Kaffeeklatsch mit Goldfisch

von Martha Sophie Marcus 
4,4 Sterne bei35 Bewertungen
Kaffeeklatsch mit Goldfisch
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Kelo24s avatar

Ein unerwartetes Lesevergnügen

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Einige starke Frauen, denen das Leben zeigt, was wirklich wichtig ist - realistisch und berührend zugleich ...

Alle 35 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Kaffeeklatsch mit Goldfisch"

Ein herzerwärmendes Buch, das man seiner besten Freundin schenken möchte.

Antonia, 42, besitzt eine Apotheke im hübschen Jeetzeburg an der Elbe. Sie liebt ihre Arbeit, ihre beiden Töchter und ihren Mann Monty. Und doch plagt sie die Midlife-Crisis: Das Privatleben kommt zu kurz, die pubertierenden Töchter nerven, und Monty scheint jegliches erotische Interesse an ihr verloren zu haben. Als der Fluss über die Ufer tritt und halb Jeetzeburg unter Wasser setzt, zögert Antonia dennoch nicht lang. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Helen, der Stammkundin Petra und ihrer Angestellten Carolin hilft sie beherzt der betagten Frau Lilienthal, deren geliebtes Haus bedroht ist. Und plötzlich erscheinen ihre eigenen Probleme in einem ganz anderen Licht.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442481057
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:16.02.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    Suleviavor einem Jahr
    Unterhaltsamer Roman

    Meine Meinung zum Buch: Das Cover ist relativ schlicht, doch mich hat es gleich angesprochen. Auch die Inhaltsangabe klang interessant. Dabei denkt man eher an einen lockeren Frauenroman mit viel Witz und obwohl es einiges an Humor gab, werden auch ernstere Themen angesprochen.
    Die Charaktere sind alle sehr unterschiedlich aber authentisch gemacht. Jeder in dem Buch hat so seine Macken, doch das macht sie sympathisch. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und ihr Handeln verstehen,
    Der Schreibstil ist sehr angenehm, ich konnte das Buch flüssig lesen und war in zwei Tagen damit durch. Die Autorin beschreibt Orte, Personen und Ereignisse sehr lebhaft, so ging bei mir schnell das Kopfkino an. Auch die Dialoge sind toll geschrieben.
    Es war stets spannend zu lesen, immer wollte ich wissen wie es weitergeht. Nur das Ende kam mir dann zu plötzlich. Ein paar Seiten mehr von der Situation ein Jahr später, hätten mich gefreut.


    Mein Fazit: Ein unterhaltsamer Roman mit tollen Charakteren, bildhaftem, flüssigem Schreibstil, Themen, die zum Nachdenken anregen und trotzdem einiges an Humor. Eine tolle Mischung, die ich euch nur empfehlen kann.


    Danke an den Goldmann Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!
    Meine Meinung wurde in keinster Weise beeinflusst.

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    VeraHoehnes avatar
    VeraHoehnevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Einige starke Frauen, denen das Leben zeigt, was wirklich wichtig ist - realistisch und berührend zugleich ...
    So viel mehr als "nur" ein Frauen-Roman :-) ...

    Autorin:
    Die Autorin Martha Sophie Marcus wurde 1972 im Schaumburger Landkreis geboren. Schon in ihrer Kindheit waren Bücher – ebenso wie Haustiere – reichlich vertreten. Nach dem Abitur studierte sie in Hannover Germanistik, Pädagogik und Soziologie – Schwerpunkt: Geschichtliche Aspekte. Danach lebte sie 2 J. in der historischen Stadt Cambridge/GB. Seit 2010 hat sie als Autorin erfolgreich einige historische Romane veröffentlicht und ein Kinder-/Jugendbuch. „Kaffeeklatsch mit Goldfisch“ ist ihr erster Roman im Genre „Frauenliteratur“. Mit ihrer Familie, die Mann, zwei Kinder, Hund und Katze umfasst, lebt sie im malerischen Lüneburg.

    Handlung:
    Die Apothekerin Antonia, 42 J., zernagen kurz vor dem 20. Hochzeitstag Selbstzweifel: Liebt ihr Mann Monty sie noch, war ihr Weg in die Selbstständigkeit mit der eigenen Apotheke richtig oder kommen ihre beiden pubertierenden Töchter seither zu kurz? Und auch ihre beste Freundin Helen hat Eheprobleme, während das Problem „kein Mann“ eher die 6fache Mutter und ehem. Mitschülerin Petra sehr belastet, die mit ihrer Großfamilie in sozial schwachen Verhältnissen lebt. Und Antonias junge PTA Carolin hat sehr mit ihrer Schüchternheit gegenüber Männern zu kämpfen. Doch so unterschiedlich diese Frauen sind: Als in ihrer Heimat Jeetzeburg die Elbe über die Ufer tritt, tun sie sich zusammen, um der alten Grundschullehrerin, Frau Lilienthal, dabei tatkräftig zu helfen, ihr geliebtes Fachwerkhaus und deren Erinnerungen vor den Fluten zu schützen. Auf einmal setzt das Leben ganz neue Prioritäten und fordert Zusammenhalt und alle verstehen, was wirklich wichtig ist im Leben.

    Fazit:
    Dieser Roman lag jetzt ziemlich lange auf meinem SuB und ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, dass ich ihn nicht schon früher gelesen habe, denn er hat mir wirklich super gefallen.
    Das Cover ist hübsch gestaltet, reisst mich aber jetzt auch nicht total in Begeisterung, was wohl eher am persönlichen Geschmack liegt, weil ich so gar kein Fan der Farbe Gelb bin 
    Wenn ich richtig gezählt habe, sind die 318 Seiten auf 29 Kapitel + Nachwort verteilt. Das Schriftbild ist normal und die Kapitellänge für mein Leseverhalten wirklich meist (bis auf auf wenige Ausnahmen) optimal.
    Sehr gefallen hat mir bei der Kapitel-Aufteilung, dass sich jedes Kapitel einer der Protagonistinnen widmet und somit immer als Überschrift deren Namen trägt.
    Da Martha Sophie Marcus bisher im Genre der historischen Romane bekannt ist, ein Genre, das ich selbst nicht so gerne lese, war mir die Autorin auch noch nicht bekannt.
    Der Klappentext lässt zunächst einen typischen Frauen-Roman vermuten – ich finde allerdings, dass dieser Roman sehr viel mehr ist und bietet: Ein Generationen-Roman, Lebensratgeber und irgendwie ein Herzensbuch, obwohl es sich hier nicht um einen Liebesroman handelt. Martha Sophie Marcus ist es gelungen, die 2013 aktuellen Hochwasserereignisse mit einer hübschen fiktiven Stadt (Jeetzeburg), sehr realistischen Charakteren mit Problemen, wie sie auch jede der Leserinnen im eigenen Leben haben könnte, viel Lebensweisheit und einem Schreibstil sprachlich dicht am echten Leben zu einer wundervollen Wohlfühlgeschichte zusammenzufügen.
    Die Autorin hat hier gezeigt, dass ein Roman auch noch toll ist und nachhaltig wirkt, wenn man nicht auf allen Ebenen ein Happy End erzielt – so, wie das Leben eben ist 
    Ich habe diese Geschichte, die zeigt dass Zusammenhalt, Freundschaft, Anerkennung und Respekt sich jenseits von Alter, Generationsunterschieden, sozialem Status oder familiärer Situation abspielen können und sollten, wirklich sehr gemocht und vergebe hierfür – auch, wenn sie mal kleine Längen hatte – eine 5*****-Leseempfehlung.
    Sollte die Autorin noch weitere Romane in diesem Genre schreiben, werde ich ganz sicher wieder etwas von ihr lesen.

    Kommentare: 1
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    justitias avatar
    justitiavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein lebendiger Roman über das Leben u. darüber, wie schnell unsere Probleme unwichtig werden können u. man erkennt, was wirklich wichtig ist
    lebendiger, lebensfroher Roman über das Leben...

    Ein lebendiger, lebensfroher Roman über das Leben und darüber, wie schnell unsere Probleme unwichtig werden können und man erkennt, was wirklich wichtig ist im Leben…

    Ein kleiner Einblick in den Klappentext:

    Ein herzerwärmendes Buch, das man seiner besten Freundin schenken möchte. Antonia, 42, besitzt eine Apotheke im hübschen Jeetzeburg an der Elbe. Sie liebt ihre Arbeit, ihre beiden Töchter und ihren Mann Monty. Und doch plagt sie die Midlife-Crisis: Das Privatleben kommt zu kurz, die pubertierenden Töchter nerven, und Monty scheint jegliches erotische Interesse an ihr verloren zu haben. Als der Fluss über die Ufer tritt und halb Jeetzeburg unter Wasser setzt, zögert Antonia dennoch nicht lang. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Helen, der Stammkundin Petra und ihrer Angestellten Carolin hilft sie beherzt der betagten Frau Lilienthal, deren geliebtes Haus bedroht ist. Und plötzlich erscheinen ihre eigenen Probleme in einem ganz anderen Licht ...

    (© Text- & Bildmaterial: Goldmann Verlag)

    Meine Gedanken zu dem Buch:

    Ich muss gestehen, dass ich bei diesem Buch zunächst etwas skeptisch war, ob es mir wirklich gefallen könnte. Das Cover selbst hat mich so gar nicht angesprochen, ebenso wenig wie der Titel. Erst der Klappentext war, der mich doch neugierig auf das Buch und die Geschichte hinter Cover und Titel gemacht hat. Und nun muss ich eingestehen – ich habe es nicht bereut…

    Die Autorin verpackt das doch eher ernsthafte Grundthema Hochwasser auf eine locker-leichte und auch humorvolle Art und Weise und nimmt so diesem dramatischen Hintergrund seine einschüchternde Wirkung, liefert aber gleichzeitig einen fabelhaften Background für die Zusammenführung der fünf Frauen. Einzeln erscheinen ihnen ihre Probleme unüberwindbar, doch in dieser brenzligen Situation müssen sie erkennen, was wirklich im Leben zählt und lassen alles andere bedeutungslos wirken.

    Untermauert wird dies noch durch die abwechselnden Perspektiven. Denn so lernt der Leser die Frauen sehr schnell, sehr gut kennen. Mir waren die Figuren allesamt von Beginn an sympathisch, vor allem deshalb, weil ihre Probleme und ihr Leben so real und auch so nah an unserem eigenen Leben waren. Sicherlich konnte man nicht alle Reaktionen der Frauen nachvollziehen, doch kann man nie mit Bestimmtheit sagen, wie man selbst in ihrer Situation gehandelt hätte.

    Mich hat beeindruckt, wie die Frauen sich der zunächst ausweglosen Situation gestellt, sich gegenseitig unterstützt und auch zugehört haben. Das gab allen von ihnen Halt, den Halt den eigentlich jede von ihnen zuvor in ihrem Leben auf irgendeine Weise vermisst hatte. Schade ist eigentlich nur, dass es für solche Erkenntnisse meist ein negatives oder dramatisches Schlüsselereignis braucht. Wir sollten uns vielmehr auf die kleinen Dinge des Lebens besinnen, und zwar jene, die unser Leben besonders machen – Freundschaft, Liebe und unsere Träume.

    Kurz & Gut - Mein persönliches Fazit

    Nach anfänglicher Skepsis hat mich das Buch von der ersten bis zur letzten Weise begeistert, weil es mich auf wunderbar leichte und fabelhafte Weise unterhalten hat, sodass ich das Lesen einfach nur genießen konnte. Doch trotz dieser Leichtigkeit hat es mich auch nachdenklich gemacht – nachdenklich über mein eigenes Leben und darüber, was wirklich zählt. Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich allen Grund habe, rundum glücklich zu sein!

    © Rezension: 2015, Sandra „Sunny liest“

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    -sabine-s avatar
    -sabine-vor 4 Jahren
    Kaffeeklatsch mit Goldfisch

    Das bunte Cover und der lustige Titel lassen an einen heiteren Frauenroman denken – und ich will nicht abstreiten, dass sich eine heitere Note durch das ganze Buch zieht, aber es werden auch ernstere Töne angeschlagen. Und gerade diese Mischung hat mir wirklich gut gefallen.

    Es geht um Freundschaft und gescheiterte Beziehungen, um tragische Vergangenheiten und finanzielle Nöte – oft sind es Alltäglichkeiten, die beschrieben werden, und gerade das lässt die Geschichte sehr echt wirken – wie aus dem Leben gegriffen.

    Die einzelnen Charaktere sind alle liebevoll gezeichnet, keine der so unterschiedlichen Frauen ist perfekt, jede hat ihr Päckchen zu tragen, jede hat sowohl gute als auch nicht so positive Seiten – aber auf ihre jeweils eigene Art und Weise sind sie mir alle sympathisch. Gerade die Apothekerin Antonia, die nicht nur um die Existenz ihrer Apotheke kämpfen muss, sondern sich auch der Liebe ihres Mannes unschlüssig ist, fand ich sehr sympathisch - sie ist mir direkt ans Herz gewachsen und mit ihr habe ich richtig mitgelitten. Aber auch die anderen Figuren waren liebenswert – jede auf ihre eigene Art. Lediglich bei der schüchternen Carolin und der zugeknöpften Ärztin Frau Dr. Kosewitz hat die Autorin für meinen Geschmack etwas tief in die Klischeekiste gegriffen – das aber konnte ich verschmerzen und habe die unterschiedlichen Frauen trotzdem gerne begleitet.

    Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich flüssig lesen. Es ist eine gelungene Mischung aus Beschreibungen und Dialogen, so dass die Geschichte sehr lebendig ist und eine herzliche Atmosphäre entsteht, in der ich mich sehr wohl gefühlt habe. Gerade die skurrile Situation des Kaffeklatsches in einem überfluteten Haus hat mir sehr gefallen – so ernst die Situation auch gewesen ist, musste ich hier doch oft schmunzeln, weil ich die ganze Szenerie vor Augen hatte – mitsamt Gummistiefeln, Schlange und Goldfisch. Aber so schlimm die Situation auch war, hat sie doch dazu geführt, dass sich die Frauen näher kennengelernt haben, sie Verständnis für den anderen entwickelten und sie Dinge auch mal mit anderen Augen sehen konnten.

    Nicht so gut gefallen hat mir der Schluss des Buches – der war zu plötzlich und abrupt. Zwar finde ich die Idee schön, nochmal einen Blick auf die Protagonistinnen zu werfen, nachdem ein Jahr vergangen ist, aber mir war dieser Blick einfach zu kurz und ich hätte mich über ein paar mehr Seiten sehr gefreut. Vielleicht aber wird es noch ein weiteres Buch über die so unterschiedlichen Frauen geben, in dem wir dann erfahren, was aus ihnen geworden ist – mich würde es auf jeden Fall freuen.

    Mein Fazit
    Das bunte Cover und der witzige Titel lassen einen an einen heiteren Frauenroman denken, doch geht es durchaus auch um ernste Themen, die in dem kurzweiligen und unterhaltsamen Buch eine Rolle spielen. Die Charaktere sind wie aus dem Leben gegriffen, der Schreibstil flott und flüssig zu lesen. Einzig das Ende kam ein wenig plötzlich und abrupt, hier hätte ich mir ein paar mehr Seiten gewünscht. Ich habe die unterschiedlichen Frauen aber gerne bei ihrem Kaffeklatsch begleitet – und tatsächlich spielt hier ein Goldfisch auch eine Rolle.

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    Rosen-Rots avatar
    Rosen-Rotvor 4 Jahren
    Rezension zu "Kaffeeklatsch mit Goldfisch" von Martha Sophie Marcus

    Antonia ist Inhaberin einer Apotheke und lebt mit ihrer Familie an der Elbe. Eigentlich geht es ihr gut, aber dennoch plagt sie eine Midlife-Crisis. Sie ist im Stress und ihr Privatleben kommt viel zu kurz. Als jedoch eines Tages ein großes Hochwasser kommt zögert Antonia nicht lange und will helfen. Gemeinsam mit Helen, Petra und Carolin versucht sie der alten Frau Lilienthal zu helfen um deren Haus vor dem Wasser zu retten.

    Das Buch behandelt ein sehr ernstes Thema, nämlich das Hochwasser. Doch es geht eigentlich um viel mehr. Vier Frauen, die alle ihre eigenen Probleme haben, stellen ihr eigenes Leben in den Hintergrund um anderen zu helfen. Doch durch das Hochwasser passiert auch bei den Frauen etwas. Bei Frau Lilienthal kommen alle zusammen und lernen sich besser kennen. Und plötzlich sehen alle ihr eigenes Leben in einem ganz anderen Licht.

    Der Schreibstil der Autorin ist sehr schön und lässt sich gut lesen. Die Geschichte beginnt sehr interessant, doch leider ist vieles auch sehr vorhersehbar.

    Insgesamt ist dies ein netter Frauenroman, der für ein paar Stunden gute Unterhaltung sorgt.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Für mich ein tolles Lesevergnügen, das sich zwar nicht immer so ganz nach meinem Geschmack entwickelt hat aber trotzdem definitiv lesenswert
    Rezension zu Kaffeeklatsch mit Goldfisch

    “Kaffeeklatsch mit Goldfisch” von Martha Sophie Marcus ist ein humorvolles, kurzweiliges Stück Unterhaltung, das aber auch mit tiefgründigeren, ernsthafteren Hintergründen dienen kann. So hat dieser Roman einen durchweg heiteren Unterton, zentrales Thema ist aber die Überflutung einer Stadt und deren existenzbedrohender Folgen.

    Protagonistin ist die 42-jährige Apothekerin Antonia, Mutter zweier Töchter und Frau eines weitestgehend abwesenden Ehemanns. Sie teilt sich die Rolle des Erzählers allerdings mit drei weiteren Frauen: Helen, Antonias beste Freundin, hat zwei Söhne und einen Alkoholiker als Ehemann, die alleinerziehende Petra ist kurz davor mit ihren sechs Kindern auf der Straße zu stehen und Antonias Apothekenhelferin  Carolin ist unfähig jungen Männern auch nur in die Augen zu sehen, geschweige denn mit ihnen zu reden.

    Jede der vier Frauen hat mehr als genug eigene Probleme, auch wenn sie vor den meisten davon krampfhaft die Augen verschließen. Als ihre Heimatstadt jedoch von einer Hochwasserkatastrophe heimgesucht wird und Frau Lilienthal, eine ältere Dame und Antonias Kundin, um Hilfe bittet, weil ihr Haus überflutet wird, müssen die Frauen ihre persönlichen Probleme jedoch erst einmal in den Hintergrund stellen und alle gemeinsam anpacken.

    Und während sie in den oberen Etagen des Lilienthalschen Hauses festsitzen, kommen sie langsam aber sicher miteinander ins Gespräch. Beim “Kaffeeklatsch” in Frau Lilienthals Schlafzimmer fangen sie an über ihre jeweiligen Probleme zu reden und diese so nach und nach aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

    Durch diese Gespräche und durch die wechselnden Perspektiven lernt man die Figuren schnell sehr gut kennen. Sie alle wirken so real, vor allem durch ihre “Alltäglichkeit”. Die Probleme, die sie beschäftigen, sind Allerweltsprobleme, mit denen sich fast jeder – aufgrund eigener Erfahrungen oder welcher im Bekanntenkreis – auf irgendeiner Ebene identifizieren kann.

    Das heißt aber noch lange nicht, dass mir die Figuren alle sympathisch waren. Helen zum Beispiel fand ich schon nach wenigen Seiten fürchterlich unausstehlich, einfach weil sie es ihrem rebellischen Teeny-Sohn übel nimmt, dass er den Alkoholismus des Vaters nicht totschweigen will, während Helen sich selbst und ihrem jüngeren Sohn munter was vorlügt – immerhin hatten sie doch stillschweigend Stillschweigen vereinbart…

    Aber so ist das Leben und gerade die Mischung aus Anti- und Sympathien macht Martha Sophie Marcus’ “Kaffeeklatsch mit Goldfisch” so lebensecht. Dazu kommt ein locker-leichter, immer humorvoller Schreibstil, der aber trotzdem die Ernsthaftigkeit der einzelnen Themen immer gut rüberbringen kann. Für mich ein tolles Lesevergnügen, das sich zwar nicht immer so ganz nach meinem Geschmack entwickelt hat aber trotzdem definitiv lesenswert ist!

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    connelings avatar
    connelingvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: eine Geschichte um sechs Frauen die mich sehr berührt hat
    Hochwasser und seine Folgen

    Inhaltsangabe:

    Ein herzerwärmendes Buch, das man seiner besten Freundin schenken möchte. Antonia, 42, besitzt eine Apotheke im hübschen Jeetzeburg an der Elbe. Sie liebt ihre Arbeit, ihre beiden Töchter und ihren Mann Monty. Und doch plagt sie die Midlife-Crisis: Das Privatleben kommt zu kurz, die pubertierenden Töchter nerven, und Monty scheint jegliches erotische Interesse an ihr verloren zu haben. Als der Fluss über die Ufer tritt und halb Jeetzeburg unter Wasser setzt, zögert Antonia dennoch nicht lang. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Helen, der Stammkundin Petra und ihrer Angestellten Carolin hilft sie beherzt der betagten Frau Lilienthal, deren geliebtes Haus bedroht ist. Und plötzlich erscheinen ihre eigenen Probleme in einem ganz anderen Licht ...


    Eine Geschichte um sechs Frauen, die alle durch das Hochwasser aus ihrem normalen Leben rauskommen und umdenken müssen, denn nichts ist mehr so wie es war. Jede der Frauen hat ihre eigenen Probleme, die sie aber auch mit sich selber rumträgt und auch versucht zu lösen oder zumindest zu verbessern oder auch zu verbergen. Am Tisch von Frau Lilienthal kommen sie zusammen und kommen notgedrungen zur Ruhe, alles steht um sie herum still wegen des Hochwassers, und sie sitzen zusammen und lernen sich nach und nach alle besser kennen. Sie lernen aus sich herauszukommen und den anderen Frauen in der Runde zu vertrauen.


    Ein bewegendes und auch beeindruckendes Buch, es war sehr schön zu lesen wie die Frauen lernen auch anderen zu vertrauen. Der Stil von Martha Sophie Marcus ist leicht und flüssig zu lesen, der Perspektivenwechsel macht es möglich, die Frauen besser zu verstehen.
    Eine kurzweilige Lektüre, die ich sehr gerne weiterempfehlen kann.

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    S
    schwedische_leserattevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Tolle Geschichte um 6 starke Frauen
    Tolle Geschichte um 6 starke Frauen

    Das Buch wird aus Sicht von vier Frauen geschrieben. Antonia, Helen, Petra und Carolin. Auch wenn aus meiner Sicht, dass Buch in Frau Lilienthal und Dr. Kosewitz noch zwei weitere Hauptfiguren hat. 

    Das Buch handelt davon, wie diese Frauen durch ihr Miteinander eine Entwicklung durchmachen. Sie alle stecken zu Beginn der Geschichte in ihrem Leben fest, obwohl sie alle auf ihre Weise damit unglücklich und unzufrieden sind. Durch ihr gemeinsames Hochwasser-Abenteuer und ihrem Kaffeeklatsch der besonderen Art kommen viele Vorurteile und teils unangenehme Wahrheiten ans Licht. Das führt bei allen sechs Frauen zu Veränderungen  in ihrem Leben. Und am Ende sind die Frauen allesamt angekommen in ihrem neuen, ein bisschen besseren oder zu mindest aufgeräumteren Leben. 

    Die Idee mit dem improvisierten Kaffeeklatsch bei Hochwasser fand ich wirklich toll. 

    Das Cover ist absolut gelungen. Es trifft den besonderen Kaffeeklatsch sehr gut. Schlicht und trotzdem - auch durch das Material - richtig schön und ansprechend. 

    Die Sprache ist sehr schön leicht und angenehm zu lesen. 

    Einziges kleines Manko: mir kam das Ende ein bisschen zu plötzlich. Es hat solchen Spaß gemacht, die sechs Damen waren mir so sympathisch. Ich hätte gern noch mehr über sie gelesen, noch ein bisschen mitgefiebert. Den Zeitsprung fand ich einfach ein bisschen hart. 

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    ChrischiDs avatar
    ChrischiDvor 4 Jahren
    Reflexion und Zusammenhalt

    Fünf Frauen, die alle ihre eigenen Probleme mit sicher herumtragen, sei es in beruflicher oder privater Hinsicht, sehen sich bald vor einem gemeinsamen Problem stehen. Der Fluss tritt über die Ufer und erreicht bisher nie gekannte Höhen. Ohne groß darüber nachzudenken treffen sich die Frauen bei der betagten Frau Lilienthal, deren Haus mehr als bedroht ist, die jedoch trotzdem nicht davon abzubringen scheint ihr geliebtes Heim zu verlassen. Daher bleibt viel Zeit für gemeinsame Gespräche und das Reflektieren der eigenen Probleme...

    Jeder kennt private und/oder berufliche Probleme jedweder Natur, weshalb man sich als Leser mit Sicherheit in mindestens eine der agierenden Frauen hineinversetzen kann. Da jede mit ihrem ganz eigenen Schicksal geschlagen ist, ist es nur logisch sie mehr oder weniger getrennt voneinander zu beleuchten. Dazu wird in den wechselnden Kapitel immer wieder auf die Hauptperson gewechselt, wodurch man einen besseren Einblick in das Leben der Frauen erhält, als würde man von einem Punkt aus das Gesamtgeschehen betrachten. Natürlich gehen die Ereignisse fließend ineinander über, wodurch auch sogleich die Zusammenhänge deutlich werden.

    Es scheint, als hätten alle Frauen schon lange nicht mehr den nötigen Abstand, um ihre Situationen auch einmal von außen zu betrachten. Denn könnten sie dies, würden sie zu einigen Schlüssen kommen, die dem Leser schnell auffallen. Am liebsten würde man sie alle nacheinander wach rütteln. Doch bevor es dazu kommt, tritt der Fluss über die Ufer und beschert dem Dorf ein Hochwasser wie es noch nie dagewesen ist. Daher kommen die Frauen in eine Situation, die das Wachrütteln für den Leser übernimmt. Endlich beschäftigen sie sich einmal aus einer anderen Sicht mit sich, was die ein oder andere überraschende Erkenntnis nach sich zieht.

    Die ein oder andere Passage mag sich ein wenig in die Länge ziehen, doch im Großen und Ganzen hat Martha Sophie Marcus mit „Kaffeeklatsch mit Goldfisch“ einen unterhaltsamen Roman geschaffen, der gleichzeitig dazu anregt seine ganz eigenen Probleme einmal zu reflektieren und die ganze Situation mal wieder objektiv zu betrachten. Es steckt eben doch immer etwas Wahrheit in jeder Fiktion.

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    Donaulands avatar
    Donaulandvor 4 Jahren
    unterhaltsam, einfühlsam und authentisch

    Martha Sophie Marcus schreibt in ihrem unterhaltsamen und einfühlsamen Roman „Kaffeeklatsch mit Goldfisch“ über das Leben vier verschiedener Frauen über Freundschaft, Frauenpower, die Liebe aber auch über Herausforderungen.

    In Jeetzeburg an der Elbe lebt Antonia, sie liebt ihre Arbeit in der Apotheke und hat zu wenig Zeit für ihre Familie. Derzeit durchlebt sie ihre Midlife-Crisis, denn sie wird ihren gestellten Anforderungen nicht gerecht, denn sie vernachlässigt das Privatleben. Außerdem hat sie Probleme mit der Frau Doktor Kosewitz, ihr gehört das Gebäude, in dem die Apotheke eingemietet ist. Carolin, ihre Angestellte, ist in einem alten Schulkameraden verliebt, aber gegenüber Männern viel zu schüchtern. Antonias Freundin Helen belügt sich und ihre Söhne, da sie nicht zugibt, dass ihr Mann an Alkoholsucht leidet. Petra, eine Stammkundin, lebt mit ihren sechs Kindern in einem Haus, da sie wegen Eigenbedarf gekündigt wurde. Da sie kaum Geld für ihre Familie hat, leidet sie an Existenzängsten und muss noch nach einer Wohnung suchen. Die ehemalige Lehrerin Frau Lilienthal lebt alleine in einem viel zu großem Haus, das sie an früher erinnert. Doch als die Elbe über die Ufer tritt und Jeetzeburg unter Wasser setzt, zögern Antonin, Helen, Carolin nicht, Frau Lilienthal zu unterstützen. Plötzlich erscheinen manche Probleme nicht mehr ganz so groß…

    Das Cover hat meine Neugier geweckt, zu aller erst interessierte mich, wie hängt der Goldfisch mit dem Kaffeeklatsch zusammen. Der Goldfisch hat wirklich eine tragende Rolle, aber lest selbst diesen warmherzige Roman.
    Die Autorin hat einen angenehmen und lebendigen Schreibstil, bereits nach ein paar Seiten fühlte mich als eine von ihnen und hatte Spaß sie zu begleiten, ihre Entwicklung zu verfolgen. Sie setzten sich für andere ein und stellen sich auch ihren eigenen Problemen.

    Gut gefällt mir, dass die Kapitel aus der Perspektive der Protagonistinnen geschrieben sind, aus der Überschrift erfährt der Leser ihre Vornamen. Dieser Wechsel erlaubt dem Leser einen wunderbaren Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der Frauen. Ich konnte mir die Frauen gut vorstellen und entdeckte mich bzw. meine Freundinnen in der ein oder anderen wieder.

    Antonia, Helen, Carolin und Petra werden authentisch und liebenswert beschrieben, jede mit Ecken und Kanten, einfach jene Menschen, die auch nebenan wohnen könnten. Jede einzelne hat ihre Probleme und Sorgen, aber nicht darüber zu reden ist auch keine Lösung. Sie unterstützen Frau Lilienthal und helfen ihr einiges ihrer Andenken zu retten. In ihrem Schlafzimmer sitzen sie anschließend zusammen und beginnen sie über ihre Probleme zu sprechen und merken, dass jede von ihnen Alltagssorgen hat. Ohne dieser Notsituation wären die Freuen nicht ins Gespräch gekommen, sie haben auch Zeit einander zuzuhören und zu helfen. Der Kaffeeklatsch verändert die Frauen, sie lernen sich besser kennen und dadurch können sich die Freundschaften vertiefen.

    Für mich kam das Ende etwas schnell, aber vielleicht folgt noch eine Fortsetzung von dieser Frauenrunde, denn mir sind sie ans Herz gewachsen und ich möchte sie gerne länger begleiten.

    Dieser Wohlfühlroman unterhält den Leser von Beginn an, lädt zum Nachdenken ein und zaubert den Leser ein Lächeln ins Gesicht!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Goldmann_Verlags avatar

    Wir laden euch heute zu einer Leserunde über einen schönen Frauenroman ein: "Kaffeeklatsch mit Goldfisch" von Martha Sophie Marcus ist ein Roman über wahre Freundschaft & Frauen-Power, über die Liebe und die wahren Herausforderungen des Lebens!

    Wir freuen uns riesig, dass Martha Sophie Marcus diese Leserunde begleiten und eure Fragen beantworten wird und haben gleich 25 Exemplare von "Kaffeeklatsch mit Goldfisch" für euch reserviert!

    Die Gewinner stehen fest: Lie01, milchkaffee, bine136, AddictedToBooks, Schnuck59, Dreamworx, LovLi, lilaRose1309, Strickliesel22, Nele75, Linny, Donauland, esposa1969, ChrischiD, Leserin71, Rosen-Rot, zitroenchen, Mini-Dee, Cathy28, Sikal, conneling, AgnesM, schwedische_Leseratte, tinstamp, Booky-72

    Antonia, 42, besitzt eine Apotheke im hübschen Jeetzeburg an der Elbe. Sie liebt ihre Arbeit, ihre beiden Töchter und ihren Mann Monty. Und doch plagt sie die Midlife-Crisis: Das Privatleben kommt zu kurz, die pubertierenden Töchter nerven, und Monty scheint jegliches erotische Interesse an ihr verloren zu haben. Als der Fluss über die Ufer tritt und halb Jeetzeburg unter Wasser setzt, zögert Antonia dennoch nicht lang. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Helen, der Stammkundin Petra und ihrer Angestellten Carolin hilft sie beherzt der betagten Frau Lilienthal, deren geliebtes Haus bedroht ist. Und plötzlich erscheinen ihre eigenen Probleme in einem ganz anderen Licht ...

    Weitere Informationen zur Autorin und ihrem Roman findet ihr unter: http://bit.ly/kaffeeklatsch_und_goldfisch

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