Martin Amanshauser Alles klappt nie

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Inhaltsangabe zu „Alles klappt nie“ von Martin Amanshauser

Wir schreiben das Jahr 2020: Jenny Li, 29, Atomphysikerin und Ex-Model kanadisch-chinesischer Herkunft, kreist seit einem Monat in der "Magna Station" um die Erde. Die Mission dient Werbezwecken: Mit Hilfe eines ausfahrbaren Folienreflektors werden Konzernlogos auf den Nachthimmel über Europa und Nordamerika projiziert. Plötzlich gibt es Alarm: Der ausrangierte sowjetische Satellit "CCCP" hat Kurs auf die Raumstation genommen und droht sie zu zerstören.Eine hinreißende Satire und ein Weltraummärchen voll menschlicher und technischer Unzulänglichkeit.

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  • Rezension zu "Alles klappt nie" von Martin Amanshauser

    Alles klappt nie

    ZwergPinguin

    08. March 2009 um 10:57

    Alles klappt nie spielt einerseits in einer Raumstation, Magna Station, und andererseits in Östrreich, genauergesagt im Fontanapark in Oberwaltersdorf nicht weit von Wien - und das ganze dann noch im Jahr 2020. Jenny Li kreist gerade aus Werbezwecken mit der Magna Station um die Erde, um Firmenlogos an den Nachthimmel zu projizieren. Ihr wesentlich älterer Ehemann, der Astronaut Franz Vieböck, schlägt sich stattdessen mit dem Magna-Chef herum, der als Medienhighlight den Besuch von Rogan, Arzt und medienwirksamen Olympiasieger, plant. Rogan ist ein heimmlicher Konkurrenz um Jenny Li, denn ihr Vater hätte den jungen Erfolgsmann viel lieber an der Seite seiner Tochter gesehen. Die ganzen Aktionen und Eifersüchteleien geraten außer Kontrolle, als ein alter, ausrangierter, russischer Satellit seine Bahn ändert und auf die Magna-Station zurast. Sollte man nun den tatsächlichen Astronauten Viehböck zur Hilfe hinschicken, da er sich mit alten Sowjet-Satelliten auskennt, oder läßt man wie geplant Rogan hinfliegen, um die Medien nicht zu enttäuschen und weil Viehböcks Gesundheitszustand wohl kaum zulässt. Dann müsste man allerdings den Kurs des Satelliten anders beeinflussen und die Frage ist, wie? Ursprünglich hat mich diese SF-Thematik des Buches wenig gereizt, aber je mehr ich von dem Buch gelesen hatte, umso spannender fand ich es. Martin Amanshauser schreibt einen flüssigen, modernen Stil und versteht es, Spannung aufzubauen. Auch wenn die Sprache durch einige regionale Ausdrücke geprägt ist, was mir norddeutschem Urgewächs teilweise etwas seltsam anmutet (die ganzen Ausdrücke von “er ist gestanden”, “sie ist gesessen” - eine ganze Reihe von Fällen, wo ich unbedingt “haben” verwenden würde). Aber das sind Kleinigkeiten! Auf jeden Fall handelt es sich um ein lesenswertes Buch mit allerhand aktuellen Bezügen: Kronen-Zeitung, Fontanapark/Oberwaltersdorf, Magna und vielleicht auch Franz Viehböck, all das sind Begriffe, die ein Österreicher vermutlich kennt oder kennen könnte (alle andern googeln). Alles in allem also ein witziger Roman über technische Zukunft, Eifersucht, Medienrummel und die Verwirklichung von Träumen - die es heutzutage genauso gibt. Und das ganze mit einem Ende, das kein wirkliches Ende ist, da es viele Deutungsmöglichkeiten und Gedankenspinnereien zulässt. Übrigens gefiel mir dieser Roman von Amanshauser noch besser als Chicken Christl - wenn auch letzterer von der Aufmachung her mehr überzeugt, denn das Cover von Alles klappt nie zeigt mal wieder wie unterschiedlich Geschmack sein kann - und der spielt bei der Wahl des Lesestoffs wohl eine größere Rolle, als ich mir bisher eingestehen wollte. Und mal ganz nebenbei finde ich die 17,90 für eine broschiertes TB doch ganz schön viel - aber bei mir wars ja ein Geschenk und wie heißt es so schön: “Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, einem geschenkten Barsch schaut man nicht in den A*** ”

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