Martin Aust

 4 Sterne bei 1 Bewertungen
Autor von Die Russische Revolution, Die Schatten des Imperiums und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Martin Aust

Die Russische Revolution

Die Russische Revolution

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Erschienen am 18.05.2017
Die Schatten des Imperiums

Die Schatten des Imperiums

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Erschienen am 14.03.2019
Verflochtene Erinnerungen

Verflochtene Erinnerungen

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Erschienen am 01.05.2009
Globalisierung imperial und sozialistisch

Globalisierung imperial und sozialistisch

 (0)
Erschienen am 01.05.2013

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Rezension zu "Die Russische Revolution" von Martin Aust

Ein interessantes Buch
Sikalvor 4 Monaten

Das Buch „Die Russische Revolution“ von Martin Aust ist im Verlag C.H. Beck erschienen. Es ist sehr informativ, sehr detailliert – aber etwas schwierig zu lesen und erfordert vollste Konzentration.

 

Gleich zu Beginn stellt Aust klar, dass die Russische Revolution nicht nur die Oktoberrevolution von 1917 meint, bei der die Bolschewiki die Macht übernahmen, sondern eine Vielzahl von Revolutionen bereits ab 1905 (noch zur Zeit Nikolaus II.) stattfanden. Er spricht über die Komplexität des Vielvölkerstaates, das Zarenreich und den Übergang zur Sowjetunion. Über Schwierigkeiten sozialer und nationaler neu geordneter Gegebenheiten.

 

Martin Aust ist Professer für osteuropäische Geschichte an der Universität Bonn und ein Experte zu diesem Thema. Er behandelt hier ein wichtiges historisches Thema, welches an Aktualität nichts einbüßt und durch den 100. Jahrestag 2017 wieder Präsenz erhielt.

 

Das Buch ist chronologisch aufgebaut und beginnt 1905 mit Russlands erster Revolution, bei der Nikolaus II. einige Zugeständnisse machen musste, um seinen Machtanspruch nicht bereits zu diesem Zeitpunkt zu verlieren, zeigt Russlands Aufgabe im Ersten Weltkrieg auf, erläutert Aufstände und Revolutionen in der Zeit von 1916/1917, dem Tod der Zarenfamilie, die Machtübernahme durch Lenin und den Bürgerkrieg. Ebenso gibt uns Aust einen Überblick über die globale Rolle der Sowjetunion und endet mit der Nationalitätenpolitik der Bolschewiki 1928 und den Weltwirkungen der Revolution. Wobei sich Aust nicht auf die großen Städte beschränkt, sondern durchaus auch die Umbrüche auf dem Land einbindet.

 

Im Vorwort weist Aust auf die Verbindung zum heutigen Russland unter Putin hin, Fragen, die bereits 1917 hervorkamen, sind auch heute noch nicht gelöst und zeigen von einem gespaltenen Verhältnis zur Vergangenheit.

 

Aust charakterisiert die handelnden Persönlichkeiten und Situationen sehr gut, man kann nachvollziehen wie sich die Lage entwickelte, die Komplexität der Ereignisse wird sehr aufschlussreich dokumentiert. Er analysiert die politischen Querelen verschiedenster Bereiche und erläutert die Vernetzung untereinander.

 

Für mich war das Buch teilweise schwierig zu lesen, einige Ereignisse wurden mehrmals wiederholt, sehr ausführlich fand ich den Bürgerkrieg während die globalen Auswirkungen für mein Empfinden zu wenig Raum einnahmen.

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