toll recherchierte historische Geschichte mit Startschwierigkeiten

    Meine Meinung
    Allgemein

    Zuerst hatte ich so einige Startschwierigkeiten mit dem Buch. Der Schreibstil ist dem Inhalt etwas angepasst und vor allem am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig. Doch sobald man in die Hauptgeschichte reinrutscht, stellt dies kein Problem mehr da und ich konnte einen flüssigen Lesefluss genießen.
    Doch nach dem ersten 120 Seiten war ich schon etwas kritisch gestimmt. So gut wie alles, auf das dich der Klappentext vorbereitet, ist schon geschehen und mich wunderte es, was den jetzt noch - nebst Haithabus Untergang - passieren soll. Aber es sollte noch eine Menge geschehen. Beim ersten Kampf noch war ich skeptisch, weil man so gut wie nichts davon mitbekam, doch später im Buch kriegt man viele Denkweisen über Krieg und Strategie noch detailliert mit. Im Allgemeinen erfährt man sehr viel von der damaligen Zeit. Die Rollenverteilung und wie schnell sie sich ändern kann, das Aussehen der Dörfer, die Utensilien die damals benutzt wurden, wie man geschickt Kontakte nutzt, die Bauweisen. Martha Sophie Marcus hat sehr viel Recherche in das Buch fließen lassen und alles detailliert beschrieben. Auf  700 Seiten kann man sich ein wirklich nennenswerten kleines Wissen aneignen.
    Auch das Christentum hat eine enorm große Rolle in diesem Buch bekommen, was mir sehr positiv aufgefallen ist. Denn nicht nur der Kampf war eine große Rolle damals, sondern auch die Intrigen und die Macht der Kirche / des Glaubens. Ohne Rücksichtnahme wurde die Kirche immer wieder in den Vordergrund geschoben. Sie bemächtigten sich immer mehr und haben ganze Familien entzwei gerissen.
    Um den Spannungsbogen zu halten, lässt die Autorin sich viel einfallen, was sie vorher natürlich auch gut recherchiert hat. Ziemlich von Beginn an entstehen schon die ersten Fehden, die sich durch das komplette Buch ziehen und somit auch nochmal hier und da Spannung aufbringen.
    Das Ende fand ich auch sehr gut gestaltet. Es wurde nochmal über ein paar wenige Seiten eine andere Sichtweise eingefügt, die zeitraffend das endgültige Ende Haithabus beschreibt und soweit bleiben keine Fragen für mich offen.

    Charaktere

    Das Buch bietet unglaublich ausdrucksstarke Charaktere, die mir wirklich gut gefallen haben. Da das Buch über viele Jahre handelt, altern die Charaktere natürlich mit und somit verändert sich auch der Charakter. Durch Erlebtes beginnen die Charaktere anders zu Denken und zu Handeln und das fand ich sehr authentisch dargestellt. Nicht nur bei den Protagonisten musste ich das feststellen, auch bei Nebenfiguren, die immer mal wieder einen Auftritt bekommen haben, konnte man die ein oder andere Veränderung feststellen.

    Schreibstil & Sichtweise

    Am Anfang fand ich den Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig, da er sich natürlich allein schon der Handlungszeit entsprechend anpassen musste. Hier und da wirft die Autorin Begriffe der damaligen Zeit ein, doch soweit habe ich alle Begrifflichkeiten verstanden oder konnte sie nachschlagen. Viele Namen hat die Autorin allerdings aus der heutigen Zeit übernommen, um den Lesefluss nicht zu stören und die Ausgewogenheit hatte ein schönes Maß.
    Geschrieben wurde das Buch aus den Sichten von Ingunn und Jon in der dritten Person. Einer starken Handelsfrau, die ihrem Glauben treu bleibt und einem gerechten Strategen, der jedem Gerecht werden will, ohne seine Ehre zu verlieren.

    Cover & Titel 

    Das Cover finde ich richtig schön und passend. So bekommt man schon ein kleine Bild für den Kopf von Haithabu.
    Auch der Titel ist passend gewählt und bezieht sich einerseits auf Ingunn, die eine enorme Rolle in Haithabu einnimmt, andererseits aber auch auf die "Stadt" Haithabu, welche einen großen Handelspunkt geboten hat und somit auch eine Herrin des Nordens ist.

    Zitat
    "Ich dachte, die Welt käme mir am Ort meiner Herkunft freundlicher vor. Aber der Krieg ist überall, und meine schlechten Träume sind es auch." - Seite 625
    Fazit

    Ein starker historischer Roman, der überaus gut recherchiert wurde. Dennoch hatte ich einige Startschwierigkeiten und manche Passagen waren mir ein wenig zu langatmig. Trotzdem definitiv empfehlenswert, da es das Wissen um die damalige Zeit ein großes Stück erweitern kann.

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    AgnesMs avatar
    AgnesMvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein abwechslungsreicher,packender historischer Roman, welcher auf 736 Seiten dafür sorgt, dass der Leser in eine andere Welt eintauchen kann
    Die Herrin des Nordens

    „Die Herrin des Nordens“ von Martha Sophie Marcus ist ein abwechslungsreicher, packender historischer Roman, welcher auf 736 Seiten dafür sorgt, dass der Leser in eine andere Welt eintauchen und mit den sympathischen Protagonisten mitfiebern kann.

    In der Handelsstadt Haithabu lebt die junge Ingunn mit ihrer Familie ein relativ angenehmes, aber arbeitsreiches Leben. Ihr Vater Sigmund ist in der Stadt ein bekannter und angesehener Händler, den jeder schätzt und der Ingunn als seine Nachfolgerin bestimmt. Sie lernt des Vaters Handelsgeschick, Sprachen und diverse Tricks und Geheimnisse. Sie ist sehr geschickt im Umgang mit anderen Händlern, hat die Knechte und Haushaltshilfen im Griff und erweist sich als ganzer Stolz des Vaters. Doch auch die Liebe macht vor Ingunn nicht Halt. Als junges Mädchen verlobt sie sich mit Torge, doch dieser muss Haithabu verlassen und in England im Dienst des Königs für Recht und Ordnung kämpfen. Beide wissen nicht, wann sie sich wiedersehen werden, doch will Ingunn auf Torge warten und ihn ehelichen, sobald er als erfolgreicher und wohlhabender Mann nach Haithabu zurückkehrt. Doch da ist noch Jon, Torges Bruder, der zu einem stattlichen Mann heranwächst und immer mehr Interesse an Ingunn bekundet.

    Die Jahre vergehen und die Bewohner der Stadt müssen schlimme Hungersnöte, kalte Winter, Überfälle, Tod und Verwüstung über sich ergehen lassen. Ingunn verliert Freunde, ihr Vater wird verletzt und ihr Hab und Gut niedergebrannt. Es sind schwierige Zeiten, die Ingunn jedoch noch stärker werden lassen. Ihre Entwicklung kann Seite für Seite mitverfolgt werden und die Geschichte der Stadt und der Menschen lässt den Leser nicht kalt. Reale und fiktive Ereignisse werden gekonnt von der Autorin platziert und Spannung aufgebaut. Zudem spielt das Thema Religion eine große Rolle, da der dänische König als frommer Christ nicht nur Kirchen bauen, sondern auch die Menschen von den alten Göttern zu seinem einen Gott leiten will und von nicht wenigen Bewohnern verlangt sich taufen zu lassen. Doch auch die alten Zeremonien und Bräuche finden Platz in der Geschichte und geben einen Einblick in den Glauben an Götter wie Odin, Freya, Frigg oder Tyr.

    Insgesamt habe ich mich von dem Roman sehr gut unterhalten gefühlt und diesen gerne gelesen. Wikinger und das damalige Leben interessieren mich schon lange und „Die Herrin des Nordens“ hat mich einmal mehr von dieser faszinierenden Welt träumen lassen. Trotz einiger etwas längerer Szenen, die auch gut gekürzt hätten werden können, kann ich eine Leseempfehlung für dieses Buch aussprechen.

    Positiv ist mir der Anhang des Buches aufgefallen. Damit der Leser nicht den Überblick über die vielen Protagonisten verliert und die Bedeutung einiger historischer Begriffe und Ortsnamen kennen lernt, ist im Anhang ein ausführliches Personenverzeichnis und ein Glossar eingefügt worden. 

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    Katharina99vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Spannender und gut recherchierter Roman über die Händlerin Ingunn und das Ende der Wikingerzeit.
    Spannender und gut recherchierter Roman über die Händlerin Ingunn und das Ende der Wikingerzeit

    Haithabu ist Mitte des 11. Jahrhunderts die wichtigste Handelsstadt der Wikinger. Hier, wo Waren aus aller Welt umgeschlagen werden, wächst Ingunn als Tochter eines angesehenen Kaufmanns auf. Sie erhält eine für Frauen zu dieser Zeit ungewöhnlich umfangreiche Ausbildung - ein Glücksfall, denn ein Angriff auf Haithabu zwingt die junge Ingunn, die  Geschicke und Geschäfte der Familie selbst in die Hand zu nehmen.

    Auf über 700 Seiten erzählt das Buch die Geschichte vom aufgeweckten Mädchen Ingunn, das Jahrzehnte später schließlich eine Herrin des Nordens geworden ist. Dabei tauchen reale Persönlichkeiten der damaligen Zeit auf und die großen Konflikte dieser Epoche gegen Ende der Wikingerzeit - insbesondere die Christianisierung - werden thematisiert. Gleichzeitig werden zahlreiche fiktive Charaktere lebendig beschrieben und neben den großen politischen Themen bleibt genug Platz für die Beziehungen zwischen ihnen und den Alltag im 11. Jahrhundert.

    Anfangs habe ich eine Weile gebraucht um in die Geschichte zu finden. Viele Namen, die Konflikte zwischen den einzelnen Herrschern und detaillierte Beschreibungen haben zu Beginn Aufmerksamkeit und Durchhaltevermögen gefordert. Spätestens nach 100 Seiten hat sich dies jedoch bezahlt gemacht und ich konnte das Buch kaum noch weglegen. Gerade die detaillieten Beschreibungen und die präzisen historischen Darstellungen sehe ich mittlerweile als große Stärke dieses Buches. Denn am Ende hatte ich nicht nur eine spannende Geschichte gelesen, sondern auch ein Gefühl für diese Epoche am Ende der Wikingerzeit entwickelt.

    Wer historische Romane mag und sich von 750 Seiten nicht abschrecken lässt, dem kann ich "Herrin des Nordens" daher nur empfehlen!

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    Lese_gernes avatar
    Lese_gernevor 3 Jahren
    Herrin des Nordens - gut recherchierter Roman über das Ende der Wikingerzeit

    Haithabu 1044: Die vierzehnjährige Ingunn hat sich den ein Jahr älteren Torge verliebt. Torge und sein Bruder Jon lebten zusammen mit ihrem Onkel in England. Beide sind nach Dänemark zurückgekommen um endlich die Erbschaft ihrer Eltern in Anspruch zu nehmen. Doch Torge und Jon werden nur wenige Zeit später wieder nach England zurückkehren und dort kämpfen. Als Jon wieder nach Dänemark kommt wurde kurz vorher Haithabu von den Norwegern überfallen. Dabei wird auch Ingunns Mutter Godelind getötet. Ingunn kann zwar Torge nicht vergessen, wird aber später Jon heiraten, da sie von Torge nichts mehr hört. Doch Haithabu wird schon wieder überfallen.

    *********************

    Der historische Roman "Herrin des Nordens" ist ein gut recherchierter Roman über das Ende der Wikingerzeit. Ich fand, dass das Buch an manchen Stellen etwas zu umfangreich war. Obwohl natürlich  730 Seiten für 40 Jahre Geschichte eigentlich nicht zu viel sind. Aber das ist natürlich Ansichtssache. Man wird gut in die Bräuche der Wikinger eingeführt und lernt so einiges dazu. Wie z. B. eine Hochzeit oder eine Beerdigung zur damaligen Zeit in Haithabu abgelaufen sein könnte/kann. Es wird auch das Thema  der Christiansierung der Wikingerkultur angesprochen. Wie manche Personen, die noch Anhänger des alten Glaubens und der dazugehörigen Götter waren, um ihr Leben bangen mussten oder von anderen Personen ausgegrenzt wurden. Ingunns Sohn Leif wird ziemlich an Ende des Buches folgenden Satz sagen: "Jeder sollte doch glauben dürfen, was er will". Ein sehr weiser Satz, der auch noch heutzutage eine große Bedeutung haben sollte.

    ************************

    Am Schluss des Buch gibt es auch noch ein Nachwort über das Ende der Wikingerkultur und von der Stadt Haithabu. Außerdem ist noch ein sehr ausführliches Personenverzeichnis am Ende des Buches zu finden, das ich sehr hilfreich fand. Dabei sind auch die fiktiven und die historische realen Personen gekennzeichnet. Im Buch werden auch ein paar damals geläufige Wörter vorkommen, die am Ende des Buches im Glossar erklärt werden.

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    Nicky_Gs avatar
    Nicky_Gvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Leckerbissen für Liebhaber historischer Romanerzählungen.
    Herrin des Nordens – Lebendige Wikingersaga

    Ingunn wächst im 11. Jahrhundert in Haithabu auf, einem Hafenort in Dänemark. Es wird reger Handel betrieben und die Stadt blüht unter den aktiven Kaufleuten, zu denen auch Ingunns Vater Sigmund zählt. Lange können sich die Bewohner nicht über friedliche Zeiten freuen, denn nicht nur verräterische Landsleute trachten ihnen nach Leben und Eigentum, sondern auch die Norweger, die nicht müde werden, die dänische Küste mit Überfällen zu drangsalieren.

    Ingunn lernt sich zu verteidigen, aber auch sie kann die Schicksalsschläge, die nicht nur ihre Familie erschüttern, sondern auch ihre Freunde, nicht verhindern. Dann kehrt Jon zurück, der vor Jahren mit seinem Bruder Torge bei Sigmund zu Gast war. Können sie ein gemeinsames Glück finden?

    Die harten Zeiten werden lebendig beschrieben: die Lebensumstände, die frühen Tode von Kindern oder Ehepartnern, die Gewalt durch Territorienkämpfe. Auch die Umgebung, die Lebensumstände und die Menschen an sich werden detailliert dargestellt. Besonders der Umschwung der religiösen Ansichten – von den alten heidnischen Bräuchen zu der neuen christlichen Religion – ist gut nachzuvollziehen, so dass man verstehen kann, dass in manche Familien ein Keil getrieben wurde.

    Auch wenn manche der Beschreibungen zuweilen langatmig anmuten, so sind sie doch für das Grundwissen und das Gesamtverständnis sehr nützlich. Heutzutage fand ich vor allem die langen Zeiten, z. B. als Jon auf den englischen König monatelang warten musste, unvorstellbar, vor allem im Hinblick darauf, dass die Menschen eine stärker beschränkte Lebenszeit hatten als zu unserer Zeit.

    Kampfszenen werden packend beschrieben; die Spannung ist teilweise so groß, dass man das Buch kaum beiseitelegen kann. Dass alte Begriffe aufgegriffen werden, z. B. der Monatsnamen, lässt die Welt der Wikinger ebenfalls aufleben wie die Namensgebung der Personen, die damit einen Stempel aufgedrückt bekommen, z. B. Jon Fischer.

    Allen voran hat mich Ingunn beeindruckt mit ihrer starken, unbeirrten Persönlichkeit und ihrem eisernen Willen. Trotz all der Rückschläge lässt sie sich nicht unterkriegen und geht konsequent ihren Weg. Dabei stehen ihr natürlich ihre Familie, besonders ihr Vater, zur Seite, und ihre Freunde zur Seite. Eine besondere Textstelle für mich war das, was Lilja zu Ingunn sagte: „Und ahnst du nicht, wie selten die Menschen sind, die einfach nur tun, was getan werden muss? Ohne zu klagen und an sich selbst zu denken?“

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Goldmann_Verlags avatar
    Liebe Lovelybooker,

    heute entführen wir euch mit dem mitreißenden Epos "Herrin des Nordens" in die aufregende Zeit der Wikinger.
    Die junge Ingunn, die Protagonistin aus dem neuen historischen Roman von Martha Sophie Marcus, muss sich zwischen zwei Brüdern entscheiden und kämpft inmitten von Krieg und Aufruhr um ihre Existenz. 

    Martha Sophie Marcus wird ebenfalls an der Leserunde teilnehmen, euch die wilden Zeiten der Wikinger in den leuchtendsten Farben schildern und euren Fragen Rede und Antwort stehen.

    Wollt ihr eines der 20 Verlosungsexemplare gewinnen? Dann schreibt uns, was euch an diesem Roman besonders fasziniert und warum ihr an der Leserunde teilnehmen möchtet.
    Die Bewerbungsphase endet am 10.2.2016 um 24 Uhr.

    Zum Inhalt:
    Handelsstadt Haithabu, die 'Stadt der alten Götter', im Jahr 1047: Ingunn schwärmt leidenschaftlich für den wenig älteren Torge, der aus England nach Dänemark gekommen ist. Hier beansprucht Torge eine Erbschaft, und hier bereitet er sich auf eine Zukunft als Krieger in Diensten des englischen Königs vor. Torges älterer Bruder Jon hingegen schätzt Verhandlungsgeschick mehr als Kriegslust. Um Torge zu beschützen, und obwohl er sich mittlerweile selbst in Ingunn verliebt hat, kehrt Jon jedoch mit seinem Bruder nach England zurück. Ingunn bleibt in ihrer geliebten Heimat. Und dann überfallen die Norweger Haithabu ...

    Martha Sophie Marcus, geboren 1972 im Landkreis Schaumburg, studierte Germanistik, Soziologie und Pädagogik und verbrachte anschließend zwei Jahre in Cambridge. Mit "Herrin wider Willen", ihrem ersten Roman, feierte sie ein grandioses Debüt. Seitdem sind weitere historische Romane von ihr bei Goldmann erschienen. Weitere Informationen zur Autorin findet ihr unter www.martha-sophie-marcus.de und auf www.goldmann-verlag.de.
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