Die Amerikafalle

von Martin Amanshauser 
3,9 Sterne bei14 Bewertungen
Die Amerikafalle
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Johanna_Tortes avatar

Ein enttarnender Blick auf die Weltmacht USA... sehr unterhaltsam.

pageturner211s avatar

Lockere Beschreibungen abseits des Mainstreams!

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Inhaltsangabe zu "Die Amerikafalle"

Benin, Goa, Kirgisistan: Man könnte meinen, Martin Amanshauser habe schon alles gesehen und erlebt. Als es ihn mit Kind und Kegel für ein halbes Jahr in die Universitätsstadt Bowling Green, Ohio, verschlägt, erwartet ihn daher eine Überraschung: Die Amerikafalle schnappt zu. Ob obligatorischer Autokauf, das Abholen der Kinder von der Schule, auf Lesereise oder beim Super Bowl-Fernsehabend: Alles ist gleichermaßen vertraut wie befremdlich. So sehr Amanshauser der Skeptiker bleiben will, der er ist – allmählich bringen ihn die ebenso unerschütterlich freundlichen wie enervierend prinzipientreuen Menschen dazu, sich in dieses widersprüchliche Land zu verlieben.
In 15 Jahren als Autor und Reisejournalist hat sich Martin Amanshauser das Staunen bewahrt. Sein Blick auf die USA unter Präsident Trump ist liebevoll-entlarvend. Mit feiner Ironie beobachtet er nicht nur die Eigenheiten seiner Umgebung, sondern auch die Mischung aus Sturheit und Faszination, mit der er selbst sich darin bewegt. „Die Amerikafalle“ ist eine Nah- und Momentaufnahme der USA im Umbruch und eine Liebeserklärung an ein Sehnsuchtsland, das mit Europa viel verbindet und doch grundlegend anders ist.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783218011112
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:192 Seiten
Verlag:Kremayr & Scheriau
Erscheinungsdatum:01.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Johanna_Tortes avatar
    Johanna_Tortevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein enttarnender Blick auf die Weltmacht USA... sehr unterhaltsam.
    Die Vereinigten Staaten von Amerika ... Sehnsuchtsland ja oder nein?!

    Martin Amanshauser ist Reisejournalist. Als es ihn samt Familie als Gastdozent in die Universitätsstadt Bowling Green, Ohio, verschlägt, erwartet er daher eigentlich nichts. Denn die USA scheinen vertrautes Terrain, als Europäer glaubt man zu wissen, wie die Weltmacht tickt. Doch dann schnappt die Amerikafalle zu.


    Das Cover hat mich schier angezogen. Ich liebe es. Auch die Innengestaltung des Buchs ist großartig... Stars and Stripes in perfection.
    "Die Amerikafalle" ist ein Gesamtwerk aus Erfahrungen, Gedanken und Eindrücken über ein sehr liebenswertes Land. Reiseführer trifft auf Reisetagebuch. Insgesamt kann man hieraus viel entnehmen. Denn ich erfuhr viel. Über die Geschichte, Wirtschaft, Politik, Zwischenmenschliches, Anschauungen, die amerikanische Küche, inneramerikanisches Reisen und und und.
    Man könnte das Buch auch gerne in den Koffer packen und sich durch die Restaurants schlemmen, von denen der Autor berichtet.
    Oder zu den Plätzen reisen, die im Buch benannt wurden.
    Der Autor schreibt herrlich ironisch und ich musste nicht nur einmal auflachen.
    Alles in allem habe ich einen neuen Blick vor allem auf die Amerikaner selbst gewonnen. Und ich denke sogar, dass wir Europäer uns einiges von ihnen abschauen könnten. Das würde unser Leben um einiges bereichernder machen.

    Einen Abzug gibt es für die vielen ändernden Gedankenpunkte. Manchmal raste es nahezu von einem Thema zum anderen.

    Ansonsten gelungene Unterhaltung und Leseempfehlung für alle, die sich für die USA interessieren.

    Tipp: Man sollte schon ein Grundwissen an der englischen Sprache haben, sonst macht das Lesen keinen Spaß.

    4 Sterne





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    pageturner211s avatar
    pageturner211vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Lockere Beschreibungen abseits des Mainstreams!
    Der etwas andere Reiseführer!

    Ein sympathischer Reiseführer der etwas anderen Art. Entspanntes Schmökern garantiert. Es gibt viele Eindrücke hauptsächlich abseits des Mainstreams. So manche Anekdote und immer wieder etwas Selbstironie, denn auch nach mehreren USA-Aufenthalten ist der Autor nicht vor eigenen menschlichen Fehleinschätzungen mit teils peinlichen Folgen gefeit. Es geht dem Autor nicht um spezifische Anhaltspunkte für Touristen, die diese dann nach und nach abhaken könnten, sondern mehr um die Beschreibung eines Lebensgefühls im Spannungsfeld zwischen mitgebrachten Traditionen und Sichtweisen und dem "american way of life". Schnell wird klar, dass dieser Stereotyp überhaupt nicht existiert. Geboten werden z.B. Einsichten in political correctness und dessen Folgen für das alltägliche Leben. Dabei ist an der einen oder anderen Stelle ersichtlich, dass nicht nur die Deutschen einen Hang dazu haben, durch Übertreibung mitunter das Kind zusammen mit dem Bade auszuschütten. Es wird so sehr vermieden, andere Menschen möglicherweise zu verunsichern oder gar vor den Kopf zu stoßen, dass eine freie Meinungsäußerung , gar Spontanität, kaum mehr möglich scheint. Einige Bezeichnungen sind plötzlich politisch unerwünscht. Manchmal werden für Situationen oder Begriffe keine neuen politisch korrekten Bezeichnungen angeboten, so dass es dadurch schwierig werden kann, diese Situation überhaupt zu beschreiben. Wer von außen auf ein Land blickt, kommt nicht umhin auf das große Ganze zu sehen und sich einige Merkmale heraus zu suchen, die auffällig geworden sind. Schnell wird dabei vergessen, dass es sich immer auch um individuelle Menschen handelt. Jeder einzelne von ihnen versucht sein Leben so gut es geht zu leben. Die Möglichkeiten dazu sind nicht gleich, aber die Wünsche nach Glück oft. Der Autor hat sich einen liebevollen Blick auf die Menschen bewahrt. Wenn wir ein Land mit seinen Menschen kennen lernen wollen, sollten wir dabei zumindest während unserer Betrachtungen unsere eigenen Maßstäbe hinterfragen. Dann lernen wir nicht nur mehr über die Menschen, sondern auch über uns selbst und kehren mehrfach bereichert nach Hause zurück. Trotz aller Überraschungen gibt es aber so viel mehr, dass es letztlich nicht ausbleiben kann, dass sich nicht nur der Autor dazu bewogen fühlt, immer wieder dieses weite Land besuchen zu wollen.

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    Mia1975s avatar
    Mia1975vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein paar interessante News sind dabei
    Ein paar interessante News sind dabei

    Ich gebe dem Buch drei Sterne. Es war interessant zu lesen, ein paar Lacher und Neuigkeiten waren dabei, aber ich hatte mir mehr erhofft. Es wurde sehr viel zur Geschichte von Teilen Amerikas geschrieben, ein bisschen Politik und ein bisschen was über einige Städte und Gepflogenheiten. Alles in allem aber nicht sooo interessant. Also, kaufen würde ich mir das Buch nicht unbedingt. 

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    seschats avatar
    seschatvor 4 Monaten
    Amerika heute

    Der österreichische Autor und Übersetzer Martin Amanshauser hat als „writer in residence“ mit seiner Familie vier Monate in der Universitätsstadt Bowling Green (Ohio) verbracht und dabei genauestens die amerikanische Gesellschaft und deren Lebensart studiert. Seine kurzweilige wie subjektive Abhandlung las sich ausgesprochen leicht und hielt für den Amerika-Laien sowohl allerhand Wissenswertes, z. B. zum Autoverkehr, zur Esskultur oder zu Spracheigenheiten, als auch Skurriles, wie z. B. ständig laufende Wohnungslüfter oder den „in-sink-erator“, bereit. Amanshauser, der vor seinem Lehr- und Studienaufenthalt (Januar bis Mai 2017) die USA eher skeptisch betrachtet hat, ändert seine Einstellung aufgrund vielfältiger freundlicher Begegnungen um 180 Grad und wird zum Amerika-Fan, ohne jedoch den Leser ebenso missionieren zu wollen. Mir hat es besonders gefallen, dass der Leser den Autor auf seiner Reise durch die bekanntesten amerikanischen Staaten (New York, New Orleans, Kalifornien usw.) begleiten konnte und dieser dadurch einen groben Überblick über diese bunte Nation und ihre Eigenheiten erhalten hat.

    FAZIT
    Persönliche Amerikastudie, die den Leser unterhaltsam und facettenreich zugleich in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten entführt. 

    Kommentare: 1
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    Sikals avatar
    Sikalvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ganz nett zu lesen, aber jetzt nicht so herausragend, dass man es unbedingt lesen müsste...
    Ein Reiseführer der anderen Art


     

    Der Wiener Autor Martin Amanshauser, Übersetzer und Journalist geht aus beruflichen Gründen für einige Monate nach Amerika. Mit Kind und Kegel verschlägt es ihn als Gastdozent in die Universitätsstadt Bowling Green in Ohio. Mit seinem Buch „Die Amerikafalle – oder: Wie ich lernte, die Weltmacht zu lieben“ erzählt er einen Teil seiner Erlebnisse mit den Amerikanern, seinen Vorstellungen von Amerika und seinen Erfahrungen, die er wohl oder übel machen musste.

     

    Nicht nur beim Autokauf erfährt der Autor, dass die Amerikaner nicht so ticken wie wir Europäer, dass das Auto teilweise auch zum Lebensmittelpunkt mutiert. Ebenso muss er erfahren, dass Eltern innerhalb des Schulgebäudes nur in Ausnahmefällen geduldet werden (da würden bei uns so manche LehrerInnen aufatmen).  Durchaus kritisch hinterfragt er den „American Dream“, die auffallende Höflichkeit der Amerikaner, die Obrigkeitshörigkeit und das Einbüßen so mancher Freiheit im „ach so freien Land“. Er schafft ein durchaus vielseitiges Bild – einerseits vertrauen sie auf Waffen, drehen die Klimaanlagen auf Gefriertemperaturen, haben eine Abneigung gegen Mehrwegverpackung und produzierten somit Unmengen von Müll, haben anscheinend keine Ahnung von fett- oder zuckerfrei. Andererseits begegnet er einer ausgeprägten Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Menschen, die immer zu einem Small-Talk aufgelegt sind (und diesen auch einfordern, wenn man selbst gerade nicht dazu bereit ist).

     

    Trotz seiner kritischen Einstellung muss Martin Amanshauser erkennen – Amerika ist nicht gleich Europa, Amerika ist anders, doch man kann sich in dieses widersprüchliche Land durchaus verlieben. So nach und nach beginnt er Amerika näher kennenzulernen, Ansichten zu hinterfragen.

     

    Der Schreibstil ist nicht sehr sachlich, das rührt vermutlich aus den persönlichen Erfahrungen. Der Autor schreibt humorvoll und brachte mich während des Lesens mehrmals zum Schmunzeln. Toll finde ich, wie schnell sich die Familie integrierte und von den Menschen aufgenommen wurde. Voraussetzung natürlich, dass man vorurteilsfrei und offen auf Menschen zugeht.

     

    Martin Amanshauser erzählt in diesem Buch seine Eindrücke über Land und Leute, Anekdoten und Gepflogenheiten sowie politische Einblicke. Leider konnte ich keinen „roten Faden“ entdecken – die einzelnen Geschichten waren sehr humorvoll zu lesen, doch irgendwie fehlte mir oftmals der Zusammenhang. So ganz konnte mich der Autor nicht überzeugen, in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu reisen.

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    Nik75s avatar
    Nik75vor 5 Monaten
    Die Amerikafalle

    Meine Meinung:

    Da ich ein großer Amerika Fan bin, musste ich dieses Buch einfach lesen. Ich wollte wissen wie Martin Amanshauser wirklich zu Amerika steht.
    Mir hat dieses Buch gut gefallen. Es deckt zum Teil meine Meinung über die USA und es ist interessant zu lesen wie Herr Amanshauser darüber denkt. Viele der Dinge, die im Buch angesprochen wurden, wie die Freundlichkeit, die in dem Land herrscht ist mir auch aufgefallen. Bei uns sind die Leute meist in sich gekehrt und in den USA sind sie viel offener. Sicher ist einiges nicht ganz ehrlich, aber lieber aufgesetzte Freundlichkeit als ständiger Läst und Unmut, der bei uns herrscht.
    Ich fand die Erlebnisse, die Herr Amanshauser erlebt hat zum Teil sehr amüsant und musste immer wieder darüber schmunzeln.
    Manche der Abschnitte, besonders die über Politik fand ich ein wenig langatmig, was daran liegen kann, dass mich Politik eher wenig interessiert. Spannend fand ich dagegen seine Reiseerlebnisse und Behördengänge.
    Es ist eine Mischung aus Sachbuch und Roman, das sich wirklich gut lesen lässt, weil es auch in verschiedene Abschnitte geteilt ist wie „Ankommen“, „Reisen“, „Akklimatisieren“ etc.

    Mir haben die Erlebnisse von Herrn Amanshauser in Amerika gut gefallen, daher möchte ich seinem Buch 4 Sterne geben.

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    S
    Streiflichtvor 5 Monaten
    Witzig, humorvoll, ironisch, warmherzig und ehrlich


    Dieses Buch hat mich schon mit dem Klappentext neugierig gemacht. Amerika war immer ein Land, das ich einmal bereisen wollte, aber mit den Jahren wurde dieser Wunsch immer geringer, bis er zuletzt rapide abgenommen hatte. Dann habe ich die Kurzbeschreibung dieses Buches gelesen und mich an diesen Wunsch erinnert. Der Autor Martin Amanshauser schreibt so authentisch und aus dem Leben, dass ich mehrfach laut lachen musste, oft geschmunzelt habe und immer wieder überrascht war. Er beschreibt seine Erfahrungen, seine Gefühle und Meinungen und das immer witzig, humorvoll und ironisch, aber nie langweilig oder bösartig, sondern ehrlich und warmherzig. Das hat mir sehr gut gefallen. Martin Amanshausers Schreibstil liegt genau auf meiner Wellenlänge, ich habe das Buch regelrecht verschlungen und wirklich sehr gerne gelesen. Es hat einfach Spaß gemacht und mir vor allem auch wieder Lust darauf gemacht, Amerika zu besuchen. Ich war begeistert von seinen Beschreibungen über Land und Leute, seinen Diskussionen über rassismusfreie Sprache und über das Essen. Erschreckt war ich über das Thema Umweltschutz, positiv überrascht über die Freundlichkeit und Offenheit der Amerikaner. Ein Land voller Gegensätze, Absurditäten und Menschen, die man gerne kennen lernen möchte – vielleicht reise ich ja doch bald einmal über den großen Teich... Auf jeden Fall werde ich aber noch weitere Werke dieses großartigen Autors lesen!

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    awogflis avatar
    awogflivor 5 Monaten
    In Lichtgeschwindigkeit durch die USA gehetzt

    Kann ein Reisejournalist, der es gewohnt ist, seine Gedanken in ziemlich kurze Artikel in Zeitschriften zu stopfen, weil er nur ein paar tausend Wörter zur Verfügung hat, auch zwangsläufig ein gutes Buch schreiben? Nein er kann nicht, vor allem wenn er seinen Zeitschriften Reportagen-Stil beibehält und so überhaupt nicht auf das Medium Buch eingeht, in dem er dem Leser eine tiefergehende Analyse präsentieren könnte, weil er so weitermacht wie schon immer.

    Was ich von diesem Buch erwartet habe und was mir auch durch den Umschlagtext versprochen wurde, war folgendes: Eine Nah- und Momentaufnahme eines Landes im Umbruch, ein liebevoll entlarvender Blick auf die USA unter Präsident Trump. Klingt wirklich sehr interessant, und dementsprechend habe ich mich sehr auf dieses Sachbuch gefreut

    Was ich bekommen habe: Einen dekonstruierten, oberflächlichen Roadtrip mit einem völlig wirren sprunghaften Erzählstil, der mir Land und Leute bis auf drei Ausnahmen (und die kann ich wirklich noch zählen) überhaupt nicht näher bringt. Kaum ein Gedanke wird sorgfältig zu Ende formuliert, wird schon der nächste aufs Tapet gebracht. Dabei rast der Autor ruhelos von Ort zu Ort. Aber auch diese Reisereportage ist teilweise derart unstrukturiert konzipiert, dass es schon fast zum Lachen wäre, wäre es nicht so wirr und lähmend. WTF! Ganz New Orleans wird von Amanshauser in neun A5 Seiten abgespult, der Geist und auch noch alle besuchten Locations von San Francisco in acht Seiten. Schon klar, dass hier nur so die Schlaglichter gleich einem Stoboskop aufblitzen und man sich von den Orten und den Menschen gar nichts merken kann. Aber es wird sogar noch grotesker. Im Kapitel Across the border werden die beiden Länder Mexiko und Kanada als Ganzes in sechs Seiten vergewaltigt. In jedem Absatz – also alle drei bis vier Zeilen – ist man an einem anderen Ort, da kriegt man als Leser einen Drehwurm, geschweige denn, dass man den Gedankensprüngen folgen könnte.

    So ein Stil mag in einem Einzelartikel in einer Geo- oder National Geographic-Reportage gerade noch funktionieren, weil ja die Wörterzahl beschränkt ist. Aber zwischen zwei Buchdeckeln immer und immer wieder im Batch-Verfahren hintereinandergereiht? Da muss man sich als Schriftsteller schon ein bisschen mehr bemühen und tiefer gehen. Sonst ist das Buch das falsche Medium für solche Fastfood-Reisereportage-Happen, wenn ich mal einen der servierten Fastfood-Bissen überhaupt vollständig runterschlucken und verdauen konnte. Abgesehen davon habe ich eben so gut wie gar nichts über das Land und die Leute gelernt bei dem Gehetze von Ort zu Ort. Fast scheint es so, als würde dieses Werk uns einen Blick in die Tiefe Amerikas versprechen, genauso wie diese sinnlosen Reisen von amerikanischen Reisebüros, die dem US-Bürger in sechs Tagen ganz Europa nahebringen wollen und in deren Urlauben man auch nur von Stadt zu Stadt hetzt. Wobei ich diese Art zu reisen noch eher goutieren kann, denn das hier ist im Gegensatz zum Ami mit einer Woche Urlaub eben ein Buch mit viel Platz für die versprochene Analyse der amerikanischen Seele und den liebevollen Blick auf die USA, der mir total verweigert wurde. So etwas macht mich immer sehr ärgerlich.

    Fazit: Eine absolute Empfehlung von mir, dieses Buch NICHT zu lesen. Außer drei gute, sehr kurze Analysen der amerikanischen Seele bezüglich Obrigkeitshörigkeit, Freundlichkeit und Political Correctness gibt es auf 210 Seiten keinen einzigen weiteren Gedanken, der es wert wäre, dafür Lesezeit zu verschwenden.

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    G
    Germaniavor 5 Monaten
    Die Ameriksafalle - der etwas andere Reiseführer

    Martin Amanshauser, Die Amerikafalle oder: wie ich lernte, die Weltmacht zu lieben

    Die Amerikafalle ist eine Nah- und Momentaufnahme eines Landes im Umbruch und eine Liebeserklärung an ein Sehnsuchtsland, das mit Europa viel verbindet und doch grundlegend anders ist...

    Zutreffend beschreibt der Klappentext diesen etwas anderen Reiseführer, einen der den Leser den Kopf schütteln lässt über „diese Amis“, der einen staunen lässt und einem die Amerikaner näher bringt. Martins Amanshauser beschreibt mit Skepsis und staunender Fassungslosigkeit in vielen kleinen Situationen den Alltag im „Land of the free“ aus der Sicht der Europäer. Jeder hat sein Bild von den USA, Amanshauser gelingt es, dieses in einem Moment vollumfänglich zu bestätigen und im nächsten völlig verwischen zu lassen. Ja, sie sind obrigkeitstreu, misstrauen Alkohol viel mehr als Waffen, fahren im Schneckentempo, betreiben und schauen seltsame Sportarten, können nicht ohne Klimaanlagen leben und lieben Halloween und Springbreak. Aber sie sind auch herzlich, hilfsbereit, prinzipientreu und unvoreingenommen. Gemeinsam mit Amanshauser schließt man sie ins Herz.

    Das Buch liest sich wie im Fluge, es macht einfach Spaß. Für diejenigen, die noch nie in den USA waren, ist es eine Annäherung an dieses Land der Träume. Diejenigen, die bereits dort waren, werden vieles wiedererkennen und nun vielleicht besser verstehen. Eine absolute Leseempfehlung!

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    Phil09s avatar
    Phil09vor 5 Monaten
    "Die Amerikafalle" schnappt (fast) zu!

    Martin Amanshauser gelingt mit "Die Amerikafalle - oder: Wie ich lernte, die Weltmacht zu lieben" ein "Reiseführer" der besonderen Art. Weder zu überschwänglich, noch über die Maßen kritisch setzt sich Herr Amanshauer mit einem der wohl polarisierendsten Ländern unserer Zeit auseinander. Viele von uns sind vollends begeistert von seiner Vielfältigkeit und den scheinbar unendlichen Möglichkeiten, die dieses Land bietet. Einige schauen voller Unverständnis auf das Amerika unsere Zeit. Zu dieser Gruppe gehört auch Amanshauser. Trotzdem lernt er das Land lieben.

    Mit einer wahren Faktenflut werden dem Leser "Land & Leute" näher gebracht. Zu den interessanten und gut recherchierten Fakten gesellen sich einige Anekdoten aus dem Alltag, die mich ein ums andere Mal schmunzeln ließen. Hierbei lässt sich aber Anmerken, dass der Humor sicher nicht jedem liegt. Andererseit waren viele der Fakten eher zusammenhangslos aneinder gereiht und ließen mich teilweise ratlos zurück.

    Alles in allem ist bei mir die Amerikafalle nicht vollends zugeschnappt. Beim Lesen des Klappentextes hatte ich etwas anderes erwartet. Daher vergebe ich 3 von möglichen 5 Sternen. 

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Verlag_Kremayr-Scheriaus avatar
    "Das können nur die Amerikaner: 'Have fun!' in einem so tödlich langweiligen Tonfall zu sagen, dass es wirklich cool wirkt. Das möchte ich auch lernen!"


    Worum gehts?

    Benin, Goa, Kirgisistan: Man könnte meinen, Martin Amanshauser habe schon alles gesehen und erlebt. Als es ihn mit Kind und Kegel für ein halbes Jahr in die Universitätsstadt Bowling Green, Ohio, verschlägt, erwartet ihn daher eine Überraschung: Die Amerikafalle schnappt zu. Ob obligatorischer Autokauf, das Abholen der Kinder von der Schule, auf Lesereise oder beim Super Bowl-Fernsehabend: Alles ist gleichermaßen vertraut wie befremdlich. So sehr Amanshauser der Skeptiker bleiben will, der er ist – allmählich bringen ihn die ebenso unerschütterlich freundlichen wie enervierend prinzipientreuen Menschen dazu, sich in dieses widersprüchliche Land zu verlieben.

    In 15 Jahren als Autor und Reisejournalist hat sich Martin Amanshauser das Staunen bewahrt. Sein Blick auf die USA unter Präsident Trump ist liebevoll-entlarvend. Mit feiner Ironie beobachtet er nicht nur die Eigenheiten seiner Umgebung, sondern auch die Mischung aus Sturheit und Faszination, mit der er selbst sich darin bewegt. „Die Amerikafalle“ ist eine Nah- und Momentaufnahme der USA im Umbruch und eine Liebeserklärung an ein Sehnsuchtsland, das mit Europa viel verbindet und doch grundlegend anders ist.

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    > Informationen zum Buch

    Martin Amanshauser
    wurde 1968 in Salzburg geboren und lebt in Wien. Er arbeitet als Autor, Übersetzer aus dem Portugiesischen und Journalist, u.a. für die Süddeutsche Zeitung. Für die Freitagsbeilage der Presse verfasst er die wöchentliche Reisekolumne „Amanshausers Album“. Wenn er nicht gerade unterwegs ist, schreibt er Romane, Lyrik und Sachbücher. Zuletzt erschienen bei Deuticke sein Roman „Der Fisch in der Streichholzschachtel“ (2015) und bei Picus das Kinderbuch „Pedro und der Drachen“ (2016) sowie „Typisch Welt – 111 Geschichten zum weiter reisen“ (2016).

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