Martin Baltscheit , Maria Karipidou Besuch Aus Tralien

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Inhaltsangabe zu „Besuch Aus Tralien“ von Martin Baltscheit

Sind wir nicht alle ein bisschen Aus Tralien? Der Austauschschüler aus Australien benimmt sich wirklich seltsam: Er schläft lieber im Gartenteich als im Bett, schlingt das Hühnchen als Ganzes hinunter und seine Zähne sind irgendwie so spitz. In Martin Baltscheits neuem Buch geht es um die Frage: Wie fühlt es sich an, fremd zu sein? Der Clou: Dass der kleine Gast gar kein Junge, sondern ein Krokodil ist, wird zunächst nur in den Bilder klar!
Ein humorvoll-philosophisches Buch für die ganze Familie aus der Feder von Bestsellerautor Martin Baltscheit, modern und augenzwinkernd illustriert von Maria Karipidou.

Schade. Zu wirr und zu unverständlich.

— BuchBiene

Witzige und zahlreiche Illustrationen, aber der Rest war nicht kindgerecht und auch ansonsten überambitioniert

— danielamariaursula

Tolle Illustrationen und originelle Umsetzung, allerdings nicht für die Altersklasse ab 6 Jahren geeignet 3,5 Sterne

— Melli910

Hochaktuell und tiefgründig, aber für die angegebene Altersklasse von 6-8Jahren ungeeignet.

— lehmas

Fremd sein - Originell umgesetzt, toll illustriert, aber zu schwierig für die Zielgruppe.

— kruemelmonster798

Gute Idee, aber nicht gut für Kinder umgesetzt.

— Lealein1906

Leider konnte es nicht fesseln und nach wenigen Seiten hört niemand mehr zu...

— Diana182

Nette Grundidee, Umsetzung nicht so gelungen.

— Larii-Mausi

Tolle Botschaft, die vermittelt werden soll und eine großartige Idee dazu. Die Umsetzung ist für die Zielgruppe leider nicht altersgerecht.

— elafisch

Wichtiges Thema, aber altersmäßig schwer zuzuordnen!

— mabuerele

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  • Toller Ansatz, der leider keinen roten Faden spinnt...

    Besuch Aus Tralien

    Simi159

    01. December 2017 um 22:36

    Dies ist das neue Kinderbuch von Martin Baltscheit. Sein Buch „Nur ein Tag“ ist vielen Lesern vielleicht bekannt, es ist eines der Lieblingsbücher meiner Tochter, und so waren sie und ich sehr gespannt auf „Besuch aus Trailer“ und was sich hinter diesem etwas skurrilen Titel versteckt. In dieser Geschichte geht es um einen Austauschschüler, der sich ganz anders verhält, als man es erwarten würde. Er will lieber im Gartenteich als im Bett schlafen, ißt am liebsten tote Hühner mit Federn und so recht reden möchte er auch nicht. Doch seine Austauscheltern stören sich nicht so recht an seinen Eigenarten, schließlich kommt er aus einem fernen Land, und dort sind die Sitten und Gebräuche halt anders. Nur die jüngste Tochter ruft immer „Brokodil“… Fazit: Die Idee und die Bilder des Buches sind toll. Doch die Geschichte, vieles von dem Witz und den Widersprüchlichkeiten unseres täglichen Lebens, erschließt sich Kindern nicht so leicht. Auch ich tat mich mit der Geschichte etwas schwer, denn es fehlt irgendwie der rote Faden für ein Kinderbuch und die jüngere Zielgruppe, 6-8 Jahre.  Ältere Kinder ab 9 Jahre finden, wie Erwachsene, Episoden in der Geschichte zwar gut, doch ein Zusammenhang erschließt sich einem nicht. Humor und Zweideutige Stellen gibt es genug, doch dafür braucht es Lebenserfahrung. So bleibt es für die Kids nur eine nette Geschichte um ein Krokodil mit schönen bunten Bildern. Und mir als Erwachsene ist sie zu gewollt. Ein bisschen zu viel Spiegel vorhalten, was das Verhalten und die Marotten von uns Allen angeht. Das Thema Anderssein, Vorurteile, Integration ist in eine Episodenartige Geschichte gepackt, die Maria Karipidou perfekt und mit sehr viel Liebe zum Detail, bebildert hat.   3 STERNE.

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  • Leserunde zu "Besuch Aus Tralien" von Martin Baltscheit

    Besuch Aus Tralien

    NetzwerkAgenturBookmark

    Lust auf einen Reisetrip? Herzlich willkommen zu einer Leserunde zu »Besuch aus Tralien« von Martin Baltscheit.Seid ihr auch so reise-freudig wie wir? Dann bewerbt euch direkt für diese aufregende Leserunde!Sind wir nicht alle ein bisschen Aus Tralien? Der Austauschschüler aus Australien benimmt sich wirklich seltsam: Er schläft lieber im Gartenteich als im Bett, schlingt das Hühnchen als Ganzes hinunter und seine Zähne sind irgendwie so spitz. In Martin Baltscheits neuem Buch geht es um die Frage: Wie fühlt es sich an, fremd zu sein? Der Clou: Dass der kleine Gast gar kein Junge, sondern ein Krokodil ist, wird zunächst nur in den Bilder klar!Empfohlenes Lesealter liegt bei 6-8 JahrenMartin Baltscheit, geboren 1965, studierte Kommunikationsdesign an der Folkwangschule Essen. Im Anschluss tätig als Illustrator, Sprecher, Bilderbuch-, Prosa-, Hörspiel- und Theaterautor. Martin Baltscheit lebt in Düsseldorf.Wir suchen insgesamt 20 Leser, die Lust auf einen Reisetrip haben und mutig ihre Koffer packen. Wir vergeben dafür 20 Bücher in Print. Aufgabe: Warum möchtest du an dieser Leserunde teilnehmen und was erwartest du von diesem Buch?Bitte beachte die allgemeinen Richtlinien von Lovelybooks 

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  • Nicht Fisch, nicht Kroko

    Besuch Aus Tralien

    danielamariaursula

    Die gutbetuchten schicken Eltern sind von ihrem verwöhnten Sohn Piet genervt, immer meckert er nur. Eine Auszeit in Australien, wo er zwei neue Sportarten, eine neue Sprache lernen und seine Eltern wieder schätzen lernen kann, scheint die perfekte Lösung. Dafür kommt mit dem Flug 0815 Dave aus Australien in die Familie. Dave hat eine komische grüne Haut und 72 spitze Zähne. Er liegt am liebsten im Teich, spricht nur ein Wort „Koi“ und hat ein verwesendes Huhn im Koffer, das er runterschlingt. Irgendwie scheint er nicht so recht zu passen. Das Baby liebt ihn jedoch und nennt ihn fröhlich „Bokodil“. Die Erwachsenen macht das dennoch nicht stutzig. Stattdessen geben sie ihr Bestes, damit er sich einlebt. Dabei lernt er auch den merkwürdigen Nachbarn kennen, ein Treffen mit Folgen. Bereits das Cover läßt vermuten, daß es sich bei Dave nicht um einen gewöhnlichen Austauschschüler handelt, aber daß man ein Krokodil für einen Jungen hält, ist schon ziemlich abwegig. Darüber hätten wir jedoch hinsehen können, aber schon der Einstieg war für die Kinder sehr befremdlich. Die Eltern haben keine Namen, heißen durchweg nun Mutter und Vater und sind von ihrem Sohn nur genervt. Als er endlich weg ist, beschäftigen sie sich nur mit ihren Handys und machen erstmal Wellness im Hotel. Die Eltern sind sehr distanziert und so baut auch der Leser keine richtige Bindung zu ihnen auf, zu Dave aber auch nicht. Seine Gedanken werden in krokogrün gedruckt, so daß sie deutlich als seine Gedanken gekennzeichnet sind. Beim Vorlesen führt dies allerdings zu Verwirrung. Ebenso verwirrend ist, daß relativ viel Englisch in diesem Buch für 6 - 8 Jährige abgedruckt ist. Teilweise mit der Übersetzung in den Fußnoten, teilweise aber auch als längere Passage in den Illustrationen ohne Übersetzung. Der Einstieg ist etwas abrupt und weckt wenig Neugier bei den Kindern. Als es dann auch noch etwas distanziert und seltsam weiterging, verloren sie schnell das Interesse. Für 6 Jährige ist die Schrift meines Erachtens zu klein und das Text/Bildverhältnis trotz der oft einseitigen Illustrationen ungünstig. Meine 8 Jährige Tochter konnte die recht ungewöhnlichen Fremdwörter für das Alter wie Zimmerservice, Cocktail und Massage lesen, aber für Leseanfänger doch eher ungeeignet. Dennoch fand ich das Buch stilistisch nicht ansprechend. Irgendwie fanden wir überhaupt nicht in die Geschichte hinein. Wahrscheinlich liegt es an der distanzierten Art die Geschichte zu erzählen, aber auch daran, daß das Buch nicht so recht zu wissen scheint, was es denn sein will. Groteske, Satire oder Abenteuergeschichte? Für Kinder sind die vielen sozialkritischen Themen aber dennoch zu abstrakt selbst am Beispiel von Dave kommt es einfach nicht kindgerecht rüber. Der Unsinn deutscher Bürokratie ist z.B. kein Thema für 6 – 8 Jährige, das interessiert sie einfach nicht. Schön an dem Buch sind die zahlreichen farbigen Illustrationen, bei denen ich aber bisweilen den Eindruck hatte, daß einige logische Lücken und eine unausgegorene Story von den bunten Bildern kaschiert werden sollen. Mit diesem Buch wurden wir leider überhaupt nicht war. Für uns ist es einfach an der Zielgruppe vorbei geschrieben, es will zu viel und verzettelt sich dabei. Ambitioniert aber leider das Ziel verfehlt. Auch wenn einige wirklich aktuelle Themen angesprochen wurden, konnte ich auch bei den Übertreibungen oder Persiflagen nicht grinsen, weil ich mich einfach zu sehr über die Schwächen geärgert habe und gleichzeitig gelangweilt, ich war echt froh, daß es doch recht kurz ist. Leider konnte uns das Buch überhaupt nicht überzeugen, aufgrund der amüsanten Illustrationen noch 2 von 5 Sternen.

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  • Hochaktuell und tiefgründig, aber für die angegebene Altersklasse von 6-8Jahren ungeeignet

    Besuch Aus Tralien

    lehmas

    15. November 2017 um 16:05

    Dave ist ein Austauschschüler aus Australien. Er hat etwas seltsame Angewohnheiten und spricht außer „Koi“ kein Wort. Die Gasteltern scheinen nicht zu bemerken, dass es sich um ein Krokodil handelt und wollen Dave in die Familie integrieren. Erst als sie versuchen wie Dave zu sein, wird die Barriere gebrochen und Dave fühlt sich verstanden und aufgenommen. Das kleine Baby der Familie liebt das „Bokodil“ übrigens auf Anhieb.Wie ihr euch vielleicht schon denken könnt, ist der Titel des Buchs ein Wortspiel. Dave kommt aus Australien. Während seines Aufenthalts werden die Gasteltern öfter auf ihren „anders“ aussehenden Gast angesprochen und gefragt, woher Dave denn komme. Die Antwort der Eltern lautet „Australien“, während das Gegenüber jeweils „aus Tralien“ versteht. Das ist so ein Running Gag, der sich durch das ganze Buch zieht und damit auch ein Beispiel, wie Martin Baltscheit mit Worten spielt.Das neuste Werk von Martin Baltscheit ist tiefgründig, philosophisch und gesellschaftkritisch. Es enthält jede Menge Botschaften über Toleranz und Integration und ist damit hochaktuell. Unter anderen wird kritisiert, wie die Integration in den Augen der Gesellschaft zu vollziehen ist, regt an, sich mehr in andere Kulturen hineinzuversetzen, spricht die Gesetzgebung bezüglich gut integrierter Asylanten und deren Blitzabschiebung an. Dies sind nur wenige Punkte, über die man hier diskutieren kann und damit hat Herr Baltscheit sein Ziel wohl erreicht. Anhand der Aufzählung ergibt sich aber auch die Frage der Zielgruppe: an wen richtet sich dieses Buch? Das Buch wird vom Verlag mit einer Altersangabe von 6-8 Jahren versehen. Meiner Meinung nach ist ein Kind in diesem Alter noch nicht fähig, die notwendige Transferleistung hier zu vollziehen. Der Schreibstil ist durchaus humorvoll, aber wird oft von Kindern in diesem Alter noch nicht verstanden. Astrid Lindgren hat einmal gesagt: "Es darf Dinge in einem Buch geben, die nur Kinder lustig finden, meinetwegen auch Dinge, die Kinder und Erwachsene lustig finden; aber in einem Kinderbuch darf es niemals etwas geben, das nur Erwachsene lustig finden." Und genau das ist hier passiert. Ich fand das Buch tiefgründig, interessant und, nachdem man sich hineingelesen hat, auch unterhaltsam. Mein 7Jähriger hingegen hat nicht gelacht und ich habe ihn nach den ersten Kapiteln als Zuhörer verloren. Von daher würde ich dem Verlag hier empfehlen, die Altersempfehlung anzupassen. Ich würde das Buch ab etwa 10 Jahren empfehlen. Für die volle Transferleistung und anregende Diskussionen sogar erst ab etwa 12 Jahren. Nicht gerade einfacher machen es die englischen Sätze und die manchmal zu sprunghafte Gedanken- und Handlungsführung. Die englischen Sätze werden zwar in den Fußnoten übersetzt, aber dennoch stört es den Lesefluss der Altersklasse 6-8. Die Illustrationen von Maria Karipidou sind witzig und farbenfroh. Hier wurde nicht gespart und das Buch mit vielen tollen Bildern ausgestattet. Allein schon das Cover ist ein Augenschmaus!Fazit: Ein anspruchsvolles und tiefgründiges Buch über Toleranz und Integration für Kinder ab frühstens 10 Jahren, das zum Diskutieren und Nachdenken anregt und wundervoll illustriert ist.

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  • Besuch aus Tralien

    Besuch Aus Tralien

    naddisblog

    07. November 2017 um 12:36

    Meine Meinung: Das Cover ist sehr schön gestaltet und mit dem Farben ein echter Hingucker. Es geht um den Austauschschüler Dave der aus Australien kommt und einige Zeit mit der Familie verbringen möchte. Im Gegenzug ist der älteste Sohn in Australien bei seiner Familie. Dave scheint wie ein ganz normaler Junge auf die Familie,was sie aber nicht sehen,er ist ein Krokodil. Jeder sah es nur sie nicht.  In diesem Buch werden wichtige Themen wie Toleranz,Akzeptanz und Integration angesprochen.Was ich wie ich finde auch sehr gut rüber gebracht wird. Nur kam dies einfach nicht bei meinen Kindern an. Die Wörter waren teilweise einfach zu schwierig  gewählt und haben bei meinem großen einfach nur Fragezeichen aufgeworfen.  Es ist nicht so das er nicht weiß was das ist,sondern es im Buch einfach für sein Alter nicht ankam. Selbst ich als Erwachsene habe es teilweise  nicht verstanden. Da die Handlung auf mich nicht sehr stimmig wirkte und nicht flüssig zu lesen war. Im Text waren einige stellen die in Englisch geschrieben wurden. Meistens gab es unter dem Text auf der Seite die Übersetzung dazu. Aber auch das war nicht sehr leicht. Das ganze Buch über hatte viele nette Stellen wo ich beim lesen sehr drüber schmunzeln musste. Aber mein großer schaute nur ganz sparsam. Da er diesen Humor nicht verstand.Da dieser einfach mehr an Erwachsene ging als an Kinder. Die festgesetzte Zielgruppe von 6-8 Jahre ist da einfach fehl am platze. Eher für Kinder die etwas Älter sind so ab 10. Was ich besonders schön an diesem Buch fand,waren die Illustrationen immer passend zur Situation. So hatte man direkt einen kleinen Einblick in das geschehene. Obwohl der Text schwierig zu lesen war,waren die Kapitel dennoch sehr kurz gehalten und man kam schnell durch. Die Schrift hatte eine angenehme Schriftgröße und die unterschiedlichen Farben fand ich besonders gut. So konnte man gut erkennen wann Dave was sagte/dachte. Das hat das ganze sehr gut untermalt. Das Ende hingegen hat mich eher ein wenig im Regen stehen gelassen, da so leid es mir tut.Nicht richtig verstanden habe. Obwohl ich mir es danach noch 2 mal durchgelesen hatte. Fand ich sehr schade.Fazit: An sich ein sehr schönes Buch,die Illustrationen waren sehr schön, nur kam die Botschaft einfach nicht rüber und der Humor war nichts für meine Kindern,zumindest nicht von 6-8 Jährige. Da sollte das Alter eher angehoben werden. Es war einfach zu schwierig. Es konnte mich nicht überzeugen.Daher von mir nur 3 von 5 Sternen !

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  • Abenteuer Austauschschüler

    Besuch Aus Tralien

    kruemelmonster798

    02. November 2017 um 16:38

    Besuch AusTralien ist ein schön illustriertes Reiseabenteuer, das das Thema "Fremd sein" aus einem völlig anderen Blickwinkel behandelt. Dave kommt aus Australien nach Deutschland und sowohl wir als Leser als auch das jüngste Familienmitglied der Austauschfamilie erkennen sofort, dass es sich um ein Krokodil handelt. Die Eltern der Austauschfamilie brauchen dazu allerdings ziemlich lange.Der andere Blickwinkel ist wirklich originell und das Buch hat für Erwachsene auch einen Humor, der mir gut gefallen hat.Allerdings kam die Botschaft des Buches bei unserer Tochter überhaupt nicht an, sie hat sie schlichtweg nicht verstanden und fand das Buch langweilig. Der Verlag bewirbt das Buch als "ein humorvoll-philosophisches Buch für die gesamte Familie" und mit einer Altersangabe ab sechs Jahren. Für Jugendliche und Erwachsene stimme ich dem zu, mit hat das Buch nach anfänglichen Schwierigkeiten gut gefallen, für Kinder ist es meines Erachtens zu schwierig.Unser Fazit: Ich hätte dem Buch 4 Punkte gegeben, die Tochter jedoch nur zwei, so dass wir uns leider nur bei drei Punkten treffen konnten.Als Bilderbuch für Erwachsene ist es aber lesenswert und hochwertig gestaltet, so dass es optisch ein Hingucker im Bücherregal ist.

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  • Hat mir leider nicht gefallen

    Besuch Aus Tralien

    Lealein1906

    01. November 2017 um 17:29

    Ich kann dem Buch leider nur zwei Sterne geben, auch damit es anderen Kinderbüchern gegenüber fair bleibt. Es geht um Dave, der als Austauschschüler aus Australien nach Deutschland kommt, aber keiner merkt, dass er ein Krokodil ist. Das ruft natürlich einige lustige Situationen hervor. Im Grunde soll es im Buch um Integration gehen und dass man auch andere schnell integriert und sich mit ihnen gleichsetzt. Das kommt im Buch auch manchmal gut rüber.Doch die Rahmenstory drumherum geht leider so gar nicht an mich und noch weniger an Kinder. Schon der Anfang ist eher komisch, eine Vater und ein Mutter, die auf ihren Smartphones rumdrücken und froh sind, dass ihr Sohn gerade weg ist. Das Buch ist doch oft sehr anspruchsvoll und nicht auf Wellenlänge von Kindern (z.B. mit philosphischen Lebensweisheiten). Das Krokodil spricht nicht, sondern denkt meist nur. Das ist farblich im Text abgesetzt (also gut zum Lesen), aber schlecht zum Vorlesen.Es gibt komische Zeitsprünge, manche Sachen werden sehr kurz, andere sehr lang erzählt. Der Autor übertreibt oft, was lustig ankommen kann, aber nicht muss. Es gibt also schon einige Stellen an denen man schmunzeln muss, aber auch solche, wo man den Kopf schüttelt. Im Großen und Ganzen fehlt mir einfach ein roter Faden, der gut durch die Geschichte führt, aber so weiß ich einfach oft nicht, was der Autor mir überhaupt sagen wollte. Geholfen hätte meiner Meinung nach, wenn der deutsche Austauschschüler mit in Deutschland wäre, statt seinerseits gerade in Australien zu sein.Was sehr schön gelungen ist, sind die Zeichnungen und Bilder. Die sind wirklich schön detailreich und regen die Fantasie an.

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    • 2
  • Austauschschüler Dave

    Besuch Aus Tralien

    Naja89

    30. October 2017 um 21:56

    Der Autor Martin Baltscheit behandelt mit seinem farbenfrohen Kinderbuch „Besuch Aus Tralien“  mehrere brandaktuelle Themen. Es geht um Integration und den Umgang mit dem Unbekannten. Beide Themen sind gerade in unserer heutigen Zeit nicht nur für Erwachsene wichtig, sondern spielen schon im Kindesalter eine entscheidende Rolle. Leider ist die Umsetzung für die Zielgruppe, Kinder im Alter von 6 bis 8 Jahren, meiner Meinung nach nicht zweifelsfrei gelungen. Der Humor spricht eher Erwachsene an, die teilweise schwierige Wortwahl und die nicht immer nachvollziehbare Handlung erschweren zusätzlich das Verständnis der Geschichte. Als absolut positiv ist die Illustration der Geschichte zu erwähnen. Sie ist sehr farbenfroh, lebendig und witzig. Alles in allem ist es ein modernes und unterhaltsames  Kinderbuch, bei dem der lehrreiche Hintergrund leider nicht immer erfolgreich vermittelt wird. Das Alter der Zielgruppe sollte angehoben werden, damit die Botschaft die jungen Adressaten besser erreicht.

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  • Ein ganz besonderer Austauschschüler

    Besuch Aus Tralien

    elafisch

    30. October 2017 um 18:27

    Inhalt:Piet reist als Austauschschüler nach Australien, dafür kommt Dave nach Deutschland zu seinen Eltern.Dave ist irgendwie anders, so fällt es den Eltern nicht leicht sich an ihn zu gewöhnen und sie wissen nicht recht wie sie mit ihm umgehen sollen.Also starten sie ihre Aktivitäten um irgendwie mit Dave eine Verbindung zu bekommen.Meinung:Das Thema des Buches, Integration und der Umgang mit Andersartigen, hat mir sehr gut gefallen. Kinder (und Erwachsene) können sich gar nicht früh und intensiv genug mit diesem Thema beschäftigen. Die Umsetzung allerdings ist Martin Baltscheit diesmal nicht so kindgerecht gelungen wie bei seinen anderen Büchern.Gerade der Anfang des Buches war für jüngere Kinder, das Buch wird ab 6 Jahren empfohlen, sehr schwer verständlich. Meinen beiden Töchtern hat das Buch nichtsdestotrotz gefallen, als ich sie aber gefragt habe, was die Geschichte vielleicht bedeuten könnte, haben sie mich nur mit großen Augen angeschaut.Für meinen Geschmack war für ein Kinderbuch auch viel zu viel Interpretation nötig, um den Sinn einiger Szenen zu verstehen. Das ist sehr schade, denn bisher liebten wir die kindgerechte Tiefgründigkeit von Herrn Baltscheits Büchern.Die Illustrationen sind jedoch wieder wirklich gut gelungen. Meine Töchter mussten sich immer erst alle Bilder genau betrachten, bevor sie sich hingelegt haben und ich vorlesen durfte.Fazit:Tolle Idee, für jüngere Kinder allerdings nicht ganz altersgerecht umgesetzt.Daher nur eine eingeschränkte Leseempfehlung.

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  • Nette Grundidee, Umsetzung nicht so gelungen

    Besuch Aus Tralien

    Larii-Mausi

    30. October 2017 um 17:45

    Das farbenfrohe Cover ist mir bei diesem Buch sofort ins Auge gesprungen und der Klappentext hat mich auch angesprochen. Allerdings habe ich eine etwas andere Umsetzung erwartet.Im Buch spielt vor allem das Thema Integration eine wichtige Rolle und dass man auch "anders" sein darf.Dabei geht es um den Austauschschüler Dave aus Australien, der sich irgendwie seltsam benimmt. Er schläft lieber im Gartenteich als im Bett, schlingt das Hühnchen im Ganzen hinunter und irgendwie hat er auch ganz schön viele spitze Zähne.Der Witz des Buches ist, dass Dave kein Junge sondern ein Krokodil ist. Dies fällt allerdings nur dem Baby im Buch auf und dem Vorleser beim Betrachten der Bilder.Die Grundidee des Buches und die Botschaft fand ich sehr schön, jedoch mangelt es leider etwas an der Umsetzung. Die Geschichte ist sehr sprunghaft und abgehackt, sodass kein flüssiger Erzählstrang zu Stande kommt. Außerdem ist das Buch meiner Meinung nach, zu anspruchsvoll für die Zielgruppe von 6-8 Jahren, denn ich denke nicht, dass ein 6 jähriges Kind schon weiß, was eine App ist. Außerdem kommen im Text immer wieder englische Redewendungen und Sätze vor. Die meisten sind unten in Fußnoten übersetzt, einige aber nicht. Der Humor richtet sich auch eher an Erwachsene.Positiv hervorheben kann ich die große Schrift, die kurzen Kapitel und die farbenfrohen Illustrationen. Dave's Gedanken sind mit grün geschrieben, jedoch muss man beim Vorlesen immer darauf hinweisen. Daher eignet es sich eher zum Selberlesen.Die Botschaft der Geschichte kam leider weder bei mir noch bei meinem Bruder ganz an. Er gab schon nach den ersten paar Kapiteln auf, weil er die Geschichte nicht verstand. Ich muss gestahen, dass dies in einigen Fällen auch bei mir der Fall war und vor allem das Ende lässt mich etwas ratlos zurück.Fazit: Insgesamt konnte mich die Geschichte leider nicht wirklich überzeugen. Die Grundidee fand ich zwar interessant, jedoch war die Umsetzung etwas wirr und nicht zielgruppengerecht. Die farbigen Illustrationen haben mir gut gefallen.Daher vergebe ich auch 2 von 5 Sternen!

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    • 2
  • Besuch Aus Tralien

    Besuch Aus Tralien

    Diana182

    30. October 2017 um 12:52

    Das Cover ist wunderschön bunt gestaltet und fällt dadurch direkt ins Auge. Es wirkt witzig und humorvoll und sprach mich als Kinderbuch daher direkt an. Da ich bereits ein Buch des Autors gelesen habe, war ich natürlich auch hier direkt neugierig, was er sich wieder hat einfallen lassen. Der Einstig in das Buch gelingt soweit erst einmal ganz gut. Doch schnell stolperte ich über ein paar Wörter, die ich Sohnemann erst einmal erklären musste. Auch viele Englische Sätze und Redewendungen musste ich beim Lesen direkt übersetzten, da auch diese eher für Verwirrung bei den Zuhörern gesorgt hätten. Gut gestaltete ist die Denk- und Sprachweise von Dave, da diese grün hervorgehoben wird. Dies ist aber nur für den Leser bzw. Vorleser von Vorteil. Liest man die Geschichte vor, muss man schon darauf hinweisen, dass dies die Gedanken des australischen Austauschschülers sind. Leider merkte ich beim abendlichen Vorlesen immer recht schnell, dass die Aufmerksamkeitsspanne der Zuhörer immer geringer wurde. Man konnte problemlos einen kleinen Absatz von 1-2 Seiten vorlesen, doch spätestens dann wurde man zum Alleinunterhalter. Niemand hörte mehr zu, es wollten lediglich die schön gestalteten Seiten und Bilder betrachtet werden. Mein Sohn fing sogar an, daraufhin eine eigene Geschichte zu erzählen. Leider muss auch ich sagen, dass die Geschichte mich nicht lange fesseln konnte. Viele Fragen meines Sohnes konnte ich allemal nachvollziehen und einiges war mir ebenfalls nicht schlüssig.Es sollen zwar viele kleine Botschaften rund um das Thema „Integration“ mitgeteilt werden, die aber weder bei kleinen Zuhörern noch bei mir ankamen. Auch das Ende lässt mich eher etwas verwirrt und ratlos zurück. Dies hätte ich nur sehr schwer erklären können und bin daher schon fast froh, dass mir keiner mehr zuhören wollte. Mein Fazit:Unser Geschmack wurde diesmal leider nicht getroffen. Für jüngere Kinder ist das Thema schwer verständlich- auch mich als Vorleser konnte es nicht fesseln und abholen. Gut gefallen haben uns die fantasievollen Illustrationen, die sehr gern angeschaut und besprochen wurden. Für ein Kinderbuch ist es mir leider etwas zu „anstrengend“ und wenig humorvoll.

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  • Besuch Aus Tralien

    Besuch Aus Tralien

    MarTina3

    29. October 2017 um 23:00

    Die Geschichte dreht sich um das Thema Integration und Anderssein. Dies wird hier in eine wirklich verrückte Geschichte verpackt. Die Eltern merken nicht, dass Austauschschüler Dave ein Krokodil ist. Sie finden ihn zwar seltsam aber nett. Doch als sie endlich einen Weg gefunden haben, dass Dave sich angenommen und heimisch fühlt, bekommen sie doch noch Angst vor ihm. Daneben trifft Dave auf andere Personen, die jeweils ihre ganz eigene Meinung zu Dave bzw. seiner Behandlung haben.In der Geschichte gibt es wirklich schöne Gedanken und Sätze. Auch brachte mich die Geschichte manchmal zum Schmunzeln. Doch wirklich überzeugen konnte sie mich nicht. Mir fehlte bei dieser Geschichte eine flüssige Handlung. Man springt hier nur von einem kurzen Ausschnitt aus dem Gastschülerleben zum nächsten. Außerdem tauchen auch kurze, englische Sätze auf. Die Übersetzung folgt zwar in Fußnoten, doch insgesamt finde ich dies für das empfohlene Alter von 6 bis 8 Jahren nicht passend. Auch das Vorlesen wird dadurch erschwert. Daneben war die Geschichte schon für mich nicht ganz schlüssig. Die Botschaften der Geschichte sind meiner Meinung nach für Kinder im empfohlenen Alter nicht zu erkennen. Auch der Humor richtet an Erwachsene, da Kinder diesen überwiegend noch nicht verstehen.Gefallen hat mir, dass Daves Gedanken in grüner Schrift auftauchen. Die Illustrationen sind farbenfroh und lockern den Text auf. Fazit:Mich konnte diese Geschichte nicht begeistern. Vor allem finde ich sie nicht kindgerecht, da die Kinder den überwiegenden Teil wohl nicht verstehen.

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  • Dieses Buch konnte uns nicht fesseln

    Besuch Aus Tralien

    esposa1969

    28. October 2017 um 22:37

    Klappentext:Sind wir nicht alle ein bisschen Aus Tralien? Der Austauschschüler aus Australien benimmt sich wirklich seltsam: Er schläft lieber im Gartenteich als im Bett, schlingt das Hühnchen als Ganzes hinunter und seine Zähne sind irgendwie so spitz. In Martin Baltscheits neuem Buch geht es um die Frage: Wie fühlt es sich an, fremd zu sein? Der Clou: Dass der kleine Gast gar kein Junge, sondern ein Krokodil ist, wird zunächst nur in den Bilder klar! Ein humorvoll-philosophisches Buch für die ganze Familie aus der Feder von Bestsellerautor Martin Baltscheit, modern und augenzwinkernd illustriert von Maria Karipidou.Leseeindruck:Wie der Klappentext bereits verrät, landet der Austauschschüler Dave aus Australien in Deutschland, wo er von seienr Gastfamilie erwartet wird. Wie man auf dem Buchcover unschwer erkennen kann, ist Dave kein normaler Schüler, sondern ein... naja seht einfach selbst. Seltsamerweise fällt das der Gastfamilie gar nicht auf, sie wundern sich nur über sein ungewöhnliches Verhalten....Lobenswert ist zumindest, dass die Schrift schön groß ist und die Seiten nicht zu eng beschrieben sind. Die wörtliche Rede gerade zu Beginn der Geschichte fanden wir sehr abgehackt. Meine Patentöchter fanden: Das sind ja gar keine richtigen Sätze. Auch "Das war´s" sagte Vater "Flugzeug leer" das sind ja wirklich keine Sätze und da will man ihnen beibringen Subjekt-Prädikat ist ein Muss.Gerade auch kleinere Kinder - ist ja schließlich ab 6 Jahre - wissen nicht mal was eine App ist. Oder doch? Also, die ich kenne wissen es nicht. Die Idee der Geschichte finden wir nett, nur nicht so ganz kindgerecht umgesetzt. Dann auch die englischen Sätze. In Baden Württemberg haben wir ab der 1. Klasse englisch, aber in Rheinland Pfalz, wo meine Patentöchter wohnen, nur vllt. mal ein Liedchen trällern, aber nicht "Come on, Dave, habe some lunch!"Dafür, dass die Illustrationen echt recht simpel sind, sind die Sprache schon ganz schön schwer zu verstehen.Die Handlung selbst finden wir auch von der Idee ehr zwar gut gedacht, aber eben nicht gut umgesetzt. Zwar soll es den Kindern hier Toleranz gegen das Anderssein und Integration näher bringen, aber bei einer 6-Jährigen auf Integration (sie weiß ja nicht einmal was das ist) zu stoßen, dass gelang und hier wenig. Für ältere Kinder ist das Buch dann doch zu kindisch gehalten, die würden dann aber eher den Sinn verstehen.Die Illustrationen fanden wir auch nicht so arg gelungen, gerade das Bild auf S. 94 gruselte uns sehr.Für die Idee hinter der Geschichte gibt es von uns 1 Sterne, einen weiteren für die große Schrift und vielen Zeichnungen, auch wenn da einige etwas schräg waren. Das Cover bekommt noch einen halben Stern. Insgesamt ergibt es aufgerundet 3 Sterne, leider, da uns sonst die Bücher des Verlages immer sehr begeistern.@ esposa1969 

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  • Schüleraustauch mit Überraschungen

    Besuch Aus Tralien

    mabuerele

    28. October 2017 um 15:03

    „...So ein Fest hat sich noch niemand ausgedacht. So ein Fest ist ein Geschenk. Für mich. Ich bin willkommen. Ich bin eine Familie...“ Die Familie wartet auf die Nachricht von Piet. Er ist als Austauschschüler nach Australien gereist und müsste endlich seine Ankunft mitteilen. Als die Nachricht eintrifft, erfahren die Eltern auch, dass ihr Gast schon am Flughafen wartet. Doch Dave ist kein normaler Austauschschüler. Nur das Baby der Familie erkennt sofort, wer da angereist ist: ein Krokodil, das sich benimmt wie ein Junge. Der Autor hat ein tiefgründiges und abwechslungsreiches Kinderbuch zum Thema Integration geschrieben. Schwierig finde ich es, das Buch altersmäßig zuzuordnen. Am ehesten passt es meiner Meinung Mitte der Grundschulzeit, also ab 8 Jahre. Dave muss sich in der neuen Welt zurechtfinden. Der Autor erzählt nicht nur, wie die Eltern mit ihm umgehen und auf seine Besonderheiten reagieren, sondern lässt auch Nachbarn und Bekannte zu Wort kommen. Dadurch ergeben sich eine Vielzahl von Meinungen. Einige fordern, dass sich der Junge den hiesigen Begebenheiten anpassen muss. Vorreiter ist dabei der Schuldirektor, der das Thema Integration völlig falsch verstanden hat. Dann organisieren die Eltern eine Party, bei der sich jeder an Dave orientiert, sei es in der Kleidung oder im Verhalten. Daraus stammt obiges Zitat. Nun fühlt sich Dave angenommen. Der Schriftstil zeichnet sich durch seinen Abwechslungsreichtum aus. Der Kontakt zu Piet in Australien erfolgt über wenige SMS. Außerdem werden die Sätze und Gedanken jeder Person in einer anderen Schriftgröße oder Schriftfarbe wiedergegeben. Daves Farbe ist Grün. Die Worte des Babys sind kursiv gedruckt und die des Vaters fett. So weiß der Leser immer, mit wem er es gerade zu tun hat. Die Verständigung, die die Eltern anfangs in Englisch versuchen, wird sofort unter dem Text übersetzt. Natürlich gibt es auch das eine oder andere Fremdwort. Das halte ich aber in einem solchen Buch für legitim. Es gibt viele humorvolle Szenen. Insbesondere fällt mir dabei das Kapitel im Zoo ein. Die folgenden Zeilen zeigen, wie Dave das sieht: „...Ein dressierter Mensch in Gummistiefeln! Die Robben rufen und er bringt Futter!...“ Manche Sätze haben fast philosophische Charakter. Das betrifft insbesondere Piets Erkenntnisse nach der Rückkehr. Ich als Leser weiß sofort, dass Dave ein Krokodil ist, denn das vermitteln mir die farbigen und schön gestalteten Zeichnungen. Auch hier werden kleine, aber feine Nuancen gesetzt. So ist die Seite dunkelblau, wenn sich das Geschehen in der Nacht abspielt. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Auf unterhaltsame Art wird hier ein schwieriges Thema für junge Leser aufgearbeitet. Es geht um die Frage, wie man mit jemand umgeht, der nicht ins altbekannte Schema passt. Sehr gut fand ich, dass die Eltern an einigen Stellen völlig neue Einsichten gewannen, so unter anderem wo es ums sogenannte deutsche Essen ging.

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    • 5
  • Tolle Botschaften in einer Geschichte, die mich leider nicht einfangen konnte.

    Besuch Aus Tralien

    Antek

    26. October 2017 um 19:06

    Bing – endlich kommt die Textnachricht von ihrem Sohn, der an einem Schüleraustausch teilnimmt.  „Hey Leute! Bin in Sydney. …Schlechte Nachricht: Austauschschüler ist krank. Gute Nachricht: Es gibt Ersatz. Der neue heißt Dave“. Ein wenig seltsam ist er ja schon, dieser Dave, der da einen Tag später am Flughafen abgeholt werden will, aber wer weiß schon, wie man am anderen Ende der Weltkugel ist? Ist den Eltern entgangen, dass es sich bei Dave um ein Krokodil handelt, oder sind sie einfach nur sehr tolerant? Wer weiß schon, auf jeden Fall schimpfen sie ihr kleines Baby, das Dave sofort „Bokodil“ nennt, als Dummerchen, denn das sei doch Dave. Wie wird es Dave in Deutschland ergehen, wo er doch so gern totes Hühnchen, am besten ein paar Tage alt, isst, am liebsten in Pfützen liegt oder am Gartenteich auf den Koi schielt?  „In-te-gra-tion Substantiv (die) Der Vorgang, dass einer durch Maßnahmen dafür sorgt, dass ein anderer Teil einer Gruppe wird.“ Diesem Thema widmet sich der Autor hier mit einer für mich ziemlich schrägen Geschichte, wobei ich eher von einzelnen Episoden vom Aufenthalt Daves hier bei uns sprechen möchte, denn eine richtige durchgängige Handlung, bei der man mitfiebert oder -lebt konnte ich nicht ausmachen. Ich war so begeistert von den tollen Botschaften in  Martin Baltscheits tollem Kinderbuch „Nur ein Tag“ und war deshalb sehr gespannt auf dieses neue Werk. „Wie fühlt es sich an fremd zu sein?“, ein tolles, aktuelles und wichtiges Thema, leider konnte mich der australische Besuch nicht begeistern. Der Sprachstil liest sich vom Satzbau und der Wortwahl her sicher leicht. Einige englische Wendungen, um die sich die Eltern bei der Ankunft ihres Australiers bemühen, werden in Fußnoten erklärt, sodass es sicher zu keinerlei Verständnisschwierigkeiten hinsichtlich von Wortbedeutungen kommen kann. Jedoch mag ich bezweifeln, dass Kinder in dem empfohlen Lesealter die Botschaften hinter dem Erzählten wirklich ausmachen können. Auch mir als Erwachsene erschien nicht alles logisch, wie z.B. warum der Nachbar es am Ende doch nicht nur alleine auf Dave abgesehen hatte. Wieder gut gefallen hat mir, dass ich immer wieder schmunzeln durfte. So deutet Dave bei seiner Ankunft z.B. die rot lackierten Fingernägel seiner Gastmutter als „Blut auf Nägeln. Sie kommen vom Essen. Sehr gut dann gehen sie nicht an meinen Koffer“, diese versucht mit Deutschenglisch zu erklären „The Vorgarten, the Apfelbaum, the Gardenzwerg“ oder Dave wird himmelangst, wenn er den Alptraum von Pamp, den sie Müsli nennt, nur sieht. Es sind durchaus zahlreiche tolle Botschaften versteckt, was mich auch immer motiviert hat, weiter zu lesen, wie z.B. „Man muss offen bleiben, denkt sie, auch denen gegenüber, die man nicht leiden kann. Sonst wird das nie etwas mit dem Weltfrieden.“ Gut gefallen haben mir auch die zahlreichen Seitenhiebe, so muss Dave z.B. am Schluss früher abreisen, sicher ein Hinweis auf unseren auch mir oft völlig unverständlichen Bürokratie-Dschungel, der mich auch ganz oft ärgert. Warum müssen Menschen unser Land wieder verlassen, wenn sie sich doch schon perfekt integriert haben? Ich konnte mich mit den Eltern nicht wirklich anfreunden. Dafür waren sie mir zu dümmlich dargestellt. Fehlende Namen haben wahrscheinlich auch dazu beigetragen, dass ich mit ihnen nicht warm wurde, auch wenn ich ihnen ihre Erkenntnis, dass eigentlich die Eltern von komischen Kindern auf die Couch beim Psychiater müssen, hoch anrechne. Sie waren mir zudem zu wankemütig, einmal ist Dave komisch, dann der tolle Dave, dann doch wieder Zweifel, könnte ja doch ein Monster sein und erst als der eigene Sohn aus Australien kommt, gibt es eine Verabschiedung, davor wird er „nur“ ins Taxi an den Flughafen gesetzt. Gut gefallen haben mir die witzigen Textnachrichten des Sohnes und Dave fand ich sogar ganz klasse, eine richtig coole Socke. Die Illustration wird mit „modern und augenzwinkernd“ beworben, und dieses Versprechen hält Maria Karipidou. Die farbenfrohen, teils witzigen Bilder, die im Stil des Covers gehalten sind, machen das Buch schön bunt und sind sicher ein Hingucker für Kinder. Auch ich konnte immer wieder richtig schmunzeln. Sicher gut ist auch, dass Daves Gedanken und Anteile in grüner Schriftfarbe gehalten sind und sich damit deutlich vom Rest in Schwarz abheben und das Verständnis so erleichtern. Alles in allem konnte mich die Geschichte, die eigentlich einen so tollen Hintergedanken in sich trägt, ein so wichtiges Thema thematisiert und für mich als Erwachsene auch einige tolle Botschaften transportiert, leider nicht einfangen, noch drei Sterne.

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