Besuch Aus Tralien

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Neue Kurzmeinungen

Positiv (4):
Melli910s avatar

Tolle Illustrationen und originelle Umsetzung, allerdings nicht für die Altersklasse ab 6 Jahren geeignet 3,5 Sterne

Kritisch (6):
danielamariaursulas avatar

Witzige und zahlreiche Illustrationen, aber der Rest war nicht kindgerecht und auch ansonsten überambitioniert

Alle 20 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Besuch Aus Tralien"

Sind wir nicht alle ein bisschen Aus Tralien? Der Austauschschüler aus Australien benimmt sich wirklich seltsam: Er schläft lieber im Gartenteich als im Bett, schlingt das Hühnchen als Ganzes hinunter und seine Zähne sind irgendwie so spitz. In Martin Baltscheits neuem Buch geht es um die Frage: Wie fühlt es sich an, fremd zu sein? Der Clou: Dass der kleine Gast gar kein Junge, sondern ein Krokodil ist, wird zunächst nur in den Bilder klar!
Ein humorvoll-philosophisches Buch für die ganze Familie aus der Feder von Bestsellerautor Martin Baltscheit, modern und augenzwinkernd illustriert von Maria Karipidou.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783791500454
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Dressler
Erscheinungsdatum:23.10.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Simi159s avatar
    Simi159vor 10 Monaten
    Toller Ansatz, der leider keinen roten Faden spinnt...

    Dies ist das neue Kinderbuch von Martin Baltscheit. Sein Buch „Nur ein Tag“ ist vielen Lesern vielleicht bekannt, es ist eines der Lieblingsbücher meiner Tochter, und so waren sie und ich sehr gespannt auf „Besuch aus Trailer“ und was sich hinter diesem etwas skurrilen Titel versteckt.

    In dieser Geschichte geht es um einen Austauschschüler, der sich ganz anders verhält, als man es erwarten würde. Er will lieber im Gartenteich als im Bett schlafen, ißt am liebsten tote Hühner mit Federn und so recht reden möchte er auch nicht. Doch seine Austauscheltern stören sich nicht so recht an seinen Eigenarten, schließlich kommt er aus einem fernen Land, und dort sind die Sitten und Gebräuche halt anders.

    Nur die jüngste Tochter ruft immer „Brokodil“…


    Fazit:

    Die Idee und die Bilder des Buches sind toll. Doch die Geschichte, vieles von dem Witz und den Widersprüchlichkeiten unseres täglichen Lebens, erschließt sich Kindern nicht so leicht. Auch ich tat mich mit der Geschichte etwas schwer, denn es fehlt irgendwie der rote Faden für ein Kinderbuch und die jüngere Zielgruppe, 6-8 Jahre.  Ältere Kinder ab 9 Jahre finden, wie Erwachsene, Episoden in der Geschichte zwar gut, doch ein Zusammenhang erschließt sich einem nicht.

    Humor und Zweideutige Stellen gibt es genug, doch dafür braucht es Lebenserfahrung. So bleibt es für die Kids nur eine nette Geschichte um ein Krokodil mit schönen bunten Bildern. Und mir als Erwachsene ist sie zu gewollt. Ein bisschen zu viel Spiegel vorhalten, was das Verhalten und die Marotten von uns Allen angeht.

    Das Thema Anderssein, Vorurteile, Integration ist in eine Episodenartige Geschichte gepackt, die Maria Karipidou perfekt und mit sehr viel Liebe zum Detail, bebildert hat.  


    3 STERNE.

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    danielamariaursulas avatar
    danielamariaursulavor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Witzige und zahlreiche Illustrationen, aber der Rest war nicht kindgerecht und auch ansonsten überambitioniert
    Nicht Fisch, nicht Kroko

    Die gutbetuchten schicken Eltern sind von ihrem verwöhnten Sohn Piet genervt, immer meckert er nur. Eine Auszeit in Australien, wo er zwei neue Sportarten, eine neue Sprache lernen und seine Eltern wieder schätzen lernen kann, scheint die perfekte Lösung. Dafür kommt mit dem Flug 0815 Dave aus Australien in die Familie. Dave hat eine komische grüne Haut und 72 spitze Zähne. Er liegt am liebsten im Teich, spricht nur ein Wort „Koi“ und hat ein verwesendes Huhn im Koffer, das er runterschlingt. Irgendwie scheint er nicht so recht zu passen. Das Baby liebt ihn jedoch und nennt ihn fröhlich „Bokodil“. Die Erwachsenen macht das dennoch nicht stutzig. Stattdessen geben sie ihr Bestes, damit er sich einlebt. Dabei lernt er auch den merkwürdigen Nachbarn kennen, ein Treffen mit Folgen.

    Bereits das Cover läßt vermuten, daß es sich bei Dave nicht um einen gewöhnlichen Austauschschüler handelt, aber daß man ein Krokodil für einen Jungen hält, ist schon ziemlich abwegig. Darüber hätten wir jedoch hinsehen können, aber schon der Einstieg war für die Kinder sehr befremdlich. Die Eltern haben keine Namen, heißen durchweg nun Mutter und Vater und sind von ihrem Sohn nur genervt. Als er endlich weg ist, beschäftigen sie sich nur mit ihren Handys und machen erstmal Wellness im Hotel. Die Eltern sind sehr distanziert und so baut auch der Leser keine richtige Bindung zu ihnen auf, zu Dave aber auch nicht. Seine Gedanken werden in krokogrün gedruckt, so daß sie deutlich als seine Gedanken gekennzeichnet sind. Beim Vorlesen führt dies allerdings zu Verwirrung. Ebenso verwirrend ist, daß relativ viel Englisch in diesem Buch für 6 - 8 Jährige abgedruckt ist. Teilweise mit der Übersetzung in den Fußnoten, teilweise aber auch als längere Passage in den Illustrationen ohne Übersetzung. Der Einstieg ist etwas abrupt und weckt wenig Neugier bei den Kindern. Als es dann auch noch etwas distanziert und seltsam weiterging, verloren sie schnell das Interesse. Für 6 Jährige ist die Schrift meines Erachtens zu klein und das Text/Bildverhältnis trotz der oft einseitigen Illustrationen ungünstig. Meine 8 Jährige Tochter konnte die recht ungewöhnlichen Fremdwörter für das Alter wie Zimmerservice, Cocktail und Massage lesen, aber für Leseanfänger doch eher ungeeignet. Dennoch fand ich das Buch stilistisch nicht ansprechend. Irgendwie fanden wir überhaupt nicht in die Geschichte hinein. Wahrscheinlich liegt es an der distanzierten Art die Geschichte zu erzählen, aber auch daran, daß das Buch nicht so recht zu wissen scheint, was es denn sein will. Groteske, Satire oder Abenteuergeschichte? Für Kinder sind die vielen sozialkritischen Themen aber dennoch zu abstrakt selbst am Beispiel von Dave kommt es einfach nicht kindgerecht rüber. Der Unsinn deutscher Bürokratie ist z.B. kein Thema für 6 – 8 Jährige, das interessiert sie einfach nicht.

    Schön an dem Buch sind die zahlreichen farbigen Illustrationen, bei denen ich aber bisweilen den Eindruck hatte, daß einige logische Lücken und eine unausgegorene Story von den bunten Bildern kaschiert werden sollen.

    Mit diesem Buch wurden wir leider überhaupt nicht war. Für uns ist es einfach an der Zielgruppe vorbei geschrieben, es will zu viel und verzettelt sich dabei. Ambitioniert aber leider das Ziel verfehlt. Auch wenn einige wirklich aktuelle Themen angesprochen wurden, konnte ich auch bei den Übertreibungen oder Persiflagen nicht grinsen, weil ich mich einfach zu sehr über die Schwächen geärgert habe und gleichzeitig gelangweilt, ich war echt froh, daß es doch recht kurz ist.

    Leider konnte uns das Buch überhaupt nicht überzeugen, aufgrund der amüsanten Illustrationen noch 2 von 5 Sternen.

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    lehmass avatar
    lehmasvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Hochaktuell und tiefgründig, aber für die angegebene Altersklasse von 6-8Jahren ungeeignet.
    Hochaktuell und tiefgründig, aber für die angegebene Altersklasse von 6-8Jahren ungeeignet

    Dave ist ein Austauschschüler aus Australien. Er hat etwas seltsame Angewohnheiten und spricht außer „Koi“ kein Wort. Die Gasteltern scheinen nicht zu bemerken, dass es sich um ein Krokodil handelt und wollen Dave in die Familie integrieren. Erst als sie versuchen wie Dave zu sein, wird die Barriere gebrochen und Dave fühlt sich verstanden und aufgenommen. Das kleine Baby der Familie liebt das „Bokodil“ übrigens auf Anhieb.

    Wie ihr euch vielleicht schon denken könnt, ist der Titel des Buchs ein Wortspiel. Dave kommt aus Australien. Während seines Aufenthalts werden die Gasteltern öfter auf ihren „anders“ aussehenden Gast angesprochen und gefragt, woher Dave denn komme. Die Antwort der Eltern lautet „Australien“, während das Gegenüber jeweils „aus Tralien“ versteht. Das ist so ein Running Gag, der sich durch das ganze Buch zieht und damit auch ein Beispiel, wie Martin Baltscheit mit Worten spielt.

    Das neuste Werk von Martin Baltscheit ist tiefgründig, philosophisch und gesellschaftkritisch. Es enthält jede Menge Botschaften über Toleranz und Integration und ist damit hochaktuell. Unter anderen wird kritisiert, wie die Integration in den Augen der Gesellschaft zu vollziehen ist, regt an, sich mehr in andere Kulturen hineinzuversetzen, spricht die Gesetzgebung bezüglich gut integrierter Asylanten und deren Blitzabschiebung an. Dies sind nur wenige Punkte, über die man hier diskutieren kann und damit hat Herr Baltscheit sein Ziel wohl erreicht. Anhand der Aufzählung ergibt sich aber auch die Frage der Zielgruppe: an wen richtet sich dieses Buch?

    Das Buch wird vom Verlag mit einer Altersangabe von 6-8 Jahren versehen. Meiner Meinung nach ist ein Kind in diesem Alter noch nicht fähig, die notwendige Transferleistung hier zu vollziehen. Der Schreibstil ist durchaus humorvoll, aber wird oft von Kindern in diesem Alter noch nicht verstanden. Astrid Lindgren hat einmal gesagt: "Es darf Dinge in einem Buch geben, die nur Kinder lustig finden, meinetwegen auch Dinge, die Kinder und Erwachsene lustig finden; aber in einem Kinderbuch darf es niemals etwas geben, das nur Erwachsene lustig finden." Und genau das ist hier passiert. Ich fand das Buch tiefgründig, interessant und, nachdem man sich hineingelesen hat, auch unterhaltsam. Mein 7Jähriger hingegen hat nicht gelacht und ich habe ihn nach den ersten Kapiteln als Zuhörer verloren. Von daher würde ich dem Verlag hier empfehlen, die Altersempfehlung anzupassen. Ich würde das Buch ab etwa 10 Jahren empfehlen. Für die volle Transferleistung und anregende Diskussionen sogar erst ab etwa 12 Jahren.

    Nicht gerade einfacher machen es die englischen Sätze und die manchmal zu sprunghafte Gedanken- und Handlungsführung. Die englischen Sätze werden zwar in den Fußnoten übersetzt, aber dennoch stört es den Lesefluss der Altersklasse 6-8.

    Die Illustrationen von Maria Karipidou sind witzig und farbenfroh. Hier wurde nicht gespart und das Buch mit vielen tollen Bildern ausgestattet. Allein schon das Cover ist ein Augenschmaus!

    Fazit: Ein anspruchsvolles und tiefgründiges Buch über Toleranz und Integration für Kinder ab frühstens 10 Jahren, das zum Diskutieren und Nachdenken anregt und wundervoll illustriert ist.

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    naddisblogs avatar
    naddisblogvor 10 Monaten
    Besuch aus Tralien

    Meine Meinung:

    Das Cover ist sehr schön gestaltet und mit dem Farben ein echter Hingucker.

    Es geht um den Austauschschüler Dave der aus Australien kommt und einige Zeit mit der Familie verbringen möchte. Im Gegenzug ist der älteste Sohn in Australien bei seiner Familie. Dave scheint wie ein ganz normaler Junge auf die Familie,was sie aber nicht sehen,er ist ein Krokodil. Jeder sah es nur sie nicht.

     

    In diesem Buch werden wichtige Themen wie Toleranz,Akzeptanz und Integration angesprochen.Was ich wie ich finde auch sehr gut rüber gebracht wird. Nur kam dies einfach nicht bei meinen Kindern an. Die Wörter waren teilweise einfach zu schwierig  gewählt und haben bei meinem großen einfach nur Fragezeichen aufgeworfen. 

    Es ist nicht so das er nicht weiß was das ist,sondern es im Buch einfach für sein Alter nicht ankam. Selbst ich als Erwachsene habe es teilweise  nicht verstanden. Da die Handlung auf mich nicht sehr stimmig wirkte und nicht flüssig zu lesen war. Im Text waren einige stellen die in Englisch geschrieben wurden. Meistens gab es unter dem Text auf der Seite die Übersetzung dazu. Aber auch das war nicht sehr leicht. Das ganze Buch über hatte viele nette Stellen wo ich beim lesen sehr drüber schmunzeln musste. Aber mein großer schaute nur ganz sparsam. Da er diesen Humor nicht verstand.Da dieser einfach mehr an Erwachsene ging als an Kinder. Die festgesetzte Zielgruppe von 6-8 Jahre ist da einfach fehl am platze. Eher für Kinder die etwas Älter sind so ab 10.

    Was ich besonders schön an diesem Buch fand,waren die Illustrationen immer passend zur Situation. So hatte man direkt einen kleinen Einblick in das geschehene. Obwohl der Text schwierig zu lesen war,waren die Kapitel dennoch sehr kurz gehalten und man kam schnell durch. Die Schrift hatte eine angenehme Schriftgröße und die unterschiedlichen Farben fand ich besonders gut. So konnte man gut erkennen wann Dave was sagte/dachte. Das hat das ganze sehr gut untermalt.

    Das Ende hingegen hat mich eher ein wenig im Regen stehen gelassen, da so leid es mir tut.Nicht richtig verstanden habe. Obwohl ich mir es danach noch 2 mal durchgelesen hatte. Fand ich sehr schade.

    Fazit:

    An sich ein sehr schönes Buch,die Illustrationen waren sehr schön, nur kam die Botschaft einfach nicht rüber und der Humor war nichts für meine Kindern,zumindest nicht von 6-8 Jährige. Da sollte das Alter eher angehoben werden. Es war einfach zu schwierig. Es konnte mich nicht überzeugen.Daher von mir nur 3 von 5 Sternen !

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    kruemelmonster798s avatar
    kruemelmonster798vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Fremd sein - Originell umgesetzt, toll illustriert, aber zu schwierig für die Zielgruppe.
    Abenteuer Austauschschüler

    Besuch AusTralien ist ein schön illustriertes Reiseabenteuer, das das Thema "Fremd sein" aus einem völlig anderen Blickwinkel behandelt. 

    Dave kommt aus Australien nach Deutschland und sowohl wir als Leser als auch das jüngste Familienmitglied der Austauschfamilie erkennen sofort, dass es sich um ein Krokodil handelt. Die Eltern der Austauschfamilie brauchen dazu allerdings ziemlich lange.

    Der andere Blickwinkel ist wirklich originell und das Buch hat für Erwachsene auch einen Humor, der mir gut gefallen hat.

    Allerdings kam die Botschaft des Buches bei unserer Tochter überhaupt nicht an, sie hat sie schlichtweg nicht verstanden und fand das Buch langweilig. 
    Der Verlag bewirbt das Buch als "ein humorvoll-philosophisches Buch für die gesamte Familie" und mit einer Altersangabe ab sechs Jahren. 
    Für Jugendliche und Erwachsene stimme ich dem zu, mit hat das Buch nach anfänglichen Schwierigkeiten gut gefallen, für Kinder ist es meines Erachtens zu schwierig.

    Unser Fazit: Ich hätte dem Buch 4 Punkte gegeben, die Tochter jedoch nur zwei, so dass wir uns leider nur bei drei Punkten treffen konnten.
    Als Bilderbuch für Erwachsene ist es aber lesenswert und hochwertig gestaltet, so dass es optisch ein Hingucker im Bücherregal ist.

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    Lealein1906vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Gute Idee, aber nicht gut für Kinder umgesetzt.
    Hat mir leider nicht gefallen

    Ich kann dem Buch leider nur zwei Sterne geben, auch damit es anderen Kinderbüchern gegenüber fair bleibt. Es geht um Dave, der als Austauschschüler aus Australien nach Deutschland kommt, aber keiner merkt, dass er ein Krokodil ist. Das ruft natürlich einige lustige Situationen hervor. Im Grunde soll es im Buch um Integration gehen und dass man auch andere schnell integriert und sich mit ihnen gleichsetzt. Das kommt im Buch auch manchmal gut rüber.
    Doch die Rahmenstory drumherum geht leider so gar nicht an mich und noch weniger an Kinder. Schon der Anfang ist eher komisch, eine Vater und ein Mutter, die auf ihren Smartphones rumdrücken und froh sind, dass ihr Sohn gerade weg ist. Das Buch ist doch oft sehr anspruchsvoll und nicht auf Wellenlänge von Kindern (z.B. mit philosphischen Lebensweisheiten). Das Krokodil spricht nicht, sondern denkt meist nur. Das ist farblich im Text abgesetzt (also gut zum Lesen), aber schlecht zum Vorlesen.
    Es gibt komische Zeitsprünge, manche Sachen werden sehr kurz, andere sehr lang erzählt. Der Autor übertreibt oft, was lustig ankommen kann, aber nicht muss. Es gibt also schon einige Stellen an denen man schmunzeln muss, aber auch solche, wo man den Kopf schüttelt. Im Großen und Ganzen fehlt mir einfach ein roter Faden, der gut durch die Geschichte führt, aber so weiß ich einfach oft nicht, was der Autor mir überhaupt sagen wollte. Geholfen hätte meiner Meinung nach, wenn der deutsche Austauschschüler mit in Deutschland wäre, statt seinerseits gerade in Australien zu sein.
    Was sehr schön gelungen ist, sind die Zeichnungen und Bilder. Die sind wirklich schön detailreich und regen die Fantasie an.

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    Naja89vor einem Jahr
    Austauschschüler Dave

    Der Autor Martin Baltscheit behandelt mit seinem farbenfrohen Kinderbuch „Besuch Aus Tralien“  mehrere brandaktuelle Themen. Es geht um Integration und den Umgang mit dem Unbekannten.

    Beide Themen sind gerade in unserer heutigen Zeit nicht nur für Erwachsene wichtig, sondern spielen schon im Kindesalter eine entscheidende Rolle.

    Leider ist die Umsetzung für die Zielgruppe, Kinder im Alter von 6 bis 8 Jahren, meiner Meinung nach nicht zweifelsfrei gelungen. Der Humor spricht eher Erwachsene an, die teilweise schwierige Wortwahl und die nicht immer nachvollziehbare Handlung erschweren zusätzlich das Verständnis der Geschichte.

    Als absolut positiv ist die Illustration der Geschichte zu erwähnen. Sie ist sehr farbenfroh, lebendig und witzig.

    Alles in allem ist es ein modernes und unterhaltsames  Kinderbuch, bei dem der lehrreiche Hintergrund leider nicht immer erfolgreich vermittelt wird. Das Alter der Zielgruppe sollte angehoben werden, damit die Botschaft die jungen Adressaten besser erreicht.

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    elafischs avatar
    elafischvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Tolle Botschaft, die vermittelt werden soll und eine großartige Idee dazu. Die Umsetzung ist für die Zielgruppe leider nicht altersgerecht.
    Ein ganz besonderer Austauschschüler

    Inhalt:
    Piet reist als Austauschschüler nach Australien, dafür kommt Dave nach Deutschland zu seinen Eltern.
    Dave ist irgendwie anders, so fällt es den Eltern nicht leicht sich an ihn zu gewöhnen und sie wissen nicht recht wie sie mit ihm umgehen sollen.
    Also starten sie ihre Aktivitäten um irgendwie mit Dave eine Verbindung zu bekommen.

    Meinung:
    Das Thema des Buches, Integration und der Umgang mit Andersartigen, hat mir sehr gut gefallen. Kinder (und Erwachsene) können sich gar nicht früh und intensiv genug mit diesem Thema beschäftigen. Die Umsetzung allerdings ist Martin Baltscheit diesmal nicht so kindgerecht gelungen wie bei seinen anderen Büchern.
    Gerade der Anfang des Buches war für jüngere Kinder, das Buch wird ab 6 Jahren empfohlen, sehr schwer verständlich. Meinen beiden Töchtern hat das Buch nichtsdestotrotz gefallen, als ich sie aber gefragt habe, was die Geschichte vielleicht bedeuten könnte, haben sie mich nur mit großen Augen angeschaut.
    Für meinen Geschmack war für ein Kinderbuch auch viel zu viel Interpretation nötig, um den Sinn einiger Szenen zu verstehen. Das ist sehr schade, denn bisher liebten wir die kindgerechte Tiefgründigkeit von Herrn Baltscheits Büchern.
    Die Illustrationen sind jedoch wieder wirklich gut gelungen. Meine Töchter mussten sich immer erst alle Bilder genau betrachten, bevor sie sich hingelegt haben und ich vorlesen durfte.

    Fazit:
    Tolle Idee, für jüngere Kinder allerdings nicht ganz altersgerecht umgesetzt.
    Daher nur eine eingeschränkte Leseempfehlung.

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    Larii-Mausis avatar
    Larii-Mausivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Nette Grundidee, Umsetzung nicht so gelungen.
    Nette Grundidee, Umsetzung nicht so gelungen

    Das farbenfrohe Cover ist mir bei diesem Buch sofort ins Auge gesprungen und der Klappentext hat mich auch angesprochen. Allerdings habe ich eine etwas andere Umsetzung erwartet.

    Im Buch spielt vor allem das Thema Integration eine wichtige Rolle und dass man auch "anders" sein darf.

    Dabei geht es um den Austauschschüler Dave aus Australien, der sich irgendwie seltsam benimmt. Er schläft lieber im Gartenteich als im Bett, schlingt das Hühnchen im Ganzen hinunter und irgendwie hat er auch ganz schön viele spitze Zähne.

    Der Witz des Buches ist, dass Dave kein Junge sondern ein Krokodil ist. Dies fällt allerdings nur dem Baby im Buch auf und dem Vorleser beim Betrachten der Bilder.

    Die Grundidee des Buches und die Botschaft fand ich sehr schön, jedoch mangelt es leider etwas an der Umsetzung. Die Geschichte ist sehr sprunghaft und abgehackt, sodass kein flüssiger Erzählstrang zu Stande kommt. Außerdem ist das Buch meiner Meinung nach, zu anspruchsvoll für die Zielgruppe von 6-8 Jahren, denn ich denke nicht, dass ein 6 jähriges Kind schon weiß, was eine App ist.
    Außerdem kommen im Text immer wieder englische Redewendungen und Sätze vor. Die meisten sind unten in Fußnoten übersetzt, einige aber nicht. Der Humor richtet sich auch eher an Erwachsene.

    Positiv hervorheben kann ich die große Schrift, die kurzen Kapitel und die farbenfrohen Illustrationen. Dave's Gedanken sind mit grün geschrieben, jedoch muss man beim Vorlesen immer darauf hinweisen. Daher eignet es sich eher zum Selberlesen.

    Die Botschaft der Geschichte kam leider weder bei mir noch bei meinem Bruder ganz an. Er gab schon nach den ersten paar Kapiteln auf, weil er die Geschichte nicht verstand.
    Ich muss gestahen, dass dies in einigen Fällen auch bei mir der Fall war und vor allem das Ende lässt mich etwas ratlos zurück.


    Fazit: Insgesamt konnte mich die Geschichte leider nicht wirklich überzeugen. Die Grundidee fand ich zwar interessant, jedoch war die Umsetzung etwas wirr und nicht zielgruppengerecht. Die farbigen Illustrationen haben mir gut gefallen.

    Daher vergebe ich auch 2 von 5 Sternen!

    Kommentare: 1
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    Diana182s avatar
    Diana182vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Leider konnte es nicht fesseln und nach wenigen Seiten hört niemand mehr zu...
    Besuch Aus Tralien

    Das Cover ist wunderschön bunt gestaltet und fällt dadurch direkt ins Auge. Es wirkt witzig und humorvoll und sprach mich als Kinderbuch daher direkt an.


    Da ich bereits ein Buch des Autors gelesen habe, war ich natürlich auch hier direkt neugierig, was er sich wieder hat einfallen lassen.


    Der Einstig in das Buch gelingt soweit erst einmal ganz gut. Doch schnell stolperte ich über ein paar Wörter, die ich Sohnemann erst einmal erklären musste. Auch viele Englische Sätze und Redewendungen musste ich beim Lesen direkt übersetzten, da auch diese eher für Verwirrung bei den Zuhörern gesorgt hätten.


    Gut gestaltete ist die Denk- und Sprachweise von Dave, da diese grün hervorgehoben wird. Dies ist aber nur für den Leser bzw. Vorleser von Vorteil. Liest man die Geschichte vor, muss man schon darauf hinweisen, dass dies die Gedanken des australischen Austauschschülers sind.


    Leider merkte ich beim abendlichen Vorlesen immer recht schnell, dass die Aufmerksamkeitsspanne der Zuhörer immer geringer wurde. Man konnte problemlos einen kleinen Absatz von 1-2 Seiten vorlesen, doch spätestens dann wurde man zum Alleinunterhalter. Niemand hörte mehr zu, es wollten lediglich die schön gestalteten Seiten und Bilder betrachtet werden. Mein Sohn fing sogar an, daraufhin eine eigene Geschichte zu erzählen.


    Leider muss auch ich sagen, dass die Geschichte mich nicht lange fesseln konnte. Viele Fragen meines Sohnes konnte ich allemal nachvollziehen und einiges war mir ebenfalls nicht schlüssig.
    Es sollen zwar viele kleine Botschaften rund um das Thema „Integration“ mitgeteilt werden, die aber weder bei kleinen Zuhörern noch bei mir ankamen.


    Auch das Ende lässt mich eher etwas verwirrt und ratlos zurück. Dies hätte ich nur sehr schwer erklären können und bin daher schon fast froh, dass mir keiner mehr zuhören wollte.


    Mein Fazit:
    Unser Geschmack wurde diesmal leider nicht getroffen. Für jüngere Kinder ist das Thema schwer verständlich- auch mich als Vorleser konnte es nicht fesseln und abholen.


    Gut gefallen haben uns die fantasievollen Illustrationen, die sehr gern angeschaut und besprochen wurden.


    Für ein Kinderbuch ist es mir leider etwas zu „anstrengend“ und wenig humorvoll.

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    Martin Baltscheit, geboren 1965, studierte Kommunikationsdesign an der Folkwangschule Essen. Im Anschluss tätig als Illustrator, Sprecher, Bilderbuch-, Prosa-, Hörspiel- und Theaterautor. Martin Baltscheit lebt in Düsseldorf.






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