Martin Amis Gierig

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Inhaltsangabe zu „Gierig“ von Martin Amis

Ein ebenso schockierender wie komischer Roman. John Self ist das vollkommene Produkt des 20. Jahrhunderts. Geld heißt sein Lebensmotto. John versinkt im Dollarrausch, und nur selten, ganz selten, dringt etwas Menschliches in sein Bewußtsein. John liebt Selina, liebt ihre korrupte Art, liebt sie, gerade weil er weiß, daß sie eigentlich nur seines Geldes wegen bei ihm bleibt. Und dann ist da noch Martina, das intelligente kultivierte Mädchen, das John auf der Suche nach neuen Abenteuern verführen will. Aber sie weigert sich, mit ihm auszugehen. Sie stellt ihre Bedingungen. Bei allem, was John anfängt, läßt er sich nur von zwei Motiven leiten: Wieviel Geld bringt es, und wie verschafft es mir möglichst schnell möglichst viel Genuß – und sei er auch noch so oberflächlich. Und dennoch: Immer wieder gibt es Situationen, in denen ihm klar wird, daß seinem Leben etwas fehlt, etwas, das er nicht finden kann, weil er dazu auch Ruhe bräuchte, Ruhe, sich in sich selbst zu versenken, und das ist ihm nicht möglich. Ein ebenso schockierender wie komischer Roman um einen Menschen dieses Jahrhunderts, der auf der Suche nach Geld und Genuß sich selbst zu verlieren droht.

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  • Rezension zu "Gierig" von Martin Amis

    Gierig

    Wolkenatlas

    01. September 2008 um 16:03

    Martin Amis ist der "Bad Boy" der britischen Literatur, sein früher Roman "Gierig" (orig. "Money") beweist eindrucksvoll, wieso er diesen Ruf hat. John Self ist der Ich-Erzähler, der den Leser direkt in seine Geschichte einbindet, der rotzfrech um den Leser buhlt, ihm immer wieder unangenehme Details verschweigt, um in einem besseren Licht dazustehen. John Self ist fett, er ist Alkoholiker, er ist süchtig nach Sex und er hat verstanden (zumindest meint er das), dass sich das Leben nur ums Geld dreht. Seinen Anblick im Spiegel kann er nur mit Alkohol verkraften. Mit einem Bekannten will er in New York einen Film drehen, "Gutes Geld", oder "Schlechtes Geld", so wenig sicher wie der genaue Titel ist die Besetzung der Rollen. Die Idee zum Film kommt von John Self, das Drehbuch gibt es noch nicht. Man verfolgt die Suche und das Werben um die Stars, denen Martin Amis (wie so oft) schräge und sarkastische Namen gegeben hat. Selina, Johns Freundin betrügt ihn nach Strich und Faden, oder doch nicht? Barry Self, der Vater, hat eine neue Freundin, die gerührt ist, Centrefold einer Pornozeitschrift zu sein. Trotzdem liebt er sie (oder er meint sie zu lieben...), er weiß, so lange er genug Geld hat, wird sie immer wieder zu ihm zurückkommen. Irgendwie intrigiert hier jeder gegen jeden, jede neue Seite dieses Buches schnürt das Netz von Intrigen weiter zu. Zusätzlich erhält Drohanrufe, ein geheimnisvoller Gegner scheint ihn konsequent zu verfolgen. John lehnt das fertige Drehbuch ab und bittet (!) Martin Amis, den er zwar nicht sympathisch findet, den er aber aus diversen Londoner Pubs kennt, das Drehbuch so umzuschreiben, wie er es haben will. Eine skurrile Bacchanale, eine Alk- und Pornoorgie- "das Leben ist Pornographie, weil die Gedanken pornographisch sind", so John Self im Buch- ein bösartige Satire auf die Welt der Stars, auf die Welt der Pornographie, ein rauschhaftes Buch; bald ist nicht mehr klar, wo die Grenzen zwischen Realität und Einbildung sind. "Gierig" ist ein ganz tolles, rasantes Buch, Lautlachszenen unterwegs oder daheim sind garantiert (wie die paar Sätze, die lakonisch die Vorteile des Singlelebens darstellen... Seite 90...), das sich so nebenbei überraschenderweiseauch zu einer Art Entwicklungsroman entwickelt. Natürlich ist einiges den frühen 80er Jahren zuzuschreiben, eine witzige, böse, unterhaltende virtuose literarische Glanzleistung ist "Gierig" auf jeden Fall.

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