Martin Aust

 3.7 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von Die Russische Revolution, Die Schatten des Imperiums und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Martin Aust

Martin Aust ist Professor für Geschichte Osteuropas mit Schwerpunkt Geschichte Ostmitteleuropas an der LMU München.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Martin Aust

Cover des Buches Die Russische Revolution (ISBN:9783406707520)

Die Russische Revolution

 (2)
Erschienen am 26.08.2019
Cover des Buches Die Schatten des Imperiums (ISBN:9783406731631)

Die Schatten des Imperiums

 (1)
Erschienen am 14.03.2019

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Rezension zu "Die Schatten des Imperiums" von Martin Aust

Sehr enttäuschend.
Wedmavor 10 Monaten

Dieses Buch stellt nichts anderes dar als plutokratengefälliges Gewäsch der anti-russischen Propaganda mit all den gewohnten Zutaten: Heraufbeschwörung des Feindbildes, Putin-Dämonisierung usw., die man schon aus den „Qualitätsmedien“ kennt.

Solche Werke ähneln schon sehr den Wölfen im Schafspelz: Unter dem Mäntelchen der Aufklärung ziehen sie zu Felde, um Feindbilder in den Köpfen der Leser zu festigen, die als unbedarft, wenig informiert, leicht zu täuschen antizipiert wurden, um weitere Irreleitung zu betreiben.

 „Kenner“ wie Aust, die lakaienhaftes Selbstverständnis ggü. der Machteliten verinnerlicht haben und entsprechendes Verhalten an den Tag legen, missbrauchen ihr Wissen der russischen Geschichte, um den Lesern die Märchen vom „bösen Russland“ zu erzählen. Solche Volkspädagogen (Ulfkotte) ähneln schon sehr den „Helden“, die für paar Groschen aus dem Geldhahn der Mächtigen das Land verunglimpfen, das sie und in dem sie so lange studiert haben.

Als ob es nicht genug wäre, geht Aust noch weiter und verunglimpft die Autoren, die wirklich was von Russland verstehen, z.B. belegt der werte Autor Prof. Gabriele Krone-Schmalz und ihre Bücher mit haltlosen Anschuldigungen. „Russland verstehen“ und „Eiszeit“ habe ich aufmerksam gelesen. Diese Werke würde ich jedem ans Herz legen. Prof. Krone-Schmalz versteht jede Menge von Russland, im Gegensatz zu Aust.

  Die Position des Autors ist wie die, die man aus den Leit-/ „Qualitätsmedien“ kennt: Wir sind die Guten. Er betreibt auch auf ähnliche Art die Irreleitung der Leser. In die Destabilisierung der Ukraine sind Unsummen an US Steuergeldern geflossen. Keine Rede davon hier. Auch kein Wort von Brzezinski und seinem wohlbekannten Buch „Die einzige Weltmacht“, in dem er genau dieses Szenario, „die Ukraine als Dreh- und Angelpunkt aus dem Einflussgebiet Russlands herauszubrechen“, bereits im Jahr 1997 ausführlich beschrieben hatte. Stattdessen gibt es hohles Geschwafel von Demokratieprozessen und ähnliches dummes Zeug, das man schon genug von den leitmedialen Kriegstreibern kennt (mehr dazu schreibt u.a. Jürgen Todenhöfer in „Die grosse Heuchelei“).

 Das ganze Buch von Aust ist Heuchelei in Perfektion. Auf informativer Ebene: Absolut nichts Neues. Was er zum Schluss unter „Russlands Zukunft“ auftischt, ist geradezu lächerlich. Das liegt auf der Hand, das kann man sich selbst denken, ohne dass man von so einem „Kenner“ hören muss.

 Fazit: Wer seine tägliche Dröhnung an Feindbildern und russophoben Äußerungen nötig hat, ist hier goldrichtig. Ansonsten gibt es wahrlich bessere Bücher zum Thema Russland.

 Lesen Sie z.B.: „Eiszeit“ von G. Krone-Schmalz, „Wir sind immer die Guten“ von Bröckers/Schreyer, „Illegale Kriege“ von D. Ganser, „Der Tiefe Staat schlägt zu“ Hg. U. Mies, „Der Krieg vor dem Krieg“ von U. Teusch, „Wenn man weiß, wo der Versand ist, hat der Tag Struktur“ von A. Unzicker uva. Da sind Ihre Kapazitäten wie Lesezeit& Co. deutlich besser angelegt.

 1 Stern fürs fleißige Lernen der russischen Geschichte plus 1 Stern für deren kurze Zusammenfassung, und 3 Sterne Abzug für deren Missbrauch zwecks Verklärung und unverhohlene anti-russische Propaganda zwecks Leserverdummung.

 

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Rezension zu "Die Russische Revolution" von Martin Aust

Ein interessantes Buch
Sikalvor 2 Jahren

Das Buch „Die Russische Revolution“ von Martin Aust ist im Verlag C.H. Beck erschienen. Es ist sehr informativ, sehr detailliert – aber etwas schwierig zu lesen und erfordert vollste Konzentration.

 

Gleich zu Beginn stellt Aust klar, dass die Russische Revolution nicht nur die Oktoberrevolution von 1917 meint, bei der die Bolschewiki die Macht übernahmen, sondern eine Vielzahl von Revolutionen bereits ab 1905 (noch zur Zeit Nikolaus II.) stattfanden. Er spricht über die Komplexität des Vielvölkerstaates, das Zarenreich und den Übergang zur Sowjetunion. Über Schwierigkeiten sozialer und nationaler neu geordneter Gegebenheiten.

 

Martin Aust ist Professer für osteuropäische Geschichte an der Universität Bonn und ein Experte zu diesem Thema. Er behandelt hier ein wichtiges historisches Thema, welches an Aktualität nichts einbüßt und durch den 100. Jahrestag 2017 wieder Präsenz erhielt.

 

Das Buch ist chronologisch aufgebaut und beginnt 1905 mit Russlands erster Revolution, bei der Nikolaus II. einige Zugeständnisse machen musste, um seinen Machtanspruch nicht bereits zu diesem Zeitpunkt zu verlieren, zeigt Russlands Aufgabe im Ersten Weltkrieg auf, erläutert Aufstände und Revolutionen in der Zeit von 1916/1917, dem Tod der Zarenfamilie, die Machtübernahme durch Lenin und den Bürgerkrieg. Ebenso gibt uns Aust einen Überblick über die globale Rolle der Sowjetunion und endet mit der Nationalitätenpolitik der Bolschewiki 1928 und den Weltwirkungen der Revolution. Wobei sich Aust nicht auf die großen Städte beschränkt, sondern durchaus auch die Umbrüche auf dem Land einbindet.

 

Im Vorwort weist Aust auf die Verbindung zum heutigen Russland unter Putin hin, Fragen, die bereits 1917 hervorkamen, sind auch heute noch nicht gelöst und zeigen von einem gespaltenen Verhältnis zur Vergangenheit.

 

Aust charakterisiert die handelnden Persönlichkeiten und Situationen sehr gut, man kann nachvollziehen wie sich die Lage entwickelte, die Komplexität der Ereignisse wird sehr aufschlussreich dokumentiert. Er analysiert die politischen Querelen verschiedenster Bereiche und erläutert die Vernetzung untereinander.

 

Für mich war das Buch teilweise schwierig zu lesen, einige Ereignisse wurden mehrmals wiederholt, sehr ausführlich fand ich den Bürgerkrieg während die globalen Auswirkungen für mein Empfinden zu wenig Raum einnahmen.

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