Der einsamste Wal der Welt

von Martin Baltscheit 
4,3 Sterne bei4 Bewertungen
Der einsamste Wal der Welt
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kathrineverdeens avatar

Ein sehr bemerkenswertes und sprachlich aufwendiges Bilderbuch.

Niccitrallafittis avatar

Ein schönes Leseerlebnis für Zwischendurch, welches sicherlich besonders jüngere Leser thematisch wie visuell anspricht..

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Inhaltsangabe zu "Der einsamste Wal der Welt"

Es gibt einen Wal, dessen zu hohe Stimme die anderen Wale nicht hören können. 1989 wurde an der Westküste der USA von einem U-Boot-Abwehr-Hydrophon der US-Marine erstmals der Gesang eines Wales aufgenommen, der aufgrund eines angeborenen Sprachfehlers viel, viel höher sang als alle anderen Wale. Man geht davon aus, dass andere Wale ihn nicht hören und er andere nicht hören kann. Der Wal lebt unter dem Namen "52 Hertz" als "der einsamste Wal der Welt" allein im Pazifik und wird seit Jahren wissenschaftlich begleitet. Martin Baltscheit erzählt und illustriert seine bewegende Geschichte.
Am Ende des Buches gibt es eine große Ausklapp-Seite mit über 100 cm Breite mit einem großen Unterwasser-Panorama zum Staunen und Entdecken.
Inzwischen hat dieser Wal sogar eine eigene Wikipedia-Seite unter "52 Hertz". Viele Organisationen und Spender (u.a. Leonardo DiCaprio) unterstützen die Suche und Begleitung des Wales.
In der Düsseldorfer Tonhalle fand am 24.06.2018 mit großem Beifall die Uraufführung einer Kindersymphonie zum "Einsamsten Wal der Welt" statt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783551510648
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:48 Seiten
Verlag:Carlsen
Erscheinungsdatum:28.06.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    kathrineverdeens avatar
    kathrineverdeenvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein sehr bemerkenswertes und sprachlich aufwendiges Bilderbuch.
    Rezension zu "Der einsamste Wal der Welt"

    Eine wahre Geschichte


    Es gibt einen Wal, der stets allein durch die weiten Weltmeere schwimmt und einsam seine Lieder singt. Lieder, die er von Geburt an auf einer viel höheren Frequenz singt, als seine Artgenossen. Deshalb wird er von anderen Walen weder gehört noch verstanden. Doch viele Menschen begleiten das Schicksal dieses Wales und lassen sich von seinem Schicksal inspirieren. Ähnlich wie den Schriftsteller Martin Baltscheit, der sich in seinem neuen Kinderbuch „Der einsamste Wal der Welt“ diesem ganz besonderen Thema widmet.

    Ursprung und Inspiration

    Eingeleitet wird dieses atmosphärische Bilderbuch von einem Vorwort, welches den Ursprung und die Inspiration zu dieser Geschichte erwähnt. Hier macht Martin Baltscheit sehr deutlich, wie persönlich dieses Buch und das Schicksal des Wales für ihn, aber auch für alle Leser sind. Denn jeder von uns wird dieses Buch mit anderen Augen betrachten.

    „Und darum ist jede Geschichte, die wir über andere Tiere erzählen, immer auch nur eine Geschichte von uns selbst.“

    Nach einem ergreifenden Vorwort nimmt Martin Baltscheit uns Leser mit auf das weite Meer zu einem Boot, auf dem sich ein alter Mann befindet. Dieser Mann kennt alle Lieder, die die riesigen Meeresbewohner singen. Besonders ein Gesang hat es ihm angetan und er ist fasziniert von dem Leben des Wales, dessen Lieder in höheren Tonlagen erklingen, als üblich. Das Schicksal des vermeintlich einsamen Wales beschäftigt ihn schon sehr lange Zeit. Er berichtet davon, wie er sich das Leben des Wales ausmalt, und taucht ab in die Tiefen des Ozeans.

    „Meere kennen keine Mauern. Unter Wasser wohnt kein Zaun. Und jeder Besucher ist willkommen …“

    Und wir Leser dürfen in „Der einsamste Wal der Welt“ mit abtauchen und eine faszinierende Welt und ein ungewöhnliches Schicksal erleben. Wir erfahren vieles über das Leben des Wales und dürfen wunderbaren und berührenden Momenten und Begegnungen beiwohnen. Gleichzeitig wird der Leser immer wieder mit der unterschwellig mitklingenden Frage konfrontiert: Ist der Wal wirklich einsam, weil er von seinen Artgenossen nicht gehört wird? Oder ist er es nur aus unserer Betrachtungsweise?

    Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick erscheint …

    Vor allem ist das immer das Besondere an Martin Baltscheits Geschichten. Denn man kann seine Bücher immer und immer wieder lesen und entdeckt je nach Stimmung und Betrachtungsweise ganz neue Aspekte und Botschaften. Zwischen seinen poetischen Zeilen gibt es viel Raum für eigene Gedanken.

    Wir schätzen Martin Baltscheits Bücher aber nicht nur wegen der tiefgründigen Themen. Darüber hinaus sind es auch die sehr divergenten Illustrationen, die Martin Baltscheit für seine Geschichten zeichnet. In „Der einsamste Wal der Welt“ wählte Martin Baltscheit etwas weniger rauen Stil und präzisere Linien, die in Kombinationen mit einigen Farbspektakeln für eine besonders eindringliche Atmosphäre sorgen.

    „Der einsamste Wal der Welt“ von Martin Baltscheit ist ein sehr bemerkenswertes und sprachlich aufwendiges Bilderbuch, das sich mit einem ganz besonderen Thema beschäftigt und viele wertvolle Botschaften für Groß und Klein mitbringt.

    https://kathrineverdeen.de/

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    MosquitoDiaos avatar
    MosquitoDiaovor 4 Monaten
    Wunderschön gestaltet, inhaltlich aber eher oberflächlich

    Der 52-Hertz-Wahl

    Was es mit dieser Bezeichnung auf sich hat? Hierbei handelt es sich um die Bezeichnung des betreffenden Wals, der auf einer viel höheren Frequenz kommuniziert als seine anderen Artgenossen.
    Wahrscheinlich als einziges Tier auf der Welt, wieso er auch als Der einsamste Wal der Welt bekannt ist.
    Denn somit ist es ihm unmöglich sich mit anderen Wesen zu verständigen. Ich bin mir sicher, dass einige jetzt nachvollziehen können, wieso mich allein die ersten Sätze dieser Lebensgeschichte zu Tränen rühren konnte.
    Ob es sich hierbei um eine Fehlbildung/Behinderung handelt oder der Ursprung darin liegt, dass dieser Wal ein Hybrid ist, ist noch nicht ganz geklärt.

    Solch eine emotionale Geschichte gerade für die kleinen Menschen unter uns richtig zu verpacken benötigt natürlich ein besonders Feingefühl. Was möchte man vermitteln und wie?
    Die Umsetzung begeistert erst einmal mit einer faszinierenden Farbenpracht und vielen Details zu entdecken, auch die Art der Illustrationen hat mir wirklich gut gefallen.
    Inhaltlich beschränkt sich die Weitergabe dieser tragischen und interessanten Geschichte jedoch mehr auf das Vorwort, als auf die eigentliche Geschichte selbst, in der dies nicht ganz deutlich wird, bzw. nicht wirklich wahrnehmbar thematisiert wird.

    So muss ich leider gestehen, dass ich mir vom Inhalt einfach ein wenig mehr erhofft hatte, was aber vielleicht angesichts der Zielgruppe nicht ganz gerecht war.
    Denn nichts desto trotz bietet dieses Bilderbuch ganz gewiss einige Abenteuer und tolle Momente für kleine Leser.
    Gerade das Aufklappbild zum Schluss hat etwas von einem Wimmelbild, wodurch kleine Entdecker auf ihre Kosten kommen.

    FAZIT

    Ich habe mir unglaublich viel von Der einsamste Wal der Welt versprochen, da mich die Grundstory bereits bei der Vorstellung schon mit sich reißen konnte. Die Umsetzung war dann inhaltlich allerdings eher ernüchternd, gibt mit dem Vorwort aber einen Hinweis auf die eigentliche Thematik.
    Durch die farbenfrohe und detailreiche Gestaltung aber sicherlich ein tolles Unterwasserabenteuer für kleine Entdecker!

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    Niccitrallafittis avatar
    Niccitrallafittivor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein schönes Leseerlebnis für Zwischendurch, welches sicherlich besonders jüngere Leser thematisch wie visuell anspricht..
    Ein schönes Leseerlebnis für Zwischendurch, welches sicherlich besonders jüngere Leser anspricht

    Man kennt den Wal unter 52-Hertz-Wal, der einsam und allein im Pazifik lebt und seit Jahren wissenschaftlich begleitet wird. In diesem Bilderbuch berichtet Martin Baltscheit seine ergreifende Geschichte auf eine angenehme, kindliche Art und Weise. Das große Format des Hardcoverbuches und die dicken Seiten laden auch jüngere Leser zum Stöbern ein. Den Start bildet ein wundervolles, wahres Vorwort.

    Und darum ist jede Geschichte, die wir über andere Tiere erzählen, immer auch nur eine Geschichte von uns selbst.
    (Vorwort, Der einsamste Wal der Welt)

    Auf 48 Seiten befinden sich wunderschöne Bilder, die das Leben im Meer darstellen und den Verlauf der Geschichte des einsamsten Wales abbilden. Manche Bilder wurden auf ganzen Doppelseiten dargestellt und beinhalten meist wenig Text, was der Geschichte jedoch keinen Abbruch tut, im Gegenteil. Es lässt dem Leser viel Interpretationsspielraum. Ich lernte den Wal kennen, seine Familie und andere Bewohner des Pazifik. Ebenfalls wurde erläutert, wie der Forscher auf den Wal getroffen ist und was der Wal dann eventuell darüber gedacht haben könnte.

    Leider endet die Geschichte relativ offen, was ich mir anders gewünscht hätte. Ich hatte angenommen, dass in diesem Bilderbuch die einzigartige und recht zufällige Freundschaft zwischen Wal und Forscher dargestellt wird und dadurch aufzeigt, dass auch für einsame Lebewesen Hoffnung besteht. Aus kindlicher Sicht tut das Bilderbuch dennoch seinen „Job“, denn am Ende gibt es eine wertvolle Botschaft: Jeder findet jemanden, der zu einem passt, egal wie anders man doch ist. Und genau das fand ich wirklich gelungen an dem Buch. Zuletzt entdeckte ich noch das wunderschöne Unterwasser-Panorama zum Ausklappen auf 100cm, was durch die schönen, bunten Farben zum Staunen und Entdecken einlädt.

    Fazit
    Insgesamt stellt dieses Bilderbuch über einen einsamen Wal ein schönes Leseerlebnis für Zwischendurch dar, welches sicherlich besonders jüngere Leser thematisch wie visuell anspricht, aber auch Erwachsene mit den wundervollen Illustrationen verzaubern kann.

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    M
    Mellolettevor 4 Monaten

    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

    kathrineverdeens avatar
    kathrineverdeenvor 4 Monaten
    Martin Baltscheit schreibt einfach geniale Geschichten!
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