Die Russische Revolution

von Martin Aust 
4,0 Sterne bei1 Bewertungen
Die Russische Revolution
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Informativ, interessant, aber schwierig zu lesen.

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Inhaltsangabe zu "Die Russische Revolution"

Wer von der Russischen Revolution spricht, der meint in der Regel die bolschewistische Oktoberrevolution. Doch handelte es sich tatsächlich um eine Vielzahl von Revolutionen. Martin Aust lässt die Dramatik der Ereignisse wieder aufleben und zeigt, wie zwischen 1905 und 1921 auf dem gesamten Territorium des alten Zarenreiches Menschen und Parteien um ihr Überleben und die neue Ordnung rangen.
Die Russischen Revolutionen waren geprägt von den sozialen und nationalen Verwerfungen des alten Reiches, die ihre volle Sprengkraft im Chaos des Ersten Weltkriegs entfalteten. Von Region zu Region zeigten sie daher ein anderes Antlitz. Nur wer das Zarenreich als Imperium sieht und die Komplexität des Vielvölkerstaates berücksichtigt, wird auch der Vielfalt der Russischen Revolutionen gerecht werden und den Übergang zum Sowjetimperium verstehen. Denn die neue Ordnung der Bolschewiki schloss nicht nur eine soziale Revolution ab. Sie schuf eine völlig neue Nationalitätenpolitik. Die junge Sowjetunion war die größte Nationsbildnerin der Welt, zertrümmerte das Potential ihrer neuen Nationalitätenpolitik jedoch schließlich selbst im stalinistischen Terror.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783406707520
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:280 Seiten
Verlag:C.H.Beck
Erscheinungsdatum:18.05.2017

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    Sikalvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Informativ, interessant, aber schwierig zu lesen.
    Ein interessantes Buch

    Das Buch „Die Russische Revolution“ von Martin Aust ist im Verlag C.H. Beck erschienen. Es ist sehr informativ, sehr detailliert – aber etwas schwierig zu lesen und erfordert vollste Konzentration.

     

    Gleich zu Beginn stellt Aust klar, dass die Russische Revolution nicht nur die Oktoberrevolution von 1917 meint, bei der die Bolschewiki die Macht übernahmen, sondern eine Vielzahl von Revolutionen bereits ab 1905 (noch zur Zeit Nikolaus II.) stattfanden. Er spricht über die Komplexität des Vielvölkerstaates, das Zarenreich und den Übergang zur Sowjetunion. Über Schwierigkeiten sozialer und nationaler neu geordneter Gegebenheiten.

     

    Martin Aust ist Professer für osteuropäische Geschichte an der Universität Bonn und ein Experte zu diesem Thema. Er behandelt hier ein wichtiges historisches Thema, welches an Aktualität nichts einbüßt und durch den 100. Jahrestag 2017 wieder Präsenz erhielt.

     

    Das Buch ist chronologisch aufgebaut und beginnt 1905 mit Russlands erster Revolution, bei der Nikolaus II. einige Zugeständnisse machen musste, um seinen Machtanspruch nicht bereits zu diesem Zeitpunkt zu verlieren, zeigt Russlands Aufgabe im Ersten Weltkrieg auf, erläutert Aufstände und Revolutionen in der Zeit von 1916/1917, dem Tod der Zarenfamilie, die Machtübernahme durch Lenin und den Bürgerkrieg. Ebenso gibt uns Aust einen Überblick über die globale Rolle der Sowjetunion und endet mit der Nationalitätenpolitik der Bolschewiki 1928 und den Weltwirkungen der Revolution. Wobei sich Aust nicht auf die großen Städte beschränkt, sondern durchaus auch die Umbrüche auf dem Land einbindet.

     

    Im Vorwort weist Aust auf die Verbindung zum heutigen Russland unter Putin hin, Fragen, die bereits 1917 hervorkamen, sind auch heute noch nicht gelöst und zeigen von einem gespaltenen Verhältnis zur Vergangenheit.

     

    Aust charakterisiert die handelnden Persönlichkeiten und Situationen sehr gut, man kann nachvollziehen wie sich die Lage entwickelte, die Komplexität der Ereignisse wird sehr aufschlussreich dokumentiert. Er analysiert die politischen Querelen verschiedenster Bereiche und erläutert die Vernetzung untereinander.

     

    Für mich war das Buch teilweise schwierig zu lesen, einige Ereignisse wurden mehrmals wiederholt, sehr ausführlich fand ich den Bürgerkrieg während die globalen Auswirkungen für mein Empfinden zu wenig Raum einnahmen.

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