Martha Sophie Marcus Kaffeeklatsch mit Goldfisch

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Inhaltsangabe zu „Kaffeeklatsch mit Goldfisch“ von Martha Sophie Marcus

Ein herzerwärmendes Buch, das man seiner besten Freundin schenken möchte. Antonia, 42, besitzt eine Apotheke im hübschen Jeetzeburg an der Elbe. Sie liebt ihre Arbeit, ihre beiden Töchter und ihren Mann Monty. Und doch plagt sie die Midlife-Crisis: Das Privatleben kommt zu kurz, die pubertierenden Töchter nerven, und Monty scheint jegliches erotische Interesse an ihr verloren zu haben. Als der Fluss über die Ufer tritt und halb Jeetzeburg unter Wasser setzt, zögert Antonia dennoch nicht lang. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Helen, der Stammkundin Petra und ihrer Angestellten Carolin hilft sie beherzt der betagten Frau Lilienthal, deren geliebtes Haus bedroht ist. Und plötzlich erscheinen ihre eigenen Probleme in einem ganz anderen Licht.

Ein unerwartetes Lesevergnügen

— Kelo24
Kelo24

Einige starke Frauen, denen das Leben zeigt, was wirklich wichtig ist - realistisch und berührend zugleich ...

— VeraHoehne
VeraHoehne

Ein lebendiger Roman über das Leben u. darüber, wie schnell unsere Probleme unwichtig werden können u. man erkennt, was wirklich wichtig ist

— justitia
justitia

Für mich ein tolles Lesevergnügen, das sich zwar nicht immer so ganz nach meinem Geschmack entwickelt hat aber trotzdem definitiv lesenswert

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

eine Geschichte um sechs Frauen die mich sehr berührt hat

— conneling
conneling

Tolle Geschichte um 6 starke Frauen

— schwedische_leseratte
schwedische_leseratte

Wunderschön zu lesen

— milchkaffee
milchkaffee

Ein angenehm zu lesender Frauenroman ohne Kitsch und Schönwetterherzschmerz.

— Sikal
Sikal

Der Autorin ist es mit ihrem flüssigen und lebendigen Schreibstil gelungen ein ernstes Thema in eine unterhaltsame Geschichte zu verpacken.

— tinstamp
tinstamp

Eine Kaffeeklatsch der besonderen Art bei der sich sechs Frauen besser kennen- und verstehen lernen, leider mit einem zu abrupten Ende.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • So viel mehr als "nur" ein Frauen-Roman :-) ...

    Kaffeeklatsch mit Goldfisch
    VeraHoehne

    VeraHoehne

    25. February 2017 um 17:34

    Autorin:Die Autorin Martha Sophie Marcus wurde 1972 im Schaumburger Landkreis geboren. Schon in ihrer Kindheit waren Bücher – ebenso wie Haustiere – reichlich vertreten. Nach dem Abitur studierte sie in Hannover Germanistik, Pädagogik und Soziologie – Schwerpunkt: Geschichtliche Aspekte. Danach lebte sie 2 J. in der historischen Stadt Cambridge/GB. Seit 2010 hat sie als Autorin erfolgreich einige historische Romane veröffentlicht und ein Kinder-/Jugendbuch. „Kaffeeklatsch mit Goldfisch“ ist ihr erster Roman im Genre „Frauenliteratur“. Mit ihrer Familie, die Mann, zwei Kinder, Hund und Katze umfasst, lebt sie im malerischen Lüneburg. Handlung:Die Apothekerin Antonia, 42 J., zernagen kurz vor dem 20. Hochzeitstag Selbstzweifel: Liebt ihr Mann Monty sie noch, war ihr Weg in die Selbstständigkeit mit der eigenen Apotheke richtig oder kommen ihre beiden pubertierenden Töchter seither zu kurz? Und auch ihre beste Freundin Helen hat Eheprobleme, während das Problem „kein Mann“ eher die 6fache Mutter und ehem. Mitschülerin Petra sehr belastet, die mit ihrer Großfamilie in sozial schwachen Verhältnissen lebt. Und Antonias junge PTA Carolin hat sehr mit ihrer Schüchternheit gegenüber Männern zu kämpfen. Doch so unterschiedlich diese Frauen sind: Als in ihrer Heimat Jeetzeburg die Elbe über die Ufer tritt, tun sie sich zusammen, um der alten Grundschullehrerin, Frau Lilienthal, dabei tatkräftig zu helfen, ihr geliebtes Fachwerkhaus und deren Erinnerungen vor den Fluten zu schützen. Auf einmal setzt das Leben ganz neue Prioritäten und fordert Zusammenhalt und alle verstehen, was wirklich wichtig ist im Leben. Fazit:Dieser Roman lag jetzt ziemlich lange auf meinem SuB und ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, dass ich ihn nicht schon früher gelesen habe, denn er hat mir wirklich super gefallen.Das Cover ist hübsch gestaltet, reisst mich aber jetzt auch nicht total in Begeisterung, was wohl eher am persönlichen Geschmack liegt, weil ich so gar kein Fan der Farbe Gelb bin Wenn ich richtig gezählt habe, sind die 318 Seiten auf 29 Kapitel + Nachwort verteilt. Das Schriftbild ist normal und die Kapitellänge für mein Leseverhalten wirklich meist (bis auf auf wenige Ausnahmen) optimal.Sehr gefallen hat mir bei der Kapitel-Aufteilung, dass sich jedes Kapitel einer der Protagonistinnen widmet und somit immer als Überschrift deren Namen trägt.Da Martha Sophie Marcus bisher im Genre der historischen Romane bekannt ist, ein Genre, das ich selbst nicht so gerne lese, war mir die Autorin auch noch nicht bekannt.Der Klappentext lässt zunächst einen typischen Frauen-Roman vermuten – ich finde allerdings, dass dieser Roman sehr viel mehr ist und bietet: Ein Generationen-Roman, Lebensratgeber und irgendwie ein Herzensbuch, obwohl es sich hier nicht um einen Liebesroman handelt. Martha Sophie Marcus ist es gelungen, die 2013 aktuellen Hochwasserereignisse mit einer hübschen fiktiven Stadt (Jeetzeburg), sehr realistischen Charakteren mit Problemen, wie sie auch jede der Leserinnen im eigenen Leben haben könnte, viel Lebensweisheit und einem Schreibstil sprachlich dicht am echten Leben zu einer wundervollen Wohlfühlgeschichte zusammenzufügen.Die Autorin hat hier gezeigt, dass ein Roman auch noch toll ist und nachhaltig wirkt, wenn man nicht auf allen Ebenen ein Happy End erzielt – so, wie das Leben eben ist Ich habe diese Geschichte, die zeigt dass Zusammenhalt, Freundschaft, Anerkennung und Respekt sich jenseits von Alter, Generationsunterschieden, sozialem Status oder familiärer Situation abspielen können und sollten, wirklich sehr gemocht und vergebe hierfür – auch, wenn sie mal kleine Längen hatte – eine 5*****-Leseempfehlung.Sollte die Autorin noch weitere Romane in diesem Genre schreiben, werde ich ganz sicher wieder etwas von ihr lesen.

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    • 2
  • lebendiger, lebensfroher Roman über das Leben...

    Kaffeeklatsch mit Goldfisch
    justitia

    justitia

    27. April 2015 um 22:08

    Ein lebendiger, lebensfroher Roman über das Leben und darüber, wie schnell unsere Probleme unwichtig werden können und man erkennt, was wirklich wichtig ist im Leben… Ein kleiner Einblick in den Klappentext: Ein herzerwärmendes Buch, das man seiner besten Freundin schenken möchte. Antonia, 42, besitzt eine Apotheke im hübschen Jeetzeburg an der Elbe. Sie liebt ihre Arbeit, ihre beiden Töchter und ihren Mann Monty. Und doch plagt sie die Midlife-Crisis: Das Privatleben kommt zu kurz, die pubertierenden Töchter nerven, und Monty scheint jegliches erotische Interesse an ihr verloren zu haben. Als der Fluss über die Ufer tritt und halb Jeetzeburg unter Wasser setzt, zögert Antonia dennoch nicht lang. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Helen, der Stammkundin Petra und ihrer Angestellten Carolin hilft sie beherzt der betagten Frau Lilienthal, deren geliebtes Haus bedroht ist. Und plötzlich erscheinen ihre eigenen Probleme in einem ganz anderen Licht ... (© Text- & Bildmaterial: Goldmann Verlag) Meine Gedanken zu dem Buch: Ich muss gestehen, dass ich bei diesem Buch zunächst etwas skeptisch war, ob es mir wirklich gefallen könnte. Das Cover selbst hat mich so gar nicht angesprochen, ebenso wenig wie der Titel. Erst der Klappentext war, der mich doch neugierig auf das Buch und die Geschichte hinter Cover und Titel gemacht hat. Und nun muss ich eingestehen – ich habe es nicht bereut… Die Autorin verpackt das doch eher ernsthafte Grundthema Hochwasser auf eine locker-leichte und auch humorvolle Art und Weise und nimmt so diesem dramatischen Hintergrund seine einschüchternde Wirkung, liefert aber gleichzeitig einen fabelhaften Background für die Zusammenführung der fünf Frauen. Einzeln erscheinen ihnen ihre Probleme unüberwindbar, doch in dieser brenzligen Situation müssen sie erkennen, was wirklich im Leben zählt und lassen alles andere bedeutungslos wirken. Untermauert wird dies noch durch die abwechselnden Perspektiven. Denn so lernt der Leser die Frauen sehr schnell, sehr gut kennen. Mir waren die Figuren allesamt von Beginn an sympathisch, vor allem deshalb, weil ihre Probleme und ihr Leben so real und auch so nah an unserem eigenen Leben waren. Sicherlich konnte man nicht alle Reaktionen der Frauen nachvollziehen, doch kann man nie mit Bestimmtheit sagen, wie man selbst in ihrer Situation gehandelt hätte. Mich hat beeindruckt, wie die Frauen sich der zunächst ausweglosen Situation gestellt, sich gegenseitig unterstützt und auch zugehört haben. Das gab allen von ihnen Halt, den Halt den eigentlich jede von ihnen zuvor in ihrem Leben auf irgendeine Weise vermisst hatte. Schade ist eigentlich nur, dass es für solche Erkenntnisse meist ein negatives oder dramatisches Schlüsselereignis braucht. Wir sollten uns vielmehr auf die kleinen Dinge des Lebens besinnen, und zwar jene, die unser Leben besonders machen – Freundschaft, Liebe und unsere Träume. Kurz & Gut - Mein persönliches Fazit Nach anfänglicher Skepsis hat mich das Buch von der ersten bis zur letzten Weise begeistert, weil es mich auf wunderbar leichte und fabelhafte Weise unterhalten hat, sodass ich das Lesen einfach nur genießen konnte. Doch trotz dieser Leichtigkeit hat es mich auch nachdenklich gemacht – nachdenklich über mein eigenes Leben und darüber, was wirklich zählt. Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich allen Grund habe, rundum glücklich zu sein! © Rezension: 2015, Sandra „Sunny liest“

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  • Kaffeeklatsch mit Goldfisch

    Kaffeeklatsch mit Goldfisch
    -sabine-

    -sabine-

    28. March 2015 um 16:49

    Das bunte Cover und der lustige Titel lassen an einen heiteren Frauenroman denken – und ich will nicht abstreiten, dass sich eine heitere Note durch das ganze Buch zieht, aber es werden auch ernstere Töne angeschlagen. Und gerade diese Mischung hat mir wirklich gut gefallen. Es geht um Freundschaft und gescheiterte Beziehungen, um tragische Vergangenheiten und finanzielle Nöte – oft sind es Alltäglichkeiten, die beschrieben werden, und gerade das lässt die Geschichte sehr echt wirken – wie aus dem Leben gegriffen. Die einzelnen Charaktere sind alle liebevoll gezeichnet, keine der so unterschiedlichen Frauen ist perfekt, jede hat ihr Päckchen zu tragen, jede hat sowohl gute als auch nicht so positive Seiten – aber auf ihre jeweils eigene Art und Weise sind sie mir alle sympathisch. Gerade die Apothekerin Antonia, die nicht nur um die Existenz ihrer Apotheke kämpfen muss, sondern sich auch der Liebe ihres Mannes unschlüssig ist, fand ich sehr sympathisch - sie ist mir direkt ans Herz gewachsen und mit ihr habe ich richtig mitgelitten. Aber auch die anderen Figuren waren liebenswert – jede auf ihre eigene Art. Lediglich bei der schüchternen Carolin und der zugeknöpften Ärztin Frau Dr. Kosewitz hat die Autorin für meinen Geschmack etwas tief in die Klischeekiste gegriffen – das aber konnte ich verschmerzen und habe die unterschiedlichen Frauen trotzdem gerne begleitet. Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich flüssig lesen. Es ist eine gelungene Mischung aus Beschreibungen und Dialogen, so dass die Geschichte sehr lebendig ist und eine herzliche Atmosphäre entsteht, in der ich mich sehr wohl gefühlt habe. Gerade die skurrile Situation des Kaffeklatsches in einem überfluteten Haus hat mir sehr gefallen – so ernst die Situation auch gewesen ist, musste ich hier doch oft schmunzeln, weil ich die ganze Szenerie vor Augen hatte – mitsamt Gummistiefeln, Schlange und Goldfisch. Aber so schlimm die Situation auch war, hat sie doch dazu geführt, dass sich die Frauen näher kennengelernt haben, sie Verständnis für den anderen entwickelten und sie Dinge auch mal mit anderen Augen sehen konnten. Nicht so gut gefallen hat mir der Schluss des Buches – der war zu plötzlich und abrupt. Zwar finde ich die Idee schön, nochmal einen Blick auf die Protagonistinnen zu werfen, nachdem ein Jahr vergangen ist, aber mir war dieser Blick einfach zu kurz und ich hätte mich über ein paar mehr Seiten sehr gefreut. Vielleicht aber wird es noch ein weiteres Buch über die so unterschiedlichen Frauen geben, in dem wir dann erfahren, was aus ihnen geworden ist – mich würde es auf jeden Fall freuen. Mein Fazit Das bunte Cover und der witzige Titel lassen einen an einen heiteren Frauenroman denken, doch geht es durchaus auch um ernste Themen, die in dem kurzweiligen und unterhaltsamen Buch eine Rolle spielen. Die Charaktere sind wie aus dem Leben gegriffen, der Schreibstil flott und flüssig zu lesen. Einzig das Ende kam ein wenig plötzlich und abrupt, hier hätte ich mir ein paar mehr Seiten gewünscht. Ich habe die unterschiedlichen Frauen aber gerne bei ihrem Kaffeklatsch begleitet – und tatsächlich spielt hier ein Goldfisch auch eine Rolle.

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  • Leserunde zu "Kaffeeklatsch mit Goldfisch" von Martha Sophie Marcus

    Kaffeeklatsch mit Goldfisch
    Goldmann_Verlag

    Goldmann_Verlag

    Wir laden euch heute zu einer Leserunde über einen schönen Frauenroman ein: "Kaffeeklatsch mit Goldfisch" von Martha Sophie Marcus ist ein Roman über wahre Freundschaft & Frauen-Power, über die Liebe und die wahren Herausforderungen des Lebens! Wir freuen uns riesig, dass Martha Sophie Marcus diese Leserunde begleiten und eure Fragen beantworten wird und haben gleich 25 Exemplare von "Kaffeeklatsch mit Goldfisch" für euch reserviert! Die Gewinner stehen fest: Lie01, milchkaffee, bine136, AddictedToBooks, Schnuck59, Dreamworx, LovLi, lilaRose1309, Strickliesel22, Nele75, Linny, Donauland, esposa1969, ChrischiD, Leserin71, Rosen-Rot, zitroenchen, Mini-Dee, Cathy28, Sikal, conneling, AgnesM, schwedische_Leseratte, tinstamp, Booky-72 Antonia, 42, besitzt eine Apotheke im hübschen Jeetzeburg an der Elbe. Sie liebt ihre Arbeit, ihre beiden Töchter und ihren Mann Monty. Und doch plagt sie die Midlife-Crisis: Das Privatleben kommt zu kurz, die pubertierenden Töchter nerven, und Monty scheint jegliches erotische Interesse an ihr verloren zu haben. Als der Fluss über die Ufer tritt und halb Jeetzeburg unter Wasser setzt, zögert Antonia dennoch nicht lang. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Helen, der Stammkundin Petra und ihrer Angestellten Carolin hilft sie beherzt der betagten Frau Lilienthal, deren geliebtes Haus bedroht ist. Und plötzlich erscheinen ihre eigenen Probleme in einem ganz anderen Licht ... Weitere Informationen zur Autorin und ihrem Roman findet ihr unter: http://bit.ly/kaffeeklatsch_und_goldfisch

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    • 372
  • Rezension zu "Kaffeeklatsch mit Goldfisch" von Martha Sophie Marcus

    Kaffeeklatsch mit Goldfisch
    Rosen-Rot

    Rosen-Rot

    27. March 2015 um 19:57

    Antonia ist Inhaberin einer Apotheke und lebt mit ihrer Familie an der Elbe. Eigentlich geht es ihr gut, aber dennoch plagt sie eine Midlife-Crisis. Sie ist im Stress und ihr Privatleben kommt viel zu kurz. Als jedoch eines Tages ein großes Hochwasser kommt zögert Antonia nicht lange und will helfen. Gemeinsam mit Helen, Petra und Carolin versucht sie der alten Frau Lilienthal zu helfen um deren Haus vor dem Wasser zu retten. Das Buch behandelt ein sehr ernstes Thema, nämlich das Hochwasser. Doch es geht eigentlich um viel mehr. Vier Frauen, die alle ihre eigenen Probleme haben, stellen ihr eigenes Leben in den Hintergrund um anderen zu helfen. Doch durch das Hochwasser passiert auch bei den Frauen etwas. Bei Frau Lilienthal kommen alle zusammen und lernen sich besser kennen. Und plötzlich sehen alle ihr eigenes Leben in einem ganz anderen Licht. Der Schreibstil der Autorin ist sehr schön und lässt sich gut lesen. Die Geschichte beginnt sehr interessant, doch leider ist vieles auch sehr vorhersehbar. Insgesamt ist dies ein netter Frauenroman, der für ein paar Stunden gute Unterhaltung sorgt.

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  • Rezension zu Kaffeeklatsch mit Goldfisch

    Kaffeeklatsch mit Goldfisch
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. March 2015 um 19:33

    “Kaffeeklatsch mit Goldfisch” von Martha Sophie Marcus ist ein humorvolles, kurzweiliges Stück Unterhaltung, das aber auch mit tiefgründigeren, ernsthafteren Hintergründen dienen kann. So hat dieser Roman einen durchweg heiteren Unterton, zentrales Thema ist aber die Überflutung einer Stadt und deren existenzbedrohender Folgen. Protagonistin ist die 42-jährige Apothekerin Antonia, Mutter zweier Töchter und Frau eines weitestgehend abwesenden Ehemanns. Sie teilt sich die Rolle des Erzählers allerdings mit drei weiteren Frauen: Helen, Antonias beste Freundin, hat zwei Söhne und einen Alkoholiker als Ehemann, die alleinerziehende Petra ist kurz davor mit ihren sechs Kindern auf der Straße zu stehen und Antonias Apothekenhelferin  Carolin ist unfähig jungen Männern auch nur in die Augen zu sehen, geschweige denn mit ihnen zu reden. Jede der vier Frauen hat mehr als genug eigene Probleme, auch wenn sie vor den meisten davon krampfhaft die Augen verschließen. Als ihre Heimatstadt jedoch von einer Hochwasserkatastrophe heimgesucht wird und Frau Lilienthal, eine ältere Dame und Antonias Kundin, um Hilfe bittet, weil ihr Haus überflutet wird, müssen die Frauen ihre persönlichen Probleme jedoch erst einmal in den Hintergrund stellen und alle gemeinsam anpacken. Und während sie in den oberen Etagen des Lilienthalschen Hauses festsitzen, kommen sie langsam aber sicher miteinander ins Gespräch. Beim “Kaffeeklatsch” in Frau Lilienthals Schlafzimmer fangen sie an über ihre jeweiligen Probleme zu reden und diese so nach und nach aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Durch diese Gespräche und durch die wechselnden Perspektiven lernt man die Figuren schnell sehr gut kennen. Sie alle wirken so real, vor allem durch ihre “Alltäglichkeit”. Die Probleme, die sie beschäftigen, sind Allerweltsprobleme, mit denen sich fast jeder – aufgrund eigener Erfahrungen oder welcher im Bekanntenkreis – auf irgendeiner Ebene identifizieren kann. Das heißt aber noch lange nicht, dass mir die Figuren alle sympathisch waren. Helen zum Beispiel fand ich schon nach wenigen Seiten fürchterlich unausstehlich, einfach weil sie es ihrem rebellischen Teeny-Sohn übel nimmt, dass er den Alkoholismus des Vaters nicht totschweigen will, während Helen sich selbst und ihrem jüngeren Sohn munter was vorlügt – immerhin hatten sie doch stillschweigend Stillschweigen vereinbart… Aber so ist das Leben und gerade die Mischung aus Anti- und Sympathien macht Martha Sophie Marcus’ “Kaffeeklatsch mit Goldfisch” so lebensecht. Dazu kommt ein locker-leichter, immer humorvoller Schreibstil, der aber trotzdem die Ernsthaftigkeit der einzelnen Themen immer gut rüberbringen kann. Für mich ein tolles Lesevergnügen, das sich zwar nicht immer so ganz nach meinem Geschmack entwickelt hat aber trotzdem definitiv lesenswert ist!

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  • Hochwasser und seine Folgen

    Kaffeeklatsch mit Goldfisch
    conneling

    conneling

    16. March 2015 um 21:44

    Inhaltsangabe:Ein herzerwärmendes Buch, das man seiner besten Freundin schenken möchte. Antonia, 42, besitzt eine Apotheke im hübschen Jeetzeburg an der Elbe. Sie liebt ihre Arbeit, ihre beiden Töchter und ihren Mann Monty. Und doch plagt sie die Midlife-Crisis: Das Privatleben kommt zu kurz, die pubertierenden Töchter nerven, und Monty scheint jegliches erotische Interesse an ihr verloren zu haben. Als der Fluss über die Ufer tritt und halb Jeetzeburg unter Wasser setzt, zögert Antonia dennoch nicht lang. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Helen, der Stammkundin Petra und ihrer Angestellten Carolin hilft sie beherzt der betagten Frau Lilienthal, deren geliebtes Haus bedroht ist. Und plötzlich erscheinen ihre eigenen Probleme in einem ganz anderen Licht ... Eine Geschichte um sechs Frauen, die alle durch das Hochwasser aus ihrem normalen Leben rauskommen und umdenken müssen, denn nichts ist mehr so wie es war. Jede der Frauen hat ihre eigenen Probleme, die sie aber auch mit sich selber rumträgt und auch versucht zu lösen oder zumindest zu verbessern oder auch zu verbergen. Am Tisch von Frau Lilienthal kommen sie zusammen und kommen notgedrungen zur Ruhe, alles steht um sie herum still wegen des Hochwassers, und sie sitzen zusammen und lernen sich nach und nach alle besser kennen. Sie lernen aus sich herauszukommen und den anderen Frauen in der Runde zu vertrauen. Ein bewegendes und auch beeindruckendes Buch, es war sehr schön zu lesen wie die Frauen lernen auch anderen zu vertrauen. Der Stil von Martha Sophie Marcus ist leicht und flüssig zu lesen, der Perspektivenwechsel macht es möglich, die Frauen besser zu verstehen. Eine kurzweilige Lektüre, die ich sehr gerne weiterempfehlen kann.

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  • Tolle Geschichte um 6 starke Frauen

    Kaffeeklatsch mit Goldfisch
    schwedische_leseratte

    schwedische_leseratte

    16. March 2015 um 17:36

    Das Buch wird aus Sicht von vier Frauen geschrieben. Antonia, Helen, Petra und Carolin. Auch wenn aus meiner Sicht, dass Buch in Frau Lilienthal und Dr. Kosewitz noch zwei weitere Hauptfiguren hat.  Das Buch handelt davon, wie diese Frauen durch ihr Miteinander eine Entwicklung durchmachen. Sie alle stecken zu Beginn der Geschichte in ihrem Leben fest, obwohl sie alle auf ihre Weise damit unglücklich und unzufrieden sind. Durch ihr gemeinsames Hochwasser-Abenteuer und ihrem Kaffeeklatsch der besonderen Art kommen viele Vorurteile und teils unangenehme Wahrheiten ans Licht. Das führt bei allen sechs Frauen zu Veränderungen  in ihrem Leben. Und am Ende sind die Frauen allesamt angekommen in ihrem neuen, ein bisschen besseren oder zu mindest aufgeräumteren Leben.  Die Idee mit dem improvisierten Kaffeeklatsch bei Hochwasser fand ich wirklich toll.  Das Cover ist absolut gelungen. Es trifft den besonderen Kaffeeklatsch sehr gut. Schlicht und trotzdem - auch durch das Material - richtig schön und ansprechend.  Die Sprache ist sehr schön leicht und angenehm zu lesen.  Einziges kleines Manko: mir kam das Ende ein bisschen zu plötzlich. Es hat solchen Spaß gemacht, die sechs Damen waren mir so sympathisch. Ich hätte gern noch mehr über sie gelesen, noch ein bisschen mitgefiebert. Den Zeitsprung fand ich einfach ein bisschen hart. 

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  • Reflexion und Zusammenhalt

    Kaffeeklatsch mit Goldfisch
    ChrischiD

    ChrischiD

    15. March 2015 um 21:27

    Fünf Frauen, die alle ihre eigenen Probleme mit sicher herumtragen, sei es in beruflicher oder privater Hinsicht, sehen sich bald vor einem gemeinsamen Problem stehen. Der Fluss tritt über die Ufer und erreicht bisher nie gekannte Höhen. Ohne groß darüber nachzudenken treffen sich die Frauen bei der betagten Frau Lilienthal, deren Haus mehr als bedroht ist, die jedoch trotzdem nicht davon abzubringen scheint ihr geliebtes Heim zu verlassen. Daher bleibt viel Zeit für gemeinsame Gespräche und das Reflektieren der eigenen Probleme... Jeder kennt private und/oder berufliche Probleme jedweder Natur, weshalb man sich als Leser mit Sicherheit in mindestens eine der agierenden Frauen hineinversetzen kann. Da jede mit ihrem ganz eigenen Schicksal geschlagen ist, ist es nur logisch sie mehr oder weniger getrennt voneinander zu beleuchten. Dazu wird in den wechselnden Kapitel immer wieder auf die Hauptperson gewechselt, wodurch man einen besseren Einblick in das Leben der Frauen erhält, als würde man von einem Punkt aus das Gesamtgeschehen betrachten. Natürlich gehen die Ereignisse fließend ineinander über, wodurch auch sogleich die Zusammenhänge deutlich werden. Es scheint, als hätten alle Frauen schon lange nicht mehr den nötigen Abstand, um ihre Situationen auch einmal von außen zu betrachten. Denn könnten sie dies, würden sie zu einigen Schlüssen kommen, die dem Leser schnell auffallen. Am liebsten würde man sie alle nacheinander wach rütteln. Doch bevor es dazu kommt, tritt der Fluss über die Ufer und beschert dem Dorf ein Hochwasser wie es noch nie dagewesen ist. Daher kommen die Frauen in eine Situation, die das Wachrütteln für den Leser übernimmt. Endlich beschäftigen sie sich einmal aus einer anderen Sicht mit sich, was die ein oder andere überraschende Erkenntnis nach sich zieht. Die ein oder andere Passage mag sich ein wenig in die Länge ziehen, doch im Großen und Ganzen hat Martha Sophie Marcus mit „Kaffeeklatsch mit Goldfisch“ einen unterhaltsamen Roman geschaffen, der gleichzeitig dazu anregt seine ganz eigenen Probleme einmal zu reflektieren und die ganze Situation mal wieder objektiv zu betrachten. Es steckt eben doch immer etwas Wahrheit in jeder Fiktion.

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  • unterhaltsam, einfühlsam und authentisch

    Kaffeeklatsch mit Goldfisch
    Donauland

    Donauland

    14. March 2015 um 23:39

    Martha Sophie Marcus schreibt in ihrem unterhaltsamen und einfühlsamen Roman „Kaffeeklatsch mit Goldfisch“ über das Leben vier verschiedener Frauen über Freundschaft, Frauenpower, die Liebe aber auch über Herausforderungen. In Jeetzeburg an der Elbe lebt Antonia, sie liebt ihre Arbeit in der Apotheke und hat zu wenig Zeit für ihre Familie. Derzeit durchlebt sie ihre Midlife-Crisis, denn sie wird ihren gestellten Anforderungen nicht gerecht, denn sie vernachlässigt das Privatleben. Außerdem hat sie Probleme mit der Frau Doktor Kosewitz, ihr gehört das Gebäude, in dem die Apotheke eingemietet ist. Carolin, ihre Angestellte, ist in einem alten Schulkameraden verliebt, aber gegenüber Männern viel zu schüchtern. Antonias Freundin Helen belügt sich und ihre Söhne, da sie nicht zugibt, dass ihr Mann an Alkoholsucht leidet. Petra, eine Stammkundin, lebt mit ihren sechs Kindern in einem Haus, da sie wegen Eigenbedarf gekündigt wurde. Da sie kaum Geld für ihre Familie hat, leidet sie an Existenzängsten und muss noch nach einer Wohnung suchen. Die ehemalige Lehrerin Frau Lilienthal lebt alleine in einem viel zu großem Haus, das sie an früher erinnert. Doch als die Elbe über die Ufer tritt und Jeetzeburg unter Wasser setzt, zögern Antonin, Helen, Carolin nicht, Frau Lilienthal zu unterstützen. Plötzlich erscheinen manche Probleme nicht mehr ganz so groß… Das Cover hat meine Neugier geweckt, zu aller erst interessierte mich, wie hängt der Goldfisch mit dem Kaffeeklatsch zusammen. Der Goldfisch hat wirklich eine tragende Rolle, aber lest selbst diesen warmherzige Roman. Die Autorin hat einen angenehmen und lebendigen Schreibstil, bereits nach ein paar Seiten fühlte mich als eine von ihnen und hatte Spaß sie zu begleiten, ihre Entwicklung zu verfolgen. Sie setzten sich für andere ein und stellen sich auch ihren eigenen Problemen. Gut gefällt mir, dass die Kapitel aus der Perspektive der Protagonistinnen geschrieben sind, aus der Überschrift erfährt der Leser ihre Vornamen. Dieser Wechsel erlaubt dem Leser einen wunderbaren Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der Frauen. Ich konnte mir die Frauen gut vorstellen und entdeckte mich bzw. meine Freundinnen in der ein oder anderen wieder. Antonia, Helen, Carolin und Petra werden authentisch und liebenswert beschrieben, jede mit Ecken und Kanten, einfach jene Menschen, die auch nebenan wohnen könnten. Jede einzelne hat ihre Probleme und Sorgen, aber nicht darüber zu reden ist auch keine Lösung. Sie unterstützen Frau Lilienthal und helfen ihr einiges ihrer Andenken zu retten. In ihrem Schlafzimmer sitzen sie anschließend zusammen und beginnen sie über ihre Probleme zu sprechen und merken, dass jede von ihnen Alltagssorgen hat. Ohne dieser Notsituation wären die Freuen nicht ins Gespräch gekommen, sie haben auch Zeit einander zuzuhören und zu helfen. Der Kaffeeklatsch verändert die Frauen, sie lernen sich besser kennen und dadurch können sich die Freundschaften vertiefen. Für mich kam das Ende etwas schnell, aber vielleicht folgt noch eine Fortsetzung von dieser Frauenrunde, denn mir sind sie ans Herz gewachsen und ich möchte sie gerne länger begleiten. Dieser Wohlfühlroman unterhält den Leser von Beginn an, lädt zum Nachdenken ein und zaubert den Leser ein Lächeln ins Gesicht!

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  • Lesenswert

    Kaffeeklatsch mit Goldfisch
    milchkaffee

    milchkaffee

    12. March 2015 um 07:52

    Ein gelungener Frauenroman, der auch zum Nachdenken anregt. Vier Frauen, die sehr unterschidlich sind, aber eines gemeinsam in ihren Leben haben. Probleme , vor denen sie flüchten. Das Hochwasser hilft ihnen sich auszutauschen, über ihre Probleme nachzudenken und neue Wege zu finden. Realistisch, nicht kitschig und man möchte gar nicht aufhören zu lesen.

  • Kaffeeklatsch mit Goldfisch - von Martha Sophie Marcus

    Kaffeeklatsch mit Goldfisch
    Nele75

    Nele75

    11. March 2015 um 12:03

    Das Örtchen Jeetzeburg an der Elbe ist der Schauplatz für die Handlung dieser Geschichte. Hier leben die Frauen Antonia, Helen, Carolin und Petra. Jede lebt ihr eigenes Leben und diese sind völlig unterschiedlich, sowohl von den Lebensumständen als auch von der Lebensweise. Allerdings kreuzen sich ihre Wege immer wieder in Antonias Apotheke, wo auch Carolin arbeitet, Helen (Antonias Freundin) öfter vorbeischaut und Petra fast schon Stammkundin ist. Als die Elbe über die Ufer tritt und einen großen Teil Jeetzeburgs überflutet, gerät eine ältere Kundin Antonia's in Not - Frau Lilienthal braucht Hilfe und die Frauen zögern nicht lange, sondern machen sich auf den schwierigen Weg zum Haus der alten Frau. Doch nicht nur dieser Weg wird mühsam, sondern auch das, was sie alle dort erwartet. Von der Autorin Martha Sophie Marcus kannte ich bis jetzt nur einen historischen Roman - "Die Bogenschützin". Schon hier hat mir ihr unglaublich gut zu lesender Schreibstil gefallen, was sich auch bei "Kaffeeklatsch mit Goldfisch" fortgesetzt hat. Es liest sich von der ersten Seite an flüssig, man ist sofort mitten im Geschehen und es unterhält einfach gut. Die Kapitel werden immer aus der Sicht der verschiedenen Frauen erzählt und tragen auch den jeweils aktuellen Namen als Kapitelüberschrift. Ein schöner Roman über die Wege der Freundschaft und die manchmal ungewöhnlichen Pfade, bis eine Vertrauensbasis entstehen kann, ein Rahmen, um einmal das Herz auszuschütten und all das loszuwerden, was in letzter Zeit die Stimmung getrübt hat. Das ist bei jeder der Frauen etwas vollkommen anderes, so sieht Antonia z.B. Probleme in ihrer Ehe und hat auch noch Existenzängste um die Apotheke, bei Carolin ist es die Schüchternheit, Petra hat als alleinerziehende Mutter akute Finanzprobleme und bei Helen ist es der Mann, der ihr Sorgen bereitet, denn er leidet unter einer Sucht, die er sich allerdings selbst nicht eingestehen will. In der Geschichte sind all diese Einzelstränge zu einem kompletten Ganzen verwoben - heraus kommt eine wunderbare Geschichte.

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  • Kaffeeklatsch mit Goldfisch

    Kaffeeklatsch mit Goldfisch
    Klusi

    Klusi

    09. March 2015 um 21:49

    Im Roman geht es hauptsächlich um vier Frauen, die völlig verschieden sind, sowohl was ihre Wesensart als auch ihr privates Umfeld betrifft. Da ist einmal Antonia. Sie hat sich ihren Lebenstraum erfüllt und Pharmazie studiert. Nun führt sie ihre eigene Apotheke im malerischen Jeetzeburg an der Elbe. In ihrem Privatleben kriselt es. Von ihrem Mann fühlt sie sich unverstanden und hat den Eindruck, nicht mehr geliebt zu werden und das, wo die geplante Feier ihres zwanzigsten Hochzeitstags kurz bevorsteht. Die halbwüchsigen Töchter gehen ihre eigenen Wege und entsprechen nicht gerade dem Idealbild ihrer perfektionistischen Mutter. Carolin arbeitet als PTA in Antonias Apotheke. Die junge Frau ist sehr schüchtern, besonders gleichaltrigen Männern gegenüber. Sobald sie merkt, dass ihr jemand seine Aufmerksamkeit schenkt, wird sie regelmäßig rot. Helen, Antonias Freundin, hat ein Händchen für gutes Styling und schöne Dekorationen. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen in ihrem Traumhaus, aber der Schein trügt, denn es ist nicht alles so harmonisch, wie Helen ihre Umwelt glauben lassen möchte. Petra, die allein erziehende Mutter von sechs Kindern, ist Stammkundin in Antonias Apotheke. Sie schlägt sich mehr schlecht als recht und meist am Existenzminimum durchs Leben. Neben diesen vier Protagonistinnen, aus deren Blickwinkel abwechselnd die verschiedenen Kapitel geschrieben sind, gibt es zwei weitere Frauen, die ebenfalls eine wichtige Rolle im Roman einnehmen: Frau Lilienthal, eine ehemalige Lehrerin, wird auf ihre alten Tage ein wenig vergesslich und lebt allein in ihrem geliebten kleinen Häuschen. In Antonias Apotheke besorgt sie sich regelmäßig die nötigen Medikamente. Allerdings kommt sie bei der richtigen Dosierung ihrer Tagesration in letzter Zeit öfter ins Schleudern. Frau Dr. Kosewitz, Ärztin und Besitzerin des Hauses, in dem die Apotheke untergebracht ist. Mit ihrem arroganten und rücksichtslosen Verhalten macht sie Antonia das Leben schwer. ✿✿✿ Anfangs lernt man erst einmal die einzelnen Frauen näher kennen und erfährt mehr über ihren Alltag, ihr privates Umfeld und das, was sie bewegt oder ihnen Sorgen bereitet. Antonia will nicht wahrhaben, dass ihre geplante Feier buchstäblich ins Wasser fallen könnte, denn der Wetterbericht und die Nachrichten über extreme Hochwasserstände in anderen Orten entlang der Elbe geben Anlass zur Sorge. Die Apothekerin versucht lange, die aktuellen Berichte zu ignorieren und widmet sich weiterhin den aufwändigen Vorbereitungen. Erst als sie die Nachricht erhält, dass die alte Frau Lilienthal in ihrem Häuschen festsitzt, weil das untere Stockwerk bereits überschwemmt ist, wird ihr bewusst, dass sie nicht einfach zur Tagesordnung übergehen kann. Gemeinsam mit der PTA Carolin und ihrer Freundin Helen eilt sie der alten Dame zur Hilfe. In Frau Lilienthals Häuschen treffen sie auch Petra, die ebenfalls vorbeigekommen ist, um nach ihrer früheren Lehrerin zu sehen und ihr eventuell zu helfen. Weil sich die alte Dame nicht wohl fühlt, wird Frau Dr. Kosewitz, die ganz in der Nähe wohnt, dazu gerufen. Da das Wasser weiterhin steigt, sitzen die sechs Frauen in dem alten Haus fest. Mit Sekt, schlechtem Kaffee und Lakritze richten sie sich in Frau Lilienthals Schlafzimmer halbwegs gemütlich ein und erfahren in vertraulichen Gesprächen mehr voneinander, als sie im Normalfall über sich preisgeben würden. Die Stunden, die sie gemeinsam in dem überschwemmten Haus verbringen, führen dazu, dass jede von ihnen die eigenen Probleme klarer sieht. Bei diesem Buch trügt der Schein, denn beim ersten Blick auf das hübsche Cover könnte man es für einen heiteren Frauenroman halten. Dem ist aber nicht so. Es gibt zwar auch fröhliche Momente, aber im Grunde genommen ist es eigentlich ein recht ernster Roman, in dem es einerseits um Problembewältigung geht, der andererseits auch an die vielen realen Schicksale der Menschen erinnert, die unter den extremen Hochwasserkatastrophen der letzten Jahre gelitten haben. Durch die große Hilfsbereitschaft und im starken Bemühen um Empathie treten die Probleme des Einzelnen in den Hintergrund. Den Titel kann man ruhig wörtlich nehmen, denn ein Goldfisch hat wirklich eine tragende Rolle im Roman und bringt auch eine gute Portion Humor in die Geschichte. Mir hat der Roman richtig gut gefallen, denn er ist sehr realistisch geschrieben und beinhaltet genau die richtige Mischung aus Ernsthaftigkeit und Frohsinn. Nur am Ende ging es mir dann fast ein wenig zu schnell. Gerne hätte ich noch etwas mehr über die weiteren Entwicklungen erfahren, aber dann war das Buch leider auch schon zu Ende.

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  • Kaffeeklatsch mit Goldfisch

    Kaffeeklatsch mit Goldfisch
    Sikal

    Sikal

    07. March 2015 um 20:40

    Antonia, Anfang vierzig, Apothekerin und Perfektionistin fühlt sich in ihrer Familie nicht so wohl wie sie gerne möchte. Carolin, ihre schüchterne Mitarbeiterin verliebt sich ständig in den Falschen und vergisst dann auch schon mal ihre beruflichen Pflichten. Petra, alleinerziehende Mutter von sechs Kindern, schafft ihren Alltag derzeit mehr schlecht als recht. Und zuletzt noch Helen, Antonias Freundin, die privat mit ganz schlimmen Problemen kämpft und trotzdem immer für Antonia da ist. Durch eine Hochwasserkatastrophe können die vier Frauen zeigen was in ihnen steckt. Ihre Alltagssorgen und –nöte sind plötzlich nicht mehr so wichtig, geht es doch darum, der netten Frau Lilienthal zu helfen, deren Hab und Gut vom Hochwasser zerstört wird. Durch die unfreiwillige Situation kommen Probleme ans Licht und schaffen es die Protagonistinnen erstmals offen darüber zu reden. Die Autorin schafft es, den Charakteren eine Persönlichkeit zu geben – mit Ecken und Kanten, wie das Leben eben so spielt. Der Schreibstil liest sich locker, leicht mit sehr lebendigen Beschreibungen der jeweiligen Situation und dem Blick fürs Wesentliche. Nicht zu vergessen das Cover, das Freude macht in dem Buch zu blättern und dem „Kaffeeklatsch“ zu folgen. Welche Bedeutung dem Goldfisch zukommt, wird hier natürlich nicht verraten. Fazit: Ein angenehm zu lesender Frauenroman ohne Kitsch und Schönwetterherzschmerz, der mit einem Ende aufwartet, das für so manche Überraschung sorgt.

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  • Ein Roman über Frauen und Freundschaften

    Kaffeeklatsch mit Goldfisch
    tinstamp

    tinstamp

    07. March 2015 um 13:57

    Martha Sophie Marcus ist vorallem durch ihre historischen Romane bekannt. Ihr neuerster Roman ist ein unterhaltsamer Frauenroman, der trotzdem ein sehr ernsthaftes Thema zur Sprache bringt: Hochwasser. Da ich selbst nicht sehr weit von der Donau entfernt wohne und unsere Garage schon zweimal überflutet war, ist mir das Thema (leider) vertraut. Bei einer Leserunde bei Lovelybooks durften ich mit der Autorin über ihren Roman und warum sie das Thema aufgegriffen hat, diskutieren. Die vier Hauptprotagonistinnen Antonia, Helen, Petra und Carolin sind sehr unterschiedliche Charaktere und  jede von ihnen hat mit anderen Problemen zu kämpfen. Während Antonia durch ihren übertriebenen Perfektionismus das Gefühl hat ihre Familie zu verlieren, kämpft Helen mit einem alkoholkranken Ehemann. Petra hat sechs Kinder, dreht jeden Cent dreimal um und kämpft jeden Monat ums Überleben. Nun  muss sie auch noch um ihr Haus bangen, das der Besitzer wegen Eigennutzung zurückfordert. Carolin, die Jüngste, arbeitet in der Apotheke von Antonia und ist in medizinischen Dingen sehr kompetent, doch was junge Männer betrifft furchtbar schüchtern. Während jede der Frauen mit ihren eigenen Problemen beschäftigt ist, steigt der Wasserpegel rund um die kleine Stadt Jeetzeburg an der Elbe kontinuierlich. Als die ehemalige Lehrerin, Frau Lilienthal, in ihrem Haus festsitzt, nehmen Antonia, Petra, Helen und Carolin die Sache in die Hand, wachsen über sich hinaus  und vergessen kurzfristig ihre eigenen Sorgen. Über jedem Kapitel steht einer der Vornamen der vier Frauen, während der Roman abwechselnd aus der Sicht dieser Protagonistin geschrieben ist. Antonia ist diejenige, die in dieser Geschichte den Hauptpart einnimmt. Sie ist eine Perfektionistin, die Job und Familie top unter einem Hut bringt, jedoch mehr und mehr den Bezug zu ihren Töchtern und vorallem zu ihrem Mann Monty verliert. Sie will einfach in jeder Hinsicht perfekt sein und verliert langsam die Kontrolle über die Apotheke und Familie. Helen ist die Lebenslustigste der Gruppe, verschließt jedoch immer wieder die Augen vor der Wirklichkeit und der Alkoholsucht ihres Mannes Tom. Petra ist eine sehr warmherzige Frau, die alles für ihre Kinder tut und sie trotz Geldmangel auf den rechten Weg schickt. Und Carolin ist jobmäßig richtig kompetent und gibt im Internet Antworten auf knifflige medizinische Fragen,  jedoch in der realen Welt kriegt sie Männern gegenüber kaum einen Satz heraus. Schreibstil: Alle Protagonistinnen sind wunderbar lebendig beschrieben - Frauen, mit Ecken und Kanten, Frauen wie du und ich. Man fühlt sich wohl in der Runde und schließt alle sofort ins Herz. Der Leser lernt wie klein große Probleme sein können, wenn man auf jemanden trifft, der mit noch größeren Problemen zu kämpfen hat. Die Länge der einzelnen Kapitel ist eher kurz und liest sich schnell. Und sogar wie der Goldfisch zum Kaffeeklatsch kommt, wird mit allerlei Humor glaubwürdig eingebracht. Fazit: Der Autorin ist es mit ihrem flüssigen und lebendigen Schreibstil gelungen ein ernstes Thema in eine unterhaltsame Geschichte zu verpacken. Ein Roman über Frauen und Freundschaften. Vielen Dank an die Autorin Martha Sophie Marcus für die nette Leserunde, an den Goldmann Verlag und Lovelybooks.

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